Alle Artikel mit dem Schlagwort: Sachsen

 

Abb.: Freistaat Sachsen

Abb.: Freistaat Sachsen

Sachsen ist ein Bundesland im Südosten der Bundesrepublik Deutschland und hat derzeit (2014) rund vier Millionen Einwohner. Die Landeshauptstadt ist Dresden. Das historische Stammesgebiet des germanischen Stammes der Sachsen lag im Frühmittelalter vor allem im heutigen Niedersachsen.

Max Schanz bei der Arbeit. Repro (hw) aus: Sabine Rommel / Mathias Zahn (Hrsg.): Max Schanz. Spielzeug Gestalten im Erzgebirge. Arnoldsche Art Publishers

Der mit dem Bleistift dachte: Schanz in Seiffen

Buch über Max Schanz, der sich in Seiffen um Stil und Qualität der erzgebirgischen Holz- und Spielwarenproduktion verdient machte. Seiffen. Mit seiner Formsprache hat der Gestalter Max Schanz ganze Generationen von erzgebirgischen Holzspielzeugen mitgeprägt. Seine Enkel würdigen nun im Sammelband „Max Schanz. Spielzeug Gestalten im Erzgebirge“ das Werk ihres Großvaters – und gehen darin bis in die Zeit kurz nach dem ersten großen Maschinenkrieg zurück.

Im letzten Schritt wird die wasserhaltige Lösung aus dem Apfeltrester destilliert, so dass reines Ethanol entsteht. Foto: S. Jachalke für die TU und Bergakademie Freiberg

Bergakademie Freiberg zapft Biosprit aus der Saftpresse

Chemikerin entwickelt Verfahren, um Ethanol aus Apfelresten zu gewinnen Freiberg, 13. Januar 2021. Statt Bio-Treibstoff aus Getreide, Raps oder Zuckerrüben zu brauen, wie bisher üblich, hat die Freiberger Chemikerin Dr. Doreen Kaiser nun ein neues Verfahren entwickelt: Sie stellt den Biosprit-Grundstoff Ethanol mit Apfelschalen und anderen Fruchtresten aus der Saftpresse her. Das geht aus einer Mitteilung der Bergakademie und TU Freiberg hervor. Dies eröffne für Obstpresse-Betreiber ganz neue Umsatzpotenziale.

Die Pilotanlage von Sunfire in Dresden-Reick hat mit der Dieselproduktion aus Luft, Wasser und Ökostrom begonnen. Foto: Sunfire/ Cleantech Media

Sunfire Dresden übernimmt Elektrolyseur-Unternehmen IHT

Neben Hochtemperatur-Elektrolyse können Sachsen dank Schweizer Technik nun auch alkalische Wasserstoff-Erzeugung anbieten Dresden, 12. Januar 2021. Um das eigene Produktportefeuille zu erweitern und ihren Kunden mehr technologische Lösungen für die Wasserstoff-Produktion anzubieten, hat Sunfire Dresden den Elektrolyseur-Anlagenbauer „IHT Industrie Haute Technology SA“ aus dem schweizerischen Monthey gekauft. Das hat Sunfire heute mitgeteilt.

Die computergestützte Analyse von lichtmikroskopischen Daten zeigen einerseits den linearen Schwimmweg eines normalen Spermiums (oben) und die abnormen kreisförmigen und diagonalen Schwimmwege der mutierten Spermien (Mitte und unten), bei denen während der Glycylierung etwas schief gelaufen ist. Abb.: Gadadhar u.a. / Science 2021

Kaputte Spermien-Motoren machen Männer unfruchtbar

Dresdner Planck-Genetiker sehen Schuld bei einem defekten Konstruktions-Enzym Dresden, 8. Januar 2020. Molekulare Konstruktionsfehler von Spermien-Antrieben sind womöglich dafür verantwortlich, dass manche Männer keine Kinder zeugen können. Forscher und Forscherinnen vom Max-Planck-Institut für molekulare Zellbiologie und Genetik (MPI-CBG) in Dresden gemeinsam mit Teams aus Bonn, Paris und Mailand haben damit eine mögliche Ursache für Unfruchtbarkeit ermittelt.

Die Ingenieure Jeanette Scherf und Dirk Feltin sind die Chefs bei Hightex Klipphausen - hier stehen sie gerade vor ihrem jüngsten Fabrikanbau. Foto: Heiko Weckbrodt

Hightex Klipphausen nutzt die Krise für den nächsten Anlauf

Karbon-Bauteile-Hersteller schult Belegschaft und sucht neue Absatzmärkte in pandemischen Zeiten Dresden. Selbst erfolgsverwöhnte Hochtechnologie-Unternehmen sind gegen Corona nicht gefeit. Das hat auch das auf Karbonbauteile für Elektroautos, Flugzeuge und Raketen spezialisierte Unternehmen „Hightex Verstärkungsstrukturen“ aus Klipphausen gemerkt – und neue Strategien für pandemische Zeiten entwickelt. Für die Ingenieure und Hightex-Chefs Jeanette Scherf und Dirk Feltin ist ihre Unternehmen wie „eine zweite Familie“. Und dieses Gefühl wollen sich auch den 61 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern erhalten, gerade jetzt, in der Krise.

Glasfaser-Netze gelten neben dem Mobilfunk der 5. Generation (5g) als Schlüssel zur Gigabit-Gesellschaft - also Datenverbindungen mit Geschwindigkeiten über einem Gigabit pro Sekunde, die ganz neue Dienste im Netz ermöglichen. Auch in Dresden setzen kommunale wie provate Ausbau-Akteure in hohem Maße auf glasfasergestützte Breitband-Lösungen. Foto: VodafoneGlasfaser-Netze gelten neben dem Mobilfunk der 5. Generation (5g) als Schlüssel zur Gigabit-Gesellschaft - also Datenverbindungen mit Geschwindigkeiten über einem Gigabit pro Sekunde, die ganz neue Dienste im Netz ermöglichen. Auch in Dresden setzen kommunale wie provate Ausbau-Akteure in hohem Maße auf glasfasergestützte Breitband-Lösungen. Foto: Vodafone

Schnelles Internet: Corona verzögert Ausbau in Sachsen

Dennoch können nun acht von zehn Haushalte 100-Megabit-Anschlüsse bekommen Dresden, 3. Januar 2020. Corona und der folgende Ausnahmezustand haben noch deutlicher gemacht, wie wichtig eine stabile und schnelle Internetversorgung für alle ist – sei es nun für den Fernunterricht, die Heimarbeit oder für die Hol- und Bringdienste, mit denen sich manches Restaurant über Wasser zu halten versucht. Doch in der Praxis hat die Pandemie auch viele Breitband-Ausbauprojekte in Sachsen verzögert. Das hat der sächsische Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) heute eingeräumt. Allerdings habe der Freistaat in puncto schnelles Internet in den vergangenen Jahren auch deutliche Fortschritte geschafft.

Forscherinnen und Forscher der Uniklinik Dresden suchen mit europäischen Kollegen nach Biomarkern, die bei Kindern auf Überreaktionen des Immunsystems - SIRIS genannt - hindeuten. Durch solche Ansätze der personalisierten Medizin sollen Ärzte künftig SIRS schneller diagnostizieren und die richtige Therapie dagegen herausfinden können. Foto: Hochschulmedizin Dresden

Uniklinik Dresden sucht Biosignale für tödliche Immun-Überreaktion bei Kindern

„Personalisierte Medizin“ soll künftig Ärzten helfen, schnell die richtige Therapie gegen SIRS zu finden. Dresden, 27. Dezember 2020. Um Kinder mit gefährlichen Überreaktionen des Immunsystems künftig besser behandeln zu können, setzen Forscherinnen und Forscher aus Dresden, Helsinki, Luxemburg, Istanbul und Ulm nun Methoden der „personalisierten Medizin“ ein. Denn das „Systemische Inflammatorische Response Syndrom“ (SIRS) ist anhand äußerlicher Symptome oft nur schwer präzise zu diagnostizieren. Daher wollen die Forscherinnen und Ärzte nun herausfinden, welche Erbgut-Signale, Fette, Proteine-Merkmale, Immunreaktionen typisch für die verschiedenen SIRS-Varianten sind. Anhand solcher „Biomarker“ könnten Medizinerinnen und Mediziner in Zukunft rascher und zielsicherer die richtigen Therapien für ihre kleinen Patienten finden.

KWD Radeberg hat sieben Millionen Euro in eine neue Großpresse investiert. Foto: KWD

Karosseriewerke Dresden investieren sieben Millionen Euro in Radeberg

Zulieferer erweitert mit Großpresse die Produktion von Metallbauteilen für Golf, Mercedes & Co. Radeberg, 16. Dezember 2020. Die „Karosseriewerke Dresden Automotive“ (KWD) haben in Radeberg über sieben Millionen Euro in ihren Maschinenpark investiert. Herzstück ist dabei eine Servo-Großpresse. „Mit dieser Anlage, der größten Einzelinvestition der letzten acht Jahre, erweitern wir unser Produktportfolio und schaffen wichtige Kapazitäten für neue Aufträge“, erklärte Mirko Schmidt, technischer Geschäftsführer von KWD Radeberg. „Damit sichern wir den Standort und unsere Marktposition in einem zunehmend härteren Wettbewerb.“

eKiosk-Geschäftsführer Thomas Sepp. Foto: Heiko Weckbrodt

eKiosk Dresden: Digitaler Portier verdrängt die Empfangsdame

Bildschirm-Stationen von eKiosk geben weltweit Besuchern von Flughäfen, Fabriken und Ämtern Orientierung. Dresden, 9. Dezember 2020. Mit der Internettechnologie-Branche assoziiert man gemeinhin sehr junge Start-ups mit Kickertischen für die Belegschaft oder kalifornische Oligopolisten wie Facebook und Google. Doch in Sachsen gibt es auch Unternehmen, die die Digitalisierung über Jahre hinweg mitgeprägt haben, ohne sich in einen schwerfälligen Riesen zu verwandeln. „eKiosk“ zum Beispiel geht auf ein paar Dresdner zurück, die zunächst ein paar Jahre ein Internetcafé betrieben, daraus aber im Jahr 2004 einen Hardware-Betrieb machten, weil der Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) einen soliden Partner brauchte, der ihm über 100 Fahrgast-Terminals aufstellen sollte. Weil sich für solche vernetzten Bildschirmautomaten damals international die Bezeichnung „Kiosk“ durchgesetzt hatte, nannte sich die Firma fortan „eKiosk“ – und expandierte rasch. „In der 2000ern gab es einen enormen Boom in diesem Markt“, erzählt der heutige eKiosk-Chef Thomas Sepp über die digitale Goldgräberstimmung jener Jahre. „Es kamen immer mehr und mehr Aufträge herein.“

Maskierte Forscher der TU Dresden feiern den neuen 4D-Scanner im „3D&4D Scan Lab“ : Yordan Kyosev (Mitte) und ITM-Direktor Chokri Cherif (2.v.l.) nehmen das Kalibrierungszeptar von den Entwick- lern Daniel Gomez (re.) und Carme Gimeno (2.v.re.) entgegen. Links steht Professorin Sybille Krzywinski. Foto: ITM der TUD

Dresdner Textilforscher tasten mit 4D-Scanner Körper in Bewegung ab

„3D&4D Scan Lab“ an der TU Dresden gegründet Dresden, 12. Dezember 2020. Die Hightech-„Schneider“ der Technischen Universität Dresden haben ein „3D&4D Scan Lab“ gegründet. In diesem Labor können sie millimetergenau und in Echtzeit die Bewegungen des menschlichen Körpers im Zusammenspiel mit der getragenen Kleidung ausmessen. Das geht aus einer Mitteilung des Instituts für Textilmaschinen und Textile Hochleistungswerkstofftechnik (ITM) hervor.

Nur ein reichliches Viertel der Deutschen nutzen die Bundes-Corona-App. Foto: Heiko Weckbrodt

TU Dresden: Bereits über 100 Corona-Warn-Apps im Umlauf

De-Facto-Zwang: Fast zwei Drittel der Chinesen nutzen Staats-App, in Deutschland nur 28 Prozent Dresden, 10. Dezember 2020. Mittlerweile gibt es weltweit mindestens 103 verschiedene Corona-Warn-Apps. Aber nur wenige davon werden im jeweiligen Land von einer Bevölkerungsmehrheit genutzt. Und davon überschreiten nur ganz wenige die vielzitierte 60-Prozent-Marke, ab der solche Apps die Infektionsketten für ein ganzes Land halbwegs zuverlässig rekonstruieren können. Das geht aus Untersuchungen eines Forschungsteams um Professor Alfred Benedikt Brendel, der an der Technischen Universität Dresden (TUD) den Lehrstuhl für „Intelligente Systeme und Dienste“ inne hat, hervor.

Prinzip des neuromorphen Computers: Schaltstellen des Gehirns werden mit magnetischen Wellen nachgebildet, die gezielt in mikroskopisch kleinen Scheiben erzeugt und aufgeteilt werden. Grafik: HZDR/Sahneweiß/H. Schultheiß

Helmholtz Dresden baut Computer-Nervenzellen aus Eisen und Gold

Winzige Spinwellen-Scheiben für neuromorphe Rechner sollen schneller Routen finden und Gesichter erkennen. Dresden, 8. Dezember 2020. Helmholtz-Forscher aus Dresden haben künstliche Nervenzellen für gehirnähnliche Computer konstruiert, die mit Spinwellen statt lahmen Elektronen ihre Daten verarbeiten. Das geht aus einer Mitteilung des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf hervor. Aus derartigen Neuronen lassen sich besonders leistungsstarke neuromorphe Rechner konstruieren, die Bilder, Videos, drohende Unfälle von Autos oder optimale Routen viel schneller und „intuitiver“ als heutige Computer analysieren können und aus ihren Fehlern lernen.

Kolja Trautvetter von der Firma Trako aus Aue vor seiner Hochleistungsmaschine. Foto: Regionalmanagement Erzgebirge (Pressefoto PM)

Zerspaner entwickelt im Erzgebirge Hochleistungsfräse

Junges Unternehmen „Trako“ in Aue macht mit Innovation von sich reden Aue, 6. Dezember 2020. Dass auch ganz kleine und junge Unternehmen wichtige Innovationen für eine solch kapitalintensive Branche wie den Werkzeugbau hervorbringen können, hat der Zerspaner Kolja Trautvetter im Erzgebirge bewiesen: Mit der „Trako-Mill“ entwickelte er einen neuartigen Hochleistungs-Fräser, der dreimal so leistungsstark ist wie bisherige Maschinen dieser Art. Das geht aus einer Mitteilung der „Wirtschaftsförderung Erzgebirge“ (WFE) hervor.

Scoolio-Chef Danny Roller. Foto: Scoolio / Frische Fische

1 Million Euro für Dresdner Schüler-App-Firma Scoolio

Risikokapitalisten finanzieren neue Funktionen Dresden, 2. Dezember 2020. Risikokapitalisten aus Sachsen beteiligen sich mit einer weiteren Million Euro an der Dresdner Schüler-App-Firma “Scoolio“. Das hat Scoolio heute mitgeteilt. An der neuen Finanzierungsrunde beteiligten sich die Sparkassentöchter RBB Management AG aus Bautzen und SIB Innovations- und Beteiligungsgesellschaft aus Dresden sowie der Technologiegründerfonds Sachsen, die damit ihre bisherigen Beteiligungen am Unternehmen erhöhen.