Alle Artikel mit dem Schlagwort: Sachsen

 

Abb.: Freistaat Sachsen

Abb.: Freistaat Sachsen

Sachsen ist ein Bundesland im Südosten der Bundesrepublik Deutschland und hat derzeit (2014) rund vier Millionen Einwohner. Die Landeshauptstadt ist Dresden. Das historische Stammesgebiet des germanischen Stammes der Sachsen lag im Frühmittelalter vor allem im heutigen Niedersachsen.

Ceti-Forscherin Tina Bobbe zeigt am Prototypen, wie das Fähigkeits-Upgrade der Zukunft etwa funktionieren könnte. Foto (bearbeitet, freigestellt): Heiko Weckbrodt

Per Cloud-Kopie zum Surf-Ass werden

Ceti Dresden will legendäre Surfmeister für die Ewigkeit abspeichern, damit sich nachfolgende Generationen deren Tricks herunterladen können Dresden, 14. Juni 2021. Es soll Menschen geben, die stellen sich das erste Mal auf ein Brett im Meer und surfen los wie die Halbgötter. Für die surftechnisch weniger begabte Mehrheit der Menschheit, die vor dem ersten richtigen Wellenritt erst zehnmal ins Wasser plumpst, naht nun immerhin Hoffnung aus Dresden: Dank virtueller Zwillinge soll es bald schon zum Kinderspiel werden, „Aerials“, „Shove-Its“ und andere coole Raffinessen von den großen Surf-Assen zu lernen – ohne dass die auch nur in der Nähe sind.

Mäuse mit eingepflanztem Menschengen "ARHGAP11B" bekommen einen größeren Neokortex und brechen Mausrekorde bei Gedächtnisspielen. Grafik: Lei Xing u.a., EMBO J 2021 / MPI-CBG

Künstliche Schlaumäuse mit mehr Mumm gezüchtet

Dresdner Genetiker rüsten Mäusegehirn auf Dresden, 3. Juni 2021. Der Genetiker Dr. Lei Xing aus Dresden hat mit einem Trick aus der menschlichen Evolution Mäuse mit größerem Neokortex gezüchtet, die schlauer und mutiger als ihre normalen Artgenossen ohne aufgerüstetes Gehirn sind. Das geht aus einer Mitteilung des Max-Planck-Instituts für molekulare Zellbiologie und Genetik (MPI-CBG) in Dresden hervor, an dem Lei Xing in der Gruppe von Prof. Wieland Huttner forscht.

Legosteine kann der Kobot im Ceti-Labor schon mal einsortieren. Bildschirmfoto aus cleaning_cobotics_demo_v2 (Ceti)

Roboter statt Kinder räumen künftig das Spielzeug auf

Dresdner Ceti-Forscher lernen in virtueller Realität kollaborative Ordnungsknechte an Dresden, 29. Mai 2021. Frohe Kunde für Kinder und noch mehr für deren Eltern: Exzellenzforscher vom „Center for Tactile Internet with Human-in-the-Loop“ (Ceti) an der TU Dresden arbeiten an kollaborativen Robotern (Kobots), die über Nacht automatisch das Kinderzimmer aufräumen, ohne die Kleinen zu wecken. Angelernt werden die künstlichen Knechte mittels einer Fernsteuerung in einer eigens dafür geschaffenen „Virtuellen Realität“ (VR). Das geht aus einer Ankündigung von Ceti-Wissenschaftler Sebastian Ebert auf der Online-Fachkonferenz „Silicon Saxony Day“ in Dresden hervor.

Die Visualisierung zeigt den Reifenmontage-Roboter aus dem Komaa-Projekt. Foto: HTW Dresden

Mehr Roboter für Sachsens Handwerker und Zulieferer

Ingenieure aus Chemnitz und Dresden wollen eine eigene Roboterindustrie aufbauen und klassische Gewerke auf Industrie 4.0-Niveau heben Chemnitz/Dresden, 27. Mai 2021. In Sachsen soll ein eigene Roboterindustrie mit langen Wertschöpfungsketten entstehen. Um diesen Plan zu unterstützen, starten Ingenieure und Wissenschaftler aus Chemnitz und Dresden im Oktober 2021 ein neues Verbundprojekt „Smarte Robotik für zeitflexible, immersive und ortsunabhängige Teamarbeit in Handwerk und Industrie“ (SmaRTHI). Das hat Professor Dirk Reichelt heute auf der virtuellen Fachkonferenz „Silicon Saxony Day“ in Dresden angekündigt.

Das Maskottchen von Xenon ist eine Roboterin. Zwar arbeitet das Dresdner Unternehmen nicht wirklich mit humanoiden Robotern, rechnet aber damit, das solche künstlichen Arbeitskollegen in vielen Fabriken Einzug halten werden. Visualisierung: Xenon

Schub für Automatisierungstechnik „Made in Saxony“ erwartet

Xenon Dresden setzt auf Maschinen-Nachfrage für Maskenproduktion, Chip-Endmontage und Wasserstofftechnologien Dresden, 21. Mai 2021. Xenon Dresden rechnet nach dem wirtschaftlich schwierigen Pandemie-Jahr 2020 nun mit einem Aufschwung für sächsische Automatisierungstechnik. Der Sondermaschinenbauer baut auch deshalb seinen Fabrikstandort im Dresdner Süden um und aus. Das haben Xenon-Chef Tobias Reissmann und Geschäftsbereich-Entwickler Hartmut Freitag im Oiger-Gespräch mitgeteilt. War die Xenon-Wirtschaftsleistung im vergangenen Jahr um ein Viertel wegen ausbleibender Aufträge eingebrochen, kalkuliert die Geschäftsführung für 2021 wieder mit einem Plus von zehn bis 15 Prozent. „Womöglich erreichen wir in diesem Jahr sogar wieder das 2019er Niveau“, sagt Freitag.

Tabak-Werbeplakat um 1920 für die Marke "Pteo" von Jasmatzi. Quelle: Museum der Arbeit Hamburg, Repro aus: Tabakrausch an der Elbe

Jede zweite Zigarette kam aus Dresden

Aladin, Harem und Nazi-Zigaretten: Ausstellung im Stadtmuseum Dresden zeigt den Siegeszug und Niedergang des Tabakrausches in Sachsen Dresden, 20. Mai 2021. Nach dem Ratskellerbrand im April 1653 war sich der Dresdner Stadtrat sicher, dass es „sonder allen Zweifeln“ von jenen Gästen verursacht wurde, „welche des Tabacksaufens sich täglich befleißigen, und durch die glühende Tabacksasche, Lunten, Kohlen oder Faulholz, damit sie solchen anzuzünden pflegen“. Alsbald erging ein kurfürstlicher Erlass, der ein allgemeines Verbot des Tabakrauchens in allen „Bier- und Schenckäusern, in und außerhalb der Stadt“ aussprach.

Der siebenjährige Julius Jockwitz hat sich aus der "Bibliothek der Dinge" in Dresden eine Gitarre geliehen. Foto: Städtische Bibliotheken Dresden

Dresden richtet „Bibliothek der Dinge“ ein

Von Akkuschrauber bis Zauberwürfel: Biblliothekare verleihen nun auch allerlei Dinge zum Ausleihen und Teilen Dresden, 17. Mai 2021. Die Städtischen Bibliotheken Dresden forcieren unter ihrer neuen kommissarischen Direktorin Marit Kunis-Michel die Transformation hin zu einem „dritten Ort“ des 21. Jahrhunderts. Als Reflex auf das „Internet der Dinge“, aber auch auf Carsharing-Angebote, geteilte Großraumbüros („Coworking Spaces”), gemeinsame Hightech-Bastelstuben („Maker Spaces”) und andere Phänomene der kollaborativen Wirtschaft des Teilens richten sie nun eine „Bibliothek der Dinge“ in Dresden ein.

Anlage für die Atomlagenabscheidung von FHR. Foto: FHR

Ingenieure aus Sachsen verdreifachen Tempo atomgenauer Beschichter

FHR aus Ottendorf-Okrilla stellt Hispeed-Anlage für „Atomic Layer Deposition“ vor – und erschließt sich seit Übernahme durch China neue Märkte Ottendorf-Okrilla, 17. Mai 2021. Der sächsische Maschinenbauer „FHR“ aus Ottendorf-Okrilla hat eine Anlage für Atomlagenabscheidung entwickelt, mit der sich hochfeine Mikroelektronik-Schichten dreimal schneller als bisher erzeugen lassen. Einsetzen lässt sich die innovative Maschine laut FHR-Produktmanager Hannes Klumbies auch, um antibakterielle Schutzkleider herzustellen, Handy-Linsen mit Fotofiltern zu beschichten, medinische Implantate für die Patienten verträglicher zu machen und dergleichen mehr.

Diese künstlerische Darstellung zeigt den Helikopter "Ingenuity" bei einem Flug über den Mars. Im Hintergrund ist der Rover "Perseverance" zu sehen. Illustration: NASA/JPL-Caltech

Kosmos statt Kohle in der Lausitz

Bergakademie schlägt Großforschungszentrum „Eris“ für Mars- und Mond-Ressourcen vor Freiberg/Chemnitz/Dresden, 8. Mai 2021. Kosmische Perspektiven will die Bergakademie Freiberg den sächsischen Tagebaurevieren nach dem Braunkohle-Ausstieg eröffnen: Die montane Uni schlägt vor, in der Lausitz ein europäisches Großforschungszentrum für Weltraumressourcen einzurichten, das die Besiedelung von Mond und Mars durch die Menschheit vorbereitet. Das hat Bergakademie bekannt gegeben. Das Zentrum soll die englische Bezeichnung „European Research Institute for Space Resources“ tragen und sich „Eris“ abkürzen – so wie die griechische Göttin der Zwietracht.

Virtuelle Reisen mit exostischen Fresspaketen sind in Corona-Zeiten ein Trend geworden. Foto: (bearbeitet, freigestellt) Heiko Weckbrodt

Im Wohnzimmer-Sessel ab nach Tokio

Reisebüros bieten in Corona-Zeiten virtuelle Urlaube rund um den Globus an – und das Konzept kommt an Dresden, 6. Mai 2021. In Corona-Zeiten suchen Reisebüros nach neuen Geschäftsmodellen – und manche wie beispielsweise „Eberhardt Travel“ aus Kesselsdorf bei Dresden, „Hauser“ aus München oder „Itravel“ aus Köln finden sie in virtuellen Reisen. Dabei bucht der fernweh-bewegte Mensch beispielsweise für ein paar Dutzend Euro eine komplette Asien-Rundtour oder eine panamerikanische Reise von zwei, drei Wochen, die im „echten Leben“ mehrere tausend Euro kosten würde. Und die erlebt er oder sie dann wie im Zeitraffer binnen Stunden daheim im Sessel vor dem Bildschirm oder der großen Beamer-Leinwand – und futtert dazu Snacks aus den fernen Ländern.

Die Gutachter vom DLR-Projektträger ziehen in diesen Bürokomplex an der Könneritzstraße in Dresden. Foto: DLR-PT

DLR siedelt Gutachter-Außenstelle in Dresden an

15-köpfiges Team begutachtet Forschungsanträge von Mittelständlern Dresden, 6. Mai 2021. In Dresden hat sich ein neues Forschungsgutachter-Büro angesiedelt: Die Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat eine DLR-Projektträger-Außenstelle in der sächsischen Landeshauptstadt gegründet. Das geht aus einer DLR-Mitteilung hervor.

Der sächsische Umwelt- und Energieminister Wolfram Günther (links) und "Meyer Burger"-Chef Gunter Erfurt zeigen im Werk Freiberg Proben der neuen, hocheffizienten Heterojunction“-Solarzellen. Foto: Heiko Weckbrodt

„Meyer Burger“ will mit China-Boykott deutsche Solarindustrie reanimieren

7 Gigawatt + 3500 Jobs avisiert: Schweizer stoppen Anlagenexport gen Fernost und bauen eigene Solar-Gigafabriken in Freiberg und Thalheim Freiberg, 21. April 2021. Gunter Erfurt hat einen ehrgeizigen Plan: Der Chef des Schweizer Unternehmens „Meyer Burger“ möchte die mitteldeutsche Solar-Industrie wiederbeleben, das Unternehmen vom Fabrikausrüster zum Photovoltaik-Komplettanbieter umwandeln und die Dominanz chinesischer Hersteller auf den Weltmarkt brechen. Schlüsselrollen spielen in seinem Plan ein China-Boykott, hocheffiziente Energiesammler und neue Giga-Fabriken im sächsischen Freiberg und im sachsen-anhaltinischen Thalheim. „Wir werden Wertschöpfung und Arbeitsplätze nach Europa zurückholen“, gab sich der Geschäftsführer zuversichtlich.