Alle Artikel in: Künstliche Intelligenz

Florian Streicher (l.) und Alexander Seitz von O2 Telefonica stehen neben der neuen Avatarin "Aura". Foto: Heiko Weckbrodt

Prognose: KI krempelt Mobilfunk-Branche um

Avatare, künstliche Programmierer und KI-Lehrer zur „Connect“-Tagung in Dresden vorgeführt Dresden, 18. Juni 2024. Künstliche Intelligenz wird die deutsche Telekommunikations-Wirtschaft (TK) in den kommenden Monaten und Jahren stark verändern. Das hat Enrique Moreno vom Software-Unternehmen „NTT Data Deutschland“ auf der Technologiekonferenz „Connect 2024“ in Dresden prognostiziert.

Robotik-Station im Ceti Dresden. Foto: Heiko Weckbrodt

„Smart Systems Hub“ für betriebsübergreifende KI-Testlabore in Sachsen

Hub-Chef: Szene rund um „Künstliche Intelligenz“ wächst, doch Raum zum Ausprobieren fehlt Dresden, 24. Mai 2024. Die wachsende Wirtschaft und Forschung rund um „Künstliche Intelligenz“ (KI) in Sachsen braucht mehr praxisnahe Testplattformen und -labore, um den KI-Einsatz in den Betrieben zu beschleunigen. Das hat Michael Kaiser vom Dresdner Technologie-Vermittler „Smart Systems Hub“ auf Oiger-Anfrage eingeschätzt. Er reagierte damit auf Vorschläge der sächsischen Wirtschafts-Staatssekretärin Ines Fröhlich (SPD), eine Art „KI-Hub“ als gemeinsame Innovationsplattform im Freistaat zu etablieren – womöglich unter dem Dach des „Smart Systems Hubs“.

Entwicklungsleiter und Mitgründer Andreas Werner testet in einem Labor von Smart Nanotubes, wie gut die künstlichen Nasen Ammoniak oder Schwefelwasserstoffe erkennen. Foto: Heiko Weckbrodt

„Künstliche Nasen“ aus Sachsen bald serienreif

Erschnüffelt Akku-Brände vor den ersten Flammen: „Smart Nanotubes“ kombiniert Nanotech und KI Freital/Dresden, 23. Mai 2024. Die „Smart Nanotubes Technologies“ Freital wird seine „künstlichen Nasen“ ab Ende 2024 oder Anfang 2025 erstmals in Serienprodukten verkaufen. Das hat die einstige Ausgründung der TU Dresden angekündigt. Im Fokus stehen dabei zunächst Brand-Frühwarnsysteme für Elektroauto-Ladesstationen und Akkus und Hygieneprodukte für Altenheime.

KI-Werkzeuge machen Fälschungen immer leichter. Grafik: hw

Ein Drittel weiß nichts über „Deep Fakes“

Bitkom-Umfrage: Fälschungsmöglichkeiten mit modernen KIs sind vielen nicht klar Berlin, 17. Mai 2024. Berühmte Musikerinnen wie Taylor Swift räkeln sich vermeintlich nackt im Netz, Donald Trump sitzt im Gefängnis und die dänische Premierministerin verkündet in einem täuschend echt wirkenden Video den Dänen die Abschaffung nahezu aller Feiertage – außer den muslimischen. All dies sind KI-generierte Fälschungen, die in den vergangenen Monaten im Internet die Runde machten. Doch was dort dahinter steckt, ist den meisten Deutschen ein Mysterium: Rund ein Drittel hat noch nie etwas von „Deep Fakes“ gehört. Und das liegt nicht allein daran, dass dies ein Anglizismus ist. Denn nur 22 Prozent können einigermaßen erklären, was hinter solchen meist mit KI-Hilfe gefälschten oder stark manipulierten Bildern oder Videos steckt. Das hat eine Umfrage des deutschen Digitalwirtschafts-Verbandes „Bitkom“ aus Berlin ergeben.

So stellt sich die Bildgenese-Instanz Dall-E der Künstlichen Intelligenz von OpenAI "Weltwissen" vor. Womöglich könnten die KIs in der Praxis mit diesem Konzept das bisherige Urheberrecht aushöhlen. Visualierung: Dall-E

Sachsens braucht KI-Hub und spezielle KI-Studiengänge

Staatssekretärin Fröhlich: Künstliche Intelligenz sollte schon in der Schule ein Thema sein Dresden, 17. Mai 2024. Um im internationalen Wettbewerb um bessere „Künstliche Intelligenzen“ (KI) voranzukommen, wäre einen Vernetzungsplattform für die sächsische KI-Industrie sinnvoll – womöglich unter dem Dach des „Smart Systems Hub“. Das hat die sächsische Wirtschafts-Staatssekretärin Ines Fröhlich (SPD) im Zuge einer KI-Unternehmenstour vorgeschlagen. Außerdem brauche Sachsen spezielle KI-Studiengänge, eingebettete KI-Lernmodule in mehr Fachstudiengängen, schulische Bildungsangebote rings um „Künstliche Intelligenzen“ sowie bessere Risikokapital-Zugänge für junge KI-Firmen.

Dieser Mimik-Roboter demonstriert einen anderen Forschungsschwerpunkt im Ceti: Kann eine elaborierte Mimik die Akzeptanz für Roboter im Alltag verbessern - oder erreicht an damit das Gegenteil? Foto: Heiko Weckbrodt

Katalonischer Superrechner trainiert polyglotte Europa-KI

Fraunhofer und Schweden AI gewinnen Schulungszeit für ihre vielsprachige Künstliche Intelligenz Sankt Augustin/Dresden/Barcelona, 16. Mai 2024. Als Alternative zu den großen US-amerikanischen Sprach-KIs arbeiten europäische Institute und Unternehmen bereits seit geraumer Zeit an eigenen „Künstlichen Intelligenzen“ (KI), die auch Deutsch, Französisch und Dutzende weiterer europäischer Sprachen verstehen und sprechen. Dazu gehört unter anderem das „Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme“ (IAIS) aus Sankt Augustin, das einen Teil seiner Sprachmodell-Forschung in Dresden konzentriert hat. Das IAIS-Team um Dr. Nicolas Flores-Herr hat nun gemeinsam mit schwedischen Partnern mehrere Millionen Stunden Trainingszeit für ihr neues KI-Sprachmodell „Eurolingua-GPT“ am neuen Hochleistungsrechner „MareNostrum 5“ in Barcelona zugeteilt bekommen. Sie rechnen nun mit einem „Durchbruch“ für die Europa Forschung an generativen, selbstlernenden KIs.

Ralf Wintergerst. Foto: Bitkom

Deutsche Industrie will KI-Pionier sein – zögert aber zu sehr

Bitkom-Präsident: „Wer abwartet, kann keine Vorreiterrolle einnehmen“ Berlin, 6. Mai 2024. Künstliche Intelligenz (KI) wird in Zukunft die Industrie stark verändern und über die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe entscheiden. Davon sind drei Viertel der Entscheider in deutschen Industrie-Unternehmen überzeugt. Dies hat eine Umfrage im Auftrag des deutschen Digitalwirtschafts-Verbandes „Bitkom“ aus Berlin ergeben. Chancen sieht die Industrie vor allem im KI-Einsatz für Energie-Management, vorausschauende Wartung („Predictive Maintenance“), Robotik und Qualitätskontrolle.

Das Gründer-Trio von Scienceos: André Kischkel (rechts), Henri Max Deda und Mark Oliver Reinke (rechts). Foto: Michelle Falke

Dresdner KI sucht 15.000 Forschern die Fachliteratur heraus

„Scienceos“ soll wissenschaftliche Projekte beschleunigen – liefert aber auch Heldengeschichten Dresden, 2. Mai 2024. Damit sich Forscher nicht mehr so lange an Literatur-Recherchen und ähnlichen zeitfressenden Routineaufgaben aufhalten müssen, bevor sie sich in ein neues wissenschaftliches Abenteuer stürzen, bekommen sie inzwischen Hilfe von „Künstlicher Intelligenz“: Drei Dresdner haben mit Scienceos (Eigenschreibweise: „scienceOS“) ein Unternehmen und Werkzeug gegründet, das die Suche nach den jüngsten und wichtigsten Fachaufsätzen zu nahezu jedem Forschungsthema übernimmt – und dabei auch gleich Quellenangaben, Diagramme, Tabellen und andere Hilfen mitgeliefert. Die Basissuche ist gratis, wer das volle Programm braucht, muss ein Abo abschließen.

Blick in die ehemalige Werkhalle, in der heute die "Zeitenströmung" Ausstellungen präsentiert - oben der Vitruviansche Mensch nach da Vinci. Foto: Heiko Weckbrodt

Mutiert Künstliche Intelligenz zum nächsten Da Vinci?

Technologie-Pionier Socher sieht KIs auf dem Weg zum Universalgelehrten Dresden, 30. April 2024. Künstliche Intelligenzen (KI) werden in wenigen Jahren für Durchbrüche bei der Behandlung von Erbkrankheiten, im Design von Fusionsreaktoren, auf der Suche nach neuen Werkstoffen, ja selbst in der Steuerpolitik-Forschung und in anderen Wissenschaftsdisziplinen sorgen. Davon zeigte sich der sächsisch-kalifornische KI-Pionier Richard Socher bei einem Besuch in seiner Heimatstadt Dresden überzeugt.

Blick in ein Spiegelkabinett im binären Matrix-Stil im Futurium Berlin. Foto: Heiko Weckbrodt digital Binärcode

EU plant „KI-Fabriken“ für Jungunternehmen

KI-Bundesverband dringt auf Anschaffung geeigneter Supercomputer Berlin/Brüssel, 27. April 2024. Der deutsche KI-Bundesverband begrüßt die EU-Pläne, sogenannte „KI-Fabriken“ einzurichten, in denen junge Unternehmen ihre „Künstlichen Intelligenzen“ und deren Sprachmodelle an Supercomputern trainieren und testen können. Der Verband reagiert damit auf eine Abstimmung im Europaparlament über die „EuroHPC-Startup-Initiative zur Stärkung der europäischen Führungsrolle in vertrauenswürdige Künstliche Intelligenzen“.

Die Sparkasse hat sich einen Pepper-Roboter zugelegt, um auf dem Börsentag in Dresden für ihre Geldanlagen zu werben 2022. Foto: Heiko Weckbrodt

Bitkom-Umfrage: KI wird Arbeitswelt stark umkrempeln

Wandel vor allem in Banken, an der Börse, in Software-Industrie, Unis und Kunst erwartet Berlin, 22. April 2024. Künstliche Intelligenz (KI) wird in den kommenden Jahren viele Berufsbilder grundlegend verändern, sind die meisten Deutschen überzeugt. Betroffen sind vor allem Banker, Versicherungsmakler, Börsianer, Software-Entwickler, Lehrer und Professoren, aber auch für Musiker und andere Künstler. Das hat eine „Bitkom Research“-Umfrage unter 1004 Menschen in Deutschland ergeben.

Künstliche Intelligenzen aus Europa sollen mit deutschen und anderen europäischen Sprachmodellen arbeiten. Visualisierung durch die KI Dall-E

Jedes 2. deutsche Unternehmen setzt Künstliche Intelligenz ein

Vor allem Text-Erstellung und Datenanalyse gefragt Köln, 19. April 2024. Künstliche Intelligenz (KI) durchdringt auch in Deutschland mit hohem Tempo die Wirtschaft. Mittlerweile setzt bereits jedes zweite deutsche Unternehmen KI-Techniken ein – sei es nun für Text-Genese, Datenanalyse, Automatisierung oder die Programmierung von Software-Paketen. Das geht aus einer „Civey“-Umfrage unter rund 500 Informationstechnologie-Entscheidern für den deutschen Internetwirtschafts-Verband „Eco“ aus Köln hervor.

Eine Künstliche Intelligenz fahndet ab sofort mit 300 Sensoren nach urbanen Hitzeinseln in Dresden. Visualisierung: Dall-E,, bearbeitet (hw)

Sachsens KI-Szene wächst

Zahl der KI-Unternehmen binnen 5 Jahren von 80 auf 200 gestiegen Dresden, 16. April 2024. Künstliche Intelligenz (KI) spielt als Technologie in Sachsen eine wachsende Rolle, zudem ist die KI-Wirtschaft im Freistaat in den vergangenen fünf Jahren deutlich größer geworden. Das geht aus Studien der sächsischen Digitalagentur und den Fraunhofer-Institutsteils „Entwicklung Adaptiver Systeme“ (EAS) aus Dresden hervor. Demnach ist die Zahl der identifizierbaren KI-Unternehmen seither von 80 auf nun rund 200 mehr als verdoppelt. „Klarer ,KI-Hotspot’ ist dabei die Landeshauptstadt Dresden: Hier sitzen 43 Prozent der sächsischen KI-Unternehmen“, heißt es in einer Mitteilung des sächsischen Wirtschaftsministeriums.

So stellt sich die Bildgenese-Instanz Dall-E der Künstlichen Intelligenz von OpenAI "Weltwissen" vor. Womöglich könnten die KIs in der Praxis mit diesem Konzept das bisherige Urheberrecht aushöhlen. Visualierung: Dall-E

Sachsen richtet Ethikrat für „Künstliche Intelligenz“ ein

Experten sollen Regierung beim KI-Einsatz beraten Dresden/Chemnitz, 12. April 2024. Mit Blick auf die rasante Ausbreitung von „Künstlicher Intelligenz“ (KI) in Wirtschaft und Gesellschaft will die sächsische Landesregierung einen „Beirat für digitale Ethik“ einrichten. „Die darin berufenen Expertinnen und Experten sollen die Landesregierung bei Fragestellungen zum Einsatz von KI beraten und Empfehlungen aussprechen“. Das hat das Dresdner Kabinett im Vorfeld des dritten sächsischen KI-Kongresses angekündigt, der am 16. April 2024 in Chemnitz beginnt.

Künstliche Intelligenzen sollen künftig imstande sein, auch mit verschlüsselten Daten lernen und rechnen zu können. Visualisierung: Dall-E

Deutsche sind gespalten über KI-Einsatz in Betrieben

13 % fürchten, dass Künstliche Intelligenzen ihnen die Arbeit wegnehmen Berlin, 4. April 2024. Der Einsatz „Künstlicher Intelligenz“ (KI) in der Arbeitswelt spaltet die Deutschen: 51 Prozent wünschen sich, dass KIs ihnen langweilige Routine-Arbeiten abnehmen. Aber fast ebenso viele, nämlich 46 Prozent, sind dagegen. 13 Prozent fürchten gar, dass KIs ihnen den Job wegnehmen. Das hat eine Umfrage des deutschen Digitalverbandes „Bitkom“ aus Berlin unter 511 Erwerbstätigen ergeben.