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Haushalte zahlen für Internetzugang im Schnitt 42 Euro pro Monat

Glasfaser-Netze gelten neben dem Mobilfunk der 5. Generation (5g) als Schlüssel zur Gigabit-Gesellschaft - also Datenverbindungen mit Geschwindigkeiten über einem Gigabit pro Sekunde, die ganz neue Dienste im Netz ermöglichen. Auch in Dresden setzen kommunale wie private Ausbau-Akteure in hohem Maße auf glasfasergestützte Breitband-Lösungen. Foto: VodafoneGlasfaser-Netze gelten neben dem Mobilfunk der 5. Generation (5g) als Schlüssel zur Gigabit-Gesellschaft - also Datenverbindungen mit Geschwindigkeiten über einem Gigabit pro Sekunde, die ganz neue Dienste im Netz ermöglichen. Auch in Dresden setzen kommunale wie provate Ausbau-Akteure in hohem Maße auf glasfasergestützte Breitband-Lösungen. Foto: Vodafone
Glasfaser-Leitungen gelten als Vorzugs-Eintrittskarte in die Gigabit-Klasse. Foto: Vodafone

Bitkom: Glasfaser-Ausbau kommt voran, Staat kann Förderung nun drosseln

Berlin, 28. Dezember 2023. Für ihren Internetzugang samt „Bündelprodukten“ geben die deutschen Haushalte im Schnitt monatlich 42 Euro aus. Enthalten sind hier auch mit dem Netzzugang gekoppelte Dienste wie Telefonie-Pauschale und Digitalfernsehen. Das hat eine Umfrage für den Digitalwirtschaftsverband „Bitkom“ aus Berlin ergeben. Zum Vergleich: Vor fünf Jahren lagen diese Monatsausgaben noch bei 34 Euro.

89 % haben Internetzugänge

Gestiegen sind auch Internetverbreitung und Zugangstempo: Ende 2023 hatten laut „Bitkom“ etwa 89 Prozent der Haushalte Netzanschlüsse. Im Jahr 2018 lag diese Quote bei 83 Prozent. Und mittlerweile surfen nur noch 21 Prozent der Haushalte mit weniger als 20 Megabit je Sekunde (Mbs). Auch dies ist eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Stand vor fünf Jahren, als noch 63 Prozent mit höchstens 32 Mbs unterwegs waren. In der Gigabit-Klasse sind im Privatsektor aber weiterhin nur wenige angelangt: Vier Prozent der Haushalte laden mit Datendurchsätzen zwischen 100 und 1000 Mbs – wobei theoretisch 73 Prozent Zugang zu Gigabit-Anschlüssen hätten.

Halbe Million Kilometer Glasfaser-Leitungen verlegt

„Glasfaserleitungen mit einer Länge von fast 500.000 Kilometern sind inzwischen in Deutschland verlegt“, berichtet Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. „In den Jahren 2022 bis 2025 wollen die Netzbetreiber insgesamt rund 50 Milliarden Euro in den Ausbau von Glasfasernetzen investieren.“ Bitkom fordert daher, die staatliche Gigabitförderung in den Jahren 2024 bis 2026 auf eine Milliarde Euro pro Jahr zu drosseln. „Damit würde der Bundeshaushalt um insgesamt sechs Milliarden Euro entlastet, ohne dass dies den Ausbau bremsen würde“, meint Rohleder.

Quelle: Bitkom

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger