Alle Artikel in: Wirtschaftspolitik

Wirtschaftspolitik

Industrie Zahnrad Konjunktur. Abb.: Heiko Weckbrodt

Sachsen bereitet Flugplatz Großenhain für Fabrik-Großansiedlung vor

145 Hektar großer Industriepark geplant – einer der größten im Osten Großenhain, 9. Dezember 2022. Um künftige Großansiedlungen vorzubereiten, wollen die sächsische Landesregierung, die Stadt Großenhain und der Landkreis Meißen den ehemaligen Militär-Flugplatz zu einem 145 Hektar großen Industriepark umgestalten. Das hat die Dresdner Staatskanzlei heute mitgeteilt.

Elmos darf seine 200-mm-Chipfabrik in Dortmund nicht an die Chinesen verkaufen. Foto: Elmos

Bund verbietet Verkauf der Elmos-Chipfabrik an Chinesen

Wirtschaftsminister Habeck sieht öffentliche Ordnung und Sicherheit in Gefahr Berlin/Dortmund, 9. November 2022. Das Bundeskabinett und speziell Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) haben heute chinesischen Investoren verboten, die Chipfabrik von Elmos in Dortmund zu kaufen. Habeck sieht die „öffentliche Ordnung und Sicherheit Deutschlands“ in Gefahr, wenn die Chinesen zum Zuge kämen. Das geht aus einer Mitteilung des Bundeswirtschaftsministeriums hervor.

Die Isolation im Corona-Ausnahmezustand hat die Menschen egoistischer gemacht, hat eine Studie des IWH und der Uni Magdeburg ergeben. Foto (bearbeitet): Heiko Weckbrodt

Sachsen kritisiert Förderstopp für schnelles Internet

IHK, Grüne und Wirtschaftsministerium: Zeitenwende und Ausbaubremse für Glasfasernetze passen nicht zusammen Dresden, 20. Oktober 2022. Auf scharfe Kritik ist in Sachsen die Nachricht aus Berlin gestoßen, dass der Bund keinen Glasfaserausbau für Gegenden mit schwachen Internetleitungen mehr fördert. Der Tenor: Zeitenwende und Digitalisierungsbremse passen nicht zusammen.

Industrie muss sich auf langfristige Materialknappheit einstellen

Ifo Dresden: Aktuelle Krisen-Verknüpfung ist nur Teil des Lieferketten-Problems Dresden, 18. Oktober 2022. Die Materialknappheit in der Industrie könnte noch längere Zeit dauern und ist nicht allein auf die aktuelle Verkettung von Energie- und Lieferketten-Krisen, Corona-Lockdowns in China sowie Krieg und Inflation zurückzuführen. Darauf hat Prof. Joachim Ragnitz vom Ifo-Wirtschaftsforschungsinstitut in Dresden hingewiesen.

Die EU-Kommission plant ein europäisches Chip-Gesetz, um in der Mikroelektronik wieder etwas an Boden zu gewinnen. Foto: Christophe Licoppe für die EU-Kommission

Zu wenig Geld und zuviel Dirigismus im Chipgesetz der EU

Ausschuss der Regionen begrüßt European Chips Act, meldet aber auch Kritik an Dresden/Brüssel, 12. Oktober 2022. Die Sachsen, Brabanter und Vertreter weiterer Mikroelektronik-Regionen in Europa halten das neue europäische Chip-Gesetz grundsätzlich für eine gute Idee. Sie kritisieren allerdings, dass die EU für die darin gewünschte Aufholjagd von Europas Halbleiterindustrie viel zu wenig Geld bereitstellt – bereits längst verkündete Förderprogramme umzuleiten, werde dafür nicht reichen. Das geht aus einer offiziellen Stellungnahme des sächsischen Regionalministers Thomas Schmidt hervor, den der „Europäische Ausschuss der Regionen“ (AdR) als sein Sprachrohr zum „European Chips Act“ ernannt hatte.

Supermassives Schwarzes Loch im Zentrum einer Akkretionsscheibe (Künstlerische Darstellung; NASA/JPL-Caltech)

Kosmos statt Kohle: Lausitz bekommt Großforschungszentrum für Astrophysik

Bund und Land wollen damit Kohleausstieg erleichtern Görlitz/Bautzen, 29. September 2022. Die Lausitz bekommt mit dem „Deutsche Zentrum für Astrophysik“ (DZA) ein neues Großforschungszentrum mit über 1000 Mitarbeitern und 170 Millionen Euro Jahresbudget. Das geht aus einer Mitteilung der Helmholtz-Gemeinschaft hervor. Der Bund und der Freistaat Sachsen wollen damit den Strukturwandel im Zuge des Braunkohleausstiegs in der Lausitz unterstützen.

Die Stromspar-Chips von Globalfoundries sollen eine Schlüsselrolle in der hochautomatisierten Fabrik der Zukunft und im "Internet der Dinge" spielen. Foto: Sven Döring, Globalfoundries

Globalfoundries verdreifacht Kapazität in Dresdner Chipfabrik

US-Auftragsfertiger investiert auch ohne Ipcei-Sondersubventionen eine Milliarde Dollar in Sachsen Dresden, 29. September 2022. Der Mikroelektronik-Auftragsfertiger Globalfoundries (GF) baut angesichts der großen Kundennachfrage die Produktionsanlagen in seinem Dresdner Chipfabrik auch ohne staatliche Sonderförderung aus. Das geht aus Erläuterungen von Konzernchef Thomas Caulfield, Standort-Chef Manfred Horstmann und weiteren Unternehmensvertretern zum GF-Technologiegipfel in Dresden hervor.

Stromkabel und Energie. Foto (bearbeitet): Heiko Weckbrodt

Sachsens Handwerker wollen Atomkraft und Energiepreis-Deckel

Auch Händler und Wirte fordern Ausweitung des Energieangebots Dresden/Düsseldorf, 27. September 2022. Staatlich fixierte Energiepreisgrenzen und ein größeres Energieangebot haben Handwerker, Händler und Wirte in Sachsen mit Blick auf die morgige Ministerpräsidentenkonferenz mit Bundeskanzler Olaf Scholz gefordert. Das geht aus einer Mitteilung der Handwerkskammer Dresden hervor. Das gemeinsame Plädoyer „Alles ans Netz“ von Sachsens Kammern und Verbänden ist eine kaum verklausulierte Forderung, dabei auch auf Atomkraft zu setzen.

Starten künftig Mini-Raketen in der Lausitz? Montage: Heiko Weckbrodt, Fotos: Heiko und Peter Weckbrodt

Raumfahrtkoordinator will Raketenstartplatz in der Lausitz

TU-Professor Fricke schlägt zum Deutschen Luft- und Raumfahrtkongress (DLRK) in Dresden auch neue Förderprogramme für Sachsens Raumfahrtindustrie vor Dresden/Hoyerswerda, 26. September 2022. Sachsen sollte einen Raketen-Startplatz in der Lausitz bauen und ein dauerhaftes eigenes Förderprogramm für die regionale Luftfahrtindustrie auflegen. Das hat der sächsische Luft- und Raumfahrtkoordinator Prof. Hartmut Fricke heute zum Auftakt des „71. Deutschen Luft- und Raumfahrtkongresses“ (DLRK) in Dresden vorgeschlagen. Andocken ließe sich solch Startplatz beispielsweise an das Luftfahrt- und Drohnenforschungszentrum, das bis 2026 für 86 Millionen Euro bei Hoyerswerda entsteht.

Seit 1. Januar 2015 gilt in Deutschland ein gesetzlicher Mindestlohn von 8,50 € pro Stunde. Foito (bearbeitet): Heiko Weckbrodt

Ifo: Mindestlohn-Erhöhung wird Preise weiter steigen lassen

Nur Minderheit plant Entlassungen München, 11. September 2022. Die deutlich höheren Mindestlöhne ab Oktober werden die Inflation weiter anheizen, hat eine Umfrage des Ifo-Instituts München ergeben: Demnach wollen 58 Prozent der befragten Unternehmen mit höheren Preisen auf die steigenden Personalkosten reagieren. „Das dürfte die ohnehin schon große Inflation weiter antreiben“, schätzte Ifo-Arbeitsmarktexperte Sebastian Link ein. Denn diesmal treffen die Lohnerhöhungen mit besonders hohen Kostensteigerungen für Energie und Rohstoffe, Corona-Nachwirkungen sowie einem Abschwung in vielen westlichen Industrieländern zusammen.

Um Strom über große Entfernungen zu transportieren, wird Wechselstrom auf hohe Spannungen transformiert und dann in der Nähe der Verbraucher wieder umgespannt - wie hier im Umspannwerk im Technopark Dresden-Nord. Da manche Anlagen, Geräte und Leuchten aber Gleichstrom brauchen, sind oft vor Ort noch weitere Transformationen durch Gleich- und Wechselrichter nötig. In DC-Fabriken sollen viele dieser Umwandlungen wegfallen. Foto: Heiko Weckbrodt

Handwerkskammer Dresden will Kurswechsel in der Energiepolitik

Wirtschaftsvertreter: Deutschland muss mehr Energie selbst bereitstellen – statt Atom- und Kohlekraftwerke abzuschalten Dresden, 30. August 2022. Einen Kurswechsel in der deutschen Energiepolitik hat die Handwerkskammer Dresden gefordert: Statt weitere Kern- und Kohlekraftwerke abzuschalten und so das Energieangebot weiter zu verknappen, sollte die Bundesrepublik „möglichst viel Energie im Land selbst herstellen und die Leistungsfähigkeit bestehender Anlagen in Deutschland voll ausreizen“, plädierte Kammer-Hauptgeschäftsführer Andreas Brzezinski. Dabei sei es egal, ob dieses höhere Maß an Energie-Autarkie durch durch Wind- Solar-, Kohle-, Gas- oder Kernkraftwerke erreicht werde.

Ifo warnt vor De-Globalisierung von Deutschlands

Studie: Allein die Voll-Abkoppelung von China würde deutsche Wirtschaft sechsmal so teuer kommen wie der Brexit München, 8. August 2022. Wenn sich Deutschland von China ökonomisch entkoppeln würde, wie in jüngster Zeit gelegentlich gefordert, würde dies insbesondere die deutsche Industrie empfindlich schaden. Das hat die Studie „Geopolitische Herausforderungen und ihre Folgen für das deutsche Wirtschaftsmodell“ des Forschungsinstituts „Ifo“ aus München im Auftrag der „Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft“ ergeben. Insbesondere, wenn dies in einen Handelskrieg zwischen der EU und China ausartetet, „käme dies Deutschland knapp sechsmal so teuer wie der Brexit“, heißt es in einer Studienzusammenfassung.

Die TU-Ausgründung Anybrid hat Roboter im Leichtbau-Validierungszentrum Leiv in Dresden mit ihren mobilen Spritzgießmaschinen ausgestattet. Die C-förmigen roten Spritzgießer sind besonders leicht konstruiert. Foto: Heiko Weckbrodt

Bayern und Sachsen vorn beim Standort-Vergleich

Stiftung Familienunternehmen sieht keinen „Ostnachteil“ mehr bei deutschen Standorten München/Dresden, 4. August 2022. Osten ist nicht gleich abgehängt: In einer bundesweiten Vergleichsstudie über Standortqualitäten für Familienunternehmen belegt Sachsen den zweiten Platz, gleich nach Bayern. Das hat die „Stiftung Familienunternehmen“ in München mitgeteilt, die die Studie beim Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim in Auftrag gegeben hatte.