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Berichte und Kurznachrichten aus der Hightech-Branche

China steckt mehr in Chipfabriken als Europa und Japan zusammen

IDTechEx rechnet mit 11 Mrd. $ Investitionen in Europas Chipfabriken Scottsdale/Peking, 29. Juni 2018. China holt in der Mikroelektronik kräftig auf: Im Jahr 218 werden chinesische Halbleiter-Unternehmen umgerechnet rund elf Milliarden Dollar in Chipfabriken und damit erstmals mehr als Europa und Japan zusammen (10,7 Milliarden Dollar). Das hat eine Analyse des US-amerikanischen Marktforschungsunternehmens IC Insights aus Scottsdale / Arizona ergeben.

Blick in einen Reinraum der "First Sensor"-Gruppe. Foto: First Sensor

Ohne Sensoren funktioniert bald kaum noch etwas

First Sensor Microelectronic Packaging Dresden zeigte Besuchern der „Industrienacht“, wie heute Mikroelektronik-Montage funktioniert Dresden, 28. Juni 2018. Rund 800 Besucher haben sich heute zur „Langen Nacht der Industrie“ in Betrieben in und um Dresden umgeschaut: 19 Unternehmen vom Medizintechnik-Entwickler über Softwareschmieden und Trafofabriken bis hin zum Druckhaus hatten ihre Werktore für Jugendliche wie Erwachsene geöffnet. Darunter auch ein traditionsreiches Hightech-Unternehmen im Dresdner Norden: Die „First Sensor Microelectronic Packaging GmbH“ zeigte den Besuchern, wie Sensoren für Raumschiffe und die Autos von morgen montiert werden.

Braucht die EU einen eigenen Finanzminister mit eigenem Haushalt? Frankreich ist dafür, Deutschland eher dagegen, Foto: Heiko Weckbrodt

Preise in Sachsen steigen

Teuerungsrate steigt auf 2,1 % Kamenz, 29. Juni 2018. Die Sachsen müssen tiefer in die Tasche greifen, um ihre üblichen Einkäufe und anderen Ausgaben zu bezahlen: „Den zweiten Monat in Folge wird die sächsische Jahresteuerungsrate im Juni die Zweiprozentmarke übersteigen und aller Voraussicht nach bei 2,1 Prozent liegen“, teilte das Statistische Landesamt in Kamenz heute mit.

T-Systems-Chef Adel Al-Saleh. Foto: Deutsche Telekom

GlobalData: Sparkurs bei T-Systems mit Risiken

Analysten: Kunden könnten Verlagerung nach Indien als Abschied von deutschen Qualitätsstandards wahrnehmen London/Frankfurt am Main, 27. Juni 2018. Der Sparkurs und Umbau von T-Systems kann der Telekom-Geschäftskunden-Tochter wettbewerbsfähiger machen – birgt allerdings auch viele Risiken. Das hat das Marktforschungs-Unternehmen „GlobalData“ aus London eingeschätzt.

Carl und Carla“-Mitgründer Richard Vetter (l.) Wirtschaftsförderer Robert Franke und Marco weiß (VW, r.) mit den Miettransportern vor de Goldenen Pfote des Rathauses in Dresden. Foto: Heiko Weckbrodt

Dresden verknüpft Carsharing und ÖPNV

Stadt und VW helfen „Carl und Carla“, gewerbliches und privates Carsharing mit Straßenbahnen zu verbinden Dresden, 26. Juni 2018. Damit die Deutschen künftig mehr mit Bus und Straßenbahn, dafür weniger mit Autos durch die Städte gondeln und zugleich Kleintransporter besser auslasten, erprobt das Dresdner Carsharing-Unternehmen „Carl und Carla“ ein neues Mobilitätskonzept: Wer bei ihnen einen Kleinbus oder Transporter leiht und zum Übergabepunkt mit dem „Öffentlichen Personennahverkehr“ (ÖPNV) anreist, bekommt einen Euro Rabatt auf die Mietkosten. Das hat „Carl und Carla“-Mitgründer Richard Vetter angekündigt. „Wir wollen den ÖPNV integrieren, den Nutzern weitere Vorteile bieten und damit das klassische Carsharing noch attraktiver gestalten“, kündigte er an.

Foto: Bosch

Ringen um die industrielle Zukunft des Kontinents

Bosch legt Grundstein für Milliarden-Chipfabrik in Dresden Dresden, 25. Juni 2018. Die ersten Betontürme für Dresdens neueste Chip-Megafabrik ragen längst aus dem Hellerauer Boden. Trotzdem ließen es sich Dirk Hoheisel von der Bosch-Geschäftsführung, Bundes-Wirtschaftsminister Peter Altmaier und der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer (beide CDU) nicht nehmen, gestern auch noch offiziell einen Grundstein für die Milliarden-Investition zu legen: Der Automobilzulieferer Bosch will hier in der größten Einzelinvestition seiner Unternehmensgeschichte ein supermodernes Halbleiterwerk im Dresdner Norden bauen. Dort soll ab Ende 2021 auf 300 Millimeter großen Siliziumscheiben (Wafer) spezielle Elektronik für Automobile und das Internet der Dinge entstehen. „Wir bauen hier die Fabrik der Zukunft, die die Industrie 4.0 vorwegnimmt“, sagte Hoheisel.

Der neue elektrische VW-Bus ID-Buzz. Foto: Volkswagen

VW baut weiteres Werk in China

Auch Elektroautos von Volkswagen und Audi werden dort prduziert Wolfsburg/Foshan, 24. Juni 2018. Volkswagen baut seinen südchinesischen Standort Foshan aus: Der deutsche Autokonzern aus Wolfsburg will dort ein zweites Werk bauen, das die Fertigungskapazität dort von jetzt 300,000 auf dann 600.000 Fahrzeuge pro Jahr verdoppelt. Außerdem soll der Standort eine zentrale Rolle in der Elektroauto-Strategie von VW spielen.

Neue Götter, neue Helden: Der Erweiterungspack "Tale of the Dragon" bezieht das antike China mit in die Spielewelt von "Age of Mythology" ein. Abb.: BSF

China dominiert zunehmend Smartphone-Markt

Neun der führenden zwölf führenden Anbieter sitzen in China Scottsville/Peking, 23. Juni 2018. Wer chinesische Smartphones einst als billige Imitate ohne Chancen auf dem Weltmarkt verlacht hat, muss sich wohl eines Besseren besinnen: Mittlerweile kommen neun der zwölf führenden Smartphone-Hersteller aus dem Reich der Mitte. Und Huawei aus China hat sich mittlerweile auf Platz 3 hinter Samsung und Apple vorgearbeitet. Das geht aus einer Analyse des Marktforschungs-Unternehmens „IC Insights“ aus Scottsdale in den USA hervor.

T-Systems-Chef Adel Al-Saleh. Foto: Deutsche Telekom

T-Systems streicht jeden 5. Job

Fast jeder fünfte Job soll wegfallen Bonn/Dresden, 22. Juni 2018. Der T-Systems-Chef Adel Al-Saleh will in dem von ihm geführten Unternehmen weltweit 6000 Mitarbeiter vor die Tür setzen, 4000 Stellen verlagern und 600 Millionen Euro Kosten einsparen. In Deutschland werden in den nächsten drei Jahren etwa 2000 Arbeitsplätze pro Jahr wegfallen. Al-Saleh plant außerdem, 210 der bisher 230 Bürostandorte von T-Systems zu schließen. Das geht aus einer Mitteilung der Muttergesellschaft „Deutsche Telekom“ in Bonn hervor.

Visualisierungen der geplanten ID-Elektroautos von VW. Foto: VolkswagenVisualisierungen der geplanten ID-Elektroautos von VW. Foto: Volkswagen

VW sichert sich Feststoffbatterie-Technologie aus USA

Konzern investiert 100 Millionen in „QuantumScape“ San José, 22. Juni 2018. Volkswagen investiert 100 Millionen Dollar in das kalifornische Batterie-Unternehmen „QuantumScape“ in San José. Das teilte VW heute mit. Damit will sich der deutsche Autokonzern Zugang zur Feststoffbatterie-Technologie der US-Amerikaner sichern. Für 2025 plant VW eine Energiespeicher-Massenproduktion auf dieser Basis. „Die Feststoffbatterie wird eine Wende bei der Elektromobilität markieren“, prognostizierte VW-Maneger Axel Heinrich.

Drewag-Netz-Chef Frank Otto (links), Drewag-Chef Frank Brinkmann und Dresdens OB Dirk Hilbert (FDP) schwingen die Spaten für das neue Umspannwerk in Dresden-Rähnitz. Foto: Volker Bellmann für die Drewag

Mehr Strom für neue Bosch-Chipfabrik Dresden

Drewag verstärkt für 11 Millionen Euro Energieversorgung im Dresdner Norden Dresden, 19. Juni 2018. Damit die neue Chipfabrik von Bosch ab April 2019 genug Strom bekommt, investieren die Stadtwerke nun knapp elf Millionen Euro im Dresdner Norden: An der Ecke von Wilschdorfer Landstraße und „An der Bartlake“ entsteht ein neues „Umspannwerk Rähnitz“. Die Station soll später im Endausbau drei Trafos zu jeweils 40 Millionen Voltampere haben. Das teilte die Drewag heute mit. Zweck der Umspannstation ist es, den Strom von den Hochspannungsnetzen herunter zu transformieren.

Selbst im Sommer entsteht 99 % des Regens in unseren Breiten in Eiswolken - hier eine Archivaufnahme vom Elbufer in Dresden. Foto: Heiko Weckbrodt

Deutscher Aufschwung flaut ab

Ifo-Institut korrigiert Prognose für Wirtschaftswachstum deutlich herunter München, 19. Juni 2018. Die deutsche Wirtschaft wächst weiter, aber nicht mehr so stark wie erwartet. Das geht aus einer aktualisierten Prognose des Wirtschaftsforschungs-Instituts Ifo aus München hervor. Die Volkswirte erwarten demnach für 2018, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP = Summe aller erwirtschafteten Waren und Leistungen) nur um 1,8 Prozent wächst statt um 2,6 Prozent, wie noch im Frühjahr vorhergesagt. Für 2019 korrigierten die Ökonomen ihre BIP-Zuwachsprognosen von 2,1 auf ebenfalls 1,8 Prozent herunter.

Der thüringische Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) im Werkzeugbau mit Michael Eckl (links) und Alexander Eras (rechts). Foto: BMW

BMW baut Fabrik in Eisenach aus

Thüringen wird größter Werkzeugbau-Standort Eisenach, 18. Juni 2018. BMW investiert in sein Werk in Eisenach rund 42 Millionen Euro. Damit soll die Fabrik in Thüringen bis 2022 zum führenden größten Werkzeugbau-Standort im Unternehmensverbund profiliert werden. Das hat die Konzernspitze des deutschen Autokonzerns heute angekündigt.