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Der Zebrafisch hat einen Baukasten aus verschiedenen Dummy-Zellen, aus denen er neue Hirnzellen wachsen lassen kann. Visualisierung: DZNE / Caghan Kizil

Schlummert im Menschen eine Hirn-Reparaturtruppe?

Dresdner Forscher wollen Selbstheilungs-Rezepte vom Zebrafisch auf Säuger übertragen Dresden, 23. April 2019. Nach Untersuchungen an Zebrafischen sehen Dresdner Wissenschaftler mögliche neue Forschungsansätze für den Kampf gegen die Alzheimer-Krankheit. Möglicherweise schlummern demnach im menschlichen Gehirn ähnliche Ersatz-Nervenzellen wie jene, mit denen Zebrafische eigene Nervenschäden reparieren können. Nachdem sie die entsprechenden Ersatzzellen und Signalketten nun beim Fisch identifiziert haben, wollen sie dieses Wissen als nächstes bei Mäusen und später auch bei Menschen anwenden. Das geht aus einer Mitteilung von Forschern der TU Dresden und des „Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen“ (DZNE) hervor, die an der Zebrafisch-Studie beteiligt waren.

Rotbrauner Reismehlkäfer "Tribolium castaneum". Abb.: Stefan Münster / MPI-CBG

Forscher aus Dresden wollen Physik des Lebens entschlüsseln

Warum schlägt das Herz links? Woher weiß das Zellkraftwerk, was zu tun ist? Ein neues Exzellens-Cluster an der TU Dresden will sich den Antworten nähern Dresden, 5. April 2019. Je länger ein Physiker über das Leben nachdenkt, umso verblüffter ist er: Wie gelingt es Ketten eigentlich toter Atome, komplexe und veränderbare Strukturen wie einen Muskel, ein Herz oder einen Menschen zu formen? Woher wissen die Kerne und die Kraftwerke biologischer Zellen, wo sie hingehören? Warum schlägt das Herz fast aller Menschen links und nicht hübsch symmetrisch in der Mitte? Diese und weitere Fragen wollen Forscher des neuen Exzellenz-Cluster „Physik des Lebens“ (englisch: Physics of Life“, abgekürzt: PoL) an der Technischen Universität Dresden (TUD) in den nächsten Jahren beantworten – oder sich wenigstens den Antworten zu nähern.

Gefäßchirurg Prof. Christian Reeps (r.), Prof. Herzchirurgie-Chriurgie Klaus Matschke (l.), und Patient Manfred Lauermann. Er ist der erste Patient, dem am Klinikum eine Aortenbogenprothese minimalinvasiv gelegt wurde. Foto: UKD, Annechristin Bonß

Dresdner Ärzte setzen Aorta-Verstärkungsrohr per Schlüsselloch-OP ein

Uniklinik: Nur wenige Zentren beherrschen die minimalinvasive Aortenbogen-Operation Dresden, 21. März 2019. Das neue Operations-Zentrum mit seinen Hybrid-OP-Sälen beginnt sich für die Patienten des Uniklinikums Dresden bereits medizinisch auszuzahlen: Chirurgen haben erstmals einem Patienten eine spezielle Blutgefäß-Prothese, einen Aortenbogen eingesetzt, ohne den Brustkorb zu öffnen – und dabei ihren neuen Hybrid-Saal genutzt, in dem CT, MRT und andere Durchleuchtungsmethoden in Echtzeit gleich am Ort des Eingriffrs verfügbar sind. Der 80-Jährige hat die OP gut überstanden.

Frühgeborene Babys bedürfen besonderen Schutzes. Foto: Jeremy Kemp, Wikipedia, Lizenz: gemeinfrei

Der erste Kontakt der Frühchen

Erstversorgung noch an der Nabelschnur: „Concord“ soll Entwicklung von sehr früh geborenen Babys verbessern Dresden, 6. März 2019. Damit sehr früh geborene Babys einen guten Start ins Leben finden und sich auch später gut entwickeln, haben Mediziner ein neues Gerät entwickelt, das den engen Kontakt zwischen Frühchen und Mutter während der Erstversorgung aufrechterhält: Die Nabelschnur wird solange nicht getrennt, bis das Frühchen intensivmedizinisch versorgt ist. Das geht aus einer Mitteilung der Medizinischen Fakultät „Carl Gustav Carus“ der Technischen Universität Dresden hervor.

Krebspatienten profitieren in Dresden von einer hochgenauen Planung der Protonentherapie. Wissenschaftler nutzen hierfür die Vorteile einer innovativen Bildgebungsmethode. Quelle: NCT Dresden/ Philip Benjamin, OncoRay

Wenige „bösen“ Zellen reichen, damit der Krebs wuchert

Mathematiker vo HTW und TU Dresden entwickeln Modell für Frühphase von Tumoren Dresden, 13. Januar 2019. Um Krebs wirksam eindämmen und bekämpfen zu können, brauchen die Mediziner vor allem eines: Zeit. Je früher ein Tumor erkannt und behandelt wird, umso höher sind in aller Regel die Überlebenschancen für den Patienten. Mathematiker der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Dresden und der Technischen Universität Dresden (TUD) haben nun Rechenmodelle entwickelt, um die Frühphase eine Tumors beizeiten erkennen und analysieren zu können.

Prof. Julia Hauer. Foto: privat

Uniklinik Dresden gewinnt Kinder-Onkologin Hauer

Krebsexpertin wechselt von Düsseldorf nach Sachsen Dresden, 8. Januar 2019. Die Dresdner Expertise in der Krebstherapie hat eine Spezialistin aus Düsseldorf angelockt: Die Kinder-Onkologin Julia Hauer leitet ab sofort den Bereich für „Pädiatrische Onkologie und Hämatologie“ am Uniklinikum Dresden. Außerdem übernimmt sie die Professur für pädiatrische Hämato-Onkologie der Medizinischen Fakultät „Carl Gustav Carus“ an der TU Dresden. Das teilte das Uniklinikum heute mit.

Der Lungenspezialist Prof. Dirk Koschel. Foto: FKH Coswig

Lungenspezialist Koschel verstärkt das Uniklinik Dresden

Coswig und Dresden verzahnen ihre pneumologischen Expertisen Dresden, 27. Dezember 2018. Das Uniklinikum hat einen neuen Lungenspezialisten an Bord: Der Pneumologe Dirk Koschel vom Fachkrankenhaus Coswig übernimmt die Professur für Pneumologie an der Medizinischen Fakultät der TU Dresden. Koschel werde nun die Pneumologie an der Medizinischen Klinik I in der Uniklinik leiten. Darüber haben heute beide Krankenhäuser in einer gemeinsamen Mitteilung informiert.

Foto (bearbeitet): Heiko Weckbrodt

Mit Sensorhilfe wieder sprechen lernen

Dresdner Mundsensor soll Schlaganfallpatienten bei Sprech- und Schlucktherapie helfen Dresden, 25. Dezember 2018. Mit Mundsensoren und einem Therapiegerät wollen Dresdner Ingenieure im Zuge des Projektes „Oslo“ Schlaganfallpatienten helfen, wieder richtig sprechen zu lernen. Das hat das Institut für Akustik und Sprachkommunikation der TU Dresden mitgeteilt, das an dem Vorhaben „Entwicklung eines optoelektronischen Messsystems zur Steuerung interaktiver logopädischer Übungen in der Schlaganfalltherapie“ (Oslo) wesentlich beteiligt ist. Weitere Projektpartner sind die Universitätsmedizin Greifswald und die – auf Sprachprozessoren spezialisierte – Dresdner Linguwerk GmbH.

Dr. Ingmar Glauche (links) und Prof. Ingo Röder vom Institut für Medizinische Biometrie und Statistik der TU Dresden entwickeln gemeinsam mathematische Modelle, um die Therapie von Leukämiepatienten zu verbessern. Foto: MF/TUD

Mathehilfe für Krebskranke

Dresdner Modellrechnung: CM-Leukämie bleibt meist auch mit weniger Medikamenten unter Kontrolle Dresden, 18. Dezember 2018. Die allermeisten Patienten mit einer „Chronischen Myeloischen Leukämie“ (CML) könnten den Krebs auch mit weniger Medikamenten dauerhaft in Schach halten. Zu dieser Folgerung sind Mathematiker der TU Dresden, der staatlichen Universität Itajubá in Brasilien und des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen Dresden (NCT/UCC) aufgrund von Modellrechnungen gekommen. Das hat die Medizinische Fakultät Carl Gustav Carus der Technischen Universität Dresden mitgeteilt.

Die an einem Kopf-Hals-Tumor erkrankte Dresdner Künstlerin Elke Heber wird mit einer individualisierten Strahlentherapie behandelt, die langfristige Nebenwirkungen der Therapie reduzieren soll. V.l.n.r. Elke Heber und Prof. Mechthild Krause, Geschäftsführende Direktorin am NCT/UCC Dresden und Direktorin der Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie des Universitätsklinikums Dresden. Foto: TU Dresden/Stephan Wiegand

Krebsstudie startet: Weniger Strahlen = weniger Nebenwirkungen?

Patienten mit Kopf-Hals-Tumoren können mitmachen Dresden/Heidelberg, 12. Dezember 2018. Humane Papillomviren (HPV) haben bei der Dresdner Künstlerin Elke Heber Krebs ausgelöst: einen Mund-Rachen-Tumor, der oft von Mundtrockenheit, Schluckbeschwerden beziehungsweise gestörte Geruchs- und Geschmackssinne als Nebenwirkungen begleitet ist. Sie ist nun die erste Patientin in einer gemeinsamen Studie der Dresdner und Heidelberger Ärzte im „Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen“ (NCT).

Blick auf die Gantry, gewissermaßen die "Lupe", die die Protonenstrahlen auf die Tumoure im Patienten lenkt, im Uniklinikum Dresden. Foto: Universitätsklinikum CGC Dresden

Protonenanlage Dresden zahlt sich medizinisch aus

Mediziner, Physiker und Ingenieure in Dresden nutzen seit Ende 2014 ein hochenergetisches Skalpell gegen besonders heimtückische Tumore – nun ziehen sie eine erste Zwischenbilanz Dresden, 29. November 2018. Der fast 100 Millionen Euro teure Protonentherapie-Komplex für den Kampf gegen Krebs zahlt sich für Mediziner, Forscher und vor allem für die Patienten zunehmend aus. Das hat Professor Wolfgang Enghardt eingeschätzt, der im „Nationalen Zentrum für Strahlenforschung in der Onkologie – Oncoray“ in Dresden die Sektion Physik leitet.

Genetiker und Physiker wollen sich im geplanten Zentrum für Systembiologie zusammen tun. abb.: MPI-CBG

Innovationscluster für digitale Medizintechnik in Dresden gestartet

Dresden, 2. November 2018. Wirtschaftspolitiker und Branchenvertreter haben in Dresden das „Innovationscluster Smart Medical Devices and Therapies“ gestartet. Mit Unterstützung des sächsischen Wirtschaftsministeriums sollen dieser Verbund jungen Unternehmen helfen, mit innovativen, technologieorientierten Produkten im Medizinsektor Fuß zu fassen.

Rose, Trauer. Foto: Heiko Weckbrodt

St.-Joseph-Stift plant Hospiz für Sterbende in Dresden

Sachsen gibt Zuschuss Dresden, 29. Oktober 2018. Die Krankenhaus-Leitung des St.-Joseph-Stifts Dresden will neben der Palliativstation auch ein stationäres Hospiz für schwerkranke und sterbende Menschen einrichten. Die sächsische Gesundheitsministerin Barbara Klepsch und Finanzminister Matthias Haß (CDU) sagen dem Stift für dieses Vorhaben 440.000 Euro zu. Den Förderbescheid möchten sie am 2. November 2018 übergeben.