Alle Artikel in: Halbleiterindustrie

Roland Giesen und Andreas Purath leiten ab Herbst 2020 den sächsischen Automatisierungsspezialisten Fabmatics. Foto: Sven Claus für Fabmatics

Weiterer Chefwechsel bei Fabmatics Dresden

Ardenne-Manager Purath löst Urgestein Esser ab Dresden, 3. Juni 2020. Im Dresdner Automatisieurngs-Unternehmen „Fabmatics“ wechselt die Führungsriege: Der Chemieingenieur Andreas Purath löst Heinz Martin Esser als Geschäftsführer ab. Er wird ab August das Unternehmen gemeinsam mit Roland Giesen leiten, der zuvor an die Stelle Steffen Pollack getreten war. Esser geht in den Ruhestand und wird sich ein halbes Jahr später auch als Vorstandssprecher des sächsischen Hightech-Verbandes „Silicon Saxony“ zurückziehen. Das hat Fabmatics heute angekündigt.

Globalfoundries Dresden. Foto: Heiko Weckbrodt

Erneut Warnstreik bei Globalfoundries Dresden

Chemiegewerkschaft will endlich Tarifvertrag erzwingen Dresden, 28. Mai 2020. Um doch noch einen Tarifvertrag bei Globalfoundries (GF) zu erzwingen, bestreiken die Gewerkschaften morgen (29. Mai 2020) erneut die Dresdner Fabrik des US-Chipherstellers. Das geht aus einer Ankündigung der „Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie“ (IG BCE) hervor. Der Streik soll 14 Uhr vor dem Werktor starten und 24 Stunden dauern. GF-Sprecher Jens Drews kritisierte die Gewerkschaftsaktion derweil in einer ersten Reaktion als „verantwortunsglos“ mitten „in der größten Wirtschaftskrise unseres Landes“.

TU-Forscher bauen künstliche Neuronen aus Nanodraht und Silizium-Gel

Bausteine für lernfähige neuromorphe Computer, die sich selbst umbauen können Dresden, 28. Mai 2020. Aus winzigen Nanodraht-Transistoren lassen sich anpassungsfähige Computer bauen, die ähnlich wie das menschliche Gehirn an ihren Aufgaben wachsen. Das haben Nanotech-Forscher der TU Dresden gemeinsam mit internationalen Kollegen nachgewiesen. Solche „neuromorphen“ Rechner werden zum Beispiel für Künstliche Intelligenz, in autonom fahrenden Autos, in der Bilderkennung und für andere Analyseaufgaben benötigt, für die klassische Computer zu viel Zeit und Energie verbrauchen.

US-Präsident Donald trump. Foto: Weißes Haus

Trump will Huawei von Chip-Quellen abschneiden

Das Lieferverbot richtet sich vor allem an TSMC – aber der Schuss könnte für die USA nach hinten losgehen, warnt ein Experte Washington, 16. Mai 2020. US-Präsident Donald Trump (Republikaner) zieht in seinen Wirtschaftskriegen gegen China die Daumenschrauben fester an: Nachdem er „Huawei“ zuvor bereits weitgehend von den Google-Diensten abgeschnitten hatte, will er nun auch die Chip-Zufuhr für den chinesischen Mobilfunktechnik-Primus kappen. Wer US-Technologien oder -Anlagen bei der Halbleiterproduktion einsetzt (also so gut wie alle Chipfabriken), darf demnach künftig die Chinesen nicht mehr beliefern – mit einer Gnadenfrist von drei Monaten, um laufende Geschäfte zu Ende zu bringen. Kritiker warnen allerdings, dass dieser Schuss für Trump nach hinten losgehen könnte.

Vor allem die modernen 300-mm-Fabriken von TSMC sind stark ausgelastet. Foto: TSMC

TSMC baut Mega-Chipfabrik in den USA

Taiwanesischer Foundry-Primus investiert 12 Milliarden Dollar in Arizona, um Trump zu besänftigen Hsinchu/Arizona, 15. Mai 2020. TSMC will eine Mega-Halbleiterfabrik in Arizona in den USA bauen. Das hat der weltweit größte Chip-Autragsfertiger nun in Hsinchu mitgeteilt. Der taiwanesische Konzern will dafür rund zwölf Milliarden US-Dollar (etwa 11,1 Milliarden Euro) investieren, erwartet dabei aber offensichtlich auch Subventionen aus Washington und vom Bundesstaat Arizona.

Die Huawei-Tochter HiSilicon verfügt über keine eigenen Fabriken, sondern ist auf Chipdesign spezialisiert. Foto: HiSilicon

China stößt in Halbleiter-Top-10 vor

Huawei-Tochter „HiSilicon“ verdrängt Infineon Scottsdale, 10. Mai 2020. Mit der Huawei-Tochter „HiSilicon“ ist erstmals ein chinesisches Unternehmen die Liste der zehn umsatzstärksten Mikroelektronik-Konzerne aufgestiegen. Das geht aus einem Bericht des US-amerikanischen Marktforschungs-Unternehmens „IC Insights“ aus Scottsdale hervor. Aus der Top 10 verschwunden ist hingegen der deutsche Halbleiterkonzern „Infineon“.

Das AMTC Dresden ist auf Chipmasken spezialisiert. Foto: AMTC

Masken aus Dresden für Chips statt gegen Corona

AMTC hat sich seit 2002 zum führenden Entwickler von Belichtungsvorlagen für Mikroelektronik entwickelt. Dresden, 4. Mai 2020. Das Dresdner Chipmaskenzentrum AMTC ist 18 Jahre nach seiner Gründung eines der erfolgreichsten Gemeinschaftsunternehmen in der Halbleiterindustrie. Das meint Manager Adrian Phillips vom Technologiekonzern Toppans, der gemeinsam mit den Chiphersteller „Globalfoundries“ das Advanced Mask Technology Center (AMTC) betreibt.

Blick in einen Reinraum von X-Fab. Foto: X-Fab

Trotz Corona: Mehr Aufträge für X-Fab

Chip-Auftagsfertiger aus Erfurt schließt Kurzarbeit dennoch nicht aus Erfurt, 30. April 2020. Die Corona-Krise hat den Chip-Auftragsfertiger X-Fab aus Erfurt im ersten Quartal nur wenig ausgebremst: Die Umsätze sind um drei Prozent auf 126,9 Millionen Dollar (113 Millionen Euro) gefallen, dafür legte das Auftragsvolumen um ein Viertel auf 148,2 Millionen Euro zu. Das hat X-Fab-Chef Rudi De Winter mitgeteilt.

Globalfoundries Dresden. Foto: Heiko Weckbrodt

Glofo Dresden darf Sicherheits-Chips herstellen

BSI-Präsident verleiht „Common Criteria“-Zertifikat an sächsische Halbleiterfabrik Dresden, 27. April 2020. Globalfoundries (Glofo) Dresden kann und darf nun Chips mit einer anerkannt hohen Sicherheitsstufe herstellen. Ein entsprechendes Zertifikat hat nun Präsident Arne Schönbohm vom „Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik“ (BSI) dem Dresdner Glofo-Chef Thomas Morgenstern übergeben. Demnach erfüllt die Halbleiterfabrik den internationalen Standard „Common Criteria 3.1“.

So etwa soll die mobile Corona-Teststation aussehen. Foto: DRK Sachsen

Globalfoundries Dresden spendet 100.000 Euro gegen Corona

Mikroelektroniker finanzieren mobile Corona-Teststation für Altenheime Dresden, 20. April 2020. Globalfoundries spendet in Dresden 100.000 Euro an soziale Organisationen in der Region, um den Kampf gegen die Corona-Seuche zu unterstützen. Das hat der deutsche Zweig des US-amerikanischen Chipkonzerns heute mitgeteilt. Globalfoundries finanziert damit unter anderem eine mobile Corona-Teststation für Altenheime, aber auch Hilfen für Arme und für Schüler.

Ein Ingenieur in der Prüfabteilung innerhalb der Chipfabrik von SAW Components Dresden Foto: Heiko Weckbrodt

Schall statt Strom

Wellen-Chips von SAW Dresden sind weltweit gefragt Dresden, 7. April 2020. Wenn sich irgendwo auf der Erde ein Smartphone in ein fremdes Netz einwählt, eine Raumsonde aus dem kalten All zu funken beginnt oder einer dieser neumodischen elektronischen Bratenspieße im Ofen Alarm schlägt, weil der Festschmaus zu verkohlen droht – dann werkeln da womöglich gerade Schallchips und -sensoren aus Sachsen. Denn die „SAW Components“ aus Dresden hat sich als einer der führenden Entwickler und Hersteller für diese Spezialtechnik profiliert, die weltweit in Handys, Radaranlagen, Autos und vielen anderen Technologieprodukten steckt.

Der Dresdener "Smart Systems Hub – Enabling IoT" ist ein Zusammenschluss von Software-, Hardware- und Datenübertragungs-experten, die komplexe Lösungen für das Internet der Dinge entwickeln wollen. Grafik: Smart Systems Hub

Start der Denkfabrik bei Infineon Dresden verschoben

„Smart System Hub“: Neue Radar-Chiptechnik wird später weiterentwickelt Dresden, 21. März 2020. Auch wichtige gemeinsame Entwicklungsprojekte der Dresdner Hightech-Industrie fallen fürs Erste unter den Corona-Tisch: Der „Smart Systems Hub“ hat den Start der „Digital Product Factory“ (DPF) auf dem Infineon-Gelände auf unbestimmte Zeit verschoben. Das hat „Smart Systems Hub“-Chef Michael Kaiser auf Anfrage mitgeteilt.

Die Stromspar-Chips von Globalfoundries sollen eine Schlüsselrolle in der hochautomatisierten Fabrik der Zukunft und im "Internet der Dinge" spielen. Foto: Sven Döring, Globalfoundries

Globalfoundries Dresden rechnet Ende 2020 mit Vollauslastung

Standortchef: Wird aber nur funktionieren, wenn Corona nicht zu sehr dazwischen funkt Dresden, 16. März 2020. Globalfoundries (GF) Dresden hat neue Kunden und Aufträge gewonnen. Die Chipfabrik wird daher voraussichtlich Ende 2020 wieder voll ausgelastet sein. Das hat Standortchef Thomas Morgenstern prognostiziert. Voraussetzung sei allerdings, dass die Weltwirtschaft den Corona-Schock rasch überwindet. „Ich denke, Corona wird uns höchstens für zwei bis drei Monate ausbremsen“, gibt sich Morgenstern optimistisch.

Vor 20 Jahren ging Infineon an die Börse

Gemessen an Aktienkursen war der deutsche Chipkonzern lange Zeit ein Rohrkrepierer –realwirtschaftlich dagegen hat sich Infineon bestens platziert. München/Dresden, 13. April 2020. Genau 20 Jahre nach seinen ersten Schritten auf dem Börsenparkett schickt sich der Halbleiterkonzern Infineon aus Neubiberg bei München jetzt an, in eine neue Liga aufzusteigen: Vor wenigen Tagen haben die Aufsichtsbehörden den Deutschen erlaubt, den amerikanischen Chiphersteller Cypress zu kaufen. Gelingt der Deal, wird Infineon zu einem der größten Anbieter von Automobil-Schaltkreisen weltweit – und steigt in die Liste der zehn größten Halbleiterhersteller auf.