Alle Artikel in: Bildung

Das Exzellenzcluster Ceti an der TU Dresden widmet sich dem intuitiven Miteinander von Mensch und Maschine. Foto: CeTI_Technisches-Design TU-Dresden.

Exzellenzforscher gehen mit Robotern und KI in die Schulen

Ceti Dresden will Jugendlichen die wundervolle Welt der Ingenieure und Naturforscher nahebringen Dresden, 9. Juni 2021. Um Mädchen und Jungen beizeiten an die wunderbare Welt der Natur- und Ingenieurwissenschaften heranzuführen, haben sich die Forscherinnen und Forscher vom Dresdner Exzellenzzentrum „Ceti“ eigene Unterrichtsstunden in Robotik und „Künstlicher Intelligenz“ (KI) ausgedacht. Damit gehen sie nun in die Schulen, teilt die TU Dresden mit.

Der siebenjährige Julius Jockwitz hat sich aus der "Bibliothek der Dinge" in Dresden eine Gitarre geliehen. Foto: Städtische Bibliotheken Dresden

Dresden richtet „Bibliothek der Dinge“ ein

Von Akkuschrauber bis Zauberwürfel: Biblliothekare verleihen nun auch allerlei Dinge zum Ausleihen und Teilen Dresden, 17. Mai 2021. Die Städtischen Bibliotheken Dresden forcieren unter ihrer neuen kommissarischen Direktorin Marit Kunis-Michel die Transformation hin zu einem „dritten Ort“ des 21. Jahrhunderts. Als Reflex auf das „Internet der Dinge“, aber auch auf Carsharing-Angebote, geteilte Großraumbüros („Coworking Spaces”), gemeinsame Hightech-Bastelstuben („Maker Spaces”) und andere Phänomene der kollaborativen Wirtschaft des Teilens richten sie nun eine „Bibliothek der Dinge“ in Dresden ein.

Die Plattform "Scoolio Web" soll den Hausunterricht ("Home Schooling") in Corona-Zeiten erleichtern. Foto: Scoolio

Zocken statt lernen: Kinder im Corona-Ausnahmezustand

Schüler verbrachten im 2. Einschluss nur 4,3 Stunden am Tag mit Hausaufgaben München, 20. April 2021. Während des zweiten Corona-Einschlusses („Lockdown“) haben die deutschen Schulkinder im Schnitt 4,6 Stunden am Tag mit Fernsehen, Computerspielen und Handys verbracht, aber nur 4,3 Stunden mit schulischen Aufgaben. Das hat das Ifo-Wirtschaftsforschungsinstitut „Ifo“ aus München durch Umfragen unter 2122 Eltern ermittelt. Demnach lernten die Kinder zwar durchschnittlich eine Dreiviertelstunde länger als während der ersten Corona-Schulschließungswelle – aber eben rund drei Stunden weniger als an einem üblichen Schultag vor der Pandemie.

Cobotics: Mensch und Maschine sollen künftig enger zusammenarbeiten, auch ohne Schutzzäune. Foto: Kuka

Sachsen will sich mit Digitalschwung der Corona-Zeit an die Spitze katapultieren

Damit der Boom nicht erstickt, braucht das Land aber doppelt soviele Informatik-Studenten und mehr zukunftsweisende Studienfächer, fordern die Digitalverbände Dresden, 27. Januar 2021. Sachsens Digitalverbände haben sich einer Forderung der sächsischen Informatik-Dekane angeschlossen, im Freistaat künftig doppelt so viele Studenten und Studentinnen in Informatik und anderen Digitalfächern auszubilden wie bisher. Auch wünschen sich die Hightech-Verbände neue, zukunftsweisende Studienfächer, eine stärkere Öffnung für Studierende und Fachkräfte aus dem Ausland, mehr Digitalausbildung für Lehrer und einen besseren Transfer von Forschungsergebnissen in die Wirtschaft. Das geht aus einem Positionspapier „Sachsens Weg zum Vorreiter bei der Digitalisierung“ hervor, das „Silicon Saxony“, „Bitkom“, „IT-Bündnis Chemnitz“, „IT-Cluster Mitteldeutschland“ und weitere Verbände heute vorgestellt haben. „Wir sollten jetzt den Schwung nutzen, den die Corona-Pandemie in die Digitalisierung in Sachsen gebracht hat“, sagte „Silicon Saxony“-Vorstand Dirk Röhrborn.

Die Plattform "Scoolio Web" soll den Hausunterricht ("Home Schooling") in Corona-Zeiten erleichtern. Foto: Scoolio

Scoolio Dresden startet Fernunterrichts-Plattform für 2. Corona-Welle

Einstige Wochenplan-App zur Rechnerwolke für den Hausunterricht ausgebaut Dresden, 11. Januar 2021. Die Dresdner Software-Schmiede „Scoolio“ hat ihre gleichnamige Unterrichtsplaner-App laut eigenen Angaben jetzt so erweitert, dass sie als internetgestützte Lernplattform auch für den Hausunterricht in Corona-Zeiten geeignet ist. Die Rechnerwolke „Scoolio Web“ unterstützt demnach beispielsweise getrennte virtuelle Klassenzimmer, über die Lehrer und Schüler Lerninhalte, Projektarbeiten und Hausaufgaben teilen sowie Direktoren ihre Schulnachrichten verbreiten können – gestaffelt nach einzelnen Klassen, Fächern, Kursen, Arbeitsgemeinschaften und Projekten.

Blick auf das HZDR im Wald bei Rossendorf. Foto: Oliver Killig, HZDR

Helmholtz-Azubis aus Dresden ausgezeichnet

Biolaborantin Riedel und Physiklaborant Leon sind die besten Lehrlinge ihres Fachs deutschlandweit Dresden, 15. Dezember 2020. Die Biolaborantin Annegret Riedel und der Physiklaborant Robin Leon vom Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) haben mit 98 beziehungsweise 99 von 100 möglichen Punkten derart gute Facharbeiter-Prüfungen absolviert, dass sie nun als „berufsbeste Auszubildenden ihres Fachs in der gesamten Bundesrepublik“ ausgezeichnet worden sind. Das teilte das HZDR mit, das gleichzeitig zum 21. Mal hintereinander den Titel „Ausgezeichneter Ausbildungsbetrieb“ errungen hat.

Will als Superlehrerin reüssieren, doch schon nach einem Jahr an der "Grundschule der Grauen" ist sie völlig desillisioniert und wirft die Aufgabe hin: Unter dem Pseudonym "Katha Strofe" berichtet eine junge Pädagogin über den krassen Alltag an einer Grundschule in einem Berliner Brennpunktviertel. Grafik: AdobeStock_210688107, Elena, aus: "Leaks aus dem Klassenzimmer"

„Leaks aus dem Lehrerzimmer“: eine Insiderin packt aus

Lehrerin veröffentlicht Erlebnisbuch über Personalmangel, kulturelle Gräben und Respektlosigkeit in „Grundschule des Grauens“ in Berlin Wieviel im deutschen Schulsystem schief gehen kann, wenn sich überfrachtete Bildungsziele, Personalmangel und kulturelle Gräben kreuzen, hat eine junge Lehrerin laut eigenem Bekunden an einer „Grundschule des Grauens“ in Berlin erlebt. Veröffentlicht hat sie ihre „Leaks aus dem Lehrerzimmer“ nun unter dem bezeichnenden Alias-Namen Katha Strofe.

Prof. Ursula M. Staudinger ist ab 18. August 2020 Rektorin der TU Dresden. Foto: Robert Lohse für die TUD

TU Dresden soll diverser und globaler werden

Neue Rektorin will Uni attraktiver machen – und sie als gesellschaftlichen Akteur stärken Dresden, 17. August 2020. Die neue Rektorin Ursula M. Staudinger will die Exzellenz-Forschung an der TU Dresden ausbauen, die Universität für neue Gruppen von Studenten und Studentinnen attraktiver machen und für eine vielfältigere („diverse“) und fachübergreifende Unikultur sorgen. Sie soll sich zu einer „globalen Universität für das 21. Jahrhundert“ entwickeln. Das hat Professorin Ursula M. Staudinger einen Tag vor ihrem Amtsantritt angekündigt.

Blick in einen der Aufenthalts-Räumeder neuen Zentralbibliothek im Kulturpalast Dresden. Foto: Heiko Weckbrodt

Ankerplätze für digitale Nomaden

Schmökern, surfen und hightechbasteln bis in die Nacht: Die Stadtteil-Bibliotheken in Dresden transformieren sich. Dresden, 29. Juni 2020. Eine „Bibliothek der Wissenschaft“, die die Exzellenz-Uni Dresden flankiert, ein neues Kinderliteraturfestival, der Umzug der Bibliothek Strehlen in ein anderes Viertel und „Machertage“ in allen Stadtteilbibliotheken – das sind einige der Projekte, die Direktor Arend Flemming und seine Mitstreiter in den nächsten Fünfjahrplan der städtischen Bibliotheken geschrieben haben. Er sei sich der angespannten Haushaltslage in der Stadt bewusst, betonte Flemming, als er den Bibliotheksentwicklungsplan 2020-25“ jüngst im Stadtbezirks-Beirat Loschwitz vorstellte. „Die Politiker müssen sich eben entscheiden: Dafür wollen wir Geld ausgeben oder das wollen wir nicht.“

Blick auf das Hörsaalzentrum und den Beyerbau-Turm der TU Dresden. Foto: Foto: TUD/Eckold

TU Dresden verbessert ihren Ruf

Uni steigt im internationalen QS-Vergleich auf Dresden, 11. Juni 2020. Die TU Dresden hat ihren internationalen Ruf weiter verbessert. In der neuen Vergleichsliste „QS World University Ranking 2021“ des britischen Dienstleisters „Quacquarelli Symonds“ (QS) verbesserte sich die Dresdner Exzellenz-Uni um zwei Plätze auf Rang 173. Das geht aus Mitteilungen von QS und der TU Dresden hervor.

Roland Schwarz, Direktor der Technischen Sammlungen Dresden. Foto: Heiko Weckbrodt

Wenn Corona den Urlaub streicht, starten die Raketen

Technische Sammlungen Dresden locken mit Quanten, Klimawandel und 5G-Debatten Dresden, 5. Juni 2020. Direktor Roland Schwarz rechnet auch nach der Corona-Zwangspause mit deutlich weniger Besuchern in den Technischen Sammlungen Dresden (TSD) als früher üblich. Er will aber mit neuen Attraktionen gegensteuern und dabei auch heiß diskutierte Themen wie Klimawandel und 5G-Angst aufgreifen.

Prof. Müller-Steinhagen freut sich auf seine neue Aufgabe als Präsident der Dresden International University. Foto: Kay Herschelmann für die DIU

TU-Rektor wird Präsident der „Dresden International University“

Müller-Steinhagen will TU und DIU enger verknüpfen Dresden, 25. Mai 2020. Nach seiner Amtszeit als Rektor der TU Dresden wird Professor Hans Müller-Steinhagen ab 1. Oktober 2020 Präsident der „Dresden International University“ (DIU). Der 66-jährige Maschinenbauer tritt an der DIU die Nachfolge von Prof. Richard H. W. Funk an. Das hat die private Hochschule heute mitgeteilt.

„Ritter der Revolution“, Arad, Rumänien, Dezember 1989, Foto: Mirko Krizanovic, F.A.Z., aus der Ausstellung "1989 Zeitenwende", SLPB

Der Umbruch 1989 im Foto-Fokus

Online-Ausstellung über die Zeitenwende im Ostblock in Aufnahmen des FAZ-Fotografen Mirko Krizanovic Dresden, 28. April 2020. Unter dem Titel „1989 Zeitenwende: Zwischen Friedlicher Revolution und Gewalt“ hat die sächsische Landeszentrale für politische Bildung (SLPB) heute in Dresden eine Fotoausstellung über die Umbrüche vor drei Jahrzehnten eröffnet – wegen der corona-Pandemie allerdings „nur“ als Internet-Schau. Die Exposition fokussiert sich darauf, wie unterschiedlich – mal gewaltlos und mal gewaltsam – der Zusammenbruch des Ostblocks und der kommunistischen Regime in der DDR, in Tschechien, Jugoslawien, Rumänien und anderen Ländern verlaufen ist. Zu sehen sind unter der Adresse slpb.de/zeitenwende insgesamt 43 zeitgenössische Aufnahmen des FAZ-Fotografen Mirko Krizanovic, die die Momente dieser Zeitenwende dokumentieren. Die Texte dazu hat der Dresdner Historiker Tim Buchen verfasst.