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Apps und Anwendungsprogramme im Oiger-Test

Auch ohne die Natur abzuzirkeln, können Bauern gute Ernten einfahren und dabei ökologisch wirtschaften - das wollen Ingenieure der HTW mit Projekten wie "Web-Man" zeigen. Foto: Frank Pötzsch für die HTW

Der Web-Man düngt die Felder

HTW Dresden entwickelt künstlichen Düng-Berater für Bauern Dresden, 17. März 2019. Ein Computerprogramm namens „Web-Man“ soll Bauern künftig mit Dünge- und Aussaat-Tipps helfen. Dies soll zu einer besseren Ernte und einer ökologischen Landwirtschaft, die natürliche Ressourcen weniger verschwenderisch nutzt, führen. An solch einer internet-gestützten Lösung arbeitet derzeit die Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Dresden.

Coraixx-Chef Eyk Pfeiffer freut sich: Das Software-Unternehmen hat ein Entwicklungszentrum in Dresden am Albertplatz eröffnet. Foto: Heiko Weckbrodt

Coraixx startet Entwicklungszentrum in Dresden

Softwareschmiede sieht Riesenmarkt für die KI als Buchhalter – 5 Millionen Euro Anschubfinanzierung Dresden, 14. März 2019. Mit „Coraixx“ siedelt sich in Dresden eine weitere Softwareschmiede an: Das junge Finanzservice-Unternehmen aus Frankfurt am Main hat im Simmel-Hochhaus am Albertplatz ein Entwicklungszentrum für „Künstliche Intelligenz“ (KI) in der Buchhaltung eröffnet und mit fünf Millionen Euro Anschubfinanzierung ausgestattet. Die siebenköpfige Startmannschaft soll bis Ende 2020 auf rund 25 Informatiker, Mathematiker, Projektmanager und andere Spezialisten wachsen. „Und die müssen dafür sorgen, dass unsere KI keine Fehler macht“, betont Finanzchef Sven Ulbrich. „Daher brauchen wir die höchste Qualität und die besten Leute.“

Der Dresdener "Smart Systems Hub – Enabling IoT" ist ein Zusammenschluss von Software-, Hardware- und Datenübertragungs-experten, die komplexe Lösungen für das Internet der Dinge entwickeln wollen. Grafik: Smart Systems Hub

Denk-Marathon in Dresden

Technologie-Verbund „Smart Systems Hub“ lädt kluge Köpfe ein, innovative Energie-Lösungen live zu entwickeln Dresden, 5. März 2019. So wie ein Mittag, Honecker & Co. die DDR-Bürger in den 1980ern mit CAD/CAM- und Megabit-Propaganda bombardierten, so bekommen die Deutschen heute allertagen von Politikern und Ingenieuren unter die Nase getrieben, dass ohne Künstliche Intelligenz, Digitalisierung und das Internet der Dinge bald überhaupt nichts mehr geht. Was aber steckt eigentlich hinter diesen Schlagwörtern? Mit einem „Thin[gk]athon“ (deutsch etwa: Denk-Ding-Marathon) und einem Demonstrations-Laster führen Experten derzeit in Dresden vor und erklären, was all das bedeutet, wozu es gut ist und welchen Beitrag die Sachsen dabei zu leisten gedenken.

Fog Computing könnte der nächste große Trend werden. Abb.: Pixabay.com, NeuPaddy, CC0-Lizenz

Der digitale Nebel ist bald überall

Nach dem Cloud-Boom kommt das Fog-Computing Dresden, 4. Februar 2019. Im Cloud-Markt zeichnen sich neue Trends ab – und die gehen hin zur lokalen Rechnerwolke („Edge Cloud“) und zum verteilten Rechnen („Fog Computing“). Vor allem das autonome und vernetzte Fahren, die Hochautomatisierung in den „Industrie 4.0“-Fabriken, aber auch neue Unterhaltungskonzepte für den Endverbraucher werden diese Paradigmenwechsel erzwingen, weil diese Anwendungen allesamt zeitkritisch sind. „Letztlich werden diese neuen Konzepte aber überall wichtig sein“, in allen Szenarien, die Computern rasche Entscheidungen abverlangen, ist Professor Frank H. P. Fitzek überzeugt.

Künstlerische Darstellung der Geburt eines Sternes: Vertikale, helle Jets werden aus dem Zentrum der Gaswolke ausgestoßen, die ein massiver Baby-Stern um sich angesammelt hat. Visualisierung: ESO/L. Calada

Sachsen plant Institut für Systemforschung in der Lausitz

30 Millionen Euro teures „Casus“ nimmt Klimawandel und andere komplexe Phänomene unter die Lupe Dresden, 13. Dezember 2018. Die Landesregierung will in Ostsachsen ein neues Forschungs-Institut für digitale Systemforschung einrichten. Das hat die sächsische Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange (SPD) angekündigt. Das „Center for Advanced Systems Understanding“ (Casus) wird voraussichtlich etwa 30 Millionen Euro kosten. Vorgesehen sind zunächst ein Institutsgebäude und ein Gästehaus. Eine Anschubfinanzierung von zwei Millionen Euro hat nun der sächsische Landtag genehmigt. Weitere Mittel erhoffen sich die Sachsen vom Bund.

Die Modellfabrik ist als "Testbett" für das "industrielle Internet der Dinge" konzipiert. Abb.: HTW Dresden

SAP kooperiert mit Digitalknoten Dresden

Softwarekonzern und „Smart Systems Hub“ wollen gemeinsam digitale Experten ausbilden Dresden, 10. Dezember 2018. . Um den Mittelstand fit für das „Internet der Dinge“ zu machen, arbeiten der Walldorfer Software-Konzern SAP und der Verbund „Smart Systems Hub“ künftig enger zusammen. Eine entsprechende Koperationsvereinbarung haben heute SAP-Deutschland-Chef Daniel Holz und „Smart Systems Hub“-Geschäftsführer Michael Kaiser in der sächsischen Landeshauptstadt unterzeichnet.

Umringt von DIS-Kindern in Dresden startet Zouzoucar-Chef Fabien Compère (Mitte, orange Weste) die deutsche Ausgabe der Kinder-Mitfahr-App "Zouzoucar". Foto. Heiko Weckbrodt

Kinder-Mitfahr-App „Zouzoucar“ in Dresden gestartet

Franzosen wollen Umwelt und Nerven der Eltern schonen Dresden, 7. Dezember 2018. Die französische Software-Firma „Zouzoucar“ hat Dresden als Pilotstadt für den deutschen Markt ausgesucht und hier seine gleichnamige Kinder-Mitfahr-App gestartet. Das Miniprogramm für iPhones und Android-Telefone soll Eltern vernetzen: Die Mütter und Väter können dort eintragen, wann sie ihre eigenen Kinder zur Schule, zum Tanzunterricht oder zur Geburtstagsparty bringen und dann anbieten, andere Kinder gleich mitzunehmen. „Das erspart Stress, schont die Umwelt und sorgt für neue Kontakte mit anderen Familien“, preist Zouzoucar-Chef Fabien Compère das Konzept an.

Künstliche Intelligenz (KI) gilt inzwischen als zentrale Schlüsseltechnologie des Digital-Zeitalters. Die Deutschen sehen die KI-technologie aber eher skeptisch und risikobehaftet. Foto: Geralt. Pixabay, CC0-Lizenz

Computer sollen sich erklären lernen

Elf Millionen Euro für Forschungen in Dresden und Saarbrücken an selbsterklärender Software Dresden, 26. November 2018. Nicht nur für Laien, selbst für Experten verhalten sich Computer manchmal höchst unverständlich: Gelegentlich friert Windows ohne ersichtlichen Grund ein, gibt Siri scheinbar abstruse Vorschläge oder unternimmt ein Transportroboter plötzlich ein waghalsiges Manöver. Und in Zukunft sollen solche Systeme – mit „Künstlicher Intelligenz“ versehen – noch komplexere Aufgaben lösen: Computer sollen Autos steuern, medizinische Experten beraten und ganze Fabriken steuern. Umso dringlicher erscheint daher die Aufgabe, dass die Menschen verstehen, was die Maschinen für sie aushecken. Informatiker und andere experten aus Dresden und Saarbrücken daher nun einen Sonderforschungsbereich „Grundlagen verständlicher Software-Systeme“ eingerichtet. Das hat die TU Dresden mitgeteilt.

Im modernen Großstadt-Verkehr gewinnt das lange Zeit nur theoretisch diskutierte „Internet der Dinge“ bereits praktische Bedeutung: Weltweit arbeiten führende Automobil-Hersteller, -Zulieferer und -forscher daran, die zahlreichen funkfähigen Geräte, die heute schon auf den Straßen unterwegs sind, zu vernetzen, um den Verkehr sicherer und bequemer zu machen: Die Funkblasen von Smartphones zum Beispiel können wie ein Annäherungsalarm zwischen Fahrzeugen und Fußgänger wirken, aber auch Navi-Geräte und Radarsensoren im Autos oder GPS-Halsbänder für Hunde können – miteinander vernetzt – Unfalle vermeiden helfen. Foto: NXP

Autonutzer und Pornographen unter der Datenlupe

Saxonia Systems Dresden zeichnet hervorragende Nachwuchs-Informatikerinnen mit „Saxonia Woman Awards“ aus Dresden, 24. September 2018. Für Taxifahrer ist sein Mercedes ein Arbeitstier, das schön lange durchhalten soll. Etwas anders sieht das schon der PS-Protzer – der will, dass der Bolide schön röhrt. Der Sparfuchs wiederum möchte, dass sein Automobil so wenig Sprit wie möglich schluckt. Sollte Daimler daher seine Autos für Taxi-Genossenschaften gleich ganz anders konstruieren als für den Privatkunden? Können Bauteile je nach Nutzer-Typ verändert werden? Finden sich in Verkehrsdaten immer wiederkehrende Nutzer-Muster? Diesen und ähnlichen Fragen ist die Wirtschaftsinformatikerin Daniela Schmitt von der FU Berlin in ihrer Master-Abschlussarbeit nachgegangen. Nun hat sie dafür den 1. Preis im Wettbewerb „Saxonia Woman Award“ gewonnen.

Künstliche Intelligenz (KI) gilt inzwischen als zentrale Schlüsseltechnologie des Digital-Zeitalters. Die Deutschen sehen die KI-technologie aber eher skeptisch und risikobehaftet. Foto: Geralt. Pixabay, CC0-Lizenz

Keine Macht der KI: Technologie stößt bei Deutschen auf Skepsis

„You-Gov“-Umfrage: Nur eine Minderheit sieht einen überwiegenden Nutzen Köln, 11. September 2018. Forscher und Manager erhoffen sich große Fortschritte vom „Künstlicher Intelligenz“ (KI). Doch die meisten Deutschen sehen den nahenden KI-Breiteneinsatz eher septisch: Ein Viertel (26 %) erwarten mehr Risiken als Chancen von KIs, knapp die Hälfte (45 %) sehen eine vernünftige Balance zwischen Risiken und Chancen – und nur für 15 Prozent überwiegt klar der Nutzen. Das hat eine Umfrage von „You-Gov“ unter 2000 Menschen in Deutschland ergeben, die laut eigenen Angaben des Marktforschungsinstituts repräsentativ war.

Patient Horst Maier zeigt in der Uniklinik Dresden sein Smartphone, auf dem er die Parkinson-Früherkennungs-App für Studienzwecke installiert hat, Foto: Heiko Weckbrodt

Die App und das Zittern

Uniklinik Dresden entwickelt mit internationalen Kollegen eine Früherkenner-App für Parkinson Dresden, 10. September 2018. Neurologen vom Uniklinikum Dresden haben gemeinsam mit Informatikern und Medizinern aus Griechenland, England, Belgien, Portugal und Schweden die App „iPrognosis“ entwickelt, die in Zukunft Menschen helfen soll, eine drohende Parkinson-Nervenkrankheit frühzeitig zu erkennen. Wenn ein Nutzer diese App auf sein Android-Smartphone aufspielt, registriert das Mini-Programm zum Beispiel das sachte Handzittern oder die erstarrende Mimik, mit denen sich „Parkinson“ oft als erstes zu melden beginnt. Mehren sich die Symptome, warnt die App den Nutzer und rät, einen Neurologen zu konsultieren.

In Reick neben Pactec-Nagema baut Itelligence derzeit das Schokopack-Hochhaus um. Foto. Heiko Weckbrodt

Software-Branche in Sachsen wächst

Mitarbeiterzahl auf 25.000 verdoppelt Dresden, 5. September 2018. Die Chipfabriken in Sachsen mögen für mehr Schlagzeilen sorgen – aber im Windschatten der Halbleiter-Industrie und anderer Technologie-Sektor wächst im Freistaat auch die Software-Industrie: Im „Silicon Saxony“ beschäftigt diese Branche inzwischen rund 25.000 Mitarbeiter – doppelt soviel wie noch 2007, als die Software-Wirtschaft hier 11.000 Beschäftigte zählte. Darauf hat der sächsischen Hightech-Wirtschaftsverband „Silicon Saxony“ hingewiesen.

Im Schülerrechenzentrum können Kinder und Jugendliche Programmieren, Elektronik-Löten, Robotik und andere Technologien lernen. Foto: Silvia Kapplusch

Robotik-Asse und Software-Nerds von morgen gesucht

Schülerrechenzentrum Dresden bietet Kurse an Dresden, 27. August 2018. Wie programmiere ich ein Spiel in C++? Wie krempele ich das freie das Betriebssystem Linux um? Diesen und weiteren Herausforderungen für digital begeisterte Kinder und Jugendliche offeriert das Schülerrechenzentrum (SRZ) Dresden. Auch können die jungen Teilnehmer zum Beispiel lernen, wie sich Lego-Roboter steuern lassen und vieles mehr. Die Kurse dafür beginnen nach den Sommerferien, kündigte die TU Dresden als SRZ-Betreiber an.