Alle Artikel in: Wirtschaft

Berichte und Kurznachrichten aus der Hightech-Branche

Neue Kuka-Roboter und andere Ausrüstungen für Zwickau: Volkswagen investiert ingesamt 1,2 Milliarden Euro, um sein Werk in Zwickau auf Elektroauto-Produktion umzurüsten. Foto: Volkswagen

Sachsens Industrie schrumpft

Vor allem Autoindustrie kämpft mit Umstrukturierungen und schwächelnder Weltwirtschaft Kamenz, 16. Januar 2020. Die sächsische Industrie schrumpft weiter, während die Baufirmen gute Umsätze machen. Das geht aus einer Mitteilung des statistischen Landesamtes in Kamenz hervor.

Neue Kuka-Roboter und andere Ausrüstungen für Zwickau: Volkswagen investiert ingesamt 1,2 Milliarden Euro, um sein Werk in Zwickau auf Elektroauto-Produktion umzurüsten. Foto: Volkswagen

Autokrise bremst Deutschland aus

Probleme kosteten die Bundesrepublik 0,75 % Wirtschaftswachstum, schätzt Ifo. München, 13. Januar 2020. Die Probleme der deutschen Autoindustrie haben das deutsche Wirtschaftswachstum im Jahr 2019 um 0,75 Prozent gedämpft. Das hat das Ifo-Institut aus München heute eingeschätzt. Insgesamt war die deutsche Wirtschaft im vergangenen Jahr nur um etwa 0,5 Prozent gewachsen, stand zeitweise sogar vor einer Rezession.

Wollen im neuen Entwicklungszentrum "Schubert Motion" in Dresden die Bahneigenschaften und Bewegungen von Robotern verbessern: Abteilungsleiter Michael Döring (links), und Ralf Schubert (rechts), der geschäftsführender Gesellschafter der Gerhard Schubert GmbH. Foto: Tobias Vogt für die Gerhard Schubert GmbH

Schubert gründet Robotik-Entwicklungszentrum in Dresden

Roboter sollen schneller arbeiten: Fränkischer Maschinenbauer schwört auf Uni-Expertise Dresden, 10. Januar 2020. Der Robotik-Standort Dresden gewinnt eine weitere Facette hinzu: Der fränkische Verpackungsmaschinenbauer Gerhard Schubert richtet in der sächsischen Landeshauptstadt ein Entwicklungszentrum ein. Das teilte die Schubert-Gruppe aus Crailsheim heute mit.

Geschäftsführer Marcus Stein von der Watttron Freital inszpiziert die Demonstrator-Maschine, die Thermoplaste energiesparend in Verpackungen verwandelt. Foto: Heiko Weckbrodt

Weniger Joghurtbecher-Müll: Umweltallianz zeichnet Watttron Freital aus

Vorreiter für ökologischere Produktion Freital/Dresden, 9. Januar 2020. Die Umweltallianz Sachsen hat das Freitaler Unternehmen Watttron als Vorreiter für eine ökologischere Industrie ausgezeichnet. Das hat die Industrie- und Handelskammer (IHK) Dresden heute mitgeteilt. Die Instituts-Ausgründung helfe mit ihren innovativen Keramik-Heiztechnologien dabei, zum Beispiel in der Joghurtbecher-Produktion Kunststoffe zu sparen. Dies wiederum könne dazu beitragen, die Plaste-Müllberge zu verringern.

Ein mit Pendix-Technik zum e-Bike umgerüstetes fahrrad Foto: Pendix

Nachelektrifizierte Fahrräder: Pendix Zwickau wächst

Anbieter von Nachrüst-Bausätzen meldet 30 Prozent Umsatzplus Zwickau, 8. Januar 2020. Fahrräder nachträglich zu Elektrorädern umzurüsten, liegt im Trend: Das sächsische Unternehmen Pendix aus Zwickau, das solche Umrüst-Bausätze anbietet, meldet neue Umsatzrekorde. Demnach war 2019 mit einem Umsatzwachstum um 30 Prozent „das erfolgreichste Jahr in der Firmengeschichte“.

Senorics-Chef Ronny Timmreck zeigt einen organischen Analysesensor. Foto: Ellen Türke Fotografie für Senorics

Superauge erkennt, was in Klamotten und Getränken drin ist

Dresdner Senorics-Ingenieure schrumpfen Spektrometer aufs Smartphone-Format – und stellen organischen Sensor nun in Las Vegas vor. Dresden/Las Vegas, 7. Januar 2020. Falsche Gucci-Kleider und gepanschte Biere zu erkennen, wird in naher Zukunft wohl zum Kinderspiel: Einfach das Smartphone auf das Objekt der Begierde richten und das Telefon listet binnen Sekunden erbarmungslos auf, woraus die Klamotte oder das Gesöff gemacht ist. Möglich machen sollen dies organische Analyse-Sensoren aus Dresden, entwickelt von „Sensorics“. Die TU-Ausgründung stellt ihre Sensoren derzeit auf der weltweit größten Unterhaltungselektronik-Messe „CES“ in Las Vegas vor. Die Dresdner hoffen, dass dort die Hightech-Investoren anbeißen und aus ihren Analyse-Sensoren fertige Konsumgüter machen – oder sie in Smartphones einbauen.

Sonneneruption im März 2004 - solche Fotos werden im FITS-Format gespeichert. Abb.: ESA/NASA

Solarfirma CTF plant Pilotanlage in Dresden

Forschungszentrum zieht in Technopark Nord Dresden, 7. Januar 2020. Der Solarmodulfabrik-Ausrüster „CTF Solar“ verlegt sein Dresdner Forschungszentrum von der Wetterwarte in den Technopark Nord. Das hat das Immobilien-Unternehmen „BNP Paribas Real Estate“ mitgeteilt, das bei der Objektsuche nach eigenen Angaben behilflich war.

Ladepunkt für Elektroautos an der Volkswagen-Manufaktur Dresden. Foto: Rolf Jaegers für VW Sachsen

VW hat 200 Ladepunkte für Elektroautos in Sachsen installiert

Doppelt so viele sind bis Ende 2020 geplant Dresden/Zwickau, 30. Dezember 2019. Volkswagen hat in Sachsen nun seinen 200. Ladepunkt für Elektroautos in Betrieb genommen. Doppelt soviele, also 400 allein im Freistaat, sollen es bis zum Jahresende 2020 werden. Das hat der Autokonzern heute mitgeteilt. All diese „Tankstellen“ für Elektroautos speist das Unternehmen laut eigenen Angaben mit Sonnenstrom oder aus anderen erneuerbaren Energiequellen.

Nussknacker sind schon seit langer Zeit eine zutiefst erzgebirgische Technologie. Heute setzen die erzgebirgischen Forscher aber auf maschinelle Weiterentwicklung der originalen Holz-Tech. Foto: Heiko Weckbrodt

Erzgebirgs-Hightech für Kenias Nussbauern

Freiberger Professor entwickelt Nussknacker-Maschine weiter Freiberg/Voi, 26. Dezember 2019. Um die Nussproduktion in Entwicklungsländern wie Kenia anzukurbeln und den Bauern dort eine verlässlichere Einkommensquelle zu verschaffen, hat Professor Matthias Kröger von der Bergakademie Freiberg seinen automatischen Nussknacker verbessert. Der kann nun auch Nüsse trocknen und sortieren, bevor er sie knackt.

Ein Quantas-Airbus 380 schaffte von Dresden aus einen Rekordflug über 16.105 Kilometer nach Sydney. Foto: EFW

A 380 schafft Rekord-Weitflug von Dresden nach Sydney

16.105 Kilometer lange Strecke gen Australien ohne Zwischenstopp geschafft Dresden/Sydney, 20. Dezember 2019. Ein Airbus 380 ist am Donnerstagmorgen in Dresden zu einem 16.105 Kilometer langen Rekordflug nach Australien aufgebrochen: Erstmals legte solch ein Großraumflieger eine derart lange Strecke ohne Zwischenstopp zurück. Das haben die Elbe-Flugzeugwerke (EFW) mitgeteilt, die den Airbus zuvor für die australische Fluggesellschaft „Quantas“ umgerüstet hatte.