Alle Artikel in: Wirtschaftspolitik

Wirtschaftspolitik

Braucht die EU einen eigenen Finanzminister mit eigenem Haushalt? Frankreich ist dafür, Deutschland eher dagegen, Foto: Heiko Weckbrodt

Halbstaatlicher Risikokapital-Fonds gefordert

Bitkom: Zukunftsfonds soll mit 1 Milliarden Euro starten und junge Unternehmen in Wachstumsphase helfen Berlin, 15. Januar 2020. Die Bundesregierung sollte so schnell wie möglich den im Koalitionsvertrag vereinbarten „Zukunftsfonds“ für innovative junge Unternehmen mit einem Startkapital von einer Milliarde Euro starten. Das hat der deutsche Digitalwirtschaftsverband „Bitkom“ heute gefordert. Damit soll verhindert werden, dass verheißungsvolle Start-up aus Finanzierungsgründen ins Ausland abwandern.

Wissenschaftspark Ost: Wirtschaftsförderungs-Chef Robert Franke zeigt, wo die Liebstädter Straße auf der andere Seite des Bahndamms gen Reicker Straße verlängert werden soll. Foto: Heiko Weckbrodt

Tech-Firmen in der Ex-Platte in Dresden-Strehlen

Im Wissenschaftspark Ost siedeln sich demnächst die ersten Unternehmen an. Bis alles fertig ist, wird es aber noch Jahre dauern. Dresden, 14. Januar 2020. Der Dresdner Stadtteil Strehlen gewinnt als Technologiestandort an Bedeutung: Die Stadt hat – nach über zehn Jahren Planung – nun begonnen, ihren Wissenschaftspark Ost zu vermarkten. Das hat Chef-Wirtschaftsförderer Robert Franke auf Oiger-Anfrage im Vorfeld der heutigen Vergabekonferenz im Rathaus bestätigt. Allerdings können sich Firmen zunächst nur auf einem etwa fünf Hektar großen Teilabschnitt zwischen Reicker Straße und Rudolf-Bergander-Ring niederlassen. Weitere Abschnitte nördlich und westlich des Bergander-Rings sollen im zweiten Halbjahr 2021 folgen.

Braunkohle-Kraftwerk von Vattenfall Boxberg in der Oberlausitz. Der schwedische Konzern hat bereits angekündigt, sich aus der ostdeutschenBraunkohle zurückziehen zu wollen. Foto: Vattenfall

Sachsen und Brandenburg werben gemeinsam für Lausitz

Dresden/Potsdam, 10. Januar 2020. Die sächsischen und die Brandenburger Wirtschaftsförderer wollen ab sofort mit einem gemeinsamen Investorenportal www.lausitz-invest.de um Firmenansiedlungen in der Lausitz werben. Das haben die Wirtschaftsförderungs-Behörden in Dresden und Potsdam mitgeteilt. Bald werde auch ein Portal www.lusatia-invest.com auf Englisch und Polnisch folgen.

Auch Google arbeitet an Wissensgraphen, die Computern helfen, sinnvollere Antworten auf Suchanfragen von Menschen zu geben. Abb.: Bildschirmfoto youtu.be/mmQl6VGvX-c

Digitalisierung treibt Deutschland vor sich her

Bitkom-Präsident: Wir brauchen endlich eine Digital-Strategie aus einem Guss Berlin, 9. Januar 2020. „Statt einer Vielzahl an Strategien brauchen wir eine Digitalpolitik aus einem Guss.“ Das hat Präsident Achim Berg vom deutschen Digitalwirtschafts-Verband „Bitkom“ in Berlin gefordert. „Das System Deutschland braucht kein Update, es braucht einen Restart.“

Ein Wandelbots-Mitarbeiter testet die neuen Tracepens, mit denen auch Laien Roboter anlernen können. Foto: Wandelbots

Dresden bezuschusst Innovatoren

Wirtschaftsförderer wollen junge Hightech-Firmen in der Stadt unterstützen Dresden, 3. Januar 2020. Wer Innovationen in Dresden entwickelt, kann dafür jetzt wieder Zuschüsse von den städtischen Wirtschaftsförderern bekommen. „Ziel ist es, innovative Lösungen auch für Themen und Probleme mit städtischer Relevanz zu realisieren“, betonte Wirtschaftsförderungs-Chef Robert Franke.

Neuer Oberbürgermeister in Dresden: Dirk Hilbert. Foto: hilbert-fuer-dresden.de

Sachsen wollen mehr Geschäfte mit China machen

Dresdner Wirtschaftsdelegation auf dem Weg nach Harbin und Shenzhen Dresden/Shenzhen, 2. Januar 2020. Um die Wirtschaftsbeziehungen und Forschungskooperationen mit dem Fernen Osten auszubauen und mehr chinesische Touristen nach Dresden zu locken, brechen Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) und der kommunale Wirtschaftsförderungs-Chef Robert Franke gemeinsam mit einer Unternehmer-Delegation am Sonnabend ins Reich der Mitte auf. Das hat die Stadtverwaltung Dresden heute angekündigt.

Prof. Joachim Ragnitz ist Stellvertretender Leiter der ifo-Niederlassung Dresden. Foto: Heiko Weckbrodt

Ifo Dresden: Wie attraktiv ist Sachsen für Fachkräfte aus dem Ausland?

Der Freistaat wird schwerlich zu den schnellen Profiteuren des neuen Zuwanderungsgesetzes gehören, denken die Ökonomen. Dresden, 27. Dezember 2019. Der Fachkräftemangel gehört in der nächsten Zukunft zu den drängendsten Problemen für die wirtschaftliche Entwicklung in Sachsen. Das hat Ökonom Prof. Joachim Ragnitz vom Wirtschaftsforschungs-Institut Ifo in Dresden eingeschätzt. Und es werde schwer sein, diese Lücke rasch durch ausländische Fachkräfte zu schließen.

Der Gewerbehof an der Freiberger Straße in Dresden. Dort stand einst die weltweit größte Glashütte. Foto: Heiko Weckbrodt

Einst weltgrößtes Glaswerk – nun ein Gewerbehof für Dresdner Gründer

Preisgünstige Werkhallen und Büros in Innenstadtnähe stark gefragt Dresden, 16. Dezember 2019. Wegen der großen Nachfrage für preiswerte und zentrumsnahe Gewerbeflächen in Dresden hat die Stadt am Montag einen neuen, rund 4,5 Millionen Euro teuren Gewerbehof an der Freiberger Straße eröffnet. Der dreigeschossige Komplex ist auf dem Areal des ehemaligen Glaswerks in Löbtau entstanden – und war eine besondere stadtplanerische und ökologische Herausforderung. Elf lange Jahre dauerte es daher von der Idee bis zur heutigen Schlüsselübergabe.

Sachsens Hightech-Gründer leiden unter Risikokapital-Lücken. Foto: Heiko Weckbrodt

Die meisten Volkswirte kritisieren neue Grundrente

Umfrage von Ifo und FAZ unter 100 Uni-Ökonomen München/Frankfurt am Main, 16. Dezember 2019. Die meisten deutschen Ökonomen sehen die neue Grundrente, die Sozialminister Hubertus Heil (SPD) unter dem Namen „Respektrente“ initiiert hatte, kritisch. Das hat eine Umfrage unter 100 Ökonomen an deutschen Unis durch das Wirtschaftsforschungsinstitut Ifo aus München und die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ ergeben.

Drewag-Chef Frank Brinkmann (links) und Bürgermeister Peter Lames freuen sich über das eigene Dresdner Breitbandnetz. Offizieller startete der Glasfaser-Ausbau nun an der 10. Grundschule auf der Struvestraße in der Seevorstadt. Foto: Diana Petters/Landeshauptstadt Dresden

Mehr Internettempo: Dresden baut eigenes Glasfaser-Netz aus

Vor allem Schulen, Bibliotheken und andere öffentliche Einrichtungen sollen von den schnellen Anschlüssen profitieren. Dresden, 13. Dezember 2019. Um ihre Schulen, Bibliotheken und Museen rasch mit schnellem Internet zu versorgen, bauen die Dresdner ein eigenes Glasfasernetz jenseits von Telekom, Vodafone & Co. auf und aus.

Die Stadt Dresden und Volkswagen Sachsen wollen enger kooperieren - dabei steht auch die neue ID-Elektroauto-Generation im Fokus. Vor dem Rathaus freuen sich darüber VW-Manufakturchef Lars Dittert, Wirtschaftsförderungs-Chef Robert Franke, VW-Finanzchef Matthias Bursig und Oberbürgermeister Dirk Hilbert (von links nach rechts) und haben sich dafür um einen ID3-Stromer aus sächsischer Produktion drapiert. Foto: Heiko Weckbrodt

E-Autos parken künftig in Dresden zwei Stunden gratis

VW und Stadt vereinbaren neuen Stromer-Deal: Mehr Ladesäulen, mehr Elektroautos in der Rathausflotte sind versprochen. Dresden, 11. Dezember 2019. Elektroautos parken künftig in Dresden in den ersten zwei Stunden gratis. Auch richten Stadt, VW-Konzern und weitere Partner bis 2025 mindestens 400 öffentliche Ladepunkte für E-Fahrzeuge ein. Zudem erwägt Volkswagen, seine Manufaktur am Straßburger Platz nicht nur durch die Güterstraßenbahn, sondern auch durch elektrische Laster oder andere umweltfreundliche Transporter beliefern zu lassen. Diese und weitere Punkte haben Volkswagen Sachsen und die Landeshauptstadt Dresden gestern vereinbart und damit einen Kooperations-Vertrag vom November 2016 verlängert.

Regnerationswürmer unterm Mikroskop. Foto: Heiko Weckbrodt

Den Biotechnologen wird’s zu eng in Dresden

Seit Jahren wartet die Branche in Sachsen vergebens auf ein zweites BioZ-Technologiezentrum in Johannstadt. Die Planck-Ausgründung Dewpoint erwägt daher, lieber in Boston zu investieren. Dresden, 10. Dezember 2019. Für ein noch junges Pflänzchen wird es eng in Dresden: Bio- und Medizintechnologie-Unternehmen finden kaum noch Platz im Biotech-Viertel Johannstadt. Auch Erweiterungen und neue Ansiedlungen sind wegen des Grundstücksmangels rund um das Uniklinikum und das Planck-Genetikinstitut so gut wie unmöglich. Das Problem schwelt seit Jahren – doch für Abhilfe haben die kommunalen Wirtschaftsförderer bis heute nicht gesorgt. Dies droht die zu zunächst so hoffnungsvolle Entwicklung einer ganzen Branche in der Landeshauptstadt abzuwürgen. Wachsende Instituts-Ausgründungen wie „Dewpoint Therapeutics“ erwägen inzwischen offen, in die Biotech-Metropole Boston in den USA umzusiedeln.