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Überschüssiges Gas aus der Erdöl-Förderung und -Verarbeitung - hier eine Aufnahme von einer Raffinerie in Hemmingstedt - lässt sich effektiv nutzen, wenn man es nicht abfackelt, sondern damit zum Beispiel Rechenzentren speist. Foto: Dirk Ingo Franke, Wikimedia, CC2-Lizenz, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Hemmingsedt_raffinerie_turm_ganz_nah.jpg

Gasfackeln treiben Rechenzentren und Entsalzer an

Cloud & Heat Dresden liefert Computer-Container an “Earth Wind & Power” in Norwegen Oslo/Dresden, 19. Oktober 2021. Die Zeit der ewigen Gasfackeln über Ölfördertürmen könnte bald vorbei sein: Der norwegische Energiekonzern „Earth Wind & Power“ (EW & P) aus Oslo will künftig mit der Energie aus dem überschüssigen Gas, das bei der Erdölförderung frei wird, Computertechnik antreiben. Dafür haben die Norweger nun bei „Cloud & Heat Technologies“ (C & H) aus Dresden ein erstes mobiles Container-Rechenzentrum bestellt. Das geht aus Mitteilungen von C & H und EW & P hervor.

Blick in das Untertage-Labor im Forschungs- und Lehrbergwerk der TU Freiberg. Foto: Lukas Ochmann für die Bergakademie Freiberg

Freiberger testen CO2-Speicherung unter Tage

Ölfirmen wollen Abgase unter Nordsee pressen, um alte Gasfelder zu stabilisieren Freiberg, 18. Oktober 2021. Um die Altlasten, aktuellen Umwelteinflüsse und langfristigen Hinterlassenschaften der fossilen Energiewirtschaft zu verringern, experimentieren Forscher der Bergakademie Freiberg gemeinsam mit europäischen in den kommenden drei Jahren in ihrem Lehrbergwerk an Technologien, um Kohlendioxid aus Abgasen in das Meeresgestein unter ehemalige Erdgasfelder in der Nordsee zu pressen. Das hat die Uni heute angekündigt.

Das Goldene Ei aus der Sammlung August des Starken, vermutlich in Deutschland um 1700 angefertigt. Foto: Michael Wagner für das Grüne Gewölbe, Staatliche Kunstsammlungen Dresden

Grünes Gewölbe Dresden bekommt Goldenes Ei zurück

Kunstvolles Kleinod von August dem Starken inspirierte einst Fabergé Dresden, 18. Oktober 2021. Ein Meisterwerk der Schatzkunst kehrt in das Grüne Gewölbe in Dresden zurück: Die Ernst-von-Siemens-Kunststiftung (EvS) hat ein besonders kunstvolles „Goldenes Ei“ aus der Sammlung August des Starken, das im Zuge der Fürstenabfindung 1924 im Besitz des Hauses Wettin verblieb, angekauft und nun den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) als Dauerleihgabe übergeben. Das hat der Museumsverbund heute mitgeteilt.

So sieht ein fertiger Akku für den Elektro-Smart aus. Foto: Heiko Weckbrodt

Fraunhofer arbeitet in Wolfsburg an besseren Akku-Gehäusen

Metallschaum und andere Optimierungen sollen CO2-Bilanz der Energiespeicher verbessern Chemnitz/Wolfsburg, 16. Oktober 2021. Um Elektroautos mehr Reichweite zu spendieren, setzen viele Ingenieure auf Karosserie-Leichtbau, neue Elektrolyte oder nanostrukturierte Elektroden in den Akkus. Einen anderen Pfad verfolgt da der Verbund „Coolbat“ unter der Federführung von Fraunhofer Sachsen: Die Projektpartner wollen den Aufprallschutz und die Kühlung von Akkus in besonders leichte Metallschaumgehäuse integrieren. Das hat das federführende Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik (IWU) aus Chemnitz mitgeteilt.

Blick in die neue Süd-Bibliothek in Dresden. Foto: Heiko Weckbrodt

Verband warnt vor Kahlschlag in Bibliotheken

DBV: Coronakrise darf nicht zur Bibliothekenkrise werden Berlin, 15. Oktober 2021. Als Spätfolge von Corona werden viele Städte und Gemeinden in Deutschland die Etats für ihre Bibliotheken drastisch einkürzen. Davor hat der Vorsitzende des „Deutschen Bibliotheksverbandes“ (DBV), Andreas Degkwitz, gewarnt. Hauptgrund dafür seien die sinkenden Steuereinnahmen der Kommunen.

Zellmontage im Batteriewerk von Accumotive-Daimler in Kamenz. Was aber tun mit den Akkus, wenn sie aus dem Elektroauto wegen Reichweiteverlusten wieder ausgemustert werden? Ist ein Einsatz als stationärer Energiespeicher sinnvoller oder ein direktes Recycling? Foto: Heiko Weckbrodt

IHK: Lieferkrise nimmt dramatische Züge an

Gestörte Zulieferketten, hohe Energiepreise und Personalmangel bremsen auch in Sachsen zusehens die Corona-Erholung der Wirtschaft aus Dresden, 15. Oktober 2021. Die Stimmung in der sächsischen Wirtschaft hellt sich auf. Das hat Hauptgeschäftsführer Detlef Hamann von der Industrie- und Handelskammer (IHK) Dresden unter Verweis auf eine Konjunkturumfrage unter rund 600 Mitgliedsunternehmen eingeschätzt. „Die positiven Stimmungstreiber sind derzeit vor allem viele Dienstleister, der Verkehrssektor und der Tourismus“, sagte er. Diese Branchen seien besonders von den Corona-Verboten betroffen gewesen und sie wittern nach den jüngeren Lockerungen im Corona-Regime besonders viel Morgenluft.

Freuen sich über das neue Schnellbauwerk: Sachsens Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow (r.) und TUD-Rektorin Prof. Ursula M. Staudinger (l.) übergeben das fertiggestellte Modulgebäude an der Stadtgutstraße an die Nutzer Prof. Xinliang Feng (Mitte), Prof. Matthias Vojta (2.v.l.) und Prof. Michael Ruck (2.v.r.). Foto: Eric Münch für die TU Dresden

Schnellbau-Stahlzellenhaus für Quantenforscher und 2D-Chemiker in Dresden

TU wollte nicht aufs Land warten und agierte selbst als Bauherr Dresden, 14. Oktober 2021. Was dem DDR-Wohnungsbau die Betonplatte war, das ist dem Forscher von heute die Schnellbau-Stahlzelle: Die Quantenmaterial-Forscher um Prof. Matthias Vojta vom Exzellenzzentrum „qt.mat“ und die 2D-Chemiker um Prof. Xinliang Feng vom Zentrum für fortgeschrittene Elektronik „Cfaed“ haben heute ein Labor- und Bürogebäude in dieser schnellen Modulbauweise an der Stadtgutstraße in Dresden offiziell in Beschlag genommen. Das geht aus Mitteilungen der TU Dresden und des sächsischen Wissenschaftsministeriums hervor.

Gerd Teepe. Foto: Heiko Weckbrodt

Halbleiter-Engpass und Tesla-Schock bergen Chancen für Mikroelektronik in Sachsen

Mikroelektronik-Experte Gerd Teepe warnt vor drohenden chronischen Wettbewerbnachteilen für deutsche Industrie Dresden, 14. Oktober 2021. Deutschland muss unbedingt seine Mikroelektronik-Kapazitäten ausbauen und technologisch verbessern – andernfalls drohen vielen Leitindustrien in Zukunft chronische Wettbewerbsnachteile im Vergleich zur Konkurrenz in Asien und den USA. Das hat der Halbleiter-Experte Gerd Teepe in Dresden gefordert. „Keiner kann wollen, dass die deutsche Automobilindustrie und andere Branche in Zukunft die Chips der Spitzenklasse nur noch mit ein bis zwei Jahren Verzögerung bekommen.“

An diesem Laborversuchsstand testet das IKTS, wie sich Schwermetalle bei der Klärschlammverbrennung abtrennen lassen. Foto: Fraunhofer IKTS

Fraunhofer: Wasser ist der Schlüssel fürs Ökosystem der Zukunft

Forscher aus Sachsen wollen globale Wasserprobleme mit Komplex-Technologien lindern Dresden, 13. Oktober 2021. Um eine stetig wachsende Weltbevölkerung zu ernähren und die natürlichen Ressourcen der Erde schonender als bisher zu nutzen, sind neue technologische Ansätze nötig. Daher arbeiten mehrere Forschergruppen des „Fraunhofer-Instituts für Keramische Technologien und Systeme“ (IKTS) Dresden an Projekten, die heutige Probleme in der Wasser-, Agrar- und Energiewirtschaft im Komplex zu lösen versuchen. Dazu gehören beispielsweise neue Verwertungsmethoden für Klärschlamm und Bergbau-Abwässer, um den Wasserhaushalt ganzer Regionen zu stabilisieren, wichtige Rohstoffe für eine nachhaltige vertikale Landwirtschaft sowie die wachsende Wasserstoffökonomie in Deutschland zu liefern.

Die Flynex-Gründer betrachten ernst eine fliegende Drohne. Foto: Flynex

Garten-Stihl steigt in Drohnenfirma Flynex in Leipzig ein

Sachsen entwickeln Flugplan-Software für fliegende Augen Leipzig/Waiblingen, 13. Oktober 2021. Der Motor- und Gartengerätehersteller „Stihl“ aus Waiblingen bei Stuttgart beteiligt sich mit weiteren Investoren mit einem Millionenbetrag an der sächsisches Drohnen-Softwareschmiede „Flynex“ aus Leipzig. Das geht aus Mitteilungen von Flynex sowie des „High-Tech Gründerfonds“ (HTGF) aus Bonn hervor, der gemeinsam mit dem „Technologiegründerfonds Sachsen“ (TGFS) sowie die Risikokapitalisten von „GPS Ventures“ und „Snowflake Ventures“ zu den Anteilseignern der Leipziger Drohnenspezialisten gehört.

Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) Foto: Heiko Weckbrodt

Spitzentreffen zum Fachkräftemangel in Sachsens Softwarebranche geplant

Dresden, 13. Oktober 2021. Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) will sich mit Branchenvertretern treffen, um Maßnahmen gegen die Fachkräfte-Engpässe in der wachsenden sächsischen Software-Industrie zu diskutieren. Das hat Dulig während einer Jubiläumsfeier der Wirtschaftsförderung Sachsen angekündigt. An diesem geplanten Spitzentreffen sollen einerseits die Regierung des Freistaats, andererseits Spitzenverbände wie „Silicon Saxony“ und vermutlich auch die Bikom-Landesvertretung teilnehmen.

Die App "Katze Q" soll Mädchen für eine Quantenkarriere begeistern. Foto: qt.mat

Totlebendige Katze Q lockt Mädchen in die Quantenwelt

Forscher wollen mit Rätsel-App Schülerinnen für ein Physikstudium begeistern Dresden/Würzburg, 12. Oktober 2021. Um junge Menschen für die wundersame Welt der Quantenmechaniker zu begeistern, schicken Physiker und Software-Entwickler die „Katze Q“ in die Spur: In der gleichnamigen Gratis-App für Android-Telefone und iPhones können die Spielerinnen und Spieler gemeinsam mit der gleichermaßen toten wie lebendigen Katze des Physikers Erwin Schrödinger (1887-1961) über 20 Rätsel lösen, um das Haustier am Ende aus einer über 80 Jahre alten Kiste zu befreien.

Zwei Experten stehen vor einer Laserbogen-Anlage mit einer Kohlenstoff-Quelle (ganz links im Bild) und begutachten kohlenstoff-beschichtete Bauteile. Foto: Jürgen Jeibmann für das Fraunhofer IWS Dresden

Suprageschmierter Motor der Zukunft verpulvert weniger Energie

Fraunhofer Dresden arbeitet an Maschinen, die kaum noch Energie durch Reibung und Abwärme vergeuden Dresden, 12. Oktober 2021. Damit Elektrofahrräder künftig mit einer Akkuladung weiter kommen als bisher und Industriemaschinen nicht mehr so viel Strom in Form von Reibung und Abwärme vergeuden, arbeitet das Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik (IWS) Dresden gemeinsam mit Industrie- und Forschungspartnern an nahezu reibungsfreien Motoren und Getrieben. Im Zuge der Verbundprojekte „Prometheus“ und „Chephren“ wollen die Forscher durch extrem harte Kohlenstoffbeschichtungen, die sie mit neuartigen Super-Schmierstoffen kombinieren, die Energie- und Ökobilanz von Autos und anderen Maschinen deutlich verbessern.

Eu-Kommisar Thierry Breton. Foto: Etienne Ansotte für die EU-Kommission

EU-Komminsar Breton: Europa muss seine Chipproduktion vervierfachen

Brüssel, 12. Oktober 2021. EU-Binnenmarkt-Kommissar Thierry Breton hat sich dafür ausgesprochen, die Chipfertigungskapazitäten in Europa bis 2031 zu viervierfachen. „trategische Autonomie ohne Produktionsanlagen ist zum Scheitern verurteilt“, begründete er dies und erneuerte zugleich seine Forderung nach der Ansiedlung von Chipfabriken der Spitzenklasse: „Wir können nicht auf eine geografische Spezialisierung oder globale Arbeitsteilung setzen, bei der Europa auf Chips über 20 Nanometern beschränkt ist.“