Alle Artikel in: Kunst & Kultur

Künstlerische Aspekte von Technologie

„Kommando Korn“ Foto: Anna Tiesen

Fotoschau „Gute Aussichten“: Wilde Dorfclique und die Unsterblichkeit

Technische Sammlungen Dresden zeigen Wettbewerbsarbeiten junger deutscher Fotografen Dresden, 8. Dezember 2018. Mit „Gute aussichten“ gastiert ab heute eine faszinierende Ausstellung junger deutscher Fotografen in den Technischen Sammlungen Dresden (TSD). Zu sehen sind von einer Jury ausgewählte Fotografien aus einem Wettbewerb deutscher Hochschulen, die das Lebensgefühl und die Konflikte der Gegenwart spiegeln.

Rotkäppchen-Puppe von Koenig & Wernicke, Waltershausen, 1940er Jahre. Foto: Stadtmuseum Dresden, Franz Zadnicek

Ach wenn’s mir nur gruselte

Sonderschau im Stadtmuseum Dresden widmet sich dem multimedialen Phänomen „Märchen“ Dresden, 1. Dezember 2018. Märchen sind sich stetig wandelnde Fabriken der Phantasien und Imagination: Sie verdichten uralte Motive des menschlichen Zusammenlebens. Mit jedem, der sie mündlich weitererzählt, ändern sie sich um eine Nuance. Sie lassen uns fabelhafte Welten herbeiträumen, sie können lustig, verblüffend, machmal gar atavistisch-rücksichtslos sein. Gerade letzteren Spielart des Märchens haben die Brüder Grimm weitgehend begradigt und getilgt, als sie ihre Märchensammlungen zusammenstellten. Und doch oder gerade deshalb haben sie ein wichtiges Kulturerbe bewahrt, fixiert und den Weg für eine multimedial-weltweite Verbreitung gesorgt: Die Geschichten um Aschenputtel, Dornröschen, die Goldmarie und viele andere sind über Deutschland hinaus – in der einen oder anderen Version – bekannt, sie sind verfilmt worden, gaben den Stoff für Puppenspiele, Theaterstücke und Parodien, ja gar für Computerspiele. Das Stadtmuseum Dresden widmet diesen Märchen nun seine Weihnachtsausstellung 2018/19.

Nora Wunderwald (l.), Luka Naujoks und Imina Geilman von tierindir.de freuen sich über ihren mb21-Preis. Foto: Steffen Haas für mb21

Das Knete-Faultier war überzeugend faul

Preise im Jugend-Multimediawettbewerb „mb21“ in Dresden vergeben Dresden, 11. November 2018. Die neunjährige Minou Kropp aus Dresden hat mit ihrem Animationsfilm „Zum Glück faul gewesen“ im Wettbewerb um den „Deutschen Multimediapreis mb21“ der Altersgruppe „7-10 Jahre“ gewonnen. Das hat die Jury bekannt gegeben, die diese altersklassen-gestaffelten Preise am Wochenende während des Medienfestivals 2018 in den „Technischen Sammlungen Dresden“ (TSD) vergeben hat.

Bis heute hat die zerlegbare transparente Spielzeug-Uhr "Effect" aus dem Jahr 1978, die der VEB Plasticart Dresden hergestellt hat, einen ganz eigenen designerischen Charme Foto: Heiko Weckbrodt

Dresdner Museen stellen im Netz aus

Digitale Zwillinge zahlreicher Exponate hergestellt Dresden, 6. November 2018. Die Städtischen Museen Dresden haben gemeinsam mit Partnern einen Teil ihrer Sammlungen digitalisiert und stellen sie nun ins Netz. Das hat die Leitung des Museen-Verbundes mitgeteilt, zu dem beispielsweise das Stadtmuseum, die Technischen Sammlungen, die Städtische Galerie und das Palitzschmuseum gehören.

Jakob Volkmer führt vor, wie die "Minecraft 4D"-Hütte zum Beispiel Hitze, Sand und Regen aus der virtuellen Klötzschen-Welt von Minecraft auf den Spieler im Stuhl zurückprojiziert. Foto: Heiko Weckbrodt

Medienfestival Dresden lauscht der Zukunftsmusik

45 Mitmach-Stationen warten am 10. und 11. November 2018 auf Besucher Dresden, 3. November 2018. Mit Zukunftsmusik, Robotik, unabhängiger Spiele-Entwicklung und den übermächtigen Algorithmen im Internet können sich Besucher des „Medienfestivals Dresden“ spielerisch und kreativ am 10. und 11. November 2018 in den „Technischen Sammlungen Dresden“ (TSD) beschäftigen. Jeweils von 10 bis 18 Uhr warten 45 Ausprobierstationen auf Neugierige. Die Gäste können zum Beispiel Retro-Videospiele zocken, Roboter bauen, programmieren und Musik arrangieren. Das haben die Organisatoren vom „Medienkulturzentrum Dresden“ angekündigt.

Der Feind ist der Käfer - Szene aus verhoevens Keinwand-Adaption. Abb.: BSF/Buena Vista

Interkulturelle Transfers: In Asien jagen Batman und Bond die Bösen

Zur Tagung „Transcultural Adaptation“ lädt die TU Dresden auch Laien ein Dresden, 26. Oktober 2018. Die TU Dresden lädt zu einer Tagung „Transcultural Adaptation“ vom 5. bis zum 7. November 2018 in die Sächsische Landes- und Uni-Bibliothek (SLUB) in Dresden ein. Im Fokus steht die Frage, was mit Geschichten, Film-Sujets, Roman-Motiven und kulturellen Muster passiert, wenn sie in einen anderen Kulturkreis verpflanzt werden.

Welche Rolle spielen Roboter in Zukunft? Foto. Pablo Walser

Visiomat schaut in die Zukunft der Arbeitswelt

Kinder, Künstler und Elektroniker haben futuristischen Container am Dresdner Kraftwerk Mitte aufgestellt Dresden, 16. September 2018. Werden die Roboter die Menschen in den Fabriken ganz verdrängen oder arbeiten künftig Mensch und Roboter Hand in Hand? Bewegen sich Architekten und Tischler in wenigen Jahren nur noch mit Digitalbrillen in virtuellen Welten? Diesen und weiteren Fragen geht nun ein „Visiomat“ am Kraftwerk Mitte nach: In der Containerausstellung zeigen Kinder, wie sie sich die Zukunft der Arbeitswelt vorstellen.

Das Albertinum in Dresden. Foto: Frank Exß, DMG, DML-Lizenz

Große Kunst einfach erklärt

Studenten der TU Dresden entwickeln Audio-Führer in „leichter Sprache“ Dresden, 11. Juni 2018. Auch Menschen, die mit langgedrechselten Bandwurmsätzen nichts anfangen können, sollen die holde Kunst der Malerei genießen und verstehen können. Deshalb entwickeln Germanistik-Studenten der TU Dresden derzeit spezielle Audio-Führer, die Besucher in leichter Sprache ausgewählte Gemälde im Albertinum Dresden erläutern.

Eine Jungen-Gruppe hat aus Piezo-Keramiken und anderen "Smart Materials" diesen Roboter "Piezo Noise Maker" gebastelt, der vor allem eines tut: Krach machen. Im Sommer wollen die Initiatoren einen ähnlichen Workshop mit einer Mädchengruppe wiederholen - und sind schon gespannt, welchen Roboter die Mädels bauen. Foto: Heiko Weckbrodt

Möge die Tinkerei beginnen!

Neue „Forschungswerkstatt Smart Materials“ in Striesen lädt zum Hightech-Basteln ein – und lotet das Museum der Zukunft aus Dresden, 4. Mai 2018. Wo vor Kurzem noch olfaktorische Konzerte im Zuge der Sonderausstellung „Echtzeit“ vor sich hin stanken, machen sich jetzt die Geeks (englisch für „Laborratten“) breit: Künstler, Kuratoren, Ingenieure und Wissenschaftler haben den Goldmann-Saal im Obergeschoss der Technischen Sammlungen Dresden (TSD) in eine „Forschungswerkstatt Smart Materials“ verwandelt. Gelbe Steckdosenverteiler hängen nun von der Decke der alten Fabrikhalle, auf Werkbänken machen sich die Lötkolben heiß, ein Laser-Cutter ächzt. In einer Ecke schnappt eine fleischfressende Hightech-Pflanze nach arglosen Opfern. Am Eingang kloppt ein Roboter besinnungslos auf seine Piezo-Panzerung. Im Entdecker-Regal stapeln sich Molekül-Modelle, Mineralproben und Krimskrams-Beutel, sträuben sich synthetische Tierfelle. Sinn und Zweck des Ganzen: Schulklassen und andere TSD-Besucher können hier in den kommenden fünf Monaten mit Formgedächtnis-Legierungen, Piezo-Keramiken und anderen aufregenden neuen Materalien hightech-basteln – neudeutsch „tinkern“ genannt.

Veronese, Paolo: Die Madonna der Familie Cuccina, um 1571, Öl auf Leinwand, 167 x 416 cm, Gemäldegalerie Alte Meister, © Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Foto: Herbert Boswank

Zurück in die Renaissance

Mediengestalter der TU Dresden zeigen in der Veronese-Sonderschau, wie das Museum der Zukunft Zeitreisen organisiert Dresden, 23. März 2018. Wenn Professor Rainer Groh von der Informatik-Fakultät der TU Dresden über den Ausstellungsbetrieb der nahen Zukunft spricht, hat er recht klare Vorstellungen, wie der funktionieren könnte: „So wie man heute im Museum einen Audio-Guide am Einlass ausleiht, wird es in drei, vier Jahren ganz selbstverständlich sein, sich eine Datenbrille zu holen“, skizziert Rainer Groh seine Vision. „Dann geht man damit durch die Ausstellung. Wenn die Sensoren in der Brille erkennen, dass man schon minutenlang auf ein Exponat schaut, kann die Brille Hindergrundinformationen einblenden oder dazu raten, auch mal um die Statue herumzugehen oder etwas näher an das Gemälde heranzutreten. Das wird noch viel immersiver als heute sein: Wir werden uns gar nicht mehr dessen bewusst sein, dass uns die Technik die ganze Zeit begleitet.“

Die Robotron-Kantine in Dresden. Foto: Marco Dziallas, ostmodern.org

Dialog zwischen Kunst und Geschichte in der Robotron-Kantine

Wo einst DDR-Computerexperten speisten, sollen sich künftig Künstler, Forscher und andere Kreative austauschen und ihre Werke zeigen Dresden, 22. März 2018. Der Plan, die ehemalige Kantine des DDR-Computerkombinats Robotron in Dresden zu erhalten und zu einem Kunsthaus umzubauen, hat viele Unterstützer aus der Dresden Kulturszene erhalten. „Neben neuen Formen des Dialogs zwischen junger Kunst und Geschichte in einem Future Memory Lab soll die Robotronkantine als neuer Museumsstandort und Ort der Stadtgesellschaft Raum für die aktuellen Anliegen und Diskussionen der Bürgerschaft bieten“, hieß es in einer Einschätzung der Städtischen Museen Dresden. Deren Direktor Gisbert Porstmann sowie Kunsthaus- Leiterin Christiane Mennicke-Schwarz hatten heute 53-seitiges Konzept zur künftigen Nutzung des Gebäudes vorgestellt. Das Dokument wird dem Dresdner Stadtrat zur Entscheidung vorgelegt.

Wenn er gerade keine Schaltungen entwirft, ist Prof. Frank Ellinger ein Party-Prof - und hat das schon im "Circuit-Song" unter Beweis gestellt. Bildschirmfoto aus Youtube-Video "Circuit-Song"

Dresdner Profs rappen die 5G-Zukunft

Die Party-Professoren Ellinger und Fettweis singen den Echtzeit-Funk herbei Dresden, 20. März 2018. Um der Menschheit klar zu machen, wie toll der Mobilfunk der 5. Generation (5G) ist, an dem sie gerade forschen, werden Dresdner Technologie-Professoren zu Musikussen: Prof. Frank Ellinger, Prof. Gerhard Fettweis, der Ex-Vodafone-Europachef Hartmut Kremling und weitere Technik-Gurus haben sich als „Partyprofs“ zusammengetan und einen „5G-Song“ einstudiert. Dieses Meisterwerk der Hiphop-Kunst wollen sie am 27. März 2018 erstmals in der Alten Mensa der TU Dresden öffentlich intonieren.