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Lokales aus Dresden und Umgebung

Blick in einen der Aufenthalts-Räumeder neuen Zentralbibliothek im Kulturpalast Dresden. Foto: Heiko Weckbrodt

Ankerplätze für digitale Nomaden

Schmökern, surfen und hightechbasteln bis in die Nacht: Die Stadtteil-Bibliotheken in Dresden transformieren sich. Dresden, 29. Juni 2020. Eine „Bibliothek der Wissenschaft“, die die Exzellenz-Uni Dresden flankiert, ein neues Kinderliteraturfestival, der Umzug der Bibliothek Strehlen in ein anderes Viertel und „Machertage“ in allen Stadtteilbibliotheken – das sind einige der Projekte, die Direktor Arend Flemming und seine Mitstreiter in den nächsten Fünfjahrplan der städtischen Bibliotheken geschrieben haben. Er sei sich der angespannten Haushaltslage in der Stadt bewusst, betonte Flemming, als er den Bibliotheksentwicklungsplan 2020-25“ jüngst im Stadtbezirks-Beirat Loschwitz vorstellte. „Die Politiker müssen sich eben entscheiden: Dafür wollen wir Geld ausgeben oder das wollen wir nicht.“

Das Fundament für das weltweit erste Karbonbetonhaus ist gegossen, nun beginnt der Hochbaus auf dem Grundstück nahe am Fritz-Foerster-Platz in Dresden. Foto: Institut für Massivbau der TU Dresden

Baustart für weltweit erstes Karbonhaus

Dresdner TU-Forscher wollen extravagantes Gebäude im Frühjahr 2021 einweihen Dresden, 30. März 2020. Das Fundament aus Kohlenstofffasern, Kies und Zement ist gegossen. Nun startet die TU Dresden den Rohbau für das weltweit erste Karbon-Haus. Das hat Sprecherin Sandra Kranich vom federführenden Institut für Massivbau mitgeteilt. Obwohl jetzt eigentlich ein Grundsteinlegung fällig gewesen wäre, haben die Forscher allerdings wegen der Corona-Krise auf eine Feier vorerst verzichtet.

Wissenschaftsnacht 2018 in Dresden: Beim Science Slam in den Technischen Sammlungen Dresden messen sich die Wissenschaftler in der Kunst, binnen 10 Minuten ihre speziellen Forschungen so allgemeinverständnlich und unterhaltsam wie möglich zu präsentieren. Foto: Ronny Siegel

Forschung unterhaltsam in 180 Sekunden

Technikmuseum Dresden richtet heute „Famelab“-Vorentscheid aus Dresden, 11. März 2020. Unterhaltsam und jeweils binnen 180 Sekunden wollen Wissenschaftler und Studenten heute in den Technischen Sammlungen Dresden (TSD) ihre Forschungen einem breiten Publikum vorstellen – egal, wie kompliziert sie auf den ersten Blick anmuten. Das Ganze nennt sich „Famelab“ und ist ein internationaler Wettbewerb für Wissenschaftskommunikation. Die Sieger des Vorentscheids in Dresden nehmen im Juni am internationalen Finale in Cheltenham teil.

Arend Flemming. Foto: Heiko Weckbrodt

Bibliotheken forcieren Wandel zum Bildungsort 2.0

Direktor will mehr Videoströme, längere Öffnungszeiten und mehr Aufenthaltsqualität Dresden, 28. Januar 2020. Direktor Arend Flemming will die städtischen Bibliotheken in Dresden 2020 und in den Folgejahren weiter zum Bildungsort 2.0 umbauen. Geplant sind beispielsweise ambitionierte Video-Streamingdienste, mehr elektronische Angebote, längere Öffnungszeiten und zusätzliche, teils digital basierte Schulbibliotheken.

Im Schülerrechenzentrum können Kinder und Jugendliche Programmieren, Elektronik-Löten, Robotik und andere Technologien lernen. Foto: Silvia Kapplusch

Schülerrechenzentrum Dresden startet neue Kurse

Ambitionierte Mädchen und Jungen können Programmieren, Robotik und Löten lernen Dresden, 17. Januar 2020. Digitalisierung und Künstliche Intelligenz (KI) stehen noch ganz am Anfang. Diese und verwandte Technologien werden in den kommenden Jahren Wirtschaft und Gesellschaft noch gründlicher umkrempeln als bisher – darüber sind sich die meisten Branchenbeobachter einig. Und das heißt auch: Unternehmen und Staat werden über viele Jahre hinweg viele neue Programmierer, Elektroniker und KI-Spezialisten brauchen. Schüler, die diesen Karriereweg womöglich einschlagen wollen, können sich im „Schülerrechenzentrum“ (SRZ) der TU Dresden ausprobieren. Diese Fördereinrichtung für begabte Mädchen und Jungen startet demnächst wieder Vorbereitungskurse in „Informatik“, „Programmierung“ und „Elektronik“.

Wissenschaftspark Ost: Wirtschaftsförderungs-Chef Robert Franke zeigt, wo die Liebstädter Straße auf der andere Seite des Bahndamms gen Reicker Straße verlängert werden soll. Foto: Heiko Weckbrodt

Tech-Firmen in der Ex-Platte in Dresden-Strehlen

Im Wissenschaftspark Ost siedeln sich demnächst die ersten Unternehmen an. Bis alles fertig ist, wird es aber noch Jahre dauern. Dresden, 14. Januar 2020. Der Dresdner Stadtteil Strehlen gewinnt als Technologiestandort an Bedeutung: Die Stadt hat – nach über zehn Jahren Planung – nun begonnen, ihren Wissenschaftspark Ost zu vermarkten. Das hat Chef-Wirtschaftsförderer Robert Franke auf Oiger-Anfrage im Vorfeld der heutigen Vergabekonferenz im Rathaus bestätigt. Allerdings können sich Firmen zunächst nur auf einem etwa fünf Hektar großen Teilabschnitt zwischen Reicker Straße und Rudolf-Bergander-Ring niederlassen. Weitere Abschnitte nördlich und westlich des Bergander-Rings sollen im zweiten Halbjahr 2021 folgen.

Ein Wandelbots-Mitarbeiter testet die neuen Tracepens, mit denen auch Laien Roboter anlernen können. Foto: Wandelbots

Dresden bezuschusst Innovatoren

Wirtschaftsförderer wollen junge Hightech-Firmen in der Stadt unterstützen Dresden, 3. Januar 2020. Wer Innovationen in Dresden entwickelt, kann dafür jetzt wieder Zuschüsse von den städtischen Wirtschaftsförderern bekommen. „Ziel ist es, innovative Lösungen auch für Themen und Probleme mit städtischer Relevanz zu realisieren“, betonte Wirtschaftsförderungs-Chef Robert Franke.

Drewag-Chef Frank Brinkmann (links) und Bürgermeister Peter Lames freuen sich über das eigene Dresdner Breitbandnetz. Offizieller startete der Glasfaser-Ausbau nun an der 10. Grundschule auf der Struvestraße in der Seevorstadt. Foto: Diana Petters/Landeshauptstadt Dresden

Mehr Internettempo: Dresden baut eigenes Glasfaser-Netz aus

Vor allem Schulen, Bibliotheken und andere öffentliche Einrichtungen sollen von den schnellen Anschlüssen profitieren. Dresden, 13. Dezember 2019. Um ihre Schulen, Bibliotheken und Museen rasch mit schnellem Internet zu versorgen, bauen die Dresdner ein eigenes Glasfasernetz jenseits von Telekom, Vodafone & Co. auf und aus.

Noch ist die Tiergartenstraße eine Sackgasse. Doch Stadt und DVB prüfen die Möglichkeit, von der Oskarstraße her eine Straßenbahntrasse bis zum Betriebshof Gruna (rechts) zu bauen - und später weiterzuführen. Foto: Heiko Weckbrodt

Dresden plant neue Technologiezentren

Die Forscher wollen mehr Firmen ausgründen. Die Wirtschaftsförderer drängen auf eine neue Straßenbahn-Trasse zum Fraunhofer-Campus Ost. Dresden, 4. Dezember 2019. Um mehr Ausgründungen aus Forschungs-Instituten zu ermöglichen und externe Tech-Firmen in Dresden anzusiedeln, will Wirtschaftsförderungs-Chef Robert Franke weitere Technologiezentren in der Stadt bauen. In diesem Zuge plädiert er auch für eine neue Straßenbahnlinie über die Tiergartenstraße zum Fraunhofer-Campus Strehlen und zum Wissenschaftspark Ost. „Die Nachfrage von Unternehmen nach Büros und Laboren ist sehr hoch, die Kapazitäten sind aber bereits stark ausgelastet“, betonte Franke. Selbst die Flächen im jüngst erst vergrößerten Nanocenter in Klotzsche seien inzwischen zu 90 Prozent belegt. „Das heißt: Wir müssen neu investieren.“

Mit dem Mobilfunk der 5. Generation (5G) verbinden vor allem Autohersteller und Automatisierungsindustrie große Hoffnungen. Foto: Heiko Weckbrodt

Stadt Dresden informiert über 5G-Mobilfunk

Wirtschaftsförderer laden Bürger zum Dialog ins Hygienemusem ein Dresden, 26. November 2019. Weil Teile der Bürgerschaft dem kommenden 5G-Mobilfunk skeptisch gegenüberstehen, die Stadtspitze andererseits Dresden zur 5G-Vorreiterkommune machen will, laden die Wirtschaftsförderer nun die Dresdner zum Dialog über die neue Technologie ein: Unter dem Motto „5G – Ein Netz – viele Meinungen!“ können am 5. Dezember ab 18 Uhr bis zu 200 Besucher, die sich vorher anmelden, im Hygienemuseum Dresden mit Technikern, Medizinern, Soziologen und Künstlern über das Für und Wider diskutieren.

Blick in die neue Süd-Bibliothek in Dresden. Foto: Heiko Weckbrodt

Dresden will alle Bibliotheken auch sonntags öffnen

Süd-Bibo als Pilotprojekt in neuem Domizil am Münchner Platz gestartet Dresden, 11. November 2019. Spätestens ab 2025 sollen alle Stadtteilbibliotheken in Dresden sieben Tage pro Woche geöffnet sein – also auch sonntags und an bisherigen Schließtagen. In den Abendstunden verwandeln sich dann in Stadtteilzentren. Diese Ziele hat nun der Direktor der Städtischen Bibliotheken ausgegeben. „Das ist die Zukunft“, sagte Arend Flemming. Für Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch (Die Linke) ist dieses Konzept ein wichtiger Baustein für die Dresdner Kulturhauptstadt-Bewerbung.

Der erste Abschnitt der Universellen Werke Dresden ist saniert und als Technologiezentrum nutzbar. Foto: Heiko Weckbrodt

Jobtickets für kleine Tech-Firmen in Dresden

Auch Start-Ups in Technologiezentren können ihren Mitarbeitern nun Bus und bahn schmackhaft machen Dresden, 20. Oktober 2019. Selbst noch sehr kleine und junge Unternehmen, die in den städtischen Technologiezentren in Dresden residieren, können ab sofort ihren Mitarbeitern Job-Tickets anbieten. Das hat der Betreiber, die Technologiezentrum Dresden (TZD) GmbH, nun mitgeteilt.

"Henne“ Gutenberg, alias Walter Staufenbiel, schwingt das Minihämmerchen bei der „Blindversteigerung“ von Miniaturbüchern. Foto: Jürgen Münster, Dresden

Autoren feiern in Dresden 200. Geburtstag von Fontane

Auch Autor Gerhard Albert Fürst aus Michigan kam auf Eiladung der Edition Freiberg über den „großen Teich“ nach Dresden Dresden, 19. Oktober 2019. Knapp 40 Poeten und andere Literaten aus nah und fern sind zum 13. Autoren-Verleger-Treffen der „Edition Freiberg“ im Oktober 2019 nach Dresden gekommen. Unter ihnen auch der erfolgreiche deutsche Autor des Verlages, Gerhard Albert Fürst aus Michigan (USA). Der gebürtige Bayreuther setzt sich in seinen Gedichten mit ganz elementaren Themen auseinander wie der Suche des Individuums nach Wahrheit und den Hindernissen, die der Mensch auf dem Weg dahin überwinden muss. Sein Motto: „Es lebe die Liebe! Es lebe die Literatur! Es lebe das Leben!“

Das Körnerdenkmal am Georgplatz in Dresden. Bildhauer Ernst Julius Hähnel gestaltetete 1869 den Dichter als Krieger und Helden. Foto: Jürgen Münster

An fast vergessene Werke von Theodor Körner erinnert

„Dresdner Literatour“ endete im „Körnergarten“ Dresden, 21. September 2019. Er gilt als Dichter der anti-napoleonischen Befreiungskriege und nationale Ikone der Deutschen: Vor 228 wurde Theodor Körner geboren. Er hat sich gerade auch in Dresden in das Gedächtnis der Stadt eingegraben, vor allem in Loschwitz, aber auch durch ein Denkmal in der Innenstadt. Literaturfreunde würdigten den Schriftsteller nun mit einer „Dresdner Literatour“. Der Verleger und Initiator Heinz Freiberg berichtet im Oiger darüber.