Alle Artikel in: Wirtschaftspolitik

Wirtschaftspolitik

Die Fotomontage des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) zeigt die in Deutschland entwickelte Künstliche Intelligenz "Cimon" in der ISS. Montage: DLR

„Silicon Saxony“ sieht KI, Software und Sensorik als Trendthemen 2019

Verband: Sächsische Hochtechnologie-Wirtschaft befindet sich im Umbruch Dresden, 28. November 2018. Die sächsische Hochtechnologie-Szene soll sich 2019 auf Künstliche Intelligenz (KI), neue Software-Konzepte und Sensorik konzentrieren. Das hat der Vorstand des sächsischen Hightech-Verbandes „Silicon Saxony“ vorgeschlagen. „Der Standort befindet sich im Umbruch“, betonte „Silicon Saxony“-Vorstandssprecher Heinz Martin Esser.

Vietnam im Aufbruch zwischen Althergebrachtem und dem Morgen: Die Straßen und Schienenwege sind vielerorts veraltet und überlastet, viele Transporte wickeln die Vietnamesen mit überladenen Mopeds oder Fahrrädern ab. Foto: Heiko Weckbrodt

TU Dresden richtet Verkehrszentrum in Hanoi ein

Zentrum soll Ingenieurs-Kaderschmiede für Vietnam werden Dresden/Hanoi, 21. November 2018. Verkehrswissenschaftler aus Dresden und Hanoi haben heute in der vietnamesischen Hauptstadt ein gemeinsames vietnamesisch-sächsisches Kooperationszentrum für Verkehrsinfrastruktur eröffnet. Das Zentrum ist an der Hochschule für Verkehrs- und Transportwesen in Hanoi angesiedelt, Kooperationspartner ist die TU Dresden. Es soll den helfen, Ingenieure und Experte für Metro- und Schienenverkehr auszubilden und später beim Bau neuer Schienenstrecken zu unterstützen, teilte das sächsische Wirtschaftsministerium mit.

Auf dem Lausitzring wollen Dekra und Telekom den 5G-Einsatz fürs autonome Fahren testen. Foto: Dekra

Kohlekommission schlägt Reallabor „Power2X“ für Lausitz vor

TU Dresden soll im Kohlerevier ab 2019 Energiespeicher-Forschungen koordinieren Cottbus/Dresden/Görlitz, 2. November 2018. Ein Forschungskonsortium von Professoren der TU Dresden soll ab 2019 in einem „Reallabor“ im Lausitzer Revier verschiedene Speichertechnologien für Energie erforschen. Dazu gehören Verfahren, mit denen sich Strom in künstliche Treibstoffe und Gase (sogenannte „Power2X“-Technologien) wandeln lässt. Das ist einer der Vorschläge für die Zukunft der Lausitz nach dem Braunkohleausstieg, die die sogenannte „Kohlekommission“ nun in einem Zwischenbericht vorgelegt hat.

300-Millimeter-Scheibe mit aufprozessierten Test-Chips. Foto. Globalfoundries / Fraunhofer IPMS

Kein Umstieg auf 7-nm-Chips – US-Rüstungsindustrie fürchtet Rückstand

Kommentar: Militärwirtschaft sieht die Schlüsselrolle der Höchstintegration – Europas Politiker betrachten das eher ein Nebenthema Washington/Dresden, 26. Oktober 2018. Die US-Militärindustrie sorgt sich, weil der Auftragsfertiger Globalfoundries (GF) seine Chipproduktion in den USA nun vorerst doch nicht auf die nächste, leistungsfähigere Generation umstellen will, deren Strukturen nur noch sieben Nanometer (Millionstel Millimeter) messen. Das geht aus Berichten von „Semiconductor Engineering“ und „Heise“ hervor.

Blick auf die Kühltürme des Leag-Kraftwerks Jänschwalde, Foto: Uwe Dobrig für die Leag

Sonderwirtschaftszone Lausitz gefordert

Handwerker: Autobahn-Bau und Batteriebude allein können den Kohleausstieg nicht ausgleichen Dresden, 25. Oktober 2018. Damit die Lausitz nach einem Braunkohle-Ausstieg nicht zum wirtschaftlichen Ödland wird, hat der Dresdner Handwerkskammer-Präsident Jörg Dittrich die Forderung erneuert, dort eine Sonderwirtschaftszone einzurichten. Auch die Ansiedelung einer großen Nato-Instandhaltungsbasis und von Bundesbehörden könnten helfen, sagte er am Donnerstag in Dresden.

Montage der 5G Antenne auf dem Hamburger Fernsehturm in 185 Metern Höhe. Foto: deutsche Telekom

Mobilfunk-Treffen zu Funklöchern in Sachsen

Weiße Flecken und 5G im Fokus Dresden, 22. Oktober 2018. Zu einem „Mobilfunkdialog“ über die „Weißen Flecke“ und den Start der fünften Mobilfunk-Generation „5G“ in Sachsen treffen sich morgen Vertreter der sächsischen Staatsregierung und der großen Telekommunikations-Konzerne Telekom, Vodafone und Telefónica. Das hat Digitalisierungs-Staatssekretär Stefan Brangs angekündigt, der zu dem Treffen eingeladen hatte.

Braucht die EU einen eigenen Finanzminister mit eigenem Haushalt? Frankreich ist dafür, Deutschland eher dagegen, Foto: Heiko Weckbrodt

MIT begrüßt günstigere Sozialversicherung für Freiberufler

Bundestag kippt die bisherige hohe Mindestbeitrags-Bemessungsgrenze Leipzig, 20. Oktober 2018. Die CDU-nahe Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung (MIT) Sachsen hat die geplante Senkung der Sozialversicherungsbeiträge für Freiberufler und andere Selbstständige mit niedrigem Einkommen begrüßt. „Dieser Beschluss war längst überfällig“, betonte der sächsische MIT-Vorsitzende Markus Reichel. „Hiermit sorgen wir dafür, dass vor allem Einzelunternehmern und Freiberufler mehr Geld zur eigenen Verfügung bleibt. Auch Gerade auch Neugründer und Start-ups würden von der Neuregelung profitieren.

Liacon setzt für seine Batterien auf Lithium-Titanat-Polymer-Zellen. Foto: Liacon

Bund drängt auf Batteriezell-Fabriken in Deutschland

Wirtschaftsministerium sieht Energiespeicher mehr und mehr als Schlüsseltechnologie Berlin/Brüssel/Kamenz, 15. Oktober 2018. Bereits seit geraumer Zeit drängen Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) und andere Wirtschaftspolitiker auf eine eigene Batteriezell-Großproduktion in Deutschland. Entsprechende Ansiedlungswünsche hat Wirtschafts-Staatssekretärin Claudia Dörr-Voß auf einer Sitzung der „European Battery Alliance“ in Brüssel nun erneuert.

Seit der Wende verfallen ganze Betriebe in Ostdeutschland - hier ein Beispiel aus der Lausitz. Foto: Heiko Weckbrodt

Ifo-Chef: Ostdeutsche Länder brauchen mehr Spielraum

Wirtschaftsforscher feiern 25 Jahre Ifo in Dresden Dresden, 19. September 2018. Die deutschen Bundesländer sollten mehr Kompetenzen für eine eigene Wirtschafts- und Steuerpolitik bekommen, damit der Aufholprozess Ostdeutschlands endlich wieder an Schwung gewinnt. „Darüber hinaus sollten die Verbindungen zu den mittel- und osteuropäischen Nachbarstaaten ausgebaut werden.“ Das hat ifo-Präsident Clemens Fuest heute bei einer Festveranstaltung in Dresden gefordert, mit der das Wirtschaftsforschungsinstitut das 25. Jubiläum seiner Dresdner Niederlassung gefeiert hat.