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Berichte und Kurznachrichten aus der Hightech-Branche

Globalfoundries Dresden. Foto: Heiko Weckbrodt

Gewerkschaft dringt auf Tarifvertrag mit Globalfoundries Dresden

  Rund 400 Chipwerker demonstrierten mit „Tarif-Mittagspause“ vor dem Werktor Dresden, 23. August 2019. Rund 400 Chipwerker haben heute auf Einladung der „Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie“ (IG BCE) vor den Werktoren von Globalfoundries Dresden mit einer „Tarif-Mittagspause“ demonstriert. Die Gewerkschafter wollen erreichen, dass das Halbleiterunternehmens den BCE-Tarifverträgen beitritt, die Arbeitszeiten der Beschäftigten verkürzt und die Entlohnung im Hause transparenter wird.

Globalfoundries Dresden. Foto: Heiko Weckbrodt

Globalfoundries Dresden appelliert an Belegschaft zu wählen

Dresden, 22. August 2019. Globalfoundries Dresden und andere Unternehmen in Sachsen haben ihre Mitarbeiter aufgefordert, am 1. September 2019 an der sächsischen Landtagswahl teilzunehmen. Darüber hinaus forderten die Manager ihre Leute auf, sich „bewusst für Kandidaten und Parteien“ zu entscheiden, „die unser Land mit Mut, Visionen und Werten in die Zukunft führen wollen“. Der Aufruf enthält keine direkte Wahlempfehlung. Es ist aber unschwer zu erkennen, dass er sich indirekt gegen die AfD und deren Politik richtet.

Das AMTC Dresden ist auf Chipmasken spezialisiert. Foto: AMTC

Mehr Chipmasken aus Sachsen

AMTC investiert 130 Millionen Euro in Dresden Dresden, 22. August 2019. Das Dresder Chipmasken-Werk Advanced Mask Technology Center (AMTC) tätigt die größte Erweiterungs-Investition seit seiner Gründung im Jahr 2002: Das Gemeinschaftsunternehmen von Globalfoundries und Toppan Photomasks hat seine Reinraumflächen um 900 auf 3300 Quadratmeter ausgebaut. Dort werden nun Produktionsanlagen aus dem Schwesterwerk BTVM in Burlington in den USA installiert. Insgesamt umfasst der Ausbau ein Investitionsvolumen von 130 Millionen Euro, teilte das AMTC mit. Zentrum will EUV-Pilotlinie einrichten Das Zentrum fertigt die gläsernen Belichtungsvorlagen, die in der Halbleiterproduktion gebraucht werden, um die wenige Nanometer (Millionstel Millimeter) kleinen Schaltungsstrukturen der Computerchips zu erzeugen. Das AMTC ist laut eigenen Angaben in Europa der führende Anbieter für solche Masken. Derzeit kann das Zentrum Belichtungsvorlagen bis hinab zur Stukturgeneration 12 Nanometer liefern. Ein Forschungsschwerpunkt sind auch Masken für neuartige Belichter, die „Extreme Ultraviolett“-Strahlen (EUV) für die Produktion besonders kleinstrukturierter Schaltkreise nutzen. Eine EUV-Pilotlinie ist geplant. Photomasken aus Dresdenin aller Welt „Photomasken aus Dresden werden in aller Welt für die Chipherstellung benutzt“, betonte AMTC-Chef Thomas Schmidt. Damit findet man das AMTC …

Topas Dresden: Geschäftsführer Andreas Rudolph inspiziert in der neuen Montagehalle eine entstehende Filterprüfanlage. Foto: Heiko Weckbrodt

Topas hat Filterprüftechnik-Fabrik in Dresden-Reick ausgebaut

Damit drinnen das Klima prima bleibt Dresden, 21-. August 2019. Weil die Nachfrage für sächsische Filter-Prüftechnik weltweit steigt, hat das Technologieunternehmen „Topas“ seine Fabrik in Dresden-Reick ausgebaut: Für über vier Millionen Euro ist an der Gasanstaltstraße ein Dreigeschosser entstanden, in dem die Mechaniker, Elektroniker und Ingenieure nun auch größere und komplexere Prüfanlagen entwickeln und produzieren können.

Helaitek-Chef Guido van Tartwijk (l.) und der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) starten am 20. August 2019 die Massenproduktion organischer Solarzellen in der erweiterten Heliatek-Fabrik in Dresden. Foto: Heiko Weckbrodt

Heliatek startet in Dresden Massenproduktion organischer Solarfolien

80 Millionen Euro teure Fabrik-Erweiterung geht offiziell in Betrieb Dresden, 20. August 2019. 13 Jahre nach der Ausgründung aus den Unis Dresden und Ulm steigt das Photovoltaik-Unternehmen „Heliatek“ nun endlich von der Pilot- auf die Massenproduktion organischer Solarzellen um. Der neue Geschäftsführer Guido van Tartwijk hat dafür heute eine 80 Millionen Euro teure Fabrikerweiterung an der Treidlerstraße in Dresden offiziell in Betrieb genommen – mit einem Schlag auf einen riesigen roten Knopf.

Der englische Gärtner Gavin Munro und sein Unternehmen Full Grown lassen bereits seit über zehn Jahren Stühle und andere Möbelstücke auf ihren Plantagen wachsen. Dresdner HTW-Studenten haben das gärtnerische Verfahren weiterentwickelt und verpflanzen es nun auch nach Sachsen. Foto: Chris Robinson für Full Grown

Stühle wachsen auf Plantagen

Dresdner HTW-Studenten gründen mit „Arboreal“ eine Firma, die Möbel wachsen lässt statt sie zu bauen. Dresden, 19. August 2019. In Sachsen bekommt das Konzept „nachwachsender“ Rohstoffe und Produkte eine wörtliche Bedeutung: Die Dresdner Jungunternehmer Markus Stopfer und Daniel Wetzler wollen künftig Stühle, Spiegelhalter, Lampen und andere Möbelstücke aus Bäumen wachsen lassen, statt sie aus Kanthölzern und Brettern zu sägen, hobeln und verzapfen. „Arboreal“ heißt das Unternehmen, das die beiden Studenten der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Anfang 2020 in Dresden gründen wollen, um fortan Möbel auf Plantagen zu ernten. Der Firmenname bedeutet soviel wie „baumartig“ – und das ist Programm.

Die "Agrar Energie Obernhausen" in Niedersachsen ist ein Modell-Projekt in Zusammenarbeit mit Georg Fischer, LGEM B.V. und der TH Wildau. Die Algen einer PBR-Anlage werden über die Einspeisung von CO2 aus dem Blockheizkraftwerk der angebundenen Biogasanlage versorgt. Foto: Mint Engineering

Mint Dresden will Algen-Fabrik neben der Schwarzen Pumpe bauen

Drei Millionen Euro teure Anlage soll Massenproduktion von Speise-Algen in Sachsen anstoßen. Dresden/Schwarze Pumpe, 16. August 2019. Um die Massenproduktion umweltverträglicher Speisen in Sachsen anzukurbeln, will Gunnar Mühlstädt in der Lausitz für drei Millionen Euro eine Algen-Fabrik bauen. Auserkoren hat der Chef des jungen Dresdner Ingenieur-Unternehmens „Mint“ dafür den Industriepark „Schwarze Pumpe“ gleich neben dem gleichnamigen Kraftwerk. Entstehen soll dort als Herzstück ein 2500 Quadratmeter großes Gewächshaus, kündigte der Mint-Geschäftsführer heute auf Oiger-Anfrage an.

Prägte 34 Jahre lang die Geschicke des legendären Dresdner Chemiebetriebs Elaskon: Kaufmann., Erfinder und Unternehmer Günther Gedecke. Foto: Sabine Mutschke für Elaskon

Ex-Elaskon-Chef Gedecke wird 90

Dresdner Kaufmann machte aus einem Ölhandel einen Marktführer in der Nische Dresden, 16. August 2019. 34 Jahre lang leitete der Kaufmann Günther Gedecke das Dresdner Traditions-Unternehmen „Elaskon“. Unter seiner Regie brachte der Chemiebetrieb unter anderem das legendäre DDR-Autopflegemittel K60 auf den Markt. Er erfand auch den Namen Firmennamen „Elaskon“, ursprünglich für einen Schmierstoff gedacht, der „elastisch“ und „konservierend“ war. Heute wird Gedecke 90 Jahre alt.

China erneut Hauptabnehmer für sächsische Exporte

Kamenz, 14. August 2019. Der Handelskrieg zwischen US-Präsident Donald Trump (Republikaner) und dem chinesischen Staatspräsidenten Xi Jinping (KPCh) kann die Sachsen keineswegs kaltlassen: China ist nämlich weiterhin der Hauptzielmarkt für sächsische Exporte. Das geht aus dem neuen Wirtschaftsbericht für den Freistaat hervor, den das statistische Landesamt aus Kamenz heute vorgestellt hat.

Christoph Alt ist der Chef von Ligenium Chemnitz. In der VW-Manufaktur Dresden entwickelt er unter anderem solche Rollregale (fachsprachlich "Ladungsträger" genannt) aus Holz statt Stahl. Foto: Heiko Weckbrodt

Ligenium feilt an Holz-Renaissance im Maschinenbau

Ingenieure der TU Chemnitz wollen in Dresden der Autoindustrie mit hölzernen Regalen einen alten Werkstoff wieder schmackhaft machen Dresden/Chemnitz, 14. August 2019. Ingenieure der TU Chemnitz haben eine Firma gegründet, deren Name Programm ist: „Ligenium“ steht für die lateinischen Worte für Holz, „Lignum“, und Talent, „Ingenium“. Denn das vierköpfige Team will mit neuen technologischen Ansätzen für eine Renaissance des Leichtbau-Werkstoff „Holz“ sorgen, der seit den 1960ern im Maschinen-, Auto- und Flugzeugbau etwas in Vergessenheit geraten ist.

Industrie Zahnrad Konjunktur. Abb.: Heiko Weckbrodt

Garnelen statt Schweine in der Lausitz

In einem umgebauten Stall in Nebelschütz startet in wenigen Tagen eine sächsische Meeresfrüchte-Zucht Nebelschütz, 13. August 2019. Bisher galt das Binnenbundesland Sachsen nicht unbedingt als Top-Standort für die Meeresfrüchte-Zucht. Doch das soll sich nun ändern: Drei Ingenieure und Technologen aus Sachsen haben ein ehemaligen Schweinestall in Nebelschütz in der Lausitz zu einer Garnelenanlage umgebaut. In wenigen Tagen wollen sie dort beginnen, die ersten Jungtiere zu züchten.

Warnhinweise wie zum Beispiel beim Einparken sollen den Fahrer von den Bosch-3D-Bildschirmen aus entgegenspringen, um schneller wahrgenommen zu werden. Abb.: Bosch

Bosch setzt auf 3D-Bildschirme fürs Auto

Displays sollen für mehr Sicherheit und schnellere Reaktionen sorgen Hildesheim, 12. August 2019. Künftig werden 3D-Bildschirme Autofahrer schneller und intuitiver vor Gefahren warnen und auf Verkehrsprobleme hinweisen. Davon geht zumindest der deutsche Elektronik-Konzern und Automobilzulieferer Bosch aus, der solche Displays nun vorgestellt hat.

Stefan Jenzowsky ist der Chef von Kopernikus Automotive. In der VW-Manufaktur Dresden arbeitet er an KI-gesteuerten Autos. Foto: Heiko Weckbrodt

Kopernikus will Autos in Fabriken fernsteuern

VW Dresden erwägt KI-Einsatz auf Manufaktur-Areal Dresden/Berlin, 12. August 2019. Bis zum vollautomatisch fahrenden Auto ist es vielleicht doch gar nicht mehr so weit hin wie mancher denkt: Stefan Jenzowsky und sein zwölfköpfiges Team vom jungen Unternehmen „Kopernikus Automotive“ tüfteln schon an einer sehr praxisnahen Lösung im Mobilitäts-Inkubator von Volkswagen Dresden. Die aus Berlin stammenden Ingenieure haben sich dafür im Firmenbrüter am Straßburger Platz für ein halbes Jahr eingenistet.