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Im Fraunhofer-Institutszentrum an der Winterbergstraße in Dresden. Foto: Heiko Weckbrodt

Gesundheits-Armband für Windparks auf See

Neue Sensormanschetten aus Dresden sollen Windstrom billiger und die Plattformen im Meer sicherer machen Dresden, 18. Oktober 2019. Damit Windstrom vom Meer billiger wird, hat Dr. Bianca Weihnacht vom Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme (IKTS) Dresden eine Art „Gesundheits-Armband“ Offshore-Windkraftparks entwickelt. Diese Ultraschall-Manschette legt sie künftig den langen Stahlbeinen an, mit denen die riesigen „Offshore“-Windkraftparks vor der deutschen Küste in der Nordsee oder Ostsee stehen. Deren Ultraschall-Sensoren melden sich dann automatisch per Funk, wenn es Probleme unter Wasser gibt.

Der Firmensitz von Dr. Quendt in Dresden-Gittersee. Ursprünglich wollte die DDR-Wirtschaftsführung hier mal ein Reinstsiliziumwerk bauen. Foto: Dr. Quendt

Dr. Quendt behauptet sich als Stollen-Marktführer

Lambertz-Chef Bühlbecker ist zufrieden mit Dresdner Backtochter Dresden/Düsseldorf/Aachen, 17. Oktober 2019. Das Backunternehmen „Dr. Quendt“ hat seine Position als Marktführer für Dresdner Stollen verteidigt und sich wirtschaftlich weiter konsolidiert. Das teilte „Lambertz“-Chef Hermann Bühlbecker, heute in Düsseldorf mit. Die Muttergesellschaft sei zufrieden mit der Entwicklung der Dresdner Tochter, betonte Lambertz-Sprecher Martin Heinen auf Oiger-Anfrage: „Alles gut!“

5G-Netze, viele kleine Bodensensoren und ein zentrales Plansystem sollen künftig Bauern in Sachsen dabei beraten, wo sie ihre Äcker stärker oder schwächer düngen und bewässern müssen. Grafik: TUD/ast

Sachsen spannen 5G-Netze gegen überdüngte Äcker

Bundes-Klöckner gibt 7,6 Millionen Euro für Projekt „Landnetz“ Dresden/Nossen, 17. Oktober 2019. Überdüngt ein Bauer seinen Boden, verplempert er nicht nur Geld, sondern mindert meist auch seine Ernte und schädigt das ökologische Gleichgewicht. Forscher der TU Dresden wollen nun gemeinsam mit sächsischen Landwirten durch den neuen 5G-Mobilfunk eine ökologischere Landwirtschaft fördern – und gleichzeitig die Acker-Erträge verbessern. Und dies ist nur ein Mosaikstein im nun gestarteten Projekt „Landnetz“, das Hochtechnologie, Ökologie und Landwirtschaft miteinander verheiraten soll. Bundesagrarministerin Julia Klöckner (CDU) hat den Sachsen dafür jetzt 7,6 Millionen Euro zugesagt. Das geht aus einer Mitteilung der TU Dresden hervor.

5G-Antennenmast von Vodafone an der Overbeckstraße in Dresden. Foto: Heiko Weckbrodt

Kommentar: Vertrauenswürdige Elektronik nicht in Sicht

Streit um Spionage-Schlupflöcher bewegt Europa – das aber selbst eher reagiert als agiert Dresden, 17. Oktober 2019. In Deutschland die Sorge um vertrauenswürdige Elektronik. Wie sehr können sich Bürger und Staat beispielsweise darauf verlassen, dass die in Mobilfunknetzen verbaute Elektronik keine Abhör-Schlupflöcher für ausländische Geheimdienste beziehungsweise Wirtschaftsspione enthält? Auch von daher war ein internationaler Streit darüber entbrannt, um der chinesische Elektronik-Gigant „Huawei“ als Netzwerkausrüster für die Telekommunikation in den westlichen Ländern zugelassen werden darf. Vor allem die USA befürchten in der Huawei-Technik eingebaute Spionagemöglichkeiten für die chinesischen Geheimdienste.

Pocketbook Inkpad X erreicht mit seinem 10-Zoll-Bildschirm aus Kunststoff schon fast das Format einer A4-Seite. Foto: Pocketbook

Pocketbook zeigt E-Reader im iPad-Format

10-Zoll-Lesegerät für digitale Bücher wiegt 300 Gramm Lugano/Radebeul/Frankfurt am Main, 16. Oktober 2019. Mehr fürs Auge: Das Schweizer Unternehmen „Pocketbook“ hat auf der Frankfurter Buchmesse einen E-Reader in iPad-Größe vorgestellt: Das „Pocketbook Inkpad X“ ist ein Lesegerät für elektronische Bücher, Comics und Zeitschriften, misst 10,3 Zoll (26,1 Zentimeter) in der Diagonalen und bringt nur 300 Gramm auf die Waage, wie das Unternehmen heute mitteilte.

Die Stadt und ihre Partner laden zum Open-Data-Hackthon ein. Abb.: OPC-Dresden

Hacker zaubern Apps aus offenen Daten

Dresden will mit Hackathon „Open Data“-Konzepte fördern Dresden, 16. Oktober 2019. Neue Wege, von Behörden freigegebene Daten („Open Data“) für neue Apps und nützliche Internet-Seiten zu verwerten, soll ein Hackathon unter dem Titel „„Digitale Welten mit Geodaten“ in Dresden aufzeigen. Dafür laden das Amt für Wirtschaftsförderung und der Verein „Geo-Daten-Infrastruktur Sachsen“ (GDI SN) am 9. und 10. November kreative Hacker und freie Entwickler in die Sächsische Landes- und Uni-Bibliothek Slub ein.

Nahaufnahme der Infrarot-Spektroskopie-Chips. Foto: Senorics

Zeiss steigt in Dresdner TU-Ausgründung Senorics ein

Optikkonzern will organische Qualitätskontroll-Sensoren von den Sachsen Dresden/Oberkochen, 16. Oktober 2019. Das Optik-Unternehmen Zeiss investiert in die Dresdner Uni-Ausgründung „Senorics”, um gemeinsam neuartige Qualitätskontrolle-Sensoren zu entwickeln. Das haben Zeiss Oberkochen und Senorics Dresden nun mitgeteilt. Über die Summe, mit der sich Zeiss an dem jungen Unternehmen in Sachsen beteiligt, machten die Partner keine Angaben. Es ist jedoch davon anzunehmen, dass es sich um einen einstelligen Millionenbetrag handelt.

Die QT-Roboter aus Luxemburg sollen autistischen Kindern helfen, Gefühle richtig einzuordnen. Foto: LuxAI

Gehackte Roboter helfen Cyber-Einbrechern

Mitarbeiter ließen Sozialrobot in gesicherte Bereiche durch Ingolstadt/Gent, 15. Oktober 2019. Hacker können Sozialroboter so manipulieren, dass sich damit physischen Zugang zu gesicherten Bereichen bekommen sowie Informationen ergaunern, die beim Passwort-Klau helfen. Das haben Forscher der Uni Gent und der russischen Sicherheits-Softwareschmiede „Kaspersky“ durch Experimente und Analysen nachgewiesen.

Blick in die Depots des Militärhistorischen Museums in Dresden. Foto (bearbeitet): Heiko Weckbrodt

Ifo: Deutsche Industrie baut Waffen mehr für Export als für Bundeswehr

Rüstungssektor der Bundesrepublik ist eher wirtschaftlich als sicherheitspolitisch orientiert München, 14. Oktober 2019. Deutsche Rüstungsunternehmen bauen Panzer, U-Boote, Sturmgewehre und andere Waffen nicht so sehr, um Deutschland aufzurüsten, sondern um diese Kriegsmaschinen zu exportieren. Das geht aus einer Studie des Ifo-Instituts aus München hervor. „Die Ausstattung der Bundeswehr spielt für die Rüstungsindustrie in Deutschland eine eher nachrangige Rolle“, erklärte Johannes Blum, Wissenschaftler und Autor der Studie.

Die Brücke Naila wird mit Karbonbeton saniert. Foto: C³ - Jörg Singer.

Bahn finanziert Ingenieurbau-Lehrstuhl an der TU Dresden

Manager sind auch scharf auf neuen Karbonbeton aus Sachsen Dresden, 14. Oktober 2019. Die Deutsche Bahn bezahlt den Aufbau einer neuen Professur für Ingenieur-Bauten – wie zum Beispiel Bahnbrücken und Tunnel – an der TU Dresden. Das hat die Uni und die Bahn heute angekündigt. Demnach wird das Verkehrsunternehmen mindestens für die nächsten fünf Jahre jeweils einen sechsstelligen Euro-Betrag für den neuen Lehrstuhl zur Verfügung stellen.

Wissenschaftsnacht 2018 in Dresden: Uniklinik-Forscher haben probeweise eine Ananas in den neuen 3-Tesla-MRT gesteckt, um zu demonstrieren, wie genau sie damit auch Gehirne durchleuchten können. Foto: Heiko Weckbrodt

Barmer startet elektronische Patientenakte

IBM bekommt den Zuschlag Berlin, 14. November 2019. Die Krankenkasse „Barmer“ beginnt im November 2019, von Papierakten auf elektronische Patientenakten (ePA) umzusteigen. Das haben die Barmer selbst sowie das Partnerunternehmen IBM heute mitgeteilt. Praktisch nutzen können die 9,1 Millionen Versicherten der Barmer die digitalen Akten mit der Bezeichnung „Barmer E-Care“ erst ab dem 1. Januar 2021.

Projektmanager Thomas Dautert prüft die Einschub-Akkus im Batterie-Großspeicher der Drewag in Dresden-Reick. "Notfalls könnten wir damit einen Vier-Personen-Haushalt 200 Tage lang mit Strom versorgen", sagt er. Foto: Heiko Weckbrodt

Batteriespeicher zu teuer für die Energiewende

IDTechEx: Thermo- und Pumpspeicher sind weit billiger Cambridge, 14. Oktober 2019. Netzschwankungen sind eine besonders schwer beherrschbare Nebenwirkung der „Energiewende“: Da Solarkraftwerke nur bei Tageslicht und Windkraftwerke nur bei windigem Wetter liefern, speisen sie Strom viel unstetiger in die Netze ein als Kohle- oder Kernkraftwerke. Hinzu kommt, dass zum Beispiel Offshore-Windkraftparks viel Energie liefern, die großen Verbraucher in Deutschland aber eher im Süden liegen. Um Stromlieferspitzen auszugleichen, setzen einige Versorger auf Großbatterien der Megawatt-Klasse. Doch nüchtern durchgerechnet, ist das eine eher teure Variante – viele klassische Technologien sind weit preiswertere Speicher. Darauf hat das Technologiemarkt-Forschungsunternehmen „IDTechEx“ aus Cambridge hingewiesen.

Wolfram, Alchimist HP, Wikipedia, CC2-Lizenz https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/de/deed.en

Wolfram-Bergeschrey im Erzgebirge

SME fördert Legierungswerkstoff in Plöha – Wertstoffe für 700 Millionen Euro untertage erwartet Mittweida/Pöhla, 12. Oktober 2019. Im Erzgebirge, das vielen schon als ausgelaugt galt, wird wieder Wolfram geschürft: Die „Saxony Minerals & Exploration AG“ (SME) fördert oberhalb von Pöhla aus einem Erkundungsschacht in 175 Tiefe Wolfram-Erz, der nun waagerecht erweitert wird. Daraus löst das Unternehmen in einer Pilot-Aufbereitungsanlage in im Mittweidaer Gewerbegebiet Lauenhain nun Wolfram und Flussspat heraus. Parallel dazu installiert die SME im Pöhlaer Luchsbachtal eine größere Aufbereitungsanlage. Um den großformatigen Abbau zu finanzieren, wirbt die AG nun um Investoren für eine Unternehmensanleihe im Umfang von bis zu 30 Millionen Euro, die die SME Mitte Oktober auflegen will.

Auf diesen Chassis-aufbau sollen verschiedene Modelle der VW-Familie passen. Foto Volkswagen

Elektroauto-Trend trifft Tausende Jobs in Sachsens

Studie: Elektrische Transformation der Autoindustrie kostet Sachsen per Saldo 850 Jobs Dresden, 11. Oktober 2019. Durch den Schwenk der deutschen Autoindustrie hin zu Elektroautos werden in Sachsen etwa 5100 Menschen in der Zulieferindustrie ihre Arbeitsplätze verlieren oder müssen auf andere Tätigkeiten umsatteln. Parallel dazu entstehen etwa 4250 neue Jobs in der sächsischen Auto-Zulieferindustrie. Das prognostizieren das „Netzwerk Automobilzulieferer Sachsen“ (AMZ) und das „Chemnitz Automotive Institute“ (CATI) in der Studie „Transformationsprozess in der sächsischen Automobilzulieferindustrie aufgrund der Umstellung auf die Produktion von Elektrofahrzeugen“. Per Saldo würden also 850 Jobs ganz wegfallen. Auftraggeber der Studie waren die „Sächsische Energieagentur“ (SAENA) und das sächsische Wirtschaftsministerium.