Alle Artikel mit dem Schlagwort: Saxony

Ein Ericsson-Mitarbeiter misst in einem gegen Elektromagnetische Außenstrahlung abgeschirmten Labor neue 5G-Netzwerktechnik aus. Foto: Ericsson

Solardach und Kühlschrank flüstern per 5G

“National 5G Energy Hub“ in Dresden gegründet Dresden, 19. Juli 2018. „Die Energiewende funktioniert nicht ohne Kommunikation“, ist Mobilfunk-Experte Prof. Frank Fitzek von der Technischen Universität Dresden (TUD) überzeugt. Denn statt großer Kraftwerke auf der einen und Standardverbraucher auf der anderen Seite führt die deutsche Wende hin zu sogenannten „erneuerbaren Energien“ zu einer Dezentralisierung des Energiesektors – vielen kleinen Erzeugern und Verbrauchern, die heute mehr schlecht auf recht aufeinander abgestimmt sind. Deshalb haben Fitzek sowie weitere Forscher und Industriepartner heute in Dresden das mit viereinhalb Millionen euro dotierte „National 5G Energy Hub“ (n5geh) gegründet.

Thomas Müller ist einer der Geschäftsführer von Evan.network Dresden. Foto: Oliver Killig

3D-Drucker vernetzen sich digital zur virtuellen Fabrik

Firma „Evan.network“ will per „Blockchain“-Technologie papierfreie Wertschöpfungsketten knüpfen Dresden, 3. Juli 2018. Für kleine Technologie- und Industrie-Unternehmen ist der Gang in die große weite Welt hinaus oft genug ein Mammutschritt, selbst mit einem 1a-Produkt: Ohne die globalen Vertriebs- und Serviceorganisationen großer Konzerne in der Hinterhand ist es schwer, einen Kunden in Südamerika oder Australien zu überzeugen, eine Maschine, einen Roboter oder ein Konsumprodukt zum Beispiel ausgerechnet „von einer kleinen Bude aus Sachsen“ zu kaufen. Abhilfe möchte da eine junge Software-Firma aus der Dresdner Neustadt schaffen, die als “Contractus” gegründet wurde und nun “Evan.network“ heißt: Das neunköpfige „Evan.network“-Team richtet mit der Blockchain-Technologie gesicherte digitale Marktplätze ein, auf denen sich Mittelständler weltweit zu Produktionsnetzwerken und Vertriebspartnern je nach aktuellem Bedarf schnell zusammenschließen können.

Dipl.-Inf. Manfred Austen (SYSTEMA Systementwicklung; rechts) erklärt Thomas Tettenborn (Wachstumsfonds Mittelstand Sachsen) anhand eines Modells die Automatisierungsprozesse in einer Fabrik. Foto: meeco Communication Services

Systema baut in Dresden aus

Wachstumsfonds Mittelstand Sachsen beteiligt sich mit Millionenbetrag an Automatisierungsfirma Dresden, 2. Juli 2018. Wegen wachsender Marktnachfrage für seine Automatisierungs-Lösungen expandiert das Dresdner Software-Unternehmen „Systema”. Geplant ist ein über 2,5 Millionen Euro teurer Anbau im Technopark Nord. Der Bürokomplex soll 2019 auf einem Nachbargrundstück am Manfred-von-Ardenne-Ring errichtet werden. Das teilte Systema-Chef Manfred Austen mit.

Foto: Bosch

Ringen um die industrielle Zukunft des Kontinents

Bosch legt Grundstein für Milliarden-Chipfabrik in Dresden Dresden, 25. Juni 2018. Die ersten Betontürme für Dresdens neueste Chip-Megafabrik ragen längst aus dem Hellerauer Boden. Trotzdem ließen es sich Dirk Hoheisel von der Bosch-Geschäftsführung, Bundes-Wirtschaftsminister Peter Altmaier und der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer (beide CDU) nicht nehmen, gestern auch noch offiziell einen Grundstein für die Milliarden-Investition zu legen: Der Automobilzulieferer Bosch will hier in der größten Einzelinvestition seiner Unternehmensgeschichte ein supermodernes Halbleiterwerk im Dresdner Norden bauen. Dort soll ab Ende 2021 auf 300 Millimeter großen Siliziumscheiben (Wafer) spezielle Elektronik für Automobile und das Internet der Dinge entstehen. „Wir bauen hier die Fabrik der Zukunft, die die Industrie 4.0 vorwegnimmt“, sagte Hoheisel.

Koreanische Partner schauen sich den Fahrzeug-Leichtbau im ILK der TU Dresden an. Foto: Andreas Scheunert für das ILK Dresden

Leichtbauer aus Dresden kooperieren mit Korea

Dresden, 17. Juni 2018. Die Leichtbau-Ingenieure der Technischen Universität Dresden (TUD) wollen in Zukunft enger mit Südkorea kooperieren. Dies kündigte das TUD-Institut für Leichtbau und Kunststofftechnik am Rande einer Projektschau in Dresden-Johannstadt mit. Dort hatten die Forscher und sowie ILK-Ausgründungen über 300 Exponate vorgestellt, darunter besonders leichte A-Säulen für Autos und einen Unterboden für Elektrofahrzeuge.

Regnerationswürmer unterm Mikroskop. Foto: Heiko Weckbrodt

Besucherrekord zur Wissenschaftsnacht Dresden

39.000 Neugierige wälzten sich durch die Labore Dresden, 16. Juni 2018. Rund 39.000 Neugierige haben die Wissenschaftsnacht vom 15. zum 16. Juni 2018 in Dresden besucht – rund 1000 mehr als im Vorjahr. Das teilte René Werner namens der Veranstalter heute mit. Damit hat die Lange Nacht der Wissenschafte einen neuen Rekord aufgestellt. Allerdings hat die städtische Wirtschaftsförderung damit ein selbstgestecktes Ziel knapp verfehlt: Amtsleiter Robert Franke wollte in diesem Jahr die Marke von 40.000 Besuchern knacken.

Prof. Hubert Lakner leitet das Fraunhofer-Photonik-Institut IPMS in Dresden,. zu dem seitr 2012 auch das CNT gehört. Foto. Heiko Weckbrodt

Fraunhofer rüstet CNT Dresden für 40 Millionen Euro auf

„Forschungsfabrik Mikroelektronik Deutschland“ finanziert neue Anlagen Dresden, 13. Juni 2018. Die Fraunhofer-Gesellschaft investiert bis zum Jahr 2020 rund 40 Millionen Euro in das Nanoelektronik-Zentrum CNT in Dresden. Das hat Professor Hubert Lakner angekündigt, der das CNT-Mutterinstitut für Photonische Mikrosysteme (IPMS) leitet. „Es geht aufwärts im CNT“, kommentierte er diese Weichenstellung, die nur scheinbar selbstverständlich ist: Nach der Qimonda-Pleite hatte das Nanoelektronikzentrum von Fraunhofer kurz vor dem Aus gestanden.

Verfahrenstechjnik-Student Friedrich Weise fährt einen Citroen Dyane 4 aus dem Jahr 1969. Die "große Ente" kommt auf 24 PS und Tempo 130. Foto: Heiko Weckbrodt

Oldtimer an der TU Dresden: „Uns geht es ums Reisen, nicht ums Ankommen“

Zur 7. Oldtimer-Ausfahrt der Uni erwarten die Orgas 78 Oldtimer Dresden, 28. Mai 2018. „Nag-Nag. Nagnagnag. Nagnagnagnagnag…“ Wenn Friedrich Weise den Zündschlüssel dreht und Gas gibt, ist unverkennbar: Der Oldtimer, den der TU-Technikstudent da angeworfen hat, ist mit dem Spitznamen „Ente“ verknüpft – auch wenn der fachkundige Franzmann genauer von einem „Citroen Dyane 4“ sprechen würde, der größeren Schwester der Ente. „Hat keinen Sinn, das Radio anzumachen“, sagt der junge Oldtimer-Fan, als er den schweifenden Blick des Besuchers bemerkt. „Ab einem gewissen Tempo ist Dyane so laut, dass man eh nichts mehr versteht.“ Und dennoch wolle er den fast 50 Jahre alten Franzosen nicht missen: „Wenn man damit durch die Gegend fährt, kann man sich entspannen. Und alle Leute gucken und lächeln.“ Was auch an der spitznamengebenden Aufhängung der Grioß-Ente liegt: „Die Federung ist butterweich“, sagt der Student. „Wenn man da etwas rasch in die Kurve geht, neigt sich das Auto eben wie eine Ente.“

Das entwicklungslabor von Elaskon in Dresden. Hier experimentiert Laborleiter Dr. Michael Taubert gerade mit neuartigen Beschichtungsmitteln für Kunststoff-Seile. Wenn es nach der Geschäftsführung geht, werden solche Forschungen in Dresden künftig eine viel stärkere Rolle spielen. Foto: Heiko Weckbrodt

Elaskon produziert künftig auch in China – weil dort Schutzzölle drohen

Schmierstoff-Hersteller will dafür Entwicklung in Sachsen stärken und plant Seil-Forschungszentrum in Dresden Dresden, 23. Mai 2018. Der Schmierstoff-Hersteller Elaskon will in Dresden ein Seil-Forschungszentrum aufbauen. Das hat Elaskon-Chef Karl Schwald angekündigt. „Wir haben für den September rund 150 internationale Fachleute aus der Branche zu einer Fachtagung zu unserem 90. Firmenjubiläum nach Dresden eingeladen“, teilte er mit. „Wir wollen sie überzeugen, hier ein Kompetenzzentrum für Seile zu unterstützen.“

VW hat einen Ikubator für innovative Mobilitäts-Konzepte in der Gläsernen Manufaktur Dresden eingerichtet, in der auch der neue eGolf produziert wird. Foto. VW

VW-Manufaktur Dresden holt Gründer aus Israel in den Brüter

Sächsischer Mobilitäts-Inkubator wird internationaler und robotischer Dresden/Tel Aviv, 22. Mai 2018. Der Volkswagen-Inkubator in Dresden soll künftig auch internationale Firmengründungen ausbrüten. Das hat VW mitgeteilt. Außerdem wolle man fortan nicht nur Dienstleister mit innovativen Mobilitätsideen fördern, sondern auch Robotik-Firmen und andere „Industrie 4.0“-Gründer.

Verkauft Kristallzüchtungs-Öfen und Supraleit-Technik aus Dresden weltweit: SciDre-Chef Robert Schöndube. Foto: Heiko Weckbrodt Foto: Heiko Weckbrodt

Supraleit-Pumpen für den Helium-Durst

Scidre Dresden baut Pumpen, deren supraleitende Lager keine Reibung kennen Dresden, 15. Mai 2018. Reibung ist die Erz-Krux für den Maschinenbauer: So stark er oder sie auch das Auto motorisiert, die Turbine antreibt, die Batterien verstärkt: Immer fressen Reibung und Luftwiderstand viel wertvolle Energie auf, verplempert sie als Abwärme. Das Technologie-Unternehmen „Scidre“ arbeitet nun in Dresden an einer neuen Generation von Maschinen, in denen zumindest einige Teile keine Haftreibung mehr kennen: Dank des sogenannten Supraleit-Effektes schweben hier die rotierenden Achsen in den Lagern – gehalten von sehr starken Magnetfeldern, aber ohne Extra-Stromzufuhr. Als erstes Produkt hat das Unternehmen eine Pumpe für flüssiges Helium vorgestellt, das so kalt ist, dass klassische Kugellager hier sofort festfressen würden.

Batteriezelle von Litarion, die später zu kompletten Batterien gestapelt werden. Die Zellen der Kamenzer galten zwar - ähnlich wie die von Li-tec - als hochwertig, aber wirtschaftlich waren sie nicht erfolgreich genug. Foto: Litarion.

Aus für Batteriefirma Litarion in Kamenz

Insolvenzverwalter kündigt 120 verbliebenen Mitarbeiten Kamenz, 11. Mai 2018. Aus der Traum von der kompletten Batterieproduktion von A bis Z in Sachsen: In der pleite gegangenen Litarion GmbH in Kamenz geht nun endgültig das Licht aus. Die letzten 120 Mitarbeiter bekommen in den nächsten Tagen ihre Kündigungen. Das hat Insolvenzverwalter Rüdiger Wienberg heute angekündigt. „Für die Beschäftigten, die bis zuletzt gehofft hatten, ist das natürlich eine herbe Enttäuschung“, betonte Wienberg. „Allerdings lässt das Insolvenzrecht hier keinen Handlungsspielraum.“ Traum von eigener Auto-Batterieproduktion von A bis Z “Made in Germany” gescheitert Damit ist der Versuch, in Deutschland eine komplette Wertschöpfungskette in Konkurrenz zu den dominierenden Anbietern aus Asien aufzubauen, fürs erste gescheitert. Dahinter hatte die Idee gestanden, vor allem die deutsche Autoindustrie unabhängiger von Samsung, Panasonic und LG zu machen. Die Vorgeschichte: Litarion war ursprünglich Teil des – 2006 mit großen Hoffnungen gegründeten – Gemeinschaftsunternehmen „Li-Tec“ von Daimler und Evonik gewesen. Als Evionik bei Li-Tec ausstieg, entstand 2007 die Litarion GmbH. Diese stellte zunächst als Tochter des Evonik-Energiekonzerns in Kamenz nördlich von Dresden Elektroden und Separatoren für …

Infineon Dresden. Foto: Infineon

Infineon richtet Entwicklungszentrum für Autoelektronik in Dresden ein

250 Spezialisten sollen Produkte und KI-Lösungen entwickeln Dresden/München, 11. Mai 2018. Das deutsche Halbleiter-Unternehmen Infineon richtet in Dresden ein neues Entwicklungszentrum ein. Das hat Konzernchef Reinhard Ploss in München angekündigt. Das Zentrum wird mit zunächst rund 100 neuen Mitarbeitern gegen Jahresende 2018 starten und später zirka 250 Ingenieure, Wissenschaftler und andere Spezialisten beschäftigen. Sie sollen in Dresden neue Produkte und Lösungen für Steuerelektronik, Leistungselektronik und Künstliche Intelligenz (KI) in Autos entwickeln – vor allem auch für Elektro- und Roboterautos.

Der Physiker Dr. Jens Kunstmann forscht an der Chemiefakultät der TU Dresden. Foto: TUD

Atomdünnen Solarzellen auf der Spur

Forscher aus Dresden und Regensburg untersuchen in 2D-Werkstoffen verheiratete Exziton-Paare, die über Atomabgründe hinweg fest zusammenhalten Dresden, 11. Mai 2018. Physiker aus Dresden und Regensburg experimentieren mit Werkstoffen, die in Zukunft extrem dünne Solarzellen ermöglichen könnten. Solche Kollektoren könnten wie dünne Häute nahezu jede Oberfläche – seien es nun Hauswände, Smartphone-Bildschirme oder Autos – in autarke Energiesammler verwandeln. „Bis man daraus marktreife Solarpaneele konstruieren kann, werden allerdings noch Jahre der Entwicklungsarbeit notwendig sein“, betonte Dr. Jens Kunstmann vom Lehrstuhl für Theoretische Chemie der Technischen Universität Dresden (TUD), der die dabei verwenden 2D-Kristalle gemeinsam mit Kollegen aus Regensburg, New York und dem brasilianischen Fortaleza untersucht hatte.

Die Dental-Marken sind zumindest in Ostdeutschland sehr bekannt. Abb.: Dental

Dresdner Minzeduft für Chinesen

Asien-Geschäft spielt für Zahnpflege-Firma Dental wachsende Rolle Dresden, 5. Mai 2018. Das Dresdner Unternehmen Dental verlegt sich in wachsendem Maße darauf, für die Chinesen und andere Konsumenten in Asien spezielle Zahnpflege-Produkte zu entwickeln, die dann dort unter anderen Marken verkauft werden. Im Reich der Mitte werde zum Beispiel die erfrischende Dresdner Minzmischung „Made in Germany“ sehr geschätzt, teilte Dental- Britt Nicole Schendekehl mit.