Alle Artikel mit dem Schlagwort: Sachsen

 

Abb.: Freistaat Sachsen

Abb.: Freistaat Sachsen

Sachsen ist ein Bundesland im Südosten der Bundesrepublik Deutschland und hat derzeit (2014) rund vier Millionen Einwohner. Die Landeshauptstadt ist Dresden. Das historische Stammesgebiet des germanischen Stammes der Sachsen lag im Frühmittelalter vor allem im heutigen Niedersachsen.

Diesen Airbus A 380 von der australischen Qantas haben die Elbe-Flugzeugwerke in Dresden umgerüstet. Foto: EFW

Elbe-Flugzeugwerke möbeln Riesen-Airbus für Qantas auf

Dresdner ernten Millionenauftrag für neun A 380 Dresden, 18. Oktober 2019. Die Elbeflugzeugwerke (EFW) möbeln den Riesen-Airbus A 380 für die australische Fluglinie auf: Das Dresdner Unternehmen erneuert die Passagierkabine auf dem Oberdeck und dem Hauptdeck. Insgesamt umfasst der Großauftrag mehrere Millionen Dollar und zwölf Flugzeuge – neun davon in Dresden, teilten die EFW mit.

5G-Netze, viele kleine Bodensensoren und ein zentrales Plansystem sollen künftig Bauern in Sachsen dabei beraten, wo sie ihre Äcker stärker oder schwächer düngen und bewässern müssen. Grafik: TUD/ast

Sachsen spannen 5G-Netze gegen überdüngte Äcker

Bundes-Klöckner gibt 7,6 Millionen Euro für Projekt „Landnetz“ Dresden/Nossen, 17. Oktober 2019. Überdüngt ein Bauer seinen Boden, verplempert er nicht nur Geld, sondern mindert meist auch seine Ernte und schädigt das ökologische Gleichgewicht. Forscher der TU Dresden wollen nun gemeinsam mit sächsischen Landwirten durch den neuen 5G-Mobilfunk eine ökologischere Landwirtschaft fördern – und gleichzeitig die Acker-Erträge verbessern. Und dies ist nur ein Mosaikstein im nun gestarteten Projekt „Landnetz“, das Hochtechnologie, Ökologie und Landwirtschaft miteinander verheiraten soll. Bundesagrarministerin Julia Klöckner (CDU) hat den Sachsen dafür jetzt 7,6 Millionen Euro zugesagt. Das geht aus einer Mitteilung der TU Dresden hervor.

Die Stadt und ihre Partner laden zum Open-Data-Hackthon ein. Abb.: OPC-Dresden

Hacker zaubern Apps aus offenen Daten

Dresden will mit Hackathon „Open Data“-Konzepte fördern Dresden, 16. Oktober 2019. Neue Wege, von Behörden freigegebene Daten („Open Data“) für neue Apps und nützliche Internet-Seiten zu verwerten, soll ein Hackathon unter dem Titel „„Digitale Welten mit Geodaten“ in Dresden aufzeigen. Dafür laden das Amt für Wirtschaftsförderung und der Verein „Geo-Daten-Infrastruktur Sachsen“ (GDI SN) am 9. und 10. November kreative Hacker und freie Entwickler in die Sächsische Landes- und Uni-Bibliothek Slub ein.

Die Brücke Naila wird mit Karbonbeton saniert. Foto: C³ - Jörg Singer.

Bahn finanziert Ingenieurbau-Lehrstuhl an der TU Dresden

Manager sind auch scharf auf neuen Karbonbeton aus Sachsen Dresden, 14. Oktober 2019. Die Deutsche Bahn bezahlt den Aufbau einer neuen Professur für Ingenieur-Bauten – wie zum Beispiel Bahnbrücken und Tunnel – an der TU Dresden. Das hat die Uni und die Bahn heute angekündigt. Demnach wird das Verkehrsunternehmen mindestens für die nächsten fünf Jahre jeweils einen sechsstelligen Euro-Betrag für den neuen Lehrstuhl zur Verfügung stellen.

Wolfram, Alchimist HP, Wikipedia, CC2-Lizenz https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/de/deed.en

Wolfram-Bergeschrey im Erzgebirge

SME fördert Legierungswerkstoff in Plöha – Wertstoffe für 700 Millionen Euro untertage erwartet Mittweida/Pöhla, 12. Oktober 2019. Im Erzgebirge, das vielen schon als ausgelaugt galt, wird wieder Wolfram geschürft: Die „Saxony Minerals & Exploration AG“ (SME) fördert oberhalb von Pöhla aus einem Erkundungsschacht in 175 Tiefe Wolfram-Erz, der nun waagerecht erweitert wird. Daraus löst das Unternehmen in einer Pilot-Aufbereitungsanlage in im Mittweidaer Gewerbegebiet Lauenhain nun Wolfram und Flussspat heraus. Parallel dazu installiert die SME im Pöhlaer Luchsbachtal eine größere Aufbereitungsanlage. Um den großformatigen Abbau zu finanzieren, wirbt die AG nun um Investoren für eine Unternehmensanleihe im Umfang von bis zu 30 Millionen Euro, die die SME Mitte Oktober auflegen will.

Auf diesen Chassis-aufbau sollen verschiedene Modelle der VW-Familie passen. Foto Volkswagen

Elektroauto-Trend trifft Tausende Jobs in Sachsens

Studie: Elektrische Transformation der Autoindustrie kostet Sachsen per Saldo 850 Jobs Dresden, 11. Oktober 2019. Durch den Schwenk der deutschen Autoindustrie hin zu Elektroautos werden in Sachsen etwa 5100 Menschen in der Zulieferindustrie ihre Arbeitsplätze verlieren oder müssen auf andere Tätigkeiten umsatteln. Parallel dazu entstehen etwa 4250 neue Jobs in der sächsischen Auto-Zulieferindustrie. Das prognostizieren das „Netzwerk Automobilzulieferer Sachsen“ (AMZ) und das „Chemnitz Automotive Institute“ (CATI) in der Studie „Transformationsprozess in der sächsischen Automobilzulieferindustrie aufgrund der Umstellung auf die Produktion von Elektrofahrzeugen“. Per Saldo würden also 850 Jobs ganz wegfallen. Auftraggeber der Studie waren die „Sächsische Energieagentur“ (SAENA) und das sächsische Wirtschaftsministerium.

Die Robin-Spritzguss-Roboter sollen dafür sorgen, dass sich auch Leichtbauweisen für kleine Serien von Autobauteilen lohnen. Visualisierung: Leichtbauinstitut ILK der TU Dresden

Robins der Uni Dresden erleichtern Autos

Mobile Spritzguss-Technologie soll Kleinserien von Leichtbau-Autos ermöglichen, die weniger Sprit schlucken und umweltfreundlicher unterwegs sind Dresden, 11. Oktober 2019. Leichtbau-Technologien machen Autos möglich, die weniger wiegen als klassische Stahlboliden, dadurch auch weniger Sprit verbrauchen und die Umwelt nicht mehr ganz so stark belasten. Und speziell für Elektroautos bringt jedes eingesparte Kilo auch einige Kilometer mehr Reichweite mit einer Batterieladung. Ingenieure der TU Dresden haben nun mobile Spritzguss-Roboter entwickelt, diesen Trend fördern sollen: Die „Robins“ vom „Institut für Leichtbau und Kunststofftechnik“ (ILK) sollen den Einsatz von Leichtbau-Materialien im Autobau deutlich einfacher, flexibler und billiger möglich machen als bisher.

Prof. Joachim Ragnitz ist Stellvertretender Leiter der ifo-Niederlassung Dresden. Foto: Heiko Weckbrodt

Ifo-Forscher: Ostdeutschen geht es besser als sie sich fühlen

Realeinkommen sind seit dem Mauerfall auf 92 % des Westniveaus geklettert Dresden, 9. Oktober 2019. 30 Jahre nach der Wende in der DDR sind viele mit dem „Aufbau Ost“ unzufrieden. Doch in der Praxis geht es den Ostdeutschen besser als es die gefühlte Stimmung glauben mag: Die ostdeutsche Wirtschaftskraft liegt zwar zwar noch deutlich unter der in Süd- und Westdeutschland. Doch die Realeinkommen der Ostdeutschen selbst haben mittlerweile 92 Prozent des Westniveaus erreicht. Darauf haben Forscher des Ifo-Instituts Dresden in einem Aufsatz „Schlechter als erwartet, besser als gedacht: Die wirtschaftliche Situation in Ostdeutschland 30 Jahre nach dem Mauerfall“ hingewiesen.

Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) Foto: Heiko Weckbrodt

Wirtschaftsminister Dulig: Umweltschutz darf kein Spalterthema sein

Sächsischer SPD-Politiker sieht nach Industrie 4.0 nun Nachhaltigkeit als zentrales ökonomisches Thema Dresden, 9. Oktober 2019. Mit Blick auf die aktuelle Klimaschutz-Debatte hat der sächsische Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) davor gewarnt, wirtschaftliches Handeln nur nach den Kriterien „Immer höher, immer weiter, immer schneller“ zu messen: „In den vergangenen Jahren haben wir viel über Industrie 4.0 und Digitalisierung gesprochen. Nachhaltigkeit das neue Thema“, schätzte der sozialdemokratische Politiker in Dresden ein.

Bäckermeister Matthias Walther bereitet in seiner Backstube ein Keksblech vor. Foto: Heiko Weckbrodt

Bäcker Walther gewinnt DNN-Wirtschaftspreis

Chefredakteur: „Ohne Mittelstand nützen uns die schönsten Leuchttürme nichts Dresden, 8. Oktober 2019. Meister Matthias Walther und seine backende Mannschaft aus Dresden gewinnen in diesem Jahr den DNN-Wirtschaftspreis „So geht‘s aufwärts“. Das hat DNN-Chefredakteur Dirk Birgel heute Abend während der Festveranstaltung im Lingnerschloss bekannt gegeben. „Sein Geschäftsmodell ist das Ergebnis von harter Arbeit und Innovationsfreude“, würdigte Handwerkskammer-Präsident Jörg Dittrich den Preisträger. Meister Walther beweise, „welches Potenzial im Handwerk steckt“.

Die Fotomontage des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) zeigt die in Deutschland entwickelte Künstliche Intelligenz "Cimon" in der ISS. Montage: DLR

Millionenspritze für KI-Forschung in Sachsen

Scads-Verbund Dresden-Leipzig wird zu „Zentrum für Big Data und Maschinelles Lernen“ ausgebaut Dresden, 4. Oktober 2019. Computerexperten aus Dresden und Leipzig können ihre Forschungen an „Künstlicher Intelligenz“ (KI, englisch: AI) deutlich ausweiten. Das hat die sächsische Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange (SPD) nun mitgeteilt. Bund und Land wollen dafür in den nächsten Jahren rund 20 Million Euro in den Ausbau des sächsischen „Competence Center for Scalable Data Services and Solutions“ (Scads) investieren. Letztlich soll daraus eine dauerhafte Finanzierung erwachsen.

Prof. Dr. Anne-Claude Gavin von der Universität Genf ist die erste Preisträgerin des neuen "Lipidomics Excellence Award" - sie will eine "Landkarte der Fette" erstellen. Lipotype-Chef Prof. Kai Simons (rechts) und Direktor Prof. Michele Solimena vom Paul-Langerhans-Institut Dresden gratulieren ihr. Foto: Heiko Weckbrodt

Diabetes? Der Fett-Paketdienst der Zelle weiß längst Bescheid

Biologen aus Sachsen und der Schweiz wollen dem Lipid-„DHL“ im Menschen das Wissen um verborgene Krankheiten entreißen. Dresden/Genf, 30. September 2019. Um Diabetes, Alzheimer, Krebs und andere Krankheiten künftig rascher diagnostizieren zu können, arbeiten Molekularbiologen und Mediziner aus Genf und Dresden derzeit an einer Transportkarte der Fett-Bausteine („Lipide“) in menschlichen Zellen. Die Arbeitsteilung: Die Biotech-Firma “Lipotype” des Dresdner Lipodomik-Pioniers Prof. Kai Simons stellt die Analysetechnik bereit, damit Prof. Anne-Claude Gavin von der Universität Genf solch eine „Lipid-Audobahnkarte“ erzeugen kann.

Die Barkhausen-Forscher der TU Dresden wollen, dass Roboter und autonom fahrende Autos per Radar einander nicht nur orten, sondern sich darüber auch unterhalten können. Grafik: Heiko Weckbrodt

Barkhausen-Institut Dresden zeigt „sprechendes Radar“ zum 5G-Gipfel

Roboter und Autos sollen per Ortungssignal auch miteinander kommunizieren Dresden, 29. September 2019. Ein „sprechendes Radar“ für kollaborative Roboter und vernetzte Autos will das neue sächsische Barkhausen-Institut auf dem Mobilfunk-Gipfel „IEEE 5G Summit“ vom 30. September bis 2. Oktober 2019 in Dresden präsentieren. Das hat das neue Institut der TU Dresden angekündigt.

Dr. Maria Manuel Barbosa zeigt eine mit dem Fraunhofer-Keramikschild beschichtete Modell einer Turbinenschaufel Im Fraunhofer-Institutszentrum an der Winterbergstraße in Dresden. Foto: Heiko Weckbrodt

Keramische Klimaschutz-Schilde für Flugzeuge

Fraunhofer-Ingenieurinnen aus Dresden haben eine Hightech-Suppe angerührt, die den Treibstoffverbrauch und die Umweltbelastung von Flugzeug-Triebwerken mindern soll. Dresden, 26. September 2019. Damit Flugzeuge künftig weniger Treibstoff verbrauchen und auch die Umwelt nicht mehr so stark belasten, haben die Fraunhofer-Ingenieurinnen Dr. Maria Manuel Barbosa und Dr. Laura Toma in Dresden einen neuartigen Hitzeschutzschild entwickelt – auch als Beitrag zum Klimaschutz. Mit dieser besonderen Keramikschicht veredelte Triebwerke können heißer als normale Turbinen betrieben werden. „Durch unsere Beschichtung lassen sich die Betriebstemperaturen an den Turbinenschaufeln um etwa 150 Grad anheben“, betont Dr. Barbosa, die im Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik (IWS) auf das „Thermische Spritzen“ spezialisiert ist. Dadurch steige der Wirkungsgrad der Antriebe, während der Kerosin-Verbrauch und Schadstoff-Ausstoß sinke.

So etwa stellt sich Bosch die Flugtaxis der nahen Zukunft vor. Deren Bordcomputer werden allerdings auf Sensoren und Steuerelektronik mit wenig Stromverbrauch angewiesen sein, um sich über den Häuserschluchten der Städte zu orientieren. Darauf zielt der Entwicklungsprojekt Ocean12*. Visualisierung: Bosch

Ocean12*: Augen und Nerven für Flugtaxis und autonome Autos

Bosch und Globalfoundries starten ein Verbundprojekt, das für neue Großaufträge in den Chipfabriken in Dresden sorgen könnte Stuttgart/Dresden, 25. September 2019. Auf besonders energiesparsame künstliche Augen und Nerven für autonom fahrende Autos und für Flugtaxis zielt das internationale Entwicklungs-Verbundprojekt „Ocean12*“, das der deutsche Elektronikkonzern Bosch aus Stuttgart nun gestartet hat. 27 europäische Projektpartner wollen dabei neuartige Kamera-, Laser- und Radarsensoren sowie dazu passende Steuerelektronik konstruieren, die 90 Prozent weniger Strom verbrauchen als heutige Systeme dieser Art. Das hat Bosch heute mitgeteilt. Das Projekt ist mit 103,58 Millionen Euro dotiert. Die knappe Hälfte davon steuern der Bund und Sachsen bei. Maßgeblich daran beteiligt sind Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus dem Freistaat.