Alle Artikel in: Medizin & Biotech

Prof. Dr. Lorenz Hofbauer ist Experte für Endokrinologie, Diabetes und Osteologie an der Uniklinik Dresden. Außerdem ist er Professor für Innere Medizin an der medizinischen Fakultät (MF) der TU Dresden. Foto: Stephan Wiegand, MF TU Dresden)

Mediziner erkunden Winterschlaf der Metastasen

Uniklinik und Medizinische TU-Fakultät Dresden leiten neues DFG-Programm „µBONE” Dresden, 17. Juli 2018. Patienten mit Brust- oder Prostata-Krebs erleiden oft Jahre nach der vermeintlichen Heilung plötzlich Knochen-Metastasen: Fast scheint es, als ob beide Krebsarten dazu neigen, Wucherzellen in eine Art Winterschlaf zu schicken, aus denen diese knochenzerstörenden Zellen dann irgendwann wieder aufwachen. Warum das so ist und was man dagegen tun kann, wollen Mediziner und Wissenschaftler nun in einem sechsjährigen Sonderforschungsprogramm „µBONE“ der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) herausbekommen. Prof. Lorenz Hofbauer von der Uniklinik Dresden leitet die Forschungen. Das teilte die Medizinische Fakultät der TU Dresden mit.

Insulin-Pulver beeinflusst den Blutzuckerspiegel nicht, soll jedoch Typ 1 Diabetes bei Kindern mit hohem Erkrankungsrisiko verhindern. Foto Institut für Diabetesforschung, Helmholtz Zentrum München

Uni Leipzig entwickelt Medikament gegen Alters-Zuckerkrankheit

Botenstoff senkt bei Typ-2-Diabetes den Blutzucker und hemmt die Esslust Leipzig, 11. Juli 2018. Ein Medikament gegen Alters- Zuckerkrankheit, auch Diabetes vom Typ 2 genannt, haben Leipziger Mediziner nun erstmals an Patienten ausprobiert. Die Ergebnisse seien vielversprechend, schätzte die Uni Leipzig ein: Das Medikament senke sowohl den Blutzucker als auch Gewicht der Patienten. „Damit erweitert das Medikament das derzeit verfügbare Behandlungsspektrum um ein neuartiges Wirkungsprinzip“, hieß es von der Uni.

Modulares Hüftimplantat: Implantat-Schaft und -Hals können durch eine Art Baukastensystem und eine spezielle Schraubverbindung zwischen beiden Bestandteilen deutlich besser auf den Patienten angepasst werden. Abb.: Fraunhofer IWU

Anpassbares Hüftgelenk ausgezeichnet

Sächsisches Konsortium will für weniger Schmerzen durch Implantate sorgen Chemnitz/Leipzig, 9. Juni 2018. Eine neue Generation künstlicher Hüftgelenke soll dafür sorgen, dass Patienten weniger Probleme und Schmerzen mit Implantaten haben. Auch sollen die Gelenke billiger produzierbar und anpassbar sein. Für diesen Ansatz hat Bundes-Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) nun das Konsortium „Kunstgelenk – Netzwerk Endoprothetik“ unter Leitung des Fraunhofer-Instituts für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik (IWU) Chemnitz und des Universitätsklinikums Leipzig ausgezeichnet. Der Minister würdigte das Konsortium als Netzwrek-Projekt des Jahres 2018 im „Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand“ (ZIM).

Mittels moderner Genanalysen entdeckten NCT-Wissenschaftler aus Dresden und Heidelberg eine Besonderheit im genetischen Code von Bauchspeicheldrüsenkrebs. Foto: NCT / Philip Benjamin

Heilansatz für seltene Form von Bauchspeicheldrüsen-Krebs

Genetiker und Ärzte aus Dresden und Heidelberg sehen Therapiechancen bei Gen-Fusionen Dresden/Heidelberg, 6. Juni 2018. Tumorforscher aus Dresden und Heidelberg haben Heilungsansätze für bestimmte Arten von Bauchspeicheldrüsen-Krebs (Pankreas) entdeckt. Das hat das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) in Dresden und Heidelberg nun mitgeteilt.

Der Biotech-Konzern Qiagen gründet in Dresden ein Joint Venture mit Biotype, das sich auf die Entwicklung von DNA-Analytikgeräten spezialisieren soll. Hier im Bild ist eine Labormitarbeiterin im Qiagen-Exzellenzzentrum für biologische Inhalte in Frederick, Maryland, zu sehen. Foto: Qiagen

Abwehr gegen fremdes Erbgut

DFG gibt 8,6 Millionen Euro für Sonderforschung in Dresden, Bonn und München Dresden, 20. Mai 2018. Wie wehrt unser Immunsystem die Versuche fremder Organismen ab, fremdes Erbgut bei uns einzuschleusen? Wie unterscheidet es körpereigene und fremde DNS? Warum funktioniert dieser Abwehrmechanismus manchmal nicht richtig und macht uns krank? Diesen und verwandten Fragen wollen Experten aus Dresden, Bonn und München in einem gemeinsamen Sonderforschungsbereich (SFB) „Nukleinsäure-Immunität” nachgehen. Das teilte die TU Dresden mit – dort hat das Instituts für Immunologie an der Medizinischen Fakultät „Carl Gustav Carus“ die Federführung.

Durch Telemedizin soll es in Sachsen bald möglich sein, ausgewiesenen Fachexperten auch dann Gewebeproben und Hausarzt-Diagnosen zur Zweit-Begutachtung vorzulegen, wenn diese Mediziner in weit entfernten Kliniken sitzen. Foto: CCS

Bitkom: Lockerung des Fernbehandlungsverbots hilft Menschen auf dem Land

Berlin/Erfurt, 10. Mai 2018. Nachdem der deutsche Ärztetag in Erfurt das Fernbehandlungs-Verbot gelockert hat, sieht der deutsche Digitalwirtschafts-Verband “Bitkom” aus Berlin darin einen wichtigen Schritt zu einer besseren Telemedizin – vor allem für die Landbevölkerung. Dies sei „ein richtiger Schritt zu mehr Gesundheit für alle“, kommentierte Bitkom-Präsident Achim Berg.

Prof. Gerhard Ehninger. Foto: Uniklinik DresdenProf. Gerhard Ehninger. Foto: Uniklinik Dresden

Sachsen würdigt Krebsforscher Ehninger

Stammzell-Experte geht – zumindest offiziell – in den Ruhestand Dresden, 28. April 2018. Als bedeutenden Krebsforscher, Arzt und gesellschaftlich engagierten Geist haben das Uniklinikum Dresden und die sächsische Staatsregierung den Mediziner Prof. Gerhard Ehninger bei dessen Abschied in den offiziellen Ruhestand gewürdigt. „Dass Sachsen heute auf dem Gebiet der Tumorforschung und –therapie im nationalen und internationalen Vergleich so gut dasteht, verdanken wir auch ausgewiesenen Fachleuten und Spitzenforschern wie Professor Ehninger“, betonte der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU).

Geschäftsführer André Hofmann vom sächsischen Biotechnologie-Branchenverband „Biosaxony“ . Foto: Biosaxony

Biosaxony will ein Innovationscluster für digitale Medizintechnik formen

Fokus auf „Smart Medical Devices“ soll Branche schlagkräftiger machen – und Antworten auf den demografischen Wandel liefern Dresden, 23. April 2018. Sachsens Medizintechnik-Branche kann schlagkräftiger und international sichtbarer werden, wenn sie sich auf Kernstärken fokussiert und mit anderen starken Branchen im Freistaat enger kooperiert. Das hat Geschäftsführer André Hofmann vom sächsischen Biotechnologie-Branchenverband „Biosaxony“ eingeschätzt. Gute Chancen sieht er dabei in einer Spezialisierung auf digitale und vernetzte Medizintechnik – sogenannte „Smart Medical Devices“ (SMD).

Ein Spekrometer auf kleinstem Raum: Dieser flexible organische Sensor des Institut für Angewandte Photophysik (IAPP) der TU Dresden kann mit Nah-Infrarotstrahlen Proben berühungslos analysieren. Diese Technologie wollen die Physiker nun für elektronische Wundpflaster nutzen. Foto: Siegmund / IAPP

Wundheil-Technologien werden zum Milliardenmarkt

Cambridge, 18. April 2018. Neue Technologien für die Behandlung und Heilung chronischer Wunden könnten sich in naher Zukunft weltweit zu einem Milliarden-Markt entwickeln. Das schätzt das Marktforschungs-Unternehmen „IDTEchEx“ aus Cambridge ein. Zu solchen innovativen Wundheil-Methoden gehören elektronische und Plasma-Verbände, Zelltherapien und antibakterielle Beschichtungen für Pflaster.

Einweihung der Akutgeriatrie im St. Joseph-Stift: (vrnl) Dr. med. Barbara Schubert (Chefärztin der Fachabteilung für Onkologie, Geriatrie und Palliativmedizin, Dr. Sven U. Langer (Geschäftsführer Elisabeth Vinzenz Verbund), Peter Pfeiffer (Geschäftsführer St. Joseph-Stift), Dr. med. Reinhard Goerl (Ärztlicher Direktor St. Joseph-Stift), Bischof Heinrich Timmerevers, Staatsministerin Barbara Klepsch, Andrea Hasselbach (Pflegedirektorin St. Joseph-Stift). Foto: St. Joseph-Stift Dresden/ S. Albrecht

Immer mehr Senioren: Neue Geriatrie im St.-Joseph-Stift Dresden

Anbau kostete 17,4 Millionen Euro Dresden, 11. April 2018. Wegen des wachsenden Senioren-Anteils in der Stadtgesellschaft hat das Krankenhaus St.-Joseph-Stift in den vergangenen drei Jahren ihr altersmedizinisches Zentrum in Dresden-Johannstadt ausgebaut. Heute haben die Klinikleitung und die sächsische Gesundheitsministerin Barbara Klepsch (CDU) den 17,4 Millionen Euro teuren Neubau offiziell in Betrieb genommen. Bischof Heinrich Timmerevers segnete das Gebäude, das nun die größte Akut-Geratrie in Dresden beherbergt.

Krebspatienten profitieren in Dresden von einer hochgenauen Planung der Protonentherapie. Wissenschaftler nutzen hierfür die Vorteile einer innovativen Bildgebungsmethode. Quelle: NCT Dresden/ Philip Benjamin, OncoRay

Richtfest für 22 Millionen Euro teures Krebszentrum in Dresden

Freistaat finanziert Neubau für “Nationales Centrum für Tumorerkrankungen” Dresden, 6. April 2018. Um Krebskranke künftig besser und auf dem allerneuesten Stand der Forschung behandeln zu können, entsteht auf dem Uniklinik-Campus in Dresden-Johannstadt ein neues Gebäude für das „Nationale Centrum für Tumorerkrankungen“ (NCT) Dresden. Der Freistaat Sachsen investiert rund 22 Millionen Euro in den Komplex an der Mildred-Scheel-Straße.

Prof. Ralf-Thorsten Hoffmann ist Radiologie-direktor am Uniklinikum Dresden. Foto: Uniklinikum DresdenProf. Ralf-Thorsten Hoffmann ist Radiologie-direktor am Uniklinikum Dresden. Foto: Uniklinikum Dresden

Prof. Hoffmann ist neuer Radiologie-Direktor in Uniklinik Dresden

Dresden, 2. April 2018. Prof. Ralf-Thorsten Hoffmann ist der neue Radiologie-Direktor im Uniklinikum Dresden. Das teilte das Krankenhaus heute mit. Der Spezialist für interventionelle Radiologie, also eingreifende Bestrahlung, hat zum 1. April 2018 die Nachfolge von Prof. Michael Laniado angetreten, der das Institut für diagnostische und interventionelle Radiologie 18 Jahre lang geleitet hatte und nun in den Ruhestand geht.

Sind wegen Chorea-Akanthozytose am Uniklinikum Dresden in Behandlung: Sidney Volger (links) und sein Bruder Lieven. Foto: TU Dresden

Experten für Chorea-Akanthozytose tagen in Dresden

Seltene Nervenkrankheiten im Fokus Dresden, 22. März 2018. Die Brüder Lieven und Sidney Volger haben eine seltene Nervenkrankheit geerbt: Die Chorea-Akanthozytose ist eine neurodegenerative Erkrankung, die Bewegungsstö-rungen und epileptische Anfälle hervorruft. Vom 23. bis 25. März 2018 treffen sich erstmalig internationale Experten am Uniklinikum Dresden, um zu beratschlagen, wie sie Patienten wie den Volger-Brüdern in Zukunft besser helfen können. Erbliche Krankheit kann Fallsucht hervorrufen „Die Patienten, die mit diesem Syndrom zu uns kommen sind mit Bewegungsstörungen konfrontiert“, erklärt Prof. Hermann, der den Bereich für Neurodegenerative Erkrankungen an der Klinik für Neurologie leitet. „Oft haben sie kognitive Defizite und leiden häufig an einer Epilepsie.“ Auch Sidney Volger geht es so – und das macht es ihm schwierig, sich seinen Traum zu erfüllen, einmal ins australische Sydney zu reisen. Um seinen Traum zu erfüllen, müsste Sidney mit einer Begleitung reisen: Ständnig könnte ihn seine Epilepsie für einige Momente der Wahrnehmung berauben. Volger-Bürder am Uniklinikum Dresden in Behandlung Sidney Volger ist seit acht Jahren Patient in der Ambulanz bei Prof. Hermann. Heilbar ist die Chorea-Akanthozytose bisher nicht. Aber …

Sandy Moraweck mit ihrem zwei Tage jungen Hugo auf der Wöchnerinnen-Station im St.-Joseph-Stift Dresden. Foto: Heiko Weckbrodt

Mehr Babys: Joseph-Stift Dresden modernisiert Geburtenklinik

Krankenhaus investiert Viertelmillion Dresden, 16. März 2018. Das Dresdner Krankenhaus St.-Joseph-Stift investiert derzeit rund eine Viertelmillion Euro, um seine Geburtsstation zu modernisieren und auszubauen. Das teilten Chefarzt Dr. Axel Gatzweiler und Krankenhaus-Sprecherin Julia Mirtschink mit. „Der Baby-Boom in der Geburtenhauptstadt Dresden macht sich auch bei uns bemerkbar“, erklärte Dr. Gatzweiler die Investition. Verzeichnete das Krankenhaus in der Johannstadt im Jahr 2010 erst 1311 Geburten, waren es 2016 und 2017 jeweils rund 1600 Entbindungen.

Abb.: hw

Medizin im Datenrausch?

Uniklinik Dresden und Adenauer-Stiftung laden zu Diskussion über Big Data in der Medizin ein Dresden, 13. März 2018. Die Chancen und Risiken, wenn Computer künftig medizinische Datenfluten auf neue Erkenntnisse hin analysieren, will Prof. Dr. Gerd Antes vom Universitätsklinikum Freiburg am 14. März in Dresden gemeinsam mit dem Publikum. Ab 17 Uhr referiert er während einer Diskussionsveranstaltung im Dekanatshörsaal der Medizinischen Fakultät der TU Dresden, Haus 40, Fiedlerstr. 27, über „Medizin im Datenrausch!? Risiken durch Big Data und Digitalisierung in der Gesundheitsfürsorge“.