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"Alix Labs" erzeugt mit dem APS-Verfahren Nanostrukturen. Foto: Alix Labs

Alixlabs sammelt 9 Millionen Kronen Risikokapital ein

Schwedische Mikroelektronik-Firma testet ihre APS-Halbleitertechnologie in Sachsen Lund/Dresden/Bannewitz, 28. September 2021. Um eine neuartige und vor allem preiswerte Herstellungsmethode für Highend-Chips weiterzuentwickeln, bekommt das junge schwedische Technologieunternehmen „Alixlabs“ aus Lund nun neun Millionen Schwedische Kronen (zirka 883.000 Euro) von Risikokapitalgebern. Beteiligt sind Almi Invest sowie private Investoren wie die Sport-Profis Michael, Alexander und William Nylander. Mit dem Geld wollen die Schweden ihre „Atomic Layer Etch Pitchsplitting“ (APS) genannte Fertigungstechnologie verbessern und in Bannewitz in Sachsen testen. Das hat Alixlabs-Chef Jonas Sundqvist mitgeteilt, der ähnlich wie viele seiner Mitstreiter eng mit dem Mikroelektronik-Standort Dresden vernetzt ist.

Stefan Kooths. Foto: IfW Kiel

IfW-Ökonom: Neue Regierung kann nicht mehr aus dem Vollen schöpfen

Verteilungskonflikte gewinnen wegen schrumpfender finanzieller Spielräume des Bundes an Schärfe Kiel, 27. September 2021. Ob nun Ampel, Jamaika oder Groko: Welche Regierung sich nach der Bundestagswahl auch immer bilden mag – sie wird weit geringere finanzielle Spielräume für teure Rettungsschirme und eigene Lieblingsprogramme haben als die vorherige. Das geht aus einer Einschätzung des Instituts für Weltwirtschaft (IfW) in Kiel hervor. „Das Wahlergebnis lässt Raum für einen marktwirtschaftlichen Aufbruch, zumal sich jede Regierung angesichts schwindender Wachstumskräfte unnötig teuren Interventionismus immer weniger leisten kann“, betont IfW-Konjunkturchef Prof. Stefan Kooths die Chancen und Risiken des nächsten Kabinetts.

Hinter den "Floating Flowers" von Shurujan Thenkanidhiyur Kalkura vom Max-Planck-Institut für Physik komplexer Systeme stecken Mikroskopaufnahmen eines organischen Einkristall-Transistors. Repro: hw

Forscher zeigen in Dresden die Ästhetik im Nebeneffekt

Ausstellung „Imaging Science“ animiert den Besucher, die Deutungsebenen wissenschaftlicher Bilder zu entschlüsseln Dresden, 27. September 2021. Was ist das nun eigentlich? eine psychedelische Blüte oder eine elektrisch gewachsene Silverstruktur in einer Quantenpunktschicht? Und das da: ein Schwarm Glühwürmchen im ekstatischen Tanz oder ein organischer Einkristall-Schalter? Wenn uns die Sonderschau „Imaging Science – Die Schönheit der Wissenschaft“ an der TU Dresden etwas erneut vor Augen führt, dann wie deutungsfähig immer wieder das ist, was wir zu sehen glauben. Zu sehen sind in der Uni-Galerie „Altana“ 69 Bilder, die den Betrachter auf eine ästhetische Art bezirzen, originär aber durch wissenschaftliche Arbeit, ohne einen ursprünglichen künstlerischen Impuls zustande gekommen sind: eingefärbte Mikroskopiefotos, Visualisierungsschnipsel aus Simulationen, Fehlfarben-Illustrationen…

Künstliche Intelligenz (KI) gilt inzwischen als zentrale Schlüsseltechnologie des Digital-Zeitalters. Die Deutschen sehen die KI-technologie aber eher skeptisch und risikobehaftet. Foto: Geralt. Pixabay, CC0-Lizenz

46 Millionen Euro für neues KI-Rechenzentrum Leipzig

Uni finanziert Projekt mit Kohleausstiegs-Geld Leipzig, 26. September 2021. Das neue wissenschaftliche Rechenzentrum für „Künstliche Intelligenz“ (KI), das Sachsen an der Uni Leipzig einrichten möchte, wird 46 Millionen Euro kosten. Das hat die Universität Leipzig mitgeteilt. Das Bundesforschungsministerium und das sächsische Wissenschaftsministerium wollen die Kosten demnach zu wesentlichen Teilen aus Fördertöpfen decken, die für den Braunkohle-Ausstieg gedacht sind.

Immer ein Hingucker (mit der richtigen Ausrüstung): der Orionnebel. Foto: Steffen Lambrecht (via Verkehrsmuseum Dresden)

Dresden richtet 1. Sternennacht aus

Mit Teleskopen, Tänzen und Vorträgen setzen Astronomen ein Zeichen gegen Lichtverschmutzung Dresden,  25. September 2021. Dresden richtet im Herbst 2021 erstmals eine „Nacht der Sterne“ aus: Wer sich für Astronomie, Raumfahrt und galaktische Abenteuer interessiert, kann am 9. Oktober ab 18 Uhr an sieben Standorten in der Stadt Sterne beobachten, Weltraum-Ausstellungen besuchen, mit den Sternen tanzen sowie Vorträge über die Andromeda-Galaxie, Lichtverschmutzung und andere Themen anhören. Das hat das Verkehrsmuseum Dresden mitgeteilt, das zu den Organisatoren des neuen Veranstaltungsformates gehört.

Der rollende Roboter der Informatiker der TU Dresden ist mit Leichtbau-Roboterarmen ausgestattet. Er lässt sich per VR-Brille und Sensorhandschuh fernsteuern. Die Forscher wollen ihn zum universell einsetzbaren KJatastrophen-Hilfsroboter weiterentwickeln. Foto: Heiko Weckbrodt

Roboter sollen die Lausitz rekultivieren

Informatiker der TU Dresden entwickeln Katastrophen- und Recycling-Roboter Dresden/Görlitz, 24. September 2021. Wenn es nach den Dresdner TU-Professoren Ronald Tetzlaff und Uwe Aßmann geht, verwandeln sich bald Teile der Lausitz in ein großes Praxislabor für neuartige Roboter: Der universitäre Technologietransfer-Chef und der Informatik-Dekan wollen dort die Forschung, Weiterentwicklung und Erprobung der robotischen Schnüffler, Retter und Rekultivatoren von Morgen konzentrieren. Dies soll dem Revier eine hochtechnologische Zukunft nach dem Braunkohle-Ausstieg eröffnen, der Technischen Universität Dresden neue Studenten sichern und der sächsischen Wirtschaft die Roboter-Koryphäen von morgen.

Ein Sachenwerk-Mitarbeiter justiert einen Läufer in einem tonnenschweren Walzwerk-Motorgehäuse. Foto: Arno Burgi, VEM

Sachsens Wirtschaft erholt sich von Corona: 4,3 % Zuwachs

Freistaat wächst deutlich über deutschem Durchschnitt Kamenz, 24. September 2021. Die sächsische Wirtschaft hat sich im ersten Halbjahr 2021 deutlich besser von der Corona-Krise erholt als die gesamtdeutsche Wirtschaft. Das geht aus einer Meldung des statistischen Landesamtes in Kamenz hervor. Demnach wuchs die Wirtschaft im Freistaat in diesem Zeitraum um 4,3 Prozent, während das Bruttoinlandprodukt in der gesamten Bundesrepublik nur um 2,9 Prozent.

Blick in die neue F8-Modul-Produktionslinie von Solarwatt. Foto: Solarwatt

Solarwatt eröffnet Fabrikanbau F8 in Dresden

Unternehmen will bis 2025 rund 100 Millionen Euro in Um- und Ausbau investieren Dresden/Schierling, 23. September 2021. „Solarwatt“ hat rund 35 Millionen Euro in drei neue Produktionsanlagen für Solartechnik und Akkus investiert und sie heute offiziell in Betrieb genommen. Das hat das Dresdner Energietechnik-Unternehmen mitgeteilt.

Voransicht des Robospector. Abb.: Siemens WKC

Roboter wird zum Qualitäts-Inspektor

Sächsische Unternehmen entwickeln gemeinsam einen mobilen „Robospector“ Dresden/Chemnitz, 23. September 2021. Damit Industriebetriebe Roboter künftig flexibler in der Qualitätskontrolle einsetzen können, haben sächsische Technologie-Unternehmen gemeinsam einen „Robospector“ entwickelt. Dabei handelt es sich um eine fahrende Roboterzelle mit Leichtbauroboter, Kameras, eigener Stromversorgung und künstlicher Intelligenz, die sich schnell von einer Produktionslinie zur anderen verschieben lässt.

Dr. Vineeth K. Bandari arbeitet an der Professur Materialsysteme der Nanoelektronik in der TU Chemnitz an winzigen mikroelektronischen Robotern und deren Antrieben. Foto: Jacob Müller für die TUC

Tschirnhaus-Plakette für Mikroroboter-Experten Bandari

Elektrotechnik-Forscher entwickelte in Chemnitz den weltweit kleinsten steuerbaren Roboter mit Chemnitz/Dresden, 22. September 2021. Weil er zu den Konstrukteuren des weltweit kleinsten elektronischen steuerbaren Mikroroboters gehört, bekommt Dr. Vineeth K. Bandari von der Technischen Universität Chemnitz (TUC) die diesjährige Tschirnhaus-Plakette für herausragende wissenschaftlich-technische Promotionen. Das geht aus einer Mitteilung der Uni hervor.

Das Hauptquartier der EU im Berlaymont-Gebäude in Brüssel. Foto: EU-Presseservice

Mehr Tempo von EU in der Mikroelektronik gefordert

Halbleiter-Verband: Ipcei-Programm sollte endlich starten Brüssel/Dresden, 22. September 2021. Der Halbleiter-Lobbyverband „European Semiconductor Industry Association“ (Esia) hat die EU-Kommission aufgefordert, mit den angekündigten Mikroelektronik-Sondersubventionen endlich mal aus dem Knick zu kommen – hat dies freilich höflicher formuliert: „Die wichtigen Projekts von gemeinsamem europäischen Interesse (IPCEI) in der Mikroelektronik und Kommunikationstechnologie zu starten, wird zu einer dringenden Angelegenheit zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit Europas“, heißt es in einer heute veröffentlichten Stellungnahme des Verbandes.

Leichtbauroboter tragen im BMW-Werk Leipzig Kleber auf Scheiben auf. Künftig sollen noch mehr Industrieroboter eingesetzt werden. Foto: BMW

Erholung ausgebremst: Ifo senkt Konjunkturprognose für 2021

Nur noch 2,5 Prozent Wirtschaftswachstum erwartet München, 22. September 2021. Das Ifo-Institut in München hat seine Prognose für die deutsche Wirtschaftsentwicklung im zweiten Corona-Jahr erneut gesenkt: Statt um 3,3 Prozent, wie zuletzt noch angenommen, wächst das Bruttoinlandsprodukt demnach im Jahr 2021 nur um 2,5 Prozent. Das haben die Münchner Wirtschaftsforscher heute eingeschätzt.

Felix Hillemeier vom "Kompetenzzentrum Robotik" der Handwerkskammer Dresden führt beim "Dresden Robotics Festival" ein aktives Exoskelett für Handwerker vor. Foto: Heiko Weckbrodt

Handwerker mögen eher die passiven Exoskelette

Kammer: Aktive Modelle gelten den Meistern als noch zu teuer und wenig praxisreif Dresden, 21. September 2021. Immer mehr Handwerker in Sachsen setzen passive Exoskelette ein, die nur durch ihre Federwirkung den Rücken bei schweren Hebearbeiten schonen. Aktive Exoskelette mit Motorunterstützung dagegen gelten den meisten Meistern noch als zu teuer und wenig praxistauglich. Das haben der Innovationsbeauftragte Daniel Hübschmann und Felix Hillemeier vom “Kompetenzzentrum Robotik” der Handwerkskammer Dresden eingeschätzt.

Die SBO-Gruppe will den Hafen Riesa weiter als zentralen Container-Umschlagplatz zwischen Schiff, Eisenbahn und Lkw ausbauen. Foto: SBODie SBO-Gruppe will den Hafen Riesa weiter als zentralen Container-Umschlagplatz zwischen Schiff, Eisenbahn und Lkw ausbauen. Foto: SBO

Containerstaus vor Chinas Häfen bremsen Corona-Erholung aus

Neben Chipmangel und Stahlpreisen weitere Bremsfaktoren Kiel, 21. September 2021. Die Weltwirtschaft könnte sich eigentlich schneller von Corona erholen, als dies derzeit geschieht – aber es gibt mehrere bremsende Sonderfaktoren: Dazu gehören der Chipmangel in der Autoindustrie, die stark gestiegenen Preis für Stahl, Holz und andere Ausgangsmateralien, aber auch die Staus vor wichtigen Container-Häfen in China und Los Angeles. Darauf hat das Institut für Weltwirtschaft (IfW) in Kiel hingewiesen.

Die Vislualisierung zeigt den inneren Aufbau eines "Rotationskinetischen Speichers" (RKS) auf Schwungrad-Basis mit einem Menschen zum Größenvergleich. Foto: Stiftungsprofessur für Baumaschinen, TUD

Rekord-Schwungrad Boxdorf fängt Windenergiespitzen ab

„Rotationskinetischer Speicher“ der TU Dresden kann halbe Megawattstunde puffern Dresden/Boxberg, 20. September 2021. Baumaschinen-Ingenieure der TU Dresden haben in Boxdorf in der Lausitz ein rekordverdächtiges Schwungrad für Windkraftparks gebaut: Der „rotationskinetische Speicher“ (RKS) kann eine halbe Megawattstunde Energie speichern und in der Spitze bis zu 500 Kilowatt abgeben. Damit ist dieser Speicher laut Uni-Angaben fünfmal so groß wie der größte bisher gebaute Einzelschwungrad-Speicher. Allerdings handelt es sich bisher um kein serienreifes Produkt, sondern um einen Demonstrator.