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Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig (Mitte) liebäugelt womöglich mit dem Gedanken, selbst loszubaggern. Der Telekom-Konzernbevollmächtigte für Ostdeutschland, Axel Wenzke (links) und Dresdens Finanzbürgermeister Peter Lames (rechts) zeigen derweil die Glasfaserkabel. Foto: Heiko Weckbrodt

Telekom startet Glasfaserausbau in Dresden

Konzern investiert über 100 Millionen Euro und will 30.000 Haushalte pro Jahr verglasfasern Cotta/Gruna, 6. Mai 2022. Die Deutsche Telekom investiert in den kommenden Jahren einen „dreistelligen Millionenbetrag“, um Dresden zu verglasfasern. Rund 15.000 Dresdner Haushalte will der Telekommunikations-Konzern noch in diesem Jahr mit den schnellen Internetanschlüssen verkabeln, danach sollen jährlich etwa 30.000 weitere Haushalte in der sächsischen Landeshauptstadt folgen. Das geht aus einer Ankündigung des Konzernbevollmächtigten Axel Wenzke. Eine genaue Summe wollte er nicht nennen, so dass sich nur sagen lässt: mindestens 100 Millionen Euro, wahrscheinlich aber deutlich mehr. Mit Glasfaser-Anschlüssen sind prinzipiell Datenübertragungen mit Gigabit-Tempo möglich.

Glasfaser-Netze gelten neben dem Mobilfunk der 5. Generation (5g) als Schlüssel zur Gigabit-Gesellschaft - also Datenverbindungen mit Geschwindigkeiten über einem Gigabit pro Sekunde, die ganz neue Dienste im Netz ermöglichen. Auch in Dresden setzen kommunale wie provate Ausbau-Akteure in hohem Maße auf glasfasergestützte Breitband-Lösungen. Foto: VodafoneGlasfaser-Netze gelten neben dem Mobilfunk der 5. Generation (5g) als Schlüssel zur Gigabit-Gesellschaft - also Datenverbindungen mit Geschwindigkeiten über einem Gigabit pro Sekunde, die ganz neue Dienste im Netz ermöglichen. Auch in Dresden setzen kommunale wie provate Ausbau-Akteure in hohem Maße auf glasfasergestützte Breitband-Lösungen. Foto: Vodafone

Dresden geht mit eigenen Glasfasern ins Internet

Über 500 Rathäuser, Bibliotheken, Schulen, Museen etc. sollen 2024 am kommunalen Lichtleiter-Netz hängen Dresden, 13. April 2024. Statt Internetzugänge bei Telekom, Vodafone & Co. zu bestellen, setzt die Stadt Dresden zunehmend auf ihr eigenes Glasfasernetz, zumindest für die kommunalen Einrichtungen: Mittlerweile haben Techniker rund 350 kommunale Standorte an diese Lichtleiter-Kabel angeschlossen. Bis 2024 bekommen weitere 161 Objekte solch einen schnellen Internetzugang über eigene Datenautobahnen. Insgesamt werden dann über 500 Rathäuser, Bürgerbüros, kommunale Schulen, Kitas, Horte, Sportstätten, Bibliotheken, Feuerwehrwachsen, Museen sowie WLAN-Sender auf kommunalen Märkten vernetzt sein. Das hat die Stadtverwaltung heute mitgeteilt.

Glasfaser bis zum "letzten Meter" gelten als Schlüssel für Tempo 100 Mbs+. Abb.: Dt. Telekom

Telekom baut Netz in Dresden auf Tempo 250 aus

Bisher insgesamt 234.000 Haushalte ertüchtigt Dresden, 1. Dezember 2021. Die „Deutsche Telekom“ hat ihr Glasfasernetz in Dresden so ausgebaut, dass nun rund 234.000 Haushalte mit Ladegeschwindigkeiten bis zu 250 Megabit je Sekunde im Internet surfen können. Zuletzt hatte das Unternehmen noch einmal etwa 2700 Haushalte in den Dresdner Ortsteilen Cossebaude, Gohlis, Oberwartha, Weißig und Weixdorf für diese Übertragungstechnik ertüchtigt. Das hat die Telekom heute mitgeteilt.

Das DDR-Wappen aus dem Kulturpalast Dresden liegt nun auf dem Boden des Stadtmuseums Dresden. Foto: Heiko Weckbrodt

Internet-Endung .dd wurde für DDR reserviert, doch nie genutzt

Die DDR lebt noch – im Internet Dresden, 15. November 2004. Als Internet-Phantom existiert sie heute noch: die DDR. Denn die Chance, eigene ostdeutsche Internet-Präsenzen aufzubauen, gibt es theoretisch immer noch. In den 80er Jahren reservierten die Organisationen ICANN und IANA mit Sitz in den USA den Internet-Ländercode .dd („Top Level Domain“) – für die DDR.

Glücklich ist, wer nicht allzuviele E-Mails am Tag bekommt. Grafik: hw

Die E-Mail wird 50

Im November 1971 schickte Ray Tomlinson den ersten elektronischen Brief im @-Adressformat Berlin, 16. November 2021. Die E-Mail wird 50 Jahre alt: Im November 1971 hat der amerikanische Programmierer Ray Tomlinson die erste elektronische Post verschickt. Seitdem hat sich die E-Mail zum wohl beliebtesten und langlebigsten digitalen Nachrichtenformat entwickelt. „Heute sind täglich mehr als 300 Milliarden E-Mails weltweit im Umlauf“, informierte der deutsche Digitalwirtschaftsverband „Bitkom“ aus Berlin.

Ein Testmuster mit einer durch rotes Licht gefluteten photonischen Schaltung. Foto: Fraunhofer-IZM

15 Millionen Euro für sichere Lichtelektronik

Fraunhofer Dresden startet Projekt „Silhouette“ für schwer knackbare Datentransfers Dresden, 2, Juni 2021. Um die Datenströme in einer zunehmend digitalen Welt besser gegen Hacker, Cybererpresser und Industriespione abzuschirmen, will ein von Fraunhofer Dresden geleitete Konsortium „Silhouette“ neuartige photonische Kommunikationssysteme entwickeln. Das haben das federführende Fraunhofer-Photonikinstitut IPMS in Dresden und die TU Drseden mitgeteilt.

Nachrichten-Apps wie Whatsapp, Facebook-Messenger, Telegram und Signal gehören längst zum Alltag - allein in Deutschland nutzen 50 Millionen Menschen solche Dienste. Foto: Heiko Weckbrodt

50 Millionen in Deutschland verwenden Messenger-Dienste

Auch jeder 2. Senior nutzt Whatsapp & Co. Berlin, 14. Mai 2021. Digitale Nachrichten auszutauschen gehören heute ganz selbstverständlich zum Alltag – und zwar über fast alle Altersgruppen hinweg: Rund 50 Millionen Menschen in Deutschland – und damit 69 Prozent aller Über-14-Jährigen – nutzen mittlerweile Nachrichten-Apps wie WhatsApp, den Facebook-Messenger, Telegram und Signal. Das geht aus Umfragen von „Bitkom Research“ hervor.

Das BSI warnt vor einer schweren Sicherheitslücke in der Apple-App "Mail". Repro: Heiko Weckbrodt

Berufstätige erhalten 26 E-Mails pro Tag – Tendenz: immer mehr

E-Mail-Flut steigt seit Jahren in dienstlichen Postfächern Berlin, 22. März 2021. Im Schnitt bekommt jeder Berufstätige in Deutschland 26 E-Mails pro Tag in sein dienstliches Postfach. Das sind fast anderthalb Mal so viel wie 2014. Ein Viertel der Werktätigen erhalten täglich über 30 E-Mails. Das haben Umfragen im Auftrag des deutschen Digitalwirtschaftsverbandes „Bitkom“ ergeben.

Videoanrufe gehören für viele Berufstätige inzwischen zum Alltag. Grafik: Bitkom

Acht Videoanrufe pro Tag sind normal

Videokonferenzen haben sich seit Corona auf breiter Front durchgesetzt Berlin, 2. März 2021. Schon in den 1980er Jahren rechneten viele Technikfreunde damit, dass Videofonate bald die Telefonie ganz ablösen werde. Tatsächlich dauerte es aber ziemlich lange, bis zunächst Großkonzerne und dann auch einige andere Unternehmen schrittweise – zunächst noch sehr hardware-gestützte – Videokonferenzen einsetzten, um ihre weltweit verteilten Standorte miteinander konferieren zu lassen. Schnelle Internetanschlüsse und kostenlose Videotelefonie-Programme wie Skype brachten Videoanrufe nach der Jahrtausendwende auch in die Privathaushalte. Corona hat diesem Trend nun noch mal einen enormen Schub verpasst und Videokonferenzen zu einem Alltagsphänomen gemacht: Mittlerweile setzt ein Drittel der berufstätigen Internetnutzer in Deutschland Videoanrufe ein. Das hat eine Umfrage von „Bitkom Research“ unter 1003 Menschen ergeben.

Eine fahrbare Trench-Fräse - auf diewsem Archivbild unterhält sich Tobias Ebeling mit Maschinenführerin Stefanie Halle. Foto: Deutsche Telekom

Was ist Trenching?

Wie die Telekom in gefrästen Mikrogräben Glasfaserkabel verlegt Berlin, 23. Februar 2021. „Trenching“ (von englisch „trench“ = Graben) ist eine Technik, um Kommunikationskabel relativ schnell und preiswert in Fräsnuten in Straßen oder Gehwegen zu verlegen. Die Deutsche Telekom setzt diese Methode seit 2016 in Deutschland ein. Laut Konzernangaben ist diese Technik billiger und viermal schneller als der klassische Tiefbau. Zudem müssen die Arbeiter nicht mehr ganze Straßen und Fußwege aufreißen und wochenlang blockieren.

"Menschen hören das, was sie zu hören erwarten", hat eine Studie der TU Dresden ergeben. Das fängt schon bei der Verbindung zwischen Ohr und Gehirn an. Foto (bearbeitet): Heiko Weckbrodt

TU Dresden: Wir hören, was wir erwarten

Prognosen des Gehirns beeinflussen schon am Hörkanal, ob und wie abweichende Informationen überhaupt ins Bewusstsein gelangen Dresden, 10. Januar 2021. Jeder, der eigene Texte Korrektur liest, wird dies wohl schon einmal erlebt haben: Erst ein zweites Paar Augen entdeckt den Schusselfehler, der sich da eingeschlichen hat – der Autor selbst sieht den Buchstabendreher und ähnliche Flüchtigkeitsfehler auch nach mehrmaligem Lesen nicht. Und das ist kein Wunder, hat die TU Dresden nun herausgefunden: Unsere Sinne verarbeiten „Sensordaten“ anders, wenn sie unseren Erwartungen entsprechen.

Videobotschaften sind im Coronajahr 2020 populär geworden. Grafik: Bitkom

70 % der Deutschen grüßen neues Jahr per Videofonat

Resonanz für Videobotschaften ist im Corona-Jahr stark gestiegen Berlin, 29. Dezember 2020. In der Silvesternacht 2020 zu 2021 wollen 70 Prozent der Deutschen einander per Videofonat über Zoom, Skype oder andere Videosysteme ein gutes neues Jahr wünschen. Zum Vergleich: Im Vorjahr plante das nur jeder Fünfte. Dies geht aus Umfragen für den deutschen Digitalwirtschaftsverband „Bitkom“ aus Berlin hervor.

Geöffnete Briefe. Foto: Heiko Weckbrodt

Nach Corona: Unternehmen beerdigen die Briefpost

Berlin, 14. Oktober 2020. Weil die Corona-Krise gezeigt hat, wieviel sich inzwischen eben doch digital erledigen lässt, wollen immer mehr Unternehmen die Briefpost zugunsten digitaler Kommunikationskanäle ganz aufgeben. Das haben in einer Umfrage 86 Prozent der befragten Unternehmenschefs mitgeteilt – doppelt soviele wie bei einer ähnlichen Umfrage im Jahr 2018. Das hat der deutsche Digitalwirtschafts-Verband „Bitkom“ aus Berlin mitgeteilt, der die Umfrage in Auftrag gebeben hatte.

Ab dem 30. Juni 2021 wird das 3G-Netz der Telekom in Deutschland abgeschaltet. Abb.: Dt. Telekom

Telekom schaltet 3G-Mobilfunk im Sommer 2021 ab

Alte Bestandsverträge werden „ohne Zusatzkosten“ auf 4G umgestellt, verspricht der Konzern Bonn, 18. September 2020. Die deutsche Telekom wird im Sommer 2021 ihr Mobilfunknetz der 3. Generation (3G) abschalten. Das hat die Telekom heute in Bonn angekündigt. Bestandskunden mit 3G-Verträgen sollen „automatisch und ohne Zusatzkosten“ auf die nächste Mobilfunk-Generation (4G, auch LTE genannt) umgestellt werden.