Autor: Heiko Weckbrodt

Visualisierung vom Kraftwerl Mitte in Dresden. Visualisierung: Renderwerke

„Alcatraz“ Dresden brütet künftig Tech-Firmen aus

Schaltanlage des früheren Kraftwerks Mitte wird zum Technologiezentrum umgebaut Dresden, 26. Februar 2021. Die Sachsenenergie AG lässt das alte Schaltanlagen-Gebäude im Kraftwerk Mitte in Dresden zum Technologiezentrum umbauen. Das hat das Energieversorgungsunternehmen, in dem kürzlich unter anderem die Dresdner Stadtwerke (Drewag) aufgegangen, angekündigt.

Mit 4,4 Mio. Übernachtungen hat sich Dresden als beliebtestes Städtereiseziel 2014 außerhalb Berlins behauptet. Foto: Sylvio Dittrich, DMG

Digitale Werbesignale sollen nach Corona Gäste nach Dresden zurücklocken

Seuche und Ausnahmezustand haben Tourismusbranche 44 % der Übernachtungen gekostet und Umsatz halbiert Dresden, 26. Februar 2021. Mit internetgestützten Werbe-Kampagnen, Online-Wetterkameras, Sonder-Freiluftfestivals, einem „Schaufenster der Kunst und Kultur“ in der Dresdner Innenstadt, hybriden digital-analogen Kongressangeboten und anderen Instrumenten wollen die Tourismusvermarkter wieder mehr private und Geschäftsreisende ins Dresdner Elbland locken, wenn der Corona-Ausnahmezustand gelockert oder beendet ist. Eine entsprechende „Restart“-Kampagne haben die Dresdner Tourismus-Bürgermeisterin Annekatrin Klepsch (Linke) und die Chefin der „Dresden Marketing Gesellschaft“ (DMG), Corinne Miseer, angekündigt. Allerdings sei damit zu rechnen, dass frühestens 2023 das Vorkrisen-Niveau wieder erreicht werde.

Stefan Loth an einem ID4-Elektroauto im Werk Zwickau-Mosel. Foto: Floss für Volkswagen

Stefan Loth ist neuer Chef von VW Sachsen

Zwickau/Dresden, 25. Februar 2021. Stefan Loth ist der neue Vorsitzende in der Geschäftsführung von Volkswagen Sachsen. Das habe der Aufsichtsrat entschieden, zu dem unter anderem der Aufsichtsratsvorsitzende Christian Vollmer und der Gesamtbetriebsratsvorsitzende Jens Rothe gehören, teilte VW heute mit. Loth folgt auf Thomas Ulbrich, der im Konzern zum Vorstand für „Technische Entwicklung“ berufen wurde.

So sieht die Gatterstruktur eines Quantenbusses auf Siliziumbasis aus, der Informationen zwischen Quantenpunkten transportieren kann. Realisiert wurde der Versuchsträger auf einem 200-mm-Wafer bei Infineon Dresden. Foto: Infineon

Infineon Dresden entwickelt deutschen Quantencomputer mit

Halbleiterstandort fokussiert sich im Projekt „Quasar“ auf siliziumbasierte Quantenprozessoren Dresden, 25. Februar 2021. Infineon Dresden arbeitet an der Entwicklung eines silizium-basierten Quantenprozessors mit, mit dem später ein Quantencomputers „Made in Germany“ gebaut werden soll. Für das „Quasar“-Verbundprojekt habe das Unternehmen gemeinsam mit Aachener Wissenschaftler bereits erste Ansätze entwickelt, wie sich auch komplexe Quantenchips in einer Halbleiterfabrik bauen lassen. Das geht aus einer Mitteilung von Infineon hervor.

Blick in eine Chipfabrik vom Samsung. Die Koreaner gehören zu den Treibern in der Mikroelektronik-Industrie. Foto. Samsung

Samsung und TSMC haben die meisten 300-mm-Chipfabriken

Aber auch kleine Chipscheiben-Formate spielen weiter große Rolle im Markt Scottsdale, 20. Mai 2021. Der südkoreanische Samsung-Konzern besitzt über ein Fünftel der weltweiten Produktionskapazitäten in 300-Millimeter-Chipfabriken. Das geht aus einer Analyse von „IC Insights“ aus Scottsdale in den USA hervor. Auf Platz 2 ist der weltweit größte Halbleiter-Auftragsfertiger: TSMC aus Taiwan hat im 300-mm-Segment einen Anteil von 15 Prozent.

Globalfoundries Dresden. Foto: Heiko Weckbrodt

Datenanalysten sollen Energieverbrauch von Chipfarik durchleuchten

Globalfoundries Dresden ruft Herausforderung aus und rückt Daten heraus Dresden, 24. Februar 2021. Globalfoundries Dresden hat zusammen mit der “Dresden Database Systems Group” und dem Kompetenzzentrum “Center for Scalable Data Analytics and Artificial Intelligence” (ScaDS.AI) eine Herausforderung für Datenanalysten ausgerufen: Im Zuge der „Data Science Challenge 2021“ sollen sie ein mathematisches Modell vom Energieverbrauch der Dresdner Chipfabrik entwickeln.

Umsatzentwicklung im sächsischen Maschinenbau von 2000 bis 2020. Grafik: VDMA Ost

Sächsischer Maschinenbau schrumpft um ein Fünftel

VDMA Ost: „Zuletzt haben wir solch einen Absturz im Krisenjahr 2009 beobachtet“ Leipzig, 24. Februar 2021. Sachsens Maschinenbau hat im Corona-Jahr 2020 etwa 19 Prozent Umsatz im Vergleich zum Vorjahr verloren, als fast ein Fünftel. Das hat der „Verband der Maschinen und Anlagenbauer Ost“ (VDMA Ost) in Leipzig mitgeteilt. Zudem büßte die Branche ihre Rolle als langjähriger Jobmotor ein: Die größeren Betriebe ab 50 Mitarbeitern beschäftigten zuletzt insgesamt nur noch 35.400 Menschen. Dies entspricht einem Rückgang um 3,3 Prozent.

Ein thermoelektrischer Generator wandelt Temperaturunterschiede direkt in elektrische Energie um, Visualisierung: IFW Dresden / R. Uhlemann

Tellurfreie Energiesammler machen Strom aus Abwärme

Sachsen und Texaner verbessern thermoelektrischen Generator Dresden/Houston, 23. Februar 2021. Um bisher ungenutzte Abwärme als Strom zurückzugewinnen, haben Forscher und Forscherinnen aus Sachsen und Texas einen neuen thermoelektrischen Generator konstruiert. Dieser Energiewandler arbeitet deutlich effektiver als frühere Modelle und kann aus preiswerten Magnesium-Antimon-Verbindungen gebaut werden statt aus dem seltenen Tellur, wie bisher üblich. Das hat Prof. Kornelius Nielsch vom Leibniz-Institut für Festkörper- und Werkstoffforschung (IFW) Dresden mitgeteilt, der zusammen mit Prof. Zhifeng Ren vom Texas-Zentrum für Supraleitung (TcSUH) der Uni Houston und weiteren Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen an der Entwicklung beteiligt war. Es handele sich dabei um den ersten tellurfreien Generator dieser Art, der bei Raumtemperatur funktioniert.

Eine fahrbare Trench-Fräse - auf diewsem Archivbild unterhält sich Tobias Ebeling mit Maschinenführerin Stefanie Halle. Foto: Deutsche Telekom

Was ist Trenching?

Wie die Telekom in gefrästen Mikrogräben Glasfaserkabel verlegt Berlin, 23. Februar 2021. „Trenching“ (von englisch „trench“ = Graben) ist eine Technik, um Kommunikationskabel relativ schnell und preiswert in Fräsnuten in Straßen oder Gehwegen zu verlegen. Die Deutsche Telekom setzt diese Methode seit 2016 in Deutschland ein. Laut Konzernangaben ist diese Technik billiger und viermal schneller als der klassische Tiefbau. Zudem müssen die Arbeiter nicht mehr ganze Straßen und Fußwege aufreißen und wochenlang blockieren.

Sowohl die Stadt wie auch die Telekom und andere private Anbieter haben den Glasfaser-Ausbau für schnelle Internet-Zugänge in Dresden inzwischen stark beschleunigt. Foto: Deutsche TelekomSowohl die Stadt wie auch die Telekom und andere private Anbieter haben den Glasfaser-Ausbau für schnelle Internet-Zugänge in Dresden inzwischen stark beschleunigt. Foto: Deutsche Telekom

Telekom verspricht schnelles Internet rings um Alten Schlachthof Dresden

Insgesamt 420 km Glasfasern für Gewerbegebiete in 26 Kommunen geplant Berlin/Dresden, 23. Februar 2021. Das Areal beidseits der Leipziger Straße zwischen Alexander-Puschkin-Platz, Elbe, Bahndamm und Güterbahnhof in Dresden-Pieschen bekommt Glasfaser-Leitungen fürs schnelle Internet. Das hat die Deutsche Telekom auf Oiger-Anfrage mitgeteilt.

IBM-Forscher Stefan Filipp kontrolliert das Kühlsystem. das den Quantencomputer nahe bei Weltraum-Temperatur hält, damit der Supraleit-Effekt nicht zusammenbricht. Foto: IBM Research

16-Qubit-Chip statt Megabit-Chip: Fraunhofer Dresden arbeitet an Quantenprozessor

EU fördert Quantentechnologie-Verbundprojekt „QLSI“ mit 14,6 Millionen Euro Dresden, 22. Februar 2021. Wo einst der Megabit-Speicherchip der DDR entwickelt wurde, arbeitet Fraunhofer nun an einem 16-Qubit-Quantenprozessor: Damit Europa nicht den Anschluss in den Quanten-Technologien verliert, will das Fraunhofer-Photonikinstitut IPMS in Dresden-Klotzsche gemeinsam mit 18 weiteren Partnern einen Quantenchip auf Siliziumbasis entwickeln, der sich für die Kombination zu größeren Systeme und für die Massenproduktion eignet. Die EU fördere das Projekt „Quantum Large-Scale Integration with Silicon“ (QLSI) mit 14,6 Million Euro, teilte das Institut mit.

13 % der Deutschen nutzen Fitness-Apps auf dem Smartphone, etwa 18 % tragen Fitness-Armbänder und 6 % nutzen Smartwatches für die Aufzeichnung ihrer sportlichen Leistungen. Foto: Heiko Weckbrodt

Jeder 20. Deutsche trägt vernetzte Gesundheitsüberwacher

Wiesbaden, 22. Februar 2021. Rund 3,4 Millionen Deutsche tragen Fitness-Armbänder, Smart Watches (Computeruhren) oder andere vernetzte Geräte, die die Gesundheit des Nutzers überwachen können. Dies entspricht fünf Prozent aller Bundesbürger über zehn Jahre. Das hat das Deutsche Statistische Bundesamt (Destatis) heute in Wiesbaden mitgeteilt.