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Künstlerische Darstellung der Oberstufe der Rakete Falcon-9 während des Auswurfs der Satelliten Grafik: Exolaunch GmbH, SpaceX

TU Dresden schickt Nanotech-Satelliten mit SpaceX-Privatrakete ins All

Kosmische Härtetests an neuartiger Abschirmfolie und thermoelektrischen Energiesammlern Dresden, 22. Januar 2022. Maschinenbau-Studenten und Werkstoffforscher der Technischen Universität Dresden (TUD) wollen neuartige elektromagnetische Abschirmfolien durch den Kälte-Hitze-Fleischwolf drehen, um zu testen, ob ihre Nanomaterialien auch extreme Temperaturschwankungen aushalten. Deshalb haben sie mit „SOMP2b“ einen eigenen Experimental-Satelliten gebaut, den sie nun mit einer „Falcon-9-Rakete“ des privaten Raumfahrunternehmens „Space X“ von Elon Musk ins All schicken wollen. Die Rakete soll heute Nachmittag vom Raumbahnhof Cape Canaveral in Florida starten, teilte die Uni mit.

Das "Advanced Train-Lab" ist ein Das advanced TrainLab ist ein Versuchsträger der Deutschen Bahn für neue Zugtechnologien. Eingebaut sind auch drei Mobilfunkantennen für das 5G-Netz, das im Erzgebirge gestetet wird. Foto: Kai Michael Neuhold für die Deutsche Bahn AG

Erzgebirge testet digitale Bahntechnologien

Bund schießt für gemeinsames 5G-Projekt von TU Chemnitz und Bahn knapp 18 Millionen Euro zu. Annaberg-Buchholz, 21. Januar 2021. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) gibt der Deutschen Bahn und der TU Chemnitz 17,75 Millionen Euro, damit die Partner im Erzgebirge die digitalen Schienentechnologien der Zukunft mit dem Mobilfunk der 5. Generation (5G) testen können. Im Fokus des Projektes „Digitales Testfeld Bahn“ stehen Kommunikationstechnik, Leit- und Sicherungstechnik, Künstliche Intelligenz, Antriebstechnik, Sensorik und Mensch-Technik-Interaktion im Bahnverkehr der Zukunft. Das geht Mitteilungen der Sächsischen Staatskanzlei und der TU Chemnitz hervor.

Infanterie gegen Schreitpanzer - das kann kaum gut gehen. Szenenbild (hw) aus "Iron Harvest 1920+"

Deutscher Entwicklerpreis für „Iron Harvest“

Dieselpunk-Strategiespiel setzt sich in 4 Kategorien durch Köln, 21. Januar 2020. „Iron Harvest“ hat im Wettbewerb um den „Deutschen Entwicklerpreis“ ordentlich abgeräumt: Das deutsche Dieselpunk-Strategiespiel und seine Macher vom „Studio King Art“ aus Bremen haben sich in den Kategorien „Bestes Deutsches Spiel“, „Bestes Game Design“, „Bester Sound“ und „Bestes Studio“ durchgesetzt Das haben die Ausrichter mitgeteilt.

Dennis Schulz leitet Linde Engineering Dresden. Foto: ronaldbonss.com für Linde

Linde Dresden: Die Wasserstoff-Ökonomie kommt

Sachsen bauen weltgrößten PEM-Elektrolyseur in Leuna Dresden, 20. Januar 2021. Die Ingenieure des Anlagenbauers „Linde Engineering“ in Dresden, die demnächst in Leuna den weltweit größten Elektrolyseur in Protonenaustauschmembran-Technologie (PEM) bauen, sehen gute Chancen, dass in den nächsten Jahren eine stark wachsende Wasserstoff-Wirtschaft in Deutschland und Europa entsteht. Auch die hohen deutschen Energiepreise und Investitionen für den Einstieg in die Massenproduktion von Wasserstoff (H2) und Brennstoffzellen seien dafür kein entscheidender Hinderungsgrund. „Ich bin überzeugt davon, dass die Wasserstoff-Ökonomie kommt“, betonte Standort-Chef Dennis Schulz. Dabei könne Deutschland eine Schlüsselposition einnehmen.

Brennstoffzellen-Busse sollen künftig auch in der Lausitz fahren. Das Fahrzeug hier im Foto hat der eFarm-verbund von "GP Joule" für Nordfriesland angeschafft. Das Unternehmen plant inzwischen, solch einen Komplex aus Solarstrom-Gewinnung, H2-Erzeugung und Wasserstoff-Tankstellen auch bei Klettwitz zu bauen. Foto: GP Joule

“DurcH2atmen” will Brennstoffzellen-Busse und Wasserstoff-Tanknetz für die Lausitz

600.000 Euro für Netzwerk Cottbus, 20. Januar 2021. Im Zuge der Wasserstoff-Initiative in der Lausitz wollen die Cottbuser Verkehrbetriebe einen ersten Bus mit Brennstoffzellen-Antrieb anschaffen. Und das norddeutsche Unternehmen „GP Joule“ will an der Autobahn 13 bei Klettwitz einen 90 Megawatt starken Solarpark aufbauen, um dort Wasserstoff zu erzeugen und auch über eine Wasserstoff-Tankstelle an Brennstoffzellen-Fahrzeuge zu verteilen. Derweil bauen Siemens und das Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik (IWU) in Görlitz ein „Hydrogen Lab Görlitz“ (HLG) ein. Das hat das brandenburgisch-sächsische Netzwerk „DurcH2atmen“, das wasserstoffbasierte Zukunftstechnologien für die Lausitz fördert, mitgeteilt. Für seine Projektarbeit habe das Netzwerk nun 600.000 Euro vom Bund bekommen, informierte „DurcH2atmen“.

Joe Biden. Foto: Gage Skidmore, Wikipedia, CC2-Lizenz - https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/

Ifo: Weltwirtschaft wird unter neuem US-Präsident stärker wachsen

Experten weltweit rechnen mit einem Prozentpunkt mehr durch Biden-Effekt München, 19. Januar 2021. Die Weltwirtschaft wird unter dem neuen US-Präsidenten Joe Biden (Demokraten) kräftiger wachsen, als wenn Donald Trump (Republikaner) eine zweite Amtszeit gewonnen hätte. Das hat eine Ifo-Umfrage unter 843 Ökonomen und anderen Experten aus 107 Ländern ergeben. Demnach fallen die Wachstumsprognosen für die globale Wirtschaft nun um 0,98  Prozentprozente höher aus, teilte das Ifo-Institut in München mit.

Der Corona-Boom im Internethandel bringt eine Paketflut mit sich - und nicht immer kommen die Pakete am richtigen OPrt zur richtigen Zeit an. Foto. Heiko Weckbrodt

Mit dem Online-Boom wächst auch der Paket-Ärger

Umfrage: Boten werfen Pakete teils in die Mülltonne, auf den Balkon oder aufs Beet Berlin, 19. Januar 2021. Der Online-Handel wächst in Corona-Zeiten stark, ebenso der Arbeitsdruck für die Paketboten – mitsamt den unschönen Begleitumständen. Besonders ärgern sich die Kunden über schlecht zugestellte Pakete: Zwei Drittel der Deutschen, die Waren im Netz bestellen, haben es laut eigenen Angaben bereits erlebt, dass sie wegen Heimarbeit zu Hause waren, der Bote aber gar nicht bei ihnen geklingelt hat, sondern ihr Paket beim Nachbarn oder in einem Laden umgeleitet hat. Das geht aus einer Umfrage des deutschen Digitalwirtschaftsverbandes „Bitkom“ aus Berlin hervor.

In der interdisziplinären Tagesklinik am NCT/UCC Dresden profitieren Patienten von hellen Räumlichkeiten und der direkten Zusammenarbeit verschiedener medizinischer Fachrichtungen. Foto: André Wirsig für das NCT/UCC

Mehr Therapieplätze für Krebspatienten im Tumorzentrum Dresden

Erweiterte Tagesklinik im NCT-Neubau eröffnet Dresden, 19. Januar 2021. Für Krebspatienten in Dresden gibt es nun mehr Therapie-Plätze: Interdisziplinäre Forscherteams können sich in der neuen Tagesklinik im „Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen Dresden “ (NCT) nun um bis zu 56 Kranke kümmern statt für nur 32 wie in der alten Klinik. Das hat das NCT heute mitgeteilt.

Eine Testsimulation auf Summit zeigt, wie ein ultrakurzer, hochintensiver Laserpuls in einem ionisierten Gas eine Plasmawelle treibt. Vergleichbar zu einem Surfer auf der Heckwelle eines Schnellbootes können so Elektronenpulse zu hohen Energien beschleunigt werden. Vislualisierung: Dr. Richard Pausch für das HZDR

Laser & Plasma: Casus-Forscher als Supercomputer-Tester

Physiker und Informatiker aus Görlitz und Dresden reizen weltweit schnellsten Rechner aus Görlitz/Dresden/Oak Ridge, 18. Januar 2021. Das US-Energieministerium hat sächsische Komplexitäts-Forscher als Tester und Programmierer für den weltweit schnellsten Supercomputer eingeladen: Astrophysiker, Mathematiker und Informatiker vom „Center for Advanced Systems Understanding“ (Zentrum für fortgeschrittenes Systemverständnis = „Casus“) in Görlitz werden am Exascale-Rechner „Frontier“ am “Oak Ridge National Laboratory” eigene Programme schreiben und anpassen, die das Potenzial dieses Supercomputers erst richtig ausreizen. Schwerpunkte sind dabei Simulationen von Energieprozessen in Plasma und die Sichtung großer Datenmengen. Das hat die Casus-Mutter „Helmholz-Zentrum Dresden-Rossendorf“ mitgeteilt.

Creavac -Anlagenfahrerin Maya Häfner überprüft einen Wagen mit Beschichtungsteilen. Foto: Heiko Weckbrodt

Creavac Dresden schützt Feuerwehr mit einem Goldhauch

Beschichtungs-Unternehmen expandiert international Dresden, 18. Januar 2021. Haben Sie sich schon mal gefragt, woher die Feuerwehrhelme in Film und Fernsehen diesen coolen Goldspiegeleffekt auf den Visieren haben? Oder wie die Farb- und Chromreflexe auf Weihnachtskugeln und Schweizer Kaffee-Vollautomaten zustande kommen? In vielen Fällen steckt dahinter Technologie aus Sachsen, genauer gesagt von Creavac Dresden, dessen Wurzeln wiederum bis zum Vakuummaschinen-Bau zu DDR-Zeiten zurückreichen. Ob nun mit Gold, Alu, Kupfer oder anderen Stoffen: Das Unternehmen hat sich darauf spezialisiert, alles zu veredeln, was nach mehr Chic und Schutz ruft.

Immer mehr Deutsche verwenden fürs Online-Banking Apps - die Autorisierung erfolgt oft per Fingerabdruck-Scanner. Foto. Heiko Weckbrodt

Immer mehr Deutsche erledigen Bankgeschäfte per App

54 % setzen auf Smartphone-Programme Berlin, 18. Januar 2021. Wer seine Banking-Geschäfte ohnehin per Internet erledigt, der macht dies inzwischen meist per App. Das hat eine Umfrage für den deutschen Digitalwirtschafts-Verband „Bitkom“ in Berlin ergeben. Demnach setzen 54 Prozent der Online-Banking-Nutzer Apps ein, um Geld zu überweisen oder ihren Kontostand einzusehen. Zum Vergleich: Im Vorjahr taten dies erst 47 Prozent und vor drei Jahren lag dieser Anteil erst bei 30 Prozent.

Kältetransfers mit pumpbarem Flüssigeis gelten als interessanter Ansatz, um Ökostromspitzen sinnvoll zu verwerten. Foto: Heiko Weckbrodt

TU Dresden entwickelt Kühlboxen aus Altpapier

Naturstofftechniker wollen Umwelt entlasten Dresden, 17. Januar 2021. Um das wenig umweltfreundliche Styropor in Kühlboxen abzulösen, hat Naturstofftechniker Thomas Schrinner von der Technischen Universität Dresden (TUD) und sein Team ein neues Isoliermaterial aus Altpapier entwickelt. Damit lassen sich empfindliche Lebensmittel und Medikamente bei niedrigen Temperaturen versenden, ohne dass Stromzufuhr nötig wäre. Erster Anwender ist die „Easy2cool GmbH“ aus München, die sich auf wiederverwendbare passive Kühlboxen spezialisiert hat, teilte die TUD mit.

Martin Dietze leitet die Formen- und Werkzeugbau Gebrüder Ficker“ in Marienberg - seine Mutter hatte das von ihrem Großvater 1911 gegründete Familienunternehmen 1990 reprivatisiert. Heute beschäftigt sich die Firma auch mit Leichtbau-Verbundfaserwerkstoffen. Foto: Kristin Schmidt für "Smart Erz"

Erzgebirge soll Quell schlauer Werkstoffe werden

Technologiebündnis „Smart Erz“ will als 1. Beispiel sensorische Tankhalterung für Wasserstoff-Fahrzeuge entwickeln Marienberg, 15. Januar 2021. Erzgebirgische Unternehmen wollen im Verbundprojekt „Smart Hydro“ gemeinsam eine Tankhalterung für Wasserstoff-Fahrzeuge entwickeln. Das haben die Wirtschaftsförderung Erzgebirge und der Verbund “Smart Erz” angekündigt. Als Tankträger-Material setzen die Projektpartner leichte Faserkunststoffe mit eingebetteten Sensoren, die automatisch Schäden, drohende Überhitzung oder andere Probleme an den Bordcomputer der Brennstoffzellen-Autos melden. Das Bundesforschungsministerium schießt 900.000 Euro zu.