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Blick auf das Hörsaalzentrum und den Beyerbau-Turm der TU Dresden. Foto: Foto: TUD/Eckold

TU Dresden: Hybrides Studium im Corona-Wintersemester

Wie die Dresdner Uni das Semester 2020/21 unter pandemischen Vorzeichen plant. Dresden, 29. September 2020. Nachdem Corona das Sommersemester 2020 an der TU Dresden weitgehend auf digitale Studienofferten reduziert hatte, startet im Oktober das Wintersemester als hybrides Studium: Präsenzveranstaltungen gibt es wieder mehr, viele Vorlesungen und Seminare werden aber weiter nur per Internet angeboten. Das geht aus Auskünften der Uni auf DNN-Anfragen hervor. Und: Zu Beginn der Corona-Zeit entstanden viele Online-Vorlesungen in Eigenregie der Dozenten auf recht unterschiedlichem didaktischen und technischen Niveau. Nun will die Uni-Leitung die digitale Lehre professioneller trimmen.

Drei Ingenieure im Konstruktionsbüros des VEB Transformatoren- und Röntgenwerk an der Overbeckstraße in Dresden im Jahr 1963. Foto: Richard Peter junior, Slub, Fotothek für die Ausstellung "Dem Ingenieur ist nichts zu schwer", Repro: Christian Ruf

Dem Ingenieur ist nichts zu schwer

Das Buchmuseum der SLUB zeigt eine Ausstellung über Sachsens Hochschulen und ihre Bedeutung für die Industrialisierung des Landes Dresden, 3. August 2020. „Dem Ingenieur ist nichts zu schwör“ ist eine geflügelte Redensart und leicht ironischer Lobgesang auf deutschen Ingenieurgeist. Gerne wird der Spruch angeführt, um zu betonen: Mit der richtigen Technologie ist alles lösbar. Oder, in leichter Adaption von Obama, Merkel und Bob dem Baumeister: „Ja, wir schaffen das.“ Der heute so populäre, leicht spöttische Spruch geht übrigens auf das „Ingenieurlied“ von 1871 des dichtenden Maschinenbauers Heinrich Seidel zurück. Dort heißt es: „Dem Ingenieur ist nichts zu schwere / Er lacht und spricht: Wenn dieses nicht, so geht doch das!“ Die sächsische Landes- und Uni-Bibliothek (Slub) widmet nun dem Ingenieur, seiner Ausbildung und seiner Rolle im Aufstieg Sachsens zum Industrieland eine Sonderausstellung “Dem Ingenieur ist nichts zu schwer”.

Prof. Wolfgang Nagel leitet an der TU Dresden das Zentrum für Informationsdienste und Hochleistungsrechnen (ZIH). Foto (bearbeitet): Heiko Weckbrodt

Digitalisierungsschub durch Corona an der Uni

Infrastruktur-Chef Nagel prognostiziert: TU Dresden wird dauerhaft mehr Vorlesungen und Konferenzen per Internet abwickeln. Dresden, 20. Mai 2020. Die Corona-Krise wird für die Digitalisierung der TU Dresden auch langfristige Folgen haben. Damit rechnet Prof. Wolfgang Nagel vom „Zentrum für Informationsdienste und Hochleistungsrechnen“ (ZIH) der TU. Denn weit mehr Dozentinnen und Studierende als vor der Pandemie haben während des Notbetriebs internetgestützte Vorlesungen, Videokonferenzen und andere digitale Formate ausprobiert und sich nun zu guten Teilen auch daran gewöhnt.

Studenten im Hörsaalzentrum der TU Dresden. Foto: TUD

Dresden ist guter Standort für Wirtschaftsstudien

Studenten geben im CHE-Hochschulvergleich gute Noten für TU Dresden, 5. Mai 2020. Dresden ist aus Studentensicht ein guter Hochschul-Standort, um wirtschaftsnahe Fächer zu studieren. Das geht aus der aktuellen Ausgabe der Vergleichsanalyse „CHE Hochschulranking“ hervor, die die Wochenzeitung „Die Zeit“ nun ich ihrem Studienführer 2020/21 veröffentlicht hat. Demnach fühlen sich die Studenten an sächsischen Unis und Hochschulen gut unterstützt, wenn sie Wirtschaftsfächer anfangen.

Blick auf das Hörsaalzentrum und den Beyerbau-Turm der TU Dresden. Foto: Foto: TUD/Eckold

TU Dresden fährt nach Corona-Notbetrieb wieder hoch

Zunächst dürfen Laborforscher wieder starten Dresden, 14. April 2020. Nach einem Monat Corona-Agonie beendet die Technische Universität Dresden (TUD) teilweise ihren Notbetrieb und fährt zumindest die Laborforschung ab dem 20. April 2020 wieder hoch. Auch die dafür notwendigen Werkstätten starten wieder. Das hat Forschungs-Prorektor Prof. Gerhard Rödel heute angekündigt. Er verwies auf eine Entscheidung, die das Rektorat in Abstimmung mit dem Krisenstab beschlossen habe.

Medizinstudenten an der an der Medizinischen Fakultät Carl Gustav Carus der TU Dresden. Künftig wollen die Dresdner Professoren auch in Chemnitz Studenten unterrichten. Foto: Stephan Wiegand für die TUD

Gegen Ärztemangel: TU Dresden bildet Mediziner nun auch in Chemnitz aus

Das Modellprojekt „MEDiC“ ist für 50 Studenten ausgelegt. Dresden/Chemnitz, 10. April 2020. Um mehr Ärzte in Sachsen auch dezentral ausbilden zu können, startet die TU Dresden im Wintersemester 2020/21 einen externen Studiengang an der TU Chemnitz. Das haben die Dresdner Uni und das Klinikum Chemnitz nun angekündigt. Der Modell-Studiengang „MEDiC“ wird 50 Studienplätze umfassen. Die Idee dabei ist, angehenden Medizinern eine Ausbildung in der Region zu ermöglichen, in der sie gerne leben wollen.