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Dresdner Physiker bringen organische Elektronik auf Gigahertz-Tempo

Organische Bipolartransistoren können auf flexiblen elektronischen Elementen auch anspruchsvolle Aufgaben der Datenverarbeitung und -Übertragung übernehmen, wie hier für Elektrokardiogramm-Daten. Grafik: Jakob Lindenthal für die TUD

Organische Bipolartransistoren können auf flexiblen elektronischen Elementen auch anspruchsvolle Aufgaben der Datenverarbeitung und -Übertragung übernehmen, wie hier für Elektrokardiogramm-Daten. Grafik: Jakob Lindenthal für die TUD

Vertikale Bauweise bringt bipolare Tranisitoren auf Kohlenstoffbasis auf Trab

Dresden, 27. Juni 2022. Schlaue Heilpflaster, organische Hirnimplantate und aufrollbare Bildschirme mit flexibler Steuerelektronik rücken nun doch in greifbare Nähe: Physikern der Uni Dresden haben einen Minischalter aus organischen Stoffen generiert, der auf Milliarden von Schaltvorgängen pro Sekunde kommt. Das hat die TU Dresden mitgeteilt. Bisher waren solche bipolaren Gigahertz-Transistoren nur mit Silizium oder anderen starren Materialien herstellbar. Für ihren Durchbruch setzten die Dresdner auf eine senkrechte Dünnschichtbauweise ihrer organischen Transistoren. Weiterlesen

Protonenkanone gegen Krebs bekommt „Echtzeit-Auge“

Krebspatienten profitieren in Dresden von einer hochgenauen Planung der Protonentherapie. Wissenschaftler nutzen hierfür die Vorteile einer innovativen Bildgebungsmethode. Quelle: NCT Dresden/ Philip Benjamin, OncoRay

Krebspatienten profitieren in Dresden von einer hochgenauen Planung der Protonentherapie. Wissenschaftler nutzen hierfür die Vorteile einer innovativen Bildgebungsmethode. Quelle: NCT Dresden/ Philip Benjamin, OncoRay

Oncoray Dresden will mit Partnern aus Belgien und Schweden im „Protonart“-Verbund die Teilchentherapie präziser machen

Dresden, 27. Juni 2022. Um besonders heimtückische, tiefsitzende Tumore im Gehirn oder im Bauch zu bekämpfen, setzen Mediziner gerne Protonenstrahlen ein – wenn sie einen der noch recht teuren Protonenbeschleuniger zur Hand haben: Anders als Röntgen- oder Gammastrahlen setzen nämlich diese auf hohe Geschwindigkeiten beschleunigten Kernteilchen ihre Energie ziemlich genau im Krebsgeschwür frei, ohne das gesunde Gewerbe dahinter mit zu zerstören. Mediziner und Physiker aus Sachsen, Schweden und Belgien haben nun mit „Protonart“ ein Konsortium gegründet, das die Protonentherapie echtzeitfähig und auf eine Stufe heben soll. Das geht aus einer Mitteilung des Dresdner Strahlenforschungszentrums „Oncoray“ und der TU Dresden hervor. Weiterlesen

Traudl-App gegen die Trauer-App

So etwa soll die Traudl-App aussehen- Bildschirmfoto von „Feel:neo“-Präsentation

So etwa soll die Traudl-App aussehen- Bildschirmfoto von „Feel:neo“-Präsentation

„Feel:neo“-Team arbeitet in Dresden an einem digitalen Kummer-Helfer für Jugendliche

Dresden, 25. Juni 2022. Wir es womöglich mit digitaler Hilfe künftig leichter, um einen geliebten Menschen, um einen Verlust oder eine Trennung zu trauern? Wer mit dem Smartphone und sogenannten sozialen Netzwerken aufgewachsen ist, für den mag das kein so abwegiger Gedanke sein. Deshalb entwickelt die studentische Ausgründung „Feel:neo“ derzeit in Dresden mit „Traudl“ eine Trauer-App. Weiterlesen

Markt für Analogelektronik wächst um 30 %

Prozessor von Texas Instruments. Visualisierung.: TI

Prozessor von Texas Instruments. Visualisierung: TI

Texas Instruments behauptet sich als Marktführer

Scottsdale, 24. Juni 2022. Mit analogen Umsätzen von 14,1 Milliarden US-Dollar (13,5 Milliarden Euro) und einem Marktanteil von 19 % hat „Texas Instruments“ seinen festen Platz als weltweit führender Anbieter von analogen Geräten im Jahr 2021 behauptet. Das hat das Marktanalyse-Unternehmen „IC Insights“ aus Scottsdale in den USA eingeschätzt. Und über mangelnde Nachfrage können sich die Texaner, die unter anderem viele Automobil-Halbleiter herstellen, nicht beklagen: Im Vergleich zum Vorjahr legten ihre Umsätze mit analoger Elektronik um 29 Prozent zu. Weiterlesen

Autofabrik-Roboter lernt spritzgießen

Die TU-Ausgründung Anybrid hat Roboter im Leichtbau-Validierungszentrum Leiv in Dresden mit ihren mobilen Spritzgießmaschinen ausgestattet. Die C-förmigen roten Spritzgießer sind besonders leicht konstruiert. Foto: Heiko Weckbrodt

Die TU-Ausgründung Anybrid hat Roboter im Leichtbau-Validierungszentrum Leiv in Dresden mit ihren mobilen Spritzgießmaschinen ausgestattet. Die C-förmigen roten Spritzgießer sind besonders leicht konstruiert. Foto: Heiko Weckbrodt

Dresdner Uni-Ausgründung baut mobile Mini-Spritzgießmaschine, die sich direkt an Roboterarme andocken lässt

Dresden, 23. Juni 2022. Klassische Spritzgießanlagen mögen unermüdliche Maschinen sein, die Kunststoffbauteile aller Art in Tausender-, ja Millionenstückzahlen herstellen. Allerdings sind sie meist schwer und sperrig und lassen sich daher zum Beispiel nicht organisch in die schnell getakteten Produktionslinen der Autofabriken integrieren. Eine noch junge Ausgründung des Dresdner Leichtbauinstituts ILK schickt sich aber an, das zu ändern: Das vierköpfige „Anybrid“-Team um Dr. Michael Krahl hat eine mobile Spritzgießmaschine entwickelt, die so leicht ist, dass sie sich sogar an einen Roboterarm direkt anmontieren lässt. Weiterlesen

Fraunhofer Dresden plant Pilotlinien für Neuro- und Quantenchips

Neurotransistoren können sich wie die Neuronen im menschlichen Gehirn immer wieder umprogrammieren und neu vernetzen, um zu lernen. Grafik: TUD

Neurotransistoren können sich wie die Neuronen im menschlichen Gehirn immer wieder umprogrammieren und neu vernetzen, um zu lernen. Grafik: TUD

Neues Forschungszentrum Cachs greift Ferroelektrik-Speichertechnologie der TU Dresden auf

Dresden, 22. Juni 2022. Um die Grenzen der heutigen Mikroelektronik über die klassische Digitalcomputertechnik hinauszuschieben, wollen die Fraunhofer-Forscher im neuen Mikroelektronik-Forschungszentrum „Center for Advanced CMOS & Heterointegration Saxony“ (Cachs) in Dresden unter anderem Pilotlinien für neuromorphe und für Quanten-Chips aufbauen. Das haben die Cachs-Forscher Dr. Benjamin Lilienthal-Uhlig und Dr. Frank Windrich angekündigt. Weiterlesen

Sensorfolien für ein langes Maschinenleben

Sensorfolie von den Organikelektronik-Spezialisten aus Dresden. Foto: Flexora

Sensorfolie von den Organikelektronik-Spezialisten aus Dresden. Foto: Flexora

Mit Flexora, Credoxys und Beeoled hat das Dresdner Physikinstitut von Karl Leo schon wieder drei neue Hightech-Firmen ausgegründet

Dresden, 21. Juni 2022. Das Institut für angewandte Physik (IAP) der TU Dresden bleibt seinem Ruf als besonders aktive Forschungs- und Gründungsschmiede treu: Erneut haben sich dort drei Hightech-Firmen ausgegründet beziehungsweise befinden sich gerade im Gründungsprozess. Das hat Institutsdirektor Prof. Karl Leo auf Oiger-Anfrage mitgeteilt. Konkret handelt es sich um die Unternehmen Flexora, Credoxys und Beeoled. Weiterlesen

Edelschmiede Gläser baute in Dresden erst Kutschen, dann Cabrios

Werbefoto für den Wartburg 311-2 aus dem Karosseriewerk Dresden. Repro aus: Brandes: „Gläser Karosserie Dresden“

Werbefoto für den Wartburg 311-2 aus dem Karosseriewerk Dresden. Repro aus: Brandes: „Gläser Karosserie Dresden“

Das Buch „Gläser Karosserie Dresden“ wartet mit einer unglaublichen Fülle an Informationen und Abbildungen auf.

Die Wege des Herrn sind unergründlich, heißt es bekanntlich. Das ist auch in der Autowelt so. Carl Heinrich Gläser beispielsweise begann als Kutschenbauer in Dresden, sattelte dann auf Automobilkarosserien von hervorragender Qualität um. Mitten in der Weltwirtschaftskrise von 1929 stieg er zum führenden deutschen Anbieter von Cabriolet-Karosserien auf – mit einem Ruf, der weit über die Grenzen Sachsens hinaus reichte. Wie Michael Brandes in seinem unter Mitwirkung von Peter Kirchberg und Christian Suhr verfassten Band „Gläser Karosserie Dresden“ vermittelt, vereinte Gläser zwei scheinbar unvereinbare Firmenkonzepte unter einer Marke: Lieferant von Serienkarosserien für alle namhaften deutschen Automobilbauer und zugleich Edelschmiede von Luxuskarosserien in Einzelanfertigung. „Aber alle hatten eines gemeinsam: Den hohen gestalterischen wie Qualitätsanspruch.“ Weiterlesen

Hammer statt Schokolade: Wertzeugkiste ist die Zuckertüte des Erzgebirges

Die Wertzeugkiste. Foto: Steven Busch für die WFE

Die Wertzeugkiste. Foto: Steven Busch für die WFE

Geschenkboxen sollen Gymnasiasten an ihre Heimat binden

Obernhau/Annaberg-Buchholz, 18. Juni 2022. Um Gymnasiasten aus dem Erzgebirge fester in ihrer Heimat zu verankern, auch wenn sie erst mal auswärts in die Lehre gehen oder studieren, schenkt ihnen ein regionales Unternehmerbündnis dieser Tage rund 860 „Wertzeugkisten“. Darauf hat die Wirtschaftsförderung Erzgebirge (WFE) aus Annaberg-Buchholz aufmerksam gemacht. Weiterlesen

Dresdner Forscher geben halbblinden Mäusen die Tagessicht zurück

Die CRTD-Forscher haben Mäusen menschliche Zapfenphotorezeptoren (grün)in die degenerierte Netzhaut eingepflanzt. Unterstützende Zellen in der Wirtsnetzhaut (orange) interagieren eng mit dem Transplantat. Abb.: JCI

Die CRTD-Forscher haben Mäusen menschliche Zapfenphotorezeptoren (grün)in die degenerierte Netzhaut eingepflanzt. Unterstützende Zellen in der Wirtsnetzhaut (orange) interagieren eng mit dem Transplantat. Abb.: JCI

Photorezeptoren brauchten allerdings 6 Monate, um sich zu vernetzen

Dresden, 18. Juni 2022. Um Blinden das Tagessichtzurückzugeben, experimentieren Regenerationsforscher um Prof. Marius Ader vom Zentrum für Regenerative Therapien Dresden (CRTD) der TU Dresden mit künstlich gezüchteten Netzhautzellen. Die haben nun Mäusen solche Zellen erfolgreich eingepflanzt: Die Zellen vernetzten sich binnen eines halben Jahres und funktionierten dann auch korrekt, teilte das CRTD mit. Dahinter steht die Hoffnung, dass später einmal auch blinde Menschen durch solch eine Methode wieder sehen lernen. Weiterlesen

30 Millionen Euro für Cyberabwehr-Forschung

Blick in ein Spiegelkabinett im binären Matrix-Stil im Futurium Berlin. Foto: Heiko Weckbrodt digital Binärcode

Foto: Heiko Weckbrodt

Bundes-Cyberagentur in Halle vergibt bisher größtes Auftragspaket für Schutz kritischer Infrastrukturen

Halle, 17. Juni 2022. Mit Forschungsprojekten im Wertumfang von 30 Millionen Euro will die staatliche „Agentur für Innovation in der Cybersicherheit“ die deutschen Behörden, Kraftwerke, Wasserwerke, Krankenhäuser und andere „kritische Infrastrukturen“ gegen digitale Angriffe feien. Das geht aus einer Mitteilung der Cyberagentur in Halle hervor. Weiterlesen

Mercedes will wiederverwertbare Elektroauto-Gehäuse

Das elektrische EQ-Modell von Mercedes. Foto: Heiko Weckbrodt Deutsche Accumotive / Daimler Kamenz

Mercedes will seine Stromer leichter, kostengünstiger und leichter wiederverwertbar machen. Foto: Heiko Weckbrodt

Schwaben entwickeln mit Partnern aus Sachsen leichte Hybridgehäuse für künftige Stromer

Dresden/Stuttgart, 17. Juni 2022. Der Umstieg der deutschen Autoindustrie auf Stromer zieht nicht nur viel Forschungsarbeit an besseren Elektromotoren und Akkus nach sich, sondern bringt auch im Detail viele neue Konstruktionsprinzipien mit sich: Gefragt sind besonders leichte Komponenten, die zwar weniger mechanisch belastet werden, dafür aber elektromagnetische Abschirmungen enthalten müssen und dergleichen mehr. Mercedes will nun gemeinsam mit Instituten aus Sachsen und Schwaben eine neue Generation von Elektroauto-Gehäusen entwickeln, die all diese neuen Anforderungen erfüllen – und zugleich am „Lebensende“ des Stromers einfach wiederverwertbar sind. Das geht aus einer Mitteilung des „Instituts für Leichtbau und Kunststofftechnik“ (ILK) der TU Dresden hervor, das in das Vorhaben seine besondere Expertise im Kreislauf-Leichtbau einbringt. Weiterlesen

Robotik-Festival wandert durch Sachsen

Kollaborative Roboter, die direkt und ohne Schutzzaun mit Menschen in einer Fabrik zusammenarbeiten können, gehören zu den Hoffnungsträgern der sächsischen Robotik-Szene. Ein solcher Roboter-Arm begrüßt derzeit die Besucher des „Dresden Robotics Festival“ im Dresdner Messegelände. Foto: Heiko Weckbrodt

Kollaborative Roboter, die direkt und ohne Schutzzaun mit Menschen in einer Fabrik zusammenarbeiten können, gehören zu den Hoffnungsträgern der sächsischen Robotik-Szene. Ein solcher Roboter-Arm begrüßte zur Premiere des „Robotics Festival“ im Dresdner Messegelände vor einem Jahr die Besucher. Foto: Heiko Weckbrodt

Nahe von Leipzigs alter Baumwollspinnerei zeigt die Branche im September 22 neueste Robotertrends

Dresden/Leipzig, 16. Juni 2022. Die Roboter gehen auf Wanderschaft: Nach der Premiere in Dresden findet das „Robotics Festival“ in diesem Jahr in Leipzig statt. Das hat Veranstalter Thomas Schulz vom „Robot Valley Saxony“ mitgeteilt und damit bereits früher avisierte Pläne aufgenommen. Weiterlesen

Schweizer verkaufen virtuelle Krypto-Uhren fürs Metaversum

Auch sehr farbige und aufwendige Designs sind im Metaversum realisierbar. Foto: Beyer

Auch sehr farbige und aufwendige Designs sind im Metaversum realisierbar. Foto: Beyer

NFT-Edition soll nicht nur Blockchain-Nerds ansprechen

Zürich, 16. Juni 2022. Normalerweise verbindet man Schweizer Chronometer mit mechanischen Uhrwerken, mit zutiefst in der analogen Welt verwurzelter Manufakturarbeit. Der Züricher Uhrenladen „Beyer Chronometrie“ hat sich nun aber ins Metaversum vorgewagt, in die hybride analog-digitale Welt: Die Eidgenossen haben gemeinsam mit dem „FTSY8 Fictional Studio“ eine eigene Kollektion rein virtueller Uhren designt, die nur einzigartige digitale Glieder von kyrptografisch gesicherten, geblockten Ketten („Blockchains“) existieren. Sie wollen damit laut eigenem Bekunden „die physischen Grenzen der Uhrenmacherkunst verschieben“. Weiterlesen

„Connect Conference“ in Dresden: Die kommunikative Seite der Digitalisierung

Connect ec 2019 im Kongresszentrum Dresden. Foto: Heiko Weckbrodt

Die Archivaufnahme zeigt die Connect ec 2019 im Kongresszentrum Dresden. Foto: Heiko Weckbrodt

Kommunikationstech-Tagung kehrt nach Sachsen zurück

Dresden, 16. Juni 2022. Nach zweijähriger Corona-Pause kehrt die Technologietagung „Connect Conference“ nach Dresden zurück: Am 21. und 22. Juni 2022 diskutieren Branchenvertreter neue Trends in den Kommunikations- und verwandten Technologien, zeigen Aussteller ihre aktuellen Produkte. Das hat der „Weka“-Verlag als Veranstalter angekündigt. Weiterlesen