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Dresden will Rossendorfer Ring für Gewerbegebiet ausbauen

Das geplante Gewerbegebiet neben dem Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR, rechts) ist hier rot eingezeichnet. Karte: LHD, Amt für Wirtschaftsförderung

Das geplante Gewerbegebiet neben dem Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR, rechts) ist hier rot eingezeichnet. Karte: LHD, Amt für Wirtschaftsförderung

Vier Millionen Euro eingeplant

Dresden, 15. Dezember 2021. Um Firmenausgründungen aus dem benachbarten Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) und andere Ansiedlungen zu fördern, wollen die Dresdner Wirtschaftsförderer ein neues Gewerbegebiet südlich des Rossendorfer Teichs einrichten. Dafür ist geplant, die längst verschlissene Straße „Rossendorfer Ring“, die das Areal erschließt, für rund vier Millionen Euro von Grund auf zu erneuern sowie mit Gehwegen und Laternen zu versehen. Das sieht ein Verwaltungsvorschlag an den Stadtrat vor.

Auch Anschluss ans stadteigene Glasfasernetz geplant

„Der Rossendorfer Ring wurde 1992 ohne Deckschicht errichtet“, heißt es in der Vorlage. Durch die fehlende Deckschicht sind zwischenzeitlich Straßenschäden in Größenordnungen entstanden. Ein einseitiger Gehweg sowie die öffentliche Beleuchtung fehlen.“ Weil sich andere Ideen als zu teuer und aufwendig erwiesen haben, möchten die Planer am bisherigen Verlauf des Rossendorfer Rings festhalten und ihn nur „grundhaft ausbauen“, statt ihn zu verlegen, wie es zeitweise zur Debatte gestanden hatte. Auch ist vorgesehen, das entstehende Gewerbegebiet gleich an die Glasfasernetze des Stadtkonzern Dresden anzuschließen.

Die Stadt geht davon aus, dass sie 1,5 Millionen der vier Millionen Euro Investitionskosten durch Fördermittel decken kann. Das wird aber nur möglich sein, wenn der Stadtrat dem Vorhaben zustimmt und weitere Eigenmittel aus den Rathauskassen dafür genehmigt.

Hoffnung auf Helmholtz-Ausgründungen

Am Rossendorfer Ring und in seiner Nähe sind bisher unter anderem das Umwelttechnologie-Unternehmen „Biofabrik“, einer Zimmerei, eine Sattelmanufaktur, eine Klimatechnik-Firma und ein Isotopen-Unternehmen angesiedelt. Auf der anderen Seite der Bundesstraße 6 befindet sich zudem das Rossendorfer Technologiezentrum „Rotech“. Die Hoffnung und Erwartung ist, dass sich im neuen Gewerbegebiet künftig verstärkt HZDR-Ausgründungen sowie Medizintech-Unternehmen ansiedeln werden, wenn es erst einmal richtig erschlossen ist.

Autor: hw

Quellen: Ratsinfo Dresden, Oiger-Archiv