Alle Artikel in: Wirtschaftspolitik

Wirtschaftspolitik

Seit der Wende verfallen ganze Betriebe in Ostdeutschland - hier ein Beispiel aus der Lausitz. Foto: Heiko Weckbrodt

Wie rappelt sich Altindustrie-Regionen auf?

VW fördert international vergleichende Forschungsprojekt des IfL Leipzig mit knapper Million Euro Leipzig/Hannover, 9. Juli 2018. In einer internationalen Vergleichsstudie wollen Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Länderkunde (IfL) aus Leipzig herausfinden, wie abgehängte Altindustrie-Regionen wieder zu wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Blüte zurückfinden. Die Volkswagen-Stiftung aus Hannover fördert das Projekt „Agents of change in old-industrial regions in Europe“ mit rund 920.000 Euro.

Ein Mitarbeiter der Daimler-Tochter Deutsche ACCUmotive montiert im bereits existierenden batteriewerk in Kamenz Kühlschläuchen an Batteriemodulen. Foto: Daimler AG

Altmaier plädiert für Batteriezell-Produktion in Deutschland

Wirtschaftsminister: Wer hier den Anschluss verliert, dem geht die automobile Wertschöpfungskette flöten Dresden, 26. Juni 2018. Neben der Mikroelektronik sieht Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) unter anderem auch eine eigene deutsche Zellproduktion für Elektroauto-Batterien als besonders vordringlich an. In Frage komme dafür auch eine Region, die einen Strukturwandel durchmache.

Studenten im Hörsaalzentrum der TU Dresden. Foto: TUD

Sachsen gehen die Akademiker aus

Ifo Dresden: 2030 wird vor allem Verwaltung für Zehntausende Stellen nicht besetzen können Dresden, 22. Juni 2018. Der öffentliche Dienst in Sachsen wird in den kommenden Jahren wachsende Probleme haben, ausscheidende ältere Verwaltungsmitarbeiter durch junge Kollegen zu ersetzen. Das hat eine Studie der Dresdner Niederlassung des ifo-Instituts für das sächsische Finanzministerium ergeben. Demnach werden im Prognose-Jahr 2030 vor allem Zehntausende Akademiker-Stellen nicht mehr zu besetzen sein, weil dann geeignete Bewerber dafür fehlen.

Braunkohle-Kraftwerk von Vattenfall Boxberg in der Oberlausitz. Der schwedische Konzern hat bereits angekündigt, sich aus der ostdeutschenBraunkohle zurückziehen zu wollen. Foto: Vattenfall

Ifo-Forscher halten nichts vor Sonderwirtschaftszone in der Lausitz

Ökonomen: Besser eigenen Stärken stärken als Briefkasten-Firmen anzulocken Dresden, 21. Juni 2018. Eine Sonderwirtschaftszone, wie sie jüngst in der Debatte um den Braunkohleausstieg für die Lausitz vorgeschlagen wurde, würde der Region wahrscheinlich kaum helfen. Das haben Ifo-Präsident Prof. Clemens Fuest und Prof. Joachim Ragnitz vom Ifo-Institutsteil Dresden eingeschätzt. „Auf die Lausitz kommt ein Schock zu“, sagte Fuest bei einem Besuch in Dresden. „Aber eine Sonderwirtschaftszone mit niedrigen Steuersätzen würde wahrscheinlich vor allem dazu führen, dass sich viele Briefkastenfirmen in der Lausitz ansiedeln würden.“

ifo-Präsident Clemens Fuest. Foto: Heiko Weckbrodt

Ifo-Chef: Deutschland braucht Steuersenkung à la Trump

Unternehmenssteuern sollen um 5 Punkte auf 25 % fallen Dresden, 21. Juni 2018. Damit Deutschland nicht an Wettbewerbsfähigkeit einbüßt, sollte die Bundesregierung zügig die Unternehmenssteuern senken – ähnlich, wie es die USA und andere Länder kürzlich getan oder angekündigt haben. Das hat Clemens Fuest, der Präsident des Wirtschaftsforschungsinstitut Ifo bei einem Besuch in der Dresdner Ifo-Niederlassung vorgeschlagen. „Deutschland muss sich nicht an die Spitze dieser Entwicklung stellen, kann sich aber andererseits aus dem internationalen Standortwettbewerb nicht völlig herausnehmen“, zeigte er sich überzeugt.

Das BMW-Werk in Leipzig baut ab Juli 2016 diese "Protonic Red Edition" des Hybrid-Sportwagens i8. Foto: BMW

Trumpismus: Sachsens Exporte gen USA um 15 % gesunken

IHK besorgt über „handelspolitische Negativspirale“ zwischen USA und Europa Dresden, 20. Juni 2018. In der sächsischen Wirtschaft wächst mit Blick auf US-Präsident Donald Trump (Republikaner) die Sorge um den Außenhandel: „Unternehmen benötigen Verlässlichkeit. Verunsicherung lähmt“, betonte Präsident Andreas Sperl von der Industrie- und Handelskammer (IHK) Dresden. „Im US-Geschäft ist dies bereits spürbar. So sind die sächsischen Exporte in die USA im ersten Quartal 2018 um 15 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres gesunken.“

Mehr Ingenieure braucht das Land - und mehr Ingenieur-Ausbilder. Foto (bearbeitet); Heiko Weckbrodt

Sachsen braucht mehr Ingenieur-Lehrer

HTW und TU Dresden bieten Pilotprojekt für Wechsler an Dresden, 15. Juni 2018. Das Industrieland Sachsen braucht angesichts des anhaltenden Wirtschafts-Aufschwungs mehr Ingenieure – und das bedeutet wiederum: auch mehr Ingenieurpädagogen. „Das erforderliche Studium, das mit dem Staatsexamen abschließt, ist bisher nur an Universitäten zu absolvieren“, schildert Prof. Rolf Koerber von der TU Dresden ein Problem. „Die Absolventenzahlen sind jedoch bei weitem nicht ausreichend. Auf Jahre hinaus werden jedes Jahr im berufsbildenden Bereich weit über 200 Lehrkräfte in Sachsen benötigt. Neue Wege der Qualifizierung müssen also gefunden werden.“

Die Proteste - hier in Ho-Chi-Minh-City alias Saigon - richten sich gegen China. Foto: Anh Chi, Twitter

Sonderwirtschaftszonen: Proteste gegen China in Vietnam

Polizei geht teils gewaltsam gegen die Demonstranten vor Hanoi/Saigon, 10. Juni 2018. Wütende antichinesische Proteste erschüttern derzeit Hanoi, Saigon und andere Städte in Vietnam: Tausende Menschen gehen lautstark auf die Straße, um gegen eine Landpacht-Klausel für Sonderwirtschaftszonen zu demonstrieren. Sie befürchten einen Ausverkauf an chinesische Investoren.

US-Präsident Donald trump. Foto: Weißes Haus

Volkswirte einig: Trump schadet Weltwirtschaft

Ifo befragte Ökonomen in 120 Ländern München, 7. Juni 2018. Die meisten Ökonomen weltweit rechnen damit, dass die Wirtschaftspolitik von US-Präsident Donald Trump (Republikaner) der gesamten Weltwirtschaft wie auch der US-Volkswirtschaft selbst schaden wird. Das hat eine Trump-Umfrage des Münchner Wirtschaftsforschungs-Institutes „Ifo“ unter 913 Volkswirten aus 120 Ländern ergeben.

Sind die Künstlichen Intelligenzien bald soweit, dass Maschinen neue Maschinen konstruieren? Visualisierung: Nvdidia

In Zeiten des Trumps braucht Europa eigene KI

Künstliche Intelligenz hat wachsende Bedeutung für die industrielle Revolution und verschärft die Abhängigkeit Europas von Entwicklern und Produzenten aus Übersee Berlin/Washington/Peking, 5. Juni 2018. Künstliche Intelligenz (KI) findet überraschend schnell Eingang in nahezu alle Lebensbereiche und industrielle Aktivitäten. Nach Nvidia-Gründer Jen-Hsun Huang wird künstliche Intelligenz einen größeren Einfluss auf unser Leben haben als die Erfindung des Computers, des Internets oder des Mobiltelefons zusammen.

Das elektrische EQ-Modell von Mercedes. Foto: Heiko Weckbrodt Deutsche Accumotive / Daimler Kamenz

Trumps Autozölle würden Deutschland 5 Milliarden Euro kosten

Ifo: Kein Land würde so viel verlieren wie wir München, 24. Mai 2018. US-Präsident Donald Trump (Republikaner) erwägt, Autoimporte mit 27,5 % Schutzzoll zu belegen. Dies würde vor allem die deutsche und die japanische Wirtschaft treffen. Wie stark, hat für die BRD auch gleich das Ifo-Institut in München berechnet. Demnach würde das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) um fünf Milliarden Euro niedriger ausfallen, wenn die Trumpschen Abwehrzölle kommen. Dies entspreche etwa 0,16 Prozent des deutschen BIPs.

Braucht die EU einen eigenen Finanzminister mit eigenem Haushalt? Frankreich ist dafür, Deutschland eher dagegen, Foto: Heiko Weckbrodt

United States of Europe oder zurück zur D-Mark?

Ifo-Umfrage: Deutsche Ökonomen sind gegen einen EU-Finanzminister München, 17. Mai 2018. Gegen einen EU-Finanzminister, wie ihn der französische Präsident Emmanuel Macron (En March) einführen will, haben sich deutsche Ökonomen ausgesprochen. Das teilte das Ifo-Institut aus München mit und berief sich dabei auf eine Umfrage unter 129 deutschen Volkswirten.

Die Grafik veranschaulicht die mit dem Alter sinkenden Chancen Arbeitsloser, rasch wieder einen Job zu finden. Abb.: IAB

Computer- und Gesundheitsprobleme behindern Job-Suche für Senioren

Nürnberg, 8. Mai 2018. Gesundheitliche Probleme, mangelhafte Computer-Kenntnisse und Vorbehalte der Arbeitgeber sind mitverantwortlich dafür, dass viele Senioren nur noch schwer einen neuen Job bekommen. Das geht aus einer Analyse des arbeitsagentur-nahen „Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung“ (IAB) in Nürnberg hervor. „Arbeitslose ab 55 haben es deutlich schwerer als jüngere Arbeitslose, wieder eine Stelle zu finden“, heißt es in der Untersuchung, die sich im Westentlichen auf Experteninterviews mit 61 Vermittlungsfachkräften der regionalen Arbeitsagenturen stützt.