Alle Artikel in: Forschung

Neues aus der Wissenschaft

Durch Ionenbeschuss hat eine Spintronik-Forscherinnengruppe um Dr. Alina Deac vom Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) 3D-Stapel aus magnetischen Nanoschichten erzeugt. Das Team sieht sich damit auf dem Weg zu neuromorphen Computern. Grafik: Juniks für das HZDR

Künstliche Nervenzellen aus der Rossendorfer Ionenkanone

Helmholtz-Spintronikerinnen wollen Neuronen aus winzigen 3D-Magnetstapeln nachbauen. Dresden, 20. Oktober 2020. Durch Ionenbeschuss hat ein Team um die Dresdner Spintronikerin Dr. Alina Maria Deac winzig kleine dreidimensionale Magnetstapel erzeugt. Die Forscherinnen hoffen, dass sich aus derartigen Mini-Stapeln in Zukunft künstliche Nervenzellen nach dem Vorbild des menschlichen Gehirns bauen lassen. Das geht aus einer Mitteilung des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf (HZDR) hervor.

Forscher der TU Chemnitz haben gemeinsam mit den Kollegen der TU Dresden solche Pavillons aus Carbonbeton konstruiert, um zu zeigten, welche neuen Leichtbauweisen durch Kohlefasern möglich werden. Foto: Dr Sandra Gelbrich, TU Chemnitz

Sachsens Leichtbauer hoffen auf neue Märkte und Jobs

Schon jetzt hängen 75.000 Jobs an der Branche Dresden/Chemnitz, 13. Oktober 2020. Wenn Sachsen die Leichtbau-Forschung und deren Technologietransfer in die Betriebe weiter stärkt, könnte sich daraus ein neues industrielles Standbein für den Freistaat neben Automobilbau und Mikroelektronik entwickeln. Darauf hat die „Leichtbau-Allianz Sachsen“ in ihrem Meisterplan „Exzellenz im Leichtbau“ hingewiesen.

Ulrich_Assmann. Foto: Sylke Scholz für die Tudag

Neue Chefs für Dresdner Uni-Tochter Tudag

Vorstandschef Assmann geht in Ruhestand, neues Führungs-Trio folgt Dresden, 12. Oktober 2020. Die „Tudag“ Dresden bekommt eine Führung: Die Professoren Hans Müller-Steinhagen und Jacques Rohayem sowie der Jurist Udo Werner leiten künftig als Vorstands-Trio das für wirtschaftliche Aktivitäten der TU Dresden zuständige Unternehmen. Sie treten schrittweise die Nachfolge des Wirtschaftsingenieurs Ulrich Assmann an, der die Uni-Tochtergesellschaft zwölf Jahre lang geführt hatte und am 31. März 2021 in den Ruhestand wechselt. Dies geht aus Mitteilung des Tudag-Aufsichtsratsvorsitzenden Reiner Zieschank hervor.

Kerstin Täschner vom „Fraunhofer-Institut für organische Elektronik, Elektronenstrahl- und Plasmatechnik“ (FEP) zeigt ein Radarglas-Muster. Foto: Heiko Weckbrodt

Ingenieurinnen aus Dresden entwickeln Radarglas für autonome Autos

Fraunhofer-Institut FEP: Abstandsmesser und Hindernis-Erkenner lassen sich nun in Scheinwerfer integrieren Dresden, 12. Oktober 2020. Fraunhofer-Forscherinnen aus Dresden haben gemeinsam mit Instituten aus Aachen neuartige Radargläser für die autonom fahrenden Autos der Zukunft entwickeln. Durch diese Technik wird Platz gewonnen, um direkt an Scheinwerfern mehr Sensoren einzubauen, mit denen sich Fahrzeugcomputer im Straßenverkehr orientieren und Unfälle vermeiden können. „Als nächstes gehen wir damit in den Feldversuch“, kündigte Dr. Kerstin Täschner vom „Fraunhofer-Institut für organische Elektronik, Elektronenstrahl- und Plasmatechnik“ (FEP) in Dresden an. Sie rechnet mit einem hohen Interesse aus der Automobil-Zulieferindustrie.

Prof. Dr.-Ing. Martin Dix. Foto: Fraunhofer-IWU

Dix leitet Fraunhofer-Produktionsinstitut IWU in Chemnitz

Chemnitz, 9. Oktober 2020. Das „Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik“ (IWU) in Chemnitz hat einen neuen Leiter: Der Maschinenbau-Experte Prof. Martin Dix leitet ab sofort gemeinsam mit Prof. Welf-Guntram Drossel und Prof. Dr.-Ing. Reinhard Mauermann das auf Produktionsprozesse spezialisierte Institut führen. Das haben die Fraunhofer-Gesellschaft und die Technische Universität Chemnitz mitgeteilt.

Einem internationalen Team ist es erstmals gelungen, in magnetischen Materialien die Nutation – die Schwingungsbewegungen der Drehachse während der Präzession – von Elektronenspins zu beobachten. Foto: Dunia Maccagni für das HZDR

Dresdner Helmholtz-Forscher ertappen Magneten beim Schwing-Taumeln

Terahertz-Quelle in Rossendorf filmt ultraschnellen Tanz der Elektronen Dresden, 7. Oktober 2020. Dresdner Physiker und Physikerinnen haben Elektronen bei einem schwingtaumelnden Tanz erwischt, der den Weg zu schnelleren Datenspeichern in den Rechenzentren der Zukunft weisen könnte. Das geht aus einer Mitteilung des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf hervor.

So etwa soll die Zukunfts-Ausstellung von Dresden-Concept aussehen. Visualisierung: midoridesign.de

Wie leben wir in Zukunft?

Ausstellung des Forscherverbundes „Dresden-Concept“ widmet futuristischen Fragen Dresden, 7. Oktober 2020. Wie sieht unsere Zukunft aus? Pflegen bald Roboter die Alten und die Kranken? Satteln wir dann ständig vom Roller auf das Leih-Elektroauto, die Straßenbahn, den ICE und das Schwebebord um, wenn wir von A nach B gelangen wollen, weil Autos überall verboten sind? Gehen wir fortan jährlich zur Zellverjüngungstherapie, um unsere Lebensspanne um Jahrzehnte zu verlängern? Schlendern wir demnächst durch Städte voll zuwuchernder Fassaden und vertikaler Bauernhöfe, die dem Klimawandel zu trotzen versuchen? Diese und ähnliche futuristische Fragen versucht der Forscher-Verbund „Dresden-Concept“ anlässlich seines zehnten Jubiläums in einer neuen Wissenschaftsausstellung „Wie werden wir in Zukunft leben?“ vor dem Kulturpalast zu beantworten.

Dr.-Ing. Teja Roch vom Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik (IWS) zeigt in Dresden die neuartigen Bipolarplatten für Brennstoffzellen-Lasterantriebe. Foto: Heiko Weckbrodt

Kohle statt Gold: Schub für Wasserstoff-Laster

Fraunhofer Dresden will mit einem innovativen Bipolarplatten-Verfahren die Brennstoffzellen-Produktion ankurbeln Dresden/Dortmund, 5. Oktober 2020. Damit Wasserstoff-Laster künftig als umweltfreundlichere Alternative zu Diesel-Brummis massenhaft einsetzbar sind, hat das Fraunhofer-Werkstoffinstitut IWS in Dresden und Dortmund ein besonders schnelles und billiges Fertigungsverfahren für eine Kernkomponente der Brennstoffzellen-Antriebe entwickelt: Statt mit Gold beschichten sie die Bipolarplatten in den mobilen Mini-Kraftwerken mit hauchdünnem Kohlenstoff. Diese Graphitschicht ist nur noch halb so teuer wie der Goldbelag, ermöglicht ein höheres Fertigungstempo und letztlich eine billigere Massenproduktion von Brennstoffzellen. Die Projektpartner Daimler und das finnische Stahlunternehmen „Outokumpu Nirosta“ wollen die Technologie in der Praxis einsetzen.

Juliane Schmidt. Foto: IFW Dresden

Physikinstitut IFW Dresden hat neue kaufmännische Direktorin

Juliane Schmidt wird Nachfolgerin von Doreen Kirmse Dresden, 30. September 2020. Das Leibniz-Institut für Festkörper- und Werkstoffforschung (IFW) Dresden hat eine neue kaufmännische Direktorin: Juliane Schmidt tritt am 1. Oktober 2020 die Nachfolge von Dr. Doreen Kirmse an, die bereits am 1. Juli Kanzlerin an der Hochschule für Technik in Stuttgart geworden war.

Dem Team um Dr. Hans Kleemann ist es erstmals gelungen, leistungsfähige vertikale organische Transistoren mit doppelter Steuerelektrode zu entwickeln. Foto: IAPP

Vertikale Transistoren sollen organische Elektronik schneller machen

Lösung der TU Dresden mit Doppelelektrode soll lahme organische Schaltungen auf Trab bringen Dresden, 22. September 2022. Physiker der TU Dresden haben vermutlich einen wichtigen Durchbruch erzielt, um einen alten Nachteil organischer Elektronik endlich zu überwinden: Das Kollektiv um Dr. Hans Kleemann vom „Institut für angewandte Physik“ (IAP) der TU Dresden hat dafür vertikale organische Transistoren konstruiert, die sehr schnell schalten. Das geht aus einer Mitteilung der Technischen Universität Dresden (TUD) hervor.

Forscher um Professor Gianaurelio Cuniberti von der TU Dresden arbeiten an künstlichen Nase von der Größe eines Computerchips. Foto. Steffen Füssel für die TUD

Dresdner wollen mit künstlichen Nasen Corona erschnüffeln

TU Dresden arbeitet an „psychologischen“ Riech-Chips Dresden, 18. September 2020. Corona-Infizierte zu erriechen, erscheint unmöglich. Doch genau daran arbeiten Forscher der Technischen Universität Dresden (TUD) gemeinsam mit Kollegen: Sie wollen mit „olfaktorischer Perzeptronik“ – konkret mittels lernfähiger Chemie-Sensorik– künstliche Spürnasen entwickeln, die es mit dem empfindlichen Geruchssinn eines Hannibal Lecter oder eines Spürhundes aufnehmen können. Das geht aus einer Mitteilung von Projektkoordinator Professor Gianaurelio Cuniberti vom TUD-Lehrstuhl für Materialwissenschaft und Nanotechnologie hervor.

Auf der Suche nach dem Quantencomputer. Abb.: Joerg Bandmann

Physiker bauen im Technikmuseum ein Portal in die topologische Quantenwelt

Exzellenz-Forscher vom „ct.qmat“ aus Dresden und Würzburg füllen als erste das neue „Schaufenster der Forschung“ in Striesen- Dresden/Würzburg, 10. September 2020. Was haben ein verschollener italienischer Physiker, kuschelweiche Kringel und eiskalte Wismutnetze gemein? Sie haben alle etwas mit geheimnisumwobenen „topologischen“ Zuständen von Materie zu tun, von denen sich die Exzellenzforscher vom Forschungsverbund „ct.qmat – Komplexität und Topologie in Quantenmaterialien“ aus Dresden und Würzburg den Schlüssel zu superschnellen Rechnern, unschlagbaren Code-Knackern und supercoolen Schaltkreisen versprechen. Damit auch Normalsterbliche eine Ahnung davon bekommen, wie das funktioniert, aktivieren Professor Matthias Vojta von der TU Dresden und seine Mitstreiter am Freitag in den „Technischen Sammlungen Dresden“ ein experimentelles Portal.

Professorin Esther Troost. Foto: Stephan Wiegand für die Hochschulmedizin Dresden

Neue Forschungsdekanin für Unimedizin in Dresden

Professorin Troost will mehr jungen Forscherinnen und Forschern TU-Karriere schmackhaft machen Dresden, 23. August 2020. Eine neue Forschungsdekanin will neue Akzente in der medizinischen Fakultät „Carl Gustav Carus“ der TU Dresden setzen. Das geht aus einer Mitteilung der Uni hervor. Demnach folgt die Radiologin Prof. Esther Troost in dieser Position auf die Jugendmedizinern Prof. Angela Rösen-Wolff. Letzteres war dem Ruf der neuen TU-Rektorin Professorin Ursula Staudinger gefolgt und ist nun Forschungs-Prodekanin für die gesamte Dresdner Universität.

Kabinensimulator als virtueller Kipper unterwegs zur Beladestelle. Foto: TU Bergakademie Freiberg

Virtuelle Kipper simulieren vernetzten Tagebau

Uni Freiberg testet mit neuem Kabinen-Simulator neue Arbeitsmaschinen Freiberg, 21. August 2020. Freiberger Geowissenschaftler erproben mit virtuellen Lastkraftwagen, Baggern und anderen Fahrzeugen die vernetzte Arbeitswelt in den Tagebauen und auf den Baustellen von morgen. Die Ingenieure der Bergakademie Freiberg haben sich dafür bewegliche, vernetzbare und mit Sensoren geprickte Kabinensimulatoren angeschafft. Das hat die TU-Bergakademie Freiberg mitgeteilt.

Prof. Jürgen Czarske baut an der TU Dresden eine Laserinstallation auf. Für seine wegweisenden Laserinstrumente hat er nun einen Preis der internationalen Elektroingenieur-Organisation IEEE bekommen. Foto: TUD/Professur Mess- und Sensorsystemtechnik

Dresdner Lasertechniker ausgezeichnet

IEEE ehrt TU-Professor Czarske als Pionier der Laserinstrumente Dresden/New York, 19. August 2020. Der Dresdner Lasermesstechnik-Pionier Prof. Jürgen Czarske hat eine hohe Auszeichnung von der internationalen Elektroingenieurs-Gilde „IEEE“ aus New York bekommen: Der Verband hat den Professur für Mess- und Sensorsystemtechnik an der TU Dresden mit dem „Laser Instrumentation Award“ ausgezeichnet. Das hat die Uni heute mitgeteilt.