Alle Artikel in: Kunst & Kultur

Künstlerische Aspekte von Technologie

Garage aus einer Garagengemeinschaft, wie es sich überall in der DDR gab. Foto: Theo Thiesmeier

DDR-Garagengemeinschaften – eine Welt für sich

Technischen Sammlungen Dresden zeigen Fotos von Theo Thiesmeier Dresden, 16. Oktober 2019. Eine fotografische Langzeitstudie „einer verschwindenden Spezies von Alltagsarchitektur“ der DDR ist in den Technischen Sammlungen Dresden, Junghansstraße 1, zu sehen: „Garagengemeinschaften“ ist die Ausstellung mit Fotos von Theo Thiesmeier betitelt. Im Fokus: individuelle Bauformen und die Rolle der Garagengemeinschaften als Ort der Geselligkeit.

Die Entwicklung von Lara Croft aus der Spielereihe "Tomb Raider" in den Technischen Sammlungen Dresden, Sonderausstellung "Schöne neue Cyberwelt? Computerspiele und Gesellschaft" Foto: Heiko Weckbrodt

Was macht die Cyberwelt aus uns?

Sonderschau über Computerspiele im Technikmuseum Dresden, 13. September 2019. Dass Spielen mehr ist als Kinderkram, vielmehr auch der Erwachsene ein „homo ludens“ ist, hat sich als Idee längst in den Köpfen festgesetzt. Doch umstritten sind und bleiben die Computerspiele: Den Einen sind sie Zeitverschwendung, eine Betonierung altmodischer Geschlechterrollen, wenn nicht gar Amok-fördernde Gewaltphantasien. Den Anderen sind sie eine Kunstform für sich, ein artifizieller Ort, um die Ärgernisse des Alltags zu vergessen und sich abzureagieren. Die Technischen Sammlungen Dresden haben diesem Phänomen nun eine Sonderausstellung gewidmet: Unter dem Titel „Schöne neue Cyberwelt? Computerspiele und Gesellschaft“, angelehnt an Aldous Huxleys dystopischen Roman „Schöne Neue Welt“ von 1932, lädt das Technikmuseum in Striesen zu einer Zeitreise durch 70 Jahre Videospiel ein. Bis zum 24. November können die Besucher dort Spieleklassiker wie „Pong“, „Doom“ oder Tetris“ zocken, mit studentischen Live-Spielern über das Für und Wider der Videospielerei diskutieren und die sächsischen Beiträge zum Genre erkunden.

Szenebild aus: Mały western/Der kleine Western, Witold Giersz, PL 1961, Bildrechte: Studio Miniatur Filmowych

Animierte Malerei im Technikmuseum Dresden

Sonderausstellung des Deutschen Instituts für Animationsfilm widmet sich der Fusion von Gemälden und Animationsfilm Dresden, 22. Juli 2019. Gemälde sind der Inbegriff des für immer in Öl erstarrten Augenblicks – Filme dagegen steht für die Ära der Bewegtbilder. Animationsfilmer wie Witold Giersz, Alexander Petrov und Jochen Kuhn haben beide Genres indes miteinander verbunden: Ihre „Öl-auf-Glas“-Animationen haben aber eine ganz eigene Bildsprache. Das „Deutsche Institut für Animationsfilm“ (DIAF) zeigt nun in einer Sonderausstellung in den Technischen Sammlungen Dresden die „Animierte Malerei – Gemälde als Filme“.

Kurator Dr. Ralf Pulla von den Technischen Sammlungen Dresden, in der von ihm kuratierten Ausstellung "Welt im Kasten: Foto – Kino – Video“. Hier steht er hinter einer frühen Fotokamera, deren Belichtungszeit so lange war, dass der Kopf der zu fotografierenden Menschen mit Stangen abgestützt wurde, um ein Verwackeln zu verhindern. Foto: Heiko Weckbrodt

Von der Camera Obscura über die Lomo bis zum Smartphone

Neue Sonderschau in den Technischen Sammlungen Dresden zeigt, wie der Mensch seine Realität fotografisch festzuhalten versucht. Dresden, 10. Juli 2019. Der Wunsch, den ach so flüchtigen Augenblick des Triumphes, der Liebe oder der Schmerzes für die Ewigkeit aufzubewahren, ist wohl so alt wie die Menschheit selbst: Davon zeugen die Höhlenmalereien in Lascaux ebenso wie der Wandteppich von Bayeux, der rasche Siegeszug der Daguerreotypien wie auch die allerorten gezückten Selfie-Smartphones unserer Zeit. Die “Technischen Sammlungen Dresden” (TSD) haben nun dem langen Weg von der Camera Obscura bis zur digitalen Bilderwelt eine neue, faszinierende Dauerausstellung gewidmet: „Welt im Kasten: Foto – Kino – Video“ zeigt Kameras, Projektoren, 3D-Filme und viele andere Exponate. Dabei haben die Museums-Modellbauer neben viele Schaustücke gleich noch Ausprobier-Experimente platziert.

Erzpriester Alexei Tomajak (links), Prof. Christoph Herm von der HfBK, Projektleiter Michael Kaliske von der TU Dresden und Prof. Björn Weiß vom Institut für Holztechnologie Dresden besprechen das Vorgehen an einer Abendmahls-Szene aus der Russ.-orthodoxen Gedächtniskirche aus Leipzig. Foto: Heiko Weckbrodt

Virtueller Crashtest für das Abendmahl

Forscher und Maler aus Dresden und Moskau wollen Ikonen mit Computerhilfe gegen den Klimawandel immunisieren Dresden/Moskau, 19. Juni 2019. Um Ikonen vor dem Klimatod zu bewahren, haben Dresdner Forscher und Moskauer Maler ein Bündnis geschlossen: Im Verbundprojekt „VirtEx“ wollen Hochtechnologie-Experten und Kunsthandwerker gemeinsam Computermodelle der religiösen Artefakte schaffen, um in die Kunstwerke virtuell hineinschauen zu können. So wollen sie Schwachpunkte in den teils Hunderte Jahre alten Gemälden finden. Durch virtuelle Austrockungsversuche, simulierte Nässeschäden und mechanische Stresstests an den „digitalen Zwillingen“ der Ikonen möchten sie dann Wege zur Rettung der Originale finden. Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange (SPD) hat den Dresdner Projektpartnern nun eine knappe halbe Million Euro Fördergeld für diesen innovativen Ansatz zugesagt.

Conrad Felixmüller, Otto Dix malt, 1920, Öl auf Leinwand, Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie, 1966 erworben durch das Land Berlin Foto: Neue Nationalgalerie / SMB, Andres Kilger, Rechteverwerter: VG Bild Kunst Bonn 2019

Expressionistische Sezession: Sonderschau in Dresden

Ausstellung widmet sich den der 1918 gegründeten Künstlergruppe um Felixmüller, Dix und Co. Dresden, 16. Juni 2019. Kurz nach dem Ersten Weltkrieg, am 29. Januar 1919, spaltete sich die „Dresdner Sezession – Gruppe 1919“ vom offiziellen Kunstbetrieb der sächsischen Landeshauptstadt ab. Ähnlich wie die Begründer der „Brücke“ 14 Jahre zuvor wollten Conrad Felixmüller, Otto Dix, Lasar Segall und andere die Sezessions-Künstler neuen, expressionistischen Ausdrucksformen vor allem in der Malerei den Weg bereiten. Das Stadtmuseum Dresden widmet sich diesem kurzen Aufbruch nun eine Sonderausstellung.

Dieser Ostrale-Beitrag von Gilbert Brohl ist mit "Robbers" betitelt und ab 11. Juni 2019 im Dresdner Stasi-Knast zu sehen. Repro: Ostrale

Ostrale im Knast

Dresdner Festival für moderne Kunst startet im Ex-Stasigefängnis Dresden, 10. Juni 2019. Mit Kunst im ehemaligen Stasi-Knast startet morgen die „Ostrale“ in Dresden. Bis zum 1. September wollen dann 200 Künstler aus 30 Ländern an sechs Orten im Stadtgebiet zeigen, was sie sich diesjährige Leitthema „ismus“ vorstellen. Haupt-Austragungsort des Festivals für moderne Kunst ist diesmal die F6-Zigarettenfabrik in Dresden-Striesen.

Künstliche Intelligenz (KI) gilt inzwischen als zentrale Schlüsseltechnologie des Digital-Zeitalters. Die Deutschen sehen die KI-technologie aber eher skeptisch und risikobehaftet. Foto: Geralt. Pixabay, CC0-Lizenz

Schaufler-Labor Dresden: Künstler und Forscher kooperieren

Neue interdisziplinäre Einrichtung nimmt KI zuerst in den Fokus: Dresden/Sindelfingen, 1. Juni 2019. In einem neuen Schaufler-Labor in Dresden wollen Wissenschaftler und Künstler die Berührungspunkte und Einflüsse zwischen Technik, Kunst, Wissenschaft und Unternehmertum ausloten. In der ersten Phase, die im Wintersemester 2019/20 startet, soll der gesellschaftliche Wandel durch „Künstliche Intelligenzen“ (KIs) im Fokus stehen. Das haben die Technische Universität Dresden (TUD) und die Schaufler-Stiftung angekündigt.

Da will man doch gleich knuddeln: Tiermodell in der "Boden"-Ausstellung. Foto (freigestellt): Heiko Weckbrodt

Senckenberg-Schau in Dresden über „Die dünne Haut der Erde“

Durch vier Kammern zum Boden der Dinge Dresden, 11. April 2019. Wir trampeln darauf herum, schimpfen ihn „Dreck“, schütten Teer darüber – doch all das hat er nicht wirklich verdient: Der Boden, auf dem wir stehen, ist unser Fundament im Leben, er nährt uns, schützt unser Erdklima, hat die frühen Hochkulturen vom Nil bis zum Indus erst ermöglicht und ist Heimstatt für Billionen von Lebewesen. Jetzt endlich bekommt er die Aufmerksamkeit, die er längt verdient hat: In einer Wanderausstellung „Die dünne Haut der Erde – unsere Böden“ würdigt die Senckenberg-Gesellschaft ab dem 13. April 2019 in ihren „Naturhistorischen Sammlungen“ im Japanischen Palais Dresden diese natürliche und endliche Ressource.

„Kommando Korn“ Foto: Anna Tiesen

Fotoschau „Gute Aussichten“: Wilde Dorfclique und die Unsterblichkeit

Technische Sammlungen Dresden zeigen Wettbewerbsarbeiten junger deutscher Fotografen Dresden, 8. Dezember 2018. Mit „Gute aussichten“ gastiert ab heute eine faszinierende Ausstellung junger deutscher Fotografen in den Technischen Sammlungen Dresden (TSD). Zu sehen sind von einer Jury ausgewählte Fotografien aus einem Wettbewerb deutscher Hochschulen, die das Lebensgefühl und die Konflikte der Gegenwart spiegeln.

Rotkäppchen-Puppe von Koenig & Wernicke, Waltershausen, 1940er Jahre. Foto: Stadtmuseum Dresden, Franz Zadnicek

Ach wenn’s mir nur gruselte

Sonderschau im Stadtmuseum Dresden widmet sich dem multimedialen Phänomen „Märchen“ Dresden, 1. Dezember 2018. Märchen sind sich stetig wandelnde Fabriken der Phantasien und Imagination: Sie verdichten uralte Motive des menschlichen Zusammenlebens. Mit jedem, der sie mündlich weitererzählt, ändern sie sich um eine Nuance. Sie lassen uns fabelhafte Welten herbeiträumen, sie können lustig, verblüffend, machmal gar atavistisch-rücksichtslos sein. Gerade letzteren Spielart des Märchens haben die Brüder Grimm weitgehend begradigt und getilgt, als sie ihre Märchensammlungen zusammenstellten. Und doch oder gerade deshalb haben sie ein wichtiges Kulturerbe bewahrt, fixiert und den Weg für eine multimedial-weltweite Verbreitung gesorgt: Die Geschichten um Aschenputtel, Dornröschen, die Goldmarie und viele andere sind über Deutschland hinaus – in der einen oder anderen Version – bekannt, sie sind verfilmt worden, gaben den Stoff für Puppenspiele, Theaterstücke und Parodien, ja gar für Computerspiele. Das Stadtmuseum Dresden widmet diesen Märchen nun seine Weihnachtsausstellung 2018/19.

Nora Wunderwald (l.), Luka Naujoks und Imina Geilman von tierindir.de freuen sich über ihren mb21-Preis. Foto: Steffen Haas für mb21

Das Knete-Faultier war überzeugend faul

Preise im Jugend-Multimediawettbewerb „mb21“ in Dresden vergeben Dresden, 11. November 2018. Die neunjährige Minou Kropp aus Dresden hat mit ihrem Animationsfilm „Zum Glück faul gewesen“ im Wettbewerb um den „Deutschen Multimediapreis mb21“ der Altersgruppe „7-10 Jahre“ gewonnen. Das hat die Jury bekannt gegeben, die diese altersklassen-gestaffelten Preise am Wochenende während des Medienfestivals 2018 in den „Technischen Sammlungen Dresden“ (TSD) vergeben hat.

Bis heute hat die zerlegbare transparente Spielzeug-Uhr "Effect" aus dem Jahr 1978, die der VEB Plasticart Dresden hergestellt hat, einen ganz eigenen designerischen Charme Foto: Heiko Weckbrodt

Dresdner Museen stellen im Netz aus

Digitale Zwillinge zahlreicher Exponate hergestellt Dresden, 6. November 2018. Die Städtischen Museen Dresden haben gemeinsam mit Partnern einen Teil ihrer Sammlungen digitalisiert und stellen sie nun ins Netz. Das hat die Leitung des Museen-Verbundes mitgeteilt, zu dem beispielsweise das Stadtmuseum, die Technischen Sammlungen, die Städtische Galerie und das Palitzschmuseum gehören.