Alle Artikel mit dem Schlagwort: Saxony

Koreanische Partner schauen sich den Fahrzeug-Leichtbau im ILK der TU Dresden an. Foto: Andreas Scheunert für das ILK Dresden

Leichtbauer aus Dresden kooperieren mit Korea

Dresden, 17. Juni 2018. Die Leichtbau-Ingenieure der Technischen Universität Dresden (TUD) wollen in Zukunft enger mit Südkorea kooperieren. Dies kündigte das TUD-Institut für Leichtbau und Kunststofftechnik am Rande einer Projektschau in Dresden-Johannstadt mit. Dort hatten die Forscher und sowie ILK-Ausgründungen über 300 Exponate vorgestellt, darunter besonders leichte A-Säulen für Autos und einen Unterboden für Elektrofahrzeuge.

Regnerationswürmer unterm Mikroskop. Foto: Heiko Weckbrodt

Besucherrekord zur Wissenschaftsnacht Dresden

39.000 Neugierige wälzten sich durch die Labore Dresden, 16. Juni 2018. Rund 39.000 Neugierige haben die Wissenschaftsnacht vom 15. zum 16. Juni 2018 in Dresden besucht – rund 1000 mehr als im Vorjahr. Das teilte René Werner namens der Veranstalter heute mit. Damit hat die Lange Nacht der Wissenschafte einen neuen Rekord aufgestellt. Allerdings hat die städtische Wirtschaftsförderung damit ein selbstgestecktes Ziel knapp verfehlt: Amtsleiter Robert Franke wollte in diesem Jahr die Marke von 40.000 Besuchern knacken.

Prof. Hubert Lakner leitet das Fraunhofer-Photonik-Institut IPMS in Dresden,. zu dem seitr 2012 auch das CNT gehört. Foto. Heiko Weckbrodt

Fraunhofer rüstet CNT Dresden für 40 Millionen Euro auf

„Forschungsfabrik Mikroelektronik Deutschland“ finanziert neue Anlagen Dresden, 13. Juni 2018. Die Fraunhofer-Gesellschaft investiert bis zum Jahr 2020 rund 40 Millionen Euro in das Nanoelektronik-Zentrum CNT in Dresden. Das hat Professor Hubert Lakner angekündigt, der das CNT-Mutterinstitut für Photonische Mikrosysteme (IPMS) leitet. „Es geht aufwärts im CNT“, kommentierte er diese Weichenstellung, die nur scheinbar selbstverständlich ist: Nach der Qimonda-Pleite hatte das Nanoelektronikzentrum von Fraunhofer kurz vor dem Aus gestanden.

Verfahrenstechjnik-Student Friedrich Weise fährt einen Citroen Dyane 4 aus dem Jahr 1969. Die "große Ente" kommt auf 24 PS und Tempo 130. Foto: Heiko Weckbrodt

Oldtimer an der TU Dresden: „Uns geht es ums Reisen, nicht ums Ankommen“

Zur 7. Oldtimer-Ausfahrt der Uni erwarten die Orgas 78 Oldtimer Dresden, 28. Mai 2018. „Nag-Nag. Nagnagnag. Nagnagnagnagnag…“ Wenn Friedrich Weise den Zündschlüssel dreht und Gas gibt, ist unverkennbar: Der Oldtimer, den der TU-Technikstudent da angeworfen hat, ist mit dem Spitznamen „Ente“ verknüpft – auch wenn der fachkundige Franzmann genauer von einem „Citroen Dyane 4“ sprechen würde, der größeren Schwester der Ente. „Hat keinen Sinn, das Radio anzumachen“, sagt der junge Oldtimer-Fan, als er den schweifenden Blick des Besuchers bemerkt. „Ab einem gewissen Tempo ist Dyane so laut, dass man eh nichts mehr versteht.“ Und dennoch wolle er den fast 50 Jahre alten Franzosen nicht missen: „Wenn man damit durch die Gegend fährt, kann man sich entspannen. Und alle Leute gucken und lächeln.“ Was auch an der spitznamengebenden Aufhängung der Grioß-Ente liegt: „Die Federung ist butterweich“, sagt der Student. „Wenn man da etwas rasch in die Kurve geht, neigt sich das Auto eben wie eine Ente.“

Das entwicklungslabor von Elaskon in Dresden. Hier experimentiert Laborleiter Dr. Michael Taubert gerade mit neuartigen Beschichtungsmitteln für Kunststoff-Seile. Wenn es nach der Geschäftsführung geht, werden solche Forschungen in Dresden künftig eine viel stärkere Rolle spielen. Foto: Heiko Weckbrodt

Elaskon produziert künftig auch in China – weil dort Schutzzölle drohen

Schmierstoff-Hersteller will dafür Entwicklung in Sachsen stärken und plant Seil-Forschungszentrum in Dresden Dresden, 23. Mai 2018. Der Schmierstoff-Hersteller Elaskon will in Dresden ein Seil-Forschungszentrum aufbauen. Das hat Elaskon-Chef Karl Schwald angekündigt. „Wir haben für den September rund 150 internationale Fachleute aus der Branche zu einer Fachtagung zu unserem 90. Firmenjubiläum nach Dresden eingeladen“, teilte er mit. „Wir wollen sie überzeugen, hier ein Kompetenzzentrum für Seile zu unterstützen.“

VW hat einen Ikubator für innovative Mobilitäts-Konzepte in der Gläsernen Manufaktur Dresden eingerichtet, in der auch der neue eGolf produziert wird. Foto. VW

VW-Manufaktur Dresden holt Gründer aus Israel in den Brüter

Sächsischer Mobilitäts-Inkubator wird internationaler und robotischer Dresden/Tel Aviv, 22. Mai 2018. Der Volkswagen-Inkubator in Dresden soll künftig auch internationale Firmengründungen ausbrüten. Das hat VW mitgeteilt. Außerdem wolle man fortan nicht nur Dienstleister mit innovativen Mobilitätsideen fördern, sondern auch Robotik-Firmen und andere „Industrie 4.0“-Gründer.

Verkauft Kristallzüchtungs-Öfen und Supraleit-Technik aus Dresden weltweit: SciDre-Chef Robert Schöndube. Foto: Heiko Weckbrodt Foto: Heiko Weckbrodt

Supraleit-Pumpen für den Helium-Durst

Scidre Dresden baut Pumpen, deren supraleitende Lager keine Reibung kennen Dresden, 15. Mai 2018. Reibung ist die Erz-Krux für den Maschinenbauer: So stark er oder sie auch das Auto motorisiert, die Turbine antreibt, die Batterien verstärkt: Immer fressen Reibung und Luftwiderstand viel wertvolle Energie auf, verplempert sie als Abwärme. Das Technologie-Unternehmen „Scidre“ arbeitet nun in Dresden an einer neuen Generation von Maschinen, in denen zumindest einige Teile keine Haftreibung mehr kennen: Dank des sogenannten Supraleit-Effektes schweben hier die rotierenden Achsen in den Lagern – gehalten von sehr starken Magnetfeldern, aber ohne Extra-Stromzufuhr. Als erstes Produkt hat das Unternehmen eine Pumpe für flüssiges Helium vorgestellt, das so kalt ist, dass klassische Kugellager hier sofort festfressen würden.

Batteriezelle von Litarion, die später zu kompletten Batterien gestapelt werden. Die Zellen der Kamenzer galten zwar - ähnlich wie die von Li-tec - als hochwertig, aber wirtschaftlich waren sie nicht erfolgreich genug. Foto: Litarion.

Aus für Batteriefirma Litarion in Kamenz

Insolvenzverwalter kündigt 120 verbliebenen Mitarbeiten Kamenz, 11. Mai 2018. Aus der Traum von der kompletten Batterieproduktion von A bis Z in Sachsen: In der pleite gegangenen Litarion GmbH in Kamenz geht nun endgültig das Licht aus. Die letzten 120 Mitarbeiter bekommen in den nächsten Tagen ihre Kündigungen. Das hat Insolvenzverwalter Rüdiger Wienberg heute angekündigt. „Für die Beschäftigten, die bis zuletzt gehofft hatten, ist das natürlich eine herbe Enttäuschung“, betonte Wienberg. „Allerdings lässt das Insolvenzrecht hier keinen Handlungsspielraum.“ Traum von eigener Auto-Batterieproduktion von A bis Z “Made in Germany” gescheitert Damit ist der Versuch, in Deutschland eine komplette Wertschöpfungskette in Konkurrenz zu den dominierenden Anbietern aus Asien aufzubauen, fürs erste gescheitert. Dahinter hatte die Idee gestanden, vor allem die deutsche Autoindustrie unabhängiger von Samsung, Panasonic und LG zu machen. Die Vorgeschichte: Litarion war ursprünglich Teil des – 2006 mit großen Hoffnungen gegründeten – Gemeinschaftsunternehmen „Li-Tec“ von Daimler und Evonik gewesen. Als Evionik bei Li-Tec ausstieg, entstand 2007 die Litarion GmbH. Diese stellte zunächst als Tochter des Evonik-Energiekonzerns in Kamenz nördlich von Dresden Elektroden und Separatoren für …

Infineon Dresden. Foto: Infineon

Infineon richtet Entwicklungszentrum für Autoelektronik in Dresden ein

250 Spezialisten sollen Produkte und KI-Lösungen entwickeln Dresden/München, 11. Mai 2018. Das deutsche Halbleiter-Unternehmen Infineon richtet in Dresden ein neues Entwicklungszentrum ein. Das hat Konzernchef Reinhard Ploss in München angekündigt. Das Zentrum wird mit zunächst rund 100 neuen Mitarbeitern gegen Jahresende 2018 starten und später zirka 250 Ingenieure, Wissenschaftler und andere Spezialisten beschäftigen. Sie sollen in Dresden neue Produkte und Lösungen für Steuerelektronik, Leistungselektronik und Künstliche Intelligenz (KI) in Autos entwickeln – vor allem auch für Elektro- und Roboterautos.

Der Physiker Dr. Jens Kunstmann forscht an der Chemiefakultät der TU Dresden. Foto: TUD

Atomdünnen Solarzellen auf der Spur

Forscher aus Dresden und Regensburg untersuchen in 2D-Werkstoffen verheiratete Exziton-Paare, die über Atomabgründe hinweg fest zusammenhalten Dresden, 11. Mai 2018. Physiker aus Dresden und Regensburg experimentieren mit Werkstoffen, die in Zukunft extrem dünne Solarzellen ermöglichen könnten. Solche Kollektoren könnten wie dünne Häute nahezu jede Oberfläche – seien es nun Hauswände, Smartphone-Bildschirme oder Autos – in autarke Energiesammler verwandeln. „Bis man daraus marktreife Solarpaneele konstruieren kann, werden allerdings noch Jahre der Entwicklungsarbeit notwendig sein“, betonte Dr. Jens Kunstmann vom Lehrstuhl für Theoretische Chemie der Technischen Universität Dresden (TUD), der die dabei verwenden 2D-Kristalle gemeinsam mit Kollegen aus Regensburg, New York und dem brasilianischen Fortaleza untersucht hatte.

Die Dental-Marken sind zumindest in Ostdeutschland sehr bekannt. Abb.: Dental

Dresdner Minzeduft für Chinesen

Asien-Geschäft spielt für Zahnpflege-Firma Dental wachsende Rolle Dresden, 5. Mai 2018. Das Dresdner Unternehmen Dental verlegt sich in wachsendem Maße darauf, für die Chinesen und andere Konsumenten in Asien spezielle Zahnpflege-Produkte zu entwickeln, die dann dort unter anderen Marken verkauft werden. Im Reich der Mitte werde zum Beispiel die erfrischende Dresdner Minzmischung „Made in Germany“ sehr geschätzt, teilte Dental- Britt Nicole Schendekehl mit.

Eine Jungen-Gruppe hat aus Piezo-Keramiken und anderen "Smart Materials" diesen Roboter "Piezo Noise Maker" gebastelt, der vor allem eines tut: Krach machen. Im Sommer wollen die Initiatoren einen ähnlichen Workshop mit einer Mädchengruppe wiederholen - und sind schon gespannt, welchen Roboter die Mädels bauen. Foto: Heiko Weckbrodt

Möge die Tinkerei beginnen!

Neue „Forschungswerkstatt Smart Materials“ in Striesen lädt zum Hightech-Basteln ein – und lotet das Museum der Zukunft aus Dresden, 4. Mai 2018. Wo vor Kurzem noch olfaktorische Konzerte im Zuge der Sonderausstellung „Echtzeit“ vor sich hin stanken, machen sich jetzt die Geeks (englisch für „Laborratten“) breit: Künstler, Kuratoren, Ingenieure und Wissenschaftler haben den Goldmann-Saal im Obergeschoss der Technischen Sammlungen Dresden (TSD) in eine „Forschungswerkstatt Smart Materials“ verwandelt. Gelbe Steckdosenverteiler hängen nun von der Decke der alten Fabrikhalle, auf Werkbänken machen sich die Lötkolben heiß, ein Laser-Cutter ächzt. In einer Ecke schnappt eine fleischfressende Hightech-Pflanze nach arglosen Opfern. Am Eingang kloppt ein Roboter besinnungslos auf seine Piezo-Panzerung. Im Entdecker-Regal stapeln sich Molekül-Modelle, Mineralproben und Krimskrams-Beutel, sträuben sich synthetische Tierfelle. Sinn und Zweck des Ganzen: Schulklassen und andere TSD-Besucher können hier in den kommenden fünf Monaten mit Formgedächtnis-Legierungen, Piezo-Keramiken und anderen aufregenden neuen Materalien hightech-basteln – neudeutsch „tinkern“ genannt.

Biegsame organische Solarfolien von Heliatek Dresden sammln tagsüber genug Strom, um den sportplatz in Mixiko auszuleuchten. Foto: Leonardo Medina Ruiz; ENGIE

Solarfolie aus Dresden leuchtet Sportplatz in Mexiko aus

Dresden/Mexiko-Stadt, 2. Mai 2018. Der französische Energiekonzern „Engie“ hat biegsame organische Solarfolien aus Dresden auf einem Sportplatz bei Mexiko-Stadt verbaut. Darauf hat Hersteller Heliatek hingewiesen. Unter dem Motto „Solar Graffiti“ sei aus einem dunklen Platz, der nachts gemieden wurde, ein beliebter Abendtreff für junge Anwohner geworden.

Auf der Goldprobe, durch die an nanostrukturierten Stellen blaues Licht geschickt wird, sind mit Proteinmotoren befestigt. Diese tragen die Mikrotubuli mit den Quantenpunkten - die hier als Lichtsensoren fungieren . über sich hinweg. Dadurch wird die ganze oberflache gewissermaßen gescannt. Visualisierung: Heiko Groß

Mehr Durchblick durch Biomotoren und Quantenpunkte

Forscher aus Dresden und Würzburg schieben Grenzen klassischer Mikroskope hinaus Dresden/Würzburg, 30. April 2018. Indem sie Biotechnologie und Quantenphysik kombinierten, haben Wissenschaftler aus Dresden und Würzburg die optischen Grenzen klassischer Mikroskope hinausgeschoben: Sie haben damit Strukturen sichtbar gemacht, die weniger als fünf Nanometer (Millionstel Millimeter) groß sind.

Liacon setzt für seine Batterien auf Lithium-Titanat-Polymer-Zellen. Foto: Liacon

Liacon startet Mitte 2018 neue Batteriefabrik in Sachsen

Unternehmen investiert rund 50 Millionen Euro in Ottendorf-Okrilla Ottendorf-Okrilla/Itzehoe, 18. April 2018. Der Stromspeicher-Hersteller Liacon aus Itzehoe in Schleswig-Holstein will Mitte 2018 mit der Produktion von Lithium-Titanat-Polymer-Batterien in einer neuen Fabrik in Ottendorf-Okrilla nördlich von Dresden beginnen. Das Unternehmen hatte bereits angekündigt, bis zu 160 Mitarbeiter zu beschäftigen und rund 50 Millionen Euro in ein aufgekauftes Werks-Gelände zu investieren. Offizielle Baustart war im März 2018.