Autor: Heiko Weckbrodt

Gründer Klaus Dippe (links) neben dem heutigen Chef von "Höregeräte-Dippe", Alexander Wüstenhagen Foto: Heiko Weckbrodt

Hörgeräte-Akustiker arbeiten heute mit Bluetooth-Protokollen statt Schraubenzieher

Für Hörgeräte-Akustiker hat sich das Berufsbild massiv verändert Dresden, 20. August 2018. Das Internet der Dinge, in dem alles mit allem vernetzt ist, scheint manchem noch in weiter Ferne zu liegen. Tatsächlich aber macht es schon heute vielen Schwerhörigen das Leben leichter: „Smartphones, TV – immer mehr Heimelektronik lässt sich inzwischen über Bluetooth-Funk mit Hörgeräten koppeln“, berichtet Alexander Wüstenhagen, der das Fachgeschäft „Hörgeräte-Dippe“ in der Dresdner Innenstadt leitet. „Das ist dann wie ein drahtloser Kopfhörer zum Beispiel für den Fernseher.“ Das Hörerlebnis sei damit ein ganz anderes als früher mit den alten Analog-Geräten.

Foto: NXP

Fusionswelle in Mikroelektronik am Zenit

„IC Insights“ hält weitere Großübernahmen unwahrscheinlich Scottsdale, 19. August 2018. Die Fusions- und Fresswelle in der internationalen Mikroelektronik-Branche ist womöglich erst mal vorbei. Sie wird zumindest nicht mehr solche Ausmaße annehmen wie in den vergangenen Jahren. Dies hat das US-amerikanische Marktanalyse-Unternehmen „IC Insights“ aus Scottsdale prognostiziert.

athleen und Thomas Roll sind dankbar: PD Dr. Cahit Birdir, Oberarzt für Geburtshilfe und Pränatalmedizin am Uniklinikum, hat mit einer Lasertherapie das Leben ihrer Kinder Oskar und Felix gerettet. Die Zwillinge sind jetzt zwei Monate alt. Foto: UKD/Annechristin Bonß

Zwillinge per Laser im Mutterleib getrennt

Beide Blutkreisläufe waren gekoppelt Dresden, 18. August 2018. Der Gynäkologe und Oberarzt Dr. Cahit Birdir hat an der Uniklinik Dresden die Blutkreisläufe von ungeborenen Zwillinge mit einer Laser-Operation im Mutterleib getrennt, um ihre Überlebenschancen zu verbessern. Das hat das Uniklinikum mitgeteilt. Und tatsächlich war der Eingriff in der 18. Schwangerschaftswoche erfolgreich: Mitte Juni hat Kathleen Roll einen Oskar und einen Felix geboren – beide Kinder sind gesund.

Cfaed-Doktorand Mattis Hasler zeigt einen der Tomahawk-Prozessoren, die das Elektronikzentrum bereits entworfen hat, um schneller Mobilfunktechnik zu erproben. Der Prozessor beschleunigt insbesondere Datenbank-Operationen, wie sie beispielsweise beim Edge-Cloud-Computing gebraucht werden, also bei der dezentralen Verarbeitung großer Datenmengen durch kleine Supercomputer am Straßenrand. Foto: Heiko Weckbrodt

TU Dresden eröffnet Zentrum für Zukunftselektronik

„Wir arbeiten hier an dem, was Sie bisher nur aus Science-Fiction-Filmen kennen“ Dresden, 17. August 2018. Der Dresdner Mobilexperte Prof. Gerhard Fettweis und seine Kollegen vom Exzellenz-Zentrum für Zukunftselektronik „cfaed“ haben gestern auf dem Uni-Campus ihren lange versprochenen Instituts-Neubau offiziell in Betrieb genommen. Der 36,5 Millionen Euro teure Neubau ist allerdings kein futuristisches Solitär-Gebäude geworden, sondern schmiegt sich an den denkmalgeschützten Barkhausenbau aus den 1950er Jahren an. Diese architektonische Note ist nicht allein dem Platzmangel auf dem Campus geschuldet, sondern sendet auch eine Einladung aus: „Wir haben hier unter anderem eines der weltweit besten Mikroskop-Zentren bekommen“, sagte Professor Fettweis. Diese Geräte seien aber nicht nur für die Elektronikwissenschaftler da, sondern für alle Forscher in Dresden.

Die Ausleihe klassischer Bücher ist in den Städtischen Bibliotheken rückläufig - die eBook-Ausleihe dagegen boomt. Foto: Heiko Weckbrodt

Slub Dresden will Fachaufsicht für Sachsens Bibliotheken übernehmen

Wissenschaftsministerin ist dafür Dresden, 17. August 2018. Um die vielen traditionsreichen öffentlichen Klein-Bibliotheken in Sachsen für die Zukunft fit zu machen und so ihr Überleben zu sichern, sollte deren fachliche Förderung der Sächsischen Landes- und Uni-Bibliothek Slub in Dresden übertragen werden. Das hat der neue Slub-Generaldirektor Achim Bonte vorgeschlagen. „Damit würde diesen Bibliotheken die umfangreiche fachliche Expertise der Slub wie etwa unsere Kenntnisse und Erfahrungen bei der Digitalisierung, bei Marketing, Drittmittelakquise, Veranstaltungsarbeit und Lobby-Arbeit zur Verfügung stehen“, betonte er. Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange (SPD) begrüßte den Vorstoß: „Ich befürworte den Vorschlag“, teilte sie mit. „Slub-Direktor Achim Bonte hat damit eine Idee aufgegriffen, die bei uns im Wissenschafts- und Kunstministerium bereits vor einiger Zeit entstanden ist.“

Eigentlich wollte Gabriel (Eric Hunter) seinen Großvater abmurksen, weil sein Kanstkumpel ihm diesen Floh ins Ohr gesetzt hat. Doch bald merkt er: Großvater und Enkel, beide Veteranen verschiedener Kriege, haben mehr gemein, als ihm lieb ist. Foto: Bogumił Godfrejów für die Weydemann-Bros. GmbH

„In the Middle of the River“: Ein Ertrinkender auf Mörderhatz

Faszinierende Krimi über eine Spirale aus Gewalt, Ohnmacht und Rassismus am Rande eines Indianerreservats Mit „In the Middle of the River“ hat Regisseur Damian John Harper ein bedrückendes Krimi-Drama auf die Leinwand gebracht: Über einen Mikrokosmos rings um ein Indianerreservat in den USA. Er zeigt eine Welt voller Gewalt, Ohnmacht, Waffennarretei und Rassismus, an der der Einzelne verzweifelt – oder selbst zum Täter wird. Seit heute erleuchtet diese US-amerikanisch-deutsche Koproduktion die hiesigen Programmkinos.

Auch wegen möglicher weiterer Diesel-Verbote könnten Elektro-Transporter bald gefragter sein, meint man bei Bosch. Foto: Bosch

Bosch stellt E-Antrieb für urbane Kleintransporter vor

Manager: E-Mobilität hat vor allem im städtischen Lieferverkehr Sinn Stuttgart, 16. August 2018. Bosch rechnet anscheinend damit, dass das Elektrotransporter-Modell der Post-Tochter DHL auch in anderen Branchen durchsetzen wird. Der Technologiekonzern hat daher nun einen Elektroantrieb speziell für Kleintransporter im Stadtverkehr entwickelt. „Bosch bringt E-Mobilität dorthin, wo sie definitiv Sinn macht – in den städtischen Lieferverkehr“, warb Markus Heyn von der Bosch-Geschäftsführung für das Motorkonzept. Die ersten Fahrzeuge mit dem Bosch-Motor kommen laut Unternehmens-Angaben 2019 auf die Straße.

Glasfaser-Netze gelten neben dem Mobilfunk der 5. Generation (5g) als Schlüssel zur Gigabit-Gesellschaft - also Datenverbindungen mit Geschwindigkeiten über einem Gigabit pro Sekunde, die ganz neue Dienste im Netz ermöglichen. Auch in Dresden setzen kommunale wie provate Ausbau-Akteure in hohem Maße auf glasfasergestützte Breitband-Lösungen. Foto: VodafoneGlasfaser-Netze gelten neben dem Mobilfunk der 5. Generation (5g) als Schlüssel zur Gigabit-Gesellschaft - also Datenverbindungen mit Geschwindigkeiten über einem Gigabit pro Sekunde, die ganz neue Dienste im Netz ermöglichen. Auch in Dresden setzen kommunale wie provate Ausbau-Akteure in hohem Maße auf glasfasergestützte Breitband-Lösungen. Foto: Vodafone

Internetausfall für Dresdner Vodafone-Kunden

Auslöser war Umstellung auf Digital-TV Dresden, 15. August 2018. Weil Vodafone in der vergangenen Nacht alle analogen Fernsehsender abgeschaltet und durch digitale TV-Sender ersetzt hat, konnten am Morgen mehrere Tausend Dresdner nicht per Festnetz telefonieren oder ins Internet gehen. Dass im Zuge der Umstellung zwischen 0 und 6 Uhr die Dienste im Kabelnetz unterbrochen werden würden, sei vorab angekündigt worden, erklärte Vodafone-Sprecherin Heike Koring. Bei bis zu 15.000 Vodafone-Kunden im Raum Dresden sei die Verbindung auch danach unterbrochen gewesen: Deren Vermittlungsboxen (Kabel-Modems) waren nach der Umstellung nicht wieder richtig hochgefahren.

HAP-gründer Steffen Pollack (links), Roland Giesen und Heinz Martin Esser (rechts) vor der Fabmatics-Fabrik im Dresdner Norden. Foto: Sven Claus für Fabmatics

Fabmatics Dresden bekommt neuen Chef

Chemnitzer Mana ger Giesen löst HAP-Gründer Pollack ab Dresden, 14. August 2018. Im Automatisierungs-Unternehmen „Fabmatics“ in Dresden zeichnet sich ein Chefwechsel ab: Der 49-jährige Chemiker und Manager Roland Giesen vom Chemnitzer Technologieunternehmen 3D-Micromac wird sich ab dem 1. September 2018 in Dresden einarbeiten und löst dann am 1. Januar 2019 den 60-jährigen Geschäftsführer Steffen Pollack ab.

Dr. Aliaksei Charnukha. Foto: IFW Dresden

Leibniz-Forscher suchen in Dresden nach lernfähiger Elektronik

Neue Nachwuchsforschergruppe um Dr. Aliaksei Charnukha gegründet Dresden, 15. August 2018. Eine neue Forschergruppe um Dr. Aliaksei Charnukha begibt sich am Leibniz-Institut für Festkörperforschung und Materialforschung (IFW) in Dresden auf die Suche nach einer neuen Elektronikgeneration, die ihre eigene Vergangenheit kennt. Daraus konstruierte Computer könnten dadurch lernfähig werden.

Neben den Rätsel-Labyrinthen im Steampunk-Stil durcheilt Leo auch hübsch animierte grüne Landschaften. Abb.: Bildschirmfoto

Marktanteil deutscher Spiele sinkt

Anteil fällt unter 6 % Berlin, 14. August 2018. Seit der Erfindung der Heimcomputer haben digitale Spiele aus deutscher Produktion ohnehin meist nur in wenigen Sparten zu punkten vermocht. Ihr Marktanteil fällt immer mehr. 2017 lag ihr Umsatzanteil an allen in Deutschland verkauften Digitalspielen nur noch bei 5,4 Prozent – im Vorjahr waren es noch 6,4 Prozent. Das geht aus einer Analyse des deutschen Spieleindustrie-Verbandes „Game“ aus Berlin hervor.

Zentrum für Materialwissenschaft an TU Dresden geplant

Neubau soll rund 90 Millionen Euro kosten Dresden, 13. August 2018. Um Dresdens Gewicht als Standort der Materialforschung zu stärken und die Exzellenz-Initiative der TU zu unterstützen, soll auf dem Uni-Campus ein rund 90 Millionen Euro teures Zentrum für Materialwissenschaften entstehen. Die TU Dresden habe dieses Vorhaben angemeldet, bestätigte das sächsische Wissenschaftsministerium. Die Finanzierung ist allerdings noch nicht gesichert. „Ziel und Aufgabe des Zentrums für Materialwissenschaft ist die Integration verschiedener Disziplinen zum Thema Materialforschung, bei dem TUD führend ist“, erklärte Ministeriumssprecher Andreas Friedrich.

Eric Pankenin, Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur für Materialsysteme der Nanoelektronik, überprüft in einem Reinraum die Funktion einer hermetisch und gasdicht abgeschlossenen Glovebox. In dieser Box, die auch als Handschuhkasten bezeichnet wird, kann mit empfindlichen oder gefährlichen Materialien in einer abgeschotteten Schutzgas-Atmosphäre gearbeitet werden. Foto: Jacob Müller

Neues Nanomembran-Forschungszentrum in Chemnitz

Main-Laborbau kostete 34,3 Millionen Euro Chemnitz, 13. August 2018. Die Chemnitzer Materialforscher haben heute offiziell ein neues „Zentrum für Materialien, Architekturen und Integration von Nanomembranen“ (Main) in Betrieb genommen. Das haben die TU Chemnitz und das sächsische Finanzministerium mitgeteilt. Der rund 34,3 Millionen Euro teure Laborbau biete etwa 100 Wissenschaftlern modernste Forschungs- und Arbeitsbedingungen, hieß es. Baubeginn war im Sommer 2015.

Kernkomponenten wie der elektromotor und die Langzeit-Speicherkraft des Akkus bestimmen wesentlich die Leistungskraft eines Elektrofahrrades. Foto: Heiko Weckbrodt

E-Bikes gute Wahl für Pendler

Umfrage: In Städten sollten Autofahrer auf Elektroräder umsteigen Berlin, 13. August 2018. Elektro-Fahrräder (E-Bikes) sind eine gute Wahl für Berufspendler – vor allem in Städten sollten Autofahrer auf Elektroräder wechseln. Dies meinen rund drei Viertel der Deutschen, hat eine Umfrage von „Bitkom Research“ ergeben.