Autor: Redaktion

Gender-Sprache ist umstritten. Montage: hw

Machtfragen – Sprachmacht?

Ein Gastkommentar zur „Gender“-Forderung an das Unijournal Ende September 2020 forderte die neue Rektorin der TU Dresden die Redaktion des Dresdner Universitätsjournals auf, künftig alle Texte im UJ zu „gendern“. Damit wurde der bisherige Einsatz der UJ-Kollegen für das generische Maskulinum und gegen Sprachverhunzung per Dekret gestoppt. Diese Vorschrift auf dem Wege der Anweisung von oben erinnert an DDR-Verhältnisse, in denen aus Gründen ideologischer Wunschbilder und machtpolitischer Vorstellungen in die Sprache eingegriffen wurde und das Denken auf Linie gebracht werden sollte.

Regionalgeschichts-Forscher Ivo Saganić in der Mitte August 2020 eröffneten neuen Dauerausstellung zur Öl-Destillerie Linardi. Foto: Magrit Dittmann-Soldičić/ http://stivantango.blogspot.com

Dresdner Destillierapparate am Meeresgrund vor Cres?

Dauerausstellung auf der Adria-Insel berichtet über das Destillier-Unternehmen „Linardi“ Dresden/Cres, 26. August 2020. Anfang des 20. Jahrhunderts hatte eine Dresdner Firma – Volkmar Hänig & Comp., damals Zwickauer Straße – der Manufakturwirtschaft auf den Inseln der Kvarner Bucht in der Nordadria auf die Beine geholfen, wie unser Gastautor Mathias Bäumel auf unserem Portal Oiger im Sommer 2019 beschrieben hat. Ein Taucher hat nun berichtet, dass er am Grund der Bucht Zylinder entdeckt hat, die womöglich zu einer über 100 Jahre alten Destillier-Anlage aus Dresden gehören.

Der Albtraum (veraltet "Nachtmahr") hat nichts mit den Alpen zu tun, sondern mit dem Fabelwesen Nachtalb. Dieser ist eine späte Bezeichnung für ein Fantasie- und Sagenwesen, das in der Nacht auf Menschen lastet und ihnen Grauen einflößt. Hier eine Reproduktion des Gemäldes "The Nightmare" (1781) von John Henry Fusel. Repro: Wikipedia/Detroit Institute of Arts, Lizenz: gemeinfrei, Public Domain, https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/deed.de

Schreiben wie man denkt

Gastbeitrag: Der Gebrauch des Deutschen zwischen Sprachkultur und Sprachunkultur Gutes Deutsch als Träger einer möglichst großen Ausdrucksvielfalt und damit inhaltlich präziser Formulierungen wird außerhalb der Hochliteratur kaum noch ernstgenommen. Sprachschlampereien werden mit dem Verweis auf den Duden, der dies gestatte, „entschuldigt“ oder mit der Erklärung, dass nach der Rechtschreibreform von 1996 ohnehin keiner mehr wisse, was richtig und was falsch sei, vom Tisch gewischt. Tatsächlich fragt man sich, ob der Duden jede (Fehl-)Entwicklung der Sprache, wenn sie nur häufig genug vorkommt, absegnen sollte.

Die Weide kämmt Nexö in Dresden das Haar

Mit einer „Dresdner Literatour“ erinnerten Literaturfreunde an den Dänen Dresden. Martin Andersen-Nexö liebte die Wärme, den Süden, die Sonne, die Menschen und die Bäume auch. An seinem 150. Geburtstag am 26. Juni wäre ihm bestimmt das Lutherwort in den Sinn gekommen: „Schlag’ den Baum nicht ab, von dem du Schatten hast.“ Mit einer „Literatour“ gedachten Dresdner Literaturfreunde des dänischen Schriftstellers. Sie fanden sich an diesem heißen Junitag zu einer kleinen Gedenk- und Geburtstagsfeier – mit Lesung unter freiem Himmel – am Martin Andersen-Nexö-Denkmal in der Dresdner Haydnstraße ein.

Innenansicht der Destillerie. Foto: Linardi-Familienarchiv Triest / Katalog

Salbei-Duft von der Adria für des Kaisers Soldaten

Wie eine Dresdner Firma vor etwa 100 Jahren erste wirtschaftliche Erfolge auf Cres und Lošinj auslöste. Martinšćica/Dresden, 3. Juli 2019. Wer in dieser Sommersaison seinen Urlaub auf den adriatischen Inseln Cres oder Lošinj verbringen will, könnte neben seinen gewohnten Freizeitaktivitäten mit Vergnügen einer wirtschafts- und kulturhistorischen Besonderheit nachgehen: einer speziellen Verbindung zwischen Dresden und dem kleinen Dörfchen Martinšćica auf der Insel Cres.

Die Kosmonauten Kosmonauten Waleri Bykowski (l.) und Siegmund Jähn nach ihrer Rückkehr aus dem All am 3. September 1978. Im Hintergrund ist die Rückkehrkapsel des Raumschiffs Sojus 29 zu sehen. Foto: Klaus Franke, ADN, Bundesarchiv, Wikipedia, CC3-Lizenz

DDR-Kosmonauten wiedervereinigt

Zunächst galten 7 NVA-Offiziere als potenzielle DDR-Raumfahrer. Nach Bykowskis Tod haben sich Sigmund Jähn und die anderen Anwärter von damals wieder getroffen. Dresden/Moritzburg, 4. April 2019. Sein Kommandant ist tot. Die gemeinsame Vorbereitung und der epochale Raumflug von Waleri Bykowski und Sigmund Jähn Ende August bis Anfang September 1978 schweißten beide Raumfahrer fest aneinander. Eine tiefe Freundschaft entstand. Bykowski, am 2. August 1934 geboren, starb vor wenigen Tagen – am 27. März 2019. Jähn und seine ehemaligen Kameraden aus der DDR-Kosmonautengruppe haben sich nun wieder getroffen.

300-Millimeter-Scheibe mit aufprozessierten Test-Chips. Foto. Globalfoundries / Fraunhofer IPMS

Kein Umstieg auf 7-nm-Chips – US-Rüstungsindustrie fürchtet Rückstand

Kommentar: Militärwirtschaft sieht die Schlüsselrolle der Höchstintegration – Europas Politiker betrachten das eher ein Nebenthema Washington/Dresden, 26. Oktober 2018. Die US-Militärindustrie sorgt sich, weil der Auftragsfertiger Globalfoundries (GF) seine Chipproduktion in den USA nun vorerst doch nicht auf die nächste, leistungsfähigere Generation umstellen will, deren Strukturen nur noch sieben Nanometer (Millionstel Millimeter) messen. Das geht aus Berichten von „Semiconductor Engineering“ und „Heise“ hervor.

Geld, Münzen. Foto: stevepb, Pixabay, Lizenz: CC0 Public Domain

Renesas erwägt IDT zu übernehmen

Japaner haben sich aber noch nicht entdschieden Koto/Dresden, 1. September 2018. Der japanische Halbleiterkonzern Renesas aus Koto erwägt laut einem Reuter-Bericht, das US-amerikanische Chip-Unternehmen IDT zu kaufen. Als mögliche Kaufsumme ist von rund sechs Milliarden Dollar die Rede. Beide Unternehmen beliefern unter anderem die Automobilindustrie. Die Entscheidung sei aber noch nicht gefallen, heißt es in dem Agenturbericht.

Neue Technologie-Großmacht China kann Beispiel für Europa sein

Bei Elektrobussen ist das Land schon Spitze – und arbeitet sich in immer mehr Technologiesektoren vor Dresden/Peking, 30. August 2018. China hat die meisten westlichen Industrienationen längst überholt: In der Bevölkerungszahl sowieso, aber auch in der Wirtschaftskraft, der Exportfähigkeit und der militärischen Schlagkraft. Und während viele im Westen immer noch abfällig über die chinesischen „Copy Cats“ spotten, die angeblich nur von Ideenklau leben, hat es das Reich der Mitte längst auch auf einigen wichtigen Technologie-Gebieten bereits an die Weltspitze geschafft. Dazu gehört beispielsweise die Elektro-Mobilität – die chinesischen Elektrobusse werden inzwischen auch von Flixbus und weiteren internationalen Kunden gekauft.

Auch eine Wasserstoffbombe ist in der Spionage-Ausstellung zu sehen. Foto: Heiko Weckbrodt

Stalins Jagd nach der Atombombe

Deutsches Know-how und deutsches Uran ebneten der SU den Weg zur Atommacht Die jüngsten Verhandlungen zwischen Donald Trump und Kim Jung Un über das Nuklearwaffen-Programm in Nordkorea mag Anlass sein, einmal auf die Anfänge des Atombombenrüstens zurückzuschauen: Am 6. August jährt sich der Tag des Einsatzes der Atombombe in Hiroshima von 1945 und ebenfalls im August, aber vier Jahre später, stieg auch die Sowjetunion zur Atommacht auf. Oiger-Gastautor Gerhard Barkleit hat diese Entwicklung analysiert. Das nukleare Patt Semipalatinsk. Es geschah am 29. August des Jahres 1949. Die Sowjetunion zündete in den Weiten der kasachischen Steppe ihre erste Atombombe. Diese entsprach in allen wesentlichen Komponenten jenem Typ, den die Vereinigten Staaten von Amerika am 16. Juni 1945 unweit der Grenze zu Mexiko getestet und am 9. August über der japanischen Stadt Nagasaki abgeworfen hatten. Für den „exakten“ Nachbau des amerikanischen Prototyps hatte der deutsche Physiker Klaus Fuchs den Sowjets die notwendigen Unterlagen geliefert.

Siliziumkarbid-Wafer (SiC) von NXP mit 7,5 Zentimetern Durchmesser. Foto: NXP

Weltweiter Halbleiterumsatz boomt

Seoul, 12. Juni 2018. Im Jahr 2017 ist der weltweite Halbleiterumsatz auf  über 420 Milliarden US-Dollar gestiegen, was einem Wachstum gegenüber 2016 um 21,6 Prozent entspricht. Bemerkenswert ist dabei, dass Samsung  mit knapp 60 Milliarden Dollar  Umsatz erstmals vor Intel die Nummer 1 geworden ist. Unter den 1o umsatzstärksten Halbleiterunternehmen nimmt die einzige Firma aus Europa – nämlich NXP aus den Niederlanden – den 10. Platz ein und weist als einzige Firma einen Rückgang  im Jahre 2017 auf – um 6,1%  Western Digital weist mit 119.6 % die höchste Wachstumsrate im Jahre 2017 auf.

Sind die Künstlichen Intelligenzien bald soweit, dass Maschinen neue Maschinen konstruieren? Visualisierung: Nvdidia

In Zeiten des Trumps braucht Europa eigene KI

Künstliche Intelligenz hat wachsende Bedeutung für die industrielle Revolution und verschärft die Abhängigkeit Europas von Entwicklern und Produzenten aus Übersee Berlin/Washington/Peking, 5. Juni 2018. Künstliche Intelligenz (KI) findet überraschend schnell Eingang in nahezu alle Lebensbereiche und industrielle Aktivitäten. Nach Nvidia-Gründer Jen-Hsun Huang wird künstliche Intelligenz einen größeren Einfluss auf unser Leben haben als die Erfindung des Computers, des Internets oder des Mobiltelefons zusammen.

Der neue elektrische VW-Bus ID-Buzz. Foto: Volkswagen

Nvidia hat den Schlüssel für autonome Autos – und die EU schläft

Rechenkraft und KI der kalifornischen Steuerplattform „Drive PX“ sind derzeit unschlagbar – ein Kommentar Las Vegas, 15. Januar 2018. Auf der jüngsten „Consumer Electronics Show“ (CES) in Las Vegas hat der Chipkonzern „Nvidia“ eindrucksvoll demonstriert, dass ohne seine Superchips in Zukunft kaum ein Auto autonom fahren wird: Die gigantischen Rechenleistung und die eingebaute künstliche Intelligenz (KI) der Nvidia-Plattform „Drive PX“ ist der Konkurrenz weit voraus.

Wenn es um Prozessoren fürs autonome Fahren geht, beherrscht derzeit Nvida weitgehend den Markt - hier eine "Drive PX Pegasus"-Plattform für Roboter-Taxis. Produziert werden diese Chips weitgehend in Taiwan. Abb.: Nvdia

Taiwan weiterhin an der Spitze der Halbleitertechnologie

Taiwans Großfoundry plant 3-Nanometer-Chipfabrik Taipeh, 20. November 2017. Heute schon dominiert die taiwanesische Foundry TSMC die Weltspitze bei den modernsten Halbleitertechnologien mit kleinsten Strukturen von 5 Nanometern (nm). Jetzt legt TSMC nach und plant die weltweit erste Fabrik für Halbleiterchips mit Strukturbreiten bis herab zu drei Nanometer. Diese in Taiwan zu errichtende Fabrik soll bis zu 20 Milliarden US-Dollar kosten und voraussichtlich 2022 in Betrieb gehen.

Ein Waymo-Testfahrzeug auf Google-Basis bei einer autonomen testfahrt in den USA. Foto: Waymo

Erste fahrerlose Autos auf öffentlichen Straßen in den USA

Google-Ableger Waymo will autonom fahrende Taxis etablieren Chandler, 17. November 2017. Google macht ernst und bringt durch sein Spin-off „Waymo“ die ersten fahrerlosen Autos in den öffentlichen Verkehr. In einem 1000 Quadratmeilen großem Gebiet in Chandler, Arizona, fahren diese autonomen Autos ohne Fahrer auf öffentlichen Straßen. Waymo möchte damit Taxidienste anbieten und wirbt mit den geringen Kosten. Die Fahrtkosten für solch eine fahrerlose Taxifahrt sollen bei weniger als einem Drittel der Kosten für eine übliche Taxifahrt liegen.