Alle Artikel in: Medizin & Biotech

Künstliche Intelligenz (KI) gilt inzwischen als zentrale Schlüsseltechnologie des Digital-Zeitalters. Die Deutschen sehen die KI-technologie aber eher skeptisch und risikobehaftet. Foto: Geralt. Pixabay, CC0-Lizenz

KI an Senior: „Geh mal an die frische Luft!“

Uni Chemnitz arbeitet an Künstlicher Intelligenz, die Rentnern daheim hilft Chemnitz, 15. Juli 2019. Auch wenn Senioren nicht mehr ganz so fit sind wie als Jungspunde, wollen viele von ihnen doch so lange wie möglich in der eigenen Wohnung leben statt im Heim. Dabei sollen ihnen in Zukunft digitale Mitbewohner mit „Künstlicher Intelligenz“ helfen. Darauf zielt ein neues Forschungsprojekt der TU Chemnitz: „Aufbau eines universitätsweiten Kooperationsnetzwerks Künstliche Intelligenz am Beispiel Ambient Assisted Living“ (KIN-TUC).

Elektroden, die am Kopf angeheftet werden, messen die Hirnaktivitäten der jungen Patienten, die Aufmerksamkeits-Störungen haben. Wenn sie sich richtig konzentrieren, können sie das hirnstrom-gesteuerte Autorennspiel gewinnen. Foto: Uniklinik Dresden

Mit Hirn-Videospielen geistige Unfallfolgen überwinden

Uniklinik Dresden setzt auf unterhaltsames Neuro-Feedback, um bei Schülern Lernschwächen nach Schädel-Hirn-Trauma zu mindern Dresden, 18. Juni 2019. Mit gehirnstrom-gesteuerten Videospielen wollen Ärzte in Dresden verunfallten Kindern helfen, die Langzeitfolgen von Schädel-Hirn-Traumata zu überwinden. Sie haben dafür ein Neuro-Feedback-Programm aufgelegt, an dem Patienten im Alter von acht bis 15 Jahre teilnehmen können. Das geht aus einer Mittelung des Uniklinikums Dresden hervor. Allein in Dresden diagnostizieren Chirurgen und Kinderärzte im Jahr 2018 genau 554 Schädel-Hirn-Traumata.

In Japan experimentieren Forschungseinrichtungen wie das Riken-Zentrum bereits seit Jahren mit dem Robotereinsatz in Haushalten und in der Pflege. Hier ist zum Beispiel ein "Robobear" zu sehen, der einen Menschen tragen kann. Foto: Riken

Roboterin Kati knetet bald Wirbelsäule von Skoliose-Kinder durch

Neue Ansätze für KI-Therapie bei verkrümmter Wirbelsäule Dresden, 14. Juni 2019. Weil die Behandlung einer verkrümmten Wirbelsäule („Skoliose“) bei Kindern aufwendig, anstrengend und personalaufwendig ist, wollen Ingenieure aus Dresden, und Jena dafür nun einen süßen Therapie-Roboter konstruieren. Das Bundesforschungsministerium hat für dieses Verbundprojekt unter dem Titel „Kindgerecht Automatisieren, Therapie Intensivieren“ (Kati) 1,7 Millionen Euro Fördergeld zugesagt. Das hat die Technische Universität Dresden (TUD) mitgeteilt.

Prof. Michael Albrecht (2.v.r.), medizinischer Vorstand UKD, und Katrin Erk (2.v.l.), kaufmännischer Vorstand UKD, mit dem Team der Notaufnahme: PD Dr. Christian Kleber (l.), Katja Mühle und Dr. Anne Osmers (r.). Foto: UKD/Marc Eisele

Neue Notaufnahme in Dresden mit Katastrophen-Upgrade

Neubau 32 der Uniklinik Dresden kann Bis zu 35.000 Patienten im Jahr behandelbar Dresden, 5. Juni 2019. Die Uniklinik Dresden hat eine neue chirurgische Notaufnahme in Betrieb genommen, die auch für den Katastrophenfall gewappnet ist. Dafür seien Personal und Technik nun vom alten Haus 58 in das neue Haus 32 umgezogen, teilte das Klinikum mit. Die Zentrum ist für 35.000 Patienten pro Jahr ausgelegt.

Hautkrebstest am NCT. Foto: Philip Benjamin für das NCT/UCC

Zu viel Sonne getankt: Mehr Hautkrebs

NCT Dresden: Durch moderne Therapieansätze überlebt inzwischen jeder Zweite auch den schwarzen Krebs Dresden, 4. Juni 2019. Häufige Sonnenbrände in der Kindheit und Jugend sowie übermäßige Solarium-Besuche erhöhen das Risiko, später an Hautkrebs zu erkranken. Darauf hat das „Nationale Centrum für Tumorerkrankungen Dresden“ (NCT) hingewiesen. Solchen „Sonnensünden“ kämen oft erst Jahrzehnte später ans Tageslicht. „Bereits die Frühlingssonne kann eine für die Haut schädigende Kraft entfalten“, warnten die Krebs-Forscher.

Regnerationswürmer unterm Mikroskop. Foto: Heiko Weckbrodt

Fett-Abdruck verrät Herzkrankheiten und Diabetes im Menschen

Lipotype Dresden an Studie mit halber Million Probanten beteiligt Helsinki/Dresden, 30. Mai 2019. Wenn Mediziner in Zukunft die Körperfette (Lipide) eines Menschen analysieren, können sie womöglich rasch Risikopatienten für Herz-Kreislauf-Krankheiten und Diabetes erkennen – und individuelle Therapien für jeden einzelnen Kranken entwerfen. Auf entsprechende Zusammenhänge sind Mediziner und Bioingenieure aus Finnland, deutschland und den USA in einer Studie gestoßen. Dies hat die European Atherosclerosis Society (EAS) mitgeteilt. Es handle sich um die „weltweit erste groß angelegte Studie zur Genetik der Lipide im menschlichen Blutplasma“, schätzte Henri Deda von der Dresdner Biotech-Firma „Lipotype“ ein, die die Lipid-Analyse dabei übernommen hatte.

Beim Richtfest schwangen den Hammer (v.r.n.l.:): Dekan Prof. Heinz Reichmann, Wilfried Winzer, Kaufmännischer Vorstand des Uniklinikums; Architekt Christian-Strauss und Prof. Michael Albrecht. Sie stehen unter Beobachtung der künftigen Nutzer, Prof. Evelin Schröck (links) und Prof. Gustavo Baretton (rechts). Foto: Uniklinikum Dresden / Thomas Albrecht

Molekulare Waffen gegen Krebs

Uniklinik Dresden baut für 12,7 Millionen Euro ein neues Labor für Genanalysen von Krebspatienten Dresden, 27. Mai 2019. Um Krebspatienten künftig mit Genanalysen und einer individuellen Therapie helfen zu können, baut das Dresdner Uniklinikum derzeit ein 12,7 Millionen Euro teures „Molekularbiologisches Forschungslabor“ (MFL). Der Viergeschosser soll rund 1500 Quadratmeter Laborflächen umfassen und Ende 2020 bezugsbereit sein. Das geht aus einer Mitteilung des Uniklinikums zum Richtfest hervor.

Der Zebrafisch hat einen Baukasten aus verschiedenen Dummy-Zellen, aus denen er neue Hirnzellen wachsen lassen kann. Visualisierung: DZNE / Caghan Kizil

Schlummert im Menschen eine Hirn-Reparaturtruppe?

Dresdner Forscher wollen Selbstheilungs-Rezepte vom Zebrafisch auf Säuger übertragen Dresden, 23. April 2019. Nach Untersuchungen an Zebrafischen sehen Dresdner Wissenschaftler mögliche neue Forschungsansätze für den Kampf gegen die Alzheimer-Krankheit. Möglicherweise schlummern demnach im menschlichen Gehirn ähnliche Ersatz-Nervenzellen wie jene, mit denen Zebrafische eigene Nervenschäden reparieren können. Nachdem sie die entsprechenden Ersatzzellen und Signalketten nun beim Fisch identifiziert haben, wollen sie dieses Wissen als nächstes bei Mäusen und später auch bei Menschen anwenden. Das geht aus einer Mitteilung von Forschern der TU Dresden und des „Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen“ (DZNE) hervor, die an der Zebrafisch-Studie beteiligt waren.

Rotbrauner Reismehlkäfer "Tribolium castaneum". Abb.: Stefan Münster / MPI-CBG

Forscher aus Dresden wollen Physik des Lebens entschlüsseln

Warum schlägt das Herz links? Woher weiß das Zellkraftwerk, was zu tun ist? Ein neues Exzellens-Cluster an der TU Dresden will sich den Antworten nähern Dresden, 5. April 2019. Je länger ein Physiker über das Leben nachdenkt, umso verblüffter ist er: Wie gelingt es Ketten eigentlich toter Atome, komplexe und veränderbare Strukturen wie einen Muskel, ein Herz oder einen Menschen zu formen? Woher wissen die Kerne und die Kraftwerke biologischer Zellen, wo sie hingehören? Warum schlägt das Herz fast aller Menschen links und nicht hübsch symmetrisch in der Mitte? Diese und weitere Fragen wollen Forscher des neuen Exzellenz-Cluster „Physik des Lebens“ (englisch: Physics of Life“, abgekürzt: PoL) an der Technischen Universität Dresden (TUD) in den nächsten Jahren beantworten – oder sich wenigstens den Antworten zu nähern.

Gefäßchirurg Prof. Christian Reeps (r.), Prof. Herzchirurgie-Chriurgie Klaus Matschke (l.), und Patient Manfred Lauermann. Er ist der erste Patient, dem am Klinikum eine Aortenbogenprothese minimalinvasiv gelegt wurde. Foto: UKD, Annechristin Bonß

Dresdner Ärzte setzen Aorta-Verstärkungsrohr per Schlüsselloch-OP ein

Uniklinik: Nur wenige Zentren beherrschen die minimalinvasive Aortenbogen-Operation Dresden, 21. März 2019. Das neue Operations-Zentrum mit seinen Hybrid-OP-Sälen beginnt sich für die Patienten des Uniklinikums Dresden bereits medizinisch auszuzahlen: Chirurgen haben erstmals einem Patienten eine spezielle Blutgefäß-Prothese, einen Aortenbogen eingesetzt, ohne den Brustkorb zu öffnen – und dabei ihren neuen Hybrid-Saal genutzt, in dem CT, MRT und andere Durchleuchtungsmethoden in Echtzeit gleich am Ort des Eingriffrs verfügbar sind. Der 80-Jährige hat die OP gut überstanden.

Frühgeborene Babys bedürfen besonderen Schutzes. Foto: Jeremy Kemp, Wikipedia, Lizenz: gemeinfrei

Der erste Kontakt der Frühchen

Erstversorgung noch an der Nabelschnur: „Concord“ soll Entwicklung von sehr früh geborenen Babys verbessern Dresden, 6. März 2019. Damit sehr früh geborene Babys einen guten Start ins Leben finden und sich auch später gut entwickeln, haben Mediziner ein neues Gerät entwickelt, das den engen Kontakt zwischen Frühchen und Mutter während der Erstversorgung aufrechterhält: Die Nabelschnur wird solange nicht getrennt, bis das Frühchen intensivmedizinisch versorgt ist. Das geht aus einer Mitteilung der Medizinischen Fakultät „Carl Gustav Carus“ der Technischen Universität Dresden hervor.

Krebspatienten profitieren in Dresden von einer hochgenauen Planung der Protonentherapie. Wissenschaftler nutzen hierfür die Vorteile einer innovativen Bildgebungsmethode. Quelle: NCT Dresden/ Philip Benjamin, OncoRay

Wenige „bösen“ Zellen reichen, damit der Krebs wuchert

Mathematiker vo HTW und TU Dresden entwickeln Modell für Frühphase von Tumoren Dresden, 13. Januar 2019. Um Krebs wirksam eindämmen und bekämpfen zu können, brauchen die Mediziner vor allem eines: Zeit. Je früher ein Tumor erkannt und behandelt wird, umso höher sind in aller Regel die Überlebenschancen für den Patienten. Mathematiker der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Dresden und der Technischen Universität Dresden (TUD) haben nun Rechenmodelle entwickelt, um die Frühphase eine Tumors beizeiten erkennen und analysieren zu können.

Prof. Julia Hauer. Foto: privat

Uniklinik Dresden gewinnt Kinder-Onkologin Hauer

Krebsexpertin wechselt von Düsseldorf nach Sachsen Dresden, 8. Januar 2019. Die Dresdner Expertise in der Krebstherapie hat eine Spezialistin aus Düsseldorf angelockt: Die Kinder-Onkologin Julia Hauer leitet ab sofort den Bereich für „Pädiatrische Onkologie und Hämatologie“ am Uniklinikum Dresden. Außerdem übernimmt sie die Professur für pädiatrische Hämato-Onkologie der Medizinischen Fakultät „Carl Gustav Carus“ an der TU Dresden. Das teilte das Uniklinikum heute mit.

Der Lungenspezialist Prof. Dirk Koschel. Foto: FKH Coswig

Lungenspezialist Koschel verstärkt das Uniklinik Dresden

Coswig und Dresden verzahnen ihre pneumologischen Expertisen Dresden, 27. Dezember 2018. Das Uniklinikum hat einen neuen Lungenspezialisten an Bord: Der Pneumologe Dirk Koschel vom Fachkrankenhaus Coswig übernimmt die Professur für Pneumologie an der Medizinischen Fakultät der TU Dresden. Koschel werde nun die Pneumologie an der Medizinischen Klinik I in der Uniklinik leiten. Darüber haben heute beide Krankenhäuser in einer gemeinsamen Mitteilung informiert.