Alle Artikel mit dem Schlagwort: Sachsen

 

Abb.: Freistaat Sachsen

Abb.: Freistaat Sachsen

Sachsen ist ein Bundesland im Südosten der Bundesrepublik Deutschland und hat derzeit (2014) rund vier Millionen Einwohner. Die Landeshauptstadt ist Dresden. Das historische Stammesgebiet des germanischen Stammes der Sachsen lag im Frühmittelalter vor allem im heutigen Niedersachsen.

Volkswagen-Werksärztin Dr. Nicole Walther impft den VW-Logistiker Udo Strewe im neuen Impfmobil in Zwickau. Foto: Volkswagen Sachsen

Volkswagen Sachsen startet Impf-Modellprojekt gegen Corona

Senioren und Vogtländer können sich in Fabriken gegen das Virus immunisieren lassen Zwickau, 30. März 2021. Betriebsärztinnen und -ärzte von Volkswagen Sachsen impfen ab heute ausgewählte Teile der Belegschaft gegen Corona. Zum Zuge kommen allerdings nur Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die laut Bundes-Prioritätenliste jetzt ohnehin an der Reihe sind – beispielsweise Ältere und Vorerkrankte – oder aus jenen Teilen des Vogtlandes kommen, in denen die Pandemie besonders stark grassiert. Das geht aus einer VW-Mitteilung hervor.

Die Archivaufnahme von 1980 zeigt DDR-Bergleute in der Zinngrube Ehrenfriedersdorf. Foto: Eugen Nosko, Deutsche Fotothek, Slub, Wikipedia, CC3-Lizenz, https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/deed.en

Fraunhofer Dresden säubert Grubenwasser im Erzgebirge

Projekt „Terzinn“: In Ehrenfriedersdorf wollen IKTS-Forscher mit modernen Technologien Wertstoffe aus belastetem Wasser gewinnen Dresden/Ehrenfriedersdorf, 30. März 2021. Das Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme (IKTS) Dresden testet mit Partnern aus Forschung und Wirtschaft in Ehrenfriedersdorf im Erzgebirge neue Umwelttechnologien. Das Projekt „Technologieentwicklung und Erprobung für nachhaltiges Wassermanagement und additive Rohstoffgewinnung am Modellstandort Zinnerzgrube Ehrenfriedersdorf“ (Terzinn) setzt sich mit den ökologischen Folgeschäden alter Bergwerke auseinander. Es zielt darauf, wertvolle Rohstoffe zurückgewinnen und letztlich die Lebensqualität in Bergbau-Gemeinden verbessern. Dafür hat sich das Institut nun die Nutzungsrechte an einer stillgelegten Zinngrube in Ehrenfriedersdorf gesichert, teilte das IKTS heute mit.

Über 400 Unternehmen setzen laut Staffbase-Angaben die Mitarbeiter-Apps der Sachsen ein, um mit ihren Mitarbeitern zu kommunizieren. Foto: Staffbase

Staffbase Chemnitz bekommt 122 Millionen Euro von Risikokapitalisten

US-Investor „General Atlantic” will Nordamerika-Expansion der Softwareschmiede aus Sachsen unterstützen Chemnitz/New York, 29. März 2021. Die Chemnitzer Softwarefirma „Staffbase“ bekommt 122 Millionen Euro, um seine digitalen Betriebszeitungs-Apps zu verbessern, seinen Kundenstamm in den USA auszubauen und weiter zu expandieren. An der neuen Finanzierungsrunde beteiligen sich der US-Risikokapitalist„General Atlantic“ aus New York und weitere Investoren. Das geht aus einer „Staffbase“-Mitteilung hervor.

Das Logo von "Jugend forscht 2021" gibt die Marschrichtung vor: Die Ausrichter wollen Projekte, die etwas mit Klima, Umwelt und rosa ökologischen Fußabdrücken zu tun haben. Grafik_ Jugend forscht

Jugend forscht an Stinksocken-Automaten und mobilen Staubmessern

Sechs Schüler aus Sachsen für Bundesfinale in Heilbronn qualifiziert Dresden/Chemnitz, 28. März 2021. Die Reisetasche ausschützen und denn den ganzen Sockenberg beschnüffeln, nur um die frischen von den stinkenden zu trennen? Puh – keine appetitlich Aufgabe! Das muss doch robotersicher-technisch lösbar sein, hat sich der 14-jährige Jasper Bauerschaper vom Johannes-Kepler-Gymnasium Chemnitz gedacht. Also hatte ich die Idee, ein Gerät zu bauen, mit dem man das testen kann.“  Und so entwickelte der Gymnasiast aus einem Arduino-Minicomputer, Sensoren und anderer Ausrüstung eine automatische Stinksocken-Erkennungsmaschine – und wurde dafür am Wochenende zum sächsischen „Community Champion“ im Landesausscheid von „Jugend forscht“ gekürt. Außerdem heimste er damit 2509 Euro Preisgeld von der Chipfirma Globalfoundries, der Dresdner Umwelttechnikfirma DAS und den BGH Edelstahlwerken Freital ein.

Depression, Trauer, Wolken, Gewitter. Grafik: Heiko Weckbrodt

Unheilbar Krebskranke brauchen beizeiten palliative Hilfe

Laut einer Studie der Uni Leipzig ist der seelische Leidensdruck schon kurz nach der Diagnose bei vielen Patienten groß Leipzig, 27. März 2021. Unheilbar an Krebs Erkrankte benötigen schon kurz nach der Diagnose auch professionelle seelische Hilfe, sprich: palliative Unterstützung. Das hat eine Studie ergeben, die das „Universitäre Krebszentrum Leipzig“ (UCCL) und weitere Institute nun in der Fachzeitschrift „The Oncologist“ publiziert haben. „Die Beobachtungen an 20 Behandlungszentren in ganz Deutschland zeigen, dass die Betroffenen von Beginn an körperlich sowie seelisch stark belastet sind“, heißt es in einer Mitteilung der Uni Leipzig.

Theegarten Pactec. Foto: Theegarten-Pactec

Neuer Chef will Theegarten-Pactec Dresden digitalisieren

Informatiker Plewe zum 3. Geschäftsführer beim Verpackungsmaschinenbauer berufen Dresden, 25. März 2021. Um die Digitalisierung bei „Theegarten-Pactec“ zu beschleunigen, erweitert der Dresdner Verpackungsmaschinenbauer seine Geschäftsführung: Der 42-jähriger Informatiker Thomas Plewe wurde zum dritten Geschäftsführer neben Markus Rustler und Egbert Röhm berufen. Das hat das Unternehmen heute mitgeteilt.

Roboter-gestützter Inkjet-Druck von 3D-Bauteilen am Fraunhofer ENAS. Foto: Biermann & Jung (für PM ENAS)

3D-Roboter druckt die Elektronik aufs Auto

Fraunhofer Nanosystem-Institut Enas aus Chemnitz stellt Bearbeitungslösung für Unikate vor Chemnitz, 23. März 2021. Um schnell ganze Sensoren auf 3D-Bauteile für Autos und Flugzeuge zu drucken, will das Chemnitzer Fraunhofer-Institut für Elektronische Nanosysteme (Enas) Roboter mit aufgeschraubten Digitaldruckern einsetzen. Eine derartige Lösung im Rahmen des Fraunhofer-Leitprojekts „Go Beyond 4.0“ stellt das Institut seit heute auf der virtuellen Elektronikdruckmesse „Lopec 2021“ vor.

So etwa sollen die hoch stapelbaren Produktionscontainer für Fisch, Pilz & Co. in den Städten aussehen. Viualisierung: Cubes Circle

Fraunhofer will Steak aus der Proteinfabrik kredenzen

Institute arbeiten bei “Futureproteins“ an Speisen-Massenproduktion aus Kartoffeln, Würmern, Pilzen und Algen, um Tier und Umwelt zu schonen Schmallenberg/Chemnitz, 22. März 2021. In der französischen Komödie „Brust oder Keule“ („L’aile ou la cuisse“) aus dem Jahr 1976 mit Louis de Funes galt die Synthese-Speisen-Fabrik des Bösewichts Tricatel seinerzeit noch als dystopische Warnung. Doch allzu weit weg ist solch Industrieessen nicht mehr: Um Tier und Umwelt zu schonen und die wachsende Menschheit dauerhaft billig zu ernähren, will Fraunhofer nun eine neue Generation von Proteinfabriken entwickeln, die massenhaft künstliche Schnitzel und andere Industriespeisen aus Pflanzen, Würmern, Pilzen und Algen erzeugen. Beteiligt sind an diesem Leitprojekt „Futureproteins“ insgesamt sechs Fraunhofer-Institute. Darunter ist auch das „Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik“ (IWU), das den Kunstnahrungsfabriken vor allem den Energiehunger austreiben will. Das geht aus einer IWU-Mitteilung hervor.

Ein Smartphonespiel mit einer Quantenkatze soll Kindern und Jugendlichen Lust auf Physik machen. Abb.: Philipp Stollenmayer für ct.qmat

Quantenphysiker locken Mädchen mit Katzenspielen

Mit den Abenteuer von Schrödingers halbtoter Katze wollen die Unis Dresden und Würzburg Schülerinnen für eine Physikkarriere begeistern Dresden/Würzburg, 19. März 2021. Mit lebendig-toten Quantenkatzen wollen Physiker und Physikerinnen aus Dresden und Würzburg junge Mädchen für eine Karriere in ihren Reihen begeistern. Dafür entwickelt das gemeinsame Exzellenzzentrum „Komplexität und Topologie in Quantenmaterialien“ (ct.qmat) der Unis Dresden und Würzburg nun ein Smartphone-Spiel, in der Schülerinnen eine Katze durch die verrückte Quantenwelt steuern und dabei Denksporträtsel lösen. Die „Deutsche Forschungsgemeinschaft“ (DFG) fördert diese Nachwuchs-Akquise der etwas anderen Art mit 100.000 Euro, teilte die TU Dresden mit.

Kühlmatten und -boxen von Easy2cool, die dank einer papierbasierten Lösungen vom Institut für Naturstofftechnik der TU Dresden ohne Styropor auskommen. Foto: Easy2cool

Bioökonomie: Papier verdrängt Kunststoffe

Naturstofftechniker der TU Dresden sehen im Ersatz von Plaste & Co. einen Megatrend Dresden, 19. März 2021. Papier mag ein seit Jahrhunderten bekanntes Material sein – doch sein Potenzial ist längst noch nicht ausgeschöpft. Davon sind die Forscher und Forscherinnen im Institut für Naturstofftechnik der Technischen Universität Dresden (TUD) überzeugt: Statt Knabberchip-Verpackungen, Transportboxen oder Strohhalme aus Plaste zu machen, lassen sich Kunststoffteile in vielen Fällen durch Alternativen auf Papier- beziehungsweise Zellulosebasis ersetzen.

Computersimulationen helfen, potenzielle Zuverlässigkeitsprobleme in Elektronikdesigns rechtzeitig zu erkennen. Foto: Oliver Killig, Fraunhofer-EAS

Die Physik der Elektronik-Fehler durchschauen

Fraunhofer-Experten vom EAS Dresden arbeiten an Simulationen, die beim Entwurf hochzuverlässiger Chips „Made in Europe“ helfen Dresden, 17. März 2021. Um Schaltkreise „Made in Europe“ zuverlässiger zu machen, wollen Fraunhofer-Ingenieure aus Dresden den Chip-Entwurfsprogrammen eine „Fehlerphysik“ beibringen: Durch rasche Testläufe, die über eine künstlich simulierte Alterung der Schaltkreise hinausgehen, sollen Mikroelektronik-Designer künftig schon beim Entwurf spätere Ausfallrisiken erkennen können. Das geht aus einer Mitteilung des Fraunhofer-Institutsteils „Entwicklung Adaptiver Systeme“ (EAS) in Dresden hervor.

Das ILK betreibt in seinem Technikum sowohl wärme- wie auch kältetechnische Versuchsanlagen. Foto: Heiko Weckbrodt

Zentrum für Kälte- und Energietechnik entsteht im Vogtland

Bund gibt 15 Millionen Euro Zuschuss Reichenbach, 11. März 2021. Um den Energieverbrauch für Kühllager, Klimaanlagen und Heizungen zu senken und die Umwelt zu entlasten, etablieren die Technische Universität Chemnitz (TUC), das private „Institut für Luft- und Kältetechnik“ aus Dresden und das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE) aus Freiburg im vogtländischen Reichenbach eine gemeinsame „Forschungsplattform Kälte- und Energietechnik“. Dort wollen sie gemeinsam neue Kältemittel, Kältemaschinen, Wärmepumpen, Rückkühler sowie Wärme- und Kältespeicher entwickeln und dabei auch „Künstliche Intelligenz“ (KI) einsetzen. Der Bund schießt 15 Millionen Euro für das Verbundprojekt zu. Das haben die Chemnitzer Uni, die sächsische Staatskanzlei (SKK) und das Bundesforschungsministerium mitgeteilt.

Robert Klose überprüft in der Skeleton-Fabrik in Großröhrsdorf, ob die Ultrakondensator-Zellbehälter korrekt laserverschweißt sind. Foto: Heiko Weckbrodt

Skeleton baut Ultrakondensator-Fabrik in Großröhrsdorf aus

Esten wollen in Sachsen neue Hybrid-Speicher aus Ultracaps und Lithium-Akkus entwickeln Großröhrsdorf/Tallinn, 10. März 2021. Ultraschnelle Energiespeicher aus Sachsen und Estland sollen bald dabei helfen, Elektroautos rascher aufzuladen, die Energiewende-Spitzen in den deutschen Stromnetzen zu glätten und Lkws beim Kaltstart helfen. „Skeleton Technologies“ baut deshalb nun seine Fabrik für Ultrakondensatoren (Ultracaps) in Großröhrsdorf aus und konzentriert dort die Entwicklung neuer Produkte. Dafür investiert das estnisch-sächsische Unternehmen rund 110 Millionen Euro. Bis zum Jahresende sollen rund 40 neue Jobs entstehen.