Alle Artikel in: Internet & IoT

Hübsche Netzpräsenzen und Internet-Trends beäugt

Logo des Projekts "ID Ideal" Grafik: HTW Dresden

Dresden ist Pilotstadt für universellen Netzausweis „ID-Ideal“

Bibliotheksanmeldung, Bürgerbeteiligung, Fördermittel: Erste Szenarien für digitale neue Identitäten benannt Dresden, 28. Juni 2021. Dresden, Leipzig und Mittweida werden die ersten Städte sein, die den neuen Universal-Digitalausweis „ID-Ideal“ unterstützen, den die Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Dresden derzeit im Auftrag von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) entwickelt (Oiger.de berichtete).

Ist stinksauer, weil die Bösen die Mädchen verhauen: Ex-Auftragsmörder Bradley (Gary Daniels) schießt und boxt sich durch die feindlichen Horden. Foto. Tiberius Film

Anklage: Dresdnerin wollte jüngere Nebenbuhlerin von Darknet-Killer ermorden lassen

Staatsanwalt wirft 41-Jähriger versuchte Mordanstiftung vor Dresden, 21. Juni 2021. Die Staatsanwaltschaft Dresden klagt eine 41-jährige Sächsin wegen versuchter Mordanstiftung an. Die Frau soll versucht haben, einen Auftragsmörder im Internet anzuheuern. Sie wollte so eine jüngere Nebenbuhlerin aus dem Weg räumen, mit der ihr Ehemann, von dem sie getrennt lebte, nun zusammen war. Das geht aus einer Mitteilung der Anklagebehörde hervor.

Logo des Projekts "ID Ideal" Grafik: HTW Dresden

Jedem Europäer seine digitale Identität

HTW Dresden entwickelt „ID-Ideal“-Universalausweis fürs Internet Dresden/Brüssel/Berlin, 8. Juni 2021. Dresdner Ingenieure arbeiten im Auftrag des Bundeswirtschaftsministerium an einem universellen digitalen Ausweis, mit dem sich die Deutschen künftig einfach im Netz identifizieren können, ohne ihre persönlichen Daten im ganzen Internet breitstreuen zu müssen. Die Spezialisten der „Hochschule für Technik und Wirtschaft“ (HTW) wollen dafür binnen Jahresfrist gemeinsam mit 14 Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft unter dem Codenamen „ID-Ideal“ eine Art digitale Brieftasche entwickeln. Ähnlich wie die „Wallets“ von Apple und anderen privaten Anbietern soll sie auch virtuelle Eintrittskarten, Mitgliedsausweise und andere Dokumente elektronisch abrufbar bereithalten, ohne weitere Daten dabei preiszugeben. Mit dieser Universal-Wallet können sich Nutzer in Zukunft im Schwimmbad, in der Bibliothek, beim „Car Sharing“ oder in der Straßenbahn ganz ohne Papierkram per Smartphone ausweisen. Mitte 2022 will das Konsortium die ersten Beispielanwendungen in Sachsen freischalten, bevor sie das Konzept deutschlandweit ausrollen. Derweil dringt auch die EU-Kommission unter dem Projektnamen „Europäische digitale Identität“ (EUid) auf ähnliche länderübergreifende Universal-Ausweise für alle Europäer.

Die Europäer wollen mit einem digitalen, programmierbaren Euro auf Blockchain-Basis zum Beispiel dem Facebook-Geld Diem alias Libra, aber auch dem digitalen Yuan und Bitcoin Paroli bieten. Foto: Heiko Weckbrodt

Deutsche Wirtschaft über Krypto-Geld gespalten

Spekulationsblase oder sinnvolle Alternative zur Negativzins-Anlage? Berlin, 25. Mai 2021. Kryptowährungen spalten die deutsche Wirtschaft: Über die Hälfte der Digitalbeauftragten in hiesigen Unternehmen halten „Bitcoin“, „Ethereum“ & Co. für bloße Spekulationsanlagen (54 Prozent), die allenfalls Kriminellen, Geldwäschern und Poker-Naturen nützen (46 Prozent). Fast genauso viele (46 Prozent) aber stufen das verschlüsselte Geld aber als interessante alternative Anlageform in Zeiten ein, in denen Anleger den Banken Gebühren fürs eingezahlte Geld zahlen statt dafür Zinsen zu bekommen. Das geht aus einer Umfrage des deutschen Digitalwirtschaftsverbandes „Bitkom“ hervor.

Die Kombination zum Tresor würde auch keiner anderen zeigen. Doch bem Online-Banking lassen sich viele Deutsche über die Schulter schauen. Foto (bearbeitet): Heiko Weckbrodt

Velektronik, Morpheus & Co: Wie sehr können wir unserer Elektronik vertrauen?

  Unternehmer und Forscher diskutieren beim „Silicon Saxony Day 2021“ über Spionage-Abwehr, Koboter, KI und die Stadt der Zukunft Dresden, 22. Mai 2021. „Industrie 4.0“ klingt ja eigentlich gut: nach Fortschritt, mehr Produktivität, Hochtechnologie. Aber wie sehr kann der Maschinenbauer in Europa eigentlich dem GPS-Ortungsgerät aus China, der Rechnerwolke aus Übersee oder dem Funketikett-Lesegerät aus Südostasien vertrauen, die er da in seiner frisch vernetzten Werkhalle im Einsatz hat? Vertrauenswürdige Elektronik und Software sind daher zu viel diskutierten Themen geworden – und zwar weltweit. Erst kürzlich stellten die US-Militärforschungsagentur „Darpa“ und die Uni Michigan einen „Morpheus“-Prozessor vor, der seine Rechenoperationen im Millisekunden-Takt immer neu verschleiert und verschlüsselt, um seine Geheimnisse zu wahren. Über 500 Hacker bissen sich am Versuch die Zähne aus, „Morpheus“ zu knacken. Auch in Europa ist die Diskussion um digitale Souveränität und vertrauenswürdige Elektronik in vollem Gange. So wollen auf dem „Silicon Saxony Day“ am 27. Mai 2021 in Dresden Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft unter anderem zukunftsweisende Konzepte für mehr informationstechnologische Sicherheit vorstellen.

Nicht immer sind die Liebesschwüre von Internet-bekanntschaften echt, warnt das LKA Sachsen. Grafik: Heiko Weckbrodt

Millionenschaden durch Venusfallen im Internet

LKA Sachsen: Liebesbetrüger agieren im Netz immer erfolgreicher Dresden, 21. Mai 2021. Liebesbetrüger und -betrügerinnen ziehen ihren Opfern immer mehr Geld aus der Tasche. Das geht aus einer Analyse des sächsischen Landeskriminalamtes (LKA) in Dresden hervor. Im Fokus steht dabei das sogenannte „Romance-Scamming“, bei dem sich Cyberkriminelle als einsame Herzen ausgeben, eine vorgebliche Romanze per Internet beginnen, um schließlich ihre Opfer zu Geldtransfers zu animieren. Wenn die Betrogenen ausgequetscht sind oder nicht mehr zahlen, tauchen die vermeintlichen Romeos und Julias dann auf Nimmerwiedersehen unter.

Der siebenjährige Julius Jockwitz hat sich aus der "Bibliothek der Dinge" in Dresden eine Gitarre geliehen. Foto: Städtische Bibliotheken Dresden

Dresden richtet „Bibliothek der Dinge“ ein

Von Akkuschrauber bis Zauberwürfel: Biblliothekare verleihen nun auch allerlei Dinge zum Ausleihen und Teilen Dresden, 17. Mai 2021. Die Städtischen Bibliotheken Dresden forcieren unter ihrer neuen kommissarischen Direktorin Marit Kunis-Michel die Transformation hin zu einem „dritten Ort“ des 21. Jahrhunderts. Als Reflex auf das „Internet der Dinge“, aber auch auf Carsharing-Angebote, geteilte Großraumbüros („Coworking Spaces”), gemeinsame Hightech-Bastelstuben („Maker Spaces”) und andere Phänomene der kollaborativen Wirtschaft des Teilens richten sie nun eine „Bibliothek der Dinge“ in Dresden ein.

Im modernen Großstadt-Verkehr gewinnt das lange Zeit nur theoretisch diskutierte „Internet der Dinge“ bereits praktische Bedeutung: Weltweit arbeiten führende Automobil-Hersteller, -Zulieferer und -forscher daran, die zahlreichen funkfähigen Geräte, die heute schon auf den Straßen unterwegs sind, zu vernetzen, um den Verkehr sicherer und bequemer zu machen: Die Funkblasen von Smartphones zum Beispiel können wie ein Annäherungsalarm zwischen Fahrzeugen und Fußgänger wirken, aber auch Navi-Geräte und Radarsensoren im Autos oder GPS-Halsbänder für Hunde können – miteinander vernetzt – Unfalle vermeiden helfen. Foto: NXP

5G noch ungeeignet fürs vernetzte Fahren

Dresdner Mobilfunk-Guru Fettweis sieht zuviele Angriffspunkte Dresden, 6. Mai 2021. Der Mobilfunk der 5. Generation (5G) eignet sich – anders als zunächst konzipiert – derzeit doch noch nicht für das autonome und funkvernetzte Fahren, etwa mit Robotertaxis. Das hat Prof. Gerhard Fettweis von der TU Dresden am Rande des digitalen Mobilfunk-Gipfels „2. IEEE 5G++ Summit Dresden“, an dem derzeit rund 500 internationale Fachbesucher teilnehmen, eingeschätzt. 5G sei immer noch zu schwach gegen mutwillige Angriffe und Ausspähversuche geschützt.

Virtuelle Reisen mit exostischen Fresspaketen sind in Corona-Zeiten ein Trend geworden. Foto: (bearbeitet, freigestellt) Heiko Weckbrodt

Im Wohnzimmer-Sessel ab nach Tokio

Reisebüros bieten in Corona-Zeiten virtuelle Urlaube rund um den Globus an – und das Konzept kommt an Dresden, 6. Mai 2021. In Corona-Zeiten suchen Reisebüros nach neuen Geschäftsmodellen – und manche wie beispielsweise „Eberhardt Travel“ aus Kesselsdorf bei Dresden, „Hauser“ aus München oder „Itravel“ aus Köln finden sie in virtuellen Reisen. Dabei bucht der fernweh-bewegte Mensch beispielsweise für ein paar Dutzend Euro eine komplette Asien-Rundtour oder eine panamerikanische Reise von zwei, drei Wochen, die im „echten Leben“ mehrere tausend Euro kosten würde. Und die erlebt er oder sie dann wie im Zeitraffer binnen Stunden daheim im Sessel vor dem Bildschirm oder der großen Beamer-Leinwand – und futtert dazu Snacks aus den fernen Ländern.

Onlineshopping: Die Umsätze mit immer mehr Sortimenten wandern ins Internet ab. Corona hat diesen Trend beschleunigt. Foto: Heiko Weckbrodt

Ifo: Corona fördert Ladensterben in den Innenstädten

Ausnahmezustand gewöhnt Deutsche daran, auch Kleider und Töpfe im Netz zu kaufen München, 24. April 2021. Die Corona-Krise beschleunigt das Ladensterben in den deutschen Innenstädten. Das hat Ökonom Oliver Falck vom Ifo-Institut in München eingeschätzt. „Spätestens seit letztem Sommer beobachten wir massive Strukturverschiebungen hin zum Onlinegeschäft – auch jenseits der Lockdowns“, erklärte er und stützte sich dabei auf die gemeinsame Ausgabenanalyse „Wirtschaftsmonitor“ des Ifo-Instituts, der N26-Bank und der TU München. „Unsere Daten legen den Schluss nahe, dass die Krise das Sterben der Innenstädte befördert.“

Jeder zweite Netznutzer schaut sich die Bewertung von Arbeitgebern vorab im Netz an - oft beeinflusst dies dann die Entscheidung, sich zu bewerben oder nicht. Foto (bearbeitet) und Montage: Heiko Weckbrodt

Jeder Zweite schaut sich vorab Arbeitgeber-Bewertungen an

Rezensionen im Netz können Ausschlag für die Entscheidung geben Berlin, 16. April 2021. Auf Online-Marktplätzen entscheiden Produktbewertungen längst wesentlich mit über die Umsätze eines Händlers – inzwischen spielen aber auch Arbeitgeber-Bewertungen im Internet eine wachsende Rolle bei der Fachkräfte-Gewinnung. Mittlerweile schaut sich knapp die Hälfte (47 %) aller Netznutzer vorab an, wie ein Unternehmen beziehungsweise dessen Chefs auf einschlägigen Online-Portalen wie Kununu, Meinchef oder Glassdoor bewertet werden. Und die Bedeutung solcher Recherchen wächst: Vor drei Jahren informierten sich noch 36 Prozent darüber, wie aktuelle und ehemalige Angestellte ein Unternehmen bewerten. Das geht aus Umfragen im Auftrag des deutschen Digitalwirtschafts-Verbandes „Bitkom“ aus Berlin hervor.

Nahaufnahme des USeP-Moduls. Foto: Volker Mai für das Fraunhofer IZM

Dresdner entwickeln Chip-Baukasten fürs Internet der Dinge

„Universelle Sensor-Plattform“ basiert auf Globalfoundries-Halbleitertechnik Dresden, 14. Februar 2021. Sächsische Fraunhofer-Forscher und Ingenieure von Globalfoundries Dresden haben gemeinsam einen digitalen Baukasten entwickelt, mit dem auch kleine und mittlere Unternehmen schnell und preiswert neuartige Sensorelektronik für das „Internet der Dinge“ (englisch: IoT) konstruieren können. Das haben Globalfoundries Dresden sowie die Fraunhofer-Institute Enas, EAS, IPMS und Assid aus Dresden und Chemnitz mitgeteilt. Sie haben damit nun das gemeinsame Förderprojekt abgeschlossen. Aus dieser Forschung an einer „Universellen Sensor-Plattform“ (USeP) aus Sachsen ist mit „Sensry“ Dresden inzwischen auch eine Firmengründung entstanden.

Verschlüsselungs-Maschine Enigma. Foto: Heiko Weckbrodt

Die meisten Deutschen bezahlen Cybererpresser

Kaspersky: Nur 47 % der Lösegeldzahler nach Ransomware-Angriffen bekommen Daten zurück Ingolstadt, 10. April 2021. Jedes zweite Erpressungsopfer in Deutschland zahlt nach Verschlüsselungsangriffen den Cybergangstern das geforderte Lösegeld. Doch nur 47 Prozent der Zahler bekommen danach wieder Zugriff auf ihre Daten. Das hat die Ingolstädter Außenstelle der russischen Sicherheits-Softwareschmiede „Kaspersky“ mitgeteilt und sich dabei auf eine Studie, für die unter anderem rund 1000 Deutschen befragt wurden.

Jeder zweite alte Sachse hat ein Smartphone

Die meisten Senioren haben Internetanschlüsse – und nutzen sie gerade in Corona-Zeiten, um Kontakt zu halten Kamenz, 6. April 2021. Jeder zweite Seniorenhaushalt in Sachsen verfügt über mindestens ein Smartphone. Und drei Viertel der reichlich eine Million Senioren umfassenden Generation 65+ im Freistaat haben Internetanschlüsse. Das hat das statistische Landesamt in Kamenz mitgeteilt.