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Prof. Gert Pickel Foto: Swen Reichhold für die Uni Leipzig

Studie: Muslime und Nichtmuslime radikalisieren sich an Feindbildern und Stereotypen

„Radikalisierungsprozesse finden häufig mit Bezug auf eine als feindlich markierte Gegengruppe statt“ Leipzig, 30. Juni 2024. Muslime und Nicht-Muslime in Deutschland radikalisieren sich an gegenseitigen Feindbildern, aber auch an Stereotypen, die sie aus familiären Überlieferungen oder Schulbüchern verinnerlicht haben. Das hat eine gemeinsame Studie „Radikaler Islam versus radikaler Anti-Islam“ (Rira) der Unis Duisburg-Essen, Leipzig und Osnabrück sowie vom Leibniz-Institut für Bildungsmedien Braunschweig ergeben. In den Auseinandersetzungen scheine es immer mehr um „gut“ und „böse“ zu gehen als um Fakten, hieß es bei einer Präsentation in Leipzig.