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Mehr Platz für Ansiedlungen: Universelle Werke Dresden wachsen

Schwingen die Spaten für ein gemeinsames Projekt von Stadt und Privatwirtschaft - den Ausbau der Universellen Werke Dresden (von links nach rechts): Immopact-Chef Andreas Schöberl, Oberbürgermeister Dirk Hilbert, Maxi Antonia Hennin von der RBZ Generalplanungsgesellschaft, der SPD-Landtagsabgeordnete Albrecht Pallas und Niederlassungsleiter Matthias Seifert von Wolf & Müller Hoch- und Industriebau. Foto: Jan Gutzeit für Immopact
Schwingen die Spaten für ein gemeinsames Projekt von Stadt und Privatwirtschaft – den Ausbau der Universellen Werke Dresden (von links nach rechts): Immopact-Chef Andreas Schöberl, Oberbürgermeister Dirk Hilbert, Maxi Antonia Hennin von der RBZ Generalplanungsgesellschaft, der SPD-Landtagsabgeordnete Albrecht Pallas und Niederlassungsleiter Matthias Seifert von Wolf & Müller Hoch- und Industriebau. Foto: Jan Gutzeit für Immopact

Immopact beginnt dritten Bauabschnitt

Dresden, 11. September 2025. „Immopact“ baut den Technologie-Gewerbepark „Universelle Werke“ unweit der Dresdner Uni aus. Bis 2028 entstehe an der Zwickauer Straße „ein zukunftsweisender Hightech-Campus mit rund 28.500 Quadratmetern“ für Büro, Forschung, Entwicklung und Kleinproduktion, teilte das Immobilienunternehmen nach einem symbolischen Spatenstich mit.

„Jetzt zeigt sich, dass es richtig war, dass Technologiezentrum und Landeshauptstadt Dresden trotz vieler Risiken die Wiederbelebung des Standortes gewagt und vorangetrieben haben.“
Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP)

Damit wachse ein „zukunftsorientiertes Gewerbequartier, das auf die Bedürfnisse von Technologieunternehmen, Start-ups und Forschungseinrichtungen gleichermaßen ausgerichtet ist“, betonte Geschäftsführer Andreas Schöberl von der Immopact Immobilien GmbH. „Die Universellen Werke waren als Teil der Dresdner Industriegeschichte über Jahrzehnte hinweg ein Symbol für Unternehmertum, Erfindergeist und Ingenieurskunst“, ergänzte Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP). „Diese erfolgreiche Verbindung zwischen Wissenschaft und Wirtschaft lebt auf neuem Niveau fort dank der Investitionen in den Traditionsstandort. Jetzt zeigt sich, dass es richtig war, dass Technologiezentrum und Landeshauptstadt Dresden trotz vieler Risiken die Wiederbelebung des Standortes gewagt und vorangetrieben haben.“

Fabrikkomplex gehörte vor der Wende zum Nagema-Kombinat

Den Gewerbepark hatten Immopact und die Stadt Dresden gemeinsam initiiert: Die Fabrikgebäude an der Zwickauer Straße gehörten zunächst zu den namensgebenden Universellen Werken, später dann zum DDR-Verpackungsmaschinen-Kombinat Nagema. 1982 richtete die TU Dresden zudem ein Forschungs- und Erprobungszentrum ein – insofern reichen die Verbindungen zur Uni weit zurück.

Verpackungsmaschinen-Fabrik zum Technologiezentrum umgebaut

Nach der Wende gehörte der Komplex zunächst dem Nagema-Nachfolger „Pactec“. Der konzentrierte sich jedoch schließlich am Standort Dresden-Dobritz, danach verfiel die Fabrik. Ab 2017 baute Immopact dann die alten Gebäude schrittweise zum Technologiezentrum für die Stadt um, weitere Bauabschnitte folgten. Angesiedelt haben sich hier unter anderem ein Software-Entwicklungszentrum von Volkswagen, das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt, Viessmann und das Labordiagnostik-Unternehmen „Anvajo“. Das Leichtbauinstitut ILK der TU Dresden betreibt weiter hinten auf dem Campus eine Erprobungshalle mit einem „Nationalen Leichtbau-Validierungszentrum“. Die nun begonnene dritte Um- und Neubauphase soll den Campus, der insgesamt 42.400 Quadratmeter umfasst, komplettieren.

Autor: Heiko Weckbrodt

Quellen: Immopact, Wikipedia, Oiger-Archiv

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger