Autor: Heiko Weckbrodt

Globalfoundries Dresden. Foto: Heiko Weckbrodt

Erneut Warnstreik bei Globalfoundries Dresden

Chemiegewerkschaft will endlich Tarifvertrag erzwingen Dresden, 28. Mai 2020. Um doch noch einen Tarifvertrag bei Globalfoundries (GF) zu erzwingen, bestreiken die Gewerkschaften morgen (29. Mai 2020) erneut die Dresdner Fabrik des US-Chipherstellers. Das geht aus einer Ankündigung der „Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie“ (IG BCE) hervor. Der Streik soll 14 Uhr vor dem Werktor starten und 24 Stunden dauern. GF-Sprecher Jens Drews kritisierte die Gewerkschaftsaktion derweil in einer ersten Reaktion als „verantwortunsglos“ mitten „in der größten Wirtschaftskrise unseres Landes“.

TU-Forscher bauen künstliche Neuronen aus Nanodraht und Silizium-Gel

Bausteine für lernfähige neuromorphe Computer, die sich selbst umbauen können Dresden, 28. Mai 2020. Aus winzigen Nanodraht-Transistoren lassen sich anpassungsfähige Computer bauen, die ähnlich wie das menschliche Gehirn an ihren Aufgaben wachsen. Das haben Nanotech-Forscher der TU Dresden gemeinsam mit internationalen Kollegen nachgewiesen. Solche „neuromorphen“ Rechner werden zum Beispiel für Künstliche Intelligenz, in autonom fahrenden Autos, in der Bilderkennung und für andere Analyseaufgaben benötigt, für die klassische Computer zu viel Zeit und Energie verbrauchen.

Forscher am US-Seuchenkontrollzentrum CDC haben dieses 3D-Modell des neuen Corona-Virus (2019nCoV) entworfen, das eine schwere Lungenkrankheit auslösen kann. Die Angst vor dem Krankheitserreger lähmt mittlerweile weltweit das öffentliche Leben, die Wirtschaft, den Tourismus, selbst die Forschung in vielen Ländern. Illustration: CDC/ Alissa Eckert, MS; Dan Higgins, MAMS, Lizenz: Public Domain, https://phil.cdc.gov/Details.aspx?pid=23312 / Wikipedia https://commons.wikimedia.org/wiki/File:2019-nCoV-CDC-23312.png

Ischgl war Corona-Epizentrum für Deutschland

IfW-Studie: Je näher am Ski-Ort, desto mehr Infizierte gab es Ischgl/Kiel, 27. Mai 2020. Die geografische Nähe zum österreichischen Skiort Ischgl und die Corona-Infektionsrate in Deutschland stehen mindestens in einem korrelativen Zusammenhang. Anders ausgedrückt: Es waren nicht ausschließlich, aber vor allem heimkehrende Skifahrer aus Ischgl, die das Corona-Virus nach Deutschland eingeschleppt haben. Der Wintersportort war insofern für Deutschland eine Art Seuchen-Epizentrum. Das geht aus einer Studie “Après-ski: The Spread of Coronavirus from Ischgl through Germany” des Instituts für Weltwirtschaft (IfW) aus Kiel hervor.

Andrés Lasagni (rechts) und Prof. Frank Mücklich (links) haben eine neue Methode gefunden, um mit Lasern sehr schnell Mikrostrukturen zu erzeugen.

Autowäsche und Geschirrspülen bald überflüssig?

Dresdner Laserexperten gravieren selbstreinigende Oberflächen Dresden, 27. Mai 2020. Der Traum von der Spüle, die nicht mehr gewienert werden muss, und vom Auto, das nicht mehr in die Wäsche muss, rückt näher: Dresden Wissenschaftler haben mit Lasern auf Alu-Platten wasserabweisende Mikrostrukturen eingraviert, die für einen Selbstreinigungseffekt sorgen. Gute Chancen für die mittlerweile auch für Großserien geeignete Technologie sehen die Forscher vor allem in der Autobranche, im Flugzeug-Bau und in der Lebensmittelindustrie . Das haben die Entwicklungspartner, die TU Dresden und das Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik (IWS) Dresden, mitgeteilt.

Das Industriemuseum schlägt auch den Bogen zu den hochautomatisierten Roboterfabriken der Gegenwart und Zukunft. Foto: Heiko Weckbrodt

Roboterförderation: Nach Corona wird im Westen eine Re-Industrialisierung mit Robotern einsetzen

Arbeitsmarkt-Effekte der Automatisierung bleiben aber umstritten Frankfurt am Main/Cambridge/Nürnberg, 27. Mai 2020. Die Corona-Krise wird wahrscheinlich in einigen Regionen zu einer Wieder-Industrialisierung und noch mehr Robotern in der Produktion führen. „Nach der Krise erwarten wir einen erheblichen Schub für die Robotik und Automatisierung, auch wenn sich die Branche derzeit nicht vom wirtschaftlichen Abschwung abkoppeln kann“, schätzte die „Internationale Förderation für Robotik“ (IFR) in Frankfurt am Main ein.

Braunkohle-Kraftwerk von Vattenfall Boxberg in der Oberlausitz. Der schwedische Konzern hat bereits angekündigt, sich aus der ostdeutschenBraunkohle zurückziehen zu wollen. Foto: Vattenfall

Handwerker fordern erneut Sonderwirtschaftszone in der Lausitz

Dresdner Kammer stützt sich auf Gutachten des Instituts der deutschen Wirtschaft Dresden, 26. Mai 2020. Die Handwerkskammer Dresden hat sich erneut für eine Sonderwirtschaftszone in der Lausitz in der Zeit nach der Kohle eingesetzt. In dieser Zone könnten beispielsweise niedrigere Gewerbesteuersätze, höhere Investitions-Zuschüsse, weniger Bürokratie und mehr Forschungsförderung gelten, erklärte Kammerpräsident Jörg Dittrich und berief sich dabei auf ein Kurzgutachten des „Instituts der deutschen Wirtschaft“ (IW), das die FDP- Bundestagsfraktion zum Thema „Sonderwirtschaftszonen“ in Auftrag gegeben hatte.

Alibaba-Campus in Hangzhou. Foto: Alibaba

Amazon immer noch viermal so groß wie Alibaba

Beim Gewinn nehmen sich der US-Online-Riese und das Pendant aus China aber nicht mehr viel London/Seattle/Hangzhou, 26. Mai 2020. Der US-Onlinehandelsriese Amazon aus Seattle und sein chinesisches Pendant Alibaba mit Hauptsitz in Hangzhou verfolgen inzwischen recht ähnliche Geschäftsmodelle und wachsen damit auch stark. Beim Gewinn liegen sie auch nicht weit auseinander. Doch gemessen am Umsatz liegt Alibaba noch weit hinter Amazon. Das geht aus einer Analyse des Finanznachrichten-Portals „Learbonds.com“ aus London hervor.

Der Elwobot der TU Dresden bewegt sich auf vier Rädern durch die Obstplantagen und behandelt dabei die Pflanzen. Wenn er nicht gerade nachladen muss, könnte der elektrisch angetriebene Roboter Tag und Nacht durcharbeiten - ähnlich wie die inzwischen schon weit verbreiteten Rasenmäher-Roboter. Foto: TU Dresden

Dresdner entwickeln Obstroboter

TU und Landesamt wollen den „Elwobot“ zum autonomen Pflanzenschützer weiterentwickeln Dresden, 26. Mai 2020. Wenn Bauern keine Erntehelfer mehr finden wie jüngst in der Corona-Krise, können sie in Zukunft womöglich Roboter auf die Obstplantagen und Weinberge schicken. Mit Blick darauf haben Landmaschinenbauer der TU Dresden den „Elwobot“ entwickelt. Apfel oder Weintrauben ernten kann dieser Roboter zwar noch nicht, aber zumindest schon Pflanzenschutzmittel in den Gärten verteilen und Fahrgassen für den Winter mulchen. In einem 1,8 Millionen Euro teuren Kooperationsprojekt wollen nun das sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) und die TU Dresden den Agrarroboter binnen vier Jahren so weiterentwickeln, dass er auf Plantagen in Echtzeit Anweisungen entgegennehmen und eigenverantwortlich ausführen kann. Das hat das LfULG mitgeteilt.

Prof. Müller-Steinhagen freut sich auf seine neue Aufgabe als Präsident der Dresden International University. Foto: Kay Herschelmann für die DIU

TU-Rektor wird Präsident der „Dresden International University“

Müller-Steinhagen will TU und DIU enger verknüpfen Dresden, 25. Mai 2020. Nach seiner Amtszeit als Rektor der TU Dresden wird Professor Hans Müller-Steinhagen ab 1. Oktober 2020 Präsident der „Dresden International University“ (DIU). Der 66-jährige Maschinenbauer tritt an der DIU die Nachfolge von Prof. Richard H. W. Funk an. Das hat die private Hochschule heute mitgeteilt.

Lambertz-Chef Hermann Bühlbecker in der Fabrik von Dr. Quendt. Er ist zufrieden mit dem 2014 gekauften Tochterunternehmen. Foto: Heiko Weckbrodt

Süßigkeiten-König Bühlbecker wird 70

Lambertz-Chef rettete 2014 Dr. Quendt Aachen/Dresden, 25. Mai 2020. Lambertz-Chef Hermann Bühlbecker, dem seit 2014 auch die Dresdner Backfabrik „Dr. Quendt“ gehört, wird demnächst 70. Darauf hat das Unternehmen Lambertz aus Aachen hingewiesen. Er habe „in den letzten vier Jahrzehnten aus einem kleinen, wirtschaftlich angeschlagenen Familien- und Traditionsunternehmen, das bis dato nur im Nischenmarkt von Aachener Printen-Spezialitäten tätig war, eine der führenden nationalen und internationalen Gebäckgruppen aufgebaut“.

Professor Mario Rüdiger (2.v.r.) mit seinem Team, das aus der Nabelschnur Neugeborener mesenchymale Stromazellen gewinnt. Foto: Hochschulmedizin Dresden

Nabelschnur-Zellen aus Dresden sollen Corona-Kranke in Kanada heilen

„Mesenchymalen Stromazellen“ sollen Entzündungssturm bremsen und Regeneration anschieben Dresden/Ottawa, 24. Mai 2020. Kandische Wissenschaftler haben um spezielle Zellen von Nabelschnurblut aus Dresden gebeten, um damit Corona-Kranke in Ottawa zu heilen. Professor Mario Rüdiger und sein Team von der medizinischen Fakultät der TU Dresden haben die Zellen nun so vorbereitet, dass sie tiefgekühlt per Luftfracht nach Kandada gebracht werden können. Das geht aus einer Mitteilung der medizinische Fakultät „Carl Gustav Carus“ der Technischen Universität Dresden hervor.

Viele ostdeutsche Textilbetriebe haben viel Geld und Mühe investiert, um eine Maskenproduktion zu etablieren. Hier zum Beispiel prüft Mitarbeiterin Carola Seifert an einer Produktionslinie die neuen OP-Masken in der „TEG Textile Expert GmbH“ in Heinsdorfergrund. Foto. Wolfgang Schmidt für den VTI

Textilindustrie fordert Abnahmegarantie für Corona-Masken

Verband: Sächsische Betriebe haben auf allgemeinen Wunsch die Maskenproduktion hochgefahren – nun darf man sie nicht im Regen stehen lassen. Chemnitz, 22. Mai 2020. Die sächsische Textilindustrie fordert Abnahmegarantien für die Masken, deren Produktion die hiesigen Betriebe auf allgemeinen Wunsch in der Corona-Krise aufgebaut hatten. „Unsere Firmen haben sich in sensationell kurzer Zeit auf die Anforderungen eingestellt, die sich aus der Corona-Krise ergaben“, argumentierte Hauptgeschäftsführer Jenz Otto vom „Verband der Nord-Ostdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie“ (VTI) aus Chemnitz. „Nun liegt es an Politik und Behörden, am einschlägigen Medizinfachhandel und an den Einkaufsentscheidern im Gesundheitswesen, diese Produkte zu ordern.“

Lithium-Schwefel-Energiespeicher und andere Batterien mit hoher Energiedichte sind ein Forschungsschwerpunkt am Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik (IWS) Dresden, an dem Kaskel auch tätig ist. Foto: Fraunhofer IWS

5 Millionen für Batterieforschung in Dresden

„Sax-Batt“ plant Pilotlinie für innovative Festkörper-Akkus bei Fraunhofer Dresden Dresden, 22. Mai 2020. In Sachsen entsteht mit „Sax-Batt“ ein neues Netzwerk für die Energiespeicher-Forschung. Das hat das sächsische Wissenschaftsministerium mitgeteilt. Herzstück ist das Projekt „Sax-Batt-Empower“, für das der Haushalts- und Finanzausschuss des Landtages nun fünf Millionen Euro bewilligt hat. Mit dem Geld will das federführende Fraunhofer-Keramikinstitut IKTS unter anderem eine Pilot-Produktionslinie für innovative Festkörper-Batterien in Dresden aufbauen und in Freiberg Anlagen für die automatisierte Wiederverwertung ausgedienter Batterien installieren.

Die Schlangendämoninnen Xiao-Bai (links) und ihre Schwester sind oft sehr unterschiedlicher Meinung über den wert oder Unwert der Menschen. Ausschnitt aus "White Snake" (Eurovideo

„Whitesnake“: Chinesische Liebeslegende im Heimkino

Romanze zwischen Mensch und Dämon als Animationsfilm mit viel Sinn für Farbästhethik Mit „White Snake“ veröffentlicht Eurovideo nun für deutsche Heimkinofreunde einen faszinierenden Animationsfilm, der auf alten Legenden über Liebe und Dämonen basiert. Dabei zeigen die Chinesen wieder einmal, dass ihre Erzählmuster und ästhetischen Vorstellungen sich manchmal recht spürbar von europäischen Konventionen oder selbst japanischen Anime unterscheiden.