Alle Artikel in: Wirtschaft

Berichte und Kurznachrichten aus der Hightech-Branche

T-Systems-Chef Adel Al-Saleh. Foto: Deutsche Telekom

T-Systems streicht jeden 5. Job

Fast jeder fünfte Job soll wegfallen Bonn/Dresden, 22. Juni 2018. Der T-Systems-Chef Adel Al-Saleh will in dem von ihm geführten Unternehmen weltweit 6000 Mitarbeiter vor die Tür setzen, 4000 Stellen verlagern und 600 Millionen Euro Kosten einsparen. In Deutschland werden in den nächsten drei Jahren etwa 2000 Arbeitsplätze pro Jahr wegfallen. Al-Saleh plant außerdem, 210 der bisher 230 Bürostandorte von T-Systems zu schließen. Das geht aus einer Mitteilung der Muttergesellschaft „Deutsche Telekom“ in Bonn hervor.

Visualisierungen der geplanten ID-Elektroautos von VW. Foto: VolkswagenVisualisierungen der geplanten ID-Elektroautos von VW. Foto: Volkswagen

VW sichert sich Feststoffbatterie-Technologie aus USA

Konzern investiert 100 Millionen in „QuantumScape“ San José, 22. Juni 2018. Volkswagen investiert 100 Millionen Dollar in das kalifornische Batterie-Unternehmen „QuantumScape“ in San José. Das teilte VW heute mit. Damit will sich der deutsche Autokonzern Zugang zur Feststoffbatterie-Technologie der US-Amerikaner sichern. Für 2025 plant VW eine Energiespeicher-Massenproduktion auf dieser Basis. „Die Feststoffbatterie wird eine Wende bei der Elektromobilität markieren“, prognostizierte VW-Maneger Axel Heinrich.

Drewag-Netz-Chef Frank Otto (links), Drewag-Chef Frank Brinkmann und Dresdens OB Dirk Hilbert (FDP) schwingen die Spaten für das neue Umspannwerk in Dresden-Rähnitz. Foto: Volker Bellmann für die Drewag

Mehr Strom für neue Bosch-Chipfabrik Dresden

Drewag verstärkt für 11 Millionen Euro Energieversorgung im Dresdner Norden Dresden, 19. Juni 2018. Damit die neue Chipfabrik von Bosch ab April 2019 genug Strom bekommt, investieren die Stadtwerke nun knapp elf Millionen Euro im Dresdner Norden: An der Ecke von Wilschdorfer Landstraße und „An der Bartlake“ entsteht ein neues „Umspannwerk Rähnitz“. Die Station soll später im Endausbau drei Trafos zu jeweils 40 Millionen Voltampere haben. Das teilte die Drewag heute mit. Zweck der Umspannstation ist es, den Strom von den Hochspannungsnetzen herunter zu transformieren.

Selbst im Sommer entsteht 99 % des Regens in unseren Breiten in Eiswolken - hier eine Archivaufnahme vom Elbufer in Dresden. Foto: Heiko Weckbrodt

Deutscher Aufschwung flaut ab

Ifo-Institut korrigiert Prognose für Wirtschaftswachstum deutlich herunter München, 19. Juni 2018. Die deutsche Wirtschaft wächst weiter, aber nicht mehr so stark wie erwartet. Das geht aus einer aktualisierten Prognose des Wirtschaftsforschungs-Instituts Ifo aus München hervor. Die Volkswirte erwarten demnach für 2018, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP = Summe aller erwirtschafteten Waren und Leistungen) nur um 1,8 Prozent wächst statt um 2,6 Prozent, wie noch im Frühjahr vorhergesagt. Für 2019 korrigierten die Ökonomen ihre BIP-Zuwachsprognosen von 2,1 auf ebenfalls 1,8 Prozent herunter.

Der thüringische Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) im Werkzeugbau mit Michael Eckl (links) und Alexander Eras (rechts). Foto: BMW

BMW baut Fabrik in Eisenach aus

Thüringen wird größter Werkzeugbau-Standort Eisenach, 18. Juni 2018. BMW investiert in sein Werk in Eisenach rund 42 Millionen Euro. Damit soll die Fabrik in Thüringen bis 2022 zum führenden größten Werkzeugbau-Standort im Unternehmensverbund profiliert werden. Das hat die Konzernspitze des deutschen Autokonzerns heute angekündigt.

Der niederländische Halbleiter-Experte Rutger Wijburg ist ab Juni 2018 einer der beiden Geschäftsführer von Infineon Dresden. Foto: Infineon Dresden

Wijburg wechselt von Glofo zu Infineon Dresden

Niederländer löst Kamolz ab Dresden, 15. Juni 2018. Der frühere Chef des Dresdner Chipwerks von Globalfoundries, Rutger Wijburg, wird mit sofortiger Wirkung einer der beiden Geschäftsführer von Infineon Dresden. Das teilte der deutsche Halbleiterkonzern Infineon heute mit. Der 56-jährige Elektrotechniker und Manager Wijburg leitet fortan gemeinsam mit Raik Brettschneider die Geschicke der Dresdner Infineon-Chipfabriken mit ihren rund 2200 Mitarbeitern Er löst an dieser Stelle Mathias Kamolz, der die Geschäftsführung „aus persönlichen Gründen“ abgibt, wie Infineon mitteilte.

Das Startup carVertical zieht im September in die Gläserne Manufaktur in Dresden ein. Hier mit der VW-Experten-Jury. Foto: Volkswagen/Garda

VW-Inkubator Dresden wird internationaler

Sammeltaxen für Kindergeburtstage und Apps für lauffaule Autofahrer: 5 von 6 Brutplätzen im Herbst sind nun an Start-ups vergeben Dresden, 14. Juni 2018. Nachdem der Volkswagen-Firmenbrüter in Dresden bisher vor allem deutsche Jungunternehmen mit innovativen Mobilitätskonzepten ausgebrütet hatte, füllt er sich im September 2018 ganz und gar mit internationalen Start-ups. Das geht aus einer Mitteilung der gläsernen VW-Manufaktur Dresden hervor. Demnach sind nun fast alle Brutplätze für den Herbst vergeben.

Robotik ist einer der Schwerpunkte im Smart Production Lab. Das Wolfsburger Labor kümmert sich dabei eher um die Hardware, die Dresdner um die Software. Foto: Jens Oellermann/ Volkswagen AG

VW richtet „Industrie 4.0“-Labor in Dresden ein

22 Spezialisten sollen in neuem „Smart Production Lab“ die Software für hochautomatische Fabriken entwickeln Dresden, 13. Juni 2018. VW stärkt den Standort Dresden und richtet neben der Elektroauto-Produktion hier nun auch eine Forschungsabteilung ein. Das teilte das Automobil-Unternehmen heute mit. Im Herbst 2018 werden demnach 22 Spezialisten in ein neues „Smart Production Lab“ in der gläsernen VW-Manufaktur einziehen. Sie sollen an Software-Lösungen für die hochautomatischen vernetzten Auto-Fabriken der „Industrie 4.0“ tüfteln, im englischen Sprachraum auch „Industrial Internet of Things“ (IIoT) genannt.

Reinraumbrücke bei Globalfoundries Dresden. Foto: Globalfoundries

Wirtschaftsministerium: Kurzarbeit bei Globalfoundries durch Auftragsverlust

Minister sucht Gespräch mit dem Chipkonzern und Betriebsrat Dresden, 12. Juni 2018. Die Kurzarbeit und der geplante Personalabbau in der Dresdner Chipfabrik von Globalfoundries (GF) hat anscheinend auch mit Auftragsverlusten zu tun. Das geht aus einem Kommentar des sächsischen Wirtschaftsministers Martin Dulig (SPD) hervor. Demnach plane das Unternehmen die Kurzarbeit, „um den Verlust von wichtigen Aufträgen auszugleichen“. GF selbst hatte in seiner Ankündigung eher von einer Neuausrichtung im Markt gesprochen.

"Onkel Ho" mag immer noch omnipräsent sein - wie hier in Ho-Chi-Minh-Stadt alias Saigon - , doch Vietnam öffnet sich immer mehr dem Westen. Und viele Vietnamesen haben ganz speziell Deutschland entweder besucht oder dort gearbeitet. Foto: Heiko Weckbrodt

Lage in Vietnam eskaliert

Parlament verschiebt nach anti-chinesischen Protesten Entscheid über Sonderwirtschaftszonen Hanoi/Saigon/Phan Thiet, 12. Juni 2018. Im Konflikt um Sonderwirtschaftszonen und befürchtete chinesische Landnahmen hat sich die Lage in Vietnam anscheinend verschärft. Das geht aus Informationen hervor, die uns vorliegen, aber nicht offiziell bestätigt sind.

Siliziumkarbid-Wafer (SiC) von NXP mit 7,5 Zentimetern Durchmesser. Foto: NXP

Weltweiter Halbleiterumsatz boomt

Seoul, 12. Juni 2018. Im Jahr 2017 ist der weltweite Halbleiterumsatz auf  über 420 Milliarden US-Dollar gestiegen, was einem Wachstum gegenüber 2016 um 21,6 Prozent entspricht. Bemerkenswert ist dabei, dass Samsung  mit knapp 60 Milliarden Dollar  Umsatz erstmals vor Intel die Nummer 1 geworden ist. Unter den 1o umsatzstärksten Halbleiterunternehmen nimmt die einzige Firma aus Europa – nämlich NXP aus den Niederlanden – den 10. Platz ein und weist als einzige Firma einen Rückgang  im Jahre 2017 auf – um 6,1%  Western Digital weist mit 119.6 % die höchste Wachstumsrate im Jahre 2017 auf.

Die Stromspar-Chips von Globalfoundries sollen eine Schlüsselrolle in der hochautomatisierten Fabrik der Zukunft und im "Internet der Dinge" spielen. Foto: Sven Döring, Globalfoundries

Globalfoundries Dresden geht in Kurzarbeit

Chipwerk ist nicht ausgelastet Dresden, 11. Juni 2018. Der US-Konzern Globalfoundries (GF) setzt die Belegschaft in seinem Dresdner Chipwerk auf Kurzarbeit. Das hat der neue Geschäftsführer Thomas Morgenstern heute Abend angekündigt. Außerdem will er Mitarbeiter dazu überreden, das Unternehmen freiwillig zu verlassen, damit er Lohnkosten sparen kann. Er machte eine „vorübergehende Unterauslastung“ der Fabrik für diese Kürzungen verantwortlich.

Cobotics: Mensch und Maschine sollen künftig enger zusammenarbeiten, auch ohne Schutzzäune. Foto: Kuka

Rekordjahr für Roboter

Mehr Umsatz für deutschen Automatisierungsbau Frankfurt am Main, 5. Juni 2018. Die deutsche Automatisierungsindustrie und Robotik boomt: Die starke Nachfrage aus China und der weltweite Trend hin zu hochautomatisierten „Industrie 4.0“-Fabriken sorgt in der Branche für Umsatzrekorde. Das hat Vorstand Norbert Stein vom Fachverband „Robotik + Automation“ innerhalb des „Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau“ (VDMA) im Frankfurt am Main eingeschätzt.

Coool-Case-Fabrik in Dresden. Foto: Coool Case

Cooolcase gibt PC-Fabrik in Dresden-Kaditz auf

Chef Michel: Unsere Wege passen nicht mehr zu denen von Heliatek Dresden, 4. Juni 2018. Cooolcase Dresden steht vor einer neuen Transformation-Stufe auf dem langen Weg vom ehemaligen Robotron-Werk zur Mechanik-Foundry: Das ehemalige Computer-Unternehmen zieht aus seiner früheren PC-Fabrik in Dresden-Mickten aus und überlässt sie der Organiksolar-Firma Heliatek. Das hat Cooolcase-Chef Christian Michel angekündigt. „Die Wachstumspläne und die industrielle Ausrichtung beider Unternehmen lassen sich nicht mehr vereinbaren“, sagte er auf DNN-Anfrage. „Einer muss weichen – und das werden wir sein.“