Alle Artikel in: Automobilindustrie

Kerstin Täschner vom „Fraunhofer-Institut für organische Elektronik, Elektronenstrahl- und Plasmatechnik“ (FEP) zeigt ein Radarglas-Muster. Foto: Heiko Weckbrodt

Ingenieurinnen aus Dresden entwickeln Radarglas für autonome Autos

Fraunhofer-Institut FEP: Abstandsmesser und Hindernis-Erkenner lassen sich nun in Scheinwerfer integrieren Dresden, 12. Oktober 2020. Fraunhofer-Forscherinnen aus Dresden haben gemeinsam mit Instituten aus Aachen neuartige Radargläser für die autonom fahrenden Autos der Zukunft entwickeln. Durch diese Technik wird Platz gewonnen, um direkt an Scheinwerfern mehr Sensoren einzubauen, mit denen sich Fahrzeugcomputer im Straßenverkehr orientieren und Unfälle vermeiden können. „Als nächstes gehen wir damit in den Feldversuch“, kündigte Dr. Kerstin Täschner vom „Fraunhofer-Institut für organische Elektronik, Elektronenstrahl- und Plasmatechnik“ (FEP) in Dresden an. Sie rechnet mit einem hohen Interesse aus der Automobil-Zulieferindustrie.

Dr.-Ing. Teja Roch vom Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik (IWS) zeigt in Dresden die neuartigen Bipolarplatten für Brennstoffzellen-Lasterantriebe. Foto: Heiko Weckbrodt

Kohle statt Gold: Schub für Wasserstoff-Laster

Fraunhofer Dresden will mit einem innovativen Bipolarplatten-Verfahren die Brennstoffzellen-Produktion ankurbeln Dresden/Dortmund, 5. Oktober 2020. Damit Wasserstoff-Laster künftig als umweltfreundlichere Alternative zu Diesel-Brummis massenhaft einsetzbar sind, hat das Fraunhofer-Werkstoffinstitut IWS in Dresden und Dortmund ein besonders schnelles und billiges Fertigungsverfahren für eine Kernkomponente der Brennstoffzellen-Antriebe entwickelt: Statt mit Gold beschichten sie die Bipolarplatten in den mobilen Mini-Kraftwerken mit hauchdünnem Kohlenstoff. Diese Graphitschicht ist nur noch halb so teuer wie der Goldbelag, ermöglicht ein höheres Fertigungstempo und letztlich eine billigere Massenproduktion von Brennstoffzellen. Die Projektpartner Daimler und das finnische Stahlunternehmen „Outokumpu Nirosta“ wollen die Technologie in der Praxis einsetzen.

Bundestrainer Joachim Löw mit seinem neuen ID3 vor der VW-Manufaktur in Dresden. Foto: VW Sachsen

VW lernt Jogi Löw in Dresden als Elektroauto Schrauber an

Bundestrainer startet mit dem Werkzeug in der Hand die ID3-Produktion in der Volkswagen-Manufaktur Dresden Dresden, 23. September 2020. Joachim Löw hat heute eigenhändig in der gläsernen VW-Manufaktur die „ID3“-Produktion gestartet: Der Bundestrainer hob das neue Elektroauto auf die sogenannte „Schuppe“ und schraubte dann fleißig los. Im Anschluss bekam er die Schlüsse für seinen eigenen ID3 – und unternahm damit gleich eine Spritztour um den „Großen Garten“ in Dresden.

Vorserien-Modell aus der ID-Familie in der Volkswagen-Manufaktur Dresden. Foto: Heiko Weckbrodt

VW liefert heute ersten ID3 aus

Erster reiner Stromer wurde in Sachsen gebaut – und wird in Manufaktur Dresden an Kunden übergeben Dresden, 9. September 2020. Volkswagen liefert heute seinen ersten Serienstromer aus, der von Anfang an als Elektroauto konstruiert wurde – anders als beispielsweise die E-Golfs, bei denen es sich um umkonstruierte Verbrenner handelt. Der erste ID3 wird in der gläsernen VW-Manufaktur in Dresden an einen Kunden übergeben, kündigte der Autokonzern an.

Den Stack, das Herzstück der Brennstoffzelle, Foto: Bosch

Bosch entwickelt Brennstoffzelle für Elektro-Schwerlaster

System soll 2022/23 in Serie gehen Stuttgart, 2. September 2020. Während Volkswagen die deutsche Autoindustrie und die Wirtschaftspolitiker auf einen batterieelektrische Zukunft einzuschwören versucht, setzen andere wie etwa Toyota auch auf Brennstoffzellen als Energiequellen für Elektroautos. Und nun hat auch Bosch Farbe in dieser Frage bekannt: Beim Technologiekonzern aus Stuttgart ist man anscheinend überzeugt, dass Schwerlaster besser mit Brennstoffzellen als mit Batterien elektrifiziert werden können. Bosch will solch einen Brennstoffzellenantrieb für Elektrolaster bis 2022/23 entwickeln unddann damit in Serie gehen, wie das Unternehmen heute ankündigte.

Wo ist der Platz des Menschen in der hochautomatisierten Elektroauto-Produktion? Hier ein Blick in die Montage des neuen ID-Stromers im Werk Zwickau von Volkswagen Sachsen. Foto: Oliver Killig für VW Sachsen

Exportwirtschaft in Sachsen erholt sich

Im Juni nur noch 6 % unter Vor-Corona-Niveau Kamenz, 28. August 2020. Die sächsische Exportwirtschaft erholt sich langsam vom ersten Corona-Schock: Sie führte im Monat Juni Waren für 3,04 Milliarden Euro aus, was deutlich mehr gewesen sei „als in den Monaten April und Mai, und ,nur noch’ fünf Prozent weniger als im Juni 2019“, teilte das statistische Landesamt Sachsen in Kamenz mit.

Vorserien-Studie des ID4-SUV. Abb.: VW

VW baut nun auch SUV-Stromer ID4 in Zwickau

Konzern setzt auf wachsende Umsätze mit elektrischen Kastenwagen Zwickau/Dresden, 20. August 2020. Mit dem ID4 produziert Volkswagen nun auch einen elektrischen SUV-Kastenwagen. Das batterieelektrisch angetriebene Auto ist im Werk Zwickau jetzt in die Serienproduktion übergegangen. Das hat VW heute mitgeteilt. Parallel dazu stellen die Sachsen bereits den ID3 her – den ersten Kompaktwagen von VW, der von Anfang an als reiner Stromer konzipiert wurde.

Danny Auerswald leitet ab August 2020 die VW-Manufaktur Dresden. Foto: Volkswagen Sachsen

Neuer Chef für VW-Manufaktur Dresden

Danny Auerswald folgt auf Lars Dittert, der nun St. Egidien leitet Dresden/St. Egidien, 31. Juli 2020. Die gläserne VW-Manufaktur in Dresden hat einen neuen Chef: Der sächsische Wirtschaftsingenieur Danny Auerswald (37 Jahre) übernimmt am 1. August 2020 die Nachfolge von Lars Dittert (46), der nun den VW-Standort St. Egidien übernimmt. Das hat Volkswagen Sachsen heute mitgeteilt.

Autonome Autos erkennen einander auf der Straße -. ein Funktionsbeispiel für V2X. Grafik: Joynext

Investor aus China steckt 38 Millionen Euro in Autozulieferer „Joynext“

Unternehmen aus Ningbo und Dresden will durch 5G-Mobilfunkblasen Autounfälle vermeiden Dresden/Ningbo/Peking, 29. Juli 2020. Der chinesisch-deutsche Automobilzulieferer „Joynext bekommt eine Kapitalspritze: Die Risikokapitalisten der teilstaatlichen „State Development & Investment Corporation“ (SDIC) aus Peking investieren 300 Millionen Yuan (rund 38 Millionen Euro) in die auf Autovernetzung spezialisierte Tochter von „Joyson Electronics“. Das hat die Dresdner Entwicklungszentrum von Joynext heute mitgeteilt.

Bosch bündelt seine Software-Entwicklung für Autos. Foto: Bosch

Bosch bündelt Auto-Software-Entwicklung

17 000 Mitarbeiter sollen als  „Cross-Domain Computing Solutions“ Schlagkraft wie US-Konkurrenz aufbauen Stuttgart, 21. Juli 2020. Weil die Digitalisierung des Autos immer anspruchsvoller wird, bündelt der Technologiekonzern „Bosch“ die gesamte Entwicklung von Automobil-Software und -Steuertechnik in einem neuen Geschäftsbereich. Das hat der deutsche Fahrzeugtechnik-Zulieferer heute in Stuttgart angekündigt. Der neue Sektor „Cross-Domain Computing Solutions“ („spartenübergreifende Rechnerlösungen“) soll etwa 17.000 Menschen beschäftigen.

VW hat einen Ikubator für innovative Mobilitäts-Konzepte in der Gläsernen Manufaktur Dresden eingerichtet, in der auch der neue eGolf produziert wird. Foto. VW

VW will weltweit Inkubatoren à la Dresden einrichten

„Frischzellen-Kur für Volkswagen“: Mehr als jedes vierte Inkubator-Projekt aus der Manufaktur führte zu greifbaren Erfolgen – 5 Beispiele im Kurzporträt Dresden, 8. juli 2020. Der Firmenausbrüter in der gläsernen VW-Manufaktur in Dresden hat sich für den Autokonzern als Erfolgsmodell erwiesen. „Das Inkubatorprogramm ist wie eine Frischzellen-Kur für Volkswagen“, schätzte Manufaktur-Innovationschef Marco Weiß ein. Mehr als jedes vierte in Dresden betreute Projekt mündete in eine längerfristige Partnerschaft mit VW. Nun will der Konzern wegweisende „Start-ups“ weltweit nach dem Dresdner Vorbild ausbrüten. Das Konzept dabei: Innovative kleine Firmen bekommen Gratis-Büroräume in der Autofabrik. Dort können sie binnen sechs Monaten mit professioneller VW-Unterstützung neue Technologien zur Marktreife führen und Partner für ihre Geschäftskonzepte finden.