Alle Artikel mit dem Schlagwort: Sachsen

 

Abb.: Freistaat Sachsen

Abb.: Freistaat Sachsen

Sachsen ist ein Bundesland im Südosten der Bundesrepublik Deutschland und hat derzeit (2014) rund vier Millionen Einwohner. Die Landeshauptstadt ist Dresden. Das historische Stammesgebiet des germanischen Stammes der Sachsen lag im Frühmittelalter vor allem im heutigen Niedersachsen.

Wissenschaftsnacht 2018 in Dresden: Analyse biologischer Substanzen im Max-Planck-Institut für molekulare Zellbiologie und Genetik Dresden. Foto: Heiko Weckbrodt

Großer Andrang zur Wissenschaftsnacht Dresden

Zehntausende wollten Experimente erleben, mit Robotern operieren und Lichtbögen blitzen sehen Dresden, 15. Juni 2018. Zehntausende Schaugierige sind heute dem Lockruf der Dresdner Forscher gefolgt und haben zur Wissenschaftsnacht deren Labore gestürmt. Besonders viel boten die Eierköpfe diesmal den Kleinsten – und bekamen im Gegenzug deren Hilfe: Kinder mixten herrlich blaues Hydrogeld für die Regenerations-Experten, hörten sich geduldig Mathematiker-Witze an, andere entlasteten die Uniklinik-Chirurgen und operierten an ihrer Stelle mit Da-Vinci-OP-Robotern.

Mehr Ingenieure braucht das Land - und mehr Ingenieur-Ausbilder. Foto (bearbeitet); Heiko Weckbrodt

Sachsen braucht mehr Ingenieur-Lehrer

HTW und TU Dresden bieten Pilotprojekt für Wechsler an Dresden, 15. Juni 2018. Das Industrieland Sachsen braucht angesichts des anhaltenden Wirtschafts-Aufschwungs mehr Ingenieure – und das bedeutet wiederum: auch mehr Ingenieurpädagogen. „Das erforderliche Studium, das mit dem Staatsexamen abschließt, ist bisher nur an Universitäten zu absolvieren“, schildert Prof. Rolf Koerber von der TU Dresden ein Problem. „Die Absolventenzahlen sind jedoch bei weitem nicht ausreichend. Auf Jahre hinaus werden jedes Jahr im berufsbildenden Bereich weit über 200 Lehrkräfte in Sachsen benötigt. Neue Wege der Qualifizierung müssen also gefunden werden.“

Der Saxonia Woman Award ist mit einer Plastik des Künstlers Ulrich Eißner verknüpft. Foto: Sabine Mutschke, Saxonia Systems

Saxonia schreibt Preise für Informatikerinnen aus

Dresdner Unternehmerin will mit dem „Saxonia Woman Award“ mehr Frauen für Software-Karriere begeistern Dresden, 13. Juni 2018. Informatik-Studentinnen aus Sachsen, Brandenburg und Berlin können sich bis zum 30. Juni um den „Saxonia Woman Award“ bewerben. Das Dresdner Software-Unternehmen „Saxonia Systems AG“ würdigt damit jährlich hervorragende Leistungen von Studentinnen der Informatik, Wirtschaftsinformatik und Medieninformatik. Saxonia-Chefin Viola Klein will damit erreichen, dass sich mehr Frauen für eine Karriere in der Software-Branche entscheiden.

Reinraumbrücke bei Globalfoundries Dresden. Foto: Globalfoundries

Wirtschaftsministerium: Kurzarbeit bei Globalfoundries durch Auftragsverlust

Minister sucht Gespräch mit dem Chipkonzern und Betriebsrat Dresden, 12. Juni 2018. Die Kurzarbeit und der geplante Personalabbau in der Dresdner Chipfabrik von Globalfoundries (GF) hat anscheinend auch mit Auftragsverlusten zu tun. Das geht aus einem Kommentar des sächsischen Wirtschaftsministers Martin Dulig (SPD) hervor. Demnach plane das Unternehmen die Kurzarbeit, „um den Verlust von wichtigen Aufträgen auszugleichen“. GF selbst hatte in seiner Ankündigung eher von einer Neuausrichtung im Markt gesprochen.

Da Vinci operiert und der Uni-Chor blitzt auf

Zur Dresdner Wissenschaftsnacht am Freitag erwarten Veranstalter rund 40.000 Besucher Dresden, 12. Juni 2018. Mit Elektronik-Origami, obsterkennenden Kühlschränken, universitären Chor-Flashmobs, den Innereien eines iPhones, operierenden Da-Vinci-Robotern und rund 730 weiteren popularwissenschaftlichen Attraktionen wollen die Veranstalter der Wissenschaftsnacht am Freitag (12. Juni 2018)  in Dresden einen neuen Rekord aufstellen. „Wir denken, dass wir diesmal die Marke von 40 000 Besuchern knacken können“, sagte Robert Franke, Chef der städtischen Wirtschaftsförderung.

Besucher schauen sich im Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf eine Nebelkammer an, die kosmische Teilchen sichtbar macht. Foto: Detlev Müller, HZDR

2500 Besucher im Forschungszentrum Rossendorf

Schwebende Pfannen und Laserschach locken zahlreiche Neugierige an Dresden-Rossendorf, 9. Juni 2018. Schachspiel mit Superlasern, schwebende Bratpfannen, Raketenstarts und ein magnetischer sechster Sinn – mit zahlreichen populärwissenschaftlichen Attraktionen lockten die Forscher des „Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf“ (HZDR) heute rund 2500 Neugierige in ihre Labors am Stadtrand von Dresden. Das teilte das HZDR heute mit. Insgesamt hatten die Wissenschaftler rund 150 Programmpunkte von Astrophysik über Clownerie bis Tumorforschung vorbereitet.

Modulares Hüftimplantat: Implantat-Schaft und -Hals können durch eine Art Baukastensystem und eine spezielle Schraubverbindung zwischen beiden Bestandteilen deutlich besser auf den Patienten angepasst werden. Abb.: Fraunhofer IWU

Anpassbares Hüftgelenk ausgezeichnet

Sächsisches Konsortium will für weniger Schmerzen durch Implantate sorgen Chemnitz/Leipzig, 9. Juni 2018. Eine neue Generation künstlicher Hüftgelenke soll dafür sorgen, dass Patienten weniger Probleme und Schmerzen mit Implantaten haben. Auch sollen die Gelenke billiger produzierbar und anpassbar sein. Für diesen Ansatz hat Bundes-Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) nun das Konsortium „Kunstgelenk – Netzwerk Endoprothetik“ unter Leitung des Fraunhofer-Instituts für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik (IWU) Chemnitz und des Universitätsklinikums Leipzig ausgezeichnet. Der Minister würdigte das Konsortium als Netzwrek-Projekt des Jahres 2018 im „Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand“ (ZIM).

Bioverfahrenstechnik-Studenten vom Team der Hochschule Anhalt mit ihrem Reaktor „SFP5 – Solution for Pollution 5" beim "99-€-Bioreaktor"-Wettbewreb 2017 an der TU Dresden. Foto: Kirsten Mann, Netzwerk Bioverfahrenstechnik, TUD

Kontest in Dresden: Wer baut besten Bioreaktor für 99 Euro?

Bioverfahrentechnik-Studenten aus ganz Deutschland versuchen sich Anfang Juli an der TU Dresden als MacGuyver des 21. Jahrhunderts Dresden, 6. Juni 2018. Eine Herausforderung, eines MacGuyvers aus der gleichnamigen 80er-Jahre-Fernsehserie würdig, haben Forscher der Technischen Universität Dresden (TUD) an die Bioverfahrenstechnik-Studenten der Republik ausgesandt: Mit einem bescheidenem Budget von nur 99 Euro sollen sie einen Bioreaktor bauen und der muss sich dann bei einem Kontest in Dresden bewähren. „Wir richten den Wettbewerb nun schon seit fünf Jahre aus“, berichtet Mitveranstalter Dr.-Ing. Felix Lenk von der TUD-Professur für Bioverfahrenstechnik. „Und wir hatten schon sehr originelle Konstruktionen dabei: aus alten PC-Gehäusen, aus Cola-Flaschen, mit einer Wippe oder mit einem umgedrehten Eimer, der wie ein Weihnachtsbaum mit Schläuchen geschmückt war.“

Coool-Case-Fabrik in Dresden. Foto: Coool Case

Cooolcase gibt PC-Fabrik in Dresden-Kaditz auf

Chef Michel: Unsere Wege passen nicht mehr zu denen von Heliatek Dresden, 4. Juni 2018. Cooolcase Dresden steht vor einer neuen Transformation-Stufe auf dem langen Weg vom ehemaligen Robotron-Werk zur Mechanik-Foundry: Das ehemalige Computer-Unternehmen zieht aus seiner früheren PC-Fabrik in Dresden-Mickten aus und überlässt sie der Organiksolar-Firma Heliatek. Das hat Cooolcase-Chef Christian Michel angekündigt. „Die Wachstumspläne und die industrielle Ausrichtung beider Unternehmen lassen sich nicht mehr vereinbaren“, sagte er auf DNN-Anfrage. „Einer muss weichen – und das werden wir sein.“

Thomas Heinle, Heinle, Wischer und Partner Freie Architekten, Dr. Peter Schneider, Leiter des Fraunhofer-Institutsteils EAS, Thomas Rachel, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung, Dr. Eva-Maria Stange, Sächsische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Prof. Dr. Reimund Neugebauer, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft, Prof. Dr. Albert Heuberger, Institutsleiter des Fraunhofer IIS (von links nach rechts) klopfen auf den Grundsteinen herum. Foto: Oliver Killig, Fraunhofer IIS/EAS,

Baustart für Fraunhofer-Neubau in Dresden

Institutsteil EAS erhält neue Gebäude am TU-Campus Dresden, 1. Juni 2018. Für die Elektronik-Forscher des Fraunhofer-Institutsteil „Entwicklung Adaptiver Systeme“ (EAS) entsteht nahe am Campus der TU Dresden ein fünfgeschossiger Neubau. Den Grundstein haben heute Fraunhofer-Präsident Reimund Neugebauer und weitere Wissenschaftler und Politiker haben für den 25 Millionen Euro teuren Fünfgeschosser den Grundstein an der Münchner Straße gelegt.

Tritt am 25. Mai 2018 auch in deutschland in Kraft: die neue Datenschutz-grundverordnung der EU. Fotos: hw, EU, Montage: Heiko Weckbrodt

Datenschutz-Grundverordnung: Sächsischer Beauftragter rechnet nicht mit Strafwelle

Für viele Unternehmen ändert sich morgen kaum etwas, meint der Datenschutzbeauftragte Dresden, 24. Mai 2018. Durch die umstrittene neue Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO), die morgen in Kraft tritt, wird sich für einen Großteil der Unternehmen in der Praxis nur wenig ändern. Das hat der sächsische Datenschutz-Beauftragte Andreas Schurig eingeschätzt. Wer sich bisher schon an das Bundesdatenschutz-Gesetz gehalten habe, für den werde sich durch die neue Grundverordnung der EU nicht allzu viele Änderungen ergeben. Für die Verbraucher hingegen ergeben sich mehr und einfacher durchsetzbare Rechte gegenüber Unternehmen.

Das entwicklungslabor von Elaskon in Dresden. Hier experimentiert Laborleiter Dr. Michael Taubert gerade mit neuartigen Beschichtungsmitteln für Kunststoff-Seile. Wenn es nach der Geschäftsführung geht, werden solche Forschungen in Dresden künftig eine viel stärkere Rolle spielen. Foto: Heiko Weckbrodt

Elaskon produziert künftig auch in China – weil dort Schutzzölle drohen

Schmierstoff-Hersteller will dafür Entwicklung in Sachsen stärken und plant Seil-Forschungszentrum in Dresden Dresden, 23. Mai 2018. Der Schmierstoff-Hersteller Elaskon will in Dresden ein Seil-Forschungszentrum aufbauen. Das hat Elaskon-Chef Karl Schwald angekündigt. „Wir haben für den September rund 150 internationale Fachleute aus der Branche zu einer Fachtagung zu unserem 90. Firmenjubiläum nach Dresden eingeladen“, teilte er mit. „Wir wollen sie überzeugen, hier ein Kompetenzzentrum für Seile zu unterstützen.“

Elisabeth von Sachsen, gemalt von Lucas Cranach dem Jüngeren um 1564. Repro aus: H. Lilienfein: Lucas Cranach und seine Zeit, 1942, Wikipedia, gemeinfrei

Elisabeth von Sachsen: Giftmörderin oder Giftopfer?

Biografie zeichnet das Bild einer unglücklichen Kurfürstentochter, die jung in der Ferne starb Was passiert, wenn man eine eingefleischte Lutheranerin mit einem noch fanatischeren Calvinisten verheiratet? Das kann eine wunderbar inspirierende Verbindung sein – heute. Im 16. Jahrhundert hingegen mündete solch eine Ehe zwischen Elisabeth von Sachsen (1552-1590) und Pfalzgraf Johann Kasimir (1543 bis 1592) in einer Tragödie: Eines Giftmordkomplotts gegen ihren Gatten beschuldigt, starb sie im Alter von nur 37 Jahren fern der Heimat. Hans-Joachim Böttcher hat der unglücklichen Kurfürstentochter nun eine eigene, längst überfällige Biografie gewidmet.

Verkauft Kristallzüchtungs-Öfen und Supraleit-Technik aus Dresden weltweit: SciDre-Chef Robert Schöndube. Foto: Heiko Weckbrodt Foto: Heiko Weckbrodt

Supraleit-Pumpen für den Helium-Durst

Scidre Dresden baut Pumpen, deren supraleitende Lager keine Reibung kennen Dresden, 15. Mai 2018. Reibung ist die Erz-Krux für den Maschinenbauer: So stark er oder sie auch das Auto motorisiert, die Turbine antreibt, die Batterien verstärkt: Immer fressen Reibung und Luftwiderstand viel wertvolle Energie auf, verplempert sie als Abwärme. Das Technologie-Unternehmen „Scidre“ arbeitet nun in Dresden an einer neuen Generation von Maschinen, in denen zumindest einige Teile keine Haftreibung mehr kennen: Dank des sogenannten Supraleit-Effektes schweben hier die rotierenden Achsen in den Lagern – gehalten von sehr starken Magnetfeldern, aber ohne Extra-Stromzufuhr. Als erstes Produkt hat das Unternehmen eine Pumpe für flüssiges Helium vorgestellt, das so kalt ist, dass klassische Kugellager hier sofort festfressen würden.

Der Energiesektor von Siemens konnte erst kürzlich wieder Großaufträge in Ägypten und in Belgien an Land ziehen - hier ein Blick in die Turbinenmontage im Berliner Siemens-Werk. Das IfW rechnet damit, dass sich das Wirtschaftswachstum in Deutschland noch beschleunigen wird. Foto: Siemens

Siemens schließt Werk Görlitz doch nicht

Konzern und Gewerkschaft einigen sich über Nacht Berlin/Dresden/Görlitz, 8. Mai 2018. Der deutsche Technologie-Konzern Siemens wird seine Fabrik in Görlitz doch nicht schließen, wie ursprünglich avisiert. „Der Standort Görlitz wird zur weltweiten Zentrale für das Industriedampfturbinengeschäft ausgebaut“, teilte die Siemens-Konzernzentrale nach nächtlichen Verhandlungen mit dem Betriebsrat und der IG Metall heute mit. Allerdings will das Unternehmen hier weiter Jobs streichen. Gewerkschaften und das Wirtschaftsministerium in Dresden begrüßten im Grundsatz die Einigung.