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Nanomaterial und Karbonbeton: Dresden feilt an zwei weiteren Exzellenzzentren

Forscher hoffen auf Förderung in Millionenhöhe Dresden, 22. Februar 2019. Die Technische Universität Dresden (TUD) und der Freistaat Sachsen wollen weitere Exzellenz-Zentren aufbauen und halten, die keine Exzellenz-Fördermittelzuschläge vom Bund bekommen haben. Das hat TUD-Rektor Prof. Hans Müller-Steinhagen angekündigt. Insbesondere seien die Finanzierung für ein neues „Zentrum für Materiomik Dresden“ (DCM) und ein Karbonbeton- und Leichtbau-Zentrum in Sicht. Für das „Center for Advancing Electronics Dresden – Stufe II“ (Cfaed 2), das ebenfalls überraschend keinen Zuschlag bekommen hatte, wie auch für das CRTD (Center für Regenerative Therapies) hatten Freistaat und Uni bereits im Herbst 2018 Lösungen angekündigt.

Ein Produkt unter vielen Rechnern mit ganz unterschiedlichen Architekturen: Hier der PC K8915 von Robotron mit externen Disk-Laufwerken. Foto. Heiko Weckbrodt

Krolikowski wollte Robotron im Königsschloss

Vom Hochtechnologie-Dreieck der DDR bis zum „Silicon Saxony“ Dresden, 21. Februar 2019. Die ostdeutsche Wirtschaftsführung hatte im Süden der DDR ab Ende der 1960er Jahre ein Hochtechnologie-Dreieck geschaffen, das bis heute nachwirkt. Das hat Rechentechnik-Kustos Dr. Ralf Pulla von den Technischen Sammlungen Dresden (TSD) beim Lingnerpodium „50 Jahre Robotron“ in Dresden eingeschätzt. In diesem Dreieck stellte Carl Zeiss Jena die anspruchsvollen Anlagen für die Chipproduktion her. Das Kombinat Mikroelektronik mit Hauptsitz in Erfurt und dem Entwicklungszentrum ZMD in Dresden entwickelte und stellte die Prozessoren und Speicherchips her. Und das Kombinat Robotron konstruierte daraus die Computer, die zumindest im Ostblock reißenden Absatz fanden. „Der Umstand, dass wesentliche Teile dieses Dreiecks im Raum Dresden konzentriert waren, spielte später eine wichtige Rolle dafür, dass sich hier das heutige Silicon Saxony entwickeln konnte“, meint Dr. Pulla.

Katharina Salomo und Autor Jens-Uwe Sommerschuh in der Indie-Buchhandlung "Shakespeares Enkel" in Dresden-Pieschen. Foto: Heiko Weckbrodt

Sachsens Kleinverlage bauen eigene Vertriebskanäle aus

Dresdner Indie-Allianz „Shakespeares Enkel“ um Katharina Salomo wächst Dresden, 20. Februar 2019. Rund 50 Kleinverlage aus Sachsen und anderen teilen Deutschlands wollen sich von großen Vertriebsketten und Konzernen wie Amazon unabhängiger machen. Sie bauen daher eigene Vertriebskanäle für ihre Bücher auf und aus. Dafür wollen sie die Aktivitäten der genossenschaftlichen Buchhandlung „Shakespeares Enkel“, die 33 von ihnen im August 2018 gegründet hatten, ausweiten. Das hat die Dresdner Verlegerin Katharina Salomo angekündigt, die zu den Initiatorinnen des Projektes gehört.

Neue Kuka-Roboter und andere Ausrüstungen für Zwickau: Volkswagen investiert ingesamt 1,2 Milliarden Euro, um sein Werk in Zwickau auf Elektroauto-Produktion umzurüsten. Foto: Volkswagen

Autos bleiben Exportschlager von Deutschland

Besonders gen USA starke Überschüsse Wiesbaden, 20. Februar 2019. Automobile sind seit einer Dekade das wichtigste Exportgut von Deutschland. Das geht aus einer Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) in Wiesbaden hervor. Besonders gen Nordamerika erwirtschaft die Bundesrepublik damit deutliche Überschüsse: In die USA exportiert Deutschland fünfmal so viele Autos wie sie von dort importiert.

Wie stark verändert Künstliche Intelligenz unseren Planeten?. Foto: geralt, Pixabay.com, Lizenz: CC0

Deutsche wollen Chef durch KI ersetzen

Umfrage: 30 Prozent würden lieber unter Künstlicher Intelligenz dienen Berlin, 19. Februar 2019. Viele reden derzeit von „Künstlicher Intelligenz“ (KI) – und die deutschen Arbeitnehmer haben auch schon eine Ahnung, wofür diese Computer-Technologie am besten einzusetzen wäre: 30 Prozent der Berufstätigen würden ihren Chef durch eine KI ersetzen. Das hat eine Umfrage von „Bitkom Research“ im Auftrag des deutschen Digitalwirtschafts-Verbandes „Bitkom“ aus Berlin ergeben. Bitkom: Das wird noch eine Weile dauern Bitkom-Präsident Achim Berg bremste allerdings zu hochgesteckte Erwartungen: „Künstliche Intelligenz wird in absehbarer Zukunft in den allermeisten Fällen weder Vorgesetzten noch Mitarbeitern die Arbeit komplett abnehmen, sondern sie bei ihrer Tätigkeit unterstützen“, schätzte er ein. „Wer hofft, seinen Chef auf diesem Weg loszuwerden, wird sich noch etwas gedulden müssen.“ Und: „Schon heute erhalten Techniker Hinweise auf die wahrscheinlichste Fehlerursache oder Ärzte Hilfe bei der Auswertung von Röntgenbildern. KI wird in Zukunft auch Hilfe bei weitreichenden Managemententscheidungen geben – diese aber nicht selbsttätig treffen.“ KI zur Querschnittstechnologie aufgestiegen – auch Sachsen will mitmischen Die KI wird derzeit von vielen Wirtschaftsvertretern und –politikern als besonders wichtige …

Phan Thanh zeigt, wie in den Steinvasen Fischsoße entsteht. Foto: Heiko Weckbrodt

Etwas Fischsoße aufs Steak?

In Phan Thiet in Südvietnam brauen über 100 Kleinstmanufakturen eine lokale Spezialität mit ganz eigenem Odeur Phan Thiet, 19. Februar 2019. Das Thermometer ist über die 30-Grad-Marke gestiegen, wie fast immer im Süden von Vietnam, wenn nicht gerade Regenzeit ist. Da hilft auch das lauwarme Zuckerwasser nicht wirklich, das Herr Phan mit freundlichem Lächeln dem Besucher kredenzt. Zur brütenden Mittagshitze gesellt sich der seltsame Geruch, der um sein Haus wabert. Ein Odeur, das für europäische Nasen schwer einzustufen ist: schwer, süßlich, betäubend. Der Geruch kommt aus den steinernen Vasen, die aufgeblasenen antiken Amphoren ähneln und schachbrettartig fast den ganzen Hof einnehmen. Der 51-Jährige hebt einen Deckel. Wie dunkles Maschinenöl sieht die Brühe aus, die darunter zum Vorschein kommt. Sie soll aber keine Maschinen schmieren, sondern vietnamesische Gerichte verfeinern: Phan Thanh stellt hier seine berühmte Fischsoße her.

Schön einmummeln: Smartphones mögen die Winterkälte überhaupt nicht. Foto: Heiko Weckbrodt

Forscher analysieren Tricks von Kardashian, Musk & Co.

Analyse: Beeinflusser mischen fein dosiert Privates und ihre Werbebotschaften Berlin, 19. Februar 2019. Sogenannte „Influencer“ können mehr Anhänger gewinnen und mehr Menschen beeinflussen, wenn diese „Social Media“-Stars ihre Werbebotschaften fein dosiert verbreiten und mit Details aus ihrem Privatleben vermischen. Besonders gut funktioniert dies, wenn sie sich mit anderen Beeinflussern zusammentun und gegenseitig auf ihre Beiträge auf Facebook. Instagram & Co. aufmerksam machen. Das geht aus einer Untersuchung von Prof. Julian Kawohl von der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin, dem Betriebswirt Florian Lieke und dem Agenturgründer Sven Wedig hervor.

Quelle: Destatis

China bleibt Deutschlands wichtigster Handelspartner

Wiesbaden, 18. Februar 2019. Deutschland treibt den meisten Handel mit China: Die Bundesrepublik exportierte im Jahr 2018 Waren und Dienstleistungen im Wert von 93 Milliarden Euro ins Reich der Mitte und importierte von dort Waren und Dienstleistungen für 106 Milliarden Euro. Das geht aus einer aktuellen Auswertung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) aus Wiesbaden hervor.

Außenaufnahme der VW-Manufaktur Dresden. Hier hat am 1. März 2018 ein Schülerlabor mit dem Schwerpunkt Elektromobilität auf dem "Future Mobility Campus" eröffnet. Foto: Heiko Weckbrodt

VW-Inkubator Dresden brütet wieder

Junge Firmen mit Mobilitäts-Innovationen gefragt Dresden, 17. Februar 2019. Volkswagen sucht erneut junge internationale Firmen, die ihre Mobilitäts-Innovationen im Inkubator Dresden marktreif ausbrüten wollen. Bewerbungsschluss ist der 22. März 2019, die Gläserne VW-Manufaktur Dresden startet das Brutprogramm mit den beteiligten Start-ups dann offiziell im Mai. Das hat der Autokonzern angekündigt.

Aluminium-Recycling-Anlage von Pyral Freiberg. Foto: Pyral AG

Sachsen wollen Alu den Stromhunger austreiben

Recycling-Verfahren von Pyral Freiberg soll künftig auch in China, Indien und arabien Energie sparen Freiberg/Mittweida, 14. Februar 2019. Das Freiberger Unternehmen Pyral hat ein Verfahren entwickelt, dass laut eigenen Angaben Alu besonders energieeffizient zurückgewinnen kann. In Deutschland setzen die Sachsen diese Methode bereits ein, um das begehrte Leichtbau-Metall aus leeren Bierbüchsen und anderem Abfall zu recyceln. Auch in die USA haben sie eine Anlage verkauft. Nun wollen sie diese Technologie auch den Chinesen, Indern und Arabern schmackhaft machen.

Anke Lemke von der Dresdner OLED-Firma Novaled probiert die sehende Organikleuchtwand in den Technischen Sammlungen Dresden aus: Lichtsensoren erfassen ihre Bewegungen und übersetzen sie in die leuchtenden Quadratkonturen der Organikkacheln. Foto: Heiko Weckbrodt

Organikelektronik statt Brötchen

Samsung-Tochter Novaled Dresden bezieht im März 2019 ehemalige sächsische Heeresbäckerei Dresden, 12. Februar 2019. Das Organikelektronik-Unternehmen Novaled Dresden zieht Mitte März 2019 in die ehemalige sächsische Heeresbäckerei an der Elisabeth-Boer-Straße um. Das hat die Samsung-Tochter nun angekündigt.

Künstliche Intelligenz (KI) gilt inzwischen als zentrale Schlüsseltechnologie des Digital-Zeitalters. Die Deutschen sehen die KI-technologie aber eher skeptisch und risikobehaftet. Foto: Geralt. Pixabay, CC0-Lizenz

KI: „Chancen für völlig neue Anwendungen“

Künstliche Intelligenz: Zentrale Querschnittstechnologie im Digitalzeitalter Dresden, 11. Februar 2019. Künstliche Intelligenz (KI) steckt zwar immer noch in den Kinderschuhen. Dennoch schickt sie sich bereits an, alle Sektoren der Wirtschaft und schließlich auch der Gesellschaft zu durchdringen: Sie steuert automatische Autos und entwirft komplexe Schaltungen, die kein einzelner Mensch mehr überblicken könnte. Sie analysiert Milliarden Suchanfragen im Internet oder erkennt bei der Grenzkontrolle Fluggäste mit falschen Pässen. Manchmal hockt sie auch im Kühlschrank und unterbreitet Rezeptvorschläge. Oder sie plaudert als „Alexa“ & Co. mit Menschen und hilft als Hörgerät-KI beispielsweise Schwerhörigen, akustische Lebensqualität zurückzugewinnen.

Hier gilt es, Stahlkugeln wie Gedanken mittels Magneten von oben durch ein Labyrinth zu buchsieren, das dem Neuronennetz in einem Gehirn nachempfunden ist. Foto: Heiko Weckbrodt

Fraunhofer forscht an neuromorphen Speichern

Im europäischen Projekt „TEMPO“ wollen das IPMS und zahlreiche weitere Partner neuartige Hardware entwickeln, die sich konzeptionell an das menschliche Gehirn anlehnt Dresden, 8. Februar 2018. Um die besonderen Fähigkeiten des menschlichen Gehirns künstlich nachzubilden, sind mehrere Wege denkbar. Einige davon wollen Forscher und Industrie-Ingenieure im Projekt „Technology & hardware for nEuromorphic coMPuting“ (TEMPO) ausloten, in dem sächsische Partner stark vertreten sind. Im Kern geht es darum, neuartige Computer-Hardware zu entwickeln, die sich eng an die Nervenzellen-Netzwerke des Hirns anlehnt.

Wie stark verändert Künstliche Intelligenz unseren Planeten?. Foto: geralt, Pixabay.com, Lizenz: CC0

KI revolutioniert Gesellschaft so stark wie einst die Elektrifizierung

Interview mit Christian Kulick von der Geschäftsleitung des Digitalverbandes „Bitkom“ in Berlin Welche besondere Rolle wird Künstliche Intelligenz (KI) als Technologie für die Gesellschaft sowie speziell für die Wirtschaft in naher Zukunft spielen? Christian Kulick: Künstliche Intelligenz steht vor dem Durchbruch. Schon in wenigen Jahren wird sich die Technologie in nahezu jedem Produkt und in nahezu jeder Dienstleistung wiederfinden. Die damit verbundenen Chancen für unsere Gesellschaft und unsere Wirtschaft sind riesig. KI ist eine der wichtigsten aktuellen Technologien mit der größten Hebelwirkung auf eine Vielzahl anderer Anwendungen, Technologien und Branchen. Die anstehenden Veränderungen lassen sich allenfalls mit historischen Weichenstellungen wie etwa der Elektrifizierung oder der Verbreitung des Verbrennungsmotors vergleichen. Wo steht Deutschland es in diesem Technologiesektor im internationalen Wettbewerb und woran mangelt es Deutschland noch? Christian Kulick: Europa und ganz besonders Deutschland waren in den vergangenen Jahrzehnten in der KI-Entwicklung weltweit in der Spitzengruppe. Nun geben Länder wie die USA und China das Tempo vor. Die EU-Kommission hat nicht zuletzt deshalb Ende April Pläne zur Förderung von Künstlicher Intelligenz vorgestellt. Die Bundesregierung hat vor der …