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IW-Prognose: Deutsche Wirtschaft schrumpft um 0,2 Prozent

Das Stimmungsbarometer in der ostdeutschen Wirtschaft zeigt auf Abschwung. Grafik: Dall-E / hw
Grafik: Dall-E / hw

„Trendwende ist möglich und überfällig“

Köln, 13. Mai 2025. Die deutsche Wirtschaft wird in diesem Jahr weiter stagnieren oder sogar schrumpfen. Zudem wird die Zahl der Arbeitslosen bis zum Sommer auf drei Millionen steigen. Das prognostiziert das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln. „Die deutsche Wirtschaft steht unter enormem Druck“, betont IW-Konjunkturchef Michael Grömling. „Die neue Regierung hat es jetzt in der Hand. Eine Trendwende ist möglich und überfällig.“

Alle Großen wachsen – außer Deutschland

„Alle großen Volkswirtschaften der Welt wachsen – nur die deutsche Wirtschaft schrumpft in diesem Jahr um 0,2 Prozent“, warnen die Konjunkturforscher. Demnach lege die Wirtschaftsleistung im Euroraum um 0,8 Prozent zu, die USA schaffen 1,3 Prozent und China sogar vier Prozent Wachstum – „und das trotz des Zollkriegs, den die US-Regierung ausgerufen hat“.

Deutsche Industrie leider besonders unter Trumps Handelskriegen

Die export- und industriegeprägte deutsche Wirtschaft leide ganz besonders unter der sprunghaften und protektionistischen Handelspolitik von US-Präsident Donald Trump, schätzen die IW-Analysten ein. Denn hohe Zölle können nicht nur direkt den Außenhandel zwischen Deutschland und den USA lahmlegen, insbesondere auch im Autosektor, sondern verunsichern in ihrer Massierung generell Investoren weltweit. Und unter Investitions-Zurückhaltung leidet wiederum der deutsche Maschinen- und Fahrzeugbau. Hinzu kommen hohe Energiepreise, steigende Löhne, hohe Baukosten und viele Regulierungen, die Industrie und Bausektor ausbremsen. Zwar hat die neue Merz-Regierung für all diese Probleme Abhilfe versprochen. Allerdings bleibt abzuwarten, ob sie diese Versprechungen einhalten kann und wie lange es dauert, bis sich Standort-Verbesserungen praktisch auswirken.

Autor: hw

Quelle: IW Köln

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger