Alle Artikel in: News

Fingerabdrucksensor im Internet der Dinge. Montage/Foto: Heiko Weckbrodt

Telefonchips fürs Internet der Dinge

Telekom und Commsolid Dresden entwickeln gemeinsam „nuSIMs“ Dresden/Bonn, 4. Februar 2019. Die Telekom entwickelt gemeinsam mit der Dresdner Halbleiterdesign-Firma „Commsolid“ und weiteren Industriepartnern für das „Internet der Dinge“ (IoT) neuartige SIM-Telefonmodule, die nicht mehr als separate SIM-Karten ausgeliefert werden, sondern direkt in Chips integriert werden. Das hat die Deutsche Telekom heute mitgeteilt.

Fog Computing könnte der nächste große Trend werden. Abb.: Pixabay.com, NeuPaddy, CC0-Lizenz

Der digitale Nebel ist bald überall

Nach dem Cloud-Boom kommt das Fog-Computing Dresden, 4. Februar 2019. Im Cloud-Markt zeichnen sich neue Trends ab – und die gehen hin zur lokalen Rechnerwolke („Edge Cloud“) und zum verteilten Rechnen („Fog Computing“). Vor allem das autonome und vernetzte Fahren, die Hochautomatisierung in den „Industrie 4.0“-Fabriken, aber auch neue Unterhaltungskonzepte für den Endverbraucher werden diese Paradigmenwechsel erzwingen, weil diese Anwendungen allesamt zeitkritisch sind. „Letztlich werden diese neuen Konzepte aber überall wichtig sein“, in allen Szenarien, die Computern rasche Entscheidungen abverlangen, ist Professor Frank H. P. Fitzek überzeugt.

Foto: NXP

Sonderförderung für die Mikroelektronik

Subventionswettlauf erschien lange zu riskant Dresden, 1. Februar 2019. Nach der Siemens-Megabit-Projekt und dem Ende der DDR mitsamt ihrem Mikroelektronik-Programm behandelten viele Politiker die Halbleiter-Industrie eher stiefmütterlich: Allzu hoch erschienen die Kosten und Risiken der Idee, in dieser kapitalintensiven Branche mit Steuergeldern eine deutsche Führungsposition erkaufen zu wollen – zudem sich schon unter Helmut Kohl und dann auch unter Angela Merkel eher wirtschaftsliberale, wettbewerbsorientierte Positionen in der Wirtschaftpolitik dominierten. KET-Revival: Rolle der Halbleiterei als Querschnitts-Technologie wiederentdeckt Nicht zuletzt auf Drängen der Sachsen, die ihren Mikroelektronik-Nukleus aus DDR-Zeiten mit Subventionen und anderen Eingriffen über die Wende hinweg erhielten und ausbauten, ist mittlerweile wieder ein Paradigmenwechsel eingetreten: Inzwischen überwiegt auch in Berlin und Brüssel wieder die Vorstellung, dass ausgewählte Schlüssel- und Querschnittstechnologien so entscheidend für die  Wettbewerbsfähigkeit der deutschen und europäischen Industrien sind, dass sie auch einer besonderen Förderung bedürfen. Dass die Mikroelektronik zu diesen besonders förderwürdigen “Key Enabling Technologies” (KET) alias Schlüsseltechnologien gehört, ist derzeit in Dresden, Berlin und Brüssel weitgehend unbestritten. Daher haben EU, die deutsche Bundesregierung und die sächsische Landesregierungen eine Reihe von Instrumenten …

Visualisierung der Boschfabrik in Dresden. Visualisierung: Bosch

Nach Bosch-Fab dreht sich IPCEI-Förderkarussell weiter

Eine Batteriezell-Fabrik in der Lausitz könnte das nächste Projekt von europäischem Rang sein Dresden/Berlin/Brüssel, 31. Januar 2019. Die neue Chipfabrik von Bosch in Dresden ist bis jetzt das einzige „Wichtige Projekt von gemeinsamem europäischen Interesse“ („Important Project of Common European Interest“ = IPCEI), für das Deutschland besondere Subventionsregeln bei der EU-Kommission beantragt hat. Viele Branchenbeobachter sind allerdings überzeugt: Weitere Anträge werden folgen.

Mit "City Trees", die feinstaub aus der Stadtluft filtern, und anderen Erfindungen aus Dresden präsentiert sich der Institutsverbund "Dresden Concept" bis Anfang Oktober in einer Freiluft-Ausstellung auf dem Neumarkt in Dresden neben der Frauenkirche. Foto: Heiko Weckbrodt

Außeruniversitäre Institute in Dresden

Dresden, 30. Januar 2019. Dass sich die TU Dresden immer erfolgreicher als Exzellenzuni im innerdeutschen Wettbewerb zu behaupten vermag, wie erst im Herbst wieder bewiesen, liegt zweifellos an eigenen Anstrengungen – aber auch an der starken Unterstützung durch die außeruniversitären Institute in Dresden. 17 solcher Einrichtungen gibt es heute in der sächsischen Landeshauptstadt, wenn man nur die größten zählt. Sie stehen für ein jährliches Forschungsvolumen von einigen Hundert Millionen Euro und für über 5200 Jobs im Raum Dresden.

Der China-Boom war 2018 der Haupt-Wachstumstreiber für die großen Foundries. Abb.: IC Insights

China gewinnt Gewicht im Chip-Foundry-Markt

Vor allem Kryptogeld-Blase hat zuletzt den China-Boom getrieben Scottsdale, 28. Januar 2019. Weil immer mehr fabriklose Hightech-Firmen in China entstehen, aber auch wegen der – inzwischen geplatzten – Kryptogeld-Blase hat das Reich der Mitte in den Jahren 2017 und 2018 für die Halbleiter-Foundries stark an Bedeutung gewonnen – sowohl als Auftraggeber, aber auch als interessanter Standort für den Bau von Chipfabriken. Das geht aus einem Bulletin der US-amerikanischen Marktforschungsfirma „IC Insights“ hervor.

Neue Kuka-Roboter und andere Ausrüstungen für Zwickau: Volkswagen investiert ingesamt 1,2 Milliarden Euro, um sein Werk in Zwickau auf Elektroauto-Produktion umzurüsten. Foto: Volkswagen

Aufbruch in elektrische Zukunft

VW Sachsen steht vor größtem Umbau seit der Wende Zwickau/Dresden, 25. Januar 2019. Das Volkswagen-Werk Zwickau hat bereits begonnen, sich von der Verbrennungstechnik auf die Elektroauto-Produktion umzustellen. Das hat Standort-Sprecher Carsten Krebs mitgeteilt. Ende 2019 wollen die Sachsen mit der Massenproduktion von Stromern der „ID“-Familie starten.

In einer kleinen Plasmakammer wollen HZDR-Forscher schwere Elementarteilchen (Hadronen wie zum Beispiel Protonen) auf Lichtgeschwindigkeit beschleunigen. Foto: André Wirsig

Penelope und Athena bringen Protonen auf Trab

Rossendorf und Hamburg entwickeln neue Beschleunigertechnologien Dresden-Rossendorf, 24. Januar 2019. Die Experimente der Rossendorfer Physiker mit kompakten Protonenkanonen auf Superlaser-Basis erwecken in der deutschen Forschungsszene wachsendes Interesse. Die Helmholtz-Gemeinschaft hat daher beschlossen, dieses Entwicklungsvorhaben in Sachsen sowie einen alternativen Beschleuniger-Ansatz am Desy-Beschleuniger bei Hamburg in das „Athena“-Projekt aufzunehmen. Darauf hat Prof- Roland Sauerbrey, der wissenschaftliche Direktor des Helmholtz-Zentrums Dresden Rossendorf (HZDR) hingewiesen. Die Helmholtz-Gemeinschaft werde das Projekt „Accelerator Technology HElmholtz iNfrAstructure” („Athena“) mit knapp 30 Millionen Euro ausstatten.

Petra Sprenger zeigt in der Dresdner Indie-Buchhandlung "Shakespeares Enkel" ihre "Opernmouth"-Bücher - hier mit den Comic-artigen Kurzlibretti zur "Zauberflöte" und "Rigoletto". Foto: Heiko Weckbrodt

Voll der Spoiler: Maus verrät, wie die Opern enden

Dresdner Grafikerin Sprenger erzählt in ihren „Opernmouth“-Büchlein die Handlung von Musikwerken einfach nach Dresden, 15. Januar 2019. Der Opernlaie mit wenig perfektem musikalischen Gehör kennt das Problem nur zu gut: Der Handlung zu folgen ist schwer, wenn man rein gar nichts von dem verstehet, was da gesungen wird – sei es nun, weil es italienisch dargeboten wird, oder das gedruckte Libretto zu langweilig geschrieben war. Abhilfe verspricht da Petra Sprenger mit ihrem kleinen Dresdner Verlag „Opernmouth“: „Meine Bücher beschreiben die Geschichte in der Oper auf besondere Weise“, sagt sie.

Terahertz-Strahlung liegt im elektromagnetischen Spektrum zwischen Mikrowellen und Infrarotstrahlung. Sie eignet sich gut, um Materialeigenschaften zu untersuchen. Das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf bietet mit der Terahertz-Quelle im Elbe-Zentrum für Hochleistungs-Strahlenquellen vielfältige Experimentiermöglichkeiten für Forscher aus aller Welt. Foto: HZDR/Frank Bierstedt

Helmholtz-Zentrum Rossendorf plant neue Großinvestition

Forscher wollen 150 Millionen Euro teuren Elektronenbeschleuniger bauen Dresden-Rossendorf, 16. Januar 2019. Noch stärker, noch brillanter – die Forscher im Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) planen eine neue Großinvestition: Sie wollen ab 2024 für rund 150 Millionen Euro einen Nachfolger für ihre inzwischen betagte Strahlungsquelle „Elbe“ bauen. Das hat HZDR-Wissenschaftsdirektor Prof. Roland Sauerbrey angekündigt.

Blick in den 300-mm-Reinraum des Fraunhofer-CNT in Dresden-Klotzsche. Die Zentrums-Leitung will nun weitere Reinraumflächen bei Infineon anmieten. Foto. Fraunhofer IPMS

Fraunhofer-CNT muss Infineon-Chipfabrik Dresden räumen

Chiphersteller braucht Reinraum selbst und hat den Nanoelektronik-Forschern den Mietvertrag gekündigt Dresden, 14. Januar 2019. Das Fraunhofer-Zentrum für Nanoelektronik-Technologien (CNT) muss die Chipfabrik von Infineon Dresden verlassen: Der Halbleiterkonzern hat dem CNT den Mietvertrag in seinem Reinraum zum 31. Januar 2021 gekündigt. Das geht aus Oiger-Informationen hervor, die beide Institutionen auf Anfrage inzwischen bestätigt haben. Hintergrund sind die gute Auftragslage und Ausbaupläne bei Infineon.

Krebspatienten profitieren in Dresden von einer hochgenauen Planung der Protonentherapie. Wissenschaftler nutzen hierfür die Vorteile einer innovativen Bildgebungsmethode. Quelle: NCT Dresden/ Philip Benjamin, OncoRay

Wenige „bösen“ Zellen reichen, damit der Krebs wuchert

Mathematiker vo HTW und TU Dresden entwickeln Modell für Frühphase von Tumoren Dresden, 13. Januar 2019. Um Krebs wirksam eindämmen und bekämpfen zu können, brauchen die Mediziner vor allem eines: Zeit. Je früher ein Tumor erkannt und behandelt wird, umso höher sind in aller Regel die Überlebenschancen für den Patienten. Mathematiker der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Dresden und der Technischen Universität Dresden (TUD) haben nun Rechenmodelle entwickelt, um die Frühphase eine Tumors beizeiten erkennen und analysieren zu können.

Blick in die Maschinenhalle des Pumpspeicherwerks Niederwartha. Seit dem Hochwasser 2002 sind nur noch 2 der 6 Aggregate verwendbar. Erhebliche Investitionen wären notwendig. Foto: Heiko Weckbrodt

„Pumpspeicherwerke sind für die Energiewende unverzichtbar“

Wind- und Solarstromverband VEE fordert Erhalt von Pumpspeicherwerk Dresden-Niederwartha Dresden, 11. Januar 2019. Für einen Erhalt des Pumpspeicherwerkes in Dresden-Niederwartha hat sich die „Vereinigung zur Förderung der Nutzung Erneuerbarer Energien“ (VEE) Sachsen in Dresden ausgesprochen. „Pumpspeicherwerke sind für die Energiewende unverzichtbar, weil sie eine sehr große Speicherkapazität mit einer Speicherdauer bis zu einer Woche flexibel bereitstellen“, betonte Bernhard Mossner vom VEE Sachsen. „So können Schwankungen der Erzeugung Erneuerbarer Energien über diesen Zeitraum, wie sie für Windenergie oft typisch ist, ausgeglichen werden… Bis die politischen Rahmenbedingungen für eine gelingende Energiewende geschaffen sind, sollte das Pumpspeicherwerk Niederwartha im jetzigen Zustand betriebsbereit gehalten werden.“

Ein Frettchen. Foto: Gilowyn, Wikipedia, CC3-Lizenz

Gehirn-Upgrade für Frettchen

Dresdner Genetiker vergrößern mit Menschen-Gen den Neokortex der kleinen Jäger Dresden, 11. Januar 2019. Mit dem menschlichen Gen ARHGAP11B lässt sich das Gehirn von Frettchen verändern, so dass es dem Hirn eines Menschen ähnlicher wird. Das hat ein Team aus der Gruppe von Professor Wieland Huttner vom Max-Planck-Institut für molekulare Zellbiologie und Genetik (MPI-CBG) Dresden ermittelt. Demnach regt dieses besondere Erbgut-Molekül, das normalerweise nur der Mensch besitzt, im Frettchen-Hirn die Produktion sogenannter „basaler radialer Gliazellen“ an. Die wiederum sorgen dafür, dass sich die äußere Großhirnrinde zu einem Neokortex faltet, der beim Menschen für viele höhere geistige Funktionen zuständig ist.