Alle Artikel mit dem Schlagwort: Sachsen

 

Abb.: Freistaat Sachsen

Abb.: Freistaat Sachsen

Sachsen ist ein Bundesland im Südosten der Bundesrepublik Deutschland und hat derzeit (2014) rund vier Millionen Einwohner. Die Landeshauptstadt ist Dresden. Das historische Stammesgebiet des germanischen Stammes der Sachsen lag im Frühmittelalter vor allem im heutigen Niedersachsen.

Globalfoundries Dresden. Foto: Heiko Weckbrodt

Globalfoundries Dresden appelliert an Belegschaft zu wählen

Dresden, 22. August 2019. Globalfoundries Dresden und andere Unternehmen in Sachsen haben ihre Mitarbeiter aufgefordert, am 1. September 2019 an der sächsischen Landtagswahl teilzunehmen. Darüber hinaus forderten die Manager ihre Leute auf, sich „bewusst für Kandidaten und Parteien“ zu entscheiden, „die unser Land mit Mut, Visionen und Werten in die Zukunft führen wollen“. Der Aufruf enthält keine direkte Wahlempfehlung. Es ist aber unschwer zu erkennen, dass er sich indirekt gegen die AfD und deren Politik richtet.

Die Dresdner Firma MINT entwickelt Bioreaktoren, in denen Algen besonders umweltverträglich Wirkstoffe für die Pharma- und Lebensmittelindustrie herstellen können. Das Unternehmen testet die Reaktoren und deren Hightech-Messtechnik gemeinsam mit dem Institut für Naturstofftechnik der TU Dresden. Foto: Felix Krujatz für die TU Dresden

Medizin und Speise aus der Algenfabrik

Künstliche Schnüffelnasen aus Dresden sollen die organische Produktion in den Städten ankurbeln. Dresden, 20. August 2019. Um die Natur besser vor dem zerstörerischen Hunger der Menschheit zu schützen, forschen Ingenieure weltweit an alternativen Quellen für Speisen und Wirkstoffe. Ein Ansatz dafür sind Bioreaktoren voll hochspezialisierter Kleinstorganismen. Zu kompakten Containerfabriken in Gewerbegebieten übereinandergestapelt, könnten solche Reaktoren Algen für Vegetarier-Shakes, Tierfutter, Zutaten für Medikamente und Kosmetika massenhaft dort erzeugen, wo sie auch verbraucht werden: in den Städten. Letztlich sollen solche Biofabriken dazu beitragen, dass die Pharmaindustrie weniger Erdöl für synthetische Wirkstoffe verbraucht und Bauern weniger Wälder für neue Weiden und Felder roden.

Prof. Giovanni Cuniberti (rechts) analysiert mit jungen Akademikern Messdaten. Foto: Thomas Lehmann für die TU Dresden

Jungakademiker suchen mit KI-Hilfe nach neuen Werkstoffen

Sommerschule der TU Dresden schlägt ab 2020 chinesische Pfade ein Dresden, 19. August 2019. Wie künstliche Intelligenz neuartige Werkstoffe in bekannten Materialdaten entdecken kann, ist ein Thema einer internationalen Sommerschule „Materials 4.0 – Deep Mechanics“ vom 18. bis zum 23. August 2019 an der TU Dresden. Darauf hat der Dresdner Nanotechnologe Prof. Giovanni Cuniberti hingewiesen.

Der englische Gärtner Gavin Munro und sein Unternehmen Full Grown lassen bereits seit über zehn Jahren Stühle und andere Möbelstücke auf ihren Plantagen wachsen. Dresdner HTW-Studenten haben das gärtnerische Verfahren weiterentwickelt und verpflanzen es nun auch nach Sachsen. Foto: Chris Robinson für Full Grown

Stühle wachsen auf Plantagen

Dresdner HTW-Studenten gründen mit „Arboreal“ eine Firma, die Möbel wachsen lässt statt sie zu bauen. Dresden, 19. August 2019. In Sachsen bekommt das Konzept „nachwachsender“ Rohstoffe und Produkte eine wörtliche Bedeutung: Die Dresdner Jungunternehmer Markus Stopfer und Daniel Wetzler wollen künftig Stühle, Spiegelhalter, Lampen und andere Möbelstücke aus Bäumen wachsen lassen, statt sie aus Kanthölzern und Brettern zu sägen, hobeln und verzapfen. „Arboreal“ heißt das Unternehmen, das die beiden Studenten der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Anfang 2020 in Dresden gründen wollen, um fortan Möbel auf Plantagen zu ernten. Der Firmenname bedeutet soviel wie „baumartig“ – und das ist Programm.

Die "Agrar Energie Obernhausen" in Niedersachsen ist ein Modell-Projekt in Zusammenarbeit mit Georg Fischer, LGEM B.V. und der TH Wildau. Die Algen einer PBR-Anlage werden über die Einspeisung von CO2 aus dem Blockheizkraftwerk der angebundenen Biogasanlage versorgt. Foto: Mint Engineering

Mint Dresden will Algen-Fabrik neben der Schwarzen Pumpe bauen

Drei Millionen Euro teure Anlage soll Massenproduktion von Speise-Algen in Sachsen anstoßen. Dresden/Schwarze Pumpe, 16. August 2019. Um die Massenproduktion umweltverträglicher Speisen in Sachsen anzukurbeln, will Gunnar Mühlstädt in der Lausitz für drei Millionen Euro eine Algen-Fabrik bauen. Auserkoren hat der Chef des jungen Dresdner Ingenieur-Unternehmens „Mint“ dafür den Industriepark „Schwarze Pumpe“ gleich neben dem gleichnamigen Kraftwerk. Entstehen soll dort als Herzstück ein 2500 Quadratmeter großes Gewächshaus, kündigte der Mint-Geschäftsführer heute auf Oiger-Anfrage an.

Prägte 34 Jahre lang die Geschicke des legendären Dresdner Chemiebetriebs Elaskon: Kaufmann., Erfinder und Unternehmer Günther Gedecke. Foto: Sabine Mutschke für Elaskon

Ex-Elaskon-Chef Gedecke wird 90

Dresdner Kaufmann machte aus einem Ölhandel einen Marktführer in der Nische Dresden, 16. August 2019. 34 Jahre lang leitete der Kaufmann Günther Gedecke das Dresdner Traditions-Unternehmen „Elaskon“. Unter seiner Regie brachte der Chemiebetrieb unter anderem das legendäre DDR-Autopflegemittel K60 auf den Markt. Er erfand auch den Namen Firmennamen „Elaskon“, ursprünglich für einen Schmierstoff gedacht, der „elastisch“ und „konservierend“ war. Heute wird Gedecke 90 Jahre alt.

China erneut Hauptabnehmer für sächsische Exporte

Kamenz, 14. August 2019. Der Handelskrieg zwischen US-Präsident Donald Trump (Republikaner) und dem chinesischen Staatspräsidenten Xi Jinping (KPCh) kann die Sachsen keineswegs kaltlassen: China ist nämlich weiterhin der Hauptzielmarkt für sächsische Exporte. Das geht aus dem neuen Wirtschaftsbericht für den Freistaat hervor, den das statistische Landesamt aus Kamenz heute vorgestellt hat.

Ein 3D-Laserscanner im Tagebau. Bergbauunternehmen setzen ohnehin immer mehr Sensortechnik im Betrieb ein. Wenn man diese vernetzt und die Daten systematisch analysiert, ist ein effizienterer und auch ein umweltgerechterer Bergbau möglich, sind Forscher vom CLMineOpt-Projekt der TU Freiberg überzeugt. Foto: Andreas Geier / TU Bergakademie Freiberg

Erzschnüffel-App für den Bergmann

Wissenschaftler der TU Freiberg wollen Software-Firma ausgründen Freiberg, 11. August 2019. Geodaten-Experten von der Bergakademie Freiberg entwickeln eine Erzschnüffel-App. Diese Software soll den Bergmännern helfen, ihre Stollen in die richtige Richtung voranzutreiben und ergiebige Erzadern zu finden. Das hat die TU Freiberg mitgeteilt. Die Freiberger Forscher wollen nun eine Softwarefirma auf dieser Basis gründen.

Anlagenführerin Grit Messerschmidt kontrolliert in der fabrik von Hightex Klipphausen, ob die maschinengelegten Karbonfasern für Flugzeug-Fensterrahmen richtig sitzen. Foto: Heiko Weckbrodt

Hightex baut für Elektroauto-Auftrag seine Fabrik in Klipphausen aus

Die Spezialisten für technische Textilien investieren über zehn Millionen Euro, um Leichtbauteile für den neuen BMW-Stromer i20 zu steppen. Klipphausen. Der Elektro-Trend in der deutschen Autoindustrie sorgt für Investitionen im Raum Meißen: Um einen Großauftrag vom BMW-Partner SGL Composite abzuarbeiten, erweitert „Hightex“ derzeit seine Fabrik im Gewerbegebiet Klipphausen. Das auf Karbonfaser-Teile spezialisierte Unternehmen baut nun für sechs Millionen Euro eine rund 4000 Quadratmeter große Produktionshalle mit Büro- und Sozialtrakt. Weitere vier bis fünf Millionen Euro werden die Ausrüstungen kosten, schätzen die Hightex-Geschäftsführer Jeanette Scherf und Dirk Feltin.

Prof. Dr. Mario Rüdiger. Foto: Thomas Abrecht, UKD

Stammzell-Medikament gegen Lungenschäden von Frühchen

Dresdner Neonatalogen entwickeln aus Nabelschnur-Stammzellen neues Therapeutikum für Frühgeborene – erste Sicherheitsstudie in Kanada gestartet Dresden, 30. Juli 2019. Um lungenkranken Frühchen beim Überleben zu helfen, haben Dresdner Wissenschaftler innovative Stammzell-Medikamente entwickelt. Dabei handelt es sich um Präparate aus noch unspezialisierte Basiszellen, die sie aus Nabelschnüren gewonnen haben. Kanadische Kollegen analyisieren das neue Mittel nun in einer ersten Kontrollstudie.

Menschliche embryonale Stammzellen. Foto: Nissim Benvenisty, Wikipedia, Lizenz CC 2.5

Lichtleiter-Sensoren für die personalisierte Heilung

Dresdner und Potsdamer Forscher arbeiten an optischen Biosensoren, die auf der Suche nach maßgeschneiderten Therapien den Wirkfluss von Medikamenten beobachten Dresden/Potsdam, 30. Juli 2019. Viele Ärzte setzen großen Hoffnungen in die sogenannte „personalisierte Medizin“: Statt an jedem Patienten das „übliche Therapieprogramm“ abzuspulen, wollen Mediziner in Zukunft passgenaue individuelle Therapien für jeden einzelnen Kranken entwerfen. Als Baustein dafür entwickeln Forscher aus Dresden und Potsdam nun neuartige optische Biosensoren: Mittels Lichtleiter sollen diese Mini-Systeme künftig genau und sofort genau analysieren, unter welcher besonderen Krankheits-„Version“ ein Patient leidet und wie sich Medikamente bis in die einzelnen Zellen hinein verteilen.

Projektleiter Prof. Christoph Leyens vom Fraunhofer-IWS Dresden mit einer "Smart Box", also einem industriellen 3D-Drucker für Metall-Werkstücke. Foto: Heiko Weckbrodt

Kanadier und Australier ehren Dresdner 3D-Druck-Experten Leyens

Dresden/ Waterloo/ Melbourne, 25. Juli 2019. Weil Prof. Christoph Leyens als internationaler Spitzenexperte für den industriellen 3D-Druck („Additive Fertigung“) von Keramiken, Metallen und anderen Werkstoffen gilt, ehren Unis aus Kanada und Australien den Dresdner Forscher: Die University of Waterloo aus Ontario und die RMIT University aus Melbourne haben den Wissenschaftler zum „Adjunct Professor“ (Gastprofessor) ernannt. Das hat das Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik (IWS) Dresden mitgeteilt, dessen Direktor Leyens ist. In Personalunion leitet der Wissenschaftler außerdem das Institut für Werkstoffwissenschaft der TU Dresden.

Blick auf die Gantry, gewissermaßen die "Lupe", die die Protonenstrahlen auf die Tumoure im Patienten lenkt, im Uniklinikum Dresden. Foto: Universitätsklinikum CGC Dresden

Krebsforscher richten Außenstelle in Dresden ein

Einrichtung des Deutschen Krebsforschungszentrums entsteht auf Uniklinik-Campus Dresden, 25. Juli 2019. Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) richtet in Dresden eine Außenstelle ein. Das hat das Universitätsklinikum Dresden (UKD) mitgeteilt. Die Einrichtung werde auf dem „Onkologischen Campus“ der Hochschulmedizin Dresden entstehen. Eine entsprechende Vereinbarung vollen dere sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) und der DKFZ-Vorstandsvorsitzende Michael Baumann am 29. Juli in Dresden vorstellen.