Alle Artikel mit dem Schlagwort: Sachsen

 

Abb.: Freistaat Sachsen

Abb.: Freistaat Sachsen

Sachsen ist ein Bundesland im Südosten der Bundesrepublik Deutschland und hat derzeit (2014) rund vier Millionen Einwohner. Die Landeshauptstadt ist Dresden. Das historische Stammesgebiet des germanischen Stammes der Sachsen lag im Frühmittelalter vor allem im heutigen Niedersachsen.

Montage der 5G Antenne auf dem Hamburger Fernsehturm in 185 Metern Höhe. Foto: deutsche Telekom

Mobilfunk-Treffen zu Funklöchern in Sachsen

Weiße Flecken und 5G im Fokus Dresden, 22. Oktober 2018. Zu einem „Mobilfunkdialog“ über die „Weißen Flecke“ und den Start der fünften Mobilfunk-Generation „5G“ in Sachsen treffen sich morgen Vertreter der sächsischen Staatsregierung und der großen Telekommunikations-Konzerne Telekom, Vodafone und Telefónica. Das hat Digitalisierungs-Staatssekretär Stefan Brangs angekündigt, der zu dem Treffen eingeladen hatte.

Erste Ausführung eines multimodalen eGloves: Maßgeschneidertes Musikinstrument mit integrierter Sensorik zur Gestenerkennung und drahtlos angekoppeltem Tonwiedergabesystem sowie integrierter Leuchtfunktion für visuelles Feed-Back. Foto: ITM/TU Dresden

Datenhandschuh lässt Maschinen singen

Neues Exzellenzentrum CeTI Dresden erforscht neue Interaktionswege zwischen Mensch und Computer Dresden, 14. Oktober 2018. Textilforscher vom neuen Exzellenzzentrum „Centre for Tactile Internet with Human-in-the-Loop” (CeTI) an der TU Dresden haben einen interaktiven Datenhandschuh („eGlove“) vorgestellt, der gestengesteuerte Musikkompositionen ermöglichen soll. In diesen haben die Textilexperten Sensoren und Funkmodule integriert, die Handbewegungen erkennen und drahtlos an ein Tonsystem übertragen. Die eingebetteten Leuchten sollen all dies zusätzlich visualisieren.

Ingenieur Ralf-Peter Nerlich füttert einen "Botax 80"-Taxibordrechner mit einem Programm, das gerade ein Wartburg-taxi simuliert. Foto: Heiko Weckbrodt

Für DDR-Taxis begann 1985 die Digitalzeit

Dresdner Entwickler übergeben Taxi-Bordcomputer an die Technischen Sammlungen Dresden, 12. Oktober 2018. 1985 begann im DDR-Taxigewerbe das Digitalzeitalter: Die Taxifahrer bekamen nach und nach das „Botax 80“ in den Wolga, Moskwitsch oder Wartburg montiert. Dieses in Dresden entwickelte Taxameter war mit ostdeutscher Mikroelektronik bestückt, berechnete die Entgelte und machte (weitgehend) Schluss mit Fahrpreis-Manipulationen. Das damalige Entwicklerkollektiv um Dr. Eberhard Treufeld vom früheren „Wissenschaftlich-Technischen Zentrum des Kraftverkehrs“ (WTZK) hat einen dieser alten Taxi-Bordcomputer nun restauriert und den Technischen Sammlungen Dresden (TSD) gestiftet. „Ein Dresdner Produkt, das gut in unsere Sammlung passt“, betonte Kustos Dr. Ralf Pulla. „Wir werden es bald in unser Abteilung Rechentechnik ausstellen.“

Dr. Roman Tkachov begutachtet an einem Dispensdrucker im Fraunhofer IWS Dresden eine Folie, die er mit zwei verschiedenen leitenden Polymeren bedruckt hat. »PEDOT:PSS« ist ein Polymer mit positiven Ladungsträgern (»p-leitend«), während »Poly(Kx[Ni-itto])« negative Ladungsträger transportiert (»n-leitend«). Dies zeigt auch: Die Polymere des IWS lassen sich mit Standard-Techniken wie Druckern oder Rotationsbeschichtung verarbeiten. Foto: Fraunhofer-IWS Dresden

Winzige Energiesammler

Fraunhofer Dresden entwickelt leitfähige Polymertinte für kleine thermoelektrische Generatoren Dresden, 11. Oktober 2018. Das „Internet der Dinge“ gewinnt in der Wirtschaft bereits Gestalt: In der Landwirtschaft überwachen Sensoren den Reifegrad von Weintrauben und Äpfeln, in Fabriken kontrollieren sie jeden einzelnen Fertigungsschritt. Keiner aber hat Zeit, Geld und Personal genug, um Stromleitungen durch die Felder zu legen oder ständig Leute loszuschicken, um Ackersensoren immer wieder mit neuen Batterien zu bestücken. Sprich: Diese künstlichen Augen müssen sich autark mit Strom versorgen: Durch biegsame organische Solarzellen oder durch winzige thermoelektrische Generatoren, die aus Wärme Strom machen. Experten vom Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik (IWS) Dresden haben nun neue Materialien entwickelt, mit denen die Ausbeute solcher Kleinstgeneratoren deutlich steigen könnte.

Oragnische Solarzellen an einer Fassade im Duisburger Hafen. Foto: Duisport

Duisburger Hafen mit organischen Stromsammlern beklebt

Heliatek Dresden liefert weltweit größte Installation dieser Art Duisburg/Dresden, 8. Oktober 2018. Der Duisburger Hafen sammelt Sonnenstrom mit organischen Solarfolien. Das hat das Dresdner Unternehmen „Heliatek“, das die 185 Quadratmeter Solarzellen hergestellt hat. Es handele sich um die weltweit größte Installation mit organischen Solarfolien, betonte das Unternehmen.

Bringen selbst nur 650 Gramm auf die Waage, tragen aber bis zu 200 Kilogramm: die Karbon-Hocker von Polymerforschern aus Dresden. Foto: IPF

Neues Karbon-Reinraumlabor in Dresden

Am pechverfolgen Standort in Dobritz kooperieren Textil- und Leichtbauforscher der TU Dresden Dresden, 6. Oktober 2018. In einer ehemaligen Spitzenmanufaktur und späteren Mikroelektronik-Fabrik in Dresden-Dobritz bekommen die Leichtbau- und Textiltechnik-Ingenieure der TU Dresden nun einen Reinraum, in dem sie Karbonfasern züchten und verarbeiten können. Sie wollen den Reinraum offiziell Anfang November 2018 in Betrieb nehmen.

Wissenschaftsnacht 2018 in Dresden: Hydrogele für die biologische Forschung im DFG-Forschungszentrum für Regenerative Therapien Dresden (CRTD). Foto: Heiko Weckbrodt

Materialforscher aus London und Dresden schmieden Allianz

Gemeinsamer Campus von King’s College und der TU Dresden wächst Dresden/London, 5. Oktober 2018. Die Werkstoff-Wissenschaftler der Technischen Universität Dresden (TUD) und des „King’s College“ in London schmieden eine Forschungsallianz: Nach den Medizinern, Biologen und Nachrichtentechnologen machen nun auch die Materialforscher beim gemeinsamen „Transcampus“ beider Unis mit. Das sieht eine Vereinbarung („Memorandum of Understanding“) vor, das die Sachsen und Engländer am Rande einer Londonreise des sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer (CDU) nun unterzeichnet haben.

Andreas Aumüller (l.) von Creditreform Dresden und Creditreform-Chefökonom Michael Bretz am 4. Oktober in den Räumen von Creditrefoirm Dresden. Foto: Heiko Weckbrodt

Sachsens Mittelstand wächst gegen den Bundestrend

Creditreform-Umfrage: Bundesweit schwächt sich Konjunktur ab, Mittelstand in Freistaat rechnet dagegen mit Wachstum Dresden, 4. Oktober 2018. Der kleinen und mittleren Betriebe in Sachsen machen derzeit bessere Geschäfte als der Mittelstand in anderen Gegenden Deutschlands. Das geht aus der aktuellen Konjunktur-Herbstumfrage hervor, die der Wirtschafts-Dienstleisters „Creditreform“ heute in Dresden vorgestellt hat. Demnach hat sich das Konjunkturklima nach eigener Einschätzung der deutschen Mittelständler bundesweit eingetrübt, die Sachsen dagegen berichten über steigende Umsätze, mehr Aufträge und die Aussicht auf noch bessere Geschäfte.

Ein 5-Achs-Roboter bearbeitet im Steinmetzbetrieb Schubert einen Marmorblock. Foto: André Wirsig für die Handwerkskammer Dresden

„Um die Digitalisierung kommt das Handwerk nicht herum“

Die Dresdner Steinmetz-Unternehmung von Sven Schubert hat sich in der Denkmalpflege deutschlandweit einen guten Ruf erarbeitet – auch durch die Verbindung von Handwerk und Hightech Dresden, 1. Oktober 2018. Im Norden von Dresden, nicht weit von den großen Chipfabriken, türmen sich am Rande der Radeburger Straße schwere Brocken. Wer über den Hof und durch die Werkstätten von Sven Schubert schlendert, sieht steingewordene Träume: Hier der Sandstein-Adler, der davon träumt, sich in die Lüfte zu erheben. Da ein Kopf mit Dreispitz, der in die Sonne blinzelt und sich vorzustellen versucht, wie es wäre, einen Körper zu besitzen. Und dann dieser Krieger: halb antiker Spartiat, halb futuristisch gerüsteter Soldat der Jetztzeit. Zur Maschine geworden sei er, sagt Steinmetz Schubert über den behelmten Kopf. Bar menschlicher Individualität hat er die Gesichtszüge in den Stein gehauen. „Das ist aus der Zeit, als ich einzig und allein Künstler sein wollte“, erzählt Schubert und lässt die Lachfalten um die Augen spielen. „Zum Glück hatte meine damalige Lebengefährtin einen Job, von dem wir beide irgendwie leben konnten.“

Regnerationswürmer unterm Mikroskop. Foto: Heiko Weckbrodt

TU Dresden bekommt 3 neue Exzellenz-Zentren

Hälfte der Anträge genehmigt Dresden, 27- September 2018. Die Bundesexzellenz-Jury hat die Hälfte der Exzellenz-Förderanträge der Technischen Universität Dresden (TUD) genehmigt: Besondere Förderzuschüsse erhalten demnach die Dresdner Forschungsprojekte “Physik des Lebens” (POL), Komplexität und Topologie in Quantenmaterialien (ct.qmat) und das “Zentrum für Taktiles Internet” (CeTi). Dies hat die TUD heute mitgeteilt. Zu erwarten sind bis zu zehn Millionen Euro pro Jahr und Cluster. Die genaue Fördersumme gibt die “Deutsche Forschungsgemeinschaft” (DFG) als Fördermittel-Verwalter noch mit.

Im IHD werden Boards mit 3D-Textilfasern verstärkt. Foto: IHD

Zuse-Institute zeigen ihre Leistungskraft

“Leuchttürme und Hidden Champions“: Über 60 Privatinstitute an 30 Standorten präsentieren sich Dresden, 20. September 2018. Über 60 Institute der Zuse-Gemeinschaft zeigen heute in regionalen Leistungschauen an 30 Standorten in Deutschland Regionaltagen, wie leistungsstark die Privatinstitute jenseits der Unis und etablierten großen Forschungsgemeinschaften sind. „Die Forschungslandschaft in Deutschland hat Leuchttürme und Hidden Champions“, betonte Annette Treffkorn, die Geschäftsführerin dieser Vereinigung. „In beiden Welten ist die Zuse-Gemeinschaft zu Hause.“

Navigationsempfänger von RUAG Space bestimmen die Position von Sentinel-Satelliten (hier in der Visualisierung der Sentinel 3) des europäischen Erdbeobachtungprogramms. Visualisierung: ESA, Pierre Carril.

Navirechner absolvieren Weltraum-Härteprobe in Coswig

Schweizer Konzern Ruag baut seinen Standort in Sachsen aus Coswig, 19. September 2019. Der Schweizer Technologiekonzern Ruag stärkt seinen Standort in Sachsen: In Coswig testet das Staatsunternehmen derzeit Navigationscomputer für die Raumfahrt, zum Beispiel für den Umweltsatelliten „Sentinel“ der europäischen Raumfahrtagentur Esa. Die sächsischen Ingenieure simulieren dabei in Vakuumkammern die Bedingungen, unter denen die Bordelektronik im All weiter funktionieren muss.

Auf diesen Chassis-aufbau sollen verschiedene Modelle der VW-Familie passen. Foto Volkswagen

Sachsen spielt Schlüsselrolle in E-Strategie von VW

Erstes ID-Elektroauto soll im November 2019 das Werk Zwickau verlassen, Dresden wird weiter als Pionierstandort profiliert Dresden, 19. September 2018. Sachsen wird in der Elektromobilitäts-Strategie von Volkswagen eine zentrale Rolle spielen: In Zwickau investiert der Konzern rund 1,2 Milliarden Euro, um den Standort vollständig umzurüsten und dort zuerst die Massenproduktion der neuen „I.D.“-Elektroautos auf Basis des E-Baukastensystemes MEB starten zu können. Die ersten IDs sollen die Zwickauer Fabrik im November 2019 verlassen, kündigte E-Mobilität-Vorstand Thomas Ulbrich heute in der gläsernen VW-Manufaktur Dresden an. Die Dresdner Manufaktur wird als Pionierstandort für Elektromobilität weiter profiliert und soll ebenfalls ein ID-Elektroauto produzieren. Der bisher dort produzierte E-Golf läuft dann aus.