Alle Artikel in: Computer und Rechentechnik

Elektro- und Elektronikschrott enthalten zwar viele Wertstoffe. Sie automatisiert wiederzuverwerten, ist aber eine schwierige technologische Herausforderung. Foto: Heiko Weckbrodt

Jeder Deutsche wirft zehn Kilo Elektroschrott pro Jahr weg

Abfallberge wachsen Wiesbaden, 16. März 2021. Die deutschen Abfallberge aus alten Fernsehern, Computern , Smartphones und anderen elektrischen Geräten wachsen weiter. Im Schnitt hat jeder Deutsche 10,3 Kilogramm Elektroschrott im Jahr 2018 entsorgt – das waren 1,5 Kilogramm mehr als 2015. Das hat das statisches Bundesamt (Destatis) in Wiesbaden mitgeteilt. Neuere Zahlen liegen noch nicht vor.

Der Mathematikprofessor und Computer-Konstrukteur Nikolas J. Lehmann von der TU Dresden baute 2001 die Leibniz-Rechenmaschine von 1670 nach. Heute ist dieses Kleinod in den Technischen Sammlungen Dresden ausgestellt. Foto: Heiko Weckbrodt

Sachsen galt vor Digital-Ära als Hochburg der Rechenmaschinen

Im sächsischen Industriemuseum sind alte Rechenmaschinen aus Glashütte und Dresden zu sehen. Dresden/Glashütte/ Chemnitz, 6. Januar 2020. Schon Gottfried Wilhelm Leibniz (1646–1716) hätte wohl gerne einen PC gehabt, statt alles im Kopf auszurechnen: „Es ist unwürdig, die Zeit von hervorragenden Leuten mit knechtischen Rechenarbeiten zu verschwenden, weil bei Einsatz einer Maschine auch der Einfältigste die Ergebnisse sicher hinschreiben kann.“ Und so konstruierte der Mathematiker, Philosoph und Keks-Namensgeber einen der frühen Vorläufer heutiger Computer: eine Rechenmaschine. Die basierte auf einer von ihm konzipierten Staffelwalze, funktionierte allerdings wegen ungenauer Fertigung nicht einwandfrei. Das gelang Ingenieuren und Feinmechanikern im Erzgebirge etwas später dann schon besser. Und sie begründeten damit eine lange Industrietradition in Sachsen, die unter anderem auch in die heutige Halbleiterindustrie im „Silicon Saxony“ mündete.