Alle Artikel in: News

Menschen mit Riechstörungen sollen mit nanotechnologischer Hilfe wieder Rosenduft und anderes riechen lernen. Foto: Stephan Wiegand ​für die Hochschulmedizin Dresden

Sensoren sollen Corona-Kranken das Riechen zurückgeben

Uniklinik Dresden an Konsortium „Rose“ beteiligt Lyon/Dresden, 6. Dezember 2021. Damit Corona-Kranke wieder riechen können, haben Forscher aus Lyon, Dresden und weiteren europäischen Standorten das Konsortium „Rose“ gebildet. Gemeinsam wollen sie diesen und anderen Menschen ihren Geruchssinn mit technologisch-biologischen Mittel zurückgeben. Dafür setzen sie auf winzig kleine Sensoren, die sie in die Schleimhäute der Kranken implantieren wollen.

Immer mehr Deutsche digitalisieren ihre Papierunterlagen. Foto (bearbeitet): Heiko Weckbrodt

Mehrheit will elektronische Patientenakte nutzen

Aber nur verschwindende Minderheit nutzt sie tatsächlich Berlin, 6. Dezember 2021. 76 Prozent der Deutschen würden die elektronische Patientenakte (ePa) gerne nutzen, doch nur eine verschwindet kleine Minderheit von 0,5 Prozent verwendet sie tatsächlich. Das geht aus einer telefonischen Umfrage von „Bitkom Research“ unter 1003 Menschen in der Bundesrepublik hervor.

Prof. Yana Vaynzof. Foto: privat

Gesalzene Perowskit-Solarzellen mit mehr Stromausbeute

Forscherinnen aus Dresden und Pavia treiben invertierte Zellen bis auf 23,7 Prozent Wirkungsgrad hoch Dresden/Pavia, 3. Dezember 2021. Um die Ausbeute künftiger Photovoltaikanlagen zu verbessern, haben die italienische Uni Pavia und das Zentrum für fortgeschrittene Elektronik Dresden (Cfaed) den Wirkungsgrad von Perowskit-Solarzellen in invertierter Architektur durch die Beigabe organischer Salze von unter 23 auf nun 23,7 Prozent erhöht. Das geht aus einer Mitteilung der TU Dresden hervor.

Die Forscher prüfen in der Papiertechnischen Stiftung das Titanpapier für die Elektrolyseur-Stromverteiler. Bildschirmfoto aus: IGF-Nominierungsvideo

Sachsen backen Stromverteiler für Wasserstoff-Fabriken aus Titanpapier

Mit Guericke-Preis ausgezeichnet: Innovation soll Elektrolyseure billiger und effizienter machen Dresden/Magdeburg/Heidenau/Duisburg, 2. Dezember 2021. Neue Stromverteiler aus Titanpapier könnten Elektrolyseure künftig billiger machen und ihre Wasserstoff-Ausbeute verbessern. Möglich wird dies durch eine Innovation von Sachsen und Nordrhein-Westfalen (NRW), dank der sich solche Stromverteiler nun viel einfacher als bisher auf Papiermaschinen herstellen lassen. Dafür hat die „Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen (AiF) aus Magdeburg nun den diesjährigen „Otto von Guericke“-Preis an ein interdisziplinäres Team vergeben, an dem die „Papiertechnische Stiftung“ (PTS) Heidenau, das Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung Dresden (Ifam-DD) und das Zentrum für Brennstoffzellen-Technik (ZBT) Duisburg vertreten waren.

Dr. Adams durchleuchtet in Dresden Zellen mit Nacktscannern

Neue Forschungsgruppe sucht mit Terahertz-Strahlen nach Konnex zwischen Nervenkrankheiten und membranlosen Kondensaten Dresden/Bochum, 1. Dezember 2021. Die Chemikerin Dr. Ellen Adams ist von der Ruhr-Universität Bochum an die TU Dresden gewechselt, um hier mit Terahertz-Strahlen die physikalischen Vorgänge in biologischen Zellen zu durchleuchten. Sie baut dafür eine neue „Forschungsgruppe für Physikalische Chemie Biomolekularer Kondensate“ auf, die vom Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) und vom Exzellenzzentrum für die „Physik des Lebens“ (PoL) zusammen unterstützt wird. Das geht aus einer gemeinsamen Mitteilung des HZDR und der TU Dresden hervor.

Glasfaser bis zum "letzten Meter" gelten als Schlüssel für Tempo 100 Mbs+. Abb.: Dt. Telekom

Telekom baut Netz in Dresden auf Tempo 250 aus

Bisher insgesamt 234.000 Haushalte ertüchtigt Dresden, 1. Dezember 2021. Die „Deutsche Telekom“ hat ihr Glasfasernetz in Dresden so ausgebaut, dass nun rund 234.000 Haushalte mit Ladegeschwindigkeiten bis zu 250 Megabit je Sekunde im Internet surfen können. Zuletzt hatte das Unternehmen noch einmal etwa 2700 Haushalte in den Dresdner Ortsteilen Cossebaude, Gohlis, Oberwartha, Weißig und Weixdorf für diese Übertragungstechnik ertüchtigt. Das hat die Telekom heute mitgeteilt.

Robotergeführter Inkjet-Druck einer Heizleiterstruktur für eine beheizbare Sitzschale: Versuchsstand am Fraunhofer ENAS mit Roboter Yaskawa GP8 (links); Nahansicht des Druckvorgangs auf der Sitzfläche der Kunststoffsitzschale (Mitte); Rückansicht der fertigen beheizbaren Sitzschale (rechts). Fotos: Fraunhofer Enas

Roboter druckt elektrische Sitzheizung auf den Stuhl

Fraunhofer und Uni Chemnitz erproben robotergestützten Elektronikdruck auf gewölbten Flächen Chemnitz, 1. Dezember 2021. Statt Drehstühle, Autos und andere kompliziert geformte Dinge nur zu lackieren, sollen Roboter künftig auch elektrische und elektronische Strukturen auf die gewölbte Bauteile drucken. Bei entsprechenden Versuchen von Fraunhofer und der TU Chemnitz (TUC) gelang es einem Roboter, beispielhaft eine Sitzheizung und eine Antenne auf einen geschwungenen Bürostuhl zu drucken. Das geht aus Mitteilungen des Fraunhofer-Instituts für Elektronische Nanosysteme (Enas) in Chemnitz und der Chemnitzer Uni hervor.

Das Dresdner Keramikinstitut (IKTS von Fraunhofer erforscht an seinem neuen Standort in Freiberg effiziente Recyclingprozesse für kritische Batterierohstoffe. Zukünftig wollen die Ingenieurinnen und Ingenieure Batteriepulver mit hoher Reinheit zurückgewinnen und für die Herstellung neuer Batterien nutzbar machen. Foto. Fraunhofer IKTS

Neues Labor in Freiberg schürft Daten beim Akku-Recycling

Tuning-KI soll Wiederverwertung auf mehr Effizienz trimmen Freiberg, 30. November 2021. Mit dem „Data Mining Lab Freiberg“ entsteht in Sachsen ein neues Technikum für die Wiederverwertung von Akkumulatoren. Dort sollen „Künstliche Intelligenzen“ (KI) Daten aus der gesamten Recycling-Prozesskette sammeln und letztere damit auf mehr Effizienz trimmen. Das geht aus Mitteilungen des Bundesforschungsministeriums und der federführenden Bergakademie Freiberg hervor.

Speziell gesichertes Cloud-Rechenzentrum der T-Systems. Foto: Telekom

Nahe Rechnerwolken am beliebtesten

Comarch rechnet aber mit einer gewissen Verschiebung des Cloud-Geschäfts gen Asien München, 29. November 2021. Die meisten europäischen Unternehmen, die ihre elektronische Datenverarbeitung (EDV) an Externe auslagern, bevorzugen dafür Dienstleister im eigenen Land. Das hat eine Umfrage des polnischen Unternehmens „Comarch“ ergeben, das selbst solche Auftrags-Rechenzentren betreibt. Dies trifft demnach auf 35 Prozent der befragten Unternehmen zu. Jeweils rund 18 Prozent setzen auf Nachbarländer oder auf das außereuropäische Ausland. Knapp 29 Prozent nutzen eine Standort-Kombination.

Silizium-Leistunstransistoren aus dem VEB Mikroelektronik "Karl Liebknecht" Stahnsdorf. Foto: Drahtlos, Wikipedia, CC4-Lizenz, https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.en

Stahnsdorf: Die vergessene Leistungselektronik-Schmiede der DDR

Noch vor dem AME Dresden entstand 1960 ein Halbleiter-Forschungsinstitut bei Berlin Stahnsdorf/Dresden, 28. November 2021. Kommt heute die Rede auf die Anfänge der ostdeutschen Mikroelektronik, dann wird meist vor allem an Professor Werner Hartmann erinnert, der 1961 in Dresden die „Arbeitsstelle für Molekularelektronik“ gründete, aus der später die Chipschmiede ZMD hervorging. Bevor die sächsischen Ingenieure die ersten „Integrierten Schaltkreise“ der DDR entwarfen, gab es allerdings auch schon andere Elektronikproduzenten im Land – nur dass die eben einzelne Bauelemente und noch keine kompletten Chips herstellen konnten. Einer dieser inzwischen fast vergessenen Betriebe war das Halbleiterwerk Stahnsdorf bei Berlin, das sich vor allem auf Leistungselektronik für die ostdeutsche Industrie spezialisierte.

So etwa kann ein "Digitaler Zwilling" für ein Flugzeug im Supercomputer aussehen. Abb.: DLR, CC3-Lizenz

Baustart für DLR-Softwareinstitut in Dresden

Forschungseinrichtung bekommt nach Zwischenlösungen nun ein eigenes Domizil auf dem Uni-Campus Dresden, 27. November 2021. Das DLR-Institut für Softwaremethoden zur Produkt-Virtualisierung bekommt in Dresden einen Neubau. Baustart ist am 30. November 2021 neben der Informatik-Fakultät der TU Dresden. Das geht aus einer Ankündigung der sächsischen Landesregierung hervor.

Wer die Datenbrille aufsetzt, kann sowohl seine reale Umgebung wie auch computergenerierte Welten sehen. Foto: Fraunhofer FEP Dresden

Steiler Weg in Zuckerbergs Metaversum

IDTechEx: Heutige Hardware ist noch weit weg von einer überzeugenden Verschmelzung von realer und virtueller Welt Cambridge, 26. November 2021. Bis uns Meta-Chef Mark Zuckerberg alle in sein Metaversum integrieren kann, das reale und virtuelle Welt verschmilzt, sind noch erhebliche technische Hürden zu überwinden. Das hat das britische Marktforschungs-Unternehmen „IDTechEx“ aus Cambridge eingeschätzt.