Alle Artikel in: Kommunikation

Geöffnete Briefe. Foto: Heiko Weckbrodt

Nach Corona: Unternehmen beerdigen die Briefpost

Berlin, 14. Oktober 2020. Weil die Corona-Krise gezeigt hat, wieviel sich inzwischen eben doch digital erledigen lässt, wollen immer mehr Unternehmen die Briefpost zugunsten digitaler Kommunikationskanäle ganz aufgeben. Das haben in einer Umfrage 86 Prozent der befragten Unternehmenschefs mitgeteilt – doppelt soviele wie bei einer ähnlichen Umfrage im Jahr 2018. Das hat der deutsche Digitalwirtschafts-Verband „Bitkom“ aus Berlin mitgeteilt, der die Umfrage in Auftrag gebeben hatte.

Ab dem 30. Juni 2021 wird das 3G-Netz der Telekom in Deutschland abgeschaltet. Abb.: Dt. Telekom

Telekom schaltet 3G-Mobilfunk im Sommer 2021 ab

Alte Bestandsverträge werden „ohne Zusatzkosten“ auf 4G umgestellt, verspricht der Konzern Bonn, 18. September 2020. Die deutsche Telekom wird im Sommer 2021 ihr Mobilfunknetz der 3. Generation (3G) abschalten. Das hat die Telekom heute in Bonn angekündigt. Bestandskunden mit 3G-Verträgen sollen „automatisch und ohne Zusatzkosten“ auf die nächste Mobilfunk-Generation (4G, auch LTE genannt) umgestellt werden.

Geöffnete Briefe. Foto: Heiko Weckbrodt

„Andernfalls fällt Sicherheitsniveau eines Briefs auf das einer Postkarte“

Chaos Computer Club warnt davor, geplanten E-Brief-Dienst der Post unverschlüsselt zu nutzen. Berlin/Hamburg, 31. Juli 2020. Wenn die Post künftig nicht nur Briefumschläge, sondern auch Briefinhalte digitalisiert und vorab per E-Mail dem Empfänger zustellt, birgt das einige Sicherheitsrisiken für das Postgeheimnis. Das hat auf Oiger-Anfrage Jochim Selzer eingeschätzt, der ehrenamtlich für den Hamburger Hacker-Verein „Chaos Computer Club“ (CCC) tätig ist.

Viele Behörden veröffentlichten während der Corona-Krise "Informationen", die nur schwer verständlich waren. Grafik: hw

Behördensprech: Nach der „Allgemeinverbindlicherklärung“ ab in die „Corona Matching Fazilität“

Uni Hohenheim: Behörden verbreiteten in Corona-Krise viel Unverständliches Stuttgart, 28. Juli 2020. Viele Behörden haben die Bürger in Deutschland und Österreich während der Corona-Krise mit Wortmonstern und Schachtelsätzen erschlagen, statt allgemeinverständlich über die Pandemie und die Gegenmaßnahmen zu informieren. Zu diesem Schluss sind die Uni Hohenheim und das österreichische Beratungsunternehmen „Clavis“ nach Textanalysen von Pressemitteilungen von Bund- und Landesregierungen gekommen.

Im Experiment verwendeten Kinder mit ihrem jeweiligen Partner oder ihrer jeweiligen Partnerin die gleichen Gesten, um Objekte zu beschreiben - sie verständigten sich also auf eine neue, gemeinsame Sprache. Grafik: M. Bohn, MPI-Eva

Kinder entwickeln binnen 30 Minuten neue Sprache

Leipziger Forscher stellen durch Experimente historische Entstehung der Sprachen nach Leipzig, 3. Dezember 2019. Wenn Menschen aus unterschiedlichen Sprach- und Kulturkreisen zusammenkommen, können sie sehr rasch eine gemeinsame Sprache entwickeln – wenn sie auf einen ähnlichen Erfahrungsschatz zurückgreifen. Darauf deuten Experimente von Leipziger Wissenschaftlern hin. „Daran schließen sich neue spannende Fragen an“, schätzte Studien-Mitautor Dr. Manuel Bohn ein. „Es wäre sehr aufschlussreich zu sehen, wie sich die neu erfundenen Kommunikationssysteme im Laufe der Zeit und durch Weitergabe an neue ‚Generationen‘ verändern. Es gibt Hinweise, dass Sprache über die Zeit systematischer wird, es wäre sehr interessant, das zu überprüfen.“