Autor: Heiko Weckbrodt

Kollaborative Roboter, die direkt und ohne Schutzzaun mit Menschen in einer Fabrik zusammenarbeiten können, gehören zu den Hoffnungsträgern der sächsischen Robotik-Szene. Ein solcher Roboter-Arm begrüßt derzeit die Besucher des „Dresden Robotics Festival“ im Dresdner Messegelände. Foto: Heiko Weckbrodt

Dresden hofft auf weitere Robotik-Ansiedlungen

Neues Robotik-Festival soll Aufstieg Sachsens zu führendem Standort besiegeln Dresden, 15. und 16. September 2021. Mit ambitionierten Zielen hat das „Dresden Robotics Festival“ in der sächsischen Landeshauptstadt begonnen. Organisator Thomas Schulz vom Veranstalter „Robot Valley Saxony“ will mit dem neuen Veranstaltungsformat zwischen Kongress, Messe und Visionen den Aufstieg Sachsens zu einem der führenden Robotik-Standorte in Deutschland besiegeln.

Materialermüdung kann zu Mikrofrakturen - und damit elektrischen Signalproblemen - in den Lotverbindungen zwischen Chip und Platine führen. Foto: hw

Fraunhofer Dresden will Sicherheitslücken in Autochips aufdecken

EAS-Forscher arbeiten im „VE-VIDES“-Verbund an Designregeln für vertrauenswürdige Elektronik Dresden, 14. September 2021. Um Autoelektronik aus Europa künftig besser gegen Angriffe und Industriespionage zu schützen, arbeitet der Dresdner Fraunhofer-Institutsteil „Entwicklung Adaptiver Systeme“ (EAS) derzeit an neuen Konzepten für vertrauenswürdige Computerchips und -systeme. Dies ist Teil des Projektes „Designmethoden und HW/SW-Co-Verifikation für die eindeutige Identifizierbarkeit von Elektronikkomponenten“ („VE-VIDES“), an dem sich unter Infineon-Führung zwölf Unternehmen und Institute beteiligen.

Das Kunstwerk "Feldzeichen" im Findlingspark Nochten interpretiert das Thema "Findlinge und Eiszeit". Foto: Peter Weckbrodt

CO2-Verwerter können Ökobilanz in Zementwerken verbessern

IDTechEx: Kohlendioxid-Fänger müssen aber 100 Mal größer werden Cambridge, 14. September 2021. Der Druck auf die Betonhersteller wächst, ihre ökologische Bilanz zu verbessern. Denn einerseits ist die Herstellung von Zement energieintensiv, anderseits setzen die dabei nötigen chemischen Reaktionen Kohlendixoxid (CO2) frei. Schon jetzt ist die Zementproduktion für sieben Prozent der von Menschen verursachten CO2-Emissionen von Kohlendixoxid (CO2) verantwortlich, heißt es in einer Analyse von Robbie M. Andrew vom norwegischen „Cicero Center for International Climate Research“. Und die Belastung der Atmosphäre durch die Bauindustrie wird voraussichtlich noch stark wachsen: Laut Schätzungen des „Weltrates für grünes Bauen“ wird sich der globale Gebäudebestand bis 2050 verdoppeln. Lösungen sind in Sicht, allerdings noch viel zu kleinformatig im Einsatz, betonen die Analysten des britischen Marktforschungs-Unternehmens „IDTechEx“ aus Cambridge. Sie sehen einen vielversprechenden Weg in Technologien, die gleich bei der Zementproduktion das CO2 abbinden und das Gas möglichst gleich vor Ort weiternutzen.

Wasserstoff gilt als wichtiger Energieträger - zudem braucht die Chemieindustrie das Gas für viele Prozesse. Grafik: Heiko Weckbrodt

TU Dresden arbeitet an besseren Gleichrichtern für Elektrolyseure

Das Ziel ist letztlich eine effizientere Wasserstoff-Erzeugung Dresden, 13. September 2021. Um eine umweltfreundliche Wasserstoff-Erzeugung anzukurbeln, wollen Energieexperten der TU Dresden bessere Strom-Gleichrichter für Elektrolyse-Anlagen entwickeln. Die Uni bekommt dafür 3,6 Millionen Euro vom Bundesforschungsministerium. Dies geht aus einer Mitteilung der Universität hervor.

Eine universelle Sensorplattform mit Globalfoundries-Chips kann durch Sensoren, Funkchips und andere Technik zu einem komplexen elektronischen System erweitert werden. Foto: Fraunhofer-EAS

Kallisto aus Dresden wacht über Marathon-Läufer

Made in Saxony: Sport- und Hightech-Firmen aus Sachsen bauen GPS-Orter mit Chipbaukasten Dresden, 13. September 2021. Beim Marathon, „Iron Man“ und anderen vielbejubelten Läufen wollen Sportler und Zuschauer möglichst genau wissen, wer sich gerade im allgemeinen Gewusel platziert hat. Dabei hilft seit einiger Zeit eine Kombination aus Künstlicher Intelligenz und moderner Halbleiter-Technologie. Gemeinsam mit sächsischen Mikroelektronik-Spezialisten hat das Dresdner Unternehmen „Racemap“ einen GPS-Orter („Tracker“) konstruiert. Dieses von einem sächsischen Technologie-Netzwerk entwickelte und produzierte Gerät meldet die die Position aller damit ausgerüsteten Läufer auf elektronischen Karten und in frei verfügbaren Apps – selbst bei Sportveranstaltungen mit Hunderten oder gar Tausenden Teilnehmern.

Besonders Nachrichten über Gewalt und "bunte" Themen werden sehr häufig über Kontaktnetzwerke wie Facebook weiterverbreitet. Montage: hw

Zwei Drittel fürchten digitale Angriffe auf Bundestagswahl

Bitkom-Umfrage zeigt Ängste vor fremden Mächten Berlin, 12. Septeber 2021. Zwei Drittel der Deutschen sorgen sich davor, dass „von ausländischen Staaten gesteuerte Medien“ die bevorstehende Bundestagswahl beeinflussen könnten. Das hat „Bitkom Research“ aus Berlin in einer Telefonumfrage unter 1003 Menschen in Deutschland ermittelt.

Dresdner TU-Ingenieure wollen sich mit der Verschwendung von Schokolade in der Süßigkeiten-Industrie nicht abfinden. Foto: TUD

Dresdner Ingenieure kämpfen gegen Schokoladen-Ausschuss

TU-Schokomaschine soll „Mischphasen“-Verschwendung verringern Dresden, 11. September 2021. Aus strikt wissenschaftlichen Gründen haben sich Maschinenbau-Ingenieure an der TU Dresden eine Schokoladenmaschine gebaut. Damit wollen sie laut eigenen Angaben erforschen, wie sich Schokoladenverluste in der Süßigkeitenindustrie verringern lassen. Dies geht aus einer Uni-Mitteilung hervor.

Künstliche Intelligenz (KI) gilt inzwischen als zentrale Schlüsseltechnologie des Digital-Zeitalters. Die Deutschen sehen die KI-technologie aber eher skeptisch und risikobehaftet. Foto: Geralt. Pixabay, CC0-Lizenz

Sachsen will bis 2025 zum führenden KI-Standort aufsteigen

Freistaat kündigt 60 Millionen Euro Investitionen in Künstliche Intelligenz an Leipzig/Dresden, 10. September 2021. Sachsen will sich bis 2025 zu „einem der führenden deutschen Forschungs- und Innovationsstandorte für Künstliche Intelligenz“ (KI) entwickeln. Diese Marschrichtung hat der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) heute auf einem „KI-Kongress des Freistaats Sachsen“ mit rund 200 Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft, Gesellschaft und Politik in Leipzig ausgebeben. Als Wirtschafts- und Innovationstreiber komme der KI-Technologie „eine besondere strategische Rolle zu“. Daher habe Sachsen auch eine eigene KI-Strategie entwickeln.

Dr. Sabri Alamri von "Fusion Bionik" mit einer lasergravierten Probe. Foto: Ronald Bonß für das Fraunhofer-IWS

Fusion Bionic baut Kleinfabrik für bionische Lasereffekte in Dresden

Fraunhofer-Ausgründung bekommt Millionenbetrag von Risikokapitalgebern Dresden, 10. September 2021. Die Fraunhofer-Ausgründung „Fusion Bionic“ will in Dresden eine kleine Fabrik für bionische Lasereffekte einrichten und hat dafür nun einen Millionenbetrag von Risikokapitalisten bekommen. Das geht aus einer Mitteilung des Technologie-Unternehmens hervor. An der Finanzierung beteiligen sich der „Technologiegründerfonds Sachsen“ (TGFS), der Fraunhofer-Technologietransferfonds (FTTF) und „Avantgarde Labs Venture“ – die Wagniskapitaltochter des Dresdner Informationstechnologie-Unternehmens „Avantgarde Labs“.

Ein Team vom „Smart Ocean Technologies“ (SOT) experimentiert mit einem Unterwasser-Roboter. Foto: Fraunhofer IKTS / SOT

Mehr Ausdauer für Unterwasser-Roboter

Fraunhofer-Keramikinstitut IKTS aus Dresden kitzelt aus Akkus die Missionsreserven heraus Dresden/Rostock, 9. September 2021. Mit modernen Keramiksensoren wollen Fraunhofer-Forscher aus Dresden und Rostock gemeinsam mit Partnern die Akkumulatoren von Unterwasser-Robotern aufwerten. Derartige kabelgesteuerte Roboter sind immer häufiger und länger im Einsatz: Sie inspizieren Bohrinseln, warten Unterwasser-Gasleitungen, suchen nach Rissen an Windkraftwerken auf offener See oder kartografieren die Fauna und Flora am Meeresgrund. Ein besseres Batteriemanagement soll nun die Einsatzkosten senken und dafür sorgen, dass diese „Unmanned Underwater Vehicles“ (UUV) länger tauchen können. Projektkoordinator ist die interdisziplinäre Fraunhofer-Forschungsgruppe für „Smart Ocean Technologies“ (SOT) in Rostock. Die Sensortechnik steuert das „Institut für Keramische Technologien und Systeme“ (IKTS) aus Dresden bei.

Globalfoundries Dresden setzt vorausschauende Wartung für Reinwasser-Ventile ein. Foto: Globalfoundries

Markt für „vorausschauende Wartung“ wächst rasch

Zweistellige Zuwachsraten für „Predictive Maintenence“ erwartet – ein Thema auch auf der „hub:disrupt 2021“ in Dresden Dresden, 9. September 2021. Mit der der vorausschauenden Wartung  und der Robotik fokussiert sich die „hub:disrupt“ am 6. Oktober 2021 auf zwei Technologien, die besonderes Potenzial für die wirtschaftliche Erholung nach der Corona-Pandemie versprechen: Beide gehören zum Wesenskern der „Industrie 4.0“, beide bieten erhebliche Möglichkeiten, Kosten zu sparen und neue Geschäftsmodelle zu generieren. Speziell mit der noch jungen „Predictive Maintenance“ (PM) können Unternehmen in erheblichen Maße Wartungs- und Reparaturkosten sparen, wenn sie Anomalien und den tatsächlichen Verschleißzustand ihre Anlagen durch moderne Sensorik und Analyseelektronik überwachen lassen.

Senec übergibt vor der VW-Manufaktur Dresden 50 Elektroautos vom Typ ID3. Foto: Senec

Größte Elektroauto-Auslieferung in Dresden

Energiespeicher-Hersteller Senec aus Leipzig rüstet Partner mit ID3-Stromern aus Dresden/Leipzig, 8 September 2021. Der Energiespeicher-Hersteller „Senec“ aus Leipzig hat in Dresden 50 Elektroautos des Typs VW ID3 an die Installateure seine Partnerfirmen übergeben. Das hat das Unternehmen heute mitgeteilt. Es habe sich um die „bislang größte Fahrzeugübergabe“ in der gläsernen VW-Manufaktur Dresden gehandelt.

Mit Lasern lassen sich auch solche Regenbogeneffekte erzielen. Foto: Fusion Bionic

Heraeus liebäugelt mit bionischen Lasergravuren aus Dresden

Hessen nehmen Fraunhofer-Ausgründung „Fusion Bionic“ in ihren „Accelerator“ auf Dresden/Hanau, 8. September 2021. Golddrähte und andere Edelmetall-Bauteile werden sich mit Laser-Hilfe wohl demnächst ein paar Tricks aus dem Tier- und Pflanzenreich abgucken: Der hessische Technologiekonzern „Heraeus“ aus Hanau hat die Dresdner Fraunhofer-Ausgründung „Fusion Bionic“ in sein diesjähriges „Accelerator“-Programm aufgenommen. Das haben Heraeus und Fusion Bionic heute mitgeteilt. Dies läuft auf eine Einladung an die Ingenieure aus Dresden hinaus, ihre lasergravierten Biostruktur-Effekte demnächst in der Edelmetall-Sparte des Konzerns auszutesten.

Eine Auswahl elektronischer Bauelemente von Bosch für den Einsatz in den Autoindustrie. Foto: Heiko Weckbrodt

Ifo: Nachschubprobleme für deutsche Industrie verschärfen sich

69 Prozent der Industriefirmen beklagen Materialmangel München, 8. September 2021. Die deutsche Industrie hat wachsende Probleme, sich mit genügend Computer-Chips, Holz, Stahl und anderen Bauteilen und Rohstoffen einzudecken, um die anziehende Auftragslage abzudecken. „Der Materialmangel in der deutschen Industrie hat sich weiter verschärft“, berichtet das Wirtschaftsforschungsinstitut „Ifo“ aus München.

Prof. Oliver G.. Schmidt. Foto: Jacob Müller für die TU Chemnitz

Tarnkappen und fühlende Roboter rücken näher

Nanophysiker Oliver Schmidt wechselt von Dresden nach Chemnitz und will an einer „neuen Generation der Mikroelektronik“ forschen Chemnitz/Dresden, 7. September 2021. Was eben noch Science Fiction war, ist heute längst Alltag: Die Smartphones haben die „Kommunikatoren“ aus dem TV-Raumschiff „Enterprise“ längst überholt, auch die Star-Trek-Trikorder sind inzwischen in Arbeit und Jule Vernes „Nautilus“ ringt uns im Vergleich zu den riesigen Unterwasser-Schiffen der Akulaklasse nur noch ein nostalgisches Lächeln ab. Rücken nun womöglich auch täuschend echte Gesichtsmasken wie aus den Marvel-Filmen und fühlende Roboter in greifbare Nähe? Wenn es nach Oliver G. Schmidt geht, ist all dies keine ferne Zukunftsmusik mehr – selbst wenn es in der Praxis noch ein paar Jährchen dauern könnte, bis wir Alberichs Tarnkappe beim Onlinehändler unseres Vertrauens kaufen können. 14 Jahre lang hatte der Nanophysik-Professor in Dresden an mikroskopisch kleinen Robotern und Super-Energiespeichern gearbeitet. Nun wechselt er zur Technischen Universität Chemnitz (TUC), um seine Forschungen auf die nächste Stufe zu heben.