Alle Artikel mit dem Schlagwort: Industrie

Industrie Zahnrad Konjunktur. Abb.: Heiko Weckbrodt

Sachsen bereitet Flugplatz Großenhain für Fabrik-Großansiedlung vor

145 Hektar großer Industriepark geplant – einer der größten im Osten Großenhain, 9. Dezember 2022. Um künftige Großansiedlungen vorzubereiten, wollen die sächsische Landesregierung, die Stadt Großenhain und der Landkreis Meißen den ehemaligen Militär-Flugplatz zu einem 145 Hektar großen Industriepark umgestalten. Das hat die Dresdner Staatskanzlei heute mitgeteilt.

Stromkabel und Energie. Foto (bearbeitet): Heiko Weckbrodt

Stromkrise: „Viele Unternehmer haben Angst, dass nun alles kaputtgeht“

Versorger kündigen in Sachsen Verträge: Nun gibt’s Strom zum zehnfachen Preis – oder gar nicht mehr Dresden, 28. Oktober 2022. Geschäftsführer Roland Giesen ärgert sich – und das hat mit der Energiekrise zu tun: Der regionale Versorger „Sachsenenergie“ hat dem renommierten Dresdner Automatisierungs-Unternehmen „Fabmatics“ nämlich die Stromverträge gekündigt. Und lange Zeit musste der Fabmatics-Chef fürchten, dass er künftig gar keinen Industriestrom mehr für die Fabrik bekommen würde. Nach langer Warterei kam zwar dann doch noch ein Angebot von Sachenenergie – aber mit einem von 16 auf 42 Netto-Cent pro Kilowattstunde fast verdreifachten Preis. „Von einem kommunalen Energieversorger hätte ich mir etwas mehr Rücksicht auf die regionale Wirtschaft gewünscht“, kritisiert Roland Giesen.

Das geplante Gewerbegebiet neben dem Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR, rechts) ist hier rot eingezeichnet. Karte: LHD, Amt für Wirtschaftsförderung

Dresden will Rossendorfer Ring für Gewerbegebiet ausbauen

Vier Millionen Euro eingeplant Dresden, 15. Dezember 2021. Um Firmenausgründungen aus dem benachbarten Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) und andere Ansiedlungen zu fördern, wollen die Dresdner Wirtschaftsförderer ein neues Gewerbegebiet südlich des Rossendorfer Teichs einrichten. Dafür ist geplant, die längst verschlissene Straße „Rossendorfer Ring“, die das Areal erschließt, für rund vier Millionen Euro von Grund auf zu erneuern sowie mit Gehwegen und Laternen zu versehen. Das sieht ein Verwaltungsvorschlag an den Stadtrat vor.

Der Keramik-Filter mit 19 Kanälen und Aktivkohle für die Fischzucht. Foto: Fraunhofer IKTS

Sachsens Betriebe stecken mehr in den Umweltschutz

Knappe halbe Milliarde Ausgaben in der Industrie für weniger Emissionen und Ressourcenverbrauch Kamenz, 10. Dezember 2019. Die sächsische Industrie investiert mehr in den Umweltschutz als früher. Das geht aus Angaben des statistischen Landesamtes in Kamenz hervor. Die Statistiker stützen sich dabei auf eigene Umfragen im verarbeitenden Gewerbe.

BMW-Produktion im Werk Leipzig. Foto: BMW

Sachsens Industrie im Abschwung

Nach Jahren des Wachstums sinken Umsätze um 3,8 Prozent Kamenz, 10. September 2019. Nach fünf Jahren des Wachstums schrumpft die sächsische Industrie nun wieder: Im ersten Halbjahr 2019 realisierte sie 30,1 Milliarden Euro Umsatz und damit 3,8 Prozent weniger als im ersten Halbjahr 2018. Das hat das Statistische Landesamt in Kamenz heute mitgeteilt.

Mitteldeutsche Industriebetriebe beschäftigen 1 Million Menschen im ländlichen Raum. Doch die Infrastruktur dort ist immer noch unterentwickelt, kritisiert der VDMA Ost. Foto: VDMA Ost

Ostdeutsche Maschinenbauer fordern Gigabit-Netz und Flüchtlinge fürs Dorf

VDMA Ost: 1 Million Maschinenbau-Jobs im ländlichen Raum – doch Infrastruktur hinkt hinterher Leipzig, 19. September 2017. Die mitteldeutschen Maschinenbauer fordern von der künftigen Bundesregierung, mehr für den ländlichen Raum zu tun, in dem viele Betriebe angesiedelt sind. „Die mittelständischen Maschinenbauer sind das Rückgrat der erfolgreichen deutschen Industrie“, betonte der Verband der Maschinen- und Anlagenbauer (VDMA) Ost in Leipzig. „Angesiedelt sind diese Betriebe, die in Summe mehr als 1 Million Menschen beschäftigen, häufig im ländlichen Raum. Außerhalb der großen Städte bleibt der Ausbau der Infrastruktur aber vielerorts weit hinter den Bedürfnissen zurück.“

Um eine Fabrik zu führen, ist technischer Sachverstand nützlich, sagt die Rosti-Geschäftsführerin und Ingenieurin Antje Heinze. Aber wohl noch wichtiger ist, zuhören zu können und ein Klima des Respekts im Unternehmen zu pflegen. Foto: Heiko Weckbrodt

Frauentag: Im Konsens, mit Respekt

Antje Heinze führt eine Fabrik in Dresden – und hat ihren ganz eigenen Führungsstil entwickelt Dresden, 8. März 2017. „Mein Führungsstil?“ Über diese Frage muss Antje Heinze kurz nachdenken. „Auf jeden Fall nicht autoritär, so bin ich nicht.“ Die Chefin des Dresdner Industriebetriebes „GP Rosti“ überlegt. „Bei mir steht die Kompromissfindung im Vordergrund: Ich höre meinen Leuten zu, korrigiere auch mal meine Ideen und entscheide erst dann.“ Wenn irgendwie möglich so, dass sie ihre Vorhaben „mit wenig Druck“ umsetzen kann. „Im Konsens, mit Respekt, so dass die Leute das freiwillig tun“, sagt die 50-jährige Chefin, Mutter und Ingenieurin lächelnd. „Ob das ein weiblicher Führungsstil ist, weiß ich nicht. Bei mir hat das jedenfalls funktioniert.“

Schwerstarbeit war an diesem Dampfhammer zu leisten. Foto: Peter Weckbrodt

Industriemuseum Chemnitz zwischen Dampfhammer und Rennwagen

Oigers Wochenend-Tipp: Über 200 Jahre sächsische Industriegeschichte in einer Gießerei Chemnitz, 29. Januar 2016. Zu einer faszinierenden Zeitreise durch über zwei Jahrhunderte Industriegeschichte lädt eine ehemalige Gießerei in Chemnitz ein: In der alten Werkhalle schlägt das Sächsische Industriemuseum Chemnitz den Bogen von den frühen dampfgetriebenen Manufakturen und Webmaschinenstuben der 1. Industriellen Revolution über die Autoschmieden und die Rechenmaschinen-Fabriken der Kaiserzeit bis hin zur industriellen Renaissance im Sachsen der Gegenwart. Ein schöner Einstieg und Anlass für einen Besuch: Am Sonntag, dem 31. Januar, führt das Museum seine originale Einzylinder-Gegendruck-Dampfmaschine vor und eröffnet damit das Jahresprogramm 2016.

Abb.: hw

Mehr Jobs in der Industrie

Wiesbaden, 16. November 2015. Die deutsche Industrie hat für mehr Jobs gesorgt – vor allem der Automobilbau und die Elektronikindustrie. Das geht aus einer Mitteilung des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden hervor. So waren Ende September in größeren Industriebetrieben (über 50 Beschäftigte) in der Bundesrepublik insgesamt 5,4 Millionen Menschen beschäftigt. Dies entspricht einem Zuwachs um ein Prozent im Vergleich zum Stand ein Jahr zuvor.

Industrie Zahnrad Konjunktur. Abb.: Heiko Weckbrodt

2/3 der Betriebe in Sachsen würden Flüchtlinge beschäftigen

Vor allem Industrie und Gastwirte wollen Jobs für Asylbewerber anbieten Dresden, 28. Oktober 2015. Fast zwei Drittel (63 %) der Industriebetriebe, Gastwirte und Händler in Sachsen sind grundsätzlich bereit, Asylbewerber und anerkannte Flüchtlinge einzustellen. Das hat eine Umfrage der sächsischen Industrie- und Handelskammern unter reichlich 2500 Unternehmen ergeben. Besonders groß ist die Bereitschaft im Gastgewerbe (78 % der befragten Betriebe) und in der Industrie (74 %), während die Händler (50 %) zurückhaltender sind.

Der Energiesektor von Siemens konnte erst kürzlich wieder Großaufträge in Ägypten und in Belgien an Land ziehen - hier ein Blick in die Turbinenmontage im Berliner Siemens-Werk. Das IfW rechnet damit, dass sich das Wirtschaftswachstum in Deutschland noch beschleunigen wird. Foto: Siemens

Industrie erzeugt 9 % des Stroms in Deutschland

Wiesbaden, 1. Oktober 2015. Klammert man die großen Energie-Unternehmen selbst aus, so erzeugt die Industrie etwa 9,3 Prozent der in Deutschland jährlich produzierten Strommenge, nämlich rund 45 Terawattstunden (TWh). Das hat das Statistische Bundesamt in Wiesbaden ausgerechnet. Berücksichtigt sind in der Statistik allerdings nur Anlagen mit mindestens einem Megawatt Leistung.

Projektleiter Dr. Olaf Przybilski prüft, ob die vorgefertigten Komponenten für die Mira-Rakete auch zusammenpassen. Foto: Heiko Weckbrodt

Dresdner Raketenmänner greifen nach den Sternen

TU-Ingenieur Dr. Olaf Przybilski will in Sachsen den Neustart für eine deutsche Raketenindustrie wagen Dresden, 23. September 2015. Ein Forschungsprogramm der TU Dresden soll Deutschland nach über 70 Jahren den Wiedereinstieg in die Flüssigbrennstoff-Raketentechnologie ermöglichen: Im Frühjahr 2016 wollen Dr. Olaf Przybilski und sein Team vom Institut für Luft- und Raumfahrttechnik in Großenhain nördlich von Dresden die erste „Mira“-Kleinrakete zünden. „Dies wäre dann der erste Start einer Flüssigkeits-Rakete auf deutschem Boden seit dem II. Weltkrieg“, überlegt der Ingenieur und Technikhistoriker.