Alle Artikel mit dem Schlagwort: Saxony

Ein Frettchen. Foto: Gilowyn, Wikipedia, CC3-Lizenz

Gehirn-Upgrade für Frettchen

Dresdner Genetiker vergrößern mit Menschen-Gen den Neokortex der kleinen Jäger Dresden, 11. Januar 2019. Mit dem menschlichen Gen ARHGAP11B lässt sich das Gehirn von Frettchen verändern, so dass es dem Hirn eines Menschen ähnlicher wird. Das hat ein Team aus der Gruppe von Professor Wieland Huttner vom Max-Planck-Institut für molekulare Zellbiologie und Genetik (MPI-CBG) Dresden ermittelt. Demnach regt dieses besondere Erbgut-Molekül, das normalerweise nur der Mensch besitzt, im Frettchen-Hirn die Produktion sogenannter „basaler radialer Gliazellen“ an. Die wiederum sorgen dafür, dass sich die äußere Großhirnrinde zu einem Neokortex faltet, der beim Menschen für viele höhere geistige Funktionen zuständig ist.

Thermomagnetischer Generator im Labormaßstab, Foto: IFW Dresden

Mit Magnetkraft Energie ernten

Dresdner Forscher konstruieren neue Generation verbesserter thermomagnetischer Generatoren, die Strom aus Abwärme erzeugen Dresden, 10. Januar 2019. Energieernte-Systeme („Energy Harvesting“) gelten als Schlüsseltechnologien für das „Internet der Dinge“ sowie für mehr Energieeffizienz und Klimaschutz. Das Ziel dabei: Sensoren, Mikromaschinen und andere Geräte so zu konstruieren, dass sie auf Stromkabel oder Batterien nicht mehr angewiesen sind, sondern ihren Energiebedarf autark decken – zum Beispiel, indem sie kleine Temperaturschwankungen in ihrer Umgebung in Strom ummünzen.

Ohne die Möglichkeit zu sterben, würden Computerspiele suggestive Kraft verlieren. Abb.: Heiko Weckbrodt

Peng – Du bist tot!

Chemnitzer Forscherin untersucht Rolle des Todes in Computerspielen Chemnitz, 9. Januar 2019. Der Tod ist untrennbar mit dem Videospiel-Genre verbunden: Er nimmt „eine zentrale Rolle im Computerspiel ein und hat eine bedeutende Funktion für die Gestaltung und Vermarktung des Spiels“, hat die Chemnitzer Chemnitzer Kommunikationsforscherin Miriam Schreiter in ihrer Dissertation „Wie kommt der Tod ins Spiel? Von Leichen und Geistern in Casual Games“ herausgearbeitet, wie die TU Chemnitz mitteilte.

Ein mit Pendix-Technik zum e-Bike umgerüstetes fahrrad Foto: Pendix

E-Nachrüstfirma Pendix aus Zwickau wächst

Elektro-Nachrüstsätze für Fahrräder gefragt Zwickau, 8. Januar 2019. Weil elektrische Nachrüstsätze für Fahrräder gefragt sind, wächst der Anbieter „Pendix“ aus Zwickau. 2018 sei das „bisher erfolgreichstes Jahr seit der Gründung“ gewesen, teilte das sächsische Unternehmen mit. Pendix habe seine Umsätze „im zweistelligen Prozentbereich“ gesteigert und agiere inzwischen in zwölf Ländern.

Die Pilotanlage von Sunfire in Dresden-Reick hat mit der Dieselproduktion aus Luft, Wasser und Ökostrom begonnen. Foto: Sunfire/ Cleantech Media

Investoren stecken 25 Millionen Euro in Sunfire Dresden

Anlagenbauer Wurth aus Luxemburg will sich Öko-Wasserstoff sichern Dresden/Luxemburg, 7. Januar 2018. Das Technologie-Unternehmen „Sunfire“aus Dresden hat mit dem Anlagenbauer „Paul Wurth“ aus Luxemburg einen weiteren Investor gefunden. In dieser neuen Runde haben die Dresdner insgesamt 25 Millionen Euro Risikokapital von den Luxemburgern und ihren bisherigen Finanziers eingenommen. Das geht aus einer Sunfire-Mitteilung hervor.

Die Prototypen- und Kleinserien-Fertigung von eKiosk in Dresden. Foto: eKiosk

Digitaltafel-Hersteller eKiosk Dresden verkauft

Unternehmen brauchte Geld für weiteres Wachstum Dresden, 4. Januar 2019. Der Dresdner Digitaltafel-Hersteller eKiosk GmbH hat einen neuen Eigentümer: Die Gründer Peter Jütte und Thomas Seidel haben ihre Firma an eine – nicht namentlich genannte – Investoren-Gruppe verkauft. Das hat eKiosk-Sprecherin Nancy Kaiser mitgeteilt. Über den Verkaufspreis machten die beiden Gründer, die auch nach dem Eigentümerwechsel Geschäftsführer bleiben sollen, keine Angaben.

Sachsens Hightech-Gründer leiden unter Risikokapital-Lücken. Foto: Heiko Weckbrodt

Dresden bezuschusst Investitionen kleiner Betriebe

Förderschwerpunkte in Pieschen, Johannstadt, Neustadt und Pirnaischer Vorstadt Dresden, 19. Dezember 2018. Die Stadt Dresden setzt in ausgewählten Stadtvierteln eigene wirtschaftspolitische Akzente – und setzt dafür auch Geld ein: Unternehmer, die ihren Unternehmenssitz in Pieschen, der Neustadt, in der Johannstadt oder in der Pirnaischen Vorstadt haben, können für geplante Investitionen städtische Unterstützung erhalten. Das hat die städtische Wirtschaftsförderung mitgeteilt.

Fingerabdrucksensor im Internet der Dinge. Montage/Foto: Heiko Weckbrodt

Goodix China übernimmt Dresdner Tech-Firma „Commsolid“

Sensorkonzern ist scharf auf sächsisches Wissen um Stromspar-Netze im „Internet der Dinge“ Dresden/Shenzhen, 18. Dezember 2018. Der chinesische Sensorkonzern „Goodix“ aus Shenzhen hat die Dresdner Funktechnologie-Firma „Commsolid“ übernommen. Das hat der vormalige Eigentümer „Hightech-Gründerfonds“ (HTGF) aus Köln mitgeteilt, der sich im Gegenzug aus dem Unternehmen zurückzieht. Den Kaufpreis gaben die Beteiligten nicht bekannt. Die Chinesen, die als Marktführer für Fingerabdruck-Sensoren gelten, waren laut dem Fonds scharf auf die sächsischen Stromspar-Vernetzungslösungen für das „Internet der Dinge“ (IoT) und wollen nun in Dresden weiter investieren.

In modernen Autos verbauen die Hersteller immer mehr Elektronik - und davon profitieren auch wichtige Chipproduzenten wie die Infineon-Fabriken in Dresden. Foto: Infineon

Infineon startet Entwicklungszentrum in Dresden

Fokus liegt zunächst auf Autosensoren und Hochspannungs-Chips, KI-Projekte folgen Dresden, 11. Dezember 2018. Infineon richtet momentan sein avisiertes Entwicklungszentrum für Automobilelektronik und „Künstliche Intelligenz“ (KI) in Dresden ein. Das teilte der deutsche Halbleiterkonzern heute mit. Das Zentrum ist an die Chipfabriken in Dresden-Klotzsche angedockt.

Umringt von DIS-Kindern in Dresden startet Zouzoucar-Chef Fabien Compère (Mitte, orange Weste) die deutsche Ausgabe der Kinder-Mitfahr-App "Zouzoucar". Foto. Heiko Weckbrodt

Kinder-Mitfahr-App „Zouzoucar“ in Dresden gestartet

Franzosen wollen Umwelt und Nerven der Eltern schonen Dresden, 7. Dezember 2018. Die französische Software-Firma „Zouzoucar“ hat Dresden als Pilotstadt für den deutschen Markt ausgesucht und hier seine gleichnamige Kinder-Mitfahr-App gestartet. Das Miniprogramm für iPhones und Android-Telefone soll Eltern vernetzen: Die Mütter und Väter können dort eintragen, wann sie ihre eigenen Kinder zur Schule, zum Tanzunterricht oder zur Geburtstagsparty bringen und dann anbieten, andere Kinder gleich mitzunehmen. „Das erspart Stress, schont die Umwelt und sorgt für neue Kontakte mit anderen Familien“, preist Zouzoucar-Chef Fabien Compère das Konzept an.

Prof. Peter Fulde 2018 in seinem Arbeitszimmer im Max-Planck-Institut für Physik komplexer Systeme in Dresden. Foto. Heiko Weckbrodt

Im Geist der Kooperation: 25 Jahre Max Planck in Sachsen

Interview mit Prof. Peter Fulde, der das erste Planck-Institut in Sachsen mit aufgebaut hat Das Max-Planck-Institut für Physik komplexer Systeme (MPI-PKS) feiert heute ein rundes Jubiläum: Vor 25 Jahren gründete die Max-Planck-Gesellschaft mit dem PKS ihr erstes Institut in Sachsen. Der Physiker Prof. Peter Fulde baute dieses Institut ab 1993 in Dresden auf und leitete es bis 2007. Obwohl längst emeritiert, geht der heute 82-Jährige Senior-Forscher immer noch fast jeden Tag in sein Arbeitszimmer im Institut. DNN-Reporter Heiko Weckbrodt hat ihn ausfragt. Wo steht die Dresdner Forschungslandschaft heute? Peter Fulde: Die jüngste Exzellenzrunde der Universitäten hat deutlich gezeigt: Erstens gibt es immer noch ein großes Gefälle zwischen den Unis in West und Ost. Und zweitens: Dresden ragt da völlig heraus. Nur vier der 57 ausgewählten Exzellenzcluster liegen in den Neuen Bundesländern – und von denen sind wiederum drei in Dresden. Da die Hochschul-Qualität erfahrungsgemäß großen Einfluss auf die ökonomische Entwicklung eines Standortes hat, sehen ich sehr gute Perspektiven für die Hochtechnologie-Zukunft der Stadt.

Einer der neuen biegsamen Farbbildschirme mit erhöhter Auflösung von Plastic Logic. Foto: Ben Musgrove für PL und BASF

Plastic Logic Dresden und BASF verbessern Digitalpapier

In Kooperation neues Herstellungsverfahren entwickelt Dresden, 21. November 2018. „Plastic Logic“ (PL) hat nach eigenen Angaben gemeinsam mit dem deutschen Chemiekonzern BASF ein neues Herstellungsverfahren entwickelt, das vergleichsweise preiswerte Kunststoff-Bildschirme („electrophoretic displays“ = EPDs) mit besonders hoher Bildauflösung möglich macht. Das hat der Digitalpapier-Hersteller aus Dresden nun mitgeteilt.

Siltectra-Technik-Chef positioniert einen Test-Wafer unter dem eigenentwickleten Multi-Photonen-Laser. Foto: Heiko Weckbrodt

Infineon kauft Waferspalt-Firma Siltectra Dresden

Halbleiterkonzern bezahlt 124 Millionen Euro Dresden/München, 12. November 2018. Infineon kauft für 124 Millionen Euro die Firma Siltectra Dresden. Das teilten Infineon und Siltectra heute mit. Das 2010 gegründete Unternehmen Siltectra hatte zuvor eine neue „Cold Split“-Technologie entwickelt, um Silizium- und Kohlenstoff-Scheiben („Wafer“) kosten- und materialsparend zu spalten, statt sie zu zersägen.

Der Hornkieselschwamm (Geodia cydonium) zeigt unterm elektronenmikroskop seine Skelett-Stacheln, die weniger als ein Mikrometer dünn sind. Foto: ZIK B CUBE

„B Cube“ Dresden zieht in Neubau um

Biotech-Wissenschaftler teilen sich mit Medizinforschern einen 41 Millionen Euro teuren Neubau Dresden, 10. November 2018. Das „B Cube“ der TU Dresden zieht endlich aus seinem Provisorium in der Dresdner Johannstadt aus und kann sein eigenes Domizil beziehen: Der Freistaat Sachsen hat für das Biotech-Forschungszentrum sowie das „Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen“ (DZNE) der Helmholtz-Gesellschaft in den vergangenen zweieinhalb Jahren einen 41 Millionen Euro teuren Neubau am Dresdner Tatzberg errichtet – gleich neben dem städtischen Biotech-Gründerzentrum „Bioz“. Am 18. November 2018 will Dieter Janosch vom Staatsbetrieb „Sächsisches Immobilien- und Baumanagement“ (SIB) den Komplex an die Forscher übergeben.

Bis heute hat die zerlegbare transparente Spielzeug-Uhr "Effect" aus dem Jahr 1978, die der VEB Plasticart Dresden hergestellt hat, einen ganz eigenen designerischen Charme Foto: Heiko Weckbrodt

Dresdner Museen stellen im Netz aus

Digitale Zwillinge zahlreicher Exponate hergestellt Dresden, 6. November 2018. Die Städtischen Museen Dresden haben gemeinsam mit Partnern einen Teil ihrer Sammlungen digitalisiert und stellen sie nun ins Netz. Das hat die Leitung des Museen-Verbundes mitgeteilt, zu dem beispielsweise das Stadtmuseum, die Technischen Sammlungen, die Städtische Galerie und das Palitzschmuseum gehören.