Alle Artikel in: Wasserstoffwirtschaft

Die Visualisierung zeigt, wie das Wasserstoffzentrum HIC aussehen könnte. Grafik: HZwo

Chemnitz im Finale für Bundes-Wasserstoffzentrum

Chemnitz, 28. April 2021. Sachsen hat seine Chancen auf ein Bundes-Wasserstoffzentrum samt damit verbundenen Millionen-Zuschüssen verbessert: Der Vorschlag für ein „Hydrogen and Mobility Innovation Center“ (HIC) in Chemnitz hat es als eine von drei Bewerbungen ins Finale im Auswahlverfahren geschafft. Das haben die Uni Chemnitz, das Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik (IWU) in Chemnitz und das sächsische Wirtschaftsministerium in Dresden heute mitgeteilt.

Die Bosch-Manager hoffen auf Milliarden-Umsätze durch vernetzte Geräte, die durch künstliche Intelligenzen gesteuert werden. Hier eine Heimanwendung, bei der die Raumluft und Beleuchtung per App justiert werden. Foto: Bosch

Bosch stürzt sich auf vernetzte künstliche Intelligenz, E-Autos und Wasserstoff

Umsatzeinbußen im Corona-Jahr, Konzernchef will mehr in Zukunftstechnologien investieren Stuttgart, 22. April 2021. Der deutsche Technologiekonzern „Bosch“ will sich künftig stärker auf vernetzte künstliche Intelligenz (AIoT), elektrische Autoantriebe und Brennstoffzellen konzentrieren und erwartet aus diesen noch jungen Geschäftsfeldern neue Milliardenumsätze. Das geht aus der Jahresbilanz 2020 und dem Ausblick bis 2025 hervor, die Bosch-Chef Volkmar Denner heute vorgelegt hat.

Xenon-Chef Tobias Reissmann (links) und Geschäftsbereich-Entwickler Hartmut Freitag bereiten den Einstieg des Unternehmens in neue Geschäftsfelder wie die Wasserstoffwirtschaft vor. Hier stehen sie gerade vor einer Montagemaschine für Steckverbinder für 5G-Anlagen. Foto: Heiko Weckbrodt

Xenon Dresden steigt mit Stack-Automaten in Wasserstoff-Wirtschaft ein

Xe + H2: Neue Wertschöpfungsformeln für Sachsen gesucht Dresden/Chemnitz, 13. April 2021. Der Dresdner Sondermaschinenbauer Xenon entwickelt derzeit Anlagen, die die Reaktorstapel („Stacks“) von Brennstoffzellen und Elektrolyseuren hochautomatisiert und in großen Serien herstellen können. Das haben Xenon-Chef Tobias Reißmann und Geschäftsbereich-Entwickler Hartmut Freitag im Oiger-Gespräch angekündigt. Mit dieser Fertigungstechnologie könne Sachsen, Deutschland und Europa neue Wertschöpfungsketten in diesem Zukunftstechnologie-Sektor aufbauen, sind die beiden überzeugt. „Wir sind schon immer ein technologieorientiertes Unternehmen gewesen“, betont Freitag. „Wir sehen gute Chancen, hier zu ganz neuen Lösungen für die Stackmontage zu kommen.“

Der klassische Weg, Wasserstoff zu erzeugen, ist die Zerlegung von Wasser in Wasser- und Sauertoff. Hier zu sehen ist eine vom Fraunhofer-Institut ISE nachgebaute Wasserelektrolyse-Messzelle (Nachbau) aus transparentem Kunststoff. In Görlitz soll nun ein Labor für Wasserstofftechnologien auf dem Siemens-Campus entstehen. Foto: Fraunhofer ISE

IDTechEx: Elektrolyseure wachsen zum Multi-Milliarden-Markt

Analysten rechnet mit 48 Prozent Umsatzplus pro Jahr Cambridge, 5. April 2021. Der Weltmarkt für Elektrolyseure wird in dieser Dekade stark wachsen und dann mehrere Milliarden Euro Umsatz pro Jahr generieren. Das hat das Marktforschungsunternehmen „IDTechEx“ aus Cambridge prognostiziert. Demnach ist damit zu rechnen, dass die Umsätze mit solchen Anlagen, die aus Wasser und Strom Wasserstoff und Sauerstoff erzeugen, jährlich um durchschnittlich 48 Prozent zulegen.

Industrieller alkalischer atmosphärischer Testelektrolyseur von Fraunhofer Dresden. Foto: Fraunhofer-IFAM

Sachsen gibt 30 Millionen Euro für Hydrogen Lab Görlitz

Freistaat erhofft sich für Lausitz eine florierende Wasserstoff-Zukunft jenseits der Kohle Görlitz, 29. März 2021. Für das neue Fraunhofer-Wasserstofflabor „Hydrogen Lab Görlitz“ (HLG) hat der Freistaat einen Startzuschuss von 30,5 Millionen Euro zugesagt. Das hat das sächsische Regionalministerium (SMR) mitgeteilt. Entsprechende Förderbescheide bekommen das Fraunhofer-Institut für Mikrostruktur von Werkstoffen und Systemen (IMWS) in Halle und das Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik (IWU) in Chemnitz, die für den Aufbau des neuen Labors verantwortlich sind.

Links ist ein Hochtemperatur-Stapel von Sunfire Dresden zu sehen, der für die Elektrolyse und den Brennstoffzellen-Betrieb genutzt werden kann. In der Flasche rechts ist eCrude zu sehen - künstlich erzeugter Kraftstoff. Foto: Heiko Weckbrodt

Sunfire Dresden tritt „eFuel Alliance“ bei

Verbund will Massenproduktion und Steuerentlastung für elektrisch erzeugte Kraftstoffe Dresden, 27. Februar 2021. Das Elektrolyseur-Unternehmen „Sunfire“ aus Dresden ist der „eFuel Alliance“ beigetreten, die sich für die Massenproduktion von umweltfreundlich erzeugten Synthese-Kraftstoffen („eFuels“) einsetzt. Das haben Sunfire und die Allianz nun mitgeteilt. „eFuels werden in den nächsten Jahrzehnten einen wichtigen Beitrag zur Dekarbonisierung des Verkehrssektors leisten“, ist Sunfire-Chef Nils Aldag überzeugt. „Unsere Technologie ist reif für den Markteintritt.“

Doktorand Max Vater mustert einen Testcontainer im Institut für Wasserstoff- und Kernenergietechnik der TU Dresden, in dem sich erproben lässt, wie dicht verschiedene Werkstoffe und Konstruktionen Wasserstoff halten können. Foto: Heiko Weckbrodt

Mehr Schutz für Wasserstoff-Tanks von Brennstoffzellen-Autos

Die Expertise von Kerntechnik-Spezialisten der TU Dresden ist nun auch in der wachsenden Wasserstoff-Wirtschaft gefragt Dresden, 16. Februar 2021. Sicherheitsexperten der Technischen Universität Dresden (TUD) wollen Brennstoffzellen-Autos sicherer machen. Dafür entwirft der Nachwuchswissenschaftler Max Vater an der Professur für Wasserstoff- und Kernenergietechnik von Prof. Antonio Hurtado nun neuartige Schutzhüllen für Wasserstoff-Tanks. Die sollen einerseits sehr leicht sein, andererseits aber auch so dicht und stabil, dass sie Explosionen selbst bei sehr schweren Unfällen verhindern oder zumindest dämmen. Die „Friedrich und Elisabeth Boysen-Stiftung“ fördert dieses Projekt „Sicherheitstechnische Konzeption von Sicherheitscontainern für H2-betriebene Fahrzeuge“ mit insgesamt 142.500 Euro.

In Chemnitz sind bereits viele Wasserstoff-Forschungsprojekte konzentriert. Hier im Bild beispielsweise installiert Peter Schwotzer-Uhlig im Brennstoffzellenlabor der Professur für "Alternative Fahrzeugantriebe" (Alf) eine Versuchsanordnung. Sachsen bemüht sich bei Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) nun darum, in Chemnitz ein "Hydrogen and Mobility Innovation Center" (HIC) anzusiedeln. Foto: Jacob Müller für die TU Chemnitz

Chemnitz bewirbt sich um Wasserstoff-Zentrum des Bundes

Ein Schwerpunkt soll auf Brennstoffzellen-Antrieben für Züge und Laster liegen Chemnitz, 9. Februar 2021. Sachsen möchte In Chemnitz ein Bundes-Wasserstofftechnologiezentrum etablieren, das sich auf mobile Einsatzszenarien konzentriert. Ein Konsortium von Unis, Unternehmen und weiteren Protagonisten hat sich daher nun um einen entsprechenden Zuschlag von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) beworben. Das hat die Technische Universität Chemnitz (TUC) heute mitgeteilt.

Montage eines Elektrolyse-Stapels. Foto: Jürgen Lösel für das Fraunhofer-IKTS

Siemens und Air Liquide entwickeln gemeinsam Wasserstoff-Erzeuger

Deutsche und Franzosen bewerben sich gemeinsam für IPCEI-Millionen für Elektrolyseure München/Paris, 8. Februar 2021. Siemens und Air Liquide wollen gemeinsam in Europa eine Serienproduktion von Groß-Elektrolyseuren aufbauen. Das geht aus Mitteilungen von Siemens  und Air Liquide hervor. Ziel sei es, eine leistungsstarke europäische Infrastruktur für die umweltfreundliche Erzeugung und Verwertung von Wasserstoff zu schaffen.

Dennis Schulz leitet Linde Engineering Dresden. Foto: ronaldbonss.com für Linde

Linde Dresden: Die Wasserstoff-Ökonomie kommt

Sachsen bauen weltgrößten PEM-Elektrolyseur in Leuna Dresden, 20. Januar 2021. Die Ingenieure des Anlagenbauers „Linde Engineering“ in Dresden, die demnächst in Leuna den weltweit größten Elektrolyseur in Protonenaustauschmembran-Technologie (PEM) bauen, sehen gute Chancen, dass in den nächsten Jahren eine stark wachsende Wasserstoff-Wirtschaft in Deutschland und Europa entsteht. Auch die hohen deutschen Energiepreise und Investitionen für den Einstieg in die Massenproduktion von Wasserstoff (H2) und Brennstoffzellen seien dafür kein entscheidender Hinderungsgrund. „Ich bin überzeugt davon, dass die Wasserstoff-Ökonomie kommt“, betonte Standort-Chef Dennis Schulz. Dabei könne Deutschland eine Schlüsselposition einnehmen.

Brennstoffzellen-Busse sollen künftig auch in der Lausitz fahren. Das Fahrzeug hier im Foto hat der eFarm-verbund von "GP Joule" für Nordfriesland angeschafft. Das Unternehmen plant inzwischen, solch einen Komplex aus Solarstrom-Gewinnung, H2-Erzeugung und Wasserstoff-Tankstellen auch bei Klettwitz zu bauen. Foto: GP Joule

“DurcH2atmen” will Brennstoffzellen-Busse und Wasserstoff-Tanknetz für die Lausitz

600.000 Euro für Netzwerk Cottbus, 20. Januar 2021. Im Zuge der Wasserstoff-Initiative in der Lausitz wollen die Cottbuser Verkehrbetriebe einen ersten Bus mit Brennstoffzellen-Antrieb anschaffen. Und das norddeutsche Unternehmen „GP Joule“ will an der Autobahn 13 bei Klettwitz einen 90 Megawatt starken Solarpark aufbauen, um dort Wasserstoff zu erzeugen und auch über eine Wasserstoff-Tankstelle an Brennstoffzellen-Fahrzeuge zu verteilen. Derweil bauen Siemens und das Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik (IWU) in Görlitz ein „Hydrogen Lab Görlitz“ (HLG) ein. Das hat das brandenburgisch-sächsische Netzwerk „DurcH2atmen“, das wasserstoffbasierte Zukunftstechnologien für die Lausitz fördert, mitgeteilt. Für seine Projektarbeit habe das Netzwerk nun 600.000 Euro vom Bund bekommen, informierte „DurcH2atmen“.