Alle Artikel in: Künstliche Intelligenz

Fraunhofer-KI “Isaac” hört raus, ob die Schweißnaht passt

Auch Laien sollen die künstliche Horch-Intelligenz umschulen können Ilmenau, 6. April 2021. So wie ein erfahrener Automechaniker schon an den Motorgeräuschen erkennt, ob bald eine Reparatur fällig ist, können inzwischen auch „Künstliche Intelligenzen“ (KI) am Klang eines Industrieprozesses heraushören, ob zum da Qualität oder Ausschuss entsteht. Am Beispiel von Schweißnähten demonstriert das nun ein Thüringer Fraunhofer-Forscherinnen und -Forscher: Das Team um Judith Liebetrau vom „Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie“ (IDMT) aus Ilmenau hat eine KI darauf trainiert, an Geräuschen Schweißfehler zu erkennen.

Die 3D-Visualisierung zeigt, wie sich die Textilforscher den Aufbau ihrer 3D-Masken für verschiedenegesichtsformen aus Grundkörper (kariert) und Wechselfiltermodul (blau) vorstellen. Grafik: STFI

3D-Masken führen Brillenträger aus dem Corona-Nebel

STFI-Textilforscher aus Chemnitz entwickeln Masken, die sich mit KI-Hilfe an unterschiedliche Gesichtsformen anpassen Chemnitz, 25. März 2021. Der Maskenzwang in Corona-Zeiten hat es noch einmal deutlich gemacht: Kein Mensch ist wie der andere und deshalb hat der eine mehr und der andere weniger Probleme mit der Larve. Manche Menschen haben ovale Gesichter, andere eher dreieckige oder herzförmige. Auch fällt nicht Wenigen schwer, unter der Maske gleichmäßig durchzuatmen. Und viele Brillenträger stolpern ohnehin durch die ganze Corona-Zeit wie durch einen dichten Dauernebel. Deshalb arbeiten Zuse-Forscherinnen und -Forscher aus Sachsen gemeinsam mit Partnern aus der Wirtschaft nun an neuartigen 3D-Masken für unterschiedliche Gesichtsgrößen und -formen.

Eine Mitarbeiterin bedient eine Dianthus-Analyseanlage. Foto: Nanotempertech

Schnelle Suche nachrettenden Medikamenten

PharmAI Dresden und Nanotemper München kooperieren in der Analysetechnik Dresden/München, 24. März 2021. Um die Suche nach neuen Medikamenten zu beschleunigen und derartige Projekte auch für kleine Labore möglich zu machen, wollen „PharmAI“ aus Dresden und „Nanotemper Technologies“ aus München kooperieren. Beide Unternehmen wollen nun gemeinsam Analysewerkzeuge entwickeln, die Biomoleküle mit optischen Methoden untersuchen und aus den gewonnenen Daten mögliche Wirkstoffe gegen die Krankheits-Erreger finden. Das geht aus einer PharmAI“-Mitteilung hervor.

Dr. Fiona Kolbinger und Prof. Jürgen Weitz an einem "Da Vinci"-OP-Roboter. Das neue Assistenzsystem soll den Da Vinci verbessern. Es blendet künftig in die Kamerabilder aus dem Bauchraum des Patienten weitere Informationen ein: etwa die Lage wichtiger Nerven oder die optimale Schnittlinie. Foto: Marc Eisele für das Uniklinik Dresden

Dresdner KI hilft ab 2022 bei Darmkrebs-OPs

Cobot soll Sexprobleme nach missglückten Eingriffen vermeiden Dresden, 18. März 2021. Mediziner und Ingenieure lernen derzeit in Dresden eine künstliche Intelligenz (KI) an, die künftig als Operations-Assistentin menschliche Chirurgen bei diffizilen Darm-OPs hilft. Vor allem soll „Cobot“ dafür sorgen, dass bei Tumor-Eingriffen am Enddarm keine Nerven zerstört werden, die beispielsweise den Darm-Schließmuskel, Erektionen und andere sexuelle Funktionen steuern. Das geht aus einer Mitteilung des „Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen“ (NCT) Dresden hervor.

Künstliche Intelligenz ist bereits omnipräsent, ohne dass sie immer gleich sichtbar ist. Hier eine AILA-Roboterfrau vom Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DKFI) im "Futurium" in Berlin. Foto: Maximalfocus, Unsplash (https://unsplash.com/photos/khHs6rdee7I)

Dresdner KI erkennt Herzprobleme binnen 13 Sekunden

TU setzt Stromspar-Chiptechnik 22FDX von Globalfoundries Dresden ein Dresden/Berlin, 12. März 2021. „Künstliche Intelligenzen“ (KI) können binnen Sekunden anhand von Elektrokardiogrammen (EKG) gefährliche Herzrhythmusstörungen von Patienten erkennen. Den Beweis dafür haben der Dresdner Neuroelektronik-Professor Christian Mayr und sein Team im Pilotinnovationswettbewerb „Energieeffizientes KI-System“ angetreten. Sie setzten dafür Neurochips ein, die sie bei Globalfoundries Dresden fertigen ließen. Prof. Mayr von der TU Dresden kann sich nun um einen Millionenzuschuss vom Bundesforschungsministerium (BMBF) bewerben, um seinen Demonstrator weiterzuentwickeln. Das geht aus einer BMBF-Nachricht hervor.

Stefan Kahl von der TU Chemnitz bei der Vogelstimmen-Analyse. Foto: Lars Meese für die TUC

Chemnitzer Vogelerkenner-App über eine Million Mal geladen

Vogel-KI kommt nun auch mit iPhones zurecht Chemnitz, 9. März 2021. Die App „BirdNET“ der TU Chemnitz, mit der Spaziergänger Vögel anhand ihrer Stimmen erkennen können, wurde inzwischen bereits über eine Million Mal auf Android-Smartphones heruntergeladen. Das hat die Chemnitzer Uni mitgeteilt. Die App ist nun auch für iPhones verfügbar.

Künstliche Intelligenz (KI) gilt inzwischen als zentrale Schlüsseltechnologie des Digital-Zeitalters. Die Deutschen sehen die KI-technologie aber eher skeptisch und risikobehaftet. Foto: Geralt. Pixabay, CC0-Lizenz

Millionenzuschüsse für Sachsens KI-Zentrum ScaDS

Bund und Länder bezahlen für insgesamt 5 Zentren jeweils 50:50 bis zu 100 Millionen Euro pro Jahr Dresden/Leipzig/Berlin, 4. März 2021. Bund und Länder werden die deutschlandweit etablierten Kompetenzzentren für Künstliche Intelligenz (KI) ab 2022 dauerhaft mit rund 100 Millionen Euro pro Jahr finanzieren. Darunter ist auch das sächsische KI-Zentrum „ScaDS.AI“ in Dresden und Leipzig, das sich auf die Analyse großer Datenmengen spezialisiert hat. Das geht aus einer Mitteilung von Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) hervor.

Künstliche Intelligenz (KI) gilt inzwischen als zentrale Schlüsseltechnologie des Digital-Zeitalters. Die Deutschen sehen die KI-technologie aber eher skeptisch und risikobehaftet. Foto: Geralt. Pixabay, CC0-Lizenz

„Index Intelligence“ forscht in Dresden an Datenanalyse

Finanzfirma will mit neuer Dependance in Sachsen Talente gewinnen und mit „Künstlicher Intelligenz“ arbeiten Dresden/Frankfurt am Main, 28. November 2020. Um Wirtschafts- und Finanzmarkt-Daten zu analysieren, richtet „Index Intelligence“ eine Außenstelle in Dresden ein. Das hat das Finanztechnologie-Unternehmen aus Frankfurt am Main nun mitgeteilt. Starten werde die Dependence an der Antonstraße 3a mit drei Mitarbeitern. Bis 2022 wachse die Belegschaft voraussichtlich auf acht Beschäftige. 

Nicht immer sind die Liebesschwüre von Internet-bekanntschaften echt, warnt das LKA Sachsen. Grafik: Heiko Weckbrodt

Künstliche Intelligenz soll Herzkrankheiten erkennen

TU Dresden will Prophylaxe-KI einspannen, um Arterienverkalkung rechtzeitig zu erkennen Dresden, 23. November 2020. Biomedizin-Techniker und -Technikerinnen der TU Dresden wollen „Künstliche Intelligenzen“ (KIs) so anlernen, dass sie „koronare Herzkrankheiten“ (KHK) bei Patienten frühzeitig erkennen, so dass die Ärzte beizeiten gegensteuern können. Das hat die TU Dresden mitgeteilt. Am Projekt “Timely” („A patient-centered early risk prediction, prevention, and intervention platform to support the continuum of care in coronary artery disease using eHealth and artificial intelligence” beteiligen sich insgesamt 13 europäische Partner.

Gehäuse-Entwurf für den Diagnose-Wechselrichter, der lebensverlängernd für Brennstoffzellen und Akkus arbeiten soll. Abb.: NOVUM

Millionen-Kapitalzuschuss für KI-Firma „Novum“ in Dresden

Geräte aus Sachsen sollen 2. Leben für Elektroauto-Akkus abklären Dresden, 22. Oktober 2020. Die Risikokapitalgeber „Dr. Hettich Beteiligungen“ und der High-Tech Gründerfonds (HTGF) beteiligen sich mit einem Millionenbetrag an der Batterie-KI-Firma „Novum Engineering“ aus Dresden. Das hat der HTGF heute mitgeteilt, ohne allerdings die genaue Beteiligungssumme zu nennen. Laut Novum haben beide Anteilseigner bisher insgesamt rund 3,5 Millionen Euro in das Dresdner Unternehmen investiert.

Autonome Robotersysteme und weitere intelligente Assistenzsysteme sollen OP-Teams in Zukunft verstärkt unterstützen. Foto: André Wirsig für das NCT-UCC

Forscher in Dresden lernen Roboter als intuitive OP-Schwestern an

Ärzte und Ingenieure von NCT und Ceti führen neuronalen Netzen Operationsvideos vor, bis die den Einsatz eines Instruments „vorausahnen“. Dresden, 20. Oktober 2020. Mediziner und Ingenieure aus Dresden zeigen Robotern blutige OP-Videos, um sie als Operations-Assistenten mit künstlicher Intuition anzulernen. Das geht aus einer gemeinsamen Mitteilung des „Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen“ (NCT) Dresden und des Exzellenz-Zentrums für taktiles Internet mit Mensch-Maschine-Interaktion (CeTI) der TU Dresden hervor.

Künstliche Intelligenz (KI) gilt inzwischen als zentrale Schlüsseltechnologie des Digital-Zeitalters. Die Deutschen sehen die KI-technologie aber eher skeptisch und risikobehaftet. Foto: Geralt. Pixabay, CC0-Lizenz

Mehrheit wünscht sich deutsche KI-Schlüsselrolle

Bitkom-Umfrage: Zwei Drittel rechnen mit besserer Wettbewerbsfähigkeit durch Künstliche Intelligenz Berlin, 28. September 2020. Die meisten Bundesbürger wünschen sich eine deutsche Führungsrolle in der Schlüsseltechnologie „Künstliche Intelligenz“ (KI). Das geht aus einer Umfrage des Hightech-Branchenverbandes „Bitkom“ aus Berlin hervor. Zwei Drittel der Befragten gehen davon aus, dass KI die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft stärken wird.

Wie stark verändert Künstliche Intelligenz unseren Planeten?. Foto: geralt, Pixabay.com, Lizenz: CC0

Forschergruppe will KI-Entscheidungen durchleuchten

Je mehr Künstliche Intelligenzen den Alltag dominieren, umso lauter wird der Ruf nach mehr Transparenz der Elektronenhirne. Chemnitz, 3. September 2020. Bisher kennen viele Deutsche „Künstliche Intelligenzen“ (KI) in der Praxis vor allem unter Namen wie Alexa oder Siri –als mehr oder minder nützliche sprachgesteuerte Assistentinnen. Auch bei Online-Einkäufen oder bei der Google-Suche agieren sie längst im Hintergrund. Doch was passiert, wenn KIs nicht mehr nur Helfer sind, sondern sie – wie etwa in China – über unsere Kreditwürdigkeit, unsere Versicherungsbeiträge oder die Erziehung der Kinder zu befinden beginnen? In Forschung und Wirtschaft ist längst eine Diskussion darüber entbrannt, wie Menschen die KI-Entscheidungen im Nachhinein durchschaubar machen kann. Eine neue KI-Nachwuchsforschergruppe „Schnelle Algorithmen für transparente Empfehlungssysteme“ (SAlE) an der TU Chemnitz wird sich eben diesen Themen nun widmen. Die Mathematikerin Dr. Franziska Nestler hat dafür nun 1,6 Millionen Euro Förderung vom Bundesforschungsministerium bekommen, teilte die Uni mit.

Software-Ingenieur Christoph Leberecht, Geschäftsführer Dr. Joachim Haupt und Dr. Cheftechnologe Florian Kaiser von PharmAI in Macherpose. Foto: Kaethy Braun für PharmAI

KI aus Dresden entdeckt Nebeneffekte neuer Medikamente

TU-Ausgründung PharmAI setzt Künstliche Intelligenz ein, um Querverbindungen zu finden Dresden, 3. September 2020. Mit Künstlicher Intelligenz (KI) lassen sich unerwünschte Nebenwirkungen neuer Krebsmedikamente und anderer Arzneien schneller als bisher eingrenzen. Das hat die TU-Ausgründung „PharmAI“ aus Dresden laut eigenen Angaben gemeinsam mit der Partnerfirma „2bind GmbH“ aus Regensburg nachgewiesen. Statt vieler Monate oder gar Jahre dauere die Suche nach solchen Querverbindungen mit der neuen Technologie nur noch etwa acht Wochen, teilte PharmAI mit.