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Nerds und Anarchisten laden zu „Datenspuren“ ins Zentralwerk Dresden

Die "Datenspuren" stehen unter dem Motto "Berechnete Welt". Grafik: nek0, Lizenz: CC by SA, https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/
Die „Datenspuren“ stehen unter dem Motto „Berechnete Welt“. Grafik: nek0, Lizenz: CC by SA

Cyberphilosophie, Vorratsdatenspeicherung und elektronische Basteleien für Kinder

Dresden, 15. September 2022. Wieviel Daten kann und vor allem darf der Staat von unseren Kommunikationsspuren im Netz für eigene Zwecke bunkern? Mit welcher Software lassen sich eigene Comics kreieren? Was sind die die Grundsätze einer Cyberphilosophie? Und was denken Anarchisten über den Ukraine-Russland-Krieg? Diese und weitere Fragen wollen die Nerds vom Chaos-Computer-Club Dresden (c3d2) und ihre anarchistischen Freunde ab morgen mit den Besuchern des „Datenspuren“-Festivals (16.-18. September 2022) im „Zentralwerk“ an der Riesaer Straße 32 in Dresden-Pieschen diskutieren. Darauf hat Nerd Norbert alias Martin Christian hingewiesen.

Zweifellos eine Cyberphilosophin beim Denken. Foto (bearbeitet): Heiko Weckbrodt
Zweifellos eine Cyberphilosophin beim Denken. Foto (bearbeitet): Heiko Weckbrodt

Nerds tun sich mit Anarchisten zusammen

Eingedenk der Koppelung mit den „Libertären Tagen“ der Anarchisten hat der Nerd für diesjährigen „Datenspuren“, die diesmal unter dem Motto „Berechnete Welt“ stehen, ein „maximales Organisationschaos“ versprochen. Auf dem Programm stehen unter anderem elektronische Basteleien mit leitfähiger Knete und Robotern für Kinder, ein Workshop im Schlüsselknacken und Vorträge über Open-Data-Konzepte. Das komplette Programm ist über diese Adresse im Netz zu finden.

Zentralwerk war einst eine Zünderfabrik von Zeiss Ikon

Der Veranstaltungsort hat übrigens eine wechselhafte Geschichte hinter sich. Das „Zentralwerk“ war einst eine Nähmaschinen-Fabrik, dann eine Rüstungsschmiede, zu DDR-Zeiten eine Druckerei. Nach der Wende verfielen die ehemaligen Goehle-Werke zunächst, bis der Verein „Friedrichstadtzentral“ beziehungsweise die Genossenschaft „Zentralwerk“ die Ex-Fabrik schrittweise in einen Wohn- und Schaffensort für Künstler und andere Kreative umwandelten.

Quellen: Chaos-Computer-Club Dresden, Oiger-Archiv

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger