Autor: Heiko Weckbrodt

So etwa stellen sich die Forscher den Diamantenregen auf Planeten wie Netun und Uranus vor. Ausgemessen haben sie das mit neuartigen Röntgentechniken. Illustration: HZDR / Sahneweiß

Forscher verwandeln Plastefolie in Diamantenregen

Helmholtz-Wissenschaftler aus Rossendorf wollen Klunkerwetter auf dem Neptun nachstellen. Dresden/Stanford, 24. Juni 2020. Forscher aus Dresden-Rossendorf und dem kalifornischen Stanford haben gemeinsame eine Methode gefunden, um Plastefolie in einen Diamantenregen zu verwandelt. Das geht aus einer Mitteilung des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf (HZDR) hervor. Trotzdem werden sie nun nicht unermesslich reich: Die Klunker-Metamorphose war Teil eines Experiments, um das Wetter auf unwirtlichen Planeten wie Neptun und Uranus nachzustellen. Und das war mit all seinen Superlasern und anderen Forschungsmaschinen so teuer, dass eine gewinnbringende Diamantenproduktion flachfällt.

Salbeiblütenernte 2016 bei Bombastus in Freital. Foto: Sabine Mutschke für Bombastus

Heilmittel-Hersteller Bombastus aus Freital steigt in Online-Handel ein

Der Direktvertrieb soll Umsatzeinbußen im Apothekengeschäft seit Corona ausgleichen Freital, 24. Juni 2020. „Bombastus“ aus Freital will in den Internet-Handel einsteigen. Das hat Vertriebsleiter Wieland Prkno angekündigt. „Veränderungen sind absehbar“, sagte er. „Wir denken Direktbestell-Möglichkeiten per Onlineshop-Lösung nach.“

Die Gamer-Tastatur Shark Zone K20 richtet sich speziell an Spieler und kann in drei verschiedenen Leuchtfarben programmiert werden. Foto: Sharkoon

Jeder Zweite nutzte schon vor Corona Video- und Internettelefonie

Wiesbaden, 23. Juni 2020. Bereits 2019 – also vor der Corona-Krise – haben 52 Prozent aller Deutschen im Alter ab zehn Jahren Video- beziehungsweise Internettelefonie genutzt. Dabei setzten sie beispielsweise Skype, Zoom, Facetime, Whatsapp und Viber eingesetzt. Das hat das statistische Bundesamt (Destatis) aus Wiesbaden mitgeteilt. Zu erwarten ist, dass die Quote durch die Corona-Ausgangs- und Reisesperren noch einmal deutlich gestiegen ist.

In einigen Bundesländern ist während der Corona-Krise ein Viertel der Beschäftigten in die Kurzarbeit gerutscht. Foto (bearbeitet): Heiko Weckbrodt

Jeder Fünfte in Sachsen in Kurzarbeit

Bayern hat die meisten Kurzarbeiter München/Dresden, 22. Juni 2020. Vor allem durch Corona, die Automobilkrise und die Flaute in der Weltwirtschaft sind bis Mai 2020 rund 7,3 Millionen Menschen in der Kurzarbeit gelandet. Dabei sind die regionalen Unterschiede aber erheblich, hat das Ifo-Institut aus München durch Umfragen ermittelt.

Die Balzhütte wird heute als Hotel genutzt. Foto: Peter Weckbrodt

Gästebewertungen entscheiden mit über Hotel-Wahl

69 % der Deutschen lesen sich Nutzer-Rezensionen durch, bevor sie buchen Berlin, 22. Juni 2020. Der klassische Restaurant- und Hotelführer war gestern das Maß aller Dinge: Heute orientieren sich 69 Prozent der Urlauber an den Bewertungen anderer Gäste, bevor sie ein Hotel oder eine andere Ferienunterkunft aussuchen. Das hat eine „Bitkom Research“-Telefonumfrage unter 1003 Menschen in Deutschland ergeben.

Der ID3 ist das erste aus einer ganzen Reihe geplanter reiner Elektroautos von VW. Der ID3 wird bereits in Zwickau produziert, ab Herbst 2020 steigt auch die VW-Manaufaktur Dresden in die Montage ein. Foto: Volkswagen AG

Weitere Elektroauto-Halle für VW im Industriepark Meerane

Volkswagen mietet sich bei Metawerk ein Meerane, 22. Juni 2020. Im Industriepark im sächsischen Meerane baut Metawerk eine 25.000 Quadratmeter große Logistik-Halle für den Automobilbau. Volkwagen will sich nach der Fertigstellung dort einmieten und die Halle für die Produktionskette seiner neuen ID-Elektroautos aus dem Werk Zwickau nutzen. Das geht aus einer Ankündigung von VW Sachsen und des Berliner Investors Metawerk hervor.

Vor allem die chronisch unterfinanzierte TU Dresden kann Exzellenz-Fördergelder dringend brauchen, schätzt Prof. Wieland Huttner vom Dresdner Max-Planck-Genetikinstitut ein. Foto (bearbeitet): hw

Neokortex-Genforscher: „Der Mensch ist tabu“

Planck-Direktor Huttner will keinen Intelligenz-Booster für Menschen – sieht aber Chance auf  Parkinson-Therapie binnen 5 Jahren Dresden, 18. Juni 2020. Das von Dresdner Forscher an Affenföten getestete Gehirnwachstums-Gen „ARHGAP11B“ könnte in den nächsten fünf Jahren zu einer wirksamen Stammzell-Therapie gegen die Schüttelkrankheit „Morbus Parkinson“ und die Altersblindheit durch Makula-Degeneration führen. Das hat Professor Wieland Huttner vom Max-Planck-Institut für molekulare Zellbiologie und Genetik (MPI-CBG) in Dresden eingeschätzt, der an einer entsprechenden Studie wesentlich mitgewirkt hat. Er reagierte damit auch auf Vorwürfe von Tierschützern, er wolle mit ethisch zweifelhaften Affenexperimenten lediglich seine Forscherneugier befriedigen.

Prof. Sven Wießner zeigt im Leibniz-Institut für Polymerforschung (IPF) neuartige Turbolader-Schlüche, die er mit Hybridgarnen verstärkt hat, damit sie Druckspitzen besser aushalten. Foto: Heiko Weckbrodt

Strümpfe machen Autoschläuche stärker

Dresdner Forscher tüfteln auch an Bauteilen, die sich fürs Recycling auflösen Dresden, 19. Juni 2020. Stabilere Schläuche für Auto-Turbolader entwickelt derzeit das Leibniz-Institut für Polymerforschung (IPF) gemeinsam mit Forschern der TU Dresden und aus der Wirtschaft. Dafür haben die Ingenieure klassische Gummischläuche mit hybriden Garnen verstärkt. „Sie halten Druckspitzen besser aus als normale Schläuche“, betont Prof. Sven Wießner vom IPF. Zudem sei damit zu rechnen, dass diese Bauteile auch länger halten.

Ein Weißbüschelaffe. Foto (beschnitten): RaulMRTFonseca, Wikimedia, CC4-Lizenz,

Gehirn-Experimente in Dresden und Kawasaki: Naht der Planet der Affen?

Forscher aus Sachsen und Japan lassen durch Menschen-Gen die Gehirne von Affen-Föten wachsen – Tierschützer kritisieren diese Experimente. Dresden/Kawasaki, 18. Juni 2020. Affen, die klüger als Menschen sind, kannten wir bisher nur aus Science-Fiction-Filmen wie „Planet der Affen“. Doch die Zukunft ist oft näher als man denkt. Planck-Forscher aus Dresden haben nämlich gemeinsam mit Kollegen aus Japan Affenföten erschaffen, die das menschliche Gen „ARHGAP11B“ enthalten. Daraufhin vergrößerte und faltete sich deren Neokortex – ein Hirnareal, das beim Menschen für solche höheren Fähigkeiten wie Denken und Sprechen zuständig ist. Die Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für molekulare Zellbiologie und Genetik (MPI-CBG) in Dresden sehen in dem Experiment einen Beleg dafür, dass das spätestens vor einer halben Million Jahren mutierte Gen „ARHGAP11B-Gen“ eine Schlüsselrolle in der Evolution hin zum menschlichen Neokortex gespielt hat. Tierschützer kritisierten die Versuche aber als ethisch verwerflich.

Milena Meißner und Andreas Wilde von "Hybr Games" spielen „Houston – We have a Dolphin!“. Foto: Heiko Weckbrodt

Hybrid-Spiel aus Dresden: Exilierte Delfine sabotieren Raumschiff

Uni-Ausgründung „Hybr Games“ entwickelt Spiele am Schnittpunkt zwischen physischer und virtueller Welt. Dresden, 18. Juni 2020. Die Delfine haben die Erde verlassen, weil sie die drohende Zerstörung des Planeten voraus geahnt haben. Was, das haben Sie gar nicht mitgekriegt? Kann man alles in der fünfbändigen Kult-Triologie „Per Anhalter durch die Galaxis“ nachlesen. Seitdem sabotieren die Ex-Meeressäuger penetrant die Raummissionen menschlicher Astronauten – so erzählt zumindest der Dresdner Spieledesigner Andreas Wilde die Story des britischen Schriftstellers Douglas Adams weiter. Gemeinsam mit Bartłomiej Zalewski, Milena Meißner und Jonas Kopcsek hat er aus der Delfin-Romanepisode nun ein hybrides Spiel gesponnen, das digitale und analoge Welt vereint.

Aus dem industrielle 3D-Drucker, der Metall mit Elektronenstrahlen aufschmelzen kann: ein Kupfer-Kühlkörper. Foto: Fraunhofer-Ifam Dresden

Millionenzuschuss für Fraunhofer Dresden

IFAM-Ingenieure wollen 3D-Druck mit Metallen und Wasserstoff-Technologien voranbringen. Dresden, 17. Juni 2020. Damit Fraunhofer in Dresden neue Werkstoffe und Produktionstechnologien für die Wirtschaft entwickeln kann, bekommen die Forscher vier Millionen Euro Investitionshilfe vom Freistaat. Das hat heute das sächsische Wissenschaftsministerium mitgeteilt.

Dr. Michaela Gedan-Smolka zeigt im Leibniz-Institut für Polymerforschung (IPF) Dresden ein Bauteil, mit dem die Forscher ihre neue Pulverlackierung für die Autoindustrie demonstriert haben. Foto: Heiko Weckbrodt

Turbo-Lackierung für Autos

Neue Pulverrezepte aus Dresden und Stuttgart: Autoteile bekommen unter unsichtbarer Sonne ihre Farbe Dresden/Stuttgart, 16. Juni 2020. Autobauteile sollen in Zukunft schneller Farbe bekommen – allerdings nicht wie ein menschlicher Urlauber unter der Sonne des Südens, sondern unter einer unsichtbaren Infrarotsonne. Dafür haben Leibniz- und Fraunhofer-Forscher aus Dresden und Stuttgart neuartige Pulverlacke entwickelt, die den ganzen Lackierungsprozess weit schneller und billiger machen sollen als heutige Verfahren. Zudem ist es damit möglich, zuerst die Stahlbleche zu lackieren, bevor sie zu komplizierten 3D-Strukturen umgeformt werden – und nicht erst aufwendig hinterher. „Mit unserer Lösung bricht der Lack einfach nicht beim Umformen“, betonte Dr. Michaela Gedan-Smolka vom Leibniz-Institut für Polymerforschung (IPF) Dresden.