Autor: Heiko Weckbrodt

Das Lautrepertoire der Bonobos ist eine ganze Oktave höher angesiedelt als bei Schimpansen. Foto: Cédric Girard-Buttoz, LuiKotale, D.R. Kongo

Bonobo-Affen geben sich als Kinder aus

EVA-Forscher: Zwerg-Schimpansen versuchen sich durch hohe Töne kleiner zu machen als sie sind Leipzig, 22. Oktober 2018. Zwerg-Schimpansen tragen ihren Namen wohl mit Bedacht: Diese auch Bonobos genannten Affen versuchen nämlich, durch ihre Laute kleiner zu erscheinen als sie sind. Das haben Forscher des Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie (EVA) in Leipzig aus ihren Stimmhöhe-Untersuchungen an Tieren geschlussfolgert.

Dr.-Ing. Monireh Fazeli zeigt einen Kohlefaser-Strukturknoten, wie er für Maschinen-Tragwerke verwendet werden soll, Derzeit absolviert die Dresdner Textilwissenschaftlerin einen Forschungsaufenthalt im Centre for Advanced Composite Materials (CACM) an der University of Auckland in Neuseeland Foto: Richard Ng

Industrieclub Sachsen zeichnet Ingenieurin für Hightech-Knotenmuster aus

Dresden, 22. Oktober 2018. Weil sie in ihrer Doktorarbeit einen Verfahren beschrieben hat, wie Auto- und Flugzeugbauer leichte Rahmen aus Karbonfasern knoten können, bekommt Dr.-Ing. Monireh Fazeli­ Zoghalchali der TU Dresden den diesjährigen Innovationspreis des Industrieclubs Sachsen. Das hat das Institut für Textilmaschinen und Textile Hochleistungswerkstofftechnik (ITM) mitgeteilt, an dem sie promoviert hat.

Montage der 5G Antenne auf dem Hamburger Fernsehturm in 185 Metern Höhe. Foto: deutsche Telekom

Mobilfunk-Treffen zu Funklöchern in Sachsen

Weiße Flecken und 5G im Fokus Dresden, 22. Oktober 2018. Zu einem „Mobilfunkdialog“ über die „Weißen Flecke“ und den Start der fünften Mobilfunk-Generation „5G“ in Sachsen treffen sich morgen Vertreter der sächsischen Staatsregierung und der großen Telekommunikations-Konzerne Telekom, Vodafone und Telefónica. Das hat Digitalisierungs-Staatssekretär Stefan Brangs angekündigt, der zu dem Treffen eingeladen hatte.

Sammlerstück und einfach ein hübsches Spielzeug: Weiblicher Aufziehroboter im Stil der Futuristen. Foto: Heiko Weckbrodt

Service-Roboter immer gefragter

Steigende Umsätze mit künstlichen Bauern, Chirurgen und Haushaltshelfern Tokyo, 21. Oktober 2018. Vor allem europäische Unternehmen machen immer bessere Geschäfte mit Service-Robotern. Darauf hat die „Internationale Förderation für Robotik“ (IFR) in Tokyo hingewiesen. Gefragt sind sowohl chirurgische Roboter und künstliche Lageristen wie auch robotische Hilfskräfte für den Heimeinsatz.

Braucht die EU einen eigenen Finanzminister mit eigenem Haushalt? Frankreich ist dafür, Deutschland eher dagegen, Foto: Heiko Weckbrodt

MIT begrüßt günstigere Sozialversicherung für Freiberufler

Bundestag kippt die bisherige hohe Mindestbeitrags-Bemessungsgrenze Leipzig, 20. Oktober 2018. Die CDU-nahe Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung (MIT) Sachsen hat die geplante Senkung der Sozialversicherungsbeiträge für Freiberufler und andere Selbstständige mit niedrigem Einkommen begrüßt. „Dieser Beschluss war längst überfällig“, betonte der sächsische MIT-Vorsitzende Markus Reichel. „Hiermit sorgen wir dafür, dass vor allem Einzelunternehmern und Freiberufler mehr Geld zur eigenen Verfügung bleibt. Auch Gerade auch Neugründer und Start-ups würden von der Neuregelung profitieren.

Flüchtlinge, Migranten, Einwanderer, Familiennachzug

Einwanderung polarisiert Europäer

Im Durchschnitt wird Migration aber positiver gesehen Kiel, 19. Oktober 2018. Die Europäer sehen Einwanderung heute tendenziell positiver als noch vor 15 Jahren. Gleichzeitig aber polarisiert dieses Thema die jeweiligen Bürgergesellschaften stärker als zuvor. Das hat eine Analyse des Instituts für Weltwirtschaft (IfW) Kiel ergeben. Die Forscher stützten sich dabei auf Umfragen im Zuge des „European Social Survey“ (ESS), der seit 2001 Einstellungen, Überzeugungen und Verhaltensmuster der verschiedenen Bevölkerungsgruppen in Europa zu messen versucht.

Roboter anzulernen, ist eine Wissenschaft für sich. Foto: Rainer Bez, Fraunhofer IPA

Cloud-Klassenzimmer für Roboter

Experten wollen auf Konferenz in Dresden neue Anlern-Methoden für Roboter diskutieren Dresden, 19. Oktober 2018. Um „Künstliche Intelligenzien (KIs) und Roboter anzulernen, werden auch neue Trainingstechniken wie das „Maschinelle Lernen“ gebraucht. Das haben Fachleute aus Wirtschaft und Forschung im Vorfeld der Konferenz „Roboter in der Automobilindustrie“ eingeschätzt. Die Robotik-Konferenz findet am 14. und 15. November 2018 in der VW-Manufaktur Dresden statt.

Viele mobile Schadprogramme zielen darauf, Zugangsdaten zu Bankkonten oder Wallets auszukundschaften. Foto: Kaspersky

51 % mehr mobile Schadprogramme in Deutschland

Kaspersky warnt vor steigenden Risiken Ingolstadt, 18. Oktober 2018. Binnen eines Jahres ist die Zahl mobiler Schadprogramme auf Smartphones und Tablets um 51 Prozent gestiegen. Das hat die Ingolstädter Tochter der russischen Sicherheits-Softwarwarefirma Kaspersky mitgeteilt. Das Unternehmen stützt sich dabei auf Viren-Alarme, die die eigene Abwehrsoftware auf mobilen Geräten geschlagen hat. Trojaner versuchen Bank-Zugänge auszuspähen Zudem verweist Kaspersky auf einen Bericht des „Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik“ (BSI). Demnach zielen viele Schadprogramme derzeit auf Nutzer von Banking-Apps auf Mobilgeräten ab. Installiert werden die Spionage-Programme oft von den gutgläubigen Opfern selbst – wenn sie sich scheinbar kostenlose und nützliche Apps herunterladen, die mit Trojanern verseucht sind. Vorsicht bei Apps außerhalb der offiziellen App-Läden „Immer wenn Nutzer eine App – insbesondere außerhalb des offiziellen Appstores – herunterladen, ist Vorsicht geboten“, betonte der deutsche Analyse-Leiter Christian Funk. „Fängt sich ein Nutzer beispielsweise einen mobilen Banking-Trojaner ein, sind Finanzdaten wie Kreditkarteninformationen oder Zugänge zu Banking-Accounts, insbesondere Online-Payment-Systemen, in Gefahr. Bei zunehmender Nutzung sensibler Transaktionen über Smartphones und Tablets müssen wir auch mit einer Zunahme von mobilem Banking-Betrug in …

Zwei Schülerinnen füllen im Innotruck ein Elektrolyt in eine Redox-Flow-Batterie. Solche Fluss-Batterien eignen sich besonders als sehr große stationäre Stromspeicher. Foto: Flad & Flad für das BMBF

Bundes-Innovations-Laster stellt die Welt von morgen vor

Gastspiel zum Start des neuen SAP-Schülerlabors in Dresden Dresden, 18. Oktober 2018. Anlässlich der Neueröffnung des neuen Schülerlabors von SAP (Wir berichteten) rollt in der kommenden Woche der „Inno-Truck“ des Bundesforschungs- und -bildungsministeriums auf den Postplatz. Am Montag und Dienstag offerieren die Inno-Trucker dort Schulklassen, die sich vorab abmelden, sie durch das zweigeschossige Fahrzeuge zu führen. In der mobilen Ausstellung können erfahren, an welchen Innovationen und Zukunftstechnologien deutsche Tüftler derzeit arbeiten. Am Montag von 15.15 bis 16.15 Uhr können auch unangemeldete Neugierige den Ausstellungslaster kostenlos durchstöbern.

Sucht in Dresden nach photonischen Hightech-Gründungen: Ulrich Eisele, Chef von der Fluxunit Osram Ventures (links). Daneben Jörg Schüler vom Veranstalter HighTech Startbahn GmbH bei den Hightech Venture Days 2018 Dresden. Foto: Heiko Weckbrodt

Heiße Quelle für Hochtechnologien

„Hightech Venture Days“: Gründer suchen in Dresden nach Risikokapitalregen Dresden, 17. Oktober 2018. Wenn es um Hightech-Firmengründungen geht, gehört die sächsische Landeshauptstadt zu den fruchtbarsten Standorten in der Bundesrepublik. Das hat Ulrich Eisele, der Chef der Osram-Beteiligungstochter „Fluxunit“ heute während der „Hightech Venture Days 2018“ (HTVD) in der gläsernen VW-Manufaktur Dresden eingeschätzt. „In Deutschland gibt es da zwei Hotspots: Dresden und München“, betonte er. Etwa 90 Prozent der hochtechnologie-orientierten Gründungen seien in diesen beiden Städten zu finden. Wer sein Geld in App-Softwarefirmen stecken will, wird dagegen in Berlin besser bedient.

Christoph Schubert leitet Compled Dresden. Er will auf den Hightech Venture Days 2018 Dresden Risikokapital einsammeln, um seine Cannabis-Tagesleuchten auch in den USA zu vermarkten. Foto: Heiko Weckbrodt

Strahlende Aussichten für Drogenbauern

LED-Tageslicht von Compled Dresden sorgt für 50 Prozent mehr Hasch-Ernte Dresden, 17. Oktober 2018. Das Dresdner Unternehmen „Compled“ hat ein LED-Tageslichtsystem entwickelt, das die Cannabis-Ernte in Haus-Plantagen deutlich steigert. „Unsere Forschungspartner erreichen damit 50 Prozent mehr Ertrag, zum Beispiel die Uni Prag“, teilt Christoph Schubert, einer der Compled-Gründer, mit. Gedacht ist das spezielle Leuchtensystem allerdings nicht für die Heimplantagen von Neustadt-Kiffern, sondern für den medizinischen Einsatz. Bei den „Hightech Venture Days“ in Dresden wollen Schubert und seine Kollegen nun rund 1,5 Millionen Euro Risikokapital einsammeln, um mit ihren Cannabis-Leuchten bald auch den US-Markt aufrollen zu können.

Multiorgan-Chip mit Pumpen und Ventilen (kleine rote Punkte) sowie den Kammern für Organe, Gewebe, Blut und Wirkstoffe. Foto: Fraunhofer IWS Dresden

Der wahre Tierfreund ist ein Multiorgan-Chip

Mikrosystem von Fraunhofer Dresden soll viele Tierversuche überflüssig machen Dresden, 17. Oktober 2018. Fraunhofer-Ingenieure aus Dresden haben einen sogenannten „Multiorgan-Chip“ entwickelt. Dieses nun in Brüssel mit einem „EARTO Innovation Award“ ausgezeichnete Mikrosystem aus dem Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik (IWS) Dresden simuliert den Blutkreislauf und die Organe von Tieren oder Menschen.

So sieht das neue Elterngeld-Portal aus, das schrittweise deutschlandweit nutzbar gemacht werden soll. Abb.: Bildschirmfoto von elterngeld-digital.de

Elterngeld (halb) digital beantragen

Pilotprojekt in Sachsen und Berlin gestartet Dresden/Berlin, 16. Oktober 2018. Mütter und Väter in Berlin und Sachsen können Elterngeld künftig auch digital beantragen. Das Internetportal unter der Adresse elterngeld-digital.de haben die Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD), die sächsische Familienministerin Barbara Klepsch (CDU) und die Berliner Staatssekretärin für Jugend und Familie, Sigrid Klebba (SPD), heute vorgestellt. „Kleiner“ Haken: Richtig digital ist das noch nicht.

Quelle: BWS

Familien-Unternehmer denken weiter als Manager

Viele planen ganze Generation voraus Baden-Baden, 16. Oktober 2018. Die Inhaber von Familien-Betrieben planen unternehmerisch langfristiger als Manager, die oft nur von Quartalsergebnis zu Quartalsergebnis denken. Das hat die Beratungsgesellschaft BWS aus Baden-Baden eingeschätzt. Sie stützt sich dabei auf eine Umfrage in 100 mittelständischen Unternehmen.