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"Menschen hören das, was sie zu hören erwarten", hat eine Studie der TU Dresden ergeben. Das fängt schon bei der Verbindung zwischen Ohr und Gehirn an. Foto (bearbeitet): Heiko Weckbrodt

TU Dresden: Wir hören, was wir erwarten

Prognosen des Gehirns beeinflussen schon am Hörkanal, ob und wie abweichende Informationen überhaupt ins Bewusstsein gelangen Dresden, 10. Januar 2021. Jeder, der eigene Texte Korrektur liest, wird dies wohl schon einmal erlebt haben: Erst ein zweites Paar Augen entdeckt den Schusselfehler, der sich da eingeschlichen hat – der Autor selbst sieht den Buchstabendreher und ähnliche Flüchtigkeitsfehler auch nach mehrmaligem Lesen nicht. Und das ist kein Wunder, hat die TU Dresden nun herausgefunden: Unsere Sinne verarbeiten „Sensordaten“ anders, wenn sie unseren Erwartungen entsprechen.

Ganymed-Modul von Sensry Dresden. Foto: Fraunhofer-Projekt USeP/ Sensry

Sensry Dresden und MST bauen gemeinsam Augen und Ohren fürs Internet der Dinge

Sächsische Fraunhofer-Ausgründung und “Micro Systems Technologies“ gehen Kooperation ein Dresden/Berg/Berlin, 8. Januar 2021. Um neue Märkte für den deutschen Mittelstand im Internet der Dinge (IoT) zu erschließen, wollen die Technologieunternehmen „Sensry“ aus Dresden und „Micro Systems Technologies“ (MST) aus Berlin fortan kooperieren. Das hat Sensry heute mitgeteilt.

Die computergestützte Analyse von lichtmikroskopischen Daten zeigen einerseits den linearen Schwimmweg eines normalen Spermiums (oben) und die abnormen kreisförmigen und diagonalen Schwimmwege der mutierten Spermien (Mitte und unten), bei denen während der Glycylierung etwas schief gelaufen ist. Abb.: Gadadhar u.a. / Science 2021

Kaputte Spermien-Motoren machen Männer unfruchtbar

Dresdner Planck-Genetiker sehen Schuld bei einem defekten Konstruktions-Enzym Dresden, 8. Januar 2020. Molekulare Konstruktionsfehler von Spermien-Antrieben sind womöglich dafür verantwortlich, dass manche Männer keine Kinder zeugen können. Forscher und Forscherinnen vom Max-Planck-Institut für molekulare Zellbiologie und Genetik (MPI-CBG) in Dresden gemeinsam mit Teams aus Bonn, Paris und Mailand haben damit eine mögliche Ursache für Unfruchtbarkeit ermittelt.

Windpark in der Ostsee vor der dänischen Küste. Foto: Christian Hinsch frü den BWE

Helmholtz Dresden will Ökostrom mit Flüssigmetall-Akkus speichern

HZDR-Forscher: Ende von Kohle und Kernenergie macht neue Speicher unumgänglich Dresden, 7. Januar 2021. Um Flauten und Sonnenspitzen von Ökostrom-Anlagen auszugleichen, wollen Forscher und Forscherinnen Helmholtz-Instituts Dresden-Rossendorf (HZDR) aus flüssigem Metall und Salzen heiße Großakkus konstruieren. „Das Ende von Kohleverstromung und Kernenergie macht solche Speichersysteme einfach unumgänglich“, betonte Dr. Tom Weier vom HZDR-Fachbereich Magnetohydrodynamik.

Etwa 330 Kilogramm verspeist jeder Deutsche durchschnittlich pro Jahr - und so teilt sich dieser Speiseplan auf. Grafik: Foto: Thomas Häse/Universität Leipzig

Deutsche essen 330 Kilo pro Jahr

Übergewicht-Forscher der Uni Leipzig: Weniger Fleisch wäre besser für Gesundheit und Umwelt Leipzig, 7. Januar 2021. Die Deutschen verzehren pro Jahr rund 60 Kilogramm Schnitzel, Rindersteaks, Hühnchenkeulen und Co. – und damit immer noch viel zuviel Fleisch. Das aber trage zu Fettleibigkeit und Umweltbelastungen bei, warnt der Adipositas-Forscher Prof. Matthias Blüher von der Uni Leipzig: „Um der steigenden Tendenz von Übergewicht in Deutschland entgegen zu wirken, muss auch der Verzehr von Fleisch deutlich zurückgehen.“

Die Übersterblichkeit n Corona-Zeiten spielt sich zum größten Teil in der Altersgruppe 80+ ab, die anscheinend nicht genug geschützt wurde. Grafik: Ifo

Ifo Dresden: Sieben von zehn Corona-Toten über 80 Jahre alt

Hochbetagte nicht ausreichend geschützt Dresden, 7. Januar 2020. Deutschland ist es in der Corona-Pandemie bisher nicht ausreichend gelungen, seine Hochbetagten ausreichend zu schützen. Das geht aus dem Aufsatz „Hat die Corona-Pandemie zu einer Übersterblichkeit in Deutschland geführt?“ hervor, den Prof. Ragnitz vom Ifo-Institut in Dresden nun publiziert hat.

Dr. Robert Wodtke (links) und Dr. Martin Kreller am Zyklotron des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf (HZDR), das in den Nachtschichten das Radionuklid Iod-123 für Rotop extrahiert. Foto: HZDR/André Wirsig für das HZDR

Strahlendes Jod für Parkinson-Diagnostik geht in Dresden in Serie

Helmholtz-Zentrum und Rotop produzieren im Ringbeschleuniger ein kurzlebiges Medikament Dresden, 6. Januar 2020. Damit Ärzte die Schüttelkrankheit „Parkinson“ künftig klarer erkennen können, produzieren das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) und die Instituts-Ausgründung „Rotop“ nun gemeinsam ein neues strahlendes Diagnose-Mittel namens „I123-Ioflupan“ in Serie. Das geht aus einer gemeinsamen Mitteilung hervor. „Das Radiopharmakon ist das beste Beispiel dafür, dass wir gemeinsam Ziele erreichen, die wir allein nicht schaffen können“, betonte HZDR-Wissenschaftsdirektor Prof. Sebastian M. Schmidt.

Patienten mit aggressiven Hirntumoren könnten von einer verbesserten Strahlentherapie profitieren. Grundlage ist eine kombinierte PET-MRT-Bildgebung. Foto: André Wirsig für das NCT/UCC

Kombinierte Magnet- und Antimaterie-Tomografien helfen im Kampf gegen Hirnkrebs

Tumorzentrum und Uniklinikum Dresden sehen lebensverlängernde Therapie-Ansätze für Glioblastom-Patienten Dresden, 5. Januar 2020. Hirnkrebspatienten lassen sich erfolgreicher behandeln, wenn die Onkologen dabei mehrere bildgebende Verfahren kombinieren. Das haben Forscherinnen und Forscher im „Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen“ (NCT) in Dresden herausgefunden. Dafür haben sie die Langzeitdaten von 89 behandelten Patienten ausgewertet, die unter besonders aggressiven Gehirntumoren litten, den sogenannten Glioblastomen.

Die Ingenieure Jeanette Scherf und Dirk Feltin sind die Chefs bei Hightex Klipphausen - hier stehen sie gerade vor ihrem jüngsten Fabrikanbau. Foto: Heiko Weckbrodt

Hightex Klipphausen nutzt die Krise für den nächsten Anlauf

Karbon-Bauteile-Hersteller schult Belegschaft und sucht neue Absatzmärkte in pandemischen Zeiten Dresden. Selbst erfolgsverwöhnte Hochtechnologie-Unternehmen sind gegen Corona nicht gefeit. Das hat auch das auf Karbonbauteile für Elektroautos, Flugzeuge und Raketen spezialisierte Unternehmen „Hightex Verstärkungsstrukturen“ aus Klipphausen gemerkt – und neue Strategien für pandemische Zeiten entwickelt. Für die Ingenieure und Hightex-Chefs Jeanette Scherf und Dirk Feltin ist ihre Unternehmen wie „eine zweite Familie“. Und dieses Gefühl wollen sich auch den 61 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern erhalten, gerade jetzt, in der Krise.

Senorics-Chef Ronny Timmreck zeigt einen organischen Analysesensor. Foto: Ellen Türke Fotografie für Senorics

Sachsen bezuschusst Pilotlinie für Trikorder-Sensoren

Zwei Millionen Euro für neuartige organische Mini-Spektrometer Dresden, 4. Januar 2020. Damit Senorics Dresden eine Pilotlinie für neuartige organische Mini-Spektrometer bauen kann, hat der Freistaat Sachsen der Uni-Ausgründung nun zwei Millionen Euro Zuschuss zugesagt. Das hat der sächsische Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) heute mitgeteilt.

Vorserien-Modell aus der ID-Familie in der Volkswagen-Manufaktur Dresden. Foto: Heiko Weckbrodt

VW liefert Elektroauto-Software an Ford

Volkswagen hat lange an den Steuerprogrammen für seine neue Elektroauto-Software gearbeitet. Nach einigen Problemen des in Zwickau produzierten ID.3 will der Konzern nun nachbessern. Zwickau, 4. Januar 2020. VW liefert die – zunächst eher holprig gestarteten – Computerprogramme für seine neue Elektroauto-Generation künftig auch an den US-amerikanischen Autohersteller Ford sowie seine Konzernmarken Audi, Skoda und Seat. „Die Software des ID.3 findet sich mit jeweiligen Anpassungen in allen unseren Fahrzeugen auf Basis des modularen E-Antriebsbaukasten (MEB) wieder“, erklärte Sachsens VW-Sprecher Carsten Krebs. „Alle Steuergeräte werden in einer leistungsfähigen zentralen Rechnerebene programmiert. Wir haben eine komplett neue End-to-End-Elektronik-Architektur und ein neues Betriebssystem eingeführt.“ Auch der kürzlich vorgestellte vollelektrische VW-SUV „ID.4“ funktioniere auf dieser Basis. „Weitere Modelle folgen, auch von den Konzernmarken Audi, Skoda und Seat sowie von Ford, die die Plattform für zunächst ein Modell lizenziert haben“, erklärte Krebs.

ID3-Übergabe in der gläserenen Volkswagen-Manuafktur in Dresden. Foto: Oliver Killig für VW

VW-Manufaktur Dresden mit Auslieferungsrekord

Volkswagen will Erlebnisort für Elektroauto-Käufer schaffen Dresden, 4. Januar 2020. Neben der Produktion von Elektroautos profiliert sich die Volkswagen-Manufaktur Dresden zunehmend auch als exklusiver Übergabe-Ort für elektrische Fahrzeuge: 2020 übergab VW insgesamt 3293 E-Autos der Typen ID3, E-Golf und E-Up! an Kunden und Kundinnen. Das waren zweieinhalb mal soviele wie im Vorjahr, als hier 1301 Fahrzeuge ausliefert worden sind. Das hat Volkswagen Sachsen heute mitgeteilt.

Der VEB Lokomotivbau "Karl Marx" in Babelsberg baute 1956 diese Dampfspeicherlok FLB 146067. Foto: Christian Ruf

Stahl und Dampf in Chemnitz

“Boom” zeigt im Bahnbetriebswerk Hilbersdorf historische Dampfloks, die ein Stück von Sachsens Geschichte erzählen Chemnitz, 31. Dezember 2020. Die Industriestadt Chemnitz entwickelte sich in der Mitte des 19. Jahrhunderts zu einem wichtigen Eisenbahnknotenpunkt. Als es an der Wende zum 20. Jahrhundert notwendig wurde, die Bahnhofskapazitäten zu erweiterten, entstanden zwischen 1896 und 1902 der Rangierbahnhof und das angrenzende Bahnbetriebswerk im Vorort Hilbersdorf. Auf einer 26 Hektar großen Teilfläche dieser Anlage – sie ist mittlerweile zum sächsischen Eisenbahnmuseum mutiert – können noch heute das frühere Bahnbetriebswerk für Güterlokomotiven und eine Seilrangieranlage besichtigt werden. Denkmalgeschützte Gebäude, technische Anlagen und Fahrzeuge geben dem Ort eine authentische Atmosphäre, so dass er auserkoren wurde, im Rahmen der 4. Sächsischen Landesausstellung „Boom. 500 Jahre Industriekultur in Sachsen“ über das Eisenbahnwesen in Sachsen zu informieren.

Ein 3D-Laserscanner im Tagebau. Bergbauunternehmen setzen ohnehin immer mehr Sensortechnik im Betrieb ein. Wenn man diese vernetzt und die Daten systematisch analysiert, ist ein effizienterer und auch ein umweltgerechterer Bergbau möglich, sind Forscher vom CLMineOpt-Projekt der TU Freiberg überzeugt. Foto: Andreas Geier / TU Bergakademie Freiberg

Wirtschaftsministerium hört neues „Berggeschrey“ in Sachsen

Dulig: Seit 2006 geht es mit dem traditionsreichen sächsischen Bergbau wieder aufwärts Dresden, 30. Dezember 2020. Der sächsische Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) sieht im Freistaat eine Renaissance des Bergbaus: „Seit 2006 geht es mit dem Bergbau im Freistaat wieder steil aufwärts“, heißt es in einer Mitteilung seines Ministeriums in Dresden. „Ein regelrechtes Berggeschrey setzte erneut ein, da sich die Preise für Metalle auf dem Weltmarkt nach oben bewegten. Seitdem gibt es fortlaufend zwischen 10 bis 20 aktive Erkundungsprojekte pro Jahr – aktuell sind es 16 Erlaubnisse zur Aufsuchung von Rohstofflagerstätten.“

Videobotschaften sind im Coronajahr 2020 populär geworden. Grafik: Bitkom

70 % der Deutschen grüßen neues Jahr per Videofonat

Resonanz für Videobotschaften ist im Corona-Jahr stark gestiegen Berlin, 29. Dezember 2020. In der Silvesternacht 2020 zu 2021 wollen 70 Prozent der Deutschen einander per Videofonat über Zoom, Skype oder andere Videosysteme ein gutes neues Jahr wünschen. Zum Vergleich: Im Vorjahr plante das nur jeder Fünfte. Dies geht aus Umfragen für den deutschen Digitalwirtschaftsverband „Bitkom“ aus Berlin hervor.