Alle Artikel in: Bildung

Besonders Nachrichten über Gewalt und "bunte" Themen werden sehr häufig über Kontaktnetzwerke wie Facebook weiterverbreitet. Montage: hw

Zwei Drittel fürchten digitale Angriffe auf Bundestagswahl

Bitkom-Umfrage zeigt Ängste vor fremden Mächten Berlin, 12. Septeber 2021. Zwei Drittel der Deutschen sorgen sich davor, dass „von ausländischen Staaten gesteuerte Medien“ die bevorstehende Bundestagswahl beeinflussen könnten. Das hat „Bitkom Research“ aus Berlin in einer Telefonumfrage unter 1003 Menschen in Deutschland ermittelt.

Die Jugend hackt. Foto: Medienkulturzentrum-Dresden

„Wir wollen Maschinen nicht nur benutzen, sondern auch verstehen“

MP Kretschmer will „Coden“ zur Zweitfremdsprache neben Englisch an Sachsens Schulen machen Dresden, 26. August 2021. Immer mehr Softwareschmieden in Sachsen unternehmen auch in eigener Initiative etwas gegen den Fachkräftemangel in ihrer Branche. Jüngstes Beispiel: Nach dem Umzug in ein größeres Domizil kofinanziert das Amazon-Entwicklungszentrum Dresden nun auch aktiver die Informatikbildung und -ausbildung in der Stadt. Das hat der Linux-Experte Chris Schläger zugesagt, der das Zentrum leitet.

Blick in ein Spiegelkabinett im binären Matrix-Stil im Futurium Berlin. Foto: Heiko Weckbrodt digital Binärcode

Dresden bekommt Labor für junge Hacker

Künstliche Intelligenz geistert künftig durch den Museumskeller der Technischen Sammlungen Dresden, 12. Juli 2021. Eine neue Attraktion für junge Technikbegeisterte und Nachwuchsprogrammierer entsteht in Dresden: Die „Open Knowledge Foundation Deutschland“ richtet in den „Technischen Sammlungen Dresden“ (TSD) an der Junghansstraße ein „Jugend hackt“-Labor ein. Dort können Zwölf- bis 18-Jährige ab dem 21. Juli 2021 die tieferen Geheimnisse hinter Schlagwörtern wie „Künstliche Intelligenz“ (KI), „maschinelle Lernen“ und „Nachhaltigkeit“ durchdringen und Hackertricks lernen. Wegen des besonderen Schwerpunktes wird das Dresdner Zentrum auch „KI Lab“ heißen. Das haben die Organisatoren von der „Open Knowledge Foundation Deutschland“ und vom Verein „mediale pfade.org“ mitgeteilt. Weitere “Jugend hackt”-Labore entstehen im Juli 2021 außerdem in Freiberg, Görlitz, Mannheim und Isenbüttel.

Das Exzellenzcluster Ceti an der TU Dresden widmet sich dem intuitiven Miteinander von Mensch und Maschine. Foto: CeTI_Technisches-Design TU-Dresden.

Exzellenzforscher gehen mit Robotern und KI in die Schulen

Ceti Dresden will Jugendlichen die wundervolle Welt der Ingenieure und Naturforscher nahebringen Dresden, 9. Juni 2021. Um Mädchen und Jungen beizeiten an die wunderbare Welt der Natur- und Ingenieurwissenschaften heranzuführen, haben sich die Forscherinnen und Forscher vom Dresdner Exzellenzzentrum „Ceti“ eigene Unterrichtsstunden in Robotik und „Künstlicher Intelligenz“ (KI) ausgedacht. Damit gehen sie nun in die Schulen, teilt die TU Dresden mit.

Der siebenjährige Julius Jockwitz hat sich aus der "Bibliothek der Dinge" in Dresden eine Gitarre geliehen. Foto: Städtische Bibliotheken Dresden

Dresden richtet „Bibliothek der Dinge“ ein

Von Akkuschrauber bis Zauberwürfel: Biblliothekare verleihen nun auch allerlei Dinge zum Ausleihen und Teilen Dresden, 17. Mai 2021. Die Städtischen Bibliotheken Dresden forcieren unter ihrer neuen kommissarischen Direktorin Marit Kunis-Michel die Transformation hin zu einem „dritten Ort“ des 21. Jahrhunderts. Als Reflex auf das „Internet der Dinge“, aber auch auf Carsharing-Angebote, geteilte Großraumbüros („Coworking Spaces”), gemeinsame Hightech-Bastelstuben („Maker Spaces”) und andere Phänomene der kollaborativen Wirtschaft des Teilens richten sie nun eine „Bibliothek der Dinge“ in Dresden ein.

Die Plattform "Scoolio Web" soll den Hausunterricht ("Home Schooling") in Corona-Zeiten erleichtern. Foto: Scoolio

Zocken statt lernen: Kinder im Corona-Ausnahmezustand

Schüler verbrachten im 2. Einschluss nur 4,3 Stunden am Tag mit Hausaufgaben München, 20. April 2021. Während des zweiten Corona-Einschlusses („Lockdown“) haben die deutschen Schulkinder im Schnitt 4,6 Stunden am Tag mit Fernsehen, Computerspielen und Handys verbracht, aber nur 4,3 Stunden mit schulischen Aufgaben. Das hat das Ifo-Wirtschaftsforschungsinstitut „Ifo“ aus München durch Umfragen unter 2122 Eltern ermittelt. Demnach lernten die Kinder zwar durchschnittlich eine Dreiviertelstunde länger als während der ersten Corona-Schulschließungswelle – aber eben rund drei Stunden weniger als an einem üblichen Schultag vor der Pandemie.

Cobotics: Mensch und Maschine sollen künftig enger zusammenarbeiten, auch ohne Schutzzäune. Foto: Kuka

Sachsen will sich mit Digitalschwung der Corona-Zeit an die Spitze katapultieren

Damit der Boom nicht erstickt, braucht das Land aber doppelt soviele Informatik-Studenten und mehr zukunftsweisende Studienfächer, fordern die Digitalverbände Dresden, 27. Januar 2021. Sachsens Digitalverbände haben sich einer Forderung der sächsischen Informatik-Dekane angeschlossen, im Freistaat künftig doppelt so viele Studenten und Studentinnen in Informatik und anderen Digitalfächern auszubilden wie bisher. Auch wünschen sich die Hightech-Verbände neue, zukunftsweisende Studienfächer, eine stärkere Öffnung für Studierende und Fachkräfte aus dem Ausland, mehr Digitalausbildung für Lehrer und einen besseren Transfer von Forschungsergebnissen in die Wirtschaft. Das geht aus einem Positionspapier „Sachsens Weg zum Vorreiter bei der Digitalisierung“ hervor, das „Silicon Saxony“, „Bitkom“, „IT-Bündnis Chemnitz“, “IT-Cluster Mitteldeutschland” und weitere Verbände heute vorgestellt haben. „Wir sollten jetzt den Schwung nutzen, den die Corona-Pandemie in die Digitalisierung in Sachsen gebracht hat“, sagte „Silicon Saxony“-Vorstand Dirk Röhrborn.

Die Plattform "Scoolio Web" soll den Hausunterricht ("Home Schooling") in Corona-Zeiten erleichtern. Foto: Scoolio

Scoolio Dresden startet Fernunterrichts-Plattform für 2. Corona-Welle

Einstige Wochenplan-App zur Rechnerwolke für den Hausunterricht ausgebaut Dresden, 11. Januar 2021. Die Dresdner Software-Schmiede „Scoolio“ hat ihre gleichnamige Unterrichtsplaner-App laut eigenen Angaben jetzt so erweitert, dass sie als internetgestützte Lernplattform auch für den Hausunterricht in Corona-Zeiten geeignet ist. Die Rechnerwolke „Scoolio Web“ unterstützt demnach beispielsweise getrennte virtuelle Klassenzimmer, über die Lehrer und Schüler Lerninhalte, Projektarbeiten und Hausaufgaben teilen sowie Direktoren ihre Schulnachrichten verbreiten können – gestaffelt nach einzelnen Klassen, Fächern, Kursen, Arbeitsgemeinschaften und Projekten.

Blick auf das HZDR im Wald bei Rossendorf. Foto: Oliver Killig, HZDR

Helmholtz-Azubis aus Dresden ausgezeichnet

Biolaborantin Riedel und Physiklaborant Leon sind die besten Lehrlinge ihres Fachs deutschlandweit Dresden, 15. Dezember 2020. Die Biolaborantin Annegret Riedel und der Physiklaborant Robin Leon vom Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) haben mit 98 beziehungsweise 99 von 100 möglichen Punkten derart gute Facharbeiter-Prüfungen absolviert, dass sie nun als „berufsbeste Auszubildenden ihres Fachs in der gesamten Bundesrepublik“ ausgezeichnet worden sind. Das teilte das HZDR mit, das gleichzeitig zum 21. Mal hintereinander den Titel „Ausgezeichneter Ausbildungsbetrieb“ errungen hat.

Will als Superlehrerin reüssieren, doch schon nach einem Jahr an der "Grundschule der Grauen" ist sie völlig desillisioniert und wirft die Aufgabe hin: Unter dem Pseudonym "Katha Strofe" berichtet eine junge Pädagogin über den krassen Alltag an einer Grundschule in einem Berliner Brennpunktviertel. Grafik: AdobeStock_210688107, Elena, aus: "Leaks aus dem Klassenzimmer"

„Leaks aus dem Lehrerzimmer“: eine Insiderin packt aus

Lehrerin veröffentlicht Erlebnisbuch über Personalmangel, kulturelle Gräben und Respektlosigkeit in „Grundschule des Grauens“ in Berlin Wieviel im deutschen Schulsystem schief gehen kann, wenn sich überfrachtete Bildungsziele, Personalmangel und kulturelle Gräben kreuzen, hat eine junge Lehrerin laut eigenem Bekunden an einer „Grundschule des Grauens“ in Berlin erlebt. Veröffentlicht hat sie ihre „Leaks aus dem Lehrerzimmer“ nun unter dem bezeichnenden Alias-Namen Katha Strofe.

Prof. Ursula M. Staudinger ist ab 18. August 2020 Rektorin der TU Dresden. Foto: Robert Lohse für die TUD

TU Dresden soll diverser und globaler werden

Neue Rektorin will Uni attraktiver machen – und sie als gesellschaftlichen Akteur stärken Dresden, 17. August 2020. Die neue Rektorin Ursula M. Staudinger will die Exzellenz-Forschung an der TU Dresden ausbauen, die Universität für neue Gruppen von Studenten und Studentinnen attraktiver machen und für eine vielfältigere („diverse“) und fachübergreifende Unikultur sorgen. Sie soll sich zu einer „globalen Universität für das 21. Jahrhundert“ entwickeln. Das hat Professorin Ursula M. Staudinger einen Tag vor ihrem Amtsantritt angekündigt.

Blick in einen der Aufenthalts-Räumeder neuen Zentralbibliothek im Kulturpalast Dresden. Foto: Heiko Weckbrodt

Ankerplätze für digitale Nomaden

Schmökern, surfen und hightechbasteln bis in die Nacht: Die Stadtteil-Bibliotheken in Dresden transformieren sich. Dresden, 29. Juni 2020. Eine „Bibliothek der Wissenschaft“, die die Exzellenz-Uni Dresden flankiert, ein neues Kinderliteraturfestival, der Umzug der Bibliothek Strehlen in ein anderes Viertel und „Machertage“ in allen Stadtteilbibliotheken – das sind einige der Projekte, die Direktor Arend Flemming und seine Mitstreiter in den nächsten Fünfjahrplan der städtischen Bibliotheken geschrieben haben. Er sei sich der angespannten Haushaltslage in der Stadt bewusst, betonte Flemming, als er den Bibliotheksentwicklungsplan 2020-25“ jüngst im Stadtbezirks-Beirat Loschwitz vorstellte. „Die Politiker müssen sich eben entscheiden: Dafür wollen wir Geld ausgeben oder das wollen wir nicht.“