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Apps und Anwendungsprogramme im Oiger-Test

Bei den Schwarmerfindern geht es eher locker zu. Hier ein Team auf Zeit, das beim 3. Thingkathon des "Smart System Hub" Dresden neue digitale Konzepte für die Fernwartung von Pumpen in Wasserwerken und für andere kritische Infrastrukturen entwickelt. Foto: Smart Systems Hub Dresden

Schlauer Schwarm beerbt Da Vinci

Dresden profiliert sich als Standort für eine neue Evolutionsstufe des Erfindertums Dresden, 23. März 2020. Wenn wir von Erfindern sprechen, denken wir meist an große Denker wie Da Vinci, Galileo oder Newton, die wirklich noch im stillen Kämmerlein hölzerne Helikopter zeichneten, die Erde an die richtige Stelle im Universum rückten und fundamentale Physikgesetze entwarfen. Da aber leider die Universalgenies ausgestorben sind, entstehen Innovationen heute meist als Kollektivleistung eingespielter Teams. Inzwischen jedoch zeichnet sich schon die nächste Evolutionsstufe des Erfindertums ab: In Erfinderschwärmen vernetzen sich jeweils für kurze Zeit Programmierer, Hacker, Funktechniker, Lötkolben-Nerds und andere helle Köpfe, die sich im „normalen Leben“ womöglich nie begegnen würden. Sie entwickeln binnen Wochen oder auch nur Stunden technologische Innovationen oder raffinierte Geschäftskonzepte, auf die eingefahrene Entwicklungsabteilungen großer Konzerne vielleicht nie kommen würden – und gehen dann wieder auseinander, weiter zum nächsten Projekt. Dies geschieht teilweise übers Internet, teils aber auch in temporär eingerichteten Laboren.

Die Stella-Programmierer wollen mit ihrem G2-Programm Excel beerben. Foto: Anja Schneider/StellaDie Stella-Programmierer wollen mit ihrem G2-Programm Excel beerben. Foto: Anja Schneider/Stella

Digitale Beschaffung

Stella Dresden will mit neuer Software für Betriebe den Maschinenkauf vereinfachen Dresden, 5. Februar 2020. Damit Projektleiter in der Industrie schneller genau die Maschine finden, die das Unternehmen gerade braucht, hat die Dresdner Software-Firma „Stella“ ein Computerprogramm entwickelt, das diese Beschaffungsprozesse digitalisiert. Die Software namens „G2 TypeTec“ soll den zuständigen Ingenieuren die zeitaufwendige Mühe ersparen, für jeden Maschinenkauf Hunderte Seiten mit Datenbeschreibungen und Datenblättern durchzuforsten, bis sie den richtigen Anbieter gefunden haben.

Im Schülerrechenzentrum können Kinder und Jugendliche Programmieren, Elektronik-Löten, Robotik und andere Technologien lernen. Foto: Silvia Kapplusch

Schülerrechenzentrum Dresden startet neue Kurse

Ambitionierte Mädchen und Jungen können Programmieren, Robotik und Löten lernen Dresden, 17. Januar 2020. Digitalisierung und Künstliche Intelligenz (KI) stehen noch ganz am Anfang. Diese und verwandte Technologien werden in den kommenden Jahren Wirtschaft und Gesellschaft noch gründlicher umkrempeln als bisher – darüber sind sich die meisten Branchenbeobachter einig. Und das heißt auch: Unternehmen und Staat werden über viele Jahre hinweg viele neue Programmierer, Elektroniker und KI-Spezialisten brauchen. Schüler, die diesen Karriereweg womöglich einschlagen wollen, können sich im „Schülerrechenzentrum“ (SRZ) der TU Dresden ausprobieren. Diese Fördereinrichtung für begabte Mädchen und Jungen startet demnächst wieder Vorbereitungskurse in „Informatik“, „Programmierung“ und „Elektronik“.

Künftig in E-Mails an sächsische E-Mails verboten: alte Word-Dokumente im Doc-Format. Grafik: hw

Sachsen sperrt alte Word- und Excel-Dateien aus

Nur noch Docx & Co. in der E-Mail an die Behörden erlaubt Dresden, 18. Dezember 2019. Die Sicherheitsberater der sächsischen Staatsregierung haben die Faxen dicke mit Doc, XLS & Co.: Ab dem 1. Januar 2020 sperren die Behörden im Freistaat alle alten Word-, Excel- und Powerpoint-Dateien aus. Das hat die sächsische Staatskanzlei heute angekündigt.

Um Messgeräte und andere Experimentiertechnik - hier ein Labor-Netzteil im Linguawerk Dresden - für komplexe Messungen zu koppeln, schreiben viele Forscher immer wieder neue eigene Software-Lösungen. Foto: Heiko Weckbrodt

SweepMe! Dresden entwirft Software-Assi für Experimentatoren

Computerprogramm von Uni-Ausgründung unterstützt Forscher dabei, neue Ideen auszumessen Dresden, 27. November 2019. Mit „SweepMe!“ hat das Photonikinstitut der TU Dresden eine Firma ausgegründet, deren zentrales Produkt eine Messgeräte-Software ist – die das Unternehmen kostenlos verschenkt. „Unser Programm ist in der Grundversion gratis“, betätigte Mitgründer Axel Fischer. Erlöse erhoffen sich er und sein Mitstreiter Felix Kaschura von bezahlpflichtigen Extras, etwa Datenbank-Verbindungen oder Zusatzmodulen beispielsweise im Auftrag von Mikroelektronik-Firmen.

Auch ein illustrierter Abriss der Kunstgeschichte findet sich in der App. Abb.: SKD

App „Artomat“ hilft, weise über Kunstwerke zu reflektieren

Experten aus Dresden und Usti wollen, dass jeder lernt, „Kunst zu sehen und zu entdecken“ Dresden/ Ústí nad Labem, 15. November 2019. Wer schon immer bei Partys oder Vernissagen mit pointiert-schöngeistigen Sentenzen brillieren wollte, statt dessen aber vor Gemälden oder abstrakten Skulpturen meist ins Stottern kommt, sollte mal die neue App „Artomat“ ausprobieren. Mit dem Programm für iPhones und iPads wollen Experten aus Dresden und Prag auch Laien zu selbstbewussten Kunstkennern voll greifbarer Assoziationen machen.

Datenprofis beim "Open Data"-Hackthon 2019 im Slub-Makerspace in Dresden. Foto. Tobias Sauer für die Landeshaupstadt Dresden

39 Datenprofis entwickeln 13 Prototypen in 2 Tagen

Hackathon zaubert Stadtmodelle aus dem 3D-Drucker Dresden, 14. November 2019. 3D-Drucker und offene Daten machen es möglich: Aus Luftbildern lassen sich heutzutage ziemlich problemlos dreidimensionale Gipsmodelle ganzer Stadtviertel erzeugen. Das haben kreative Programmierer beim Dresdner „Open Data Hackathon“ unter Beweis gestellt – und damit einen Sonderpreis des Staatsbetriebes Geobasisinformation und Vermessung (GeoSN) gewonnen. Dies geht aus einer Mitteilung der Dresdner Wirtschaftsförderer hervor, die den Programmierwettbewerb mitorganisiert hatten.

Die Stadt und ihre Partner laden zum Open-Data-Hackthon ein. Abb.: OPC-Dresden

Hacker zaubern Apps aus offenen Daten

Dresden will mit Hackathon „Open Data“-Konzepte fördern Dresden, 16. Oktober 2019. Neue Wege, von Behörden freigegebene Daten („Open Data“) für neue Apps und nützliche Internet-Seiten zu verwerten, soll ein Hackathon unter dem Titel „„Digitale Welten mit Geodaten“ in Dresden aufzeigen. Dafür laden das Amt für Wirtschaftsförderung und der Verein „Geo-Daten-Infrastruktur Sachsen“ (GDI SN) am 9. und 10. November kreative Hacker und freie Entwickler in die Sächsische Landes- und Uni-Bibliothek Slub ein.

Wissenschaftsnacht 2018 in Dresden: Uniklinik-Forscher haben probeweise eine Ananas in den neuen 3-Tesla-MRT gesteckt, um zu demonstrieren, wie genau sie damit auch Gehirne durchleuchten können. Foto: Heiko Weckbrodt

Barmer startet elektronische Patientenakte

IBM bekommt den Zuschlag Berlin, 14. November 2019. Die Krankenkasse „Barmer“ beginnt im November 2019, von Papierakten auf elektronische Patientenakten (ePA) umzusteigen. Das haben die Barmer selbst sowie das Partnerunternehmen IBM heute mitgeteilt. Praktisch nutzen können die 9,1 Millionen Versicherten der Barmer die digitalen Akten mit der Bezeichnung „Barmer E-Care“ erst ab dem 1. Januar 2021.

Die Fotomontage des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) zeigt die in Deutschland entwickelte Künstliche Intelligenz "Cimon" in der ISS. Montage: DLR

Millionenspritze für KI-Forschung in Sachsen

Scads-Verbund Dresden-Leipzig wird zu „Zentrum für Big Data und Maschinelles Lernen“ ausgebaut Dresden, 4. Oktober 2019. Computerexperten aus Dresden und Leipzig können ihre Forschungen an „Künstlicher Intelligenz“ (KI, englisch: AI) deutlich ausweiten. Das hat die sächsische Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange (SPD) nun mitgeteilt. Bund und Land wollen dafür in den nächsten Jahren rund 20 Million Euro in den Ausbau des sächsischen „Competence Center for Scalable Data Services and Solutions“ (Scads) investieren. Letztlich soll daraus eine dauerhafte Finanzierung erwachsen.

Haben die "Saxonia Awards 2019" gewonnen: Lina Peters, Anja Reusch, Carolin Schoss, und Karin Lampesberger. Foto Tobias Koch

Saxonia-Preise: Ein Tick in der Computerwelt

Saxonia Systems Dresden ehrt vier junge Informatikerinnen mit besonderen Abschlussprojekten Dresden, 23. September 2019. Wie verhält sich ein Computer mit Tourette-Syndrom? Wird je eine Künstliche Intelligenz imstande sein, die Feinheiten der deutschen Grammatik zu durchschauen? Und können uns virtuelle Roboter wiederum helfen, Suaheli, Finnisch oder andere fremde Sprachen zu lernen? Diesen und weiteren faszinierenden Fragen an unsere digitale Zukunft haben sich vier junge Informatikerinnen aus Dresden. Leipzig, Chemnitz und Berlin gewidmet. Und sie haben dabei in ihren Studienabschluss-Arbeiten so herausragende Ergebnissen erzielt, dass die Dresdner Software-Schmiede „Saxonia Systems“ diese Nachwuchs-Expertinnen nun mit dem „9. Saxonia Woman Award” ausgezeichnet hat. Die Jury würdigte zudem auch das gesellschaftliche Engagement der vier Preisträgerinnen.

Prof. Dr. Uwe Aßmann, Dekan der Fakultät Informatik, Technische Universität Dresden in den Technischen Sammlungen Dresden, Sonderausstellung "Schöne neue Cyberwelt? Computerspiele und Gesellschaft" Foto: Heiko Weckbrodt

Sächsische Dekane fordern doppelt soviel Informatik-Ausbildung

Damit Software-Boom im Freistaat nicht abstirbt, soll sich Kapazität von 900 auf 2000 Absolventen pro Jahr erhöhen. Dresden, 16. September 2019. Damit das vielversprechende Wachstum der sächsischen Software-Industrie nicht durch zunehmende Fachkräfte-Engpässe abgewürgt wird, haben der Informatik-Professor Uwe Aßmann von der TU Dresden und weitere Dekane eine Ausbildungsoffensive vom Freistaat gefordert. In ihrem Strategiepapier „Nu.digital“ appellieren sie an die Bildungspolitiker, die akademischen Ausbildungskapazitäten für Informatiker in Sachsen zu verdoppeln und außerdem Roboterlabore für Schüler auf dem Lande einzurichten.

Ein 3D-Laserscanner im Tagebau. Bergbauunternehmen setzen ohnehin immer mehr Sensortechnik im Betrieb ein. Wenn man diese vernetzt und die Daten systematisch analysiert, ist ein effizienterer und auch ein umweltgerechterer Bergbau möglich, sind Forscher vom CLMineOpt-Projekt der TU Freiberg überzeugt. Foto: Andreas Geier / TU Bergakademie Freiberg

Erzschnüffel-App für den Bergmann

Wissenschaftler der TU Freiberg wollen Software-Firma ausgründen Freiberg, 11. August 2019. Geodaten-Experten von der Bergakademie Freiberg entwickeln eine Erzschnüffel-App. Diese Software soll den Bergmännern helfen, ihre Stollen in die richtige Richtung voranzutreiben und ergiebige Erzadern zu finden. Das hat die TU Freiberg mitgeteilt. Die Freiberger Forscher wollen nun eine Softwarefirma auf dieser Basis gründen.

Foto/Montage: hw

Java-Konferenz in Radebeul mit 550 Entwicklern

Neue Internettechnologien, KI und nachhaltige Software-Entwicklung im Fokus Radebeul, 16. Juli 2019. Rund 550 Software-Experten kommen im September 2019 nach Radebeul bei Dresden, um sich über Java, neue Internettechnologien, Künstliche Intelligenz (KI), Maschinelles Lernen und nachhaltige Softwareentwicklung auszutauschen. Das hat die „Java User Group (Jug) Saxony“ angekündigt, die den „Jug Saxony Day“ organisiert.