Alle Artikel mit dem Schlagwort: Saxony

So etwa soll das europäische Athena-Raumschiff aussehen. Visualisierung: Esa

Titan-Ring aus dem 3D-Drucker für die kosmische „Athena“

IWS Dresden stellt einen Edelgasschild für die „additive Produktion“ vor. Dresden/Frankfurt am Main, 15. November 2019. Voraussichtlich im Jahr 2031 schickt die europäische Raumfahrtagentur „Esa“ das Röntgen-Weltraumteleskop „Athena“ ins All. Dort soll es den intergalaktischen Raum nach heißen Gasen zwischen den Galaxien abtasten. Die Esa braucht allerdings für das Teleskop eine drei Meter große, ringförmige Trägerstruktur aus Titan, die klassische Fabriken schwerlich herstellen können. Daher wollen die Satellitenexperten den Ring mit industriellen 3D-Druckern erzeugen – und setzen dabei auf sächsische Ingenieurskunst. Das Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik (IWS) in Dresden hat dafür mit dem „Coaxshield“ (Eigenschreibweise: „COAXshield“) eine innovative Edelgas-Abschirmung für lasergestützte additive Maschinen entwickelt.

Oliver Uecke von Lipotype kümmert sich um die US-Expansion der Dresdner Biotech-Firma. Foto: German Accelerator

Buhlen um die Chance im Biotech-Mekka

Der lukrative US-Markt lockt junge Biotech-Firmen wie die Dresdner „Lipotype“ an. Damit solche Instituts-Ausgründungen im großen Teich nicht untergehen, helfen Lotsen vom „German Accelerator. Dresden/Boston, 13. November 2019. Ist von Digitalisierung und Globalisierung die Rede, denken viele erst mal an Jobverluste und andere negative Begleiter des weltweiten Wandels. Doch für kleine Unternehmen, die sich zum Beispiel gerade erst frisch aus einer Uni ausgegründet haben, ist die globale Vernetzung ein Riesenvorteil: Per Internet wird die ganze Welt zur erreichbaren Zielgruppe. Dadurch sind heute selbst Nischenprodukte rentabel, die früher keine Chance hatten, weil es für manch exotische Innovation einfach zu wenige potenzielle Käufer auf dem regionalen Markt der Gründer gab und gibt.

Die SpiNNaker-Neurocomputer beruhen auf ARM-Prozessoren mit sehr vielen Kernen, die bei Globalfoundries produziert werden und auf denen die künstlichen Neuronen per Software simuliert werden. Die aktuelle Generation kommt an die Leistungsklasse von Tiergehirnen heran. In naher Zukunft wollen die Dresdner Forscher damit aber in die Klasse der Menschengehirne vorstoßen. Foto: Heiko Weckbrodt

Dresden soll sich auf neuromorphe Chips spezialisieren

Fraunhofer-Institutsleiter Lakner sieht gute Marktchancen künstlicher Nervenzellen für mobile KI-Lösungen Dresden, 8. November 2019. Der Mikroelektronik- und Wissenschaftsstandort Dresden sollte einen weiteren Forschungsschwerpunkt aufbauen, der sich mit Computern der nächsten Generation beschäftigt. Das hat Prof. Hubert Lakner vom Fraunhofer-Photonikinstitut IPMS Dresden empfohlen. „Vor allem neuromorphe Computer oder Quantencomputer kommen da in Frage“, sagte er. Nutzen könnte man dafür die EU-Sonderförderprogramme für digitale Schlüsseltechnologien.

Die Fahne von Südkorea. Foto. Heiko Weckbrodt

Südkoreaner wollen in Sachsen investieren

Wegen des Handelskrieges mit Japan sendet Seoul eine Wirtschaftsdelegation nach Dresden Dresden, 21. Oktober 2019. Wegen der Handelskriege zwischen den USA und China sowie zwischen Japan und Südkorea organisieren derzeit viele Technologie-Unternehmen weltweit ihre Zuliefer-Ketten neu und schichten ihre Investitionen um. Daher besucht nun eine südkoreanische Wirtschaftsdelegation den Freistaat Sachsen: Die Unternehmer, Investoren und Wirtschaftspolitiker aus Fernost wollen auf einer Fachtagung am 23. Oktober 2019 im Steigenberger-Hotel de Saxe in Dresden neue Kooperationsbeziehungen mit sächsischen Betrieben knüpfen, hier investieren und zugleich das Marktpotenzial im Land ausloten. Das hat Geschäftsführerin Hee-Ra Chung von der Fachkräfte-Vermittlungsagentur „dds korea consulting“ als Veranstalter angekündigt.

Nahaufnahme der Infrarot-Spektroskopie-Chips. Foto: Senorics

Zeiss steigt in Dresdner TU-Ausgründung Senorics ein

Optikkonzern will organische Qualitätskontroll-Sensoren von den Sachsen Dresden/Oberkochen, 16. Oktober 2019. Das Optik-Unternehmen Zeiss investiert in die Dresdner Uni-Ausgründung „Senorics”, um gemeinsam neuartige Qualitätskontrolle-Sensoren zu entwickeln. Das haben Zeiss Oberkochen und Senorics Dresden nun mitgeteilt. Über die Summe, mit der sich Zeiss an dem jungen Unternehmen in Sachsen beteiligt, machten die Partner keine Angaben. Es ist jedoch davon anzunehmen, dass es sich um einen einstelligen Millionenbetrag handelt.

Die Direktoren beider Zentren, Prof. Gianaurelio Cuniberti (DCMS, TU Dresden, linke Seite) und Prof. Hong Wang (MaGIC, SJTU) bei der Unterzeichnung des Memorandum of Understanding im Beisein des Rektors der TU Dresden, Prof. Hans Müller-Steinhagen und des Präsidenten der Shanghai Jiao Tong University, Prof. Zhongqin Lin. Foto: Sizhe Sui (für die SJTU

Dresden und Shanghai forschen gemeinsam an neuen Materialien

Unis beider Städte vereinbaren Kooperation Shanghai/Dresden, 27. September 2019 Die Sachsen und die Chinesen wollen kündigt gemeinsam neuartige Werkstoffe entwickeln. Eine entsprechende Kooperations-Vereinbarung haben nun in Shanghai Prof. Gianaurelio Cuniberti vom „Dresden Center for Computational Materials Science“ (DCMS) der TU Dresden und Prof. Hong Wang vom „Materials Genome Initiative Center“ (MaGIC) an der „Shanghai Jiao Tong University“ unterzeichnet. Beide Seiten wollen damit „ein international führendes Forschungscluster in den Materialwissenschaften etablieren“, haben die TU Dresden und das DCMS heute mitgeteilt.

Auch daran forschen die cfaed-Experten: Beweglicher DNA-Nanosensor aus Silizium-Nanoröhrchen.Visualisierung: Daniil Karnaushenko

Neustart für Zukunftselektronik-Zentrum Cfaed der TU Dresden

Weil das Exzellenzgeld versiegt, sichern Uni und Land drei Millionen Euro pro Jahr zu. Dresden, 27. September 2019. Chemische Rechner, Chips aus Nanoröhrchen, Elektronik, die sich von selbst zusammenbaut – seit 2012 haben die Wissenschaftler am “Center for Advancing Electronics Dresden” (Cfaed) an der TU Dresden an der Nanoelektronik von morgen gearbeitet, die sich wahrscheinlich stark an der Natur als Vorbild orientieren wird. Im Oktober allerdings versiegt das Bundesexzellenzgeld für das Zukunftselektronik-Zentrum: Zur allgemeinen Verblüffung in Sachsen sind sie in der jüngsten Exzellenzmittel-Verteilrunde der „Deutschen Forschungsgemeinschaft“ (DFG) nicht mehr zum Zuge gekommen.

Wachstumstreiber Autoindustrie in Sachsen - hier ein Blick in die i8-Montage im BMW-Werk Leipzig. Foto: BMW

Sächsische Wirtschaft stagniert

Statistisches Landesamt stellt BIP-Halbjahresbilanz vor Kamenz, 24. September 2019. Die fetten Jahre sind offensichtlich erstmal vorbei: Die Wirtschaft in Sachsen wächst nicht mehr. Das geht aus einer Mitteilung des statistischen Landesamtes in Landesamtes hervor, die sich wiederum auf Berechnungen des Arbeitskreises „Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder“ stützt.

Ein Wandelbots-Mitarbeiter testet die neuen Tracepens, mit denen auch Laien Roboter anlernen können. Foto: Wandelbots

Wandelbots Dresden baut Anlernschule für Roboter

Fühlende Stifte von Wandelbots Dresden sollen Laien zu Roboter-Lehrern machen Dresden, 23. August 2019. Damit künftig auch kleine Betriebe Industrieroboter schnell, einfach und gewinnbringend einsetzen können, bietet das junge Dresdner Unternehmen „Wandelbots“ dafür ab 2020 spezielle Roboter-Anlernstationen an. Mit diesen „Trace Pens“ können dann selbst Laien die Roboter kinderleicht programmieren: Sie führen den stählernen Kollegen mit speziellen Sensorstiften einmal vor, wie man feilt, bohrt, entgratet oder fräst – und die lernen die Arbeitsschritte so binnen Minuten. „Dadurch wird der Robotereinsatz für viele Unternehmen, für die dies bisher unbezahlbar war, überhaupt erst möglich“, ist Wandelbots-Chef Christian Piechnick überzeugt. Eigene Produktlinie entwickelt Zugleich steht diese Anlerngarnitur für eine neue Stufe in der unternehmerischen Entwicklung von Wandelbots – vom Dienstleister zum Hightech-Produzenten: Hatte die Uni-Ausgründung bisher vor allem ihre Erfahrungen mit Robotik-Sensorkleidung mit Konzernen wie Volkswagen geteilt, bieten die Dresdner bald mit den „Trace Pens“ auch eigene Produkte an. Fertigung in einer Foundry Dafür baut Wandelbots allerdings keine eigene Fabrik, sondern setzt auf das heute weitverbreitete Konzept „fabrikloser Unternehmen“. Solche „Fabless Companies“ entwickeln Hightech-Produkte und verkaufen sie, lassen …

Ronald Schulz ist Geschäftsführer der Dresdner Fabrik von Abicor Binzel. Vor 80 Jahren wurde das Dresdner Unternehmen vom Schmied Kurt Haufe gegründet, der Schweißbrenner für die DDR-Wirtschaft entwickelte. Foto: Heiko Weckbrodt

Schweißbrenner-Marktführer Abicor Binzel Dresden baut aus

Für Schweißer und Babys: Abicor Binzel Dresden beliefert vom grünen Dorfkern Altlöbtau aus die Welt mit Schweißpistolen – früher gab’s Beißringe von den Sachsen. Dresden, 6. August 2019. Raten Sie mal: Wo sitzt wohl der weltweit führende Hersteller von Hand-Schweißbrennern? Nein, nicht in Japan, China oder in den USA: in Dresden, im beschaulichen alten Dorfkern von Löbtau. Dort residierte fast acht Dekaden lang die „Kurt Haufe Schweißtechnik Dresden“ (KHD), die heute als Tochtergesellschaft zur „Abicor Binzel“-Unternehmensgruppe gehört. In Altlöbtau stellt dieser Weltmarktführer in der Nische jene manuellen und automatischen Schweißpistolen her, mit denen Waggons, Schiffe und viele andere Stahlkolosse überall auf der Welt zusammengefügt werden.

Laborräume im neuen Zentrum für Radiopharmazeutische Tumorforschung. Foto. Frank Bierstedt, HZDR

Sachsen geben mehr für Forschung aus

Insgesamt 3,4 Milliarden Euro investiert Dresden, 4. August 2019. Die Sachsen haben im Jahr 2017 mehr Geld für Forschung und Entwicklung (FuE) ausgegeben als im Vorjahr. Das hat das sächsische Wirtschaftsministerium mitgeteilt. Minister Martin Dulig (SPD) stützt sich dabei auf einen neuen Länder-Vergleich durch das statistische Bundesamt (Destatis) in Wiesbaden.

Prof. Stefanie Speidel vom Nationales Centrum für Tumorerkrankungen Dresden (NCT/UCC) demonstriert mit einer Datenbrille, wie Chirurgen komplizierte Krebs-OPs vorab in einer "Virtuellen Realität" (VR) üben können. Foto: Heiko Weckbrodt

Ein Tumor-Tsunami droht

Experten rechnen mit einem Fünftel mehr Neuerkrankungen. Das Deutsches Krebszentrum forscht künftig in Dresden an digitalen Waffen gegen Karzinome. Dresden, 29. Juli 2019. Mediziner, Ingenieure und Programmierer wollen künftig in Dresden neue digitale Instrumente für den Kampf gegen Krebs entwickeln: Virtuelle OP-Säle zum Beispiel, in denen Chirurgen mit Datenbrillen komplizierte Tumor-Schnitte vorab trainieren können. Künstliche Intelligenzen (KI), die den Operateuren Navigations-Anweisungen während eines unübersichtlichen Eingriffs geben. Oder auch Nachsorge-Apps für Patienten-Smartphones und andere mobile Helfer. Dafür richtet das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) aus Heidelberg nun eine 20 Millionen Euro teure Forschungs-Außenstelle mit integriertem Präventionszentrum in Dresden ein, zunächst finanziert durch den Freistaat Sachsen. Rund 100 Spezialisten wollen dort auch neue Wege in der Krebs-Vorsorge gehen, kündigte DKFZ-Chef Prof. Michael Baumann am Montag in Dresden an.

Das Werk Leipzig ist die erste Fabrik, in der BMW den neuen 1er fertigen lässt- Foto: BMW

Produktionsstart für neuen 1er BMW in Leipzig

3. Generation des kleinen BMWs soll das Werk auf Jahre auslasten Leipzig, 2. Juli 2019. Das BMW-Werk Leipzig hat mit der Produktion des neuen 1er Modells begonnen. Das haben heute die Bayrischen Motorenwerke mitgeteilt. „Der 1er wird die kommenden Jahre zu einer konstant hohen Auslastung unseres Werkes entscheidend beitragen“, schätzte Werkleiter Hans-Peter Kemser ein.

Die Visualisierung zeigt Design und Prinzip des Trumpf-Ortungssystems "Track & Trace", in das Zigpos-Technologie einfließt. Durch digitale Etiketten lässt sich jede Palette in der Fabrik mit den Ankern (links) an der Wand orten. Visualisierung: Trumpf

Trumpf steigt in Dresdner „Industrie 4.0“-Firma „Zigpos“ ein

Schwaben sichern sich sächsische Ortungstechnik für hochautomatisierte Fabriken Dresden/Ditzingen, 26. Juni 2019. Der schwäbische Werkzeugmaschinen-Konzern „Trumpf“ ist als Anteilseigner beim jungen „Industrie 4.0“-Unternehmen „Zigpos“eingestiegen, um sich die Ortungs-Technologien der Dresdner für hochautomatisierte Betriebe zu sichern. Das haben Trumpf und Zigpos nun mitgeteilt. „Die Risikokapital-Tochter von Trumpf war weltweit auf die Suche nach der besten Ortungstechnologie gegangen“, berichtet Zigpos-Innovationschef Paul Balzer. „Entschieden hat sie sich letztlich für uns.“

ILK-Miarbeiter mustern eine Hutablage aus Recycling-Verbundstoffen: Trägt das Bauteil später einen schweren Subwoofer? Hält es den Kräften stand, die an Sicherheitsgurten zerren? Foto: Andreas Scheunert für das ILK der TU Dresden

Koreaner gründen Leichtbauzentrum in Dresden

Seit 25 Jahren forscht das ILK für Europas Autoindustrie und Luftfahrt – Asiens Ingenieure wollen da auch mitmachen. Dresden, 25. Juni 2019. Der Leichtbau-Standort Dresden gewinnt durch zwei neue Zentren international an Gewicht: Einerseits eröffnet am 26. Juni ein „Deutsch-Koreanisches Technologiezentrum“ in den ehemaligen „Universellen Werken“ an der Zwickauer Straße. Die Koreaner wollen dort Dresdner Know-how für ihre Autoindustrie einspannen. Außerdem will das renommierte „Institut für Leichtbau und Kunststofftechnik“ (ILK) der TU Dresden, das in dieser Woche sein 25. Gründungsjubiläum feiert, gleich nebenan ein Leichtbau-Transferzentrum einrichten. Das hat ILK-Professor Maik Gude angekündigt.