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So etwa könnte das "Mikrolabor" für den geplanten neuen PCR-Schnelltest für Corona aussehen. Foto: TUD

TU Dresden arbeitet an PCR-Schnelltest für Corona

Ergebnisse sollen in 20 Minuten vorliegen und genau wie beim DNS-Test sein Dresden, 22. Januar 2022. Damit Corona-Viren genauer als bisher und dennoch rasch nachweisbar werden, will eine Dresdner Nachwuchs-Forschungsgruppe bis Ende 2022 einen PCR-Schnelltest für Covid19 entwickeln. Das hat die Technische Universität Dresden (TUD) mitgeteilt. „Solche deutlich effizienteren Tests werden die flächendeckende Diagnose für künftige Wellen und Pandemien ermöglichen“, schätzt die Uni ein.

5G-Campusnetz-Container vom Ceti Dresden. Solche Container, aber auch nur koffergroße Ausführungen mobiler Funkstationen will "Campus Genius" der freien Wirtschaft anbieten. Foto: Heiko Weckbrodt

Sachsen spannen deutsch-französische 5G-Campusnetze auf

Uni und Smart Systems Hub Dresden helfen bei Referenzlösungen nach offenen Standards mit Dresden, 21. Januar 2022. Funktechnik-Spezialisten aus Dresden werden gemeinsam mit weiteren Partnern deutsch-französische Campusnetze entwickeln, die auf dem Mobilfunk der 5. Generation (5G) und herstellerunabhängigen Netzwerkarchitekturen nach dem Open-RAN-Prinzip basieren. Das geht aus einer Mitteilung des Bundeswirtschaftsministeriums hervor. An diesem „5G-Opera“-Projekt beteiligt sind unter anderem die TU Dresden, der Smart Systems Hub Dresden und das Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS aus Erlangen.

Containerschiff. Foto: Thomas_G, Pixabay https://pixabay.com/de/users/thomas_g-7083/?utm_source=link-attribution&utm_medium=referral&utm_campaign=image&utm_content=56569

Ifo: De-Globalisierung würde Deutschland 10 % Wirtschaftsleistung kosten

Statt Produktion „zurückzuholen“, wollen viele Unternehmen nach Corona und Trump ihre Lager vergrößern und mehr internationale Lieferquellen suchen München, 21. Januar 2022. Ifo-Wirtschaftsforscher haben davor gewarnt, in einer De-Globalisierung der Wirtschaft die Generallösung für gestörte Lieferketten zu suchen: Würde die Bundesrepublik alle Glieder seiner Wertschöpfungsketten wieder in die eigenen Grenzen zurückholen, also wieder auf völlig nationale Produktionsketten setzen, würde dies die deutsche Wirtschaftsleistung um ein Zehntel senken. Das hat die Studie „Flaschenhals-Rezession: Was hilft bei Lieferengpässen und steigenden Preisen“ ergeben.

Künstliche Intelligenz (KI) gilt inzwischen als zentrale Schlüsseltechnologie des Digital-Zeitalters. Die Deutschen sehen die KI-technologie aber eher skeptisch und risikobehaftet. Foto: Geralt. Pixabay, CC0-Lizenz

Deutsche Antwort auf dichtende Künstliche Intelligenzen aus Übersee

„Open GPT-X“ soll KIs lehren, europäische Sprachen zu verstehen, journalistische Texte zu verfassen und Datenschutz einzuhalten Berlin/Dresden/Sankt Augustin, 20. Januar 2022. Als europäische Antwort auf sprachbegabte „Künstlichen Intelligenzen“ (KI) aus den USA und China wollen zehn deutsche Partner ein eigenes KI-Sprachmodell namens „Open GPT-X“ entwickeln. Solche Modelle versetzen KIs beispielsweise in die Lage, komplexe Texte zu verstehen, sich als Roboter-Journalist zu verdingen und Kunden von Unternehmen zu betreuen, die dann dafür keine Menschen mehr brauchen. Das neue deutsche Konsortium will nun eigene KI-Modelle entwickeln, die europäische Sprachen und den EU-Datenschutz beherrschen. Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Bündnisgrüne) fördert dieses Vorhaben mit knapp 15 Millionen Euro aus dem GaiaX-Programm.

Roboter spielen eine Schlüsselrolle im Industriellen Internet der Dinge - hier ist beispielhaft ein Stäubli-Roboter zu sehen. Foto: Heiko Weckbrodt

China will Robotik-Weltmarktführung übernehmen

Reich der Mitte hat sich in der Roboterdichte schon auf Rang 9 vorgearbeitet – will aber weniger von Importen abhängig werden Peking/Frankfurt am Main, 20. Januar 2022. China strebt die globale Robotik-Führung an. Das sieht ein in Peking veröffentlichter Fünf-Jahres-Plan vor, in dem auch das Ministerium für Industrie und Informationstechnologie (MIIT) spezielle Aufgaben für die chinesische Robotik formuliert. Demnach wollen die kommunistischen Wirtschaftslenker einerseits die eigene Roboterproduktion im Reich der Mitte ankurbeln, anderseits die chinesische Wirtschaft durch massiven Robotereinsatz stärker als bisher automatisieren.

Industrienahe Forschung für den Mittelstand wird hier hoch gewichtet: Blick ins Technikum des Leibniz-Instituts für Polymerforschung Dresden. Foto: Heiko Weckbrodt

Forschungsbedarf kleiner und mittlerer Industriebetriebe steigt

Wegen stagnierender Budgets bekommt nur noch jeder 2. Antrag einen Zuschlag Köln, 19. Januar 2022. Der Forschungsbedarf kleiner und mittelständischer Unternehmen (KMU) steigt – besonders in jenen Betrieben, die keine eigene Entwicklungsabteilung haben. Davon geht zumindest die „Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen ,Otto von Guericke’“ (Aif) aus Köln aus, die sich um die sogenannte „Industrielle Gemeinschaftsforschung“ (IGF) kümmert.

Ladepunkt für Elektroautos an der Volkswagen-Manufaktur Dresden. Foto: Rolf Jaegers für VW Sachsen

Elektroauto-Crashkurs für Hotel-Mitarbeiter

VW-Manufaktur Dresden schult Personal zu Themen rund ums Elektroauto Dresden, 19. Januar 2022. Weil wegen Corona-Restriktionen die Hotels ohnehin kaum ausgelastet sind, können die Mitarbeiter nun Crash-Kurse in Elektromobilität belegen. Ein entsprechendes Weiterbildungs-Angebot haben Volkswagen und der Gastroverband Dehoga nun in der gläsernen Manufaktur organisiert. Kursziel sei „der kompetente Umgang mit Gästen, die ein E-Auto fahren.“

So visualisiert Blackstone seine Pläne, auf der grünen Wiese in Sachsen eine Giga-Fabrik für 3D-gedruckte Akkuzellen hochzuziehen. Visualisierung: Blackstone

Blackstone kauft Land für Akkufabrik-Ausbau in Sachsen

Pilotanlage für gedruckte Batteriezellen in Döbeln soll auf halbe Gigawattstunde wachsen Döbeln/Baar, 18. Januar 2022. „Blackstone“ will seine Akkufabrik in Sachsen ausbauen und hat deshalb nun weitere 16.500 Quadratmeter Land in Döbeln gekauft. Das teilte das Mutterunternehmen „Blackstone Resources AG“ heute im schweizerischen Baar mit.

Wasserstoff gilt als wichtiger Energieträger - zudem braucht die Chemieindustrie das Gas für viele Prozesse. Grafik: Heiko Weckbrodt

Sachsen beschließt eigene Wasserstoffstrategie

Freistaat will sich als Ausrüster profilieren und per Windkraftausbau zum H2-Großproduzent werden Dresden, 18. Januar 2022. Das sächsische Kabinett hat heute in Dresden eine eigene Wasserstoffstrategie für den Freistaat gebilligt. Demnach soll sich Sachsen nicht nur als Hersteller von Elektrolyseuren, Brennstoffzellen und anderen Anlagen für die Wasserstoffwirtschaft profilieren, sondern auch die eigene Wasserstoff-Produktion ausbauen und dafür wiederum vor allem die Windkraft-Stromerzeugung ausbauen. Das geht aus einer Mitteilung des sächsischen Umweltministeriums hervor.

Raubtieren wie dieser Tiger haben im Laufe der Evolution bestimmte Gene verloren, die unter anderem für den Abbau von Pflanzengiften zuständig waren. Foto: TheOther Kev, pexels.com, Lizenz: kostenlose Nutzung https://www.pexels.com/de-de/foto/grauer-und-schwarzer-tiger-der-auf-wald-geht-2264556/

Raubtieren fehlt Entgiftungs-Gen

Senckenberg Dresden: Der einstige evolutionäre Vorteil könnte die Räuber empfindlicher gegen menschengemachte Gifte machen Dresden/Frankfurt am Main, 18. Januar 2021. Was einst ein evolutionärer Vorteil war, könnte sich für manche Tiere durch menschliches Zutun zunehmend in einen Nachteil verwandelt: Als diese Tiere einst ihren Speiseplan auf Fleisch umstellten und zu Raubtieren wurden, minderten sie zwar den Giftanteil in ihrem Essen. Allerdings verloren sie dadurch im Laufe der Evolution auch das Gen NR1I3, das ihnen beim Abbau von Pflanzengiften geholfen hatte. Dieser Verlust entwickelt sich aber zum Problem, da Raubtiere nun auch viele künstliche, menschengemachte Stoffe aus der Umwelt aufnehmen, die eben auch giftig für sie sein können. Das geht aus einer genetische Analyse der Senckenberg-Gesellschaft für Naturforschung in Dresden, des Loewe-Zentrums für Translationale Biodiversitätsgenomik (TBG) in Frankfurt am Main und des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin ergeben.

Bild von Organoiden aus Leberzellen von normalen (links) und mutierten (rechts) Mäusen, bei denen sich Lipide, also Fette, (in grün) sammeln. Wenn die beiden Gene RNF43 und ZNRF3 mutiert sind, produzieren die Leberzellen eigenständig höhere Lipidmengen, die sich auch als große Tröpfchen im Inneren jeder Zelle ansammeln (erkennbar an den Kernen in Blau und der umgebenden Zellmembran in Weiß). Mikroskopaufnahmen: Belenguer et al. Nature Communications 2022 / MPI-CBG

Mutierte Gene können auch bei Schlanken zur Fettleber führen

Dresdner Genetiker finden „Schalter“ für Entzündungen Dresden, 17. Januar 2022. Selbst manche schlanke Menschen, die sich gesund ernähren, bekommen plötzlich eine Fettleber. Der Grund dafür liegt im Erbgut, wie ein Team um die Forschungsgruppenleiterin Dr. Meritxell Huch vom Max-Planck-Institut für molekulare Zellbiologie und Genetik (MPI-CBG) in Dresden nun herausgefunden hat: Wenn die Gene „RNF43“ und „ZNRF3“ mutieren, dann lagern sich mehr Fette an und vermehren sich die Leberzellen („Hepatozyten“). Entzündungen bis hin zur Fettleber und eine schrumpfende Lebensspanne können die Folgen sein.

Ein Roboterboot auf dem Wasser. Foto: TU Bergakademie Freiberg

Roboterboote sollen Wassergüte von Sachsens Seen überwachen

Bergakademie Freiberg setzt eine KI ans Steuer Freiberg, 16. Januar 2022. Kleine Roboterboote sollen künftig selbstständig Seen und Tümpel abpatrouillieren, um ökologische Schäden zu entdecken, aber auch um interessante Ecken für Naturforscher vorzuerkunden. Forschende der Bergakademie Freiberg konstruieren derzeit im Rahmen des Projektes „Robo-Boat-Assist“ ein solches Roboterboot und wollen es mit einer Künstlichen Intelligenz (KI) versehen, die das Steuerrad übernimmt. Das geht aus einer Mitteilung der Freiberger Uni hervor.

Zu sehen sind hier alte Lithiumbromidlösungen aus Absorptions-Kälteanlagen, die mit dem neuen Verfahren aus Sachsen für die Wiederverwertung gereinigt werden. Foto: ILK Dresden

Sachsen gewinnen Lithium-Verbindungen aus alten Kühlanlagen

Neues Verfahren von Luxchemtech, ILK Dresden und Johnson Control sorgt dafür, dass Kühlmittel nicht mehr als Sondermüll endet Dresden/Freiberg, 15. Januar 2022. Forscher und Ingenieure aus Sachsen haben einen Weg gefunden, Lithium-Verbindungen aus Kühlanlagen zurückzugewinnen. Im Mai bekommt der federführende Projektpartner „Luxchemtech“ aus Freiberg dafür den „Eku-Zukunftspreis“ des sächsischen Umweltministeriums. Das haben das Ministerium sowie das private Institut für Luft- und Kältetechnik (ILK) aus Dresden mitgeteilt, das die Technik für das Recyclingverfahren entwickelt hatte.

Die Pilotanlage von Sunfire in Dresden-Reick hat mit der Dieselproduktion aus Luft, Wasser und Ökostrom begonnen. Foto: Sunfire/ Cleantech Media

Sunfire Dresden kauft MTV

Elektrolyseur-Hersteller übernimmt Galvanik-Fabrik, um mehr und größere Elektroden selbst beschichten zu können Dresden/Solingen, 14. Januar 2022. Sunfire verlängert seine Wertschöpfungskette: Um künftig mehr Alkali-Elektrolyseure der Megawattklasse herstellen zu können, hat das Dresdner Unternehmen nun MTV gekauft – aber nicht den legendären Musikfernsehsender, sondern die Solinger Galvanikfabrik des Metallveredlers „MTV NT“. Das hat Sunfire heute mitgeteilt.

Im Lehmann-Zentrum stehen die Supercomputer der TU Dresden. Foto: Robert Gommlich für die TUD

Uni Dresden kauft neuen Supercomputer

System kostet über zehn Millionen Euro und ist auf die Datenanalyse spezialisiert Dresden, 14. Januar 2022. Die Uni Dresden bekommt einen neuen Supercomputer mit über 60.000 Prozessor-Kernen, der vor allem für die schnelle Analyse großer Datenmengen und für wissenschaftliche Simulationen ausgelegt ist. Das hat die Technische Universität Dresden (TUD) mitgeteilt. Das System kostet über zehn Millionen Euro und soll im Herbst 2022 hochfahren.