Alle Artikel in: Künstliche Intelligenz

Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow (links) schaut gemeinsam mit jungen Besuchern des "Living Labs" in Leipzig zu, wie sich Nao-Roboter mit KI-Unterstützung als Fußballer verdingen. Foto: SMWK

KI-Forscher eröffnen Erklärlabor in Leipzig

Sachsen wollen Innovationsvorsprung in der „Künstlichen Intelligenz“ erarbeiten Leipzig/Dresden, 7. Oktober 2021. Damit auch Normalsterbliche zumindest ein wenig die Künstlichen Intelligenzen (KI) verstehen lernen, haben KI-Forscher heute in Leipzig ein „Living Lab“ eröffnet. In diesem „lebenden Labor“ im „Löhrs Carré“ wollen sie mit Laien die Forschungsansätze und –ergebnisse des „Centers for Scalable Data Analytics and Artificial Intelligence“ (Scads.AI) vorstellen. Parallel dazu haben die Wissenschaftler eine Graduiertenschule (neudeutsch „Graduate School“ genannt) für KI- und Daten-Nachwuchsakademiker an den beiden Standorten Leipzig und Dresden gestartet. Das geht aus einer Mitteilung des sächsischen Wissenschaftsministers Sebastian Gemkow (CDU) hervor.

Knochenmarkausstrich eines Patienten mit „akuter myeloischer Leukämie“ (AML). Die neu entwickelte Analysesoftware erkennt eine bestimmte genetische Mutation anhand äußerer Zellmerkmale (dunkelgrüne Färbung). Foto: MK1, Uniklinikum Dresden

Künstliche Intelligenz aus Dresden fahndet nach Blutkrebs

Mediziner und Ingenieure haben KI mit Knochenmarkproben von fast 1500 Menschen angelernt Dresden, 28. September 2021. Dresdner Wissenschaftler haben eine „Künstliche Intelligenz“ (KI) darauf trainiert, Blutkrebs schon im Frühstadium zu erkennen. Sie soll künftig Mediziner dabei unterstützen, Knochenmarkausstriche von Patienten auf Anzeichen von „akuter myeloischer Leukämie“ (AML) zu durchforsten. Außerdem kann sie bestimmte genetische Mutationen finden, die über für richtige Behandlung der Leukämiekranken mitentscheidet.

Künstliche Intelligenz (KI) gilt inzwischen als zentrale Schlüsseltechnologie des Digital-Zeitalters. Die Deutschen sehen die KI-technologie aber eher skeptisch und risikobehaftet. Foto: Geralt. Pixabay, CC0-Lizenz

46 Millionen Euro für neues KI-Rechenzentrum Leipzig

Uni finanziert Projekt mit Kohleausstiegs-Geld Leipzig, 26. September 2021. Das neue wissenschaftliche Rechenzentrum für „Künstliche Intelligenz“ (KI), das Sachsen an der Uni Leipzig einrichten möchte, wird 46 Millionen Euro kosten. Das hat die Universität Leipzig mitgeteilt. Das Bundesforschungsministerium und das sächsische Wissenschaftsministerium wollen die Kosten demnach zu wesentlichen Teilen aus Fördertöpfen decken, die für den Braunkohle-Ausstieg gedacht sind.

Künstliche Intelligenz (KI) gilt inzwischen als zentrale Schlüsseltechnologie des Digital-Zeitalters. Die Deutschen sehen die KI-technologie aber eher skeptisch und risikobehaftet. Foto: Geralt. Pixabay, CC0-Lizenz

Sachsen will bis 2025 zum führenden KI-Standort aufsteigen

Freistaat kündigt 60 Millionen Euro Investitionen in Künstliche Intelligenz an Leipzig/Dresden, 10. September 2021. Sachsen will sich bis 2025 zu „einem der führenden deutschen Forschungs- und Innovationsstandorte für Künstliche Intelligenz“ (KI) entwickeln. Diese Marschrichtung hat der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) heute auf einem „KI-Kongress des Freistaats Sachsen“ mit rund 200 Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft, Gesellschaft und Politik in Leipzig ausgebeben. Als Wirtschafts- und Innovationstreiber komme der KI-Technologie „eine besondere strategische Rolle zu“. Daher habe Sachsen auch eine eigene KI-Strategie entwickeln.

Solche Polymer-basierten künstlichen neuronalen Netze können Herzkranken implantiert werden, um Rhythmusstörungen automatisch zu erkennen. Mikroskopaufnahme: TUD

Eingepflanzte KI hört auf das Herz

Dresdner Elektroniker entwickeln implantierbare Polymernetze, die Herzrhythmus-Störungen aufspüren Dresden, 20. August 2021. Winzige „Künstliche Intelligenzen“ (KI) könnten künftig Herzkranken eingepflanzt werden. Sie sollen dann unermüdlich auf Herzrhythmus-Störungen oder auf Komplikationen nach einer Herz-OP achten, während die Patienten bereits wieder daheim ihrem Alltag nachgehen. Dieser Vision sind Elektroniker der TU Dresden nun Stück näher gekommen: Sie haben dafür eine Polymer-KI entwickelt, die sich in den Körper implantieren lässt.

Der Automobilzuliefer-Konzern "Continental" investiert in das Leipziger KI-Unternehmen "Kopernikus Automotive". Foto: TGFS

Frisches Geld für Leipziger Kopernikus-KI

Continental und Co. setzen auf automatisierte Einpark-Dienste der Künstlichen Intelligenz Leipzig, 3. August 2021. Der Fahrzeugtechnik-Zulieferer Continental und weitere Risikokapitalgeber steigen beim sächsischen Technologie-Unternehmen „Kopernikus Automotive“ ein. Das geht aus Mitteilungen von Continental sowie des „Technologiegründerfonds Sachsen“ (TGFS) hervor, letzterer gehört bereits seit längerem zu den Anteilseignern. Den Dosis der Kapitalspritze wollte der TGFS allerdings nicht verraten. Kopernikus will mit dem frischen Geld unter anderem seine Künstliche Intelligenz (KI) weiterentwickeln, die fahrerlose Autos in Parkhäusern und auf Fabrikarealen steuert.

Die Visualisierung zeigt, welchem Vorbild der künftige Spinnaker2-Superrechner folgt: dem menschlichen Gehirn. Grafik: Spinncloud

Globalfoundries stellt Spinnaker2-Neurochips für gehirnähnlichen Superrechner her

Die TU Dresden will daraus einen Computer bauen, der Künstliche Intelligenz auf eine neue Stufe hebt Dresden, 27. Juli 2021. Bei Globalfoundries Dresden geht nun ein neuer Neuro-Chip in die Produktion: Der „Spinnaker 2“ ist als Baustein für neuartige Supercomputer gedacht, die ähnlich wie das menschliche Gehirn arbeiten, aber eben als „Künstliche Intelligenz“ (KI). Das haben Globalfoundries sowie die Unis Dresden und Manchester heute mitgeteilt. Die junge TU-Ausgründung „Spinncloud Systems GmbH“ soll die neue KI dann auch kommerziell vermarkten, wenn sie zusammengesetzt, angelernt und hochgefahren ist.

In der neuen Chipfabrik in Dresden hat Bosch von Anfang an auf AR-Datenbrillen, KI und andere "Industrie 4.0"-Konzepte gesetzt. Foto: Bosch

Bosch-Ingenieure schauen mit Datenbrillen durch Wände

KI, vorausschauende Wartung, erweiterte Realität und andere „Industrie 4.0“-Methoden liegen der neuen Bosch-Chipfabrik in Dresden in den Genen Dresden, 7. Juli 2021. Bosch setzt in seiner neuen Dresdner Chip-Fabrik auf augmentierte Realität, Datenbrillen und Künstliche Intelligenz (KI), um Anlagen schneller zu installieren und effektiver zu warten. „Mit dieser Technik wird es für uns zum Beispiel möglich, durch Wände zu schauen und verdeckte Gasleitungen zu sehen“, erklärt Bosch-AR-Spezialist Robert Lindemann. „Wir können damit aber auch Mitarbeiter trainieren und letztlich auch Reisekosten sparen.“

Live-Demo bei Wandelbots Dresden: Künftig wird es möglich sein, Roboter für neue Arbeiten anzulernen, indem man ihnen den passenden QR-Code zeigt. Foto: LHD

Der Miet-Roboter übernimmt die Nachtschicht

Dresdner Konsortium entwickelt Künstliche Intelligenz, die gelangweilte Fabrikroboter mit „Zwischendurch“-Aufträgen kleiner Betriebe versorgt Dresden, 6. Juli 2021. Ähnlich wie viele Elektronikfirmen ihre Chips nicht mehr in eigenen Fabriken bauen, sondern bei großen Auftragsfertigern („Foundries“) herstellen lassen, können kleine Betriebe künftig ganze Produktionsschichten an Roboter-Foundries weiterdelegieren. Eine typische Konstellation: Ein wichtiger Kunde schickt kurzfristig einen eiligen Auftrag, für den der Betrieb auf die Schnelle gar nicht genug Leute hat. Dann könnten gelangweilte Roboter in einem anderen Unternehmen oder in einer spezialisierten Roboter-Foundry die Order über Nacht abarbeiten. Als Vermittler dient dabei eine „Künstliche Intelligenz“ (KI), die ein Unternehmensverbund im „Smart Systems Hub“ in Dresden entwickelt. Beteiligt sind die Softwareschmiede SAP, die Roboteranlerner von Wandelbots, das Halbleiterunternehmen Infineon in Dresden sowie die Digitalisierer von „Objective Partner“ aus Weinheim.

Ingenieur Harald Heinrich von Infineon führt im Wandelbots-Studio in Dresden die neue Mensch-Erkennung für mobile Roboter vor. Heiko Weckbrodt

Roboter ergründen die Wege der Menschen

Infineon rüstet seine Reinraum-Kobots mit KI und moderner Sensorik auf, um Vollbremsungen überflüssig zu machen Dresden, 5. Juli 2021. Neuartige Sensoren und „Künstliche Intelligenz“ (KI) aus Dresden helfen Roboter und Mensch künftig, in Fabriken enger zusammenzuarbeiten, ohne sich gegenseitig zu behindern. Eine Beispiellösung dafür haben Infineon, Wandelbots, der Smart Systems Hub Dresden, SAP und „Objective partner“ in einer gemeinsamen „Digital Product Factory“ (DPF) entwickelt. Dadurch können selbstständig durch Chipfabriken rollende Roboter, die zum Beispiel das Reinraumwetter messen oder Siliziumscheiben (Wafer) in entlegene Hallenecken transportieren, nun flexibler Menschen ausweichen.

Ceti-Forscher haben unter andere auch diesen Barkeeper-Roboter entwickelt. Foto: Heiko Weckbrodt

Ceti-Forscher planen Roboter-Bar

Menschliche Köche und Barkeeper sollen Stahlkollegen das perfekte Steak und den Super-Cocktail beibringen Dresden, 23. Juni 2021. Um ihre volle Forschungsfähigkeit zu erhalten und die wahren Fähigkeiten „Künstliche Intelligenz“ (KI) praktisch zu erproben, wollen die Exzellenz-Wissenschaftler vom „Centre for Tactile Internet with Human-in-the-Loop“ (Ceti) in Dresden einen Roboter-Bar aufbauen. Dort sollen KI-Roboter den Forschern sowie ihren Gästen Steaks braten und Drinks mixen. Das hat Ceti-Sprecher Prof. Frank Fitzek angekündigt.

Im "Operationssaal der Zukunft" sammeln Wissenschaftler Erfahrungen mit roboter- und computergestützten Systemen für die Krebschirurgie. Foto: André Wirsig für das NCT/UCC

TU Dresden will Top-Chirurgen als digitale Zwillinge klonen

Künstliche Intelligenz soll helfen, tödliche Komplikationen bei und nach Operationen zu mindern Dresden, 18. Juni 2021. Digitale Zwillinge von Spitzenchirurgen sollen künftig weniger erfahrenen Operateuren bei komplizierten Eingriffen beistehen. Ein Team um Prof. Stefanie Speidel von der TU Dresden bereitet auf diese Aufgabe nun „Künstliche Intelligenzen“ (KI) vor und lernt sie dafür an.

Roboter dominieren die Bosch-Fabrik Dresden. Foto: Bosch

Bosch startet in Dresden die Chipfabrik der Roboter und neuronalen Netze

Statt Tausender beschäftigt das milliardenteures Halbleiterwerk zum Start nur 250 Leute – der Reinraum selbst ist fast menschleer Dresden, 7. Juni 2021. Die neue milliardenteure Chipfabrik von Bosch in Dresden startet heute offiziell mit gerade einmal rund 250 Mitarbeitern – von denen zudem nur einige wenige auch physisch im Reinraum arbeiten. Später will der schwäbische Technologiekonzern seine Belegschaft zwar noch auf 700 Köpfe aufstocken. Doch selbst das ist wenig im Vergleich zu den 1500 bis 3000 Menschen, die noch in den 1990ern ein Halbleiterwerk dieser Größenordnung bevölkert hätten. Der Hauptgrund dafür ist der strikte Hochautomatisierungs-Kurs, den die deutsche Halbleiterbranche seither eingeschlagen hat – um überhaupt konkurrenz- und überlebenfähig im internationalen Wettbewerb zu bleiben.

Datenbrillen mit "augmentierter Realität" (AR) können beispielsweise Ärzten künftig Zusatzinformationen über einen behandelten Patienten einblenden. Daran arbeitet unter anderem der "Semeco"-Partner "Else-Kröner-Fresenius-Zentrum Digital Health" (EKFZ) in Dresden gemeinsam mit der Firma Tooz aus Aalen. Foto/Montage: Tooz

Semeco-Zentrum für hochsichere Medizinelektronik in Dresden geplant

Uni bemüht sich um Zukunftscluster-Geld vom Bund Dresden, 11. Mai 2021. Um neue Medizintechnik künftig rascher und dennoch sicher für Patienten nutzbar zu machen, wollen das die TU Dresden und seine Partner ein neues Forschungsnetzwerk namens „Semeco“ knüpfen. Das hat Prof. Gerhard Fettweis vom federführenden Barkhausen-Institut der Dresdner Uni angekündigt. Dort wollen Elektroingenieure, Experten für Künstliche Intelligenz, Ärzte und andere Spezialisten gemeinsam hochsichere Computerchips, Sensoren und Mikrosysteme für innovative Medizintechnik entwickeln. Dafür haben die Partner beim Bundesforschungsministerium Fördergeld aus dem Zukunftscluster-Programm beantragt und sind damit inzwischen in die Endauswahl gekommen, berichtet der Mobilfunk-Experte Prof. Gerhard Fettweis.