Alle Artikel in: Mobilität

Ladepunkt für Elektroautos an der Volkswagen-Manufaktur Dresden. Foto: Rolf Jaegers für VW Sachsen

Elektroauto-Crashkurs für Hotel-Mitarbeiter

VW-Manufaktur Dresden schult Personal zu Themen rund ums Elektroauto Dresden, 19. Januar 2022. Weil wegen Corona-Restriktionen die Hotels ohnehin kaum ausgelastet sind, können die Mitarbeiter nun Crash-Kurse in Elektromobilität belegen. Ein entsprechendes Weiterbildungs-Angebot haben Volkswagen und der Gastroverband Dehoga nun in der gläsernen Manufaktur organisiert. Kursziel sei „der kompetente Umgang mit Gästen, die ein E-Auto fahren.“

Ein ID3-Elektroauto lädt seinen Akku vor der gläsernen VW-Manufaktur in Dresden. Foto (bearbeitet: Kennzeichen entfernt): Oliver Killig für VW Sachsen

VW verspricht weitere Ladepunkte für Elektroautos in Sachsen

Bisherige Ausbaupläne hat das Unternehmen allerdings verfehlt Dresden/Zwickau, 29. Dezember 2021. Volkswagen will im Jahr 2022 in Sachsen weitere 55 – größtenteils öffentliche – Ladepunkte für Elektroautos einrichten. Das hat das Unternehmen heute versprochen. Bisher hat VW Sachsen 400 Elektro-Zapfsäulen und -Wandstecker an seinen Standorten Zwickau, Dresden und Chemnitz installiert. Damit hat der Autohersteller seine eigenen Pläne allerdings untererfüllt: Noch Ende 2019 hatte er diesen Ausbaustand eigentlich bereite für Ende 2020 versprochen.

KIs sollen auch die Verkehrsflüsse in der "Smart City" steuern. Grafik: Bosch

Straßen bekommen digitale Zwillinge

Deutsche Forschungsgemeinschaft bewilligt 22 Millionen Euro für Dresdner Projekte Dresden, 25. November 2021. Auf der Suche nach Lösungen für den Straßenverkehr der Zukunft wollen Wissenschaftler aus Dresden und Aachen „Digitale Zwillinge“ von Straßen generieren. Für einen entsprechenden Sonderforschungsbereich „Digitaler Zwilling Straße – Physikalisch-informatorische Abbildung des Systems ,Straße der Zukunft‘“ sowie zwei Graduiertenkollegs an der TU Dresden hat die „Deutsche Forschungsgemeinschaft“ (DFG) nun über 22 Millionen Euro Fördergelder zugesagt.

Jörg Dittrich, Präsident der Handwerkskammer Dresden, im November 2015. Foto: André Wirsig, Handwerkskammer Dresden

Handwerker fordern mehr Unterstützung bei der „Verkehrswende“

Dresdner Kammerpräsident wünscht sich ein Ladeboxen-Förderprogramm – und einen zügigen Autobahn-Ausbau Dresden, 2. November 2021. Die Handwerker sind bereit und willens, die gewünschte Verkehrswende hin zu einer umweltfreundlicheren Mobilität mitzumachen und mitzugestalten. Aber sie brauchen dabei mehr Unterstützung statt Fahrverbote, höherer Kfz-Steuern und ähnlicher Zusatzlasten. Das hat Präsident Jörg Dittrich von der Handwerkskammer (HWK) Dresden eingeschätzt.

Viele junge Frauen und Männer in der DDR wollten Flugbegleiterinnen oder Piloten bei der Interflug werden. Foto: Interflug Abteilung Werbung, Repro (hw): aus: S. Schmitz: Interflug

„Interflug“-Buch über Aufstieg und Absturz der DDR-Airline

Ostdeutsche Fluggesellschaft stand für den Traum von der Ferne – agierte aber auch als Billigflieger für Westberliner und Billigflieger für Westberliner Die war die Vorzugs-Airlines des Sandmännchens, transportierte Waffen ebenso wie Küken, beförderte, Preisfüchse aus dem Westen und besprühte Felder in der ganzen DDR, unter ihren Farben agierten aber auch die Stasi und die Leibflugzeuge der SED-Oberen: die Interflug. Der westdeutsche Stewart und Autor Sebastian Schmitz hat der staatlichen Fluggesellschaft der DDR ein ausführliches Buch gewidmet, das nun unter dem Titel „INTERFLUG – Die Fluglinie der DDR“ in den Stuttgarter Paul-Pietsch-Verlagen erschienen ist.

Versetzt Corona dem Flughafen Dresden den Todesstoß? Wirtschaftsvertreter warnen vor einer Ankopplung vom innerdeutschen Flugverkehr. Foto: Mitteldeutsche Flughafen AG

IHK: Abkopplung des Flughafens Dresden droht

Zahl der innerdeutschen Flüge seit 2019 halbiert Dresden, 22. Oktober 2021. Vor einer „drohenden Abkopplung“ des Flughafens Dresden vom innerdeutschen Flugverkehr hat die Industrie- und Handelskammer (IHK) Dresden heute gewarnt. „Sollten die wichtigen Linienverbindungen, insbesondere nach Frankfurt und München, wegfallen, bedroht das nicht nur die Attraktivität dieses herausragenden und im strukturschwachen Ostdeutschland einzigartigen Wirtschafts- und Wissenschaftsstandortes, sondern stellt dessen Zukunftsfähigkeit zur Disposition“, betonte IHK-Präsident Andreas Sperl. „So klar muss man das aussprechen.“

Flottenmanager Richard Vetter von "Carl und Carla" (links) und VW-Manufakturchef Danny Auerswald zeigen vor der gläsernen VW-Manufaktur einen der neuen elektrischen Transporter, den das Dresdner Carsharing-Unternehmen gekauft hat. Foto: Heiko Weckbrodt

„Carl und Carla“ bauen Carsharing-Transporterflotte aus

365 neue Kastenwagen und Kleinbusse für 13 Millionen bei VW bestellt, darunter vier Stromer Dresden, 9. Juli 2021. Weil Richard Vetter und seine Mitstreiter von „Carl und Carla“ damit rechnen, dass die Nachfrage für Carsharing-Transporter und -Busse in der Corona-Spätphase wieder stark anzieht, investiert das Dresdner Verleihunternehmen nun 13 Millionen Euro in den Ausbau seiner Flotte. Mit dem Geld schafft „Carl und Carla“ 365 neue Kastenwagen und Minibusse des Typs 6.1 von Volkswagen an, darunter auch vier elektrische Transporter.

Sieht so der Schulbus der Zukunft aus? Der Volkswagen-Prototyp "Sedric" fährt autonom, also fahrerlos. Foto: Volkswagen

Studie in Sachsen: Roboterbusse erst ab 2030ern im Linienbetrieb

Autoren erwarten keinen massiven Job-Abbau durch autonomes Fahren Dresden/Leipzig, 14. Juni 2021. Roboter-Busse und autonom fahrende Straßenbahnen sind erst in der nächsten Dekade im Linienverkehr zu erwarten. Das geht aus einer Studie hervor, die die „VDI/VDE Innovation + Technik GmbH“ für das sächsische Wirtschaftsministerium am Beispiel der Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) erstellt hat. „Mit einer flächendeckenden Durchdringung des Mobilitätssektors durch autonome Fahrsysteme ist frühestens in den 2030er-Jahren zu rechnen“, heißt es in einer ministeriellen Zusammenfassung.

"Geteilte Mobilität" zum Beispiel beim "Ride Sharing" in US-Großstädten soll durch die gemeinsame Nutzung von Autos die Umwelt- und Verkehrsbelastung in den Großstädten reduzieren. Grafik: Christiane Kunath für das CFAED

Gemeinschaftsfahren ja – aber bitte ohne Gemeinschaft

Dresdner Netzwerkdynamiker finden typische Vermeidungsmuster bei „geteilter Mobilität“ Dresden, 1. Juni 2021: Viele Großstädter verhalten sich nicht so, wie es Verkehrsökologen für wünschenswert halten: Sie mögen zwar Gemeinschafts-Fahrdienste wie das sogenannte „Pool Riding“ – aber nur solange, wie sie damit allein statt in Gemeinschaft fahren. Das geht aus einer Analyse der Netzwerkdynamiker David Storch, Prof. Marc Timme und Malte Schröder vom Zentrum für fortgeschrittene Elektronik Dresden (CFAED) hervor.

Bosch will zur CES 2019 sein Konzept für ein autonomes elektrisches Sammelfahrt-Shuttle vorstellen. Visualisierung: Bosch

Autofreie Wohnviertel für mehr Lebensqualität und Umweltschutz gefordert

FU-Professor Rojas plädiert zum Silsax-Tag in Dresden für Superblock-Lösungen à la Barcelona Dresden/Berlin, 27. Mai 2021. Um Straßen sicherer und die Stadtluft sauberer zu machen, plädiert Prof. Raúl Rojas von der Freien Universität (FU) Berlin für den katalonischen Weg: Ähnlich wie in Barcelona könnte man ganze Wohnviertel als autofrei erklären – und nur noch an den Ecken dieser „Superblöcke“ gibt es Parkhäuser, in denen die Anwohner ihre Autos abstellen. Das hat der Informatik-Professor im Auftaktvortrag zur virtuellen Tagung „Silicon Saxony Day“ in Dresden vorgeschlagen.

So stellte sich Zeichner Richard Bolbe eine Pferdebahnfahrt über die Augustusbrücke um 1890 vor. Bis zur Brückemmitte führte ein Reiter das Gespann der gelben Bahn an. Repro aus: Straßenbahnen in Dresden

Wie Dresden die höflichsten Straßenbahnen Deutschlands bekam

Das Buch „Straßenbahnen in Dresden“ widmet sich den Linien im Westen der Stadt Dresden. Im antiken Rom gab es im Circus Maximus vier nach Farben benannte Rennställe, die bei allen Rennen miteinander konkurrierten, wobei bis zu drei Wagen eines Rennstalles an einem Rennen teilnehmen konnten: Es gab die Grünen (prasina, in der Farbe des Frühlings), die Roten (russata, in der Farbe des Sommers), die Blauen (veneta, in der Farbe des Herbstes) und die Weißen (alba, in der Farbe des Winters). Man hatte also die Qual der Wahl, auf wen man denn Geld bei einem Rennen setzen wollte.

Die Bosch-Manager hoffen auf Milliarden-Umsätze durch vernetzte Geräte, die durch künstliche Intelligenzen gesteuert werden. Hier eine Heimanwendung, bei der die Raumluft und Beleuchtung per App justiert werden. Foto: Bosch

Bosch stürzt sich auf vernetzte künstliche Intelligenz, E-Autos und Wasserstoff

Umsatzeinbußen im Corona-Jahr, Konzernchef will mehr in Zukunftstechnologien investieren Stuttgart, 22. April 2021. Der deutsche Technologiekonzern „Bosch“ will sich künftig stärker auf vernetzte künstliche Intelligenz (AIoT), elektrische Autoantriebe und Brennstoffzellen konzentrieren und erwartet aus diesen noch jungen Geschäftsfeldern neue Milliardenumsätze. Das geht aus der Jahresbilanz 2020 und dem Ausblick bis 2025 hervor, die Bosch-Chef Volkmar Denner heute vorgelegt hat.

Die Designskizze zeigt den geplanten Audi Aicon. Er soll das erste autonom fahrende Elektroauto des Konzerns werden. Foto: Audi

Nanosilizium-Anode aus Dresden für mehr Akku-Kraft in Elektroautos

Fraunhofer und Helmholtz arbeiten an neuartigen Elektroden für die „Rossendorfer Batterie“ Dresden, 1. April 2021. Ein Dresdner Forschungskonsortium entwickelt derzeit neue Anoden auf Nano-Siliziumbasis, die für mehr Energiedichte und damit Reichweite in Elektroauto-Akkus sorgen sollen. Das geht aus einer Mitteilung des „Fraunhofer-Instituts für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung“ (Ifam) in Dresden hervor. Koordinator für das Projekt „Nanoporoeses Silizium durch Rascherstarrung – Einsatz in Lithium-Ionen-Batterien“ (Rosilib) ist die Custom Cells Itzehoe GmbH.

Schüler sollen künftig mit 3D-Brillen in virtuellen Unfallszenarien lernen, welche Gefahren im Straßenverkehr lauern. Visualisierung: Wildstyle Network

Kinder feien sich in virtuellen Welten gegen Verkehrsunfälle

Sachsen testen interaktives Verkehrstraining mit 3D-Datenbrillen Dresden/Leipzig, 26. März 2021. Tote Winkel, „Da fährt einer noch Huschhusch bei Orange über die Kreuzung“ oder durch Kastenwagen versperrte Sicht – im Straßenverkehr gibt es viele gefährliche Situationen, die für Erwachsene unübersichtlich sind und für Kinder noch viel mehr. Deshalb wollen Kreative aus Sachsen nun austesten, ob eine interaktive Verkehrsschulung mit 3D-Datenbrillen in virtuellen Realitäten (VR) die Mädchen und Jungen besser auf die Tücken des urbanen Lebens vorbereiten kann als klassische Lernformate. Das geht aus einer gemeinsamen Mitteilung des Fraunhofer-Institut für Verkehrs- und Infrastruktursysteme (IVI) Dresden sowie der Unternehmen „Wildstyle Network“ aus Dresden, „Lumalenscape“ und „Meetle“ aus Leipzig hervor.