Autor: Heiko Weckbrodt

Im "Schleier-Nebel" im Sternbild Schwan finden sich diese Überreste eines Sterns, der vor Tausenden Jahren als Supernova explodierte. Es handelt sich hier um mehrere Aufnahmen des Hubble-Teleskops, die Wissenschaftler zu einem Falschfarben-Bild zusammengesetzt haben. Um solche Ereignisse zu analysieren, werten Forscher sowohl kosmische Teilchen und Strahlung aus, die uns von dort aus erreicht. Foto: NASA/ESA/Hubble Heritage Team

Magnetfelder zwingen Sternenexplosion in Form

Franzosen stellen mit Helmholtz-Spulen aus Dresden Supernovae nach Dresden/Paris, 7. Juli 2020. Wenn etwas Großes explodiert, ist es ziemlich egal, ob man zwei Meter links oder rechts davon steht, erledigt ist man in jedem Falle – denkt man so. Bei den richtig großen Sternenkatastrophen im Weltall, den Supernovae, ist das offensichtlich anders: Da explodieren riesige Sonnen, schleudern aber ihr heißes Plasma nicht gleichmäßig in alle Richtungen, wie man es erwarten sollte. Diese Asymmetrie führte zu wunderschönen kosmischen Gebilden wie dem Krebsnebel, bereitete den Astrophysikern aber anhaltende Kopfschmerzen, weil sie keine Ahnung hatten, wie das kommt. Bis jetzt: Mit extrem leistungsfähigen Helmholtz-Magnetspulen aus Dresden und Superlasern haben Forscher der „École Polytechnique“ in Paris nun solche Supernovae im Labor nachgestellt und herausgefunden: Sehr starke Magnetfelder halten die Sternenüberreste davon ab, als gleichmäßige Gaskugeln zu enden.

Prof. Roland Sauerbrey, wissenschaftlicher Direktor des HZDR. Foto: André Wirsig für das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf

Sauerbrey wird Direktor im Casus Görlitz

Ex-HZDR-Chefwissenschaftler will nach dem Ruhestand „sein Baby“ aufpäppeln Görlitz/Dresden. Das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) reaktiviert seinen früheren Wissenschaftsdirektor nach nur wenigen Monaten im Ruhestand: Prof. Roland Sauerbrey ist ab sofort provisorischer Direktor des neuen Zentrums für datenintensive Systemforschung „Casus“ in Görlitz, das sich noch im Aufbau befindet. Das haben das Casus und das HZDR heute überraschend mitgeteilt. Eine Findungskommission der Casus-Geldgeber und -Partner habe die Ernennung Sauerbreys einstimmig befürwortet. Zur Entscheiderriege gehören Vertreter aus dem Bundesforschungsministerium, dem sächsischen Wissenschaftsministerium, der Helmholtz-Gemeinschaft, des Dresdner Max-Planck-Genetikinstituts MPI-CBG, der TU Dresden und der Uni Wroclaw (Breslau).

Rabe Socke will den Schatz finden, um König zu werden. Seine Freund Eddi-Bär und der kleine Dachs begleiten ihn. Szenenbild: Leonnie Kids

DVD: Rabe Socke sucht den verlorenen Schatz

Vergessene Karte führt den Trickfilmvogel und seine Freunde durch die Wildnis Ein kleiner Trickfilm-Held besteht ein neues Abenteuer und fliegt damit ins deutsche Heimkino ein: In „Rabe Socke – Suche nach dem verlorenen Schatz“ bietet Kindern über eine Stunde Abenteuerspaß mit dem Frechvogel und seinen Freunden.

Bevh-Hauptgeschäftsführer Christoph Wenk-Fischer. Foto: Bevh

Corona verändert Einkaufsverhalten dauerhaft

Mehrheit meint: Wer es einmal ausprobiert hat, kauft auch nach der Krise online ein Berlin, 5. Juli 2020. Der Aufschwung des Online-Handels in der Corona-Krise wird das Kaufverhalten in Deutschland wohl dauerhaft verändern. Das geht aus einer Umfrage des „Bundesverbandes E-Commerce und Versandhandel Deutschland“ (Bevh) hervor. Demnach wollen die meisten Konsumenten wegen der gemachten Erfahrungen in der Corona-Krise künftig mehr Waren online bestellen. Schub vor allem für Waren des täglichen Bedarfs „E-Commerce hat sich im zweiten Quartal nachhaltig als zusätzliche Versorgungs-Infrastruktur etabliert“, betonte Bevh-Hauptgeschäftsführer Christoph Wenk-Fischer. „Das zeigt sich nicht nur an den absoluten Zahlen, sondern auch am erklärten Willen der Konsumenten, auch künftig mindestens so viele, wenn nicht mehr Güter des täglichen Bedarfs und Medikamente online zu kaufen.“ Konkret nach Warengruppen gefragt, gaben laut Behv 21,6 Prozent der Befragten an, mehr Lebensmittel online bestellen zu wollen „Auch im Hinblick auf Medikamente, Drogerieprodukte und Tierbedarf äußerten deutlich mehr Befragte die Absicht, ihre Online-Einkäufe künftig zu steigern als sie zu verringern.“ 16,6 % Wachstum Insgesamt ist der internetgestützte Handel laut Verbands-Angaben im ersten Quartal 2020 zunächst …

Verladung von Motoren im Alberthafen Dresden Foto: SBO

Hoher Elbpegel: Transport der Riesenmotoren

Sächsische Binnenhäfen schlagen nach zwei dürren Jahren wieder mehr Schwerlast um Dresden, 4. Juli 2020. Der recht hohe Sommer-Elbepegel sorgt in den „Sächsischen Binnenhäfen Oberelbe“ (SBO) für gute Geschäfte. Das Unternehmen habe „in den letzten Tagen mehrere Großverladungen im Alberthafen Dresden-Friedrichstadt“ realisieren können, teilten die SBO mit.

Der neue Linearbeschleuniger, den sich die medizinische Fakultät der TU Dresden anschafft, ist mit einem Magnetresonanztomographen (MR) gekoppelt, um die Vernichtung des Tumors während der Bestrahlung überwachen zu können. Grafik: Hochschulmedizin Dresden

Dresdner Onkologen bekommen Linear-Beschleuniger mit Echtzeit-Augen

Neun Millionen Euro teures Gerät ist mit Tomographen gekoppelt, damit Ärzte während der Bestrahlung nachjustieren können. Dresden, 3. Juli 2020. Um Krebsgeschwüre effektiver zerstören zu können, schafft sich die medizinische Fakultät der TU Dresden einen neuen Linearbeschleuniger an, der mit einem Magnetresonanztomographen (MR) für die Echtzeit-Überwachung der Strahlentherapie gekoppelt ist. Die Mediziner wollen das neun Millionen Euro teure Gerät unter anderem einsetzen, um Weichgewebstumore zu vernichten, die per Röntgenaufnahme oder Computertomographie (CT) nur schwer zu verorten sind. Die Geldzusage dafür hat der sächsische Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow (CDU) heute im „Nationalen Zentrum für Strahlenforschung in der Onkologie“ (Oncoray) in Dresden übergeben.

Sachsens Hightech-Gründer leiden unter Risikokapital-Lücken. Foto: Heiko Weckbrodt

Corona-Konjunkturhilfe für Zuse

Industrieinstitute bekommen bis zu 50 Millionen Euro Berlin, 3. Juli 2020. Die Zuse-Forschungsinstitute bekommen nun doch eine Corona-Konjunkturstütze vom Bund: Rund 50 Millionen Euro für gemeinnützige und privat finanzierte Forschungsinstitute sieht der Nachtragshaushalt vor, den der Bundestag verabschiedet hat. „Gegenüber den ursprünglichen Planungen konnten damit wichtige Verbesserungen im Interesse der Innovationsförderung erzielt werden“, begrüßte dies der Zuse-Gemeinschaft in Berlin.

Foto eines piezoelektrischen Einkristallwafers mit Schallelektronik-Strukturen (SAW) aus einer hauchdünnen metallischen Schicht. Diese erscheinen als helle, goldglänzende Gebiete. Die für die SAW-Erzeugung verwendeten aktiven Bereiche sind dabei aber so fein, dass man sie nur mit dem Mikroskop erkennen kann. Foto: IFW Dresden

Schallchips für den Kampf gegen Krebs

Dresdner Physiker arbeiten in einem neuen SAW-Labor an Alternativen zur klassischen Mikroelektronik. Dresden, 2. Juli 2020. Während die Mikroelektronik-Industrie ihre Fortschritte jahrelang noch in Gigahertz und Transistor-Dichte gemessen hat, bauten Dresdner Spezialisten in aller Ruhe eine ganz andere, eine exotische, aber lukrative Chiptechnologie auf: Mit akustischen Oberflächenwellen, englisch „Surface Acoustic Waves“ (SAW) genannt, konstruierten sie Filter-Chips für Farbfernseher und Handys, die keine Stromzufuhr brauchen. Diese Entwicklung setzte zu DDR-Zeiten ein und sorgt bis heute in Dresden für Jobs, Reputation und Forschungskraft. Was nur wenige wissen: In vielen Smartphones bekannter internationaler Marken, die wir mit uns herumtragen, steckt SAW-Technik aus Dresden. „Aber diese Filtertechnik für Handys ist erst der Anfang“, ist Dr. Siegfried Menzel vom Leibniz-Institut für Festkörper- und Werkstoffforschung (IFW) Dresden überzeugt. „Wir sehen da noch viele andere Anwendungen.“ Gemeinsam mit seinem Kollegen Dr. Hagen Schmidt hat er deshalb nun am IFW ein Kompetenzzentrum „SAWLab Saxony“ gegründet, das Schallelektronik einer neuen Generation entwickelt. 

Blick in den Reinraum der ehemaligen Plastic-Logic-Fabrik, der nun für das Fraunhofer CNT 2.0 und das Zentrum für neuromorphes Computing umgebaut wird. Foto: Heiko Weckbrodt

Fraunhofer richtet Zentrum für künstliche Neuronen in Dresden ein

Forscher stecken 77 Millionen Euro in stillgelegte Digitalpapier-Fabrik Dresden, 1. Juli 2020. Fraunhofer richtet für 77 Millionen Euro ein Zentrum für neuromorphe Computertechnologie in einem ehemaligen Digitalpapier-Werk im Dresdner Norden ein. Die Forscher wollen dort neuartige Chips mit „künstlicher Intelligenz“ (KI) entwerfen. Das haben der sächsische Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow (CDU) und Prof. Hubert Lakner vom Fraunhofer-Photonikinstitut IPMS bei einem Besuch in der früheren „Plastic Logic“-Fabrik angekündigt.

Heimarbeit alias Home Office ist wieder auf dem Vormarsch - aber kommt bei neuen Stellen kaum alös Lockangebot vor. Foto (bearbeitet): Heiko Weckbrodt

Viele sind nach Corona überzeugt: Ohne Konferenzen geht’s produktiver

Mehrheit geht von weniger „Meetings“ in der Zukunft aus Frankfurt am Main, 1. Juli 2020. Ohne endlose Konferenz-Marathons lässt es sich produktiver arbeiten. Das ist nicht erst seit Corona bekannt. Doch die Erfahrungen mit Heimarbeit während der Pandemie haben zwar nicht unbedingt die Chefs, aber wohl die arbeitenden Menschen weiter in dieser Erkenntnis bestärkt. Mittlerweile sind 92 Prozent der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer überzeugt, dass es künftig weniger persönliche Treffen, Konferenzen und Versammlungen geben wird. 39 Prozent meinen, dass sie dadurch künftig deutlicher produktiver arbeiten zu können. Dies hat eine Umfrage der Beratungsagentur „Korn Ferry“ aus Frankfurt am Main ergeben.

Marvin (12) und Emaly (11) von der 138. Oberschule mit ihren neuen Notebooks, die Globalfoundries Dresden gespendet hat. Foto: Globalfoundries

Globalfoundries stiftet 22 Corona-Notebooks für Dresdner Schüler

Halbleiter-Hersteller und Chipwerker spendeten 25.000 Euro Dresden, 30. Juni 2020. Mit 22 Notebooks, einem digitalen Lern-Programm und weiteren Spenden haben der Chiphersteller „Globalfoundries“ und seine hiesigen Mitarbeiter mehreren Familien in Dresden während der Corona-Krise geholfen. Das haben Globalfoundries sowie die Bürgerstiftung Dresden als Vermittler der insgesamt rund 25.000 Euro umfassenden Spenden mitgeteilt.

Hochautomatisiert füllen Mensch und Roboter gemeinsam Radiopharmaka in der Rotop Radiopharmacy in Dresden-Rossendorf ab. Foto: Rotop

Rotop stellt neue Diagnose-Arznei gegen Parkinson in Dresden her

Neun Millionen Euro in neue Produktionsstätte investiert Dresden, 30. Juni 2020. Ein neues radioaktives Iod-Medikament soll künftig die Diagnose der Schüttelkrankheit “Morbus Parkinson” verbessern und beschleunigen. Die Firma „Rotop“ hat neun Millionen Euro in eine neue Produktionsanlage in Dresden-Rossendorf investiert. Deren neugegründete Tochter „Rotop Radiopharmacy GmbH“ stellt nun das Iod-123-Radiopharmakon dort her. Das geht aus einer Unternehmens-Mitteilung hervor.