Autor: Heiko Weckbrodt

Ausbildungsleiter Holger Bauschke holt die Azubis Tom Müller und Alexandra Weiß ab. Foto: Meeco

Gerüstbauer-Shuttle sammelt Azubis ein

Damit die Lehrlinge auch wirklich zur Arbeit kommen… Roßwein, 20. Juni 2019. Um wieder mehr Azubis zu gewinnen und bei der Stange zu halten, kommt das Gerüstbau-Unternehmen „Gemeinhardt“ aus Roßwein den Jugendlichen motorisiert entgegen: Die Gerüstbauer schicken ein „Azubi-Shuttle“ über die Dörfer, das die Lehrlinge einsammelt und zum Betrieb bringt.

Die Heliatek-Fabrik Dresden kann durch ein spezielles Verfahren organsiche Solarfolien im Rolle-zu-Rolle-Betrieb herstellen. Dies ist eine wichtige Voraussetzung für die angestrebte Massenproduktion. Foto: Heliatek

Heliatek eröffnet vergrößerte Organiksolar-Fabrik in Dresden

„Helia-Fab“ soll bis eine Million qm leichte Solarenergie-Sammelfolien pro Jahr herstellen. Dresden, 20. Juni 2019. Nach mehreren Verzögerungen nimmt Heliatek seine vergrößerte Fabrik für organische Solarfolien in Dresden-Mickten im August 2019 in Betrieb. Das geht aus einer Ankündigung des Unternehmens hervor. Demnach erwarten die Heliatek-Manager den sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) und den Dresdner Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) als Politpromis zur offiziellen Einweihungsfeier.

Superlaser-Experimente von Dresdner Helmholtz-Forschern. Foto: European XFEL / Jan Hosan

Trojaner gegen Krebs und heiße Wälder

Helmholtz richtet neue Wissenschaftskonferenz in Dresden aus Dresden, 20. Juni 2019. Rund 200 Physiker, Genetiker, Chemiker, Elektroniker und andere Experten aus Sachsen, Tschechien und Polen wollen sich am 25. Juni im Deutschen Hygienemuseum in Dresden zu einer interdisziplinären Wissenschaftskonferenz treffen. Auf Einladung der Helmholtz-Forschungsgemeinschaft möchten sie auf dem erstmals ausgerichteten „Europäischen Forum für Wissenschaft, Forschung und Innovation“ ihre besondere Expertise in ihrem Fachsektor vorstellen und dann Kooperationen mit den Kollegen aus den Nachbarländern ausloten. Die meisten Teilnehmer sind Preisträger des Europäischen Forschungsrates (ERC), gehören also zur europäischen Forscher-Elite.

Im früheren Hauptquartier des Chaos-Computer-Clubs (CCC) Dresden im ehemaligen Robotron-Komplex an der Lingnerallee in Dresden haben die Hacker eine Vorliebe für Linux entwickelt, wie unschwer zu erkennen ist. Foto: Heiko Weckbrodt

Dresden ist Top-Standort für Betriebssysteme

50 Jahre Informatikausbildung an der TU haben sich ausgezahlt. Dresden, 19. Juni 2019. Die Stadt Dresden gehört zu den führenden Standorten für Computer-Betriebssysteme in Deutschland. Das haben mehrere Experten aus der Szene eingeschätzt, darunter Prof. Gerhard Fettweis von der TU Dresden und Geschäftsführer Michael Hohmuth von der Uni-Ausgründung „Kernkonzept“. „Wir haben hier Betriebssystem-Entwicklungszentren von großen internationalen Konzernen wie Amazon und Huawei ebenso wie kleine, oft hochspezialisierte Firmen“, erklärte Hohmuth.

Erzpriester Alexei Tomajak (links), Prof. Christoph Herm von der HfBK, Projektleiter Michael Kaliske von der TU Dresden und Prof. Björn Weiß vom Institut für Holztechnologie Dresden besprechen das Vorgehen an einer Abendmahls-Szene aus der Russ.-orthodoxen Gedächtniskirche aus Leipzig. Foto: Heiko Weckbrodt

Virtueller Crashtest für das Abendmahl

Forscher und Maler aus Dresden und Moskau wollen Ikonen mit Computerhilfe gegen den Klimawandel immunisieren Dresden/Moskau, 19. Juni 2019. Um Ikonen vor dem Klimatod zu bewahren, haben Dresdner Forscher und Moskauer Maler ein Bündnis geschlossen: Im Verbundprojekt „VirtEx“ wollen Hochtechnologie-Experten und Kunsthandwerker gemeinsam Computermodelle der religiösen Artefakte schaffen, um in die Kunstwerke virtuell hineinschauen zu können. So wollen sie Schwachpunkte in den teils Hunderte Jahre alten Gemälden finden. Durch virtuelle Austrockungsversuche, simulierte Nässeschäden und mechanische Stresstests an den „digitalen Zwillingen“ der Ikonen möchten sie dann Wege zur Rettung der Originale finden. Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange (SPD) hat den Dresdner Projektpartnern nun eine knappe halbe Million Euro Fördergeld für diesen innovativen Ansatz zugesagt.

Sophia Witte und Francisco Arroyo (Mitte) sind die Geschäftsführer der neuen "TU Dresden Brauerei". Die Chemie-Professoren Jan J. Weigand (links) und Thomas Henle (rechts) sind die Mentoren der Gründung. Foto: Heiko Weckbrodt

TU-Chemiker gründen eine Brauerei in Dresden.

Phosphor-Pils & Co: Sächsisch-bajuwarische Connection will mit wissenschaftlich gebrautem Bier die Deutschen beglücken Dresden, 18.  Juni 2019. Weil den Chemikern der Technischen Universität Dresden ihr im Uni-Labor gebrautes Bier selbst so gut geschmeckt hat, wollen sie im Herbst 2019 eine eigene öffentliche Brauerei in der Dresdner Innenstadt eröffnen. „Die Firma ist schon gegründet, sie heißt ,TU Dresden Brauerei’“, informierte TUD-Rektor Hans Müller-Steinhagen auf DNN-Anfrage. „Im September oder Oktober wird der öffentliche Ausschank voraussichtlich mit vier eigenen Sorten beginnen. Die Kollegen wollen auch eine kleine Boutique-Brauerei in den Innenstadt einrichten.“

Künstliche Intelligenz (KI) gilt inzwischen als zentrale Schlüsseltechnologie des Digital-Zeitalters. Die Deutschen sehen die KI-technologie aber eher skeptisch und risikobehaftet. Foto: Geralt. Pixabay, CC0-Lizenz

3800 neue Jobs in Sachsens Hightech-Wirtschaft

Wirtschaftsministerium verweist am „Silicon Saxony“-Tag auf starkes Wachstum vor allem in sächsischen Software-Schmieden Dresden, 18. Juni 2019. Rund 3800 zusätzliche Jobs und 150 neue Unternehmen sind innerhalb eines Jahres in den elektroniknahen Industrien in Sachsen entstanden. Das geht aus einer Datenerhebung für das Jahr 2017 hervor, die das Wirtschaftsministerium heute während des Branchentreffens „Silicon Saxony Day“ im Flughafen Dresden vorgestellt hat. Der Arbeitplatz-Aufbau sei „in erster Linie auf den starken Beschäftigtenzuwachs von zirka 4100 Personen im Bereich der Software (+18 %) zurückzuführen“, heißt es im ministeriellen Bericht.

Mit fliegenden Testplattformen wie diesem Elektroflugzeug "Magnus-eFusion" hat die Siemens-Tochter "eAircraft" elektrische Antriebe, Wechselrichter und andere Komponenten. Nun übernimmt Rolls-Royce diese Entwicklungsfirma. Foto: Siemens

Siemens verkauft E-Flugzeug-Sparte an Rolls-Royce

Tochter „ eAircraft“ entwickelt auch am „City Airbus“ mit München/Le Bourget, 18. Juni 2019. Der deutsche Elektrokonzern Siemens verkauft seine Sparte „eAircraft“ für elektrische Flugzeugantriebe an Rolls-Royce. Das haben beide Unternehmen laut Siemens auf der Internationalen Pariser Luftfahrtausstellung in Le Bourget in Frankreich vereinbart. Der Verkauf ist Teil der Siemens-Strategie, sich auf weniger Geschäftsfelder als bisher zu konzentrieren, um Kosten zu sparen und profitabel zu bleiben. Den Verkaufspreis wollte der deutsche Konzern nicht verraten.

Elektroden, die am Kopf angeheftet werden, messen die Hirnaktivitäten der jungen Patienten, die Aufmerksamkeits-Störungen haben. Wenn sie sich richtig konzentrieren, können sie das hirnstrom-gesteuerte Autorennspiel gewinnen. Foto: Uniklinik Dresden

Mit Hirn-Videospielen geistige Unfallfolgen überwinden

Uniklinik Dresden setzt auf unterhaltsames Neuro-Feedback, um bei Schülern Lernschwächen nach Schädel-Hirn-Trauma zu mindern Dresden, 18. Juni 2019. Mit gehirnstrom-gesteuerten Videospielen wollen Ärzte in Dresden verunfallten Kindern helfen, die Langzeitfolgen von Schädel-Hirn-Traumata zu überwinden. Sie haben dafür ein Neuro-Feedback-Programm aufgelegt, an dem Patienten im Alter von acht bis 15 Jahre teilnehmen können. Das geht aus einer Mittelung des Uniklinikums Dresden hervor. Allein in Dresden diagnostizieren Chirurgen und Kinderärzte im Jahr 2018 genau 554 Schädel-Hirn-Traumata.

Alexander Krock von Google. Foto: Claudius Pflug

KI ist schon heute allgegenwärtig

„Silicon Saxony Day“ im Flughafen: Google-Experte Alexander Krock skizziert vorab die Trend Dresden, 18. Juni 2019. Akteure aus der deutschen Hochtechnologie-Szene treffen sich heute zum „Silicon Saxony Day 2019“ im Dresdner Flughafen. Sie wollen sich unter dem Motto „Connect. Exchange. Grow“ über Künstliche Intelligenz, die Arbeit mit internetgestützten Rechenzentren („Clouds“) und Automatisierung, digitale Geschäftsmodelle austauschen. Zu Gast ist auch der Google-Manager und Cloud-Experte Alexander Krock. Oiger-Reporter Heiko Weckbrodt hat ihn im Vorfeld über die neuesten Trends in diesem Sektor schriftlich befragt. Was sind die großen Cloud- und KI-Trends für 2019/20? Künstliche Intelligenz (KI) wird sicherlich in den nächsten Jahren in den meisten, wenn nicht sogar in allen, Unternehmen ein wesentlicher Bestandteil sein. Sie übernimmt zunehmend komplexe Prozesse und Analysen, die manuell kaum möglich wären und unterstützt so als Werkzeug die tägliche Arbeit. Strategische Entscheidungen werden durch sie gestützt, es bleibt mehr Zeit für Kreativität, Forschung und die tatsächlichen Kernaufgaben.

So etwa stellen sich die Sachsen den Feldschwarm vor: Ein bemanntes Fahrzeug umgeben von autonomen Feldmaschinen. Abb.: WTK

Sachsen startet Feldtest für Agrar-5G

Feldschwärme, digitale Vieh-Überwachung und Wiederbevölkerung der Dörfer im Blick Dresden/Köllitsch, 17. Juni 2019. Sachsens Bauern, Ingenieure und Politiker wollen ausprobieren, wie sich der Mobilfunk der 5. Generation (5G) für das Dorfleben einspannen lässt: um autonome Feldschwärme aus vernetzten Ernterobotern aufs Feld zu schicken,um die Vieh-gesundheit automatisch zu überwachen, aber auch, um entvölkerte Dörfer wieder attraktiv für Zuzügler zu machen. Dafür hat der sächsische Landwirtschafts-Minister Thomas Schmidt (CDU) heute ein 5G-Experimentierfeld für Umwelt und Landwirtschaft im Lehr- und Versuchsgut Köllitsch gestartet.

Mörder Monte (Robert Pattinson) hatte sich auf der langen Reise durchs All zur Masturbation-Askese entschlossen - doch ide listige Dr. Dibs entrang ihm doch den Samen und erzeugte damit das einzig überlebende Baby im Raumschiff. Szenenfoto: Pandora

Sci-Fi „Highlife“: Schiff voller Triebtäter auf dem Weg ins Schwarze Loch

Finsteres, klaustrophobisches Kammerspiel über Sex, Einsamkeit und Mordlust mit Juliette Binoche, Robert Pattinson „Highlife“ mit Juliette Binoche („Chocolat“, “Godzilla“) Twilight.-Vampir Robert Pattinson (“Harry Potter“), das kürzlich in den Kinos anlief, ist kein ganz klassischer Science-Fiction-Film: Regisseurin Claire Denis hat hier vielmehr ein Stück über Sex und Einsamkeit vorgelegt, komprimiert auf ein im All fliegendes Gefängnisschiff, das dem sicheren Untergang entgegenrast.

Die vier Forschungsthemen der CASUS-Aufbauphase: Umwelt- und Klimaforschung, Materie unter extremen Bedingungen, autonomes Fahren und Sytembiologie. Bild: Juniks / HZDR

Elf Millionen für neues Casus-Zentrum Görlitz

Lausitz soll Leuchtturm der Systemforschung werden Görlitz/Dresden, 17. Juni 2019. Das bereits angekündigte neue Forschungszentrum für Görlitz nimmt Formen an: Um komplexe Systeme wie unsere Umwelt, wachsende Lebewesen oder Materie unter extremen Bedingungen besser zu verstehen, startet im August ein neues Forschungs-Zentrum für fortgeschrittenes Systemverständnis (Center for Advanced Systems Understanding = CASUS) in Görlitz. Der Bund hat nun zehn Millionen Euro Startfinanzierung für zunächst drei Jahre zugesagt, der Freistaat gibt eine weitere Million dazu. Die Gründer sehen darin auch einen Beitrag zum Strukturwandel in der Lausitz: weg von der Braunkohle, hin zu neuen Technologien.

Conrad Felixmüller, Otto Dix malt, 1920, Öl auf Leinwand, Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie, 1966 erworben durch das Land Berlin Foto: Neue Nationalgalerie / SMB, Andres Kilger, Rechteverwerter: VG Bild Kunst Bonn 2019

Expressionistische Sezession: Sonderschau in Dresden

Ausstellung widmet sich den der 1918 gegründeten Künstlergruppe um Felixmüller, Dix und Co. Dresden, 16. Juni 2019. Kurz nach dem Ersten Weltkrieg, am 29. Januar 1919, spaltete sich die „Dresdner Sezession – Gruppe 1919“ vom offiziellen Kunstbetrieb der sächsischen Landeshauptstadt ab. Ähnlich wie die Begründer der „Brücke“ 14 Jahre zuvor wollten Conrad Felixmüller, Otto Dix, Lasar Segall und andere die Sezessions-Künstler neuen, expressionistischen Ausdrucksformen vor allem in der Malerei den Weg bereiten. Das Stadtmuseum Dresden widmet sich diesem kurzen Aufbruch nun eine Sonderausstellung.