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VW-Werke Zwickau und Dresden bauen GTX-Sportversionen des ID3-Stromers

So soll der "ID.3 GTX" aussehen. Foto: Volkswagen
So soll der „ID.3 GTX“ aussehen. Foto: Volkswagen

Eine Art Golf GTI für die Stromer-Flotte?

Dresden/Zwickau, 14. März 2024. Um den schwächelnden Elektroauto-Absatz anzukurbeln, baut Volkswagen demnächst in Dresden und Zwickau auch eine GTX-Sportversion seines Stromers ID3. Das geht aus VW-Mitteilungen hervor. Ebenso wie die geplante Sport-Version de ID7 sollen die GTX-Modelle ähnlich wie seinerzeit der Golf GTI die auf Leistung orientierten Autoenthusiasten in der Kundschaft ansprechen.

Der ID3 GTX soll unter anderem einen sportlichen Frontstoßfänger, Tagfahrlichter, 20-Zoll-Leichtmetallräder, Sportsitze und stärkere Elektromotoren bekommen. Mit dem ursprünglichen ID3 hatte VW nicht so recht an die Erfolge des Golfs und anderer Verbrenner anknüpfen können. Daher bekam dieser Einstiegs-Stromer des Konzerns bereits vorher eine Designkur verpasst. Dennoch verkaufen sich die VW-Stromer seit dem Ende der staatlichen Kauf-Subventionen eher schleppend. Volkswagen musste daher bereits seine Produktion in Zwickau und Dresden zeitweise drosseln.

Kommentar: VW sollte lieber endlich wieder Volkswagen bauen

Wenn das alte GTI-Konzept hilft, die sächsischen VW-Werke wieder etwas besser auszulasten, wäre dies für den Freistaat zweifellos gut. Das ändert aber wenig an dem Punkt, dass sich Volkswagen von seinem eigenen Namen immer mehr entfernt und viel zu teure Elektroautos baut. Der Konzern sollte sich lieber darauf konzentrieren, so schnell wie möglich einen Stromer unter 20.000 Euro auf den Markt zu bringen – und nicht erst am Sankt-Nimmerleins-Tag.

Autor: hw

Quelle: VW

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Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger