Alle Artikel mit dem Schlagwort: Saxony

Siltectra-Technik-Chef positioniert einen Test-Wafer unter dem eigenentwickleten Multi-Photonen-Laser. Foto: Heiko Weckbrodt

Infineon kauft Waferspalt-Firma Siltectra Dresden

Halbleiterkonzern bezahlt 124 Millionen Euro Dresden/München, 12. November 2018. Infineon kauft für 124 Millionen Euro die Firma Siltectra Dresden. Das teilten Infineon und Siltectra heute mit. Das 2010 gegründete Unternehmen Siltectra hatte zuvor eine neue „Cold Split“-Technologie entwickelt, um Silizium- und Kohlenstoff-Scheiben („Wafer“) kosten- und materialsparend zu spalten, statt sie zu zersägen.

Der Hornkieselschwamm (Geodia cydonium) zeigt unterm elektronenmikroskop seine Skelett-Stacheln, die weniger als ein Mikrometer dünn sind. Foto: ZIK B CUBE

„B Cube“ Dresden zieht in Neubau um

Biotech-Wissenschaftler teilen sich mit Medizinforschern einen 41 Millionen Euro teuren Neubau Dresden, 10. November 2018. Das „B Cube“ der TU Dresden zieht endlich aus seinem Provisorium in der Dresdner Johannstadt aus und kann sein eigenes Domizil beziehen: Der Freistaat Sachsen hat für das Biotech-Forschungszentrum sowie das „Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen“ (DZNE) der Helmholtz-Gesellschaft in den vergangenen zweieinhalb Jahren einen 41 Millionen Euro teuren Neubau am Dresdner Tatzberg errichtet – gleich neben dem städtischen Biotech-Gründerzentrum „Bioz“. Am 18. November 2018 will Dieter Janosch vom Staatsbetrieb „Sächsisches Immobilien- und Baumanagement“ (SIB) den Komplex an die Forscher übergeben.

Bis heute hat die zerlegbare transparente Spielzeug-Uhr "Effect" aus dem Jahr 1978, die der VEB Plasticart Dresden hergestellt hat, einen ganz eigenen designerischen Charme Foto: Heiko Weckbrodt

Dresdner Museen stellen im Netz aus

Digitale Zwillinge zahlreicher Exponate hergestellt Dresden, 6. November 2018. Die Städtischen Museen Dresden haben gemeinsam mit Partnern einen Teil ihrer Sammlungen digitalisiert und stellen sie nun ins Netz. Das hat die Leitung des Museen-Verbundes mitgeteilt, zu dem beispielsweise das Stadtmuseum, die Technischen Sammlungen, die Städtische Galerie und das Palitzschmuseum gehören.

Die Nutzeroberfläche von Supratix auf verschiedenen Geräten. Foto: Supratix Dresden

Supratix gründet Beschleuniger für Bildungstechnologie-Firmen in Dresden

Edtech-Accelerator: Bildung aus der Rechnerwolke Dresden, 5. November 2018. Wenn Gründer um Kapital für ihr Unternehmen ringen, lassen sie gerne Abkürzungen wie „Fintech“ (Finanztechnologie), Biotech oder Nanotech, um potenzielle Investoren zu überzeugen. Dagegen sind Firmen, die sich mit Bildungstechnologien –auch „Edtech“ oder „Edutech“ genannt – beschäftigen, bisher wenig bekannt und haben sich kaum als Kapitalmagnet in Deutschland durchsetzen können. Das wollen Ingenieur Tobias Göcke und seine Kollegen von der Dresdner TU-Ausgründung „Supratix“ ein Stück weit ändern. Sie haben einen „Edtech-Accelerator“ (Bildungstechnologie-Beschleuniger) in Dresden gegründet: einen Ort, in dem neue Bildungstechnologie-Unternehmungen einziehen können und Unterstützung bekommen.

Ein Mitarbeiter bedient die Elektronenstrahl-Anlage Elli300, mit der sich Impfstoffe und andere Flüssigkeiten behandeln lassen. Foto: Jürgen Lösel für das Fraunhofer FEP

Elektronen gegen Viren

Fraunhofer Dresden entwickelt mit Elli 300 eine Elektronenkanone für die Impfstoff-Entwicklung Dresden, 30. Oktober 2018. Um unerwünschte Erreger in Impfstoffen schnell und zielgenau ausschalten zu können, haben Fraunhofer-Forscher aus Sachsen gemeinsam mit Kollegen aus eine spezielle Elektronenstrahlkanone „Elli 300“ entwickelt. Das hat das Fraunhofer- Institut für Organische Elektronik, Elektronenstrahl- und Plasmatechnik (FEP) Dresden mitgeteilt.

Zur Einweihung des neuen DeltaX-Labortraktes führen Schülerinnen und Schüler den Gästen ausgewählte Experimente aus Physik, Geo- und Umweltchemie sowie zur Zellbiologie vor. Foto: HZDR/Detlev Müller

Schülerlabor DeltaX bezieht Neubau in Rossendorf

Laser und Brüter für die Forscherelite von morgen Dresden-Rossendorf, 29. Oktober 2018. Laser, Bio-Brüter, Gas-Chromatographen – die jungen Experimentatoren des Schülerlabors „DeltaX“ im „Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf“ (HZDR) haben nun viel ausgefeiltere Gerätschaften, in die geheimnisvollen Welten der Naturwissenschaften einzudringen. Möglich macht dies ein Neubau auf dem HZDR-Campus, den der sächsische Kultusminister Christian Piwarz (CDU), Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) und die Helmholtz-Forscher morgen einweihen.

Solarwatt-Geschäftsführer Detlef Neuhaus (l.) und Hauptanteilseigner Stefan Quandt neben dem schwarz verkleideten „MyReserve“-Energiespeicher. Foto: Ben Gierig, Solarwatt

Im Quali-Wettlauf mit den Chinesen

Solarwatt Dresden ist sechs Jahre nach Pleite immer noch auf Quandt-Zuschüsse angewiesen – Umsatz mit Energiesammlern und Speichern steigt aber Dresden, 23. Oktober 2018. Obgleich sich die deutsche Photovoltaik-Geschichte bisher eher wie ein Trauerspiel mit zahlreichen Opfern denn wie eine Erfolgs-Story liest: Wer bei der Entwicklung von Solartechnik auf Qualität, Technologien und Innovationen setzt, kann sich auch heute noch gegen die so übermächtige chinesische Konkurrenz durchsetzen. Davon ist Solarwatt-Chef Detlef Neuhaus überzeugt.

Dr.-Ing. Monireh Fazeli zeigt einen Kohlefaser-Strukturknoten, wie er für Maschinen-Tragwerke verwendet werden soll, Derzeit absolviert die Dresdner Textilwissenschaftlerin einen Forschungsaufenthalt im Centre for Advanced Composite Materials (CACM) an der University of Auckland in Neuseeland Foto: Richard Ng

Industrieclub Sachsen zeichnet Ingenieurin für Hightech-Knotenmuster aus

Dresden, 22. Oktober 2018. Weil sie in ihrer Doktorarbeit einen Verfahren beschrieben hat, wie Auto- und Flugzeugbauer leichte Rahmen aus Karbonfasern knoten können, bekommt Dr.-Ing. Monireh Fazeli­ Zoghalchali der TU Dresden den diesjährigen Innovationspreis des Industrieclubs Sachsen. Das hat das Institut für Textilmaschinen und Textile Hochleistungswerkstofftechnik (ITM) mitgeteilt, an dem sie promoviert hat.

Sucht in Dresden nach photonischen Hightech-Gründungen: Ulrich Eisele, Chef von der Fluxunit Osram Ventures (links). Daneben Jörg Schüler vom Veranstalter HighTech Startbahn GmbH bei den Hightech Venture Days 2018 Dresden. Foto: Heiko Weckbrodt

Heiße Quelle für Hochtechnologien

„Hightech Venture Days“: Gründer suchen in Dresden nach Risikokapitalregen Dresden, 17. Oktober 2018. Wenn es um Hightech-Firmengründungen geht, gehört die sächsische Landeshauptstadt zu den fruchtbarsten Standorten in der Bundesrepublik. Das hat Ulrich Eisele, der Chef der Osram-Beteiligungstochter „Fluxunit“ heute während der „Hightech Venture Days 2018“ (HTVD) in der gläsernen VW-Manufaktur Dresden eingeschätzt. „In Deutschland gibt es da zwei Hotspots: Dresden und München“, betonte er. Etwa 90 Prozent der hochtechnologie-orientierten Gründungen seien in diesen beiden Städten zu finden. Wer sein Geld in App-Softwarefirmen stecken will, wird dagegen in Berlin besser bedient.

Blick in die "Plastic Logic"-Fabrik für elektronisches Papier in Dresden. Foto: PL

Plastic Logic Dresden stoppt Produktion von e-Papier

Schon alle Aufträge bis 2019 abgearbeitet – Fabrik hat Auslastungsprobleme Dresden/Cambridge, 3. Oktober 2018. Die Fabrik von „Plastic Logic“ (PL) im Dresdner Norden hat ihre Produktion von elektronischem Papier wegen mangelnder Auslastung gestoppt. „Wir haben das getan, weil wir bereits soviel Material für unseren Hauptkunden gefertigt haben, dass es bis ins Jahr 2019 hinein reicht“, teilte Plastic-Logic-Chef Tim Burne auf Oiger-Anfrage schriftlich mit. Das Unternehmen bespreche derzeit mit diesem Hauptkunden dessen Nachfrage-Pläne.

Wassergekühltes Mikro-Rechenzentrum von Stulz mit "Cloud & Heat"-Wärmegewinner. Foto: Beil2

Mini-Rechenzentren übernehmen die Heizung

Cloud & Heat aus Dresden und Stulz Hamburg kooperieren Dresden/Hamburg, 2. Oktober 2018. Um auch kleine Rechenzentren effektiver arbeiten zu lassen, kooperieren nun die Unternehmen „Cloud & Heat“ aus Dresden und Stulz aus Hamburg technologisch. Die Hamburger werden künftig das vom Dresdner Unternehmen entwickelte Abwärme-Rückgewinnungssystem als Ausstattungsoption für die Computer der „MicroDC“-Serie anbieten, teilte „Cloud & Heat“ mit. Die Dresdner erhoffen sich dadurch neue Vertriebskanäle für ihre Technik.

Das entwicklungslabor von Elaskon in Dresden. Hier experimentiert Laborleiter Dr. Michael Taubert gerade mit neuartigen Beschichtungsmitteln für Kunststoff-Seile. Wenn es nach der Geschäftsführung geht, werden solche Forschungen in Dresden künftig eine viel stärkere Rolle spielen. Foto: Heiko Weckbrodt

Elaskon etabliert Seil-Kompetenzzentrum in Sachsen

70 Experten zur Elaskon-Jubiläumstagung in Dresden Dresden, 14. September 2018. Rund 70 Seil- und Schmierstoff-Experten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz diskutieren derzeit auf einer Fachtagung in Dresden die neuesten Trends und Marktchancen in ihrer Branche. Anlass der Tagung war das 90. Jubiläum der einladenden Firma „Elaskon“. Das Chemie-Unternehmen sieht das Kolloquium zugleich als Auftakt, um ein Kompetenzzentrum für Draht- und Faserseile in Dresden zu etablieren. Gemeinsam mit den Partnern, der TU Dresden und der Kluge GmbH aus Königswartha, verfolge man „die Vision, das Knowhow von Forschung,  Entwicklung und dem Wissen über Herstellung und Anwendung“ von Seilen und deren Schmierstoffen in Sachsen zu bündeln, hieß es vom Elaskon.

Optischer Aufbau für Experimente mit verschränkten Photonen am IFW Dresden, Foto: Jürgen Lösel für das IFW Dresden

Antenne für abhörsichere Quanten-Kommunikation

Dresdner Forscher stellen bisher hellste Quelle für verschränkte Lichtteilchen vor Dresden/Hannover, 2. September 2018. Kein Sicherheits-Code ist unknackbar. Das haben das deutsche Enigma-Desaster, die von den Briten entschlüsselten sowjetischen Geheimdienst-Telegramme und über 5000 Jahre Kryptographie-Erfahrung immer wieder bewiesen. Im Digitalzeitalter können derartige Sicherheits-Lecks dramatische Folgen haben, wenn sich im kommenden „Internet der Dinge“ alles mit allem vernetzt: Was Cybergangster anstellen können, wenn sie über vernetzte Krankenhäuser, Fabrikroboter oder dicht rasende Pulks aus autonom fahrenden Autos Kontrolle erringen, mag sich jeder leicht ausmalen. Abgesehen davon hat der NSA-Skandal erneut gezeigt, dass Deutschland gut beraten ist, sich nicht auf Netzwerktechnik aus den USA (oder China) zu verlassen. „Q.Link.X“: 24 Institute entwickeln deutschen Quantenrepeater Daher entwickelt ein „Q.Link.X“-Konsortium aus 24 deutschen Unis und Instituten nun im Bundesauftrag ein völlig neues System für abhörsichere Kommunikation, das nicht mehr auf Schlüsseln, sondern auf Quanteneffekten basiert. Um die benötigten verschränkten Lichtteilchen zu erzeugen, haben Forscher aus Dresden und Hannover nun eine Photonen-Antenne mit Rekord-Ausbeute entwickelt. „Mit einer Ausbeute von 37 % pro Puls ist es die hellste Quelle verschränkter Photonen“, teilte …

Betriebsleiter Uwe Dittrrich (rechts) und Rüdiger Ackermann (links) erklären Ministerpräsident Michael Kretschmer, was Schill & Seilacher in Standort Pirna herstellt und wie weit sie mit dem Wiederaufbau von Betriebsteil P1 vorangekommen sind. Foto: Heiko Weckbrodt

Nach Explosion: Wiederaufbau in Chemiefabrik Pirna-Neundorf

„Schill & Seilacher“ feiert Richtfest für neue P1-Anlage Pirna, 31. August 2018. Der nach einer Explosion wiederaufgebaute Chemiefabrikteil von „Schill & Seilacher“ in Pirna-Neundorf ist nun rohbaufertig. Sieben Millionen Euro investiert das aus Schwaben stammende Spezialchemikalien-Unternehmen in den Wiederaufbau der zerstörten Anlage,. Insgesamt, so sagte Geschäftsführer Rüdiger Ackermann beim Richtfest werde die Gruppe einen „zweistelligen Millionenbetrag“ in den nächsten fünf Jahren in den Wiederaufbau und die Erweiterung des Standortes Pirna stecken werde. „Wir stellen dabei die Sicherheit an die erste Stelle“, betonte er.