Alle Artikel in: Dresden-Lokales

Lokales aus Dresden und Umgebung

Zwei Schülerinnen füllen im Innotruck ein Elektrolyt in eine Redox-Flow-Batterie. Solche Fluss-Batterien eignen sich besonders als sehr große stationäre Stromspeicher. Foto: Flad & Flad für das BMBF

Bundes-Innovations-Laster stellt die Welt von morgen vor

Gastspiel zum Start des neuen SAP-Schülerlabors in Dresden Dresden, 18. Oktober 2018. Anlässlich der Neueröffnung des neuen Schülerlabors von SAP (Wir berichteten) rollt in der kommenden Woche der „Inno-Truck“ des Bundesforschungs- und -bildungsministeriums auf den Postplatz. Am Montag und Dienstag offerieren die Inno-Trucker dort Schulklassen, die sich vorab abmelden, sie durch das zweigeschossige Fahrzeuge zu führen. In der mobilen Ausstellung können erfahren, an welchen Innovationen und Zukunftstechnologien deutsche Tüftler derzeit arbeiten. Am Montag von 15.15 bis 16.15 Uhr können auch unangemeldete Neugierige den Ausstellungslaster kostenlos durchstöbern.

Das rekonstruierte Dienstzimmer von Stasi-General Horst Böhm in der Gedenkstätte Bautzner Straße in Dresden. Foto: Heiko Weckbrodt

Rollenspiele in der Zonenstadt Raststatt

Trägerverein will die Gedenkstätte Bautzner Straße modernisieren und vom allzu engen Themenkreis „Stasi“ lösen Dresden, 2. Oktober 2018. Wie lange wird es wohl noch dauern, bis auch der letzte Ostdeutsche die Nase gestrichen voll hat von der eigenen Vergangenheit, das Kürzel „DDR“ nicht mehr hören kann? Bis jeder Schüler nur noch die Augen verdreht, wenn der Lehrer verkündet: „Und heute gehen wir in den Stasi-Knast“? Herbert Wagner und Uljana Sieber von der „Gedenkstätte Bautzner Straße“ sehen diesen Tag schon kommen. Nachdem sie zuletzt ihre Energie darauf konzentriert hatten, die ehemalige Stasi-Bezirksverwaltung als Museum umzubauen und zu sanieren, steht daher nun eine inhaltliche Modernisierung auf ihrer Agenda.

Die Maus öffnet für Kinder die 3D-Höhle im „Zentrum für Systembiologie Dresden“ (CSBD). Foto: CSBD

Der Wurm wird für Kinder zum 3D-Kino

Dresder Systembiologen öffnen ihre Höhle zu virtuellen Welten Dresden, 1. Oktober 2018. Wie in einem 3D-Kino können Kinder zum Nationalfeiertag am 3. Oktober 2018 in Dresden durch das Innere eines Fadenwurms oder über die Leber einer Maus spazieren. Möglich macht dies eine Hightech-Höhle („Cave“) für „Virtuelle Realität“ (VR) im „Zentrum für Systembiologie Dresden“ (CSBD), die an diesem Tag für kleine Besucher geöffnet ist.

Barbara Miklaw (Mirabilis Verlag), Sigrid Kraft und Tobias Fahnauer (Fahnauer-Verlag), Petra Sprenger (Opernmouth), Jens Korch (Edition Wannenbuch), Frank Elstner (Palisander-Verlag), Natascha Sturm (Neissufer-Verlag) und Katharina Salomo (Dresdner Buchverlag/Salomo Publishing) zeigen in der neuen Buchhandlung "Shakespeares Enkel" an der Weimarischen Straße in Dresden ihre Werke. Foto: Heiko Weckbrodt

Deutsche Indie-Verlage gründen genossenschaftlichen Buchladen in Dresden

Badewannen-Bücher, Oper-Kurzerklärer und andere bibliophile Perlen sollen nicht länger neben Bestsellern untergehen Dresden, 23. August 2018. 33 unabhängige Verlage aus Sachsen und ganz Deutschland testen in Dresden neue genossenschaftliche Absatzwege für ihr Bücher. Vier von ihnen haben mit „Shakespeares Enkel“ eine gemeinsame Verlags-Buchhandlung gegründet, die fortan alle zusammen betreiben sowie mit ihren Büchern und Veranstaltungen bestücken wollen. „Damit verwirklichen wir einen lang gehegten Traum zahlreicher Verleger“, sagte Mit-Gründerin Katharina Salomo, die den Dresdner Buchverlag leitet.

Dr. Achim Bonte. Foto: Ramona Ahlers-Bergner für die SLUB Dresden

Das Buch ist kein Fetisch

Der neue Generaldirektor Achim Bonte will die digitale Transformation der Uni-Bibliolothek SLUB in Dresden vorantreiben Dresden, 6. August 2018. Achim Bonte ist der neue Generaldirektor der Sächsischen Landes- und Uni-Bibliothek SLUB in Dresden. Oiger-Reporter Heiko Weckbrodt hat den 54-jährigen Germanisten und Historiker befragt, wohin er die Bibliothek steuern will, wie es mit den 3D-Druckern weitergeht und ob er im Digitalzeitalter die Papierbücher wegwerfen will. Wenn ich daran denke, wie klassisch-beschaulich es in der Landesbibliothek an der Marienallee vor 30 Jahren zuging, hat sich die SLUB seitdem stark verwandelt. Wo steht die Bibliothek in diesem Transformationsprozess jetzt und wo geht’s hin? Bonte: Die Kernaufgabe ist gleich geblieben: Wir vermitteln und erweitern Informationen und Wissen. Das hat die Bibliothek in der Papier-Ära mit Büchern gemacht. Dazu haben wir inzwischen neue Säulen aufgebaut: Wir digitalisieren die Alt-Bestände, lizenzieren elektronische Zeitschriften und bieten Zugang zu Datenbanken. Inzwischen sind wir in einer neuen Phase angelangt: Wir sind Dienstleister für den gesamten Forschungskreislauf geworden.

Auch die Dänen haben längst elektrische Lastenräder für sich entdeckt - hier das "Mk1E" von Butchers & Bicycles. Foto. Butchers & Bicycles

Transport-Räder sollen Güterverkehr in Dresden entlasten

Grüne: Stadt soll Cargo-Bike-Käufern 20 % des Preises subventionieren Dresden, 2. August 2018. Städtische Kauf-Zuschüsse sollen künftig Unternehmern und Freiberuflern die Entscheidung leichter machen, sich ein Lastenfahrrad statt eines Diesel-Transporters zuzulegen. Bis zu 1000 Euro Subventionen soll es demnach für die Anschaffung elektrischer oder mit Muskelkraft angetriebener Cargo-Fahrräder geben. Das sieht ein Antrag der bündnisgrünen Fraktion an den Dresdner Stadtrat vor.

Kai Schaffran, Chef der Zwergperten GmbH, führt einen aufblasbaren Autositz für Kleinkinder vor.

USB-Pumpe bläst Kindersitz auf

Messe „Babywelt“ lockt Eltern auch mit Innovationen Dresden, 16. März 2018. Aufblasbare Kleinkinder-Autositze für die „Generation Car Sharing“, genähte Bilderbücher aus Textilien, Kinderzimmer-Möbel, Baby-Mode, Spielzeug und viele andere Offerten rund um die allerneuesten Erdenbürger wollen rund 100 Aussteller am Wochenende zur Messe „Babywelt“ auf der Dresdner Ostra-Halbinsel zeigen. Das hat Sprecherin Jana Niemann namens der Veranstalter von „Fleet Events“ angekündigt.

Forschungsprojekt „smart materials satellites“, Foto: Julia Wolf

Tinkerer und Technikphilosophen

Technische Sammlungen entwickeln sich zum Schaufenster der Dresdner Forschung Dresden, 8. März 2018. Zusätzlich zu ihrer Rolle als Technikmuseum werden sich die Technischen Sammlungen Dresden (TSD) in den nächsten Jahren zu einem interaktiven Wissenschaftszentrum weiterentwickeln. Dafür sollen unter anderem das DLR-Schülerlabor im Hause ausgebaut und ein neues offenes „Labor für Materialforschung“ eingerichtet werden. Diese Marschrichtungen zeichnen sich nach mehreren Experten-Seminaren ab, informierte TSD-Direktor Roland Schwarz. „Die TSD sollen ein besonderer Bildungsort sein und ein Schaufenster der Forschung in Dresden“, sagte er.

Die Künstliche Intelligenz "Alexa" von Amazon kennt sich jetzt auch mit den Sehenswürdigkeiten aus - durch eine neuprogrammierte Fähigkeit ("skill") der DMG. Montage: hw, Fotos: Amazon (Echo Box) und DMG - M.Hennig (Stallhof) - Lizenz DML BY

Virtuelle Assistentin Alexa lernt Dresden kennen

Tourismusgesellschaft schaltet Gratis-Skill für Amazons Künstliche Intelligenz frei Dresden, 9. Januar 2017. Die sprachgesteuerte virtuelle Assistentin „Alexa“ aus dem Hause Amazon hat jetzt die Fähigkeit („skill“) erlernt, auf Zuruf über die Sehenswürdigkeiten, Veranstaltungen und Aussichtspunkte in Dresden zu berichten. Das hat die Dresden Marketing GmbH (DMG) mitgeteilt, die diese Skill zum kostenlosen Download vorbereitet hatte. Insgesamt sind zum Start 100 Frage-Antwort-Kombinationen („Cards“) verfügbar.

Glasfaser-Netze gelten neben dem Mobilfunk der 5. Generation (5g) als Schlüssel zur Gigabit-Gesellschaft - also Datenverbindungen mit Geschwindigkeiten über einem Gigabit pro Sekunde, die ganz neue Dienste im Netz ermöglichen. Auch in Dresden setzen kommunale wie provate Ausbau-Akteure in hohem Maße auf glasfasergestützte Breitband-Lösungen. Foto: VodafoneGlasfaser-Netze gelten neben dem Mobilfunk der 5. Generation (5g) als Schlüssel zur Gigabit-Gesellschaft - also Datenverbindungen mit Geschwindigkeiten über einem Gigabit pro Sekunde, die ganz neue Dienste im Netz ermöglichen. Auch in Dresden setzen kommunale wie provate Ausbau-Akteure in hohem Maße auf glasfasergestützte Breitband-Lösungen. Foto: Vodafone

Schnelles Internet: Immer mehr Glasfaserprojekte in Dresden

Bis zu 60 Millionen Euro Fördergeld könnten demnächst in Breitband-Anschlüsse für Privathaushalte und Schulen fließen Dresden, 30. Dezember 2017. Weil es die Dresdner und die hiesigen Unternehmen satt sind, auf schnelle Internetanschlüsse von den großen Telekommunikations-Konzernen zu warten, hat die Stadtverwaltung selbst mehrere Breitband-Initiativen gestartet: Sie vernetzt einerseits unterversorgte Unternehmen mit bereits verlegten kommunalen Glasfaser-Verbindungen zum Internet. Andererseits bemüht sie sich um Millionen-Zuschüsse von Bund und Land, um schwachbrüstigen Netzzugängen in Privathaushalten und Schulen aufzubessern. Vor wenigen Tagen erst hat das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur den Dresdnern in einer ersten Tranche 9,2 Millionen Euro Fördergeld aus solch einem Breitband-Programm bewilligt. Mit dem Geld sollen unterversorgte Privathäuser, Institutionen, Gewerbegebiete und öffentliche Einrichtungen, die bisher mit weniger als 30 Megabit pro Sekunde oder gar nicht im Internet agieren können, schnelle Anschlüsse bekommen.

Die meisten ostdeutschen Maschinenbau-Unternehmer können sich vorstellen, Flüchtlinge einzustellen. Viele sind sich jedoch unsicher, wie es um die fachlichen und Sprachkenntnisse der Einwanderer bestellt ist. Foto: Rittal GmbH

Dresden plant Vorausbildungsjahr für Flüchtlinge

Zusatzjahr soll ausländische Azubis auf Hauptschulniveau bringen Dresden, 28. September 2017. Junge Flüchtlinge müssen mehr Deutsch lernen können und ihre Allgemeinbildung verbessern, damit sie erfolgreich Facharbeiter-Ausbildungen meistern. Sie dabei zu unterstützen, ist wiederum eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe für Wirtschaft, Verwaltung und Schulen. Das hat ein Lenkungsausschuss der Stadt Dresden, des Job-Centers, der Arbeitsagentur, der Industrie- und Handelskammer (IHK) sowie der Handwerkskammer (HWK) Dresden ein einem gemeinsamen Thesenpapier zur Integration von Flüchtlingen eingeschätzt.

Karsten Dietze von der Caritas Dresden. Foto: Heiko Weckbrodt

Die Empathie im Wutbürger wecken

Volkshochschule und Caritas werben um Brückenbauer zwischen Flüchtlingen und Eingeborenen Dresden, 29. Augist 2017. Steter Tropfen höhlt den Stein, sagt man – und persönliche Begegnung macht es schwerer, jemanden als abstrakten Eindringling zu hassen. Von der Idee hat sich die Caritas in Dresden leiten lassen, als sie vor etwa drei Jahren das „Brückenbauer“-Programm startete: „2014, 2015 gab es viel Aufregung in einigen Stadtteilen, wenn Flüchtende in die Nachbarschaft einzogen“, erinnert sich Karsten Dietze, der im Dresdner Caritas-Verband die Flüchtlingssozialberatung koordiniert. „Da gab es viele Fragen, Ängste und Vorurteile. Diese Probleme wollten wir durchbrechen, durch persönliche Kontakte Empathie für die Geflüchteten wecken.“