Autor: Heiko Weckbrodt

Die gläserne VW-Manufaktur Dresden ist traditionell der Gastgeber für die Hightech Venture Days. Foto: Hightech-Startbahn

Junge Tech-Firmen werben in Dresden um Risikokapital

40 Unternehmen stellen sich zu den „Hightech Venture Days 2019“ vor Dresden, 10. Oktober 2019. 40 junge und wachsende Unternehmen aus 16 Ländern werden kommende Woche während der „Hightech Venture Days“ in Dresden um Geld von internationalen Risikokapitalisten werben, um ihre Technologievisionen voranzutreiben. Im Fokus stehen dabei unter anderem elektrische und autonome Mobilität, industrieller 3D-Druck, virtuelle Realität (VR), medizinische Diagnostik und weitere Innovationstreiber. Das hat der Veranstalter dieser Risikokapital-Konferenz, das Netzwerk „Hightech-Startbahn“ aus Dresden, angekündigt.

Prof. Joachim Ragnitz ist Stellvertretender Leiter der ifo-Niederlassung Dresden. Foto: Heiko Weckbrodt

Ifo-Forscher: Ostdeutschen geht es besser als sie sich fühlen

Realeinkommen sind seit dem Mauerfall auf 92 % des Westniveaus geklettert Dresden, 9. Oktober 2019. 30 Jahre nach der Wende in der DDR sind viele mit dem „Aufbau Ost“ unzufrieden. Doch in der Praxis geht es den Ostdeutschen besser als es die gefühlte Stimmung glauben mag: Die ostdeutsche Wirtschaftskraft liegt zwar zwar noch deutlich unter der in Süd- und Westdeutschland. Doch die Realeinkommen der Ostdeutschen selbst haben mittlerweile 92 Prozent des Westniveaus erreicht. Darauf haben Forscher des Ifo-Instituts Dresden in einem Aufsatz „Schlechter als erwartet, besser als gedacht: Die wirtschaftliche Situation in Ostdeutschland 30 Jahre nach dem Mauerfall“ hingewiesen.

Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) Foto: Heiko Weckbrodt

Wirtschaftsminister Dulig: Umweltschutz darf kein Spalterthema sein

Sächsischer SPD-Politiker sieht nach Industrie 4.0 nun Nachhaltigkeit als zentrales ökonomisches Thema Dresden, 9. Oktober 2019. Mit Blick auf die aktuelle Klimaschutz-Debatte hat der sächsische Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) davor gewarnt, wirtschaftliches Handeln nur nach den Kriterien „Immer höher, immer weiter, immer schneller“ zu messen: „In den vergangenen Jahren haben wir viel über Industrie 4.0 und Digitalisierung gesprochen. Nachhaltigkeit das neue Thema“, schätzte der sozialdemokratische Politiker in Dresden ein.

Gang Gao (Zhang Hanyu) und sein geheimer Eingreiftrupp "Wilder Elefant" räumen mit den Drogenbanden im Goldenen Dreieck auf. Szenenforo aus "Operation Mekong" (Koch Films)

„Operation Mekong“: Wilder Hightech-Elefant aus China zertrampelt die Drogenbarone

Drogen-Actionthriller im Hongkong-Stil nun fürs deutsche Heimkino verfügbar Mit „Operation Mekong“ legt Regisseur Dante Lam einen rasanten Drogenthriller vor, der ein bezeichnendes Licht auf das chinesische Selbstverständnis als ehrgeizige Ordnungsmacht Asiens wirft. Die Koproduktion von Hongkong- und Festland-Chinesen ist nun in Deutschland auf Bluray erschienen.

Bäckermeister Matthias Walther bereitet in seiner Backstube ein Keksblech vor. Foto: Heiko Weckbrodt

Bäcker Walther gewinnt DNN-Wirtschaftspreis

Chefredakteur: „Ohne Mittelstand nützen uns die schönsten Leuchttürme nichts Dresden, 8. Oktober 2019. Meister Matthias Walther und seine backende Mannschaft aus Dresden gewinnen in diesem Jahr den DNN-Wirtschaftspreis „So geht‘s aufwärts“. Das hat DNN-Chefredakteur Dirk Birgel heute Abend während der Festveranstaltung im Lingnerschloss bekannt gegeben. „Sein Geschäftsmodell ist das Ergebnis von harter Arbeit und Innovationsfreude“, würdigte Handwerkskammer-Präsident Jörg Dittrich den Preisträger. Meister Walther beweise, „welches Potenzial im Handwerk steckt“.

Was wissen wir eigentlich alles über Europas Vergangenheit? Die KI "Time Machine" soll all die verstreuten Informationen aus verschiedenen Quellen sammeln, digital aufbereiten und diese Datenfluten analysieren. Grafik

Zeitmaschinen-Konferenz in Sachsen

In der „Time Machine“ soll auch das Dresden vor der Zerstörung virtuell wiederauferstehen Dresden, 8. Oktober 2019. Was wir über die Vergangenheit durch eine Vielzahl weitverstreuter Dokumente und Relikte wissen, ist das Eine. Etwas völlig anderes ist es aber, diese Vergangenheit auch zu sehen, zu erkunden, vielleicht gar im wörtlichen Sinne zu erfassen. Möglich machen soll dies das Großprojekt „Time Machine“ (Zeitmaschine), an dem sich über 500 Institute, Museen, Bibliotheken und Unternehmen aus ganz Europa beteiligen. Ihr Ziel: Durch die Analyse großer Datenmassen („Big Data“) und „Künstliche Intelligenz“ sollen längst verflossene Epochen der europäische Geschichte virtuell wiederauferstehen.

Blick ins Innere des bereits funktionierenden "Kleinst"-Quantencomputers von IBM. Entscheidende Teile davon arbeiten bei sehr tiefen Temperaturen. Foto: IBMBlick ins Innere des bereits funktionierenden "Kleinst"-Quantencomputers von IBM. Entscheidende Teile davon arbeiten bei sehr tiefen Temperaturen. Foto: IBM

Blockchain-Wirtschaft fürchtet Angriffe durch neue Quantencomputer

Super-Codeknacker könnten ganze Geschäftsmodelle ins Wanken bringen Köln, 8. Oktober 2019. Viele Sicherheitsexperten aus der Informationstechnologie-Branche (IT) machen sich Sorgen, dass die neuen Quantencomputer die Verschlüsselungsketten der „Blockchain“-Wirtschaft aus den Angeln heben könnten. Das geht aus einer Mitteilung des „Eco-Verbandes der Internetwirtschaft“ aus Köln hervor.

Auf dem geplanten Supercomputer Frontier der Exascale-Klasse in den USA können bisher ungelöste Fragen der Plasmaphysik beantwortet werden. Als Erstes möchten die Forscher vom HZDR neuartige lasergetriebene Elektronen- und Ionenbeschleuniger modellieren. Foto: ORNL/U.S. Dept. of Energy

Aufbruch in die Exaflops-Welt

Experten aus Dresden-Rossendorf helfen, den weltweit schnellsten Supercomputer „Frontier“ in den USA hochzufahren Dresden/Oak Ridge, 8. Oktober 2019. Der weltweit schnellste Supercomputer entsteht derzeit im US-Bundesstaat Tennessee: Die Unternehmen Cray und AMD installieren ihn bis zum Jahr 2021 im Auftrag des US-Energieministeriums am Oak Ridge National Laboratory (ORNL). Dank einer innovativen Grafikprozessor-Architektur soll „Frontier“ (dt.: „Grenze“) über 1,5 Trillionen Fließkomma-Rechenaufgaben pro Sekunde lösen können. Er stößt damit als wohl erster Rechner in die sogenannte Exaflops-Klasse vor. Plasma-Physiker des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf (HZDR) werden zu den ersten Nutzern gehören. Sie bilden eines von acht auserwählten internationalen Teams. In Zusammenarbeit mit Prof. Sunita Chandrasekaran von der Universität Delaware, welche das Projekt in den USA leitet, wollen die Dresdner wissenschaftliche Pilotaufgaben für den „Frontier“ entwickeln und den neuartigen Supercomputer nutzerfreundlicher für Forscher aus aller Welt machen.

Halbleiterfertigung von Bosch in Dresden Die Installation in der Chipfabrik wird anhand des 3D-Modells geprüft. Foto: Bosch

Bosch-Investition in Dresden: Die Fabrik der Automaten und Ingenieure

Deutscher Automobil-Zulieferer setzt in seinem neuen Chipwerk in Sachsen auf „Industrie 4.0“-Technologien Dresden, 7. Oktober 2019. In der neuen Bosch-Chipfabrik im Dresdner Norden hat nun die Innen-Ausrüstung mit millionenteuren Hightech-Anlagen begonnen. Und wenn das Werk Ende 2021 mit der Pilot-Produktion von Auto-Schaltkreisen beginnt, wird es Maßstäbe setzen: Erstens ist die Milliarden-Fabrik die teuerste Einzelinvestition in der Geschichte des deutschen Elektronikunternehmens. Zweitens stellt Bosch dort erstmals anwenderspezifische Schaltkreise (Asic) massenhaft auf 300 Millimeter großen Silizium-Scheiben (Wafer) her. Drittens wächst das Werk in einem rekordverdächtigen Tempo – Bosch-Mobilitätschef Harald Kröger zeigte sich heute bei einem Besuch in Sachsen sehr beeindruckt von der Dresdner Effizienz.

Sichtprüfung der Siliziumkarbid-Halbleiter während der Produktion in der Waferfabvon Bosch in Reutlingen. Foto: Bosch

Bosch will Elektroautos mit Kohle-Chips anfeuern

Deutscher Elektronikkonzern steigt in Leistungs-Halbleiter auf Siliziumkarbid-Basis ein Reutlingen/Dresden, 7. Oktober 2019. Bosch wird künftig Schaltkreise, die besonders starke Ströme und hohe Spannungen aushalten müssen, auf Scheiben aus einem Silizium-Kohlenstoff-Verbund produzieren. Das hat Harald Kröger von der Bosch-Geschäftsleitung heute bei einem Besuch der neuen Chipfabrik in Dresden angekündigt. Mit solchen besonders schnellen und effizienten Leistungs-Halbleitern aus Silizium-Karbid (SiC) werde es möglich, „die Reichweite von Elektroautos um etwa sechs Prozent zu vergrößern“, versprach er.

Das Exzellenzcluster Ceti an der TU Dresden widmet sich dem intuitiven Miteinander von Mensch und Maschine. Foto: CeTI_Technisches-Design TU-Dresden.

„Hotspot der Digitalisierung“: TU Dresden plant neues Lehmann-Zentrum II

50 Millionen Euro teurer Software- und Hightech-Komplex soll 2024 fertig sein Dresden, 7. Oktober 2019. Nach dem Supercomputer-Komplex bekommt die TU Dresden ein zweites Lehmann-Zentrum für Digitalisierungsprojekte. „Lehmann II“ soll am Südende des Uni-Campus’, in zweiter Baureihe an der Nöthnitzer Straße entstehen. Das geht aus einer Ausschreibung des “Staatsbetriebs Sächsisches Immobilien- und Baumanagement” (SIB) sowie einer Auskunft des sächsischen Finanzministeriums hervor. „Wir haben jetzt grünes Licht für die Planungen“, bestätigte auch Forschungs-Prorektor Prof. Gerhard Rödel auf Anfrage.

Um 44 Prozent lässt sich der Kühl- und Heizbedarf großer verglaster Gebäude-Komplexe mindern, wenn sie mit "intelligenten" Fenstern ausgestattet werden, die elektro- und thermochrome Technologien kombinieren, prognostizieren die Ingenieure vom Fraunhofer-Institut FEP in Dresden. Foto: Chromo Genics AB

Bessere Umweltbilanz durch Chamäleon-Fenster

„Switch2Save“-Verbund will mit Farbwechsel-Gläsern den Heiz- und Kühlbedarf von Krankenhäusern und Bürokomplexen halbieren Dresden, 6. Oktober 2019. Krankenhäuser, Bürohochhäuser und andere große Gebäude könnten ihre Heiz- und Kühlkosten fast halbieren und ihre Umweltbilanz deutlich verbessern, wenn sie mit „intelligenten Fenstern“ ausgerüstet werden, die wie Chamäleons ihre Farbe ändern können. Davon gehen Ingenieure im Fraunhofer-Institut für Organische Elektronik, Elektronenstrahl- und Plasmatechnik (FEP) in Dresden aus. Sie haben deshalb gemeinsam mit europäischen Partnern das Entwicklungsprojekt „Switch2Save“ gestartet.

Die Fotomontage des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) zeigt die in Deutschland entwickelte Künstliche Intelligenz "Cimon" in der ISS. Montage: DLR

Millionenspritze für KI-Forschung in Sachsen

Scads-Verbund Dresden-Leipzig wird zu „Zentrum für Big Data und Maschinelles Lernen“ ausgebaut Dresden, 4. Oktober 2019. Computerexperten aus Dresden und Leipzig können ihre Forschungen an „Künstlicher Intelligenz“ (KI, englisch: AI) deutlich ausweiten. Das hat die sächsische Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange (SPD) nun mitgeteilt. Bund und Land wollen dafür in den nächsten Jahren rund 20 Million Euro in den Ausbau des sächsischen „Competence Center for Scalable Data Services and Solutions“ (Scads) investieren. Letztlich soll daraus eine dauerhafte Finanzierung erwachsen.

Materialermüdung kann zu Mikrofrakturen - und damit elektrischen Signalproblemen - in den Lotverbindungen zwischen Chip und Platine führen. Foto: hw

PCB-Design – wie wird eine Leiterplatte hergestellt?

Haben Sie das PCB-Design fertiggestellt und überprüft, müssen Sie es zum Hersteller schicken. Dieser produziert Ihre entworfene Leiterplatte. Neugierig, wie die Leiterplatte (Printed Circuit Board, PCB), die Sie gerade entworfen haben, tatsächlich hergestellt wird? Wir erklären Ihnen die wichtigsten Schritte in der Herstellung einer Leiterplatte: