Alle Artikel in: zAufi

Die Aufnahme zeigt aktive Zonen unserer Sonne. Solar Dynamics Observatory, NASA

Planeten mitschuld an Sonnenzyklen

Modell von Helmholtz Dresden erklärt Takt der solaren Magnetfelder mit Gezeiten und Rossby-Wellen Dresden-Rossendorf, 27. Mai 2024. Die Erde, Venus und Jupiter sind mitschuld daran, dass unsere Sonne etwas unstet strahlt. Denn eben diese Planeten ziehen von Zeit zu Zeit mit ihrer Schwerkraft so sehr an unserem Zentralgestirne, dass wirbelförmige Strömungen auf der Sonne entstehen – sogenannte „Rossby-Wellen“. Und die wiederum lösen kurz- und langfristige Schwankungen im solaren Magnetfeld aus – mit all ihren Folgen für Kommunikation, Wetter und Navigation auf Erden. Davon ist ein Forscher-Team um Dr. Frank Stefani vom Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) überzeugt und hat dafür nun ein – laut eigener Einschätzung – schlüssiges Modell der Sonnenzyklen vorgestellt.

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Strahlende Mini-Helden im Kampf gegen Hirn- und Pankreas-Krebs

Trimt Radeberg arbeitet an radioaktiven Biomolekülen, die sich an zielgerichtet an Metastasen anheften Radeberg, 27. Mai 2024. Um die Diagnose und die Behandlung von besonders tückischen Krebsarten wie Bauchspeicheldrüsen-Tumore oder Hirn-Metastasen zu verbessern, arbeitet das Radeberger Unternehmen „Trimt“ an einer neuen Strahlenmedizin: Das mit einem leicht radioaktivem Gallium-Isotop beladene Biomolekül „Ga-68-Trivehexin“ habe inzwischen unter anderem Tests am Uniklinikum Dresden an einem Patienten mit mehreren Krebsarten und Hirnmetastasen absolviert, berichten die Radeberger.

Blick in die Akku-Produktion im BMW-Werk Leipzig. Hier im Bild werden gerade die Zellen vereinzelt. Foto: BMW

„Zinnwald Lithium“ von Freiberg nach Altenberg umgezogen

Verlagerung des Firmensitzes soll Verankerung im Osterzgebirge verdeutlichen Altenberg/Freiberg, 26. Mai 2024. Ein Signal, dass es nach jahrelangen Erkundungen und Vorbereitungen nun wohl doch ernst wird mit dem Lithium-Abbau im Erzgebirge: Die Zinnwald Lithium GmbH hat im Mai 2024 ihren Firmensitz von Freiberg nach Altenberg verlagert. Das hat das Unternehmen nun mitgeteilt.

Auf der 5G-vernetzten, digitalen Baustelle arbeiten Mensch und Maschine effizienter und machen weniger Fehler, hoffen die Forscher der TU Dresden, Foto: Oliver Koch für die TUD

„Digitale Transformation des Gebäudesektors drängt“

Bitkom: Digitalisierung kann Ökobilanz der Bauwirtschaft spürbar verbessern Berlin/Dresden, 25. Mai 2024. Die Bau- und Gebäudewirtschaft sollte rasch mehr digitale Technologien nutzen, um die ökologische Bilanz deutscher Immobilien zu verbessern. Große Effizienzpotenziale hat vor allem der Einsatz von Bau-Informationsmodellen (BIM) und „Digitalen Zwillingen“ ganzer Gebäude. Darauf hat der deutsche Digitalwirtschaftsverband „Bitkom“ aus Berlin hingewiesen.

Robotik-Station im Ceti Dresden. Foto: Heiko Weckbrodt

„Smart Systems Hub“ für betriebsübergreifende KI-Testlabore in Sachsen

Hub-Chef: Szene rund um „Künstliche Intelligenz“ wächst, doch Raum zum Ausprobieren fehlt Dresden, 24. Mai 2024. Die wachsende Wirtschaft und Forschung rund um „Künstliche Intelligenz“ (KI) in Sachsen braucht mehr praxisnahe Testplattformen und -labore, um den KI-Einsatz in den Betrieben zu beschleunigen. Das hat Michael Kaiser vom Dresdner Technologie-Vermittler „Smart Systems Hub“ auf Oiger-Anfrage eingeschätzt. Er reagierte damit auf Vorschläge der sächsischen Wirtschafts-Staatssekretärin Ines Fröhlich (SPD), eine Art „KI-Hub“ als gemeinsame Innovationsplattform im Freistaat zu etablieren – womöglich unter dem Dach des „Smart Systems Hubs“.

Statt Bürokratie abzubauen, wie immer wieder versprochen, denken sich EU und Bund immer neue Regulierungen für die Wirtschaft aus, kritisieren viele Unternehmer. Grafik: Heiko Weckbrodt, Ausschnitte aus Eur-Lex, UBA, BMSA, EU-Parlament

„Die Arbeitsweise der EU sollte sich deutlich ändern“

Unternehmer-Umfrage: Brüssel soll sich mehr um Bürokratie-Abbau, Energiekosten und Wettbewerbsfähigkeit kümmern Dresden, 24, Mai 2024. Die EU soll endlich mit dem lang versprochenen Bürokratie-Abbau ernst machen, statt sich immer neue Berichtspflichten auszudenken. Kümmern sollte sich die EU-Kommission um Ursula von der Leyen (CDU) auch viel mehr um eine stabile und bezahlbare Energieversorgung, die Fachkräftesicherung und generell um die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Wirtschaft. Das sind die wichtigsten Kernforderungen von ostsächsischen Unternehmen, die unter anderem für die Industrie- und Handelskammer (IHK) Dresden danach befragt worden waren, welchen wirtschaftspolitischen Themen sich Brüssel nach der Europawahl vor allem widmen sollte. „Die Arbeitsweise der EU sollte sich deutlich ändern“, fasst IHK-Hauptgeschäftsführer Lukas Rohleder das Stimmungsbild vor allem mit Blick auf die wachsende Bürokratie zusammen.

Roboterin im Futurium Berlin. Foto: Heiko Weckbrodt

Fraunhofer baut in Dresden ein Forschungszentrum für lernfähige Fabriken

38 Millionen Euro teures „CPS“ soll Robotern u.a. Maschinen kognitive Fähigkeiten einpflanzen Dresden, 23. Mai 2024. Roboter, Fräsmaschinen, industrielle 3D-Drucker und ganze Fabriken sollen künftig imstande sein, fortlaufend von Menschen zu lernen, sich selbst zu steuern, nach eigenen Fehlern nach zu korrigieren und sich ständig anzupassen. An solchen „kognitiven Produktionssystemen“ (CPS) wollen Fraunhofer-Ingenieure in einem neuen Forschungszentrum in Dresden forschen. Heute haben sie gemeinsam mit Politikern den offiziellen Grundstein für den 38 Millionen Euro teuren CPS-Komplex nahe am Dresdner Uni-Südcampus gelegt.

Einst war er hier Brikett-Stanzer, nun Museumserklärer: Frank Arnold in der Energiefabrik Knappenrode. Foto: David Brandt via LHD/TSD

Wie aus dem Brikett-Stanzer ein Museumsführer wurde

Sonderschau „Industriegeschichten“ über ein zweites Leben in abgewickelten DDR-Betrieben Dresden, 23. Mai 2024. Über zwei Jahrzehnte rackerte Frank Arnold in der Brikettfabrik Knappenrode, stand Tag und Nacht an der Brikettpresse, im Drei-Schicht-Betrieb. Die Arbeit war sein Leben. Dann, eines Tages nach der Wende, kam er zur Schicht – und da wurde ihm eröffnet: Du wirst nicht mehr gebraucht, die Anlage wird stillgelegt. „Da bin ich zusammengeklappt, geheult… Auf einen Schlag war Schluss.“ So wie Frank Arnold ging es Hunderttausenden in der ehemaligen DDR: Erst die Freude über die errungene Freiheit von den Kommunisten – und dann schlossen die Betriebe reihenweise. Was dieser Transformationsprozess im Zeitraffer für den einzelnen Menschen bedeutete, haben die Kulturwissenschaftlerin Cornelia Munzinger-Brandt und der Fotograf David Brandt in zwei Dutzend biografischen Foto-Filmen aufgenommen, komprimiert – und präsentieren das Ergebnis nun als Sonderausstellung „Industriegeschichten“ in den Technischen Sammlungen Dresden (TSD).

Entwicklungsleiter und Mitgründer Andreas Werner testet in einem Labor von Smart Nanotubes, wie gut die künstlichen Nasen Ammoniak oder Schwefelwasserstoffe erkennen. Foto: Heiko Weckbrodt

„Künstliche Nasen“ aus Sachsen bald serienreif

Erschnüffelt Akku-Brände vor den ersten Flammen: „Smart Nanotubes“ kombiniert Nanotech und KI Freital/Dresden, 23. Mai 2024. Die „Smart Nanotubes Technologies“ Freital wird seine „künstlichen Nasen“ ab Ende 2024 oder Anfang 2025 erstmals in Serienprodukten verkaufen. Das hat die einstige Ausgründung der TU Dresden angekündigt. Im Fokus stehen dabei zunächst Brand-Frühwarnsysteme für Elektroauto-Ladesstationen und Akkus und Hygieneprodukte für Altenheime.

Prof. Dr. Lothar Kroll (r.) und Sebastian Nendel kontrollieren an der TU Chemnitz eine Spreizanlage für Kohlenstofffasern. Die Uni will ihre Carbon-Expertise in der Carbonlabfactory Lausitz ausbauen. Foto: Hendrik Schmidt für die TU Chemnitz

Australische Carbon-Expertise soll Lausitz beim Kohleausstieg helfen

Millionenschwere Forschungszentrum sollen Region bei Transformation helfen Chemnitz/Melbourne/Hoyerswerda/Boxberg, 22. Mai 2024. Carbonfaser-Forscher aus Sachsen, Brandenburg und Australien wollen künftig enger zusammenarbeiten, unter anderem bei Transformationsprojekten in der Lausitz. Das hat der sächsische Regionalminister Thomas Schmidt (CDU) zum Auftakt einer Australien-Delegationsreise mitgeteilt.

Spiegel, Bild, FAZ und Co. sind mit ihren Netzauftritten als Nachrichtenquelle beliebt. Grafik: Bitkom

Jeder Zweite fühlt sich durch Infoflut aus dem Netz überfordert

Bitkom: Medienkompetenz beginnt in der Schule Berlin, 22. Mai 2024. Vielen Deutschen fällt ist immer schwerer, in der Fülle aus Nachrichten, Quellen und Informationen im Internet noch den Überblick zu bewahren. Das hat ein Umfrage des deutschen Digitalverbandes „Bitkom“ aus Berlin ergeben. Demnach fühlt sich die Hälfte häufig überfordert. 58 Prozent wissen oft nicht, welchen Nachrichten im Internet sie vertrauen können. 62 Prozent reduzieren ihren Nachrichtenkonsum manchmal bewusst, wenn sie die Informationsflut überfordert.

Zellmontage im Batteriewerk von Accumotive-Daimler in Kamenz. Was aber tun mit den Akkus, wenn sie aus dem Elektroauto wegen Reichweiteverlusten wieder ausgemustert werden? Ist ein Einsatz als stationärer Energiespeicher sinnvoller oder ein direktes Recycling? Foto: Heiko Weckbrodt

Sachsens Industrie verliert fast drei Milliarden Euro Umsatz

IHK-Umfrage: Talfahrt in ostsächsischer Wirtschaft hält an, Talsohle ist aber womöglich in Sicht Dresden, 22. Mai 2024. Die ostsächsische Wirtschaft ist weiter auf Talfahrt – vor allem die Autoindustrie, Chipfabriken und Stahlwerke, die teils herbe Umsatzeinbußen hinnehmen mussten. Das geht aus der Frühjahrsumfrage der Industrie- und Handelskammer (IHK) Dresden hervor. Allerdings gebe es auch erste Indizien für eine „Bodenbildung“, schätzt IHK-Präsident Andreas Sperl ein. Etwas überraschend mehren sich insbesondere in der krisengeschüttelten Bauwirtschaft gewisse Erholungssignale.

Die Isolation im Corona-Ausnahmezustand hat die Menschen egoistischer gemacht, hat eine Studie des IWH und der Uni Magdeburg ergeben. Foto (bearbeitet): Heiko Weckbrodt

AvD: Auto-Maut macht Mobilität unbezahlbar

Autofahrer-Verein kritisiert Wirtschaftsweise scharf Frankfurt am Main, 21. Mai 2024. Auf scharfe Kritik vom „Automobilclub von Deutschland“ (AvD) ist der Vorschlag für eine Straßen-Maut in Deutschland gestoßen, den kürzlich die „Wirtschaftsweisen“ der Bundesampel vorgeschlagen hatten. Dies mache Mobilität für viele Menschen zunehmend „unbezahlbar“, schätzt der Autofahrer-Verein aus Frankfurt am Main ein.

Blick von oben auf das Gebäudeensemble: vorn der denkmalgeschützte Clemens-Winkler-Bau, dahinter die neuen Laborflügel Mitte und Süd sowie der bereits 2014 eingeweihte Laborflügel Nord. Foto: Andreas Hiekel für die TUBAF

Neue Chemie-Labore für Bergakademie Freiberg

61,2 Millionen Euro teure Anbauten sollen Forschungsbedingungen verbessern Freiberg, 21. Mai 2024. Chemiker und Elektroniker haben an der Bergakademie Freiberg bessere Forschungsbedingungen bekommen: Die Wissenschaftler haben heute offiziell zwei neue Laborflügel am Clemens-Winkler-Bau in Beschlag genommen. Die beiden zusätzliche Gebäudetrakte haben insgesamt 61,2 Millionen Euro gekostet. Darauf hat der sächsische Finanzminister Hartmut Vorjohann (CDU) hingewiesen.

"Made in Germany" hat viel von seinem Glanz verloren. Grafik: Heiko Weckbrodt

Deutsche Industrie verliert an Wettbewerbsfähigkeit

Ifo-Umfragen zeigen Abwärtstrend seit 2022 München, 21. Mai 2024. Die deutsche Industrie hat nach eigener Einschätzung seit 2022 immer mehr an internationaler Wettbewerbsfähigkeit verloren. Das haben Umfragen des Ifo-Instituts aus München ergeben. „Für die deutsche Industrie wird es schwieriger, sich im Wettbewerb zu behaupten“, warnt Ifo-Forscher Klaus Wohlrabe.