Alle Artikel in: Medizin & Biotech

"Menschen hören das, was sie zu hören erwarten", hat eine Studie der TU Dresden ergeben. Das fängt schon bei der Verbindung zwischen Ohr und Gehirn an. Foto (bearbeitet): Heiko Weckbrodt

Wer schlecht hört, driftet leichter ins Vergessen ab

Uni Leipzig: Hörprobleme erhöhen Demenzrisiko Leipzig, 7. April 2021. Schwerhörigkeit ist nicht nur ein ernstes Problem im Alltag und Sozialleben eines Menschen, sondern erhöht gerade Älteren auch das Risiko, dement zu werden. Das hat eine Studie der Universität Leipzig mit 3500 Senioren über 75 Jahren ergeben. „Es zeigte sich, dass Schwerhörigkeit ein signifikanter, unabhängiger Risikofaktor für eine Demenzentwicklung ist“, berichtete Studienautor Dr. Alexander Pabst vom Institut für Sozialmedizin, Arbeitsmedizin und Public Health (ISAP) der Uni Leipzig.

Ein Mädchen spielt "Quarantäne". Foto: TSD

In der Schaltzentrale der Pandemie

Technische Sammlungen Dresden veröffentlichen Corona-Simulationsspiel Dresden, 4. April 2021. Um zu zeigen, wie Isolation und andere Anti-Seuchen-Instrumente gegen Corona und andere Pandemien helfen oder eben auch nicht, haben Dresdner Mathematiker nun die Computersimulation „Quantantäne“ im Internet veröffentlicht. Darin versuchen die Spieler und Spielerinnen, die Ausbreitung eines Virus zu stoppen und möglichst wenige Menschen erkranken zu lassen. Das haben die Macher vom „Erlebnisland Mathematik“ der „Technischen Sammlungen Dresden“ (TSD) und die beteiligten Mathematiker der TU Dresden nun mitgeteilt.

Volkswagen-Werksärztin Dr. Nicole Walther impft den VW-Logistiker Udo Strewe im neuen Impfmobil in Zwickau. Foto: Volkswagen Sachsen

Volkswagen Sachsen startet Impf-Modellprojekt gegen Corona

Senioren und Vogtländer können sich in Fabriken gegen das Virus immunisieren lassen Zwickau, 30. März 2021. Betriebsärztinnen und -ärzte von Volkswagen Sachsen impfen ab heute ausgewählte Teile der Belegschaft gegen Corona. Zum Zuge kommen allerdings nur Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die laut Bundes-Prioritätenliste jetzt ohnehin an der Reihe sind – beispielsweise Ältere und Vorerkrankte – oder aus jenen Teilen des Vogtlandes kommen, in denen die Pandemie besonders stark grassiert. Das geht aus einer VW-Mitteilung hervor.

Eine Pflegerin scannt in der Uniklinik Dresden mit einem mobilen Gerät den Code eines Krebsmedikaments. Foto: Marc Eisele füpr das UKD

Uniklinik Dresden digitalisiert Krebsmedizin-Gabe

Elektronisches Therapie-Management soll Verwechselungsrisiken mindern Dresden, 29. März 2021. Um Verwechselungen und andere Fehler bei der Vergabe von Medikamenten an Krebspatienten zu vermeiden, hat das Universitätsklinikum Dresden (UKD) diesen Prozess nun digitalisiert. Das hat das „Nationale Centrum für Tumorerkrankungen Dresden“ und Uni-Crebscentrum (NCT/UCC) heute mitgeteilt. Damit sei die Dresdner Uniklinik deutschlandweit das erste Krankenhaus, dass die gesamte Medikationskette für onkologische Therapien in eine lückenlos elektronische Software-Kette überführt habe.

Depression, Trauer, Wolken, Gewitter. Grafik: Heiko Weckbrodt

Unheilbar Krebskranke brauchen beizeiten palliative Hilfe

Laut einer Studie der Uni Leipzig ist der seelische Leidensdruck schon kurz nach der Diagnose bei vielen Patienten groß Leipzig, 27. März 2021. Unheilbar an Krebs Erkrankte benötigen schon kurz nach der Diagnose auch professionelle seelische Hilfe, sprich: palliative Unterstützung. Das hat eine Studie ergeben, die das „Universitäre Krebszentrum Leipzig“ (UCCL) und weitere Institute nun in der Fachzeitschrift „The Oncologist“ publiziert haben. „Die Beobachtungen an 20 Behandlungszentren in ganz Deutschland zeigen, dass die Betroffenen von Beginn an körperlich sowie seelisch stark belastet sind“, heißt es in einer Mitteilung der Uni Leipzig.

Eine Mitarbeiterin bedient eine Dianthus-Analyseanlage. Foto: Nanotempertech

Schnelle Suche nachrettenden Medikamenten

PharmAI Dresden und Nanotemper München kooperieren in der Analysetechnik Dresden/München, 24. März 2021. Um die Suche nach neuen Medikamenten zu beschleunigen und derartige Projekte auch für kleine Labore möglich zu machen, wollen „PharmAI“ aus Dresden und „Nanotemper Technologies“ aus München kooperieren. Beide Unternehmen wollen nun gemeinsam Analysewerkzeuge entwickeln, die Biomoleküle mit optischen Methoden untersuchen und aus den gewonnenen Daten mögliche Wirkstoffe gegen die Krankheits-Erreger finden. Das geht aus einer PharmAI“-Mitteilung hervor.

Forscher am US-Seuchenkontrollzentrum CDC haben dieses 3D-Modell des neuen Corona-Virus (2019nCoV) entworfen, das eine schwere Lungenkrankheit auslösen kann. Die Angst vor dem Krankheitserreger lähmt mittlerweile weltweit das öffentliche Leben, die Wirtschaft, den Tourismus, selbst die Forschung in vielen Ländern. Illustration: CDC/ Alissa Eckert, MS; Dan Higgins, MAMS, Lizenz: Public Domain, https://phil.cdc.gov/Details.aspx?pid=23312 / Wikipedia https://commons.wikimedia.org/wiki/File:2019-nCoV-CDC-23312.png

UV-Leuchten töten Viren auf Ticket-Automaten

Sachsen arbeiten an selbst-desinfizierenden Bildschirmen Dresden, 24. März 2021. Damit niemand mehr seine Fahrkarten an verkeimten und corona-verseuchten Ticketautomaten ziehen muss, entwickelt Fraunhofer Dresden gemeinsam mit Partner aus der Wirtschaft eine Desinfektion per Ultraviolett-Licht (UV) für Berührungsbildschirme. „Bereits nach wenigen Sekunden Behandlung mit UV-C-Licht in unmittelbarer Nähe zur Oberfläche erfolgt eine Inaktivierung von 99,99 % der Pathogene“, verspricht Dr. Gaby Gotzmann vom “Fraunhofer-Institut für Organische Elektronik, Elektronenstrahl- und Plasmatechnik” (FEP) aus Dresden. Erste Prototypen sollen Mitte 2022 einsatzbereit sein.

Dr. Maik Herbig ist einer der Preisträger des DEA 2020. Foto: Phillip Heinz für die LHD

KI erkennt die guten Sehzellen: Exzellenzpreis für Biophysiker Herbig

Stadt Dresden zeichnet herausragende Forscher aus Dresden, 20. März 2021. Weil er ein innovatives Verfahren mitentwickelt hat, um Blutzellen und andere Zellen schneller als bisher und hochautomatisch zu erkennen, bekommt der Biophysiker Dr. Maik Herbig vom „Centrum für regenerative Therapien Dresden“ (CRTD) den mit 9000 Euro dotierten „Dresden Excellence Award 2020“ für die beste Doktorarbeit. Das hat die Stadt Dresden mitgeteilt, die diesen Preis ausgeschrieben hatte.

Die Mikroskop-Aufnahme zeigt Netzwerke aus Nervenzellen in einer Zellkultur. Mikroskopbild: Kizil Lab, DZNE

Neuron D testet neue Medizin gegen Alzheimer & Co. im Mini-Gehirn

Unternehmens-Gründung von Dresdner Instituten DZNE und IPF sammelt eine Million Euro Kapital ein Dresden, 18. März 2021. Mit künstlichen Mini-Gehirnen testet das junge Dresdner Biotechnologie-Unternehmen „Neuron D“ für die Pharmaindustrie neue Medikamente gegen Alzheimer und andere Nervenschäden. Bei dem eingesetzten Gehirnmodell handelt es sich um dreidimensionale Zellkulturen aus jeweils einigen Zehntausenden Nervenzellen, die in ein Hydrogel eingebettet sind und kaum größer als ein Würfelzuckerstück sind. Das teilte heute das „Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen“ (DZNE) mit.

Dr. Fiona Kolbinger und Prof. Jürgen Weitz an einem "Da Vinci"-OP-Roboter. Das neue Assistenzsystem soll den Da Vinci verbessern. Es blendet künftig in die Kamerabilder aus dem Bauchraum des Patienten weitere Informationen ein: etwa die Lage wichtiger Nerven oder die optimale Schnittlinie. Foto: Marc Eisele für das Uniklinik Dresden

Dresdner KI hilft ab 2022 bei Darmkrebs-OPs

Cobot soll Sexprobleme nach missglückten Eingriffen vermeiden Dresden, 18. März 2021. Mediziner und Ingenieure lernen derzeit in Dresden eine künstliche Intelligenz (KI) an, die künftig als Operations-Assistentin menschliche Chirurgen bei diffizilen Darm-OPs hilft. Vor allem soll „Cobot“ dafür sorgen, dass bei Tumor-Eingriffen am Enddarm keine Nerven zerstört werden, die beispielsweise den Darm-Schließmuskel, Erektionen und andere sexuelle Funktionen steuern. Das geht aus einer Mitteilung des „Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen“ (NCT) Dresden hervor.

Mikroskopische Ansicht menschlicher Eierstockkrebszellen. Durch Fluoreszenzfarben erscheinen Zellkerne blau und das Zellskelett grün. Aufnahme: Uniklinikum Dresden, Klinik für Frauenheilkunde

Reparatur-Unterdrücker und Chemotherapeutikum verbessern Chancen gegen Eierstock-Krebs

Forscherinnen aus Dresden setzen auf Kombinationsbehandlung Dresden, 10. März 2021. Eierstock-Krebs lässt sich vergleichsweise erfolgreich behandeln, wenn die Patientinnen eine Kombination zweier Medikamentenklassen bekommen: einerseits sogenannte PARP-Inhibitoren, die die Zellreparatur-Enzyme von Tumoren behindern, und anderseits ein Chemotherapeutikum aus der Gruppe der Triazene. Das hat ein gemeinsames Wissenschaftsteam der Hochschulmedizin Dresden und des „Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen“ (NCT) in Dresden bei Laborexperimenten herausgefunden.

Forscher am US-Seuchenkontrollzentrum CDC haben dieses 3D-Modell des neuen Corona-Virus (2019nCoV) entworfen, das eine schwere Lungenkrankheit auslösen kann. Die Angst vor dem Krankheitserreger lähmt mittlerweile weltweit das öffentliche Leben, die Wirtschaft, den Tourismus, selbst die Forschung in vielen Ländern. Illustration: CDC/ Alissa Eckert, MS; Dan Higgins, MAMS, Lizenz: Public Domain, https://phil.cdc.gov/Details.aspx?pid=23312 / Wikipedia https://commons.wikimedia.org/wiki/File:2019-nCoV-CDC-23312.png

Corona: Sachsen startet Mutanten-Suchprojekt

Uniklinik ermittelt künftig Erbgut in Testproben aus Sachsen, Polen und Tschechien Dresden, 7. März 2021. Um über vage Mutmaßungen hinaus künftig fundierter abschätzen zu können, welche Corona-Virusmutanten in welchem Umfang die Grenzen zwischen Deutschland und Tschechien beziehungsweise Polen passieren, startet Sachsen nun mit Bundeshilfe ein Erbgut-Suchprojekt. Das geht aus einer Mitteilung der sächsischen Staatskanzlei (SKK) in Dresden hervor.

Heimarbeit alias Home Office ist wieder auf dem Vormarsch - aber kommt bei neuen Stellen kaum alös Lockangebot vor. Foto (bearbeitet): Heiko Weckbrodt

Infineon Dresden: Heimarbeit auch für viele Fabrikjobs möglich

Ifo-Forscher sind wegen Corona für eine „Home Office“-Pflicht in Deutschland Dresden/München, 6. März 2021. Heimarbeit ist während des Corona-Ausnahmezustandes vor allem im Dienstleistungssektor üblich. Aber entgegen weitverbreiteten Annahmen können auch viele Industrie-Tätigkeiten aus dem Produktionsprozess von zu Hause erledigt werden. Darauf hat Raik Brettschneider, einer der beiden Geschäftsführer von Infineon Dresden, auf Oiger-Anfrage hingewiesen.

Forscher Stephan Riesenberg (links) und Lukas Bokelmann (rechts) im Labor am Klinikum St. Georg in Leipzig. Foto: MPI f. evolutionäre Anthropologie

Gurgeln gegen Corona

Neuer Seuchentest aus Leipzig für die ganze Familie oder Schicht Leipzig, 5. März 2021. Um Familien oder sogar die ganze Sicht-Belegschaft eines kleineren Altenheims auf einen Schlag auf Corona testen zu können, haben das Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie (Eva) und das Krankenhaus „St. Georg“ in Leipzig einen neuen Gurgel-Massentest entwickelt. Damit können bis zu 25 Menschen auf einen Schlag getestet werden. Das geht aus einer Eva-Mitteilung hervor.