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Die RAVPower-Powerbank 20100 mAh mit den mitglieferten Kabeln und Transport-Säckchen. Foto: Heiko Weckbrodt

„RAVPower 20100mAh Powerbank“ im Test

Halbes Kilo Batterie mit ordentlich Saft Mit der „RAVPower 20100mAh Powerbank“ hat das amerikanisch-chinesische Unternehmen „Sunvalleytek“ eine recht gewichtige, aber auch sehr leistungsfähige Reservebatterie für Smartphones und Notebooks vorgestellt. In unserem Praxistest machte die Batterie, die unter dem Handelsnamen “RAVPower” vertrieben wird, insgesamt einen eher guten Eindruck, offenbarte aber auch Nachteile.

Bosch entwickelt "Industrie 4.0"-Lösungen - und will deren Konzepte auch in der eigenen Chipfabrik in Dresden einsetzen. Foto: Bosch

Zwei neue KI-Zentren in Sachsen

Fraunhofer und TU Dresden wollen sich auf Künstliche Intelligenz in Produktion konzentrieren Dresden/Chemnitz, 5. Februar 2019. Zwei neue Zentren für Künstliche Intelligenz (KI) sollen in Sachsen entstehen: Die Fraunhofer-Gesellschaft (FHG) plant ein Zentrum für Kognitive Produktionssysteme (CPS) in Dresden und Chemnitz. Außerdem wollen FHG und TU Dresden ein gemeinsames „Center for Explainable and Efficient AI Technologies“ (CEE AI) gründen. Eine entsprechende Absichtserklärung wollen TUD-Rektor Prof. Hans Müller-Steinhagen und FHG-Präsident Prof. Reimund Neugebauer am 11. Februar 2019 in der sächsichen Landeshauptstadt unterzeichnen.

Die Dresdner Tanzsinfoniker 1955 im Dresdner Schillergarten. Foto: Richard Peter jun. SLUB, Deutsche Fotothek, Titelabbildung aus: S. Bretschneider: Tanzmusik in der DDR

Buch „Tanzmusik in der DDR“: Warum die Kulturfunktionäre in Dresden zunächst scheiterten

Kulturwissenschaftler Bretschneider beleuchtet in seinem Buch, wie sozialistische Kulturpolitik funktionierte – oder eben auch nicht Für die kommunistischen Kulturpolitiker waren Jazz und ähnliche westliche Tanzmusik-Stile, die in der deutschen Nachkriegsjugend in Ost wie West zu populär waren, ein einziger Graus. „Die politischen Hintergründe sind klar“, ereiferte sich beispielsweise DDR-Musikjournalist Reginald Rudorf in der Zeitschrift „Musik und Gesellschaft“ im Jahr 1954 über die Jazzer: „Der sich entwickelnde amerikanische Faschismus will die einfachen Menschen durch chaotische Machwerke für die Verwirklichung seiner Weltherrschaftspläne reif machen.“ Überschrieben hatte er seine Kampfschrift übrigens mit dem Titel „Die Tanzmusik muss neue Wege gehen.“ Tatsächlich aber brauchten die kommunistischen Kulturpolitiker nach dem Zweiten Weltkrieg noch mindestens 20 Jahre, bis sie ihre „neuen Wege“ schrittweise durchgesetzt und eine „eigene“, eine „sozialistische“ Tanzmusik-Tradition in der DDR etabliert hatten.

Fingerabdrucksensor im Internet der Dinge. Montage/Foto: Heiko Weckbrodt

Telefonchips fürs Internet der Dinge

Telekom und Commsolid Dresden entwickeln gemeinsam „nuSIMs“ Dresden/Bonn, 4. Februar 2019. Die Telekom entwickelt gemeinsam mit der Dresdner Halbleiterdesign-Firma „Commsolid“ und weiteren Industriepartnern für das „Internet der Dinge“ (IoT) neuartige SIM-Telefonmodule, die nicht mehr als separate SIM-Karten ausgeliefert werden, sondern direkt in Chips integriert werden. Das hat die Deutsche Telekom heute mitgeteilt.

Fog Computing könnte der nächste große Trend werden. Abb.: Pixabay.com, NeuPaddy, CC0-Lizenz

Der digitale Nebel ist bald überall

Nach dem Cloud-Boom kommt das Fog-Computing Dresden, 4. Februar 2019. Im Cloud-Markt zeichnen sich neue Trends ab – und die gehen hin zur lokalen Rechnerwolke („Edge Cloud“) und zum verteilten Rechnen („Fog Computing“). Vor allem das autonome und vernetzte Fahren, die Hochautomatisierung in den „Industrie 4.0“-Fabriken, aber auch neue Unterhaltungskonzepte für den Endverbraucher werden diese Paradigmenwechsel erzwingen, weil diese Anwendungen allesamt zeitkritisch sind. „Letztlich werden diese neuen Konzepte aber überall wichtig sein“, in allen Szenarien, die Computern rasche Entscheidungen abverlangen, ist Professor Frank H. P. Fitzek überzeugt.

Foto: NXP

Sonderförderung für die Mikroelektronik

Subventionswettlauf erschien lange zu riskant Dresden, 1. Februar 2019. Nach der Siemens-Megabit-Projekt und dem Ende der DDR mitsamt ihrem Mikroelektronik-Programm behandelten viele Politiker die Halbleiter-Industrie eher stiefmütterlich: Allzu hoch erschienen die Kosten und Risiken der Idee, in dieser kapitalintensiven Branche mit Steuergeldern eine deutsche Führungsposition erkaufen zu wollen – zudem sich schon unter Helmut Kohl und dann auch unter Angela Merkel eher wirtschaftsliberale, wettbewerbsorientierte Positionen in der Wirtschaftpolitik dominierten. KET-Revival: Rolle der Halbleiterei als Querschnitts-Technologie wiederentdeckt Nicht zuletzt auf Drängen der Sachsen, die ihren Mikroelektronik-Nukleus aus DDR-Zeiten mit Subventionen und anderen Eingriffen über die Wende hinweg erhielten und ausbauten, ist mittlerweile wieder ein Paradigmenwechsel eingetreten: Inzwischen überwiegt auch in Berlin und Brüssel wieder die Vorstellung, dass ausgewählte Schlüssel- und Querschnittstechnologien so entscheidend für die  Wettbewerbsfähigkeit der deutschen und europäischen Industrien sind, dass sie auch einer besonderen Förderung bedürfen. Dass die Mikroelektronik zu diesen besonders förderwürdigen “Key Enabling Technologies” (KET) alias Schlüsseltechnologien gehört, ist derzeit in Dresden, Berlin und Brüssel weitgehend unbestritten. Daher haben EU, die deutsche Bundesregierung und die sächsische Landesregierungen eine Reihe von Instrumenten …

Visualisierung der Boschfabrik in Dresden. Visualisierung: Bosch

Nach Bosch-Fab dreht sich IPCEI-Förderkarussell weiter

Eine Batteriezell-Fabrik in der Lausitz könnte das nächste Projekt von europäischem Rang sein Dresden/Berlin/Brüssel, 31. Januar 2019. Die neue Chipfabrik von Bosch in Dresden ist bis jetzt das einzige „Wichtige Projekt von gemeinsamem europäischen Interesse“ („Important Project of Common European Interest“ = IPCEI), für das Deutschland besondere Subventionsregeln bei der EU-Kommission beantragt hat. Viele Branchenbeobachter sind allerdings überzeugt: Weitere Anträge werden folgen.

Mit "City Trees", die feinstaub aus der Stadtluft filtern, und anderen Erfindungen aus Dresden präsentiert sich der Institutsverbund "Dresden Concept" bis Anfang Oktober in einer Freiluft-Ausstellung auf dem Neumarkt in Dresden neben der Frauenkirche. Foto: Heiko Weckbrodt

Außeruniversitäre Institute in Dresden

Dresden, 30. Januar 2019. Dass sich die TU Dresden immer erfolgreicher als Exzellenzuni im innerdeutschen Wettbewerb zu behaupten vermag, wie erst im Herbst wieder bewiesen, liegt zweifellos an eigenen Anstrengungen – aber auch an der starken Unterstützung durch die außeruniversitären Institute in Dresden. 17 solcher Einrichtungen gibt es heute in der sächsischen Landeshauptstadt, wenn man nur die größten zählt. Sie stehen für ein jährliches Forschungsvolumen von einigen Hundert Millionen Euro und für über 5200 Jobs im Raum Dresden.

Das Archivbild zeigt einen Taxtifahrer, der das Taxameter Botax 80 aus dem WTZK Dresden testet. Foto: WTZK / VEB Taxi Dresden, Repro: Heiko Weckbrodt

WTZK Dresden: Vom Militär-Fahrtrainer bis zum Taxi-Bordrechner

Ein Forschungsbrüter für den DDR-Kraftverkehr im Überblick Dresden, 29. Januar 2019. Die Forschungslandschaft der DDR war weit weniger monolithisch, als sie gelegentlich im Rückblick erscheint: Zwischen der Grundlagenforschung in den Unis und in der Akademie der Wissenschaften auf der einen Seite und den anwendungsnahen Entwicklungsabteilungen der Kombinate gab es mit den „Wissenschaftlich-technischen Zentren“ eine Zwischenschicht. Diese Zentren erledigten jeweils für eine ganze Branche der DDR-Wirtschaft Forschungsprojekte, für die die einzelnen Betriebe keine Ressourcen hatten. Zu diesen besonderen Einrichtungen gehörte auch das „Wissenschaftlich-Technisches-Zentrum des Kraftverkehrs“ (WTZK) in Dresden, das als Volkseigener Betrieb (VEB) organisiert war. Dessen Arbeit haben Andreas Kretschmer und Eberhard Treufeld inzwischen dokumentiert, auf diese Ausarbeitungen sowie Zeitzeugenberichte stützt sich auch dieses Kurzporträt.

Der China-Boom war 2018 der Haupt-Wachstumstreiber für die großen Foundries. Abb.: IC Insights

China gewinnt Gewicht im Chip-Foundry-Markt

Vor allem Kryptogeld-Blase hat zuletzt den China-Boom getrieben Scottsdale, 28. Januar 2019. Weil immer mehr fabriklose Hightech-Firmen in China entstehen, aber auch wegen der – inzwischen geplatzten – Kryptogeld-Blase hat das Reich der Mitte in den Jahren 2017 und 2018 für die Halbleiter-Foundries stark an Bedeutung gewonnen – sowohl als Auftraggeber, aber auch als interessanter Standort für den Bau von Chipfabriken. Das geht aus einem Bulletin der US-amerikanischen Marktforschungsfirma „IC Insights“ hervor.

Neue Kuka-Roboter und andere Ausrüstungen für Zwickau: Volkswagen investiert ingesamt 1,2 Milliarden Euro, um sein Werk in Zwickau auf Elektroauto-Produktion umzurüsten. Foto: Volkswagen

Aufbruch in elektrische Zukunft

VW Sachsen steht vor größtem Umbau seit der Wende Zwickau/Dresden, 25. Januar 2019. Das Volkswagen-Werk Zwickau hat bereits begonnen, sich von der Verbrennungstechnik auf die Elektroauto-Produktion umzustellen. Das hat Standort-Sprecher Carsten Krebs mitgeteilt. Ende 2019 wollen die Sachsen mit der Massenproduktion von Stromern der „ID“-Familie starten.

In einer kleinen Plasmakammer wollen HZDR-Forscher schwere Elementarteilchen (Hadronen wie zum Beispiel Protonen) auf Lichtgeschwindigkeit beschleunigen. Foto: André Wirsig

Penelope und Athena bringen Protonen auf Trab

Rossendorf und Hamburg entwickeln neue Beschleunigertechnologien Dresden-Rossendorf, 24. Januar 2019. Die Experimente der Rossendorfer Physiker mit kompakten Protonenkanonen auf Superlaser-Basis erwecken in der deutschen Forschungsszene wachsendes Interesse. Die Helmholtz-Gemeinschaft hat daher beschlossen, dieses Entwicklungsvorhaben in Sachsen sowie einen alternativen Beschleuniger-Ansatz am Desy-Beschleuniger bei Hamburg in das „Athena“-Projekt aufzunehmen. Darauf hat Prof- Roland Sauerbrey, der wissenschaftliche Direktor des Helmholtz-Zentrums Dresden Rossendorf (HZDR) hingewiesen. Die Helmholtz-Gemeinschaft werde das Projekt „Accelerator Technology HElmholtz iNfrAstructure” („Athena“) mit knapp 30 Millionen Euro ausstatten.

Petra Sprenger zeigt in der Dresdner Indie-Buchhandlung "Shakespeares Enkel" ihre "Opernmouth"-Bücher - hier mit den Comic-artigen Kurzlibretti zur "Zauberflöte" und "Rigoletto". Foto: Heiko Weckbrodt

Voll der Spoiler: Maus verrät, wie die Opern enden

Dresdner Grafikerin Sprenger erzählt in ihren „Opernmouth“-Büchlein die Handlung von Musikwerken einfach nach Dresden, 15. Januar 2019. Der Opernlaie mit wenig perfektem musikalischen Gehör kennt das Problem nur zu gut: Der Handlung zu folgen ist schwer, wenn man rein gar nichts von dem verstehet, was da gesungen wird – sei es nun, weil es italienisch dargeboten wird, oder das gedruckte Libretto zu langweilig geschrieben war. Abhilfe verspricht da Petra Sprenger mit ihrem kleinen Dresdner Verlag „Opernmouth“: „Meine Bücher beschreiben die Geschichte in der Oper auf besondere Weise“, sagt sie.