Alle Artikel in: Wirtschaft

Berichte und Kurznachrichten aus der Hightech-Branche

Der niederländische Halbleiter-Experte Rutger Wijburg ist ab Juni 2018 einer der beiden Geschäftsführer von Infineon Dresden. Foto: Infineon Dresden

Wijburg wechselt von Glofo zu Infineon Dresden

Niederländer löst Kamolz ab Dresden, 15. Juni 2018. Der frühere Chef des Dresdner Chipwerks von Globalfoundries, Rutger Wijburg, wird mit sofortiger Wirkung einer der beiden Geschäftsführer von Infineon Dresden. Das teilte der deutsche Halbleiterkonzern Infineon heute mit. Der 56-jährige Elektrotechniker und Manager Wijburg leitet fortan gemeinsam mit Raik Brettschneider die Geschicke der Dresdner Infineon-Chipfabriken mit ihren rund 2200 Mitarbeitern Er löst an dieser Stelle Mathias Kamolz, der die Geschäftsführung „aus persönlichen Gründen“ abgibt, wie Infineon mitteilte.

Das Startup carVertical zieht im September in die Gläserne Manufaktur in Dresden ein. Hier mit der VW-Experten-Jury. Foto: Volkswagen/Garda

VW-Inkubator Dresden wird internationaler

Sammeltaxen für Kindergeburtstage und Apps für lauffaule Autofahrer: 5 von 6 Brutplätzen im Herbst sind nun an Start-ups vergeben Dresden, 14. Juni 2018. Nachdem der Volkswagen-Firmenbrüter in Dresden bisher vor allem deutsche Jungunternehmen mit innovativen Mobilitätskonzepten ausgebrütet hatte, füllt er sich im September 2018 ganz und gar mit internationalen Start-ups. Das geht aus einer Mitteilung der gläsernen VW-Manufaktur Dresden hervor. Demnach sind nun fast alle Brutplätze für den Herbst vergeben.

Robotik ist einer der Schwerpunkte im Smart Production Lab. Das Wolfsburger Labor kümmert sich dabei eher um die Hardware, die Dresdner um die Software. Foto: Jens Oellermann/ Volkswagen AG

VW richtet „Industrie 4.0“-Labor in Dresden ein

22 Spezialisten sollen in neuem „Smart Production Lab“ die Software für hochautomatische Fabriken entwickeln Dresden, 13. Juni 2018. VW stärkt den Standort Dresden und richtet neben der Elektroauto-Produktion hier nun auch eine Forschungsabteilung ein. Das teilte das Automobil-Unternehmen heute mit. Im Herbst 2018 werden demnach 22 Spezialisten in ein neues „Smart Production Lab“ in der gläsernen VW-Manufaktur einziehen. Sie sollen an Software-Lösungen für die hochautomatischen vernetzten Auto-Fabriken der „Industrie 4.0“ tüfteln, im englischen Sprachraum auch „Industrial Internet of Things“ (IIoT) genannt.

Reinraumbrücke bei Globalfoundries Dresden. Foto: Globalfoundries

Wirtschaftsministerium: Kurzarbeit bei Globalfoundries durch Auftragsverlust

Minister sucht Gespräch mit dem Chipkonzern und Betriebsrat Dresden, 12. Juni 2018. Die Kurzarbeit und der geplante Personalabbau in der Dresdner Chipfabrik von Globalfoundries (GF) hat anscheinend auch mit Auftragsverlusten zu tun. Das geht aus einem Kommentar des sächsischen Wirtschaftsministers Martin Dulig (SPD) hervor. Demnach plane das Unternehmen die Kurzarbeit, „um den Verlust von wichtigen Aufträgen auszugleichen“. GF selbst hatte in seiner Ankündigung eher von einer Neuausrichtung im Markt gesprochen.

"Onkel Ho" mag immer noch omnipräsent sein - wie hier in Ho-Chi-Minh-Stadt alias Saigon - , doch Vietnam öffnet sich immer mehr dem Westen. Und viele Vietnamesen haben ganz speziell Deutschland entweder besucht oder dort gearbeitet. Foto: Heiko Weckbrodt

Lage in Vietnam eskaliert

Parlament verschiebt nach anti-chinesischen Protesten Entscheid über Sonderwirtschaftszonen Hanoi/Saigon/Phan Thiet, 12. Juni 2018. Im Konflikt um Sonderwirtschaftszonen und befürchtete chinesische Landnahmen hat sich die Lage in Vietnam anscheinend verschärft. Das geht aus Informationen hervor, die uns vorliegen, aber nicht offiziell bestätigt sind.

Siliziumkarbid-Wafer (SiC) von NXP mit 7,5 Zentimetern Durchmesser. Foto: NXP

Weltweiter Halbleiterumsatz boomt

Seoul, 12. Juni 2018. Im Jahr 2017 ist der weltweite Halbleiterumsatz auf  über 420 Milliarden US-Dollar gestiegen, was einem Wachstum gegenüber 2016 um 21,6 Prozent entspricht. Bemerkenswert ist dabei, dass Samsung  mit knapp 60 Milliarden Dollar  Umsatz erstmals vor Intel die Nummer 1 geworden ist. Unter den 1o umsatzstärksten Halbleiterunternehmen nimmt die einzige Firma aus Europa – nämlich NXP aus den Niederlanden – den 10. Platz ein und weist als einzige Firma einen Rückgang  im Jahre 2017 auf – um 6,1%  Western Digital weist mit 119.6 % die höchste Wachstumsrate im Jahre 2017 auf.

Die Stromspar-Chips von Globalfoundries sollen eine Schlüsselrolle in der hochautomatisierten Fabrik der Zukunft und im "Internet der Dinge" spielen. Foto: Sven Döring, Globalfoundries

Globalfoundries Dresden geht in Kurzarbeit

Chipwerk ist nicht ausgelastet Dresden, 11. Juni 2018. Der US-Konzern Globalfoundries (GF) setzt die Belegschaft in seinem Dresdner Chipwerk auf Kurzarbeit. Das hat der neue Geschäftsführer Thomas Morgenstern heute Abend angekündigt. Außerdem will er Mitarbeiter dazu überreden, das Unternehmen freiwillig zu verlassen, damit er Lohnkosten sparen kann. Er machte eine „vorübergehende Unterauslastung“ der Fabrik für diese Kürzungen verantwortlich.

Cobotics: Mensch und Maschine sollen künftig enger zusammenarbeiten, auch ohne Schutzzäune. Foto: Kuka

Rekordjahr für Roboter

Mehr Umsatz für deutschen Automatisierungsbau Frankfurt am Main, 5. Juni 2018. Die deutsche Automatisierungsindustrie und Robotik boomt: Die starke Nachfrage aus China und der weltweite Trend hin zu hochautomatisierten „Industrie 4.0“-Fabriken sorgt in der Branche für Umsatzrekorde. Das hat Vorstand Norbert Stein vom Fachverband „Robotik + Automation“ innerhalb des „Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau“ (VDMA) im Frankfurt am Main eingeschätzt.

Coool-Case-Fabrik in Dresden. Foto: Coool Case

Cooolcase gibt PC-Fabrik in Dresden-Kaditz auf

Chef Michel: Unsere Wege passen nicht mehr zu denen von Heliatek Dresden, 4. Juni 2018. Cooolcase Dresden steht vor einer neuen Transformation-Stufe auf dem langen Weg vom ehemaligen Robotron-Werk zur Mechanik-Foundry: Das ehemalige Computer-Unternehmen zieht aus seiner früheren PC-Fabrik in Dresden-Mickten aus und überlässt sie der Organiksolar-Firma Heliatek. Das hat Cooolcase-Chef Christian Michel angekündigt. „Die Wachstumspläne und die industrielle Ausrichtung beider Unternehmen lassen sich nicht mehr vereinbaren“, sagte er auf DNN-Anfrage. „Einer muss weichen – und das werden wir sein.“

So etwa soll die Erweiterung des #Roisenwerks nach außen aussehen. Visualisierung (bearbeitet): Konglomerat e. V.

Mikroindustrie für die Innenstädte

Bürgerschaftliches Hightech-Produktionszentrum #Rosenwerk in Dresden wächst – und könnte zum Modell für andere Städte werden Dresden, 28. Mai 2018. Das bürgerschaftliche Produktionszentrum #Rosenwerk baut aus. Oder, digitaler formuliert: Der Betreiberverein „Konglomerat“ spendiert den Werkstätten in dem alten Fabrikgebäude an der Ecke von Jagdweg und Rosenstraße mehrere Upgrades. Einige sind noch Zukunftsmusik, andere werden jetzt realisiert. Beispielsweise stellen die ehrenamtlich Engagierten nun Seecontainer am Jagdweg auf, um der gewachsenen Kunststoffschmiede und der CNC-Werkstatt fortan mehr Platz zu bieten. Außerdem entsteht ein Park, den die Besucher selbst mitgestalten sollen: „In Gitterboxen können Anwohner ihren Wünschen freien Lauf lassen und beispielsweise Planschbecken, Kinderspielgeräte oder Hochbeete anlegen“, kündigte der Verein an.

Für das Internet der Dinge werden Funktechnologien benötigt, die nur sehr wenig Strom verbrauchen. Abb.: Keysight

Neue Smart Systems Hub GmbH soll IoT-Projekte in Sachsen anschieben

Silicon Saxony Day widmet sich dem Internet dem Dinge Dresden, 28. Mai 2018. Vertreter der sächsischen Hochtechnologie-Industrie und –Forschung haben eine „Smart Systems Hub GmbH“ gegründet. Das Unternehmen soll dafür sorgen, dass sich Unternehmen und Institute im Silicon Saxony“ vernetzen, „um intelligente Systeme für das Zeitalter der Digitalindustrien zu schaffen“ – und konkrete Projekte daraus entwickeln. Dies teilte Vorstand Heinz Martin Esser vom sächsischen Hightech-Branchenverband „Silicon Saxony“ im Vorfeld des morgigen „13. Silicon Saxony Day 2018“ mit.

Immer mehr Vielfahrer setzen das iPhone als Navigator ein. Abb.(2): TomTom

Israelisches „Make my day“ im VW-Inkubator Dresden

Firmengründer wollen in Sachsen Auto-Navis verbessern Dresden/Tel Aviv, 24. Mai 2018. Der israelische Navi-Entwickler „Make my day“ wird ab September 2018 für ein halbes Jahr in den Firmen-Inkubator der gläsernen VW-Manufaktur in Dresden einziehen. Das hat Volkswagen heute mitgeteilt. Demnach hatte sich das junge Unternehmen bei einer Vorstellungsrunde in Tel Aviv unter 40 Start-ups durchgesetzt, die am sächsischen Brüterprogramm von VW teilnehmen wollten.

Der neue Hydraulikkran im ausgebauten Hafen Torgau. Foto: SBO

Hafen Torgau ausgebaut

SBO hatte 18,6 Millionen Euro investiert Torgau, 24. Mai 2018. Der Binnenhafen Torgau ist wieder in Betrieb: Der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) wiedereröffnete den Port mit einem ersten Kranaushub. Das hat die „Sächsische Binnenhäfen Oberelbe GmbH“ (SBO) als Betreiber und Eigentümer des Hafens mitgeteilt.

Leichtbauroboter tragen im BMW-Werk Leipzig Kleber auf Scheiben auf. Künftig sollen noch mehr Industrieroboter eingesetzt werden. Foto: BMW

BMW baut Autofabrik Leipzig für 300 Millionen Euro aus

Kapazität soll auf 350.000 Autos pro Jahr steigen Leipzig/München, 23. Mai 2018. Die Bayrischen Motorenwerke (BMW) investieren bis 2020 rund 300 Millionen Euro in ihre Autofabrik in Leipzig. Die Produktionskapazität soll dadurch um 100.000 auf dann rund 350.000 Autos pro Jahr steigen. Das hat BMW-Produktionsvorstand Oliver Zipse heute angekündigt. „Wir haben großes Vertrauen in das Können und in die Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter in unserem Leipziger Werk“, betonte er.