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Krebspatienten profitieren in Dresden von einer hochgenauen Planung der Protonentherapie. Wissenschaftler nutzen hierfür die Vorteile einer innovativen Bildgebungsmethode. Quelle: NCT Dresden/ Philip Benjamin, OncoRay

Wenige „bösen“ Zellen reichen, damit der Krebs wuchert

Mathematiker vo HTW und TU Dresden entwickeln Modell für Frühphase von Tumoren Dresden, 13. Januar 2019. Um Krebs wirksam eindämmen und bekämpfen zu können, brauchen die Mediziner vor allem eines: Zeit. Je früher ein Tumor erkannt und behandelt wird, umso höher sind in aller Regel die Überlebenschancen für den Patienten. Mathematiker der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Dresden und der Technischen Universität Dresden (TUD) haben nun Rechenmodelle entwickelt, um die Frühphase eine Tumors beizeiten erkennen und analysieren zu können.

Prof. Julia Hauer. Foto: privat

Uniklinik Dresden gewinnt Kinder-Onkologin Hauer

Krebsexpertin wechselt von Düsseldorf nach Sachsen Dresden, 8. Januar 2019. Die Dresdner Expertise in der Krebstherapie hat eine Spezialistin aus Düsseldorf angelockt: Die Kinder-Onkologin Julia Hauer leitet ab sofort den Bereich für „Pädiatrische Onkologie und Hämatologie“ am Uniklinikum Dresden. Außerdem übernimmt sie die Professur für pädiatrische Hämato-Onkologie der Medizinischen Fakultät „Carl Gustav Carus“ an der TU Dresden. Das teilte das Uniklinikum heute mit.

Der Lungenspezialist Prof. Dirk Koschel. Foto: FKH Coswig

Lungenspezialist Koschel verstärkt das Uniklinik Dresden

Coswig und Dresden verzahnen ihre pneumologischen Expertisen Dresden, 27. Dezember 2018. Das Uniklinikum hat einen neuen Lungenspezialisten an Bord: Der Pneumologe Dirk Koschel vom Fachkrankenhaus Coswig übernimmt die Professur für Pneumologie an der Medizinischen Fakultät der TU Dresden. Koschel werde nun die Pneumologie an der Medizinischen Klinik I in der Uniklinik leiten. Darüber haben heute beide Krankenhäuser in einer gemeinsamen Mitteilung informiert.

Foto (bearbeitet): Heiko Weckbrodt

Mit Sensorhilfe wieder sprechen lernen

Dresdner Mundsensor soll Schlaganfallpatienten bei Sprech- und Schlucktherapie helfen Dresden, 25. Dezember 2018. Mit Mundsensoren und einem Therapiegerät wollen Dresdner Ingenieure im Zuge des Projektes „Oslo“ Schlaganfallpatienten helfen, wieder richtig sprechen zu lernen. Das hat das Institut für Akustik und Sprachkommunikation der TU Dresden mitgeteilt, das an dem Vorhaben „Entwicklung eines optoelektronischen Messsystems zur Steuerung interaktiver logopädischer Übungen in der Schlaganfalltherapie“ (Oslo) wesentlich beteiligt ist. Weitere Projektpartner sind die Universitätsmedizin Greifswald und die – auf Sprachprozessoren spezialisierte – Dresdner Linguwerk GmbH.

Dr. Ingmar Glauche (links) und Prof. Ingo Röder vom Institut für Medizinische Biometrie und Statistik der TU Dresden entwickeln gemeinsam mathematische Modelle, um die Therapie von Leukämiepatienten zu verbessern. Foto: MF/TUD

Mathehilfe für Krebskranke

Dresdner Modellrechnung: CM-Leukämie bleibt meist auch mit weniger Medikamenten unter Kontrolle Dresden, 18. Dezember 2018. Die allermeisten Patienten mit einer „Chronischen Myeloischen Leukämie“ (CML) könnten den Krebs auch mit weniger Medikamenten dauerhaft in Schach halten. Zu dieser Folgerung sind Mathematiker der TU Dresden, der staatlichen Universität Itajubá in Brasilien und des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen Dresden (NCT/UCC) aufgrund von Modellrechnungen gekommen. Das hat die Medizinische Fakultät Carl Gustav Carus der Technischen Universität Dresden mitgeteilt.

Die an einem Kopf-Hals-Tumor erkrankte Dresdner Künstlerin Elke Heber wird mit einer individualisierten Strahlentherapie behandelt, die langfristige Nebenwirkungen der Therapie reduzieren soll. V.l.n.r. Elke Heber und Prof. Mechthild Krause, Geschäftsführende Direktorin am NCT/UCC Dresden und Direktorin der Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie des Universitätsklinikums Dresden. Foto: TU Dresden/Stephan Wiegand

Krebsstudie startet: Weniger Strahlen = weniger Nebenwirkungen?

Patienten mit Kopf-Hals-Tumoren können mitmachen Dresden/Heidelberg, 12. Dezember 2018. Humane Papillomviren (HPV) haben bei der Dresdner Künstlerin Elke Heber Krebs ausgelöst: einen Mund-Rachen-Tumor, der oft von Mundtrockenheit, Schluckbeschwerden beziehungsweise gestörte Geruchs- und Geschmackssinne als Nebenwirkungen begleitet ist. Sie ist nun die erste Patientin in einer gemeinsamen Studie der Dresdner und Heidelberger Ärzte im „Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen“ (NCT).

Blick auf die Gantry, gewissermaßen die "Lupe", die die Protonenstrahlen auf die Tumoure im Patienten lenkt, im Uniklinikum Dresden. Foto: Universitätsklinikum CGC Dresden

Protonenanlage Dresden zahlt sich medizinisch aus

Mediziner, Physiker und Ingenieure in Dresden nutzen seit Ende 2014 ein hochenergetisches Skalpell gegen besonders heimtückische Tumore – nun ziehen sie eine erste Zwischenbilanz Dresden, 29. November 2018. Der fast 100 Millionen Euro teure Protonentherapie-Komplex für den Kampf gegen Krebs zahlt sich für Mediziner, Forscher und vor allem für die Patienten zunehmend aus. Das hat Professor Wolfgang Enghardt eingeschätzt, der im „Nationalen Zentrum für Strahlenforschung in der Onkologie – Oncoray“ in Dresden die Sektion Physik leitet.

Genetiker und Physiker wollen sich im geplanten Zentrum für Systembiologie zusammen tun. abb.: MPI-CBG

Innovationscluster für digitale Medizintechnik in Dresden gestartet

Dresden, 2. November 2018. Wirtschaftspolitiker und Branchenvertreter haben in Dresden das „Innovationscluster Smart Medical Devices and Therapies“ gestartet. Mit Unterstützung des sächsischen Wirtschaftsministeriums sollen dieser Verbund jungen Unternehmen helfen, mit innovativen, technologieorientierten Produkten im Medizinsektor Fuß zu fassen.

Rose, Trauer. Foto: Heiko Weckbrodt

St.-Joseph-Stift plant Hospiz für Sterbende in Dresden

Sachsen gibt Zuschuss Dresden, 29. Oktober 2018. Die Krankenhaus-Leitung des St.-Joseph-Stifts Dresden will neben der Palliativstation auch ein stationäres Hospiz für schwerkranke und sterbende Menschen einrichten. Die sächsische Gesundheitsministerin Barbara Klepsch und Finanzminister Matthias Haß (CDU) sagen dem Stift für dieses Vorhaben 440.000 Euro zu. Den Förderbescheid möchten sie am 2. November 2018 übergeben.

Regnerationswürmer unterm Mikroskop. Foto: Heiko Weckbrodt

Digitale Reha-Assis und schlaue Arztliegen

Rund 250 Lebenswissenschaftler treffen sich zur „Bionection“ in Dresden Dresden, 24. Oktober 2018. Jenseits der teuren medizinischen Großgeräte wie Magnetresonanztomograph oder gar Protonenbeschleuniger wachsen auch im klinischen Alltag die Medizin, Mikroelektronik, naturwissenschaftliche Analysetechnik und Sensortechnik zusammen. Gerade in Sachsen gibt es dafür viele Beispiele. Um diese Erfindungen bekannter zu machen und in wirtschaftliche Erfolge umzumünzen, hat der sächsische Branchenverband „Biosaxony“ rund 250 Wissenschaftler, Unternehmer, Finanziers und Politiker nach Dresden geholt. Während der Tagungen „Bionection“ und „flexMED“ tauschen sie sich derzeit im Deutschen Hygienemuseum zwei Tage lang über Fortschritte in der Krebsdiagnostik und Bioinformatik und über die neuesten Trends in den sogenannten „Lebenswissenschaften“ aus.

Christoph Schubert leitet Compled Dresden. Er will auf den Hightech Venture Days 2018 Dresden Risikokapital einsammeln, um seine Cannabis-Tagesleuchten auch in den USA zu vermarkten. Foto: Heiko Weckbrodt

Strahlende Aussichten für Drogenbauern

LED-Tageslicht von Compled Dresden sorgt für 50 Prozent mehr Hasch-Ernte Dresden, 17. Oktober 2018. Das Dresdner Unternehmen „Compled“ hat ein LED-Tageslichtsystem entwickelt, das die Cannabis-Ernte in Haus-Plantagen deutlich steigert. „Unsere Forschungspartner erreichen damit 50 Prozent mehr Ertrag, zum Beispiel die Uni Prag“, teilt Christoph Schubert, einer der Compled-Gründer, mit. Gedacht ist das spezielle Leuchtensystem allerdings nicht für die Heimplantagen von Neustadt-Kiffern, sondern für den medizinischen Einsatz. Bei den „Hightech Venture Days“ in Dresden wollen Schubert und seine Kollegen nun rund 1,5 Millionen Euro Risikokapital einsammeln, um mit ihren Cannabis-Leuchten bald auch den US-Markt aufrollen zu können.

Multiorgan-Chip mit Pumpen und Ventilen (kleine rote Punkte) sowie den Kammern für Organe, Gewebe, Blut und Wirkstoffe. Foto: Fraunhofer IWS Dresden

Der wahre Tierfreund ist ein Multiorgan-Chip

Mikrosystem von Fraunhofer Dresden soll viele Tierversuche überflüssig machen Dresden, 17. Oktober 2018. Fraunhofer-Ingenieure aus Dresden haben einen sogenannten „Multiorgan-Chip“ entwickelt. Dieses nun in Brüssel mit einem „EARTO Innovation Award“ ausgezeichnete Mikrosystem aus dem Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik (IWS) Dresden simuliert den Blutkreislauf und die Organe von Tieren oder Menschen.

Oberarzt Dr. Maik Bartikowsky leitet die Gastroenterologie und Endoskopie im Städtischen Klinikum Dresden.

Zugenähter Magen lässt Pfunde purzeln

Dresdner Ärzte verkleinern Magen bei der Sonden-Spiegelung Dresden, 15. Oktober 2018. Für viele Dicke ist es der letzte und recht radikale Schritt, um endlich Pfunde loszuwerden: Sie lassen sich operativ den Magen zu stutzen, dass nur noch ein kleiner Schlauch übrig bleibt. Die Folge: In aller Regel sind diese Patienten fortan schon nach kleinen Mahlzeiten satt und bekommen keine Fressattacken mehr. Ärzte am Städtischen Klinikum Dresden haben sich nun ein neues, schonenderes Verfahren angeeignet: Um einen sogenannten „endoskopischen Schlauchmagen“ zu legen, nähen sie mit einer Sonde große Teile des Magens ab. Der Eingriff unter Vollnarkose tut hinterher nicht so weh und birgt weniger Risiken als ein klassischer Bauchschnitt.