Autor: Heiko Weckbrodt

Dr. Gabi Schierning forscht am IFW Dresden an thermoelektrischen Materialien und hat einen ERC Consolidator Grant erhalten, Foto: IFW Dresden

Millionenzuschuss für Energiesammler-Forschung in Dresden

Leibniz-Wissenschaftlerin will mit Nanotech Spezialwerkstoffe aufwerten, so dass sie aus Wärme mehr Strom machen. Dresden, 12. Dezember 2019. Sensoren und viele mobile Geräte sollen sich in Zukunft selbst mit Energie versorgen, ganz ohne Stromleitungen und Nachlade-Batterien. Thermoelektrische Mini-Generatoren können dafür zum Beispiel kleinste Temperatur-Unterschiede in der Außenluft in Strom verwandeln. Die Dresdner Wissenschaftlerin Dr. Gabi Schierning will durch Nanotechnologie nun die Energieausbeute solcher autonomen Stromsammler deutlich erhöhen. Damit Dr. Schierning diese Arbeit vorantreiben kann, hat der „Europäische Forschungsrat“ (ERC) ihr nun zwei Millionen Euro als Sonderstipendium zugesagt. Das hat das Leibniz-Institut für Festkörper und Werkstoffforschung (IFW) Dresden mitgeteilt, in dem die Wissenschaftlerin tätig ist.

Die Stadt Dresden und Volkswagen Sachsen wollen enger kooperieren - dabei steht auch die neue ID-Elektroauto-Generation im Fokus. Vor dem Rathaus freuen sich darüber VW-Manufakturchef Lars Dittert, Wirtschaftsförderungs-Chef Robert Franke, VW-Finanzchef Matthias Bursig und Oberbürgermeister Dirk Hilbert (von links nach rechts) und haben sich dafür um einen ID3-Stromer aus sächsischer Produktion drapiert. Foto: Heiko Weckbrodt

E-Autos parken künftig in Dresden zwei Stunden gratis

VW und Stadt vereinbaren neuen Stromer-Deal: Mehr Ladesäulen, mehr Elektroautos in der Rathausflotte sind versprochen. Dresden, 11. Dezember 2019. Elektroautos parken künftig in Dresden in den ersten zwei Stunden gratis. Auch richten Stadt, VW-Konzern und weitere Partner bis 2025 mindestens 400 öffentliche Ladepunkte für E-Fahrzeuge ein. Zudem erwägt Volkswagen, seine Manufaktur am Straßburger Platz nicht nur durch die Güterstraßenbahn, sondern auch durch elektrische Laster oder andere umweltfreundliche Transporter beliefern zu lassen. Diese und weitere Punkte haben Volkswagen Sachsen und die Landeshauptstadt Dresden gestern vereinbart und damit einen Kooperations-Vertrag vom November 2016 verlängert.

Fettreiche Speisen können zur falschen Tageszeit das Diabetes-Risiko besonders stark erhöhen. Foto: Heiko Weckbrodt

Innere Fett-Uhr beim Menschen entdeckt

Forscher aus Dresden und Nuthetal: Wer zur falschen Zeit schlemmt, kann zuckerkrank werden. Dresden/ Nuthetal, 11. Dezember 2019. Dass zuviel Schlemmerei der Gesundheit schadet, das ist altbekannt. Doch auch wer zuviel Süßes oder fette Speisen zu ungünstigen Tageszeiten isst, erhöht sein Risiko, an Diabetes zu erkranken. Das hat eine gemeinsame Studie des “Deutschen Instituts für Ernährungsforschung” (DIfE) aus dem brandenburgischen Nuthetal und des Dresdner Biotech-Unternehmens “Lipotype” ergeben, die beide Einrichtungen zur kalorienreichen Weihnachtszeit veröffentlicht haben.

Blick in das Mobilfunk-Testlabor der Messeveranstalter, das Bernd Theiss leitet. Foto: Weka Media

Technologieschau „Connect ec“ wechselt 2020 ins Messegelände Dresden

Organisatoren versprechen mehr Erlebniswert Dresden, 10. Dezember 2019. Mit einem etwas geänderten Konzept und an einem neuen Ort wird die Weka-Verlagsgruppe die noch junge Technologiemesse „Connect ec“ in Dresden im Frühjahr 2020 fortsetzen. Das hat Chefredakteur und Mitorganisator Marc-Oliver Bender von der Weka-Zeitschrift „Connect“ auf Anfrage mitgeteilt. Er will mit der „Connect ec“ die Lücke füllen, die das Ende der Computermesse „Cebit“ in Deutschland gerissen hat.

Schmelzwasserstrom in Grönland. Foto: Ian Joughin

Grönlands Eispanzer schmilzt immer schneller

Dresdner Forscher an internationaler Studie beteiligt Dresden/Nuuk, 10. Dezember 2019. Grönland verliert heute siebenmal schneller Eis als noch in den 1990er Jahren. Das ist das Ergebnis einer neuen Studie, die ein Wissenschaftlerteam – darunter Dresdner Forscher – heute in der Fachzeitschrift „Nature“ veröffentlicht hat. Darauf hat die Technische Universität Dresden (TUD) hingewiesen.

Steuert Spinwnellen: Der Physiker Dr. Kai Wagner hat an der TU Dresden promoviert. Foto: privat, TUD

Physikpreis für Dresdner Spinnwellen-Doktor

Dr. Kai Wagner steuert die stille Magnetpost im Atomgitter Dresden, 10. Dezember 2019. Weil er neue Wege gefunden hat, um Informationen in der Welt der Atome elegant per „Stiller Magnetpost“ weiterzuleiten, bekommt der Dresdner Nachwuchsphysiker Dr. Kai Wagner eine Auszeichnung: Für seine Doktorarbeit „Erzeugung und Transport von Spinn-Wellen in magnetischen Mikrostrukturen“ verleiht ihm die TU Dresden den neuen „Dresdner Promotionspreis Physik“ , den die „Wilhelm und Else Heraeus“-Stiftung mit 4000 Euro dotiert hat. Das hat am Dienstag die Technische Universität Dresden mitgeteilt.

Der Keramik-Filter mit 19 Kanälen und Aktivkohle für die Fischzucht. Foto: Fraunhofer IKTS

Sachsens Betriebe stecken mehr in den Umweltschutz

Knappe halbe Milliarde Ausgaben in der Industrie für weniger Emissionen und Ressourcenverbrauch Kamenz, 10. Dezember 2019. Die sächsische Industrie investiert mehr in den Umweltschutz als früher. Das geht aus Angaben des statistischen Landesamtes in Kamenz hervor. Die Statistiker stützen sich dabei auf eigene Umfragen im verarbeitenden Gewerbe.

Noch bevor der erste Prototyp gebaut ist, wollen die Dresdner DLR-Ingenieure für jedes neue Flugzeug zuerst "virtuelle Zwillinge" für den Erstflug am Supercomputer entwerfen. Foto: DLR

Sachsen gibt 9,5 Millionen für DLR-Software-Institut Dresden

Neubau entsteht 2023 am TU-Campus Dresden, 10. Dezember 2019. Um den Aufbau des noch jungen „Instituts für Softwaremethoden zur Produkt-Virtualisierung“ vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) zu unterstützen, hat die sächsische Regierung 9,5 Millionen Euro Zuschüsse bis Ende 2020 zugesagt. Das hat das Wirtschaftsministerium heute in Dresden mitgeteilt.

Regnerationswürmer unterm Mikroskop. Foto: Heiko Weckbrodt

Den Biotechnologen wird’s zu eng in Dresden

Seit Jahren wartet die Branche in Sachsen vergebens auf ein zweites BioZ-Technologiezentrum in Johannstadt. Die Planck-Ausgründung Dewpoint erwägt daher, lieber in Boston zu investieren. Dresden, 10. Dezember 2019. Für ein noch junges Pflänzchen wird es eng in Dresden: Bio- und Medizintechnologie-Unternehmen finden kaum noch Platz im Biotech-Viertel Johannstadt. Auch Erweiterungen und neue Ansiedlungen sind wegen des Grundstücksmangels rund um das Uniklinikum und das Planck-Genetikinstitut so gut wie unmöglich. Das Problem schwelt seit Jahren – doch für Abhilfe haben die kommunalen Wirtschaftsförderer bis heute nicht gesorgt. Dies droht die zu zunächst so hoffnungsvolle Entwicklung einer ganzen Branche in der Landeshauptstadt abzuwürgen. Wachsende Instituts-Ausgründungen wie „Dewpoint Therapeutics“ erwägen inzwischen offen, in die Biotech-Metropole Boston in den USA umzusiedeln.

Aleksandr Bashkatov und seine Kollegen vom HZDR-Institut für Fluiddynamik, nutzen neben der Rasterkraft-Mikroskopie und Simulationen auch Laser, um Gasprozesse in Flüssigkeiten zu verstehen. Foto: Stephan Floss für das HZDR

Wasserzerleger für die Lausitz

Dresdner Forscher konstruieren alkalische Elektrolyseure für die Zeit nach dem Kohleausstieg Dresden, 9. Dezember 2019. Damit die Lausitz nach dem Kohleausstieg ein Pilotstandort für moderne Wasserstoff- und Energiespeichertechnologien wird, wollen Dresdner Forscher dort gemeinsam mit regionalen Partnern eine neue Generation von Elektrolyse-Anlagen entwickeln. Geplant ist eine Pilotanlage, die Wasser weit effektiver als heutige Elektrolyseure in Wasserstoff und Sauerstoff aufspaltet. Das hat das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf angekündigt.