Alle Artikel mit dem Schlagwort: Saxony

Prof. S. Travis Waller. Foto: UNSW Engineering

US-Visionär soll Uni Dresden zur Verkehrsexzellenz verhelfen

Ingenieur Waller wechselt von Australien nach Sachsen Dresden, 5. März 2022. Die Rektorin Prof. Ursula Staudinger will den Exzellenzstatus der TU Dresden ausbauen und hat dabei auch ihre Verkehrswissenschaftler im Blick: Die sollen sich bis gegen Ende der Dekade in puncto automatisierte und vernetzte Mobilität eine Führungsposition in Deutschland und mehr internationale Reputation erarbeiten. Dann könnten sie auch einen Fördergeld-Antrag für ein eigenes Exzellenzzentrum bei Bund und Ländern stellen, so der Plan der Dresdner Uni-Strategen. Deshalb haben sie nun auch den renommierten Verkehrssystem-Forscher S. Travis Waller an die TU berufen: Der 48-jährige Ingenieur soll an April 2022 die neugeschaffene Exzellenzprofessur „Verkehrssystemmodellierung“ an der Dresdner Fakultät Verkehrswissenschaften „Friedrich List“ übernehmen. Das hat die TU Dresden mitgeteilt.

Carsten Reeck (Mitte) und Christoph Domke (rechts) in der Schaltschrank-Produktion von Alltec. Foto: WMS

Staatsfonds steigt bei Alltec Eula ein

Elektroanlagen-Hersteller sieht Wachstumschancen durch Energiewende und Industrie 4.0 Leipzig/Eula, 28. Februar 2022. „Alltec“ bekommt neue Anteilseigner: Der „Wachstumsfonds Mittelstand Sachsen“ (WMS) beteiligt sich gemeinsam mit der Unternehmerfamilie Födisch aus Markranstädt an dem in Eula südlich von Leipzig ansässigen sächsischen Elektroanlagen-Unternehmen. Weitere Anteile verbleiben bei den bisherigen Eignern Roberto Fuchs, Carsten Reeck und Christoph Domke. Das geht aus einer Mitteilung des teilweise staatlich finanzierten Fonds hervor. Mit dem WMS im Rücken wollen die Alltec-Chefs Carsten Reeck und Christoph Domke neue Projekte und Kunden im Energiesektor gewinnen und Wachstumschancen ausnutzen, die sich durch Energiewende und Digitalisierung eröffnen.

Für die DDR war Russland bzw. die Sowjetunion ein alles überragender Handelspartner - vor allem wegen der Erdgas- und Öl-Lieferungen. Hier eine DDR-Briefmarke von der Druschba-Trasse. An der Pipline bauten viele Ostdeutsche mit, so erkaufte sich die DDR letztlich Bezugsrechte an den russischen Rohstoffen. Repro: Nightflyer (talk), Wikipedia

Russland hat für Sachsen als Handelspartner an Gewicht verloren

IHK Dresden: Mögliche Russland-Sanktionen würden Wirtschaft im Freistaat nicht mehr so hart treffen wie früher Dresden/Kamenz, 24. Februar 2022. Für Sachsen wären die Folgen eines harten EU-Embargos – wie es nach dem russischen Angriff auf die Ukraine nun zu erwarten ist – nicht mehr ganz so gravierend wie noch vor einigen Jahren: Die Rolle Russlands als Handelspartner hat für die sächsischen Unternehmen in den vergangenen Jahren abgenommen. Das hat die Industrie- und Handelskammer (IHK) Dresden auf Oiger-Anfrage eingeschätzt. Dies deckt sich auch mit Erhebungen des Statischen Landesamtes in Kamenz hervor. 2020 exportierte der Freistaat demnach nur noch Waren für eine reichliche halbe Milliarde Euro nach Russland, damit gehört das Land nicht mal zu den zehn wichtigsten Zielländern für die sächsischen Exporte. Die sächsischen Importe aus Russland sind bis 2020 sogar auf 153 Millionen Euro gesunken.

2013 wird laut Prognose insgesamt eher ein schwaches Jahr für den deutschen Maschinenbau, aber in der 2. Jahreshälfte ist mit Wachstum zu rechnen. Foto: VDMA

Sachsens Industrie kräftig gewachsen

Umsätze sind im Coronajahr Nr. 2 um 14,7 Prozent gestiegen Dresden, 17. Februar 2022. Die Industrie in Sachsen hat das Corona-Jahr 2021 besser verkraftet als in anderen Bundesländern. Das geht aus einer Mitteilung des Wirtschaftsministeriums in Dresden hervor, das sich dabei auf vorläufige Auswertungen in den Statistikämtern von Bund und Land stützen.

Oliver Ahlberg und Taavi-Madiberk von Skeleton zeigen ihre Ultrakondensatoren. Foto: Skeleton

Neue Kapitalspritze für Skeleton

Esten wollen in ihrer Fabrik in Sachsen mehr Stromspeicher bauen Tallin/Großröhrsdorf, 28. Januar 2022. Europäische Risikokapitalisten investieren weitere 37,6 Millionen Euro in „Skeleton Technologies“. Das hat das estnisch-sächsische Energiespeicher-Unternehmen in Tallinn mitgeteilt. Die Skeleton-Chefs wollen mit dem Geld die Produktion von Superkondensatoren (Supercaps) in ihrer Fabrik in Großröhrsdorf bei Dresden ausbauen und die Weiterentwicklung von graphen-basierten Supercaps vorantreiben.

So visualisiert Blackstone seine Pläne, auf der grünen Wiese in Sachsen eine Giga-Fabrik für 3D-gedruckte Akkuzellen hochzuziehen. Visualisierung: Blackstone

Blackstone kauft Land für Akkufabrik-Ausbau in Sachsen

Pilotanlage für gedruckte Batteriezellen in Döbeln soll auf halbe Gigawattstunde wachsen Döbeln/Baar, 18. Januar 2022. „Blackstone“ will seine Akkufabrik in Sachsen ausbauen und hat deshalb nun weitere 16.500 Quadratmeter Land in Döbeln gekauft. Das teilte das Mutterunternehmen „Blackstone Resources AG“ heute im schweizerischen Baar mit.

Ein ID3-Elektroauto lädt seinen Akku vor der gläsernen VW-Manufaktur in Dresden. Foto (bearbeitet: Kennzeichen entfernt): Oliver Killig für VW Sachsen

VW verspricht weitere Ladepunkte für Elektroautos in Sachsen

Bisherige Ausbaupläne hat das Unternehmen allerdings verfehlt Dresden/Zwickau, 29. Dezember 2021. Volkswagen will im Jahr 2022 in Sachsen weitere 55 – größtenteils öffentliche – Ladepunkte für Elektroautos einrichten. Das hat das Unternehmen heute versprochen. Bisher hat VW Sachsen 400 Elektro-Zapfsäulen und -Wandstecker an seinen Standorten Zwickau, Dresden und Chemnitz installiert. Damit hat der Autohersteller seine eigenen Pläne allerdings untererfüllt: Noch Ende 2019 hatte er diesen Ausbaustand eigentlich bereite für Ende 2020 versprochen.

Das VW-Werk Zwickau montiert das Audi-Elektroauto "Q4 e-tron". Foto: Audi

Corona bremst auch in Sachsen wirtschaftliche Erholung aus

Ifo Dresden: Freistaat erreicht Vorkrisenniveau erst im Frühjahr 2022 wieder Dresden, 21. Dezember 2021. Die sächsische Wirtschaft ist in diesem Jahr um 2,7 Prozent gewachsen und legt im Jahr 2022 voraussichtlich um 3,4 Prozent zu. Die ostdeutsche Wirtschaft insgesamt entwickelt sich dagegen mit 2,6 beziehungsweise 3,2 Prozent etwas schwächer. Das hat Prof. Joachim Ragnitz vom Wirtschaftsforschungsinstitut Ifo Dresden prognostiziert.

Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) Foto: Heiko Weckbrodt

Minister: Sachsens Wirtschaft geht gestärkt aus Corona hervor

Standortbericht 2021 verweist auf Nachhol-Effekte und Wachstumsimpulse durch Großinvestitionen Dresden, 12. Dezember 2021. Sachsen ist es durch zusätzliche Corona-Hilfen gelungen, viele Wirtschaftssektoren zu stabilieren. Das hat Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) in Dresden eingeschätzt, wo er heute den „Standortbericht Sachsen 2021“ vorgestellt hat.

Ganymed-Modul von Sensry Dresden. Foto: Fraunhofer-Projekt USeP/ Sensry

Sensry und Legic arbeiten an sicheren Sensorknoten

Sachsen und Schweizer arbeiten gemeinsam an einem „Industrie 4.0“-Elektronikbaukasten der nächsten Generation Dresden/Zürich, 15. November 2021. Die Technologie-Unternehmen „Sensry“ aus Dresden und „Legic Identsystems“ aus Zürich wollen künftig gemeinsam besonders abgesicherte Sensorelektronik entwickeln, vor allem für den Einsatz an Geräten im „Industriellen Internet der Dinge“ (IIoT) beziehungsweise der „Industrie 4.0“. Das haben beide Unternehmen mitgeteilt.

Dm-Drogeriemarkt. Foto: dm

Drogeriekette dm wächst in Sachsen

Unternehmen investiert nun weitere vier Millionen Euro im Freistaat Dresden, 11. November 2021. Die Drogeriemarkt-Kette „dm“ wird im nun begonnenen Geschäftsjahr 2021/22 rund vier Millionen Euro in neue Standorte und Markt-Modernisierungen investieren. Das hat der dm-Gebietsverantwortliche Gert Moßler angekündigt. Vorgesehen sind demnach neue Märkte in Leisnig. Zwickau, Lauter und Bischofswerda sowie Umbauten in den Leipziger Drogeriemärkten im Sachsenpark und in Plagwitz. Allerdings wird dm in Sachsen auch einen Markt schließen, nämlich den in Meißen.

Mems-Lautsprecher von Arioso mit Ohrhörer im Hintergrund. Foto: Arioso

Arioso plant Massenproduktion von Mikro-Lautsprechern

Mikroelektromechanische Systeme für besonders kleine und sparsame Ohrhörer entwickelt Dresden/Cottbus, 1. November 2021. Die Dresdner Fraunhofer-Ausgründung „Arioso“ bemüht sich derzeit um die Akquise von rund zehn Millionen Euro Risikokapital, um die Massenproduktion seiner neuartigen Mikrolautsprecher für Ohrhörer anzukurbeln. Das hat Arioso-Finanzchef Jan Blochwitz-Nimoth während des Investoren-Gründer-Treffens „Hightech Venture Days“ in Dresden mitgeteilt.

Ein Mitarbeiter kontrolliert in der Fabmatics-Fabrik in Dresden einen schienengebundenen Roboter, der künftig in einer Chipfabrik die Anlagen mit Wafer-Boxen bestücken soll. Foto: Heiko Weckbrodt

Chip- und Personalmangel bescheren Fabmatics Dresden neue Robotikaufträge

Ältere US-Chipwerke hängen Europa bei Automatisierung um Jahre hinterher Dresden, 22. Oktober 2021. Angesichts der globalen Mikroelektronik-Engpässe und der wachsenden Fachkräfte-Engpässe in vielen Branchen rechnet „Fabmatics“ aus Dresden mit einer steigenden Nachfrage für seine Automatisierungslösungen und wachsenden Umsätzen. Das haben die Fabmatics-Geschäftsführer Roland Giesen und Andreas Purath eingeschätzt.

Michael Kretschmer. Foto: CDU-Landesverband Sachsen

Kretschmer bestätigt Verhandlungen mit Intel um Ansiedlung

Sachsen hofft auf neue Chipfabriken Dresden, 25. August 2021. Die sächsische Regierung verhandelt mit dem US-Halbleiterkonzern Intel über eine Ansiedlung im Freistaat. Das hat Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) nun auch offiziell bestätigt. „Wir sind mit Intel in intensiven Gesprächen, um das Unternehmen zu einem Investment in Sachsen zu bewegen“, sagte Kretschmer heute während der Eröffnungsfeier für das neue Amazon-Entwicklungszentrum Dresden. Zuvor hatte auch schon Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) derartige Verhandlungen indirekt bestätigt.

Der Automobilzuliefer-Konzern "Continental" investiert in das Leipziger KI-Unternehmen "Kopernikus Automotive". Foto: TGFS

Frisches Geld für Leipziger Kopernikus-KI

Continental und Co. setzen auf automatisierte Einpark-Dienste der Künstlichen Intelligenz Leipzig, 3. August 2021. Der Fahrzeugtechnik-Zulieferer Continental und weitere Risikokapitalgeber steigen beim sächsischen Technologie-Unternehmen „Kopernikus Automotive“ ein. Das geht aus Mitteilungen von Continental sowie des „Technologiegründerfonds Sachsen“ (TGFS) hervor, letzterer gehört bereits seit längerem zu den Anteilseignern. Den Dosis der Kapitalspritze wollte der TGFS allerdings nicht verraten. Kopernikus will mit dem frischen Geld unter anderem seine Künstliche Intelligenz (KI) weiterentwickeln, die fahrerlose Autos in Parkhäusern und auf Fabrikarealen steuert.