Alle Artikel in: Forschung

Neues aus der Wissenschaft

Professor Otmar D. Wiestler - Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft. Foto: Steffen Jänicke/Helmholtz-Gemeinschaft

Helmholtz-Präsident: Exzellenz-Förderung auf nur noch fünf Unis fokussieren

Nur so könnten deutsche Standorte in ausgewählten Forschungsgebieten in die Top 5 der Elite-Unis aufrücken Dresden, 29. Juli 2019. Damit deutsche Unis wirklich ins internationale Spitzenfeld vorstoßen können, sollten Bund und Länder ihre Exzellenzförderung noch stärker fokussieren: auf etwa eine Handvoll Universitäten, die in klug ausgewählten Fachgebieten wirklich in die Top 5 der Welt aufrücken könnten. Dafür hat Professor Otmar D. Wiestler, der Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft, plädiert.

Künstliche Intelligenz (KI) gilt inzwischen als zentrale Schlüsseltechnologie des Digital-Zeitalters. Die Deutschen sehen die KI-technologie aber eher skeptisch und risikobehaftet. Foto: Geralt. Pixabay, CC0-Lizenz

KI mit menschlicher Erfahrung für Elektromotor-Entwurf gesucht

Dresdner Projekt zielt auf lernfähige Software, die elektrische Maschinen schnell designt Dresden, 29. Juli 2019. Dresdner Ingenieure wollen „Künstliche Intelligenzen“ (KI) einspannen, um neue Elektromotoren, Generatoren und andere elektrische Maschinen schneller und besser zu entwickeln. Lernfähige Programme könnten den E-Maschinen-Entwurf auf eine neue Stufe heben, hoffen Prof. Wilfried Hofmann und sein Team vom Elektrotechnischen Institut (ETI) der Technischen Universität Dresden. Das geht aus einer Mitteilung der TU Dresden hervor.

Die Vislualisierung zeigt, wie Mikroorganismen – sogenannte Haloarchaeen (rosa) – radioaktive Schwermetalle in unlösliche Uran-Phonsphor-Minerale (grün) verwandeln. Visualisierung: Juniks, HZDR

Ur-Mikroben verwandeln strahlendes Uran in Schmucksteine

Helmholtz-Forscher aus Dresden-Rossendorf wollen mit urzeitlichen Haloarchaeen radioaktive Abfälle aus Atomkraftwerken absichern Dresden-Rossendorf, 26. Juli 2019. Damit sich strahlende Abfälle aus Atomkraftwerken nicht im Grundwasser verteilen können, suchen Wissenschaftler auch nach biologischen Lösungen für künftige Endlagerstätten. Dresdner Helmholtz-Forscher haben nun urzeitliche Mikroorganismen identifiziert, die dabei helfen könnten. Das hat das Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf (HZDR) nun mitgeteilt.

Projektleiter Prof. Christoph Leyens vom Fraunhofer-IWS Dresden mit einer "Smart Box", also einem industriellen 3D-Drucker für Metall-Werkstücke. Foto: Heiko Weckbrodt

Kanadier und Australier ehren Dresdner 3D-Druck-Experten Leyens

Dresden/ Waterloo/ Melbourne, 25. Juli 2019. Weil Prof. Christoph Leyens als internationaler Spitzenexperte für den industriellen 3D-Druck („Additive Fertigung“) von Keramiken, Metallen und anderen Werkstoffen gilt, ehren Unis aus Kanada und Australien den Dresdner Forscher: Die University of Waterloo aus Ontario und die RMIT University aus Melbourne haben den Wissenschaftler zum „Adjunct Professor“ (Gastprofessor) ernannt. Das hat das Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik (IWS) Dresden mitgeteilt, dessen Direktor Leyens ist. In Personalunion leitet der Wissenschaftler außerdem das Institut für Werkstoffwissenschaft der TU Dresden.

Blick in den Aquarienkeller des Dresdner Max-Planck-Instituts für Genetik: Hier halten die Forscher Hunderte Zebra-Fische für DNA-Experimente. Kooperation mit der Uni ist hier an der Tagesordnung. Abb.: Jürgen Lösel, Mediaserver Dresden

Bundesstatistiker: Außeruniversitäre Institute verhelfen Uni zu Exzellenz-Status

Normale Unis haben zehn Institute im Umkreis, in Dresden sind es 27 Dresden/Wiesbaden, 22. Juli 2019. Die hohe Dichte außeruniversitärer Forschung in der sächsischen Landeshauptstadt hat wesentlich dazu beigetragen, dass die TU Dresden in der jüngsten Förderrunde ihren Status als Exzellenz-Universität verteidigen konnte. Das lässt sich aus einer Analyse des statistischen Bundesamtes (Destatis) in Wiesbaden ablesen. Insofern hat sich auch der Verbund „Dresden-Concept“, der die TU mit anderen Instituten vernetzt, für die Uni wieder einmal bewährt.

Das deutsche IYPT-Nationalteam holt Gold in Warschau: Jonas Landgraf (Betreuer), Frederik Gareis (Kapitän des Teams mit Maskottchen Horst auf dem Arm), Fabian Henn, Fabio Briem, Berin Becic, Saskia Drechsel, Michael Steck (Betreuer), Florian Ostermaier (Betreuer) [v.l.n.r). Foto: Timotheus Hell

Deutsche Schüler sind Vize-Physikweltmeister

Auch Sachsen im Team vertreten Warschau, 18. Juli 2019. Das deutsche Nachwuchsteam hat in Warschau den zweiten Platz in der Physiker-Weltmeisterschaft “International Young Physicists’ Tournament” (IYPT) errungen. Das hat die “Deutsche Physikalische Gesellschaft” (DPG) gemeldet. Im deutschen Team war mit Saskia Drechsel aus Dippoldiswalde auch Sachsen vertreten.

Viele, viele Zulieferer müssen zusammenarbeiten, damit wie hier bei MAN ein Axialkompressor entstehet - der dann selbst wieder zum Beispiel in ein Schiff eingebaut wird. Um diese Ketten zu organisieren, setzen Unternehmen wie eben MAN auf die digitalen Marktplätze von Newtron. Abb.: MAN

Software soll Stromverbrauch um 23 % senken

TU Dresden: Abgestimmter Entwurf macht sparsamere Pumpen und Antriebsmaschinen möglich Dresden, 17. Juli 2019. Energieforscher der TU Dresden haben eine Planungs-Software geschrieben, mit der sich der Stromverbrauch von Pumpen, Kompressoren, Förderanlagen und anderen industriellen Antriebsmaschinen um bis zu 23 Prozent senken lässt. Das hat die Technische Universität Dresden (TUD) mitgeteilt.

Designer-Leuchten mit Novaled-Oleds. Foto: Heiko Weckbrodt

TU Dresden erreicht mehr Lichtausbeute für weiße Oled

Effizienz durch Nanostruktur von 40 auf 76 Prozent hochgeschraubt Dresden, 11. Juli 2019. Physiker der TU Dresden haben ein Verfahren entwickelt, die Lichtausbeute von weißstrahlenden „Organischen Leuchtdioden“ (OLEDs) deutlich zu steigern. Das hat die Dresdner Universität heute mitgeteilt. Gebraucht werden weiße OLEDs unter andere für besonders elegante Leuchten in Autos und Designerlampen.

Reinraum für die Herstellung dünner Schichten für die Mikroelektronik. Foto: Jürgen Lösel/IFW Dresden

Sachsen falten 3D-Elektronik mit Magnet-Origami

Forscher aus Chemnitz und Dresden kommen mit neuem Verfahren auf 90 % Ausbeute Dresden/Chemnitz, 8. Juli 2019. Sächsische Ingenieure und Nanotechnologen haben eine Magnet-Origamitechnik entwickelt, um hauchdünne Mikroelektronik dreidimensional zu falten – und damit mehr Schaltungen auf kleinstem Raum unterzubringen. Das haben heute die TU Chemnitz und das Leibniz-Institut für Festkörper- und Werkstoffforschung (IFW) Dresden mitgeteilt.

Prof. Gerhard Fettweis. Foto: Amac Garbe für die TU Dresden

Dresdner Senator Fettweis: „Ruf der DFG hat gelitten“

Mobilfunkexperte aus Dresden plädiert für Rückkehr zu wissenschaftlichen statt politischen Förderkriterien Dresden, 7. Juli 2019. Wissenschaftliche statt politische Kriterien sollen in Zukunft wieder stärker die Arbeit und Förderstrategie der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) leiten. Dafür hat der Dresdner Mobilfunk-Experte Prof. Gerhard Fettweis von der TU Dresden plädiert, der vor wenigen Tagen in den DFG-Senat gewählt worden war.

Prof. Gerhard Fettweis. Foto: Amac Garbe für die TU Dresden

DFG wählt Dresdner Mobilfunk-Experten Fettweis in ihren Senat

5G-Pionier von Mitgliederversammlung ausgewählt Dresden, 5. Juli 2019. Der Mobilfunk-Experte Prof. Gerhard Fettweis von der Technischen Universität Dresden (TUD) wird neuer Senator in der „Deutschen Forschungsgemeinschaft“ (DFG). Das hat die TUD heute mitgeteilt. Die DFG-Mitgliederversammlung habe Fettweis gemeinsam mit elf weiteren neuen Mitgliedern nun in den Senat gewählt.

Haben sich um Nobelpreisträger Takaaki Kajita geschart, um den Pelletron-Ionenbeschleuniger im Felsenkeller Dresden zu starten: Dr. Daniel Bemmerer (l.), TU-Prorektor Prof. Gerhard Rödel (2.v.l.), Professor Kai Zuber von der TUD (r.) und Prof. Thomas Cowan vom HZDR (2.v.r.). Foto: Heiko Weckbrodt

Dresdner Bier-Eisdrache spuckt Ionenfeuer

Nobelpreisträger Kajita startet unterirdischen Pelletron-Beschleuniger in der ehemaligen Felsenkeller-Brauerei Dresden, 4. Juli 2019. Am Anfang waren pure Energie und eine Protonensuppe. Und dann? Was geschah nach dem Urknall? Wie und wann kamen Kupfer und Eisen in die Welt, auch Kohlenstoff und Sauerstoff, ohne die unser Leben nicht vorstellbar wäre? Astrophysiker haben da schwer die Senioren unter den Sternen im Verdacht: Fangen die unter bestimmten Umständen an, die richtig schweren Elemente auszubrüten, wenn die ihren ganzen Protonen-Treibstoff aus der Urknall-Zeit verbraucht haben? Neutrinoforscher freut sich auf Datenfluten Antworten auf diese Fragen suchen Physiker nun mit einem unterirdischen, 2,5 Millionen Euro teuren Beschleuniger-Komplex im Plauenschen Grund, den der Neutrino-Nobelpreisträger Prof. Takaaki Kajita von der Uni Tokio am Donnerstag im Dresdner Eiswurmlager offiziell gestartet hat. „Als Neutrino- und Gravitationswissenschaftler freue ich mich sehr auf neue Daten aus dem Felsenkeller-Beschleuniger“, betonte er.

Der Begrüßungs- und Abschieds-Kuss gehört in vielen beziehungen zum festen Ritual, das den Familien-Zusammenhalt stärkt. Grafik: hw

Wer küsst, tauscht 80 Millionen Bakterien aus

Leipziger Professor: Keimtransfer könnte gut fürs Immunsystem sein Leipzig, 1. Juli 2019. Wer küsst, tauscht jedesmal 80 Millionen Bakterien aus. Auf entsprechende Studien verweist der Zahnmediziner Prof. Sebastian Hahnel von der Uni Leipzig mit Blick auf den Weltkusstag am 6. Juli. „Auch wenn Küssen glücklich macht: Ein Nutzen für die Mundgesundheit ist bis dato nicht eindeutig belegt“, betonte er.

Prof. Stefan Streif von der TU Chemnitz kontrolliert im Speziallabor für vernetzte Agrarsysteme die Bewässerung, das Beleuchtungsspektrum und die Belüftung einer hydroponischen Pflanzenkultur. Foto: Jacob Müller für die TU Chemnitz

Gegen den Hunger: Die Stadt wird zum riesigen Bauernhof

Um wachsende Metropolen zu ernähren, wollen Agrarforscher Zucht-Container für Fische, Pilze und Pflanzen in den Städten stapeln Chemnitz/Berlin, 27. Juni 2019: Um die wachsende Weltbevölkerung auch in Zukunft noch ernähren zu können, wollen Agrarforscher aus Chemnitz, Berlin und weiteren Standorten automatisierte Mini-Bauernhöfe in Städten und auf freien Feldern übereinander stapeln. Dafür möchten sie im Kooperationsprojekt „Cubes Circle“ Kreislauf-Zuchtsysteme für Fische, Pflanzen, Pilze und Insekten entwickeln. Diese „Agrarsysteme der Zukunft“ soll die Produktion der Nahrungsmittel wieder dorthin verlagern, wo das Essen größtenteils verspeist wird: in die urbanen Metropolen. Das geht aus einer Mitteilung der TU Chemnitz hervor.