Alle Artikel in: Automobilindustrie

Porsche spendiert der TU Dresden einen schnellen Elektro-Taycan. Foto: Porsche AG / TUD

Porsche übergibt Dresdner Forschern neuen Elektro-Sportwagen

TU-Mechatroniker wollen Schnelllade-Systeme und Lademanagement verbessern Dresden, 17. September 2021. Ein Job in der universitären Fahrzeugforschung kann gelegentlich angenehme Nebeneffekte mit sich bringen: Die Mechatroniker vom Institut für Automobiltechnik Dresden (IAD) können fortan mit einem nagelneuen Elektro-Porsche durch die Stadt fahren – natürlich nur zu Forschungszwecken. Denn damit Porschefahrer ihre Elektro-Sportwagen künftig schneller und effizienter aufladen können, wollen der Fahrzeughersteller und die TU Dresden ihre Forschungskooperation nun auszubauen. Dafür hat Oliver Seifert, der bei Porsche die Elektrik-Entwicklung leitet, heute dem Institut für Automobiltechnik Dresden (IAD) einen elektrischen Porsche Taycan, ein Schnellladesystem sowie ein Test-Cockpit übergeben.

Senec übergibt vor der VW-Manufaktur Dresden 50 Elektroautos vom Typ ID3. Foto: Senec

Größte Elektroauto-Auslieferung in Dresden

Energiespeicher-Hersteller Senec aus Leipzig rüstet Partner mit ID3-Stromern aus Dresden/Leipzig, 8 September 2021. Der Energiespeicher-Hersteller „Senec“ aus Leipzig hat in Dresden 50 Elektroautos des Typs VW ID3 an die Installateure seine Partnerfirmen übergeben. Das hat das Unternehmen heute mitgeteilt. Es habe sich um die „bislang größte Fahrzeugübergabe“ in der gläsernen VW-Manufaktur Dresden gehandelt.

Eine Auswahl elektronischer Bauelemente von Bosch für den Einsatz in den Autoindustrie. Foto: Heiko Weckbrodt

Ifo: Nachschubprobleme für deutsche Industrie verschärfen sich

69 Prozent der Industriefirmen beklagen Materialmangel München, 8. September 2021. Die deutsche Industrie hat wachsende Probleme, sich mit genügend Computer-Chips, Holz, Stahl und anderen Bauteilen und Rohstoffen einzudecken, um die anziehende Auftragslage abzudecken. „Der Materialmangel in der deutschen Industrie hat sich weiter verschärft“, berichtet das Wirtschaftsforschungsinstitut „Ifo“ aus München.

So etwa sieht der Prototyp des Wasserstoff-Motors von innen aus. Visualisierung: WTZ Roßlau

Wasserstoff-Motor als Brücke zum abgasfreien Laster?

Studie: H2-Motor ist zwar nicht schadstofffrei, aber ökologischer als der Diesel und billiger als die Brennstoffzelle Zwickau/Leipzig, 7. September 2021. Der Dieselmotor ist zwar weiterhin das „effektivste Transportmittel in einem Gesamtsystem Erzeugung, Transport und Lkw“. Angesichts umweltpolitischer Vorgaben und immer schärferer Abgas-Grenzen wären der ostdeutsche Fahrzeugbau und die Logistikbranche gut beraten, beizeiten praxistaugliche Alternativantriebe auf Basis von Wasserstoff (H2) zu entwickeln. Das geht aus einer Studie „Wasserstoff als Kraftstoff im 40t-Lkw“ hervor, die Prof. Joachim Böhme von der Westsächsischen Hochschule Zwickau (WHZ) nun für den Automobilindustrie-Verband „Automotive-Cluster Ostdeutschland“ (ACOD) in Leipzig erstellt hat. Darin empfiehlt Böhme ausdrücklich, nicht nur an Brennstoffzellen-Antrieben zu arbeiten, sondern auch an Wasserstoff-Verbrennungsmotoren.

Volkswagen hat einen ersten ID-Store in seiner gläsernen Manufaktur in Dresden eröffnet - und steigt damit in den Direktvertrieb à la Apple oder Tesla ein. Foto: Oliver Killig für Volkswagen Sachsen

Ostdeutschland ist elektromobiler Taktgeber der Autoindustrie geworden

Autohersteller, Zulieferer und Logistiker treffen sich zum ACOD-Konkress in Dresden Dresden/Leipzig, 30. August 2021. Mittel- und Ostdeutschland haben sich in den vergangenen Jahren mehr und mehr zu einem Zentrum und Taktgeber für die Transformation der deutschen Autoindustrie hing zur Elektromobilität entwickelt. Das hat der Verein „Automotive Cluster Ostdeutschland“ (ACOD) im Vorfeld des ACOD-Kongresses 2021 gemeinsam mit dem „Mitteldeutschen Logistikforum“ am 1. September 2021 in Dresden eingeschätzt.

Der Automobilzuliefer-Konzern "Continental" investiert in das Leipziger KI-Unternehmen "Kopernikus Automotive". Foto: TGFS

Frisches Geld für Leipziger Kopernikus-KI

Continental und Co. setzen auf automatisierte Einpark-Dienste der Künstlichen Intelligenz Leipzig, 3. August 2021. Der Fahrzeugtechnik-Zulieferer Continental und weitere Risikokapitalgeber steigen beim sächsischen Technologie-Unternehmen „Kopernikus Automotive“ ein. Das geht aus Mitteilungen von Continental sowie des „Technologiegründerfonds Sachsen“ (TGFS) hervor, letzterer gehört bereits seit längerem zu den Anteilseignern. Den Dosis der Kapitalspritze wollte der TGFS allerdings nicht verraten. Kopernikus will mit dem frischen Geld unter anderem seine Künstliche Intelligenz (KI) weiterentwickeln, die fahrerlose Autos in Parkhäusern und auf Fabrikarealen steuert.

Ein VW-Mitarbeiter lädt ein ID4-Elektroauto im Volkswagen-Werk in Zwickau. Foto: Oliver Killig

Eine Million elektrische Straßenfahrzeuge in Deutschland

Alte Kanzlerinnen-Vorgabe nun doch noch (einigermaßen) erfüllt Berlin, 2. August 2021. In Deutschland gibt es inzwischen rund eine Million Elektroautos, -busse und -laster. Darauf hat das Bundeswirtschaftsministerium heute hingewiesen. Die runde Zahl hat eine politische Dimension. Denn damit hat die Bundesrepublik – großzügig gerechnet – trotz aller Unkenrufe doch noch kurz vor dem Ende von Angela Merkels Kanzlerschaft einigermaßen eine wichtige Zielmarke geschafft, die die CDU-Politikerin vor einer Dekade ausgebeben hatte: Bis 2020, so hatte es die Kanzlerin damals avisiert, soll rund eine Million Elektroautos auf Deutschlands Straßen unterwegs sein.

Tracetronic-Chef Rocco Deutschmann (links) und VW-Elektronikentwicklungsleiter Axel Heinrich halten ein "e" und ein "o" zusammen. die Buchstaben symbolisieren das gemeinsame Joint-Venture ""Neocx". Foto: Volkswagen

Autosoftware zu komplex: VW und Tracetronic gründen Joint Venture in Dresden

Neocx soll automatische KI-Testplattform für Volkswagen-Gruppe aufbauen Dresden/Wolfsburg, 30. Juli 2021. Weil gute Software im Digitalisierungs-Zeitalter immer mehr darüber entscheidet, ob sich ein Auto überhaupt noch verkaufen lässt, diese Computerprogramme andererseits immer komplexer werden, haben „Volkswagen“ und „Tracetronic“ in Dresden das gemeinsame Softwaretest-Unternehmen „Neocx“ gegründet. Das startet mit 25 Mitarbeitern und soll später über 100 Menschen in Dresden und Wolfsburg beschäftigen. Das haben die beiden Partner heute in der sächsischen Landeshauptstadt mitgeteilt.

Bosch und die Konsortialpartner von "progressivKI" wollen künftig "Künstliche Intelligenzen" einsetzen. um immer komplexere Autoelektronik zu entwerfen. Da KI auch für die Steuerung autonomer und vernetzter Fahrzeuge benötigt wird, kann das in letzter Instanz dazu führen, dass die KI immer neue Tochter-KIs entwirft. Grafik: Bosch

KI konstruiert künftig Autoelektronik selbst

Bund gibt 11,2 Millionen für Projekt „progressivKI“ – Bosch und Cloud&Heat Dresden an Bord Hildesheim/Dresden, 24. Juni 2021. Weil die Elektroniksysteme in Autos immer komplexer werden und für den einzelnen Menschen kaum noch im Ganzen überschaubar sind, sollen künftig „Künstliche Intelligenzen“ diese Elektronikentwicklung übernehmen. Unter Federführung der „Robert Bosch Car Multimedia GmbH“ aus Hildesheim will ein Konsortium von 18 Partnern – darunter auch „Cloud&Heat“ aus Dresden – bis zum Frühjahr 2024 ein solches KI-gestütztes Entwurfs- und Prüfsystem für Autoelektronik entwickeln. Das Bundeswirtschaftsministerium fördert das „progressivKI“ genannte Projekt mit 11,2 Millionen Euro.

Merge-Forscher Dr. Roman Rinberg von der TU Chemnitz platiert Markierungen für eine 3D-Messung der Mikrosandwich-Kartentasche. Foto: Jacob Müller für die TU Chemnitz

Alte Plasteflaschen enden als Mercedes-Hutablage

TU Chemnitz entwickelt leichte Sandwich-Bauteile für den Fahrzeugkonzern Chemnitz, 21. Juni 2021. Alte Plasteflaschen fristen künftig ein zweites Leben als Luxusauto – oder zumindest als ein Teil davon. Leichtbau-Ingenieure der Uni Chemnitz haben nun nämlich gemeinsam mit Daimler Benz besonders leichte Sandwich-Bauteile entwickelt, deren Schaumkern aus wiederverwertetem Polyethylen-Terephthalat (PET) besteht. Das hat die TU Chemnitz nun mitgeteilt.

Gerade im Winter - hier eine Stromladesäule in Dresden - sinkt die Reichweite der meisten Elektroautos drastisch. Neue Akku-Generationen, wie sie das Marbel-Konsortium plant, sollen für Abhilfe sorgen. Foto: Heiko Weckbrodt

Katalanen und Sachsen forschen an Schnelllade-Marbel-Akku

Fraunhofer-Maschinenbauinstitut IWU aus Chemnitz steuert Metallschaum-Kühlwände bei Barcelona/Chemnitz, 23. Mai 2021. Das europäische Konsortium „Marbel“ will eine neue Generation leichter, langlebiger und modularer Akkus entwickeln, die Elektroautos mehr Reichweite ermöglichen, sich schnell wieder aufladen und auch wieder reparieren lassen. Unter katalanischer Führung haben sich dafür 16 Forschungseinrichtungen und Unternehmen aus sieben Ländern zusammengetan, darunter auch das Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik (IWU). Die Sachsen wollen für den geplanten neue Super-Akku eine Leichtbau-Hülle aus Metallschaum beisteuern, die den Energiespeicher kühl hält. Das geht aus einer IWU-Mitteilung hervor.

Will ausbauen: Geschäftsführer Rocco Deutschmann. Foto: Heiko Weckbrodt

Tracetronic baut für 22 Millionen Euro in Dresden aus

Autosoftware-Unternehmen erweitert sich wegen großer Nachfrage Dresden, 30. April 2021. Tracetronic baut seinen Firmensitz in Dresden-Gittersee für 22 Millionen Euro aus. Der neue Komplex werde rund 6600 Quadratmeter Platz für bis zu 350 Mitarbeiter bieten, wenn er 2022 fertiggestellt sei, teile das Autosoftware-Unternehmen zur Grundsteinlegung mit.

Der elektrische Stadtgeländewagen (SUV) ID4 von VW. Foto: Volkswagen

Elektro-VW ID4 aus Sachsen ist „Auto des Jahres“

„Klasse Stimmung“ in der Volkswagen-Fabrik Zwickau Zwickau/New York, 20. April 2021. Das „Welt-Auto des Jahres 2021“ ist ein Sachse: 93 internationale Motorjournalisten haben den batterie-elektrischen Stadtgeländewagen (SUV) „ID4“ aus Zwickau zum „World Car of the Year“ gekürt. Das haben die Volkswagen-Zentrale in Wolfsburg und die Weltauto-Fachjury in New York mitgeteilt.

Vorserien-Modell aus der ID-Familie in der Volkswagen-Manufaktur Dresden. Foto: Heiko Weckbrodt

Sachsen wird Europas führende Elektroauto-Fabrik

Cati-Analyse: Jedes 5. europäische Akku-Auto ist bereits „Made in Saxony“ Chemnitz/Zwickau, 9. April 2021. Deutschland ist im Corona-Jahr 2020 zum Spitzenreiter der Elektroauto-Produktion in Europa aufgestiegen – und Sachsen hat wesentlichen Anteil daran: Das geht aus dem neuen „E-Mobility Dashboard 2020“ des „Chemnitz Automotive Institute“ (Cati), einem An-Institut der TU Chemnitz, hervor.