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Hans-Jürgen Straub. Archivfoto: X-Fab

Straub: Deutschland sollte auf eigene Chipindustrie setzen

Ehemaliger X-Fab-Chef begrüßt Initiative „Vertrauenswürdige Elektronik – Made in Germany“ Berlin, 20. April 2019. Deutschland wäre gut beraten, große Teile der gesamten Wertschöpfungskette vom Computerchip bis zum komplexen Elektronikprodukt im eigenen Lande zu haben. Das hat Hans-Jürgen Straub, der ehemalige Chef des Erfurter Halbleiter-Unternehmens „X-Fab“, gegenüber dem Bundesforschungsministerium eingeschätzt. Dabei bezog er sich auf den Streit um mögliche Abhör-Hintertüren in der Kommunikationstechnik chinesischer und amerikanischer Hersteller.

Highvolt-Monteur Andreas Nusch prüft die elektrischen Verbindungen an einer 550.000-Volt-Wechselspannungs-Prüfanlage, die für Toshiba bestimmt ist. Foto. Heiko Weckbrodt

Anmeldestart für Dresdner Industrienacht 2019

13 Betriebe öffnen ihre Werktore Dresden, 19. April 2019. Die nächste „Lange Nacht der Industrie“ steht in Dresden vor der Tür: Am 20. Juni 2019 werden 13 Industriebetriebe und industrienahe Dienstleister aus Dresden und dem Umland ihre Fabriktore für angemeldete Besucher öffnen. Darauf weist die Industrie- und Handelskammer (IHK) Dresden hin. Die Betriebe wollen über ihre Arbeit informieren und letztlich auch neue Fachkräfte gewinnen. Die beteiligten Unternehmen: Dazu gehören die Softwareschmiede Comarch, die Lackfabrik Novatic, die Essel-Tubenfabrik, die Prüfanlagen-Firma Highvolt, Solarwatt, die Elbeflugzeugwerke, das Verlagshaus DDV. Die f6-Zigarettenfabrik, Micro-Epsilon Optronic und der Chipkarten-Hersteller Plasticard-ZFT aus Dresden sowie Duravit Sanitärporzellan Meißen, FB-Aufzüge Arnsdorf und das Beschichtungsunternehmen Southwall in Großröhrsdorf. Wo anmelden? Wer sich erfolgreich registriert, kann an zwei jeweils anderthalbstündigen Unternehmensführungen gratis teilnehmen. Für Fragen über Karrierechancen werden Chefs, Meister und Azubis parat stehen. Wer Interesse hat, kann sich ab sofort um solch eine Tour bewerben. Die Platzzahl ist begrenzt. Die Anmeldung ist über langenachtderindustrie.de/regionen/dresden/ möglich. Autor: hw

Der erste Abschnitt der Universellen Werke Dresden ist saniert und als Technologiezentrum nutzbar. Foto: Heiko Weckbrodt

Platzmangel für Investoren in Dresden

Die zahlreichen Forschungseinrichtungen in der Stadt sorgen für Firmengründungen udn stützen die Konjunktur – aber Ansiedlungsflächen werden rar Dresden, 18. April 2019. Trotz der dunklen Wolken am globalen Konjunkturhimmel wächst die Dresdner Wirtschaft weiter – bisher zumindest: Rechnet man Behörden-Jobs ein, hat sie im Jahr 2018 rund 7000 neue Arbeitsplätze geschaffen und über 155 Millionen Euro in Erweiterungsvorhaben sowie Neubauten investiert. „Der Wirtschaftsstandort Dresden brummt“, schätzte der städtische Chef-Wirtschaftsförderer Robert Franke ein.

Oliver Ahlberg und Taavi-Madiberk von Skeleton zeigen ihre Ultrakondensatoren. Foto: Skeleton

Skeleton steckt weitere 25 Millionen Euro in Ultrakondensator-Fabrik in Sachen

Geld fließt in Fabrik in Großröhrsdorf und mehr Forschung Tallinn/Großröhrsdorf, 18. April 2019. „Skeleton Technologies“ wird weitere 25 Millionen Euro in seine Ultrakondensatoren-Fabrik in Großröhrsdorf investieren. Das hat das estnische Unternehmen in Tallin dem sächsischen Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) versprochen, der mit einer Wirtschaftsdelegation zuvor Finnland und dann Estland besucht hatte. Die Belegschaft werde sich bis 2022 von 50 auf dann 545 verzehnfachen, kündigte Skeleton laut einer ministeriellen Mitteilung zudem an.

Werfen ihre Ideale über Bord, als sie versuchen, die Bank ihrer Familie vor einer feindlichen Übernahem zu retten: Simon und Amanda Absalonsen. Abb.: Bildschirmfoto von "Follow the Money 2"

„Follow the Money 2“: Den Brankrottmachern auf der Spur

Neue Staffel von den „Borgen“-Machern auf DVD erschienen Nachdem sie in der ersten Staffel den Ökostrombetrügern von „Energreen“ den Garaus gemacht haben, nehmen die „Borgen“-Macher diesmal andere Wirtschaftskriminelle ins Visier: In der nun auf DVD erschienenen zweiten Staffel von „Follow the Money“ erzählen sie die Geschichte einer kleinen Privatbank, deren Eigner genossenschaftliche Crowdfunding-Ideale predigen, die sie aber rasch auf dem Alter der größten dänischen Bank. Und mittendrin sind wieder die – mittlerweile vorbestrafte – Finanzjuristin Claudia Moreno (Natalie Madueño), den Polizisten Mads Justesen (Thomas Bo Larsen) und Alf Rybjerg (Thomas Hwan) von der Wirtschaftskripo sowie der schwedische Killer-Opa (Claes Ljungmark) aus dem ersten Teil.

Blick auf die Gantry, gewissermaßen die "Lupe", die die Protonenstrahlen auf die Tumoure im Patienten lenkt, im Uniklinikum Dresden. Foto: Universitätsklinikum CGC Dresden

Mehr Geld für Hochschulen

Ausgaben um 4 % gestiegen Wiesbaden, 17 April 2019. Die Hochschulausgaben sind im Jahr 2017 um vier Prozent auf 54,1 Milliarden Euro gestiegen. Das teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) in Wiesbaden mit. Eingerechnet sind in diese Summe die Ausgaben für Lehre, Forschung und Krankenbehandlung in öffentlichen, kirchlichen und privaten Hochschulen.

Die Neutrino-Nachweismaschine am "Sudbury Neutrino Oberservatory" - Blick auf die riesige Kugel mit schwerem Wasser in einer ehemalige Nickel-Mine. Foto: Ernest Orlando Lawrence Berkeley National Laboratory, SNO

Nobelpreisträger in Dresden

Spitzenforscher erklären Synapsen, die neutrinomasse und exotische Materialien Dresden, 16. April 2019. Vier Nobelpreisträger besuchen demnächst Dresden, um ihre Forschungen allgemeinverständlich einem breiten Publikum zu erklären. Den Auftakt bestreitet eine Chemie-Nobelpreisträgerin: Ada Yonath refeiert am 24. April ab 19 Uhr im TU-Hörsaalzentrum an der Bergstraße darüber, wie Ribosomen arbeiten – jene winzigen „Baumeister“ im Innern von Körperzellen, die aus Erbinformationen Proteine konstruieren.

Das Autartec-Haus schwimmt im Hafen des Bergheider Sees in Brandenburg. Architektonisch wirkt es wie verschmolzende Prismen. Foto: Fraunhofer IVI

Schwimmende Autarkie: Kubistisches „Autartec“-Haus im Bergheider See ist fertig

Unter Dresdner Fraunhofer-Regie haben Ingenieure haben einen Prototypen für ein schwimmendes, selbstversorgende Gebäude errichtet Dresden/Finsterwalde, 16. April 2019. Leben wir in Zukunft in schwimmenden Häusern auf ehemaligen Tagebau-Seen und versorgen uns selbst mit Strom, Wärme und Wasser? Ob und wie solch eine autarke Lebensweise funktionieren kann, haben Ingenieure aus Sachsen, Thüringen und Brandenburg nun praktisch erprobt: Sie haben seit 2014 unter Führung des Dresdner Fraunhofer-Instituts für Verkehrs- und Infrastruktursysteme (IVI) auf dem Bergheider See nahe Finsterwalde ein schwimmendes „Autartec“-Haus gebaut. Nun ist das kubistische Gebäude fertig.

Connect-Chefredakteur Marc-Oliver Bender und WMP-Verlagsleiter Dirk Waasen bereiten die Technologiemesse "Connect ec" in Dresden vor. Foto: Josef Bleier für Connect

Technologiemesse in Dresden in den Fußstapfen von Cebit und MWC?

Nach Premiere im Mai 2019: Veranstalter wollen „Connect ec“ zur stadtweiten Messe ausbauen Dresden, 16. April 2019. Wenn es nach den Veranstaltern geht, wird die neue Technologiemesse in Dresden ein Stück weit die Lücke schließen, die das Aus für die Cebit in Deutschland gerissen hat. Außerdem soll sich die „Connect ec“ (2. bis 5. Mai 2019) zu einer Mobilfunkmesse von internationalem Rang wie der „Mobile World Congress“ (MWC) in Barcelona entwickeln – aber mehr Endkonsumenten anziehen. Das geht aus Angaben von „Connect“-Chefredakteur Marc-Oliver Bender und Verlagsleiter Dirk Waasen von der „Weka-Media-Publishing“ (WMP) hervor, die die Konferenzmesse organisieren.

In den Computer-Containern von "Cloud & Heat" Dresden sind Rechentechnik, Kühlung unn Überwachungssysteme schlüsselfertig vorbereitet. Foto: Cloud & Heat

Rechenzentrumspreis 2019 für „Cloud & Heat“ aus Dresden

Jury würdigt Software für Rechenlast-Verteilung Dresden/Flörsheim am Main, 14. April 2019. Für Energiespar-Lösungen im Computersektor hat die „Cloud & Heat Technologies“ aus Dresden nun in Flörsheim am Main den „Deutschen Rechenzentrumspreis 2019“ in der Kategorie „Ressourceneffiziente Rechenzentren“ gewonnen. Das haben das Dresdner Unternehmen sowie der Preis-Ausrichter, die „dc-ce RZ-Beratung“ aus Frankfurt am Main, mitgeteilt.

ChargeX-Gründer Tobias Wagner (Mitte) freut sich über das Geld, das ihm Dresdens Chef-Wirtschaftsförderer Robert Franke (rechts) zugesagt hat - und über die Unterstützung durch Marco Weiß von VW Dresden. Foto: Volkswagen

Feldtest für neue Aqueduct-Ladepunkte in Dresden

ChargeX erprobt mit Hilfe von Stadt und VW modulares Ladesystem für Elektroautos Dresden, 12. April 2019. Damit bald mehr Ladesäulen für Elektroautos in Dresden verfügbar sind, unterstützen die städtischen Wirtschaftsförderer einen Feldtest mit dem neuen Ladepunktsystem „Aqueduct“ von „ChargeX“. Amtsleiter Robert Franke hat ChargeX-Chef Tobias Wagner dafür heute in der Dresdner VW-Manufaktur 36.366 Euro aus seinem Innovationsfonds zugesagt. Außerdem will Volkswagen das neue Lade-System in Dresden, Zwickau und an weiteren Konzernstandorten übernehmen, damit VW-Beschäftigte ihre Elektroautos damit aufladen können.

Blick in einen Reinraum der "First Sensor"-Gruppe. Foto: First Sensor

Millionenauftrag aus Asien für First Sensor Dresden

Sächsische Fabrik fertigt Tankdruck-Sensoren für Hybridautos Dresden, 12. April 2019. „First Sensor“ aus Dresden hat einen Millionenauftrag aus Asien bekommen. Die Dresdner Fabrik wird demnach für einen Automobilzulieferer spezielle Sensoren liefern, die später den Tankdruck in deutschen Hybridautos messen sollen, um kleine Lecks schnell zu erkennen. Das teilte das Mutterunternehmen aus Berlin mit. Den Namen und das genaue Auftragsvolumen gab die Firma aber nicht bekannt.

Da will man doch gleich knuddeln: Tiermodell in der "Boden"-Ausstellung. Foto (freigestellt): Heiko Weckbrodt

Senckenberg-Schau in Dresden über „Die dünne Haut der Erde“

Durch vier Kammern zum Boden der Dinge Dresden, 11. April 2019. Wir trampeln darauf herum, schimpfen ihn „Dreck“, schütten Teer darüber – doch all das hat er nicht wirklich verdient: Der Boden, auf dem wir stehen, ist unser Fundament im Leben, er nährt uns, schützt unser Erdklima, hat die frühen Hochkulturen vom Nil bis zum Indus erst ermöglicht und ist Heimstatt für Billionen von Lebewesen. Jetzt endlich bekommt er die Aufmerksamkeit, die er längt verdient hat: In einer Wanderausstellung „Die dünne Haut der Erde – unsere Böden“ würdigt die Senckenberg-Gesellschaft ab dem 13. April 2019 in ihren „Naturhistorischen Sammlungen“ im Japanischen Palais Dresden diese natürliche und endliche Ressource.

Marktanteile (nach Neuzulassungen) im Elektroauto-Weltmarkt nach Herstellern. Grafik: BMW, Daten: IHS

Chinesen führen im Elektroauto-Weltmarkt

Tesla auf Platz 2, BMW auf Rang 4 München, 121. April 2019. Im Weltmarkt für Elektroautos führen die Chinesen mit großen Abstand – zumindest, wenn man dies an den Produktionszahlen misst. Das geht aus Statistiken von BMW hervor, die der bayrische Autokonzern auf der Basis von Daten des Marktforschungsunternehmens IHS erstellt hat. Berechnet sind dabei Marktanteile an den Neuzulassungen, wobei neben reinen Stromern auch Hybridautos eingerechnet sind.