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Neues aus der Wissenschaft

Was wissen wir eigentlich alles über Europas Vergangenheit? Die KI "Time Machine" soll all die verstreuten Informationen aus verschiedenen Quellen sammeln, digital aufbereiten und diese Datenfluten analysieren. Grafik

KI soll virtuelle Zeitmaschine konstruieren

TU Dresden an „Time Machine“-Projekt beteiligt Dresden, 25. März 2019. Die TU Dresden will gemeinsam mit über 200 internationalen Partnern eine „Künstliche Intelligenz“ (KI) entwickeln, die das Gedächtnis Europas bewahrt. Das hat die Uni heute mitgeteilt. Unter dem Arbeitstitel „Time Machine“ soll so eines der komplexesten KI-Systeme weltweit entstehen, eine Art künstlicher Superexperte für die europäische Geschichte.

Prof. Rigo Herold von der „Westsächsischen Hochschule Zwickau“ (WHZ) zeigt die neue Feuerwehrmaske mit integrierter Datenbrille. Foto: WHZ

Cyber-Schutzmasken für die Feuerwehr

Zwickauer Ingenieure zeigen zur Hannovermesse Daten-Masken, die Feuerwehrleute durch verrauchte Gebäude navigieren Zwickau/Hannover, 24. März 2019. Eine neue Cyber-Feuerwehrmaske aus Zwickau soll in brennenden Häusern Leben rennen – nicht zuletzt das der Einsatzkräfte selbst: In die Atemschutzmaske ist eine Datenbrille integriert. Sie lässt den Blick auf die reale Umgebung der Feuerwehrleute offen, kann sie aber mittels eingespiegelte Computergrafiken auch durch verrauchte Etagen navigieren, in denen die Sicht nahe Null ist. Geortet werden die Helfer dabei durch je drei Funkmodule nach dem Ultrabreitband-Standard (UWB) in ihrer Schutzkleidung.

Dr. Andreas Jäger will im neuen Labor die Forschungen an Energieanlagen, die mit superkritischem Kohlendioxid arbeiten, konzentrieren. Foto: Karsten Eckold

Strom vom superkritischen Gas

Neues Labor an der Uni Dresden soll aus einem Klimakiller eine hocheffiziente Energiequelle machen Dresden, 21. März 2019. An einem neugegründeten „Labor für superkritisches Kohlendioxid“ (suCOO-Lab) wollen Wissenschaftler an der Technischen Universität Dresden (TUD) neuartige Turbinen entwickeln, die bei gleichem Gewicht fünfmal mehr Leistung als normale Dampfturbinen haben. Das geht aus einer TUD-Mitteilung hervor.

Die Spülhalde Davidschacht beinhaltet die Rückstände der Aufbereitung von Blei-, Zink- und Kupfererzen in Freiberg. Foto: SAXONIA Standortverwertungs- und -verwaltungsgesellschaft mbH.

Bergbau-Altlasten als Rohstoffquelle

Erzgebirge wird Reallabor für das „Recomine“-Netzwerk – Bund gibt 15 Millionen Euro Freiberg, 21. März 2019. Das Erzgebirge soll eine Modellregion dafür werden, wie sich Wertstoffe aus alten Stollen und Bergbauhalden gewinnen lassen. Viele kleine Pilotprojekte wollen die Forscher und Unternehmer aus dem sächsischen Netzwerk „Recomine – Ressourcenorientierte Umwelttechnologien für das 21. Jahrhundert“ in den nächsten Jahren als Vorzeigebeispiele in einer Art großem „Reallabor“ kreieren. Das Bundesforschungsministerium hat den Partnern bis zu 15 Millionen Euro versprochen. Das geht aus einer gemeinsamen Mitteilung des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf (HZDR) und der Bergakademie Freiberg hervor.

Flussperlmuschel in Schweden. Foto: Joel Berglund, Wikipedia, Lizenz CC3 / Gnu 1.2

Flussmuschel schwindet dahin

Muschelforscher beraten in Dresden Dresden, 19. März 2019. Die Flussmuschel droht in Deutschland auszusterben. Auf einer Tagung im Penck-Hotel Dresden wollen internationale Muschelforscher in der nächsten Woche beratschlagen, wie sie diesen Tod auf Raten stoppen können. Das teilte die sächsische landesregierung mit. Die TU Dresden und die „Sächsische Landesstiftung Natur und Umwelt“ (Lanu) als Veranstalter rechnen mit Muschel-Experten aus 18 Ländern.

Blüte des Safran-Krokus mit drei orangefarbenen Fruchtblättern. Foto und Grafik: TUD/Sarah Breitenbach and FISH chromosome analysis

Wiege des Safrans gefunden

Dresdner Biologen identifizieren durch Gen-Analysen wilde Krokus-Arten aus Griechenland als Eltern des teuren Gewürzes Dresden, 12. März 2019. Safran gilt als das teuerste Gewürz der Welt. Mit 30.000 Euro pro Kilogramm wird er oft teurer als Gold gehandelt. Durch genetische Analysen haben Dresdner Biologen nun ein altes Rätsel um dieses Gewürz gelöst: Sie haben herausgefunden, woher der Safran-Krokus, aus dessen Blüten das legendenumwobene gelbe Gewürz gewonnen wird, ursprünglich stammt. Die Eltern dieser Pflanze wuchsen demnach in Griechenland. Das hat nun die Technische Universität Dresden (TUD) mitgeteilt.

Elektronenstrahl-Schmelze für industrielle 3D-Drucker. Foto: ARCAM

Fraunhofer startet 3D-Druck-Zentrum in Dresden

IFAM eröffnet „Innovation Center Additive Manufacturing“ Dresden, 8. März 2019. Um mit Partnerunternehmen den industriellen 3D-Druck und neue Produktionstechnologien zu erproben, hat das Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung (IFAM) in Dresden ein „Innovation Center Additive Manufacturing“ (ICAM) eröffnet. In dem Komplex an der Winterbergstraße in Dresden-Gruna können die Ingenieure verschiedene Ansätze ausprobieren, um selbst sehr komplexe Bauteile frei dreidimensional formen zu können.

Feldschwarm: Kleine Elektro-Roboter statt riesiger Traktoren sollen künftig die Felder bestellen. Foto: Heiko Weckbrodt

Der Feldschwarm rollt an

Sächsische Ingenieure wollen autonome Elektro-Roboter vernetzt zur Ernte schicken Dresden, 7. März 2019. Ingenieure der Technischen Universität Dresden (TUD), des Fraunhofer-Verkehrsinstituts IVI und weiterer Forschungspartner haben heute in Dresden dem sächsischen Agrarminister Thomas Schmidt (CDU) die ersten Komponenten eines „Feldschwarms“ vorgeführt. Dahinter steckt die Idee, vergleichsweise leichte, elektrisch angetriebene und schnell umrüstbare Agrarroboter per Funk zu koppeln und dann Tag und Nacht die Felder autonom bestellen zu lassen. Diese Schwärme sollen Boden und Umwelt weniger belasten als heutige Riesenmaschinen und Monokulturen.

Fingerabdrucksensor im Internet der Dinge. Montage/Foto: Heiko Weckbrodt

Neues Barkhausen-Institut strickt in Dresden am Internet der Dinge

Forschungseinrichtung soll Soft- und Hardware-Plattform für Europas Industrie schmieden Dresden, 7. März 2019. Ein neues Barkhausen-Institut auf dem Campus der Technischen Universität Dresden (TUD) soll in den nächsten Jahren eine europäische Hard- und Software-Plattform für das „Internet der Dinge“ (IoT) entwerfen. Das Institut ist als Tochter-Gesellschaft der Uni organisiert und residiert am Barkhausenbau der TUD. Chef der 21-köpfigen Forschungsmannschaft ist der Dresdner Mobilfunk-Guru Prof. Gerhard Fettweis. Der Freistaat hat der Einrichtung bis 2020 eine Anschubfinanzierung von 5,3 Millionen Euro zugesagt.

Nicht nur in Autos, sondern auch in Landmaschinen - hier eine Aufnahme aus einer Agrarfahrzeug-Entwicklung der TU Dresden - enthalten neben Motoren viele bewegliche Teile, die einen Teil der eingesetzten Energie als unerwünschte Reibung und Abwärme vergeuden. Foto: Heiko Weckbrodt

Laser und Kohle für spritsparende Motoren

Fraunhofer Dresden und Industriepartner starten Projekt „Prometheus“ Dresden, 4. März 2019. Damit Auto-Motoren in Zukunft weniger Benzin verbrauchen und weniger Kohlendioxid ausstoßen, haben Dresdner Fraunhofer gemeinsam mit Industriepartnern das Projekt „Prometheus“ gestartet. Binnen drei Jahren wollen sie Motorenteile entwickeln, die deutlich weniger Energie durch Reibung und Abwärme verlieren als heutige Bauteile.

Mit der Zungenmaus im Mund sollen Senioren, die sich nicht mehr auf ihre Hände verlassen können, zum Beispiel ihren Rollstuhl, den Fernseher oder ihren PC steuern. Grafik: Christoph Wagner, für TUD und Linguwerk

Zungenmaus gegen das große Zittern

Ingenieure aus Sachsen entwickeln Zungensteuerung für Parkinson-Kranke und Rheumatiker Dresden, 1. März 2019. Mit einer „Zungenmaus“ wollen Dresdner Ingenieure jenen Senioren und Patienten etwas Lebensqualität zurückgeben, die nicht mehr Herr über ihre Finger sind: Wenn die Hände nicht mehr gehorchen, legen Parkinson-Kranke, Rheumatiker oder Gelähmte künftig eine optoelektronische Schale in den Mund und befestigen sie an den Schneidezähnen. Durch bloße Zungenbewegungen können sie dann beispielsweise Haushaltgeräte, Computer oder Rollstühle steuern.

Blick auf das Hörsaalzentrum und den Beyerbau-Turm der TU Dresden. Foto: Foto: TUD/Eckold

Mehr Platz für die TU Dresden

Rektor Müller-Steinhagen will perspektivisch auch Biologie in die Johannstadt verlagern Dresden, 28. Februar 2019. Um sich als Exzellenz-Uni weiter profilieren und wachsen zu können, braucht die Technische Universität Dresden (TUD) neben klugen Köpfen und Geld auch Erweiterungsflächen – und die sind rings um den Hauptcampus im Dresdner Süden rar geworden. Deshalb plant TUD-Rektor Prof. Hans Müller-Steinhagen, weitere Disziplinen der Lebenswissenschaften in Dresden-Johannstadt konzentrieren. „Wir wollen die Biologie dorthin verlagern“, nannte er ein Beispiel.

Prof. Kai Simons. Foto. Lipotype GmbH / Andre Wirsig

Die Fettspur der Krankheiten

Lipidomics-Preis ausgeschrieben Dresden, 27. Februar 2019. Fett verraten viel mehr über in uns schlummernde Krankheiten und problematische Veranlagungen, als wir ahnen. Der finnische Genetiker Prof. Kai Simons sieht noch viel schlummerndes Potenzial in der Fettanalyse, der sogenannten „Lipidomik“, die solche Methoden wie die Erbgut-Untersuchung sinnvoll ergänzen kann. Um dieses medizinische Potenzial zutage zu fördern, haben Simons und seine Dresdner Analyse-Tech-Firma „Lipotype“ einen neuen Preis „Lipidomics Excellence Award“ (Lea) gestiftet, um den sich internationale Fettforscher bis zum 30. März 2019 bewerben können.

Ruf der Dresdener Werkstoff-Wissenschaftler wächst

TU-Forscher steigen im „QS World University Ranking“ auf Dresden, 27. Februar 2019. Die Dresdner Werkstoff-Forschung gewinnt international an Gewicht: „In der heute veröffentlichten Rangliste des ,QS World University Ranking by Subject 2019’ hat die TU Dresden in der Kategorie ,Materials Science’ den Sprung in die Top 50 der gelisteten Universitäten geschafft“, informierte die Uni.

Nanomaterial und Karbonbeton: Dresden feilt an zwei weiteren Exzellenzzentren

Forscher hoffen auf Förderung in Millionenhöhe Dresden, 22. Februar 2019. Die Technische Universität Dresden (TUD) und der Freistaat Sachsen wollen weitere Exzellenz-Zentren aufbauen und halten, die keine Exzellenz-Fördermittelzuschläge vom Bund bekommen haben. Das hat TUD-Rektor Prof. Hans Müller-Steinhagen angekündigt. Insbesondere seien die Finanzierung für ein neues „Zentrum für Materiomik Dresden“ (DCM) und ein Karbonbeton- und Leichtbau-Zentrum in Sicht. Für das „Center for Advancing Electronics Dresden – Stufe II“ (Cfaed 2), das ebenfalls überraschend keinen Zuschlag bekommen hatte, wie auch für das CRTD (Center für Regenerative Therapies) hatten Freistaat und Uni bereits im Herbst 2018 Lösungen angekündigt.