Alle Artikel in: Wirtschaft

Berichte und Kurznachrichten aus der Hightech-Branche

Blick in das Mobilfunk-Testlabor der Messeveranstalter, das Bernd Theiss leitet. Foto: Weka Media

Technologieschau „Connect ec“ wechselt 2020 ins Messegelände Dresden

Organisatoren versprechen mehr Erlebniswert Dresden, 10. Dezember 2019. Mit einem etwas geänderten Konzept und an einem neuen Ort wird die Weka-Verlagsgruppe die noch junge Technologiemesse „Connect ec“ in Dresden im Frühjahr 2020 fortsetzen. Das hat Chefredakteur und Mitorganisator Marc-Oliver Bender von der Weka-Zeitschrift „Connect“ auf Anfrage mitgeteilt. Er will mit der „Connect ec“ die Lücke füllen, die das Ende der Computermesse „Cebit“ in Deutschland gerissen hat.

Der Keramik-Filter mit 19 Kanälen und Aktivkohle für die Fischzucht. Foto: Fraunhofer IKTS

Sachsens Betriebe stecken mehr in den Umweltschutz

Knappe halbe Milliarde Ausgaben in der Industrie für weniger Emissionen und Ressourcenverbrauch Kamenz, 10. Dezember 2019. Die sächsische Industrie investiert mehr in den Umweltschutz als früher. Das geht aus Angaben des statistischen Landesamtes in Kamenz hervor. Die Statistiker stützen sich dabei auf eigene Umfragen im verarbeitenden Gewerbe.

Lambertz-Chef Hermann Bühlbecker übergibt dem russischen Präsidenten Wladimir Putin ein vertrauetes Gebäck: einen Dresdner Stollen von "Dr. Quendt". Fotonachweis: Lambertz-Gruppe

Dresdner Stollen aus Dresden für Präsident Putin

Lambert-Chef übergibt Gebäck aus der Dresdner “Dr. Quendt”-Naschfabrik Dresden/Sotschi, 9. Dezember 2019. Um seine Lebkuchen-Export nach Russland anzukurbeln, hat Lambertz-Chef Hermann Bühlbecker dem russischen Präsidenten Wladimir Putin bei einem Besuch in Sotschi einen Dresdner Stollen von „Dr. Quendt“ geschenkt. Das hat die Aachener Lambertz-Gruppe, zu der das Dresdner Backunternehmen inzwischen gehört, heute mitgeteilt.

Rotorblätter sind oft aus Glasfaser- oder Karbonteilen gefertigt. Das macht sie leichter als Stahlblätter. Aber die Entsorgung der Faserverbundstoffe ist deutlich anspruchsvoller als bei Stahl, der einfach wieder eingeschmolzen werden kann. Hier ein Blick auf einen Windpark in Simonsberg in Schleswig-Holstein. Foto: Tim Riediger für BWE/ Bundesverband Windenergie

Alte Wind-Rotorblätter kommen in den Ofen

Deutscher Windkraft-Verband fordert einheitliche Standards in Europa, um Entsorgungsfirmen besser auszulasten. Berlin/Dresden, 8. Dezember 2019. Die europäischen Staaten sollten sich einheitlich auf Standards einigen, wie alter Windkraft-Anlagen und vor allem deren Rotor-Blätter entsorgt werden. Das hat der „Bundesverband Windenergie“ aus Berlin gefordert und dazu ein Positionspapier vorgestellt.

Mit dem Mobilfunk der 5. Generation (5G) verbinden vor allem Autohersteller und Automatisierungsindustrie große Hoffnungen. Foto: Heiko Weckbrodt

Telekom bietet ab 2020 auch 5G-Mobilfunk in Dresden

Rosa Riese will ab nächstem Jahr alle 16 Landeshauptstädte am 5G-Netz haben Dresden, 4. Dezember 2019. Dresden galt eigentlich als Hochburg des Mobilfunks der fünften Generation (5G) – immerhin hat das 5G-Labor der TU diesen neuen Standard mitentwickelt. Doch in der praktischen Netz-Abdeckung hinkt de sächsische Landeshauptstadt hinterher: Bisher hat laut derzeitigem Informationsstand nur Vodafone einen einzelnen 5G-Masten in Betrieb genommen. Das soll sich 2020 ändern: Dann will auch die Telekom Dresden mit 5G-Funk versorgen. Das hat das Telekommunikations-Unternehmen heute angekündigt.

Uwe Gäbler leitet bei Infineon Dresden das neue entwicklungszentrum für KI und Automobilelektronik. Foto: Heiko Weckbrodt

Neues Infineon-Entwicklungszentrum in Dresden wächst

Chef Uwe Gäbler hat KI, Autoelektronik und Chipdesign im Fokus Dresden, 29. November 2019. Im neuen Infineon-Entwicklungszentrum in Dresden Infineon wollen sich die Ingenieure und Wissenschaftler nicht nur auf neue Automobilelektronik und Chipdesign konzentrieren, sondern auch auf dezentrale „Künstliche Intelligenz“ (KI) für Sensorchips und andere digitale Systeme. Das hat deren Chef Uwe Gäbler angekündigt. „Da geht es zum Beispiel um die Objekterkennung per Radar“, erklärte er.

Der Dresdener "Smart Systems Hub – Enabling IoT" ist ein Zusammenschluss von Software-, Hardware- und Datenübertragungs-experten, die komplexe Lösungen für das Internet der Dinge entwickeln wollen. Grafik: Smart Systems Hub

„Smart Systems Hub“ Dresden zieht zur Hightech-Startbahn

Ideenfabrik soll für Radarchips aus Dresden neue Produktideen neben Autos und Google-Smartphones finden Dresden, 29. November 2019. Das Dresdner Technologie-Netzwerk „Smart Systems Hub“ wächst. Daher zieht die Koordinierungsstelle des Hubs zum Jahresende vom SAP-Gebäude am Postplatz in ein neues, größeres Domizil an der Tharandter Straße um. Das hat Hub-Geschäftsführer Michael Kaiser auf Oiger-Anfrage mitgeteilt. Der neue Sitz wird demnach gleich neben dem Verein „Hightech-Startbahn-Netzwerk“ und dem „Kino in der Fabrik“ sein.

Volkswagen hat neben der Gläsernen Manufaktur Dresden eine Gratis-Strom-Tankstelle eröffnet. Foto: Heiko Weckbrodt

VW-Manufaktur Dresden liefert 100.000. E-Golf aus

Elektrischer Golf ist aber ein Auslaufmodell: In einem Jahr startet auch in Dresden die ID3-Montage Dresden, 27. November 2019. Volkswagen hat gestern in seiner gläsernen Manufaktur in Dresden den 100.000. elektrischen Golf ausgeliefert. Das hat VW heute mitgeteilt. Das weiße Jubiläumsfahrzeug gehört nun Maik Jaehde aus Landolfshausen bei Hannover. Montiert wurde sein E-Golf in Dresden.

Die Gründer Andreas Mönch und Viola Klein freuen sich: Sie haben die Saxonia Systems AG an Zeiss verkauft. Foto: Sabine Mutschke für Saxonia

Zeiss kauft „Saxonia Systems“ Dresden

Technologiekonzern will durch Akquise seine Softwarekompetenz stärken Dresden/Oberkochen, 27. November 2019. Der Technologiekonzern „Zeiss“ kauft die Dresdner Softwareschmiede „Saxonia Systems“. Das hat Zeiss heute in Oberkochen angekündigt. Der Technologiekonzern will durch die Übernahme seine Softwarekompetenz verbessern.

Foto/Montage: hw

Software und KI treiben Sachsens Hochtechnologie-Sektor an

Branchenverband „Silicon Saxony“ rechnet weiter mit Wachstum Dresden, 26. November 2019. Künstliche Intelligenz (KI) und Software waren im Jahr 2019 die Wachstumstreiber für den Hochtechnologie-Standort Sachsen. Das haben Vorstand Heinz Martin Esser vom Automatisierungs-Unternehmen Fabmatics und Geschäftsführer Frank Bösenberg am Dienstagabend auf der Jahreshauptversammlung des Branchenverband „Silicon Saxony“ in Dresden eingeschätzt.

Notstrom-Diesel in einem Dresdner Rechenzentrum. Die Zeit, bis er hochfährt, überbrücken bei einem Stromausfall große Batterien. Foto: Heiko Weckbrodt

So schützen sich Rechenzentren und Chipfabriken gegen Stromausfälle

Jede Sekunde ohne Energie würde Millionenverluste bedeuten Dresden, 25. November 2019. Der große Juwelenraub im Grünen Gewölbe Dresden, für den die Einbrecher möglicherweise auch die Stromversorgung in der Umgebung des Museums gekappt haben, wirft die Frage auf: Lässt sich solch ein großer Komplex gegen versehentliche und absichtlich herbeigeführte Stromausfälle überhaupt absichern? Vor allem die Mikroelektronikindustrie und Rechenzentren-Betreiber haben dafür sehr zuverlässige Lösungen entwickelt. Denn Chipfabriken dürfen höchstens bei „großen Wartungen“ mal stillstehen: Ein abrupter Stopp könnte die extrem teuren Maschinen beschädigen, halbfertige Chipscheiben im Wert mehrerer Eigenheime unbrauchbar machen und es nötig machen, die Anlagen über Tage hinweg wieder hochzufahren und einzujustieren. Ähnliches gilt für Rechenzentren: Hier könnten wenige Sekunden ohne elektrische Versorgung bereits Kundendaten im Millionenwert den digitalen Orkus herunterspülen.