Alle Artikel in: Wirtschaft

Berichte und Kurznachrichten aus der Hightech-Branche

Ein Sachenwerk-Mitarbeiter justiert einen Läufer in einem tonnenschweren Walzwerk-Motorgehäuse. Foto: Arno Burgi, VEM

Sachsens Wirtschaft erholt sich von Corona: 4,3 % Zuwachs

Freistaat wächst deutlich über deutschem Durchschnitt Kamenz, 24. September 2021. Die sächsische Wirtschaft hat sich im ersten Halbjahr 2021 deutlich besser von der Corona-Krise erholt als die gesamtdeutsche Wirtschaft. Das geht aus einer Meldung des statistischen Landesamtes in Kamenz hervor. Demnach wuchs die Wirtschaft im Freistaat in diesem Zeitraum um 4,3 Prozent, während das Bruttoinlandprodukt in der gesamten Bundesrepublik nur um 2,9 Prozent.

Leichtbauroboter tragen im BMW-Werk Leipzig Kleber auf Scheiben auf. Künftig sollen noch mehr Industrieroboter eingesetzt werden. Foto: BMW

Erholung ausgebremst: Ifo senkt Konjunkturprognose für 2021

Nur noch 2,5 Prozent Wirtschaftswachstum erwartet München, 22. September 2021. Das Ifo-Institut in München hat seine Prognose für die deutsche Wirtschaftsentwicklung im zweiten Corona-Jahr erneut gesenkt: Statt um 3,3 Prozent, wie zuletzt noch angenommen, wächst das Bruttoinlandsprodukt demnach im Jahr 2021 nur um 2,5 Prozent. Das haben die Münchner Wirtschaftsforscher heute eingeschätzt.

Die SBO-Gruppe will den Hafen Riesa weiter als zentralen Container-Umschlagplatz zwischen Schiff, Eisenbahn und Lkw ausbauen. Foto: SBODie SBO-Gruppe will den Hafen Riesa weiter als zentralen Container-Umschlagplatz zwischen Schiff, Eisenbahn und Lkw ausbauen. Foto: SBO

Containerstaus vor Chinas Häfen bremsen Corona-Erholung aus

Neben Chipmangel und Stahlpreisen weitere Bremsfaktoren Kiel, 21. September 2021. Die Weltwirtschaft könnte sich eigentlich schneller von Corona erholen, als dies derzeit geschieht – aber es gibt mehrere bremsende Sonderfaktoren: Dazu gehören der Chipmangel in der Autoindustrie, die stark gestiegenen Preis für Stahl, Holz und andere Ausgangsmateralien, aber auch die Staus vor wichtigen Container-Häfen in China und Los Angeles. Darauf hat das Institut für Weltwirtschaft (IfW) in Kiel hingewiesen.

Kollaborative Roboter, die direkt und ohne Schutzzaun mit Menschen in einer Fabrik zusammenarbeiten können, gehören zu den Hoffnungsträgern der sächsischen Robotik-Szene. Ein solcher Roboter-Arm begrüßt derzeit die Besucher des „Dresden Robotics Festival“ im Dresdner Messegelände. Foto: Heiko Weckbrodt

Dresden hofft auf weitere Robotik-Ansiedlungen

Neues Robotik-Festival soll Aufstieg Sachsens zu führendem Standort besiegeln Dresden, 15. und 16. September 2021. Mit ambitionierten Zielen hat das „Dresden Robotics Festival“ in der sächsischen Landeshauptstadt begonnen. Organisator Thomas Schulz vom Veranstalter „Robot Valley Saxony“ will mit dem neuen Veranstaltungsformat zwischen Kongress, Messe und Visionen den Aufstieg Sachsens zu einem der führenden Robotik-Standorte in Deutschland besiegeln.

Globalfoundries Dresden setzt vorausschauende Wartung für Reinwasser-Ventile ein. Foto: Globalfoundries

Markt für „vorausschauende Wartung“ wächst rasch

Zweistellige Zuwachsraten für „Predictive Maintenence“ erwartet – ein Thema auch auf der „hub:disrupt 2021“ in Dresden Dresden, 9. September 2021. Mit der der vorausschauenden Wartung  und der Robotik fokussiert sich die „hub:disrupt“ am 6. Oktober 2021 auf zwei Technologien, die besonderes Potenzial für die wirtschaftliche Erholung nach der Corona-Pandemie versprechen: Beide gehören zum Wesenskern der „Industrie 4.0“, beide bieten erhebliche Möglichkeiten, Kosten zu sparen und neue Geschäftsmodelle zu generieren. Speziell mit der noch jungen „Predictive Maintenance“ (PM) können Unternehmen in erheblichen Maße Wartungs- und Reparaturkosten sparen, wenn sie Anomalien und den tatsächlichen Verschleißzustand ihre Anlagen durch moderne Sensorik und Analyseelektronik überwachen lassen.

Mit Lasern lassen sich auch solche Regenbogeneffekte erzielen. Foto: Fusion Bionic

Heraeus liebäugelt mit bionischen Lasergravuren aus Dresden

Hessen nehmen Fraunhofer-Ausgründung „Fusion Bionic“ in ihren „Accelerator“ auf Dresden/Hanau, 8. September 2021. Golddrähte und andere Edelmetall-Bauteile werden sich mit Laser-Hilfe wohl demnächst ein paar Tricks aus dem Tier- und Pflanzenreich abgucken: Der hessische Technologiekonzern „Heraeus“ aus Hanau hat die Dresdner Fraunhofer-Ausgründung „Fusion Bionic“ in sein diesjähriges „Accelerator“-Programm aufgenommen. Das haben Heraeus und Fusion Bionic heute mitgeteilt. Dies läuft auf eine Einladung an die Ingenieure aus Dresden hinaus, ihre lasergravierten Biostruktur-Effekte demnächst in der Edelmetall-Sparte des Konzerns auszutesten.

Eine Auswahl elektronischer Bauelemente von Bosch für den Einsatz in den Autoindustrie. Foto: Heiko Weckbrodt

Ifo: Nachschubprobleme für deutsche Industrie verschärfen sich

69 Prozent der Industriefirmen beklagen Materialmangel München, 8. September 2021. Die deutsche Industrie hat wachsende Probleme, sich mit genügend Computer-Chips, Holz, Stahl und anderen Bauteilen und Rohstoffen einzudecken, um die anziehende Auftragslage abzudecken. „Der Materialmangel in der deutschen Industrie hat sich weiter verschärft“, berichtet das Wirtschaftsforschungsinstitut „Ifo“ aus München.

In der neuen Chipfabrik in Dresden hat Bosch von Anfang an auf AR-Datenbrillen, KI und andere "Industrie 4.0"-Konzepte gesetzt. Foto: Bosch

Rückenwind für Sachsens Hightech-Wirtschaft in der Corona-Krise

„Silicon Saxony“ feiert 20. Jubiläum und vermeldet 6500 neue Jobs seit Ende 2019 Dresden, 26. August 2021. Die sächsische Hightech-Wirtschaft ist auch in Corona-Zeiten weiter gewachsen: Mittlerweile beschäftigen die Chipfabriken, Softwareschmieden, Telekommunikationsunternehmen und verwandte Technologiebranchen im Freistaat rund 70.500 Menschen und damit rund 6500 mehr als Ende 2019, also zu Beginn der Pandemie. Das geht aus Mitteilungen des sächsischen Hightech-Branchenverbandes „Silicon Saxony“ hervor, der heute in Dresden sein 20-jähriges Jubiläum gefeiert hat.

Betriebsleiterin Ulrike Meyer inspiziert im "Industrieseifen"-Lager die Reinigungsmittel-Vorräte. Foto: Heiko Weckbrodt

„Schlafender Riese“: Industrieseife Dresden wird zum Online-Händler

Kaufmann Kaminsiki übernimmt ehemaligen Seifenhersteller Dresden, 9. August 2021. Der Dresdner Kaufmann Florian Ben Kaminski hat die Chemievertriebsfirma „Industrieseifen Dresden“ übernommen und will sie nun zu einem großen Online-Händler für Reinigungsmittel ausbauen. Das hat der 41-Jährige Unternehmer heute mitgeteilt. Er werde die fünf Mitarbeiter übernehmen und auch neue Jobs schaffen.

Die Visualisierung zeigt einen zum Frachter umgebauten A321. Grafik EFW

Elbe-Flugzeugwerke bauen aus

Weiterer Großauftrag: 280 neue Jobs geplant, Umrüstkapazität für Flugzeuge soll sich verdreifachen Dresden, 16. August 2021. Wegen der stark wachsenden Nachfrage für Frachtflugzeuge während und nach der Corona-Pandemie vergrößern sich die Dresdner „Elbe-Flugzeugwerke“ (EFW). Allein am Standort Dresden will die Unternehmensleitung die Belegschaft demnächst um etwa 280 auf dann rund 1880 Mitarbeiter erhöhen. Zugleich soll die Dresdner Werft bis 2023 ihre Kapazitäten so ausbauen, dass sie dann jährlich 15 Verkehrsflugzeuge in Frachtflieger umrüsten kann – dreimal so viele wie bisher. Das hat EFW-Sprecherin Anke Lemke auf Oiger-Anfrage mitgeteilt.

Prof. Dirk Reichelt von der HTW Dresden kann mit dem Smartphone Informationen aus der "intelligenten Materialbox" auslesen. Foto: HTW/ IPMS

„Lab X“-Inkubator Dresden soll Studenten beim Gründen helfen

Hochschule für Technik und Wirtschaft will hoch über der Stadt kreative Ideen beflügeln Dresden., 11. August 2021. Damit mehr Studenten den Weg in die Selbstständigkeit wagen, hat die Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Dresden mit dem „Lab X“ einen eigenen Unternehmens-Ausbrüter eingerichtet. Das haben der Informatiker Prof. Dirk Reichelt und der Wirtschaftswissenschaftler Prof. Stephan Kühnel von der HTW heute mitgeteilt – beide leiten den neuen Inkubator.

Ein Kranwagen hebt den Container-Aufleger vom Sattelschlepper auf den Eisenbahn-Wagon im Alberthafen Dresden. Foto: SMWA

Containerzüge rollen bald auch aus Rumänien nach Sachsen

Alberthafen profiliert sich als Straße-Schiene-Umschlagplatz zwischen Ost- und Nordeuropa Dresden/Curtici, 6. August 2021. Der Dresdner Alberthafen baut seine Position als Umschlagplatz zwischen Ost- und Nordeuropa aus: Ab September wird es auch eine Containerzug-Verbindung aus dem rumänischen Curtici nach Dresden und von dort weiter gen Skandinavien geben. Das haben die „Sächsische Binnenhäfen Oberelbe“ (SBO) mitgeteilt, die gemeinsam mit “Lkw Walther” diese rollende Landstraße organisieren..

Blick in die Labore im Novaled-Hauptquartier Dresden. Foto: Heiko Weckbrodt

Sachsens Wirtschaft gibt mehr für Forschung aus

Forschungsquote stagniert allerdings Dresden, 5. August 2021. Die sächsischen Unternehmen haben zuletzt mehr in Forschung, Entwicklung (F/E) investiert: Im Jahr 2019 waren dies 1,45 Milliarden Euro und damit 16 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Forschungsstärke in der sächsischen Privatwirtschaft stagnierte allerdings: Die Betriebe investierten 1,2 Prozent ihrer Umsatzerlöse für F/E aus. Damit tritt Sachsen bei dieser wichtigen Kennzahl auf der Stelle – und bleibt sogar unter dem deutschen und dem ostdeutschen Durchschnitt. Das geht aus dem nun vorgestellten Bericht „Innovationsverhalten der sächsischen Wirtschaft“ hervor, der auf Unternehmens-Umfragen des „Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung“ (ZEW) basiert.

So etwa sollen die elektrischen Alice-Frachtflugzeuge von DHL aussehen. Visualisierung: DHL

DHL kauft 12 Elektroflugzeuge

Israelische „Eviation Alice“ soll ab 2024 bis zu 1,2 Tonnen Fracht in die Luft bringen Bonn, 3. August 2021. Um seine Umweltbilanz zu verbessern, kauft DHL zwölf Elektroflugzeuge vom Typ „Alice“ vom israelischen Unternehmen „Eviation“. Das hat das Logistikunternehmen heute in Bonn angekündigt. Dadurch soll das „erste elektrische und somit emissionsfreie Luftfracht-Netzwerk“ entstehen, hieß es von DHL.