Alle Artikel in: Halbleiterindustrie

Thomas Morgenstern. Foto: Infineon Dresden

Morgenstern wechselt von Globalfoundries zu Infineon Dresden

Sein Vorgänger Wijburg rückt in die Konzernzentrale auf Dresden, 30. Oktober 2020. Das Personalkarussell in der Dresdner Halbleiterindustrie dreht sich weiter: Der promovierte Chemiker Thomas Morgenstern, der bis Ende September 2020 noch die Dresdner Chipfabrik von „Globalfoundries“ geleitet hatte, wechselt zu Infineon Dresden. Das teilte der deutsche Halbleiterkonzern heute mit.

Blick in die Lithografie der X-Fab in Erfurt. Foto: Landesentwicklungsgesellschaft (LEG) Thüringen, Fotograf Michael Voigt

X-Fab verliert ein Viertel vom Umsatz

De Winter dennoch optimistisch: Talsohle ist durchschritten Erfurt, 27. Oktober 2020. „X-Fab“ hat im dritten Quartal 2020 rund ein Viertel weniger erlöst als ein Jahr zuvor. Das hat der ostdeutsche Chip-Auftragsfertiger aus Erfurt heute mitgeteilt. Demnach sind die Umsätze um 26 Prozent auf 96,1 Millionen US-Dollar (81,2 Millionen Euro) gesunken. Gleichzeitig erwirtschaftete das Unternehmen einen Verlust von 12,9 Millionen Dollar (10,9 Millionen Euro).

GF-Mitarbeiter passieren Reinraum-Brücke. Foto: Globalfoundries Dresden

Globalfoundries will Chip-Produktion in Dresden verdoppeln

Halbleiter-Auftragsfertiger möchte Ausbau durch Börsengang Ende 2022 mitfinanzieren Dresden, 13. Oktober 2020. Globalfoundries (GF) will die Produktionskapazitäten in seiner Chipfabrik in Dresden in den nächsten Jahren mehr als verdoppelt. Das hat der deutsche GF-Sprecher Jens Drews angekündigt. Den Ausbau werde das Unternehmen überwiegend durch den für Ende 2022 geplanten Börsengang finanzieren.

Leistungshalbleiter wie diese vertragen Spannungen um die 1200 Volt. Nun will Infineon neben der Produktion auch die Entwicklung von Hochspannungs-Elektronik in Dresden konzentrieren. Foto: Infineon

Hochspannende Chips: Infineon stärkt Entwicklungszentrum Dresden

Elektronikunternehmen stellt Experten für neue Arbeitsgruppe ein Dresden, 17. September 2020. Der deutsche Mikroelektronik-Konzern Infineon überträgt seinem Dresdner Entwicklungszentrum zusätzliche Aufgaben: Neben Computerchips für klassische Autos und für „Künstliche Intelligenz“ (KI) sollen die Forscher dort nun auch Hochspannungs-Steuermodule für Elektroautos und andere elektrische Fahrzeuge entwickeln – vor allem für besonders effiziente Antriebe. Dafür entsteht in Dresden eine neue Arbeitsgruppe für Leistungshalbleiter, für die Infineon nun zunächst ein halbes Dutzend Elektromobilitäts-Spezialisten sucht – weitere sollen folgen, teilte Infineon-Standortsprecher Christoph Schumacher auf Oiger-Anfrage mit.

Manfred Horstmann wird zum 1. Oktober 2020 Chef von Globalfoundries Dresden. Foto: Globalfoundries Dresden

Wieder Chefwechsel bei Globalfoundries Dresden

Horstmann folgt auf Morgenstern – Mutterkonzern kündigt weiteren Ausbau der Fabrik an Dresden, 16. September 2020. Keine drei Jahre war der Chemiker Thomas Morgenstern Chef von Globalfoundries Dresden – nun verlässt er das Halbleiter-Unternehmen. Sein Nachfolger wird am 1. Oktober 2020 der Physiker Manfred Horstmann, der die Fabrik auch weiter ausbauen soll. Das geht aus einer Mitteilung von Globalfoundries Dresden hervor.

Nvidia will mit der ARM-Übernahme seine Führungsposition beim KI-Chip-Entwurf - hier Jetson-Platine in einem Isaal-Roboter - weiter ausbauen. Abb.: Nvidia

Nvidia kauft ARM-Prozessorschmiede

Mit dem Milliarden-Geschäft will der Grafikchip-Konzern seine Spitzenposition in der KI-Elektronik ausbauen Cambridge/Santa Clara, 14. September 2020. Das ist ein Paukenschlag für die globale Mikroelektronik-Branche: Der kalifornische Grafikchip-Konzern Nvidia kauft die englische Smartphone-Prozessor-Firma „ARM“ aus Cambridge. Das haben Nvidia in Santa Clara und ARM in Cambridge nun angekündigt. Der bisherige Eigentümer Softbank bekommt dafür rund 33,5 Milliarden Dollar (28,2 Milliarden Euro), der größere Teil davon in Form von Nvidia-Aktien. Nvidia-Gründer Jensen Huang will damit nach eigenem Bekunden „das führende Unternehmen für das Zeitalter der Künstlichen Intelligenz schaffen“.

Die US-Mikroelektronik - hier ein Intel-Wafer - dominiert mit 55 % Anteil ganz klar den Halbleiter-Weltmarkt. Europas Antel wrd auf nur 6 % geschätzt. Foto: Intel

Halbleiter-Messe „Semicon Europa“ wegen Corona abgesagt

Zuvor hatte München die Partnermesse „electronica“ abgeblasen – nun gibt es ein digitales Forum. München, 7. September 2020. Der Halbleiterverband „Semi“ hat Europas größtes Mikroelektronikmesse „Semicon Europa“ in München wegen Corona abgesagt. Das geht aus einer Mitteilung der Veranstalter hervor. „Wir werden diese Gelegenheit nutzen, um eine differenziertes digitales Forum mit innovativen wertvollen Inhalten mit weltweiter Beteiligung zu schaffen“, versprach Semi. Wichtiger Wirtschaftsfaktor Die „Semicon Europa“ zieht normalerweise Tausende internationale Fachbesucher an und ist auch ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für die Gastgeberstadt. Zeitweise hatte die Tagungsmesse in Dresden stattgefunden, zuletzt aber in München gemeinsam mit der Elektronikmesse „electronica“. Die war nun auch der Auslöser für die jüngste Entscheidung: Die Münchner Messegesellschaft hatte die „electronica 2020“ abgesagt und statt dessen eine digitale Version angekündigt. Daraufhin sagte auch der Semi-Aufsichtsrat seine Halbleitermesse ab. Auch die jüngsten Reiserestriktionen innerhalb und nach Europa trugen dazu bei. Autor: hw Quellen: Semi, Oiger-Archiv

Tibor Noszko beim Widerstandsschweißen von Infrarot-Sensoren in der Infratec-Fabrik in Dresden. Foto: Heiko Weckbrodt

Infratec in Dresden baut erneut aus

Die Nachfrage für Wärmebild-Kameras aus Sachsen ist hoch. Daher wird die Optoelektronik-Fabrik bald nochmal vergrößert. Dresden, 4. September 2020. Wegen der starken internationalen Nachfrage für Präzisions-Wärmebildkameras und Infrarot-Sensoren aus Dresden baut Infratec erneut aus: Gerade erst hat das Optoelektronik-Unternehmen seine Reinraumfabrik im Dresdner Süden für 16,8 Millionen Euro erweitert, da ist schon der nächste Komplex für weitere rund 15 Millionen Euro im Dresdner Süden geplant. „Die Entscheidung für Riegel 3 ist gefallen“, informierte Infratec-Prokurist Steffen Tscheuschner am Freitag.

Blick in einen Reinraum von X-Fab. Foto: X-Fab

X-Fab schreibt Verluste

Corona und Cyberattacke machen ostdeutscher Chip-Foundry zu schaffen Erfurt/Dresden, 28. August 2020. Zur Pandemie kam der Cyberangriff: Durch Corona und eine Hackerattacke hat der ostdeutsche Chip-Auftragsfertiger „X-Fab“ im zweiten Quartal 2020 einen Verlust von 5,9 Millionen Dollar (4,96 Millionen Euro) eingefahren. Die Umsätze sind im Jahresvergleich um zehn Prozent auf 118,8 Millionen Dollar (99,2 Millionen Euro) eingebrochen. Das hat die in Erfurt beheimatete Foundry nun bekanntgegeben.

Wo ist der Platz des Menschen in der hochautomatisierten Elektroauto-Produktion? Hier ein Blick in die Montage des neuen ID-Stromers im Werk Zwickau von Volkswagen Sachsen. Foto: Oliver Killig für VW Sachsen

Exportwirtschaft in Sachsen erholt sich

Im Juni nur noch 6 % unter Vor-Corona-Niveau Kamenz, 28. August 2020. Die sächsische Exportwirtschaft erholt sich langsam vom ersten Corona-Schock: Sie führte im Monat Juni Waren für 3,04 Milliarden Euro aus, was deutlich mehr gewesen sei „als in den Monaten April und Mai, und ,nur noch’ fünf Prozent weniger als im Juni 2019“, teilte das statistische Landesamt Sachsen in Kamenz mit.

Die Nachfrage nach dRAM-Speichern schwankt sehr stark. Diese Vlotilität hat schon manchem Unternehmen das Genick gebrochen. Foto: Heiko Weckbrodt

Prognose: Ausgaben für Speicherchip-Fabriken sinken um 20 %

Samsung, Hynix und Co. sind vorsichtig geworden Scottsdale, 20. August 2020. Die führenden Halbleiter-Hersteller weltwelt kürzen ihre Ausgaben für neue Speicherchip-Fabriken in diesem Jahr um rund 20 Prozent auf etwa 15,1 Milliarden Dollar (12,7 Milliarden Euro). Das hat das US-amerikanische Marktforschungs-Unternehmen „IC Insights“ aus Scottsdale prognostiziert. Zwar erhole sich der Markt für dRAM-Speicher langsam, die Hersteller sind aber vorsichtig damit geworden, neue milliardenteure Fabriken zu bauen, heißt es im neuen Forschungs-Bulletin aus Arizona.

Ein Bosch-Mitarbeiter mustert einen Siliziumkarbid-Wafer. Foto: Martin Stollberg für Bosch

Bosch erprobt 5G-vernetzte Chipfabriken in Dresden und Reutlingen

In Sachsen entsteht weltweit erste 5G-vernetzte Bosch-Halbleiterfabrik Dresden/Reutlingen, 6. August 2020. Das neue Halbleiterwerk in Dresden wird als erste Bosch-Chipfabrik mit dem Mobilfunk der 5. Generation (5G) vernetzt sein. Das hat der deutsche Elektronikkonzern Bosch angekündigt. Einsatzfelder seien beispielsweise funkvernetzte autonome Transportsysteme, die durch eine lokale Rechnerwolke („Cloud“) gesteuert werden, der Fernzugriff auf Anlagen und die Kommunikation der Maschinen untereinander.

Visualisierung der Boschfabrik in Dresden. Visualisierung: Bosch

Neue Bosch-Chipfabrik Dresden: Test-Produktion startet bald

Die Massenfertigung von Automobil-Elektronik beginnt 2021 Dresden, 27. Juli 2020. Noch in diesem Jahr wollen die Chipwerker in der neuen Bosch-Fabrik im Dresdner Norden die ersten Siliziumscheiben (Wafer) der Größenklasse 300 Millimeter einschleusen und die ersten Testchips prozessieren. Das hat Sprecherin Julia Reimann von der „Robert Bosch Semiconductor Manufacturing Dresden GmbH“ auf Oiger-Anfrage mitgeteilt.