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Blick auf das Tian Shan-Gebirge. Anhand von Analysen alter Pest-Genome konnten Forschende den Ursprung des Schwarzen Todes in Zentralasien, in einem Gebiet nahe des Yssykköl-Sees im heutigen Kirgisistan, verorten. Foto: Lyazzat Musralina

Planck-Forscher: Schwarzer Tod kam aus Zentralasien

Pest verbreitete sich aus der Goldenen Horde nach Europa – und raffte dort Millionen Menschen dahin Leipzig, 15. Juni 2022. Der Schwarze Tod, der 1346 und 1353 jeden dritten Europäer dahinraffte, wurde vermutlich über Handelswege von Zentralasien eingeschleppt – aus dem Herrschaftsbereich des mongolischen Reichs „Goldene Horde“. Zu dieser Schlussfolgerungen sind Forscher des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie (MPI-Eva) in Leipzig, der Uni Tübingen und der University of Stirling in Großbritannien nach Erbgut-Analysen gekommen.

Ist die Avocado innerlich noch hart oder schon überreif? Künftig sollen Scannerchips in Smartphones das erkennen. Abb.: Fraunhofer-IPMS

Mobiltelefon wird zum Universal-Scanner

Fraunhofer will Spektralanalyse-Spiegelchips auf Smartphone-Größe schrumpfen Dresden, 15. Juni 2022. Ist das nun Salz oder Zucker in dem Glas auf dem Regal mit den Backzutaten? Und ob das Olivenöl daneben wohl schon ranzig ist? Solche Fragen kann in Zukunft das Smartphone beantworten, wenn man es kurz in Richtung des zu untersuchenden Objektes der Begierde richtet – wenn es nach den Forschern um Dr. Heinrich Grüger vom Dresdner Fraunhofer-Photonikinstitut IPMS geht: Sie haben winzige kleine Mikrospiegel-Chips entwickelt, die per Spektralanalyse mit unsichtbarem Nah-Infrarotlicht ermitteln können, ob der Apfel da vor uns bald braune Flecken bekommt, die Milch noch frisch ist oder eben das Öl zu kippen droht.

Die Ökonomen haben ihre Wachstumsprognose für die deutsche Wirtschaft weiter herunterkorrigiert. Grafik: Heiko Weckbrodt

Ifo korrigiert Wachstumsprognose auf 2,5 Prozent herunter

Ukraine-Krieg, Inflation und gestörte Lieferketten bremsen Konjunktur weiter aus München, 15. Juni 2022. Die Ifo-Ökonomen haben den Post-Corona-Aufschwung für Deutschland erneut verschoben und ihre Wirtschaftsprognosen für 2022 noch einmal nach unten korrigiert: Statt um 3,1 Prozent, wie noch im März 2022 prophezeit, wächst demnach das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) in diesem Jahr nur um 2,5 Prozent. Das geht aus einer Mitteilung des Ifo-Instituts aus München hervor.

Autos und Autobauteile aus Carbon und anderen Leichtbaumaterialen sind eine Spezialität des ILK. Foto: Heiko Weckbrodt

Leichtbau-Schub in Sachsen

Dresdner Uni richtet neues Leiv-Zentrum ein, das Leichtbau als Kreislaufprozess breit in die Industrie etablieren soll Dresden, 14. Juni 2022. Um energie- und materialsparenden Leichtbau viel stärker als bisher in der Industrie zu verbreiten, hat die Technische Universität Dresden (TUD) heute ein nationales Leichbau-Validierungszentrum (Leiv) in Betrieb genommen. In der neuen Werkhalle an der Zwickauer Straße wollen 150 Ingenieure und Forscher gemeinsam mit Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft vernetzte und besonders ressourcensparende Fertigungsprozesse und Leichtbau-Innovationen praxisnah erproben.

Blick in ein Laserlabor am Institut für Energietechnik an der TU Dresden.Foto: Heiko Weckbrodt

Mehr Platz für Dresdner Energieforscher

13 Millionen Euro teurer Instituts-Neubau an der TU Dresden fertiggestellt Dresden, 14. Juni 2022. Die Energietechnik-Spezialisten der TU Dresden bekommen am Montag ein neues Forschungsgebäude: Für 13 Millionen Euro ist an der Helmholtzstraße ein Neubau entstanden, der nun fertiggestellt ist. Das geht aus Mitteilungen des sächsischen Finanzministeriums und der TU Dresden hervor.

Aus DDR- und Pentacon-Zeiten überliefert: An der Wache waren die Betriebsausweise vorzulegen. Heute gehört der Komplex zu An den Technischen Sammlungen Dresden. Foto: Heiko Weckbrodt

60 % wollen sich lieber digital ausweisen

In Dänemark längst üblich, in Deutschland scheitert’s immer wieder an komplizierten Prozessen und Datenbedenken Berlin, 13. Juni 2022. Die meisten Deutschen würden Personalausweis, Führerschein und ähnliche Ausweise gerne gesammelt und digital auf dem Smartphone zusammenzuführen, statt x Analog-Dokumente mit sich herumzuschleppen. 60 Prozent der Bundesbürger würden dafür gerne eine Brieftasche für Digitale Identitäten („Digital Identity Wallet“) nutzen, hat eine Umfrage des deutschen Digitalwirtschafts-Verbandes „Bitkom“ ergeben. Was in Ländern wie Dänemark längst gang und gäbe ist, scheitert in Deutschland aber immer wieder an überkomplizierten Prozessen und Datensicherheitsbedenken.

Produktion im VW-Werk Zwickau. Foto: Volkswagen

VW Zwickau kehrt in 3-Schicht-Betrieb zurück

Nachschubprobleme aus Ukraine hatten die Elektroauto-Produktion ausgebremst Zwickau, 13. Juni 2022. Volkswagen hat die Probleme mit fehlenden Kabelbäumen aus der Ukraine und andere Lieferketten-Störungen nun anscheinend wieder besser im Griff als unmittelbar nach dem russischen Angriff. Der Konzern geht daher in seiner Elektroauto-Großfabrik in Zwickau wieder zum Drei-Schicht-Betrieb zurück. Das hat VW heute mitgeteilt.

Installation „Intelligente Kuscheltiere“ von Bastian Caspari und Levi Stein in der KI-Ausstellung „Outside the Bounding der HTW Dresden. Foto: Heiko Weckbrodt

Gibt es eine Welt jenseits der Box?

Dresdner HTW-Designstudenten setzen sich künstlerisch mit Grenzen und Chancen von „Künstlicher Intelligenz“ auseinander Dresden, 13. Juni 2022. Wo endet die Welt? Existiert eine letzte Grenze oder gibt es noch etwas dahinter? Die Menschen haben sich diese Fragen schon seit Äonen gestellt. Aber wenn sie die Künstliche Intelligenz (KI) in einem Staubsaugerroboter formuliert, für den die Welt aus Wohnzimmer, Küche und Flut besteht, gewinnt sie eine ganz neue philosophische Dimension. Diesen und ähnlichen Aspekten, die in den aktuellen Diskussionen um die Schlüsseltechnologie (KI) meist zu kurz kommen, haben Design-Studentinnen und -Studenten der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Dresden zu Semesterarbeiten inspiriert, die kürzlich im Kunstraum „Geh8“ in Pieschen ausgestellt waren. Unter dem Motto „Outside the Bounding Box“ und angeleitet von den Professoren Florian A. Schmidt und Sebastian Schmieg nähern sie sich in interaktiven Installationen, Retro-Adventure-Videospielen, Texten und Videos aus eher künstlerischer Sicht der Frage, was „Künstliche Intelligenz“ kann, soll, muss – und was sie lieber nicht tun.

Die Aufnahme zeigt aktive Zonen unserer Sonne. Solar Dynamics Observatory, NASA

Sonnenkraft gegen Fettluft

Purventus Erfurt spaltet mit Ultraviolett-Strahlern Fette in der Restaurantluft auf Erfurt, 12. Juni 2022. Um Fett aus der Gaststätten-Luft herauszulösen und Brandgefahren zu mindern, setzt das Unternehmen „Purventus“ aus Erfurt auf Ultraviolettstrahlen (UV), wie sie auch im Sonnenlicht vorkommen. Für das einfache und vergleichsweise umweltfreundliche Reinigungsprinzip ihrer Geräte haben die Thüringer nun von einer Jury aus Unternehmern und Autoren eine Auszeichnung als Geschäftsheld („Business Hero Award“) bekommen. Das geht aus Mitteilungen von Purventus und der Business-Hero-Initiative hervor.

Da EasyAcc nur ein kurzes Eigen-Ladekabel mitliefert, muss man das USB-Ladekabel zwischen der Powerbank "Smart PB100000CF" und dem iPhone (oder einem anderen Smartphone) selbst besorgen. Foto: Heiko Weckbrodt

Jeder Vierte geht nicht ohne Power Bank aus

Mehrheit hat ständige Leere-Akku-Angst Berlin, 11. Juni 2022. Jeder zweite Mobiltelefon-Besitzer in Deutschland hat das Gefühl, dass der Akku des Smartphones ständig leer ist. Etwa ebenso viele laden daher ihr Smartphone mehrmals pro Tag auf. Und jeder Vierte geht deshalb nicht ohne Zusatzakku – einer „Power Bank“ aus. Das hat eine Umfrage des deutschen Digitalwirtschaftsverbandes „Bitkom“ aus Berlin ergeben.

Industrie Zahnrad Konjunktur. Abb.: Heiko Weckbrodt

Deloitte verspricht 300 neue Jobs in Görlitz

Wirtschaftsprüfer siedeln sich auf dem Siemens- Innovationscampus an Görlitz, 10. Juni 2022. Die Wirtschaftsprüfer von Deloitte richten einen dritten sächsischen Standort ein und versprechen in diesem Zuge rund 300 neue Jobs in Görlitz. Das geht aus einer Mitteilung des Unternehmens hervor. Vom dortigen „Siemens-Innovationscampus“ aus werde das neue Team „Unternehmen und öffentliche Institutionen bei der Umsetzung von Digitalisierungs-Strategien und Projekten sowie bei der effizienteren Gestaltung von Prozessen“ unterstützen.

Bosch und die Konsortialpartner von "progressivKI" wollen künftig "Künstliche Intelligenzen" einsetzen. um immer komplexere Autoelektronik zu entwerfen. Da KI auch für die Steuerung autonomer und vernetzter Fahrzeuge benötigt wird, kann das in letzter Instanz dazu führen, dass die KI immer neue Tochter-KIs entwirft. Grafik: Bosch

Eigener deutscher Superrechner für KI-Training gefordert

Leam-Bündnis: Deutschland muss eigene KI-Modelle entwickeln, um Rückstand zu USA und China aufzuholen Berlin, 10. Juni 2022. Deutschland und Europa müssen weit mehr in „Künstliche Intelligenzen“ investieren, wenn sie in dieser Schlüsseltechnologie nicht hoffnungslos von den USA und China abgehängt werden wollen. Denn KI-Methoden werden in Zukunft über die internationale Wettbewerbsfähigkeit zahlreicher Wirtschaftszweige entscheidend mitbestimmen. Darauf hat ein neugegründetes Bündnis „Large European AI Models“ (Leam) aus deutschen Unternehmen und Forschungseinrichtungen in Berlin hingewiesen. Die Bundesrepublik müsse deshalb eigene KI-Modelle entwickeln und speziell dafür auch ein Rechenzentrum der Spitzenklasse bauen, um diese Künstlichen Intelligenzen zu trainieren.

Zu Gast im Schülerlabor: Die HZDR-Vorstände Prof. Sebastian Schmidt (li.) und Dr. Diana Stiller (Mitte) lassen sich gemeinsam mit Oberbürgermeister Dirk Hilbert (re.) Experimente vorführen. Foto: A. Wirsig für das HZDR

Magnet für Spitzenforscher in spe: Delta X Dresden wird 11

In Dresden haben Institute, Hightech-Unternehmen und Wirtschaftsförderer ein Netz aus 17 Schülerlaboren für die Nachwuchsförderung geknüpft Dresden, 9. Juni 2022. Fähige Köpfe zu akquirieren und zu halten, das ist kein Selbstläufer – das wissen die Hochtechnologie-Unternehmen, Forschungsinstitute, Museen und Wirtschaftsförderer im „Silicon Saxony“ nur zu gut. Sie setzen daher bereits in den Schulen an und versuchen, Jungen und Mädchen beizeiten für eine Karriere als Ingenieurin, Physiker oder Programmiererin zu animieren. Als vorbildhaft für diese frühe Nachwuchsförderung gilt ein Netz aus 17 Schülerlaboren in Dresden. Eines davon ist das „DeltaX“ am Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR). Dieses Labor hat nun sein 11. Jubiläum gefeiert und dabei erstmals auch einen „Lehrkräfte-Preis“ vergeben.

Blockchain-Technologien beruhen auf miteinander verknüpften, verschlüsselten Datengliedern. Grafik. Heiko Weckbrodt

Ex-„Slock.it“-Chef Jentzsch gründet neues Web3-Unternehmen in Mittweida

„Corpus.ventures“ soll Blockchain-Software und Ausgründungen am Fließband produzieren Mittweida, 8. Juni 2022. Ein vierköpfiges Team hat in Mittweida mit „Corpus.ventures“ ein Unternehmen gegründet, das sich als Software- und Start-up-Schmiede gleichermaßen versteht. Diese Konstruktion nennt sich „Venture Studio“ und läuft im konkreten Fall darauf hinaus, Marktlücken rund um Blockchain- und andere „Web3“-Technologien zu finden, sie mit eigenen Programmen zu füllen und dann auf dieser Basis wieder eine neue, selbstständige Firma zu auszugründen. Das hat das selbst erst vor vier Monaten gegründete Venture-Studio nun angekündigt.

Das neue Entwicklungszentrum von Vodafone Dresden soll transparent wirken. Visualisierung: Ventura/Vodafone

Vodafone bricht vom alten Schlachthof Dresden ins Metaversum auf

Innovationsarchitekt: Hier erdenken wir 6G und die Zukunft der Digitalisierung Dresden, 8. Juni 2022. Vodafone erkundet ab dem Herbst 2022 in einem neuen Entwicklungszentrum auf der Dresdner Ostra-Halbinsel das Metaversum, forscht an der Digitalisierung der Medizin, der vernetzten Landwirtschaft, Robotik und am kommenden Mobilfunk der 6. Generation (6G). Das hat Vodafone-Innovationschefarchitekt Ralf Irmer heute mitgeteilt – und damit frühere Ankündigungen des Mobilfunkkonzerns konkretisiert. „Im Dresden-Hub erdenken wir die Zukunft der Digitalisierung“, kündigte er an. „Hier entsteht mit 6G die nächste Mobilfunkgeneration.“