Alle Artikel mit dem Schlagwort: Sachsen

 

Abb.: Freistaat Sachsen

Abb.: Freistaat Sachsen

Sachsen ist ein Bundesland im Südosten der Bundesrepublik Deutschland und hat derzeit (2014) rund vier Millionen Einwohner. Die Landeshauptstadt ist Dresden. Das historische Stammesgebiet des germanischen Stammes der Sachsen lag im Frühmittelalter vor allem im heutigen Niedersachsen.

Produktion des COIVD-19-Test-Kits der Biotype. Foto: Biotype GmbH

Biotype Dresden bringt Corona-Schnelltest auf den Markt

Ergebnisse binnen zwei Stunden verfügbar Dresden, 2. April 2020. Damit mehr Menschen in Sachsen und darüber hinaus rasch auf eine Corona-Infektion getestet werden können, hat das Dresdner Biotech-Unternehmen „Biotype“ mit der Serienproduktion eines Corona-Schnelltestsystems begonnen. Ein weiteres, eigenes Testsystem geht auch in die Produktion. Das hat Biotype heute mitgeteilt.

Philipp Strobel hat aus Holz, Folie und Nieten aus dem 3D-Drucker ein Schutzvisier für Ärzte und Krankenschwestern entworfen. Gleich darauf bekam er den ersten Serien-Auftrag.Foto: Heiko Weckbrodt

Corona-Schutz aus der Holz-Manufaktur

Eigentlich wollte „Jungholz“-Erfinder Strobel nur seiner Mutter helfen – jetzt möchten auch andere seine Gesichtsvisiere haben. Dresden, 31. März 2020. Weil Ärzte und Krankenschwestern derzeit vielerorts auf dem Lande nicht genug Schutzausrüstungen gegen das Corona-Virus finden, hat der Dresdner Jungunternehmer Philipp Strobel im Eilverfahren ein Gesichtsvisier aus Holz und Folie entwickelt. „Meine Mutter ist Ärztin in der Gegend von Döbeln“, erzählt der Tüftler und „Jungholz“-Gründer , wie es dazu kam. „Sie hat mir gesagt, dass es jetzt wochenlange Wartezeiten für die normalen Gesichtsvisiere aus China gibt. Da habe ich mich übers Wochenende drangesetzt und für sie ein einfach montierbares Visier gebaut.“ Das Konzept kam an: Schon am Montag folgten die ersten Anfragen von weiteren Interessenten.

Das Fundament für das weltweit erste Karbonbetonhaus ist gegossen, nun beginnt der Hochbaus auf dem Grundstück nahe am Fritz-Foerster-Platz in Dresden. Foto: Institut für Massivbau der TU Dresden

Baustart für weltweit erstes Karbonhaus

Dresdner TU-Forscher wollen extravagantes Gebäude im Frühjahr 2021 einweihen Dresden, 30. März 2020. Das Fundament aus Kohlenstofffasern, Kies und Zement ist gegossen. Nun startet die TU Dresden den Rohbau für das weltweit erste Karbon-Haus. Das hat Sprecherin Sandra Kranich vom federführenden Institut für Massivbau mitgeteilt. Obwohl jetzt eigentlich ein Grundsteinlegung fällig gewesen wäre, haben die Forscher allerdings wegen der Corona-Krise auf eine Feier vorerst verzichtet.

Mit dem Beobachtungssystem Icarus können Wissenschaftler die Bewegungen von Tieren rund um den Globus verfolgen. Hier stattet Projektleiter Martin Wikelski einen Hellroten Ara mit einem nur wenige Gramm wiegenden Icarus-Sender aus. Foto: S. Izquierdo für das Max-Planck-Institut für Verhaltensbiologie in Konstanz

Orbitaler „Icarus“ lauscht dem Internet der Tiere

Tierische Katastrophen-Frühwarnsysteme: Innovative Funktechnik aus Dresden vernetzt Amsel, Elefant & Co. rund um den Erdball. Dresden/Radolfzell, 27. März 2020. Warum fliegen Amseln manchmal in den Süden und in anderen Jahren dann wieder nicht? Haben sie einen sechsten Sinn dafür, ob ein harter Winter naht? Können Schwärme wirklich Erdbeben und andere Katastrophen „vorausahnen“, wie oft behauptet? Vogelkundler vom Max-Planck-Instituts für Ornithologie aus Radolfzell, die Dresdner TU-Ausgründung „Inradios“ und weitere Forschungspartner wollen der Tierwelt diese Geheimnisse nun mit Hilfe des „Icarus“-Projektes abringen.

Fraunhofer-werbung für die Dorffunk-App. Abb.: Fraunhofer IESE

Fraunhofer startet digitale Dorfzeitungen in Sachsen

Pilotprojekte „Dorfnews“ und „Dorffunk“ in der Lommatzscher Pflege soll zeigen, wie 5G & Co. das Landleben aufwerten können Dresden/Lommatzsch, 25. März 2020. Bauer sucht Frau? Frau sucht Traktor? Tranktor sucht Mechaniker? Dies und vieles mehr sollen neue digitale Vernetzungsformate wie die internetgestützten „Dorfnews“ und „Dorffunk“ möglich machen. Damit wollen Fraunhofer-Forscher das Dorfleben auf eine neue Kommunikations-Stufe heben. Und sie möchten so zeigen, wie beispielsweise der Mobilfunk der 5. Generation (5G) Bauern genauso wie Freiberuflern auf dem Lande nützen kann. Diese Dienste haben die Fraunhofer-Initiatoren sowie die Landbewohner selbst und Vertreter des sächsischen Landwirtschaftsministeriums heute in den Dörfern rings um die sächsische Kleinstadt Lommatzsch freigeschaltet.

Auf der Baustelle für die Bosch-Chipfabrik Dresden sind rund 100 Unternehmen und Hunderte Arbeiter im Einsatz. Oben ist bereits das stählerne Gerüst für das Dach-"Plenum" zu sehen, das später den Reinraum darunter mit sauberer Luft versorgt. Foto: Heiko Weckbrodt

Keine Unterstützung für Globalfoundries-Pläne

Interesse an einem Mikroelektronik-Arbeitgeberverband für Sachsen tendiert gegen Null Dresden, 13. März 2020. Der Plan von Globalfoundries (GF) Dresden, einen eigenen Mikroelektronik-Unternehmerverband in Sachsen zu gründen, stößt weiter auf wenig Begeisterung in der Branche und Landespolitik. Der Elektronik-Konzern Bosch zum Beispiel, der derzeit in Dresden eine Chipfabrik baut und aus GF-Sicht zu den natürlichen Gründungsmitgliedern des gewünschten Halbleiter-Arbeitgeberverbandes gehören sollte, gab sich bedeckt: Zum Vorschlag selbst wollten sich die Schwaben nicht konkret äußern. Sprecher Simon Schmitt betonte lediglich, Bosch stehe zur Sozialpartnerschaft und Tarifbindung in Deutschland.

Ex-Elaskon-Chef Günther Gedecke gibt für die "DDR-Welt" in Dresden originale Flaschen mit dem DDR-Rostschutzmittel K60 als Exponat. Foto: Heiko Weckbrodt

Dresdner Rostschutz K60 nun im DDR-Museum

Miterfinder Gedecke steuerte legendäres Auto-Mittelchen als Exponat bei Dresden, 12. März 2020. Ein besonderes Exponat aus dem ostdeutschen Mobilitätsalltag vor der Wende ziert jetzt die „DDR-Welt“ in Simmel-Center Dresden: Senior-Erfinder und Ex-Elaskon-Chef Günther Gedecke hat am Donnerstag originale Metallflaschen vom legendären Auto-Rostschutzmittel „K60“ in dem Museum am Albertplatz platziert.

Einige Hundert Menschen haben am 11. März 2020 vor dem Hauptwerktor von Globalfoundries Dresden für einen Tarifvertrag getreikt. Zum Warnstreik aufgerufen hatte der Bezirksverband Nordost der „Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie“ (IGBCE), Foto: IG BCE Karin Aigner

Gewerkschaft kann Stecker bei Globalfoundries nicht ziehen

Produktionsstopp gescheitert, Hunderte streiken aber vor den Toren der Chipfabrik in Dresden für einen Tarifvertrag Dresden, 11. März 2020. Den Gewerkschaftern und Streikenden vor den Toren von Globalfoundries (GF) Dresden ist es heute entgegen ihren Ankündigungen nicht gelungen, die Chipproduktion in der Fabrik lahmzulegen. Das geht aus Angaben des Mikroelektronik-Unternehmens und vom Bezirksverband Nordost der „Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie“ (IGBCE) hervor.

So etwa sehen die Container-Rechenzentren von Cloud & Heat Dresden für Vattenfall aus. Damit jeder sieht, dass sie umweltfreundlicher sind als andere Rechenzentren, sind sie grün lackiert. Montage: Cloud & Heat

Vattenfall kauft Öko-Rechenzentren bei „Cloud & Heat“ Dresden

Schweden wollen mit diesem Pilotprojekt neue Geschäftsfelder erproben Dresden, 9. März 2020. Digitalisierung soll eigentlich vieles effizienter machen, seien es nun Fabriken, Behörden, Einkäufe oder der Straßenverkehr. Dies wird aber durch sehr leistungsstarke Rechnerwolken („Clouds“) gesteuert, die mehr und mehr Strom verbrauchen und „Abfallwärme“ in die Umwelt blasen. Laut einer Prognose des Magazins „Nature“ wird sich der Stromverbrauch von Rechenzentren weltweit bis zum Jahr 2030 auf dann über 2000 Terawattstunden vervierfachen. Um diesen Trend abzufedern, setzt Vattenfall nun auf Technologien aus Sachsen: Der schwedische Energieversorger hat als Pilotprojekt bei der Dresdner Uni-Ausgründung „Cloud & Heat“ zwei transportable Öko-Rechenzentren bestellt. Die verwerten ihre Computer-Abwärme automatisch, indem sie sie in Heizkreisläufe einspeisen.

Photovoltaik-Modul-Produktion bei Solarwatt Dresden. Foto: Solarwatt

Solarwatt baut Solarmodul-Fabrik in Dresden aus

Unternehmen investiert zehn Millionen Euro und schafft neue Jobs Dresden, 6. März 2020. Wegen wachsender Aufträge investiert „Solarwatt“ zehn Millionen Euro, um künftig mehr Photovoltaik-Module in seiner Fabrik in Dresden fertigen zu können. Außerdem stellt das Unternehmen in diesem Jahr 100 zusätzliche Mitarbeiter ein. Das hat Solarwatt-Chef Detlef Neuhaus heute angekündigt.

Blick in das Mobilfunk-Testlabor der Messeveranstalter, das Bernd Theiss leitet. Foto: Weka Media

Technologiemesse „Connect EC“ in Dresden wegen Corona-Virus verschoben

Veranstalter: Ansteckungsrisiko Aussteller, Besucher und Mitarbeiter ist zu hoch Dresden/Haar bei München, 6. März 2020. Wegen des Corona-Virus verschiebt die Weka-Verlagsgruppe die „Connect EC“ in Dresden. Statt Ende April, wie zunächst geplant, soll die Technologiemesse diesmal erst im Herbst stattfinden. Das hat Mitveranstalter Marc-Oliver Bender, der Chefredakteur der Zeitschrift „Connect“, nun mitgeteilt.

Das ILK betreibt in seinem Technikum sowohl wärme- wie auch kältetechnische Versuchsanlagen. Foto: Heiko Weckbrodt

Viel Öko-Potenzial schlummert in Bürokomplexen

Drei Millionen Tonnen CO2 pro Jahr lassen sich durch eine Umrüstung auf bessere Luft-. und Kältetechnik sparen, haben Dresdner ILK-Ingenieure ausgerechnet. Dresden, 24. Januar 2020. Die Eigentümer von Büro- und Verwaltungsgebäuden in Deutschland könnten einen höheren Beitrag zum Umweltschutz leisten, wenn sie alle Lüftungs- und Kältetechnik auf den neuesten technischen Stand umrüsten würden. Das geht aus einer Studie des „Instituts für Luft- und Kältetechnik“ (ILK) Dresden hervor.

Die Chemnitzer Forscher arbeiten an einem humanoiden Schreitroboter. Fotzo: Jacob Müller für die TU Chemnitz

Professorin will 1. sächsischen Schreitroboter bauen

Forscherin der TU Chemnitz möchte Grundstein für eine Roboterindustrie im Freistaat legen Chemnitz, 13. Februar 2020. Ingenieurinnen und Ingenieure der TU Chemnitz wollen den ersten sächsischen Laufroboter konstruieren – und eine breite Robotikindustrie im Freistaat begründen. „Wir wollen einen eigenen sächsischen Roboter-Hersteller etablierten“, kündigte Professorin Ulrike Thomas an – sie ist die Inhaberin des Lehrstuhls für Robotik und Mensch-Technik-Interaktion an der TU Chemnitz. „Der Grundstein ist schon gelegt.“

Diese künstlerische Visualisierung zeigt die europäische Raumsonde "Jupiter Icy Moons Explorer" (Juice), die sich 2022 dem Riesenplaneten Jupiter und seinen Monden nähert. Ins Innere des Gasriesen können die Sonden aber nicht hineinsehen. Die Astrophysiker gehen davon aus, dass darin heiße dichte Materie herrscht, deren Eigengesetze womöglich Quantencomputer ergründen können. Visualisierung: ESA/ATG medialab, Nasa/JPL, J. Nichols

Mit Quantencomputern in Riesenplaneten hineinhorchen

Superrechner-Experten aus Rossendorf simulieren mit exotischen Systemen das Innere von Jupiter & Co. Dresden, 12. Februar 2020. Mit Hilfe von Teleskopen und Raumsonden hat die Menschheit bisher nur ein paar oberflächliche Blicke auf Jupiter und Saturn werfen können. Weniger noch wissen die Wissenschaftler über das Innere dieser Riesenplaneten. Sie ahnen nur, dass Jupiter & Co. – aber auch die mit ihnen verwandten braunen Zwergsterne draußen im All – ein ganz eigenes Physiksüppchen kochen: „Warme dichte Materie“ nennen die Physiker diesen bisher kaum erforschten Aggregatzustand irgendwo zwischen superheißem Plasma und festen oder flüssigen Stoffen. Bekannt ist nur, dass diese Materie etwa 10 000 bis 100 000 Grad heiß ist und in ihr Quanteneffekte, elektromagnetische und elektrische Kräfte wild durcheinander tanzen. Mit Hilfe von Quantencomputer-Technologien wollen nun Experten vom Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) genau da hineinhorchen, wo wahrscheinlich nie ein Mensch lebend hingelangen wird.

Wie stark verändert Künstliche Intelligenz unseren Planeten?. Foto: geralt, Pixabay.com, Lizenz: CC0

Sachsen steckt zu wenig Ressourcen in die KI-Aufholjagd

EAS-Studie: Freistaat hat sich ehrgezige Ziele gesteckt, aber es gibt noch zu wenig Fachkräfte, KI-Testfelder und Forschungskraft Dresden, 3. Februar 2020. Die Landesregierung will Sachsen zwar bis 2025 zu einem führenden deutschen Forschungs- und Innovationsstandort für „Künstliche Intelligenz“ (KI) machen. Doch in der Praxis fehlen dafür noch viele wichtige Bausteine. Das geht aus einer Studie des Fraunhofer-Teilinstituts für „Entwicklung Adaptiver Systeme“ (EAS) aus Dresden mit dem Titel „Künstliche Intelligenz – Kompetenzen und Innovationspotenziale in Sachsen“ hervor.