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Altana steigt bei Elektronikdruck-Firma Saralon Chemnitz ein

Gedruckte Batterie. Foto: Saralon

Gedruckte Batterie. Foto: Saralon

Westdeutscher Chemiekonzern beteiligt sich an TU-Ausgründung

Chemnitz/Wesel, 20. Dezember 2022. Der Spezialchemiekonzern „Altana“ aus dem rheinischen Wesel steigt über seine Tochter „Eltanas“ beim Chemitzer Elektronikdruck-Unternehmen „Saralon“ ein. Das haben Altana und der „Technologiegründerfonds Sachsen“ (TGFS) mitgeteilt. Über den Umfang der Kapitalbeteiligung machten die Partner keine Angaben.

Leitfähige Tinte und Umrüst-Lösungen für klassische Druckereien

Saralon entstand 2015 aus einer Forschungsgruppe von Prof. Arvard C. Hübler an der TU Chemnitz heraus und hat sieben beschäftigte. Das Unternehmen spezialisierte sich auf leitfähige Tinte, mit der sich einfache Elektronik, Sensoren und Batterien drucken lassen. Außerdem produziert es Bauteile, mit denen sich klassische Druckereien für den Elektronikdruck aufrüsten lassen.

Leitfähige Tinte aus Chemnitz für den Elektronikdruck. Foto: Salaron

Leitfähige Tinte aus Chemnitz für den Elektronikdruck. Foto: Salaron

Eltanas-Technologiechef lobt „innovative und nachhaltige Lösungen“ der Sachsen

„Mit seinen leitfähigen Tinten und Elektronikbauteilen hat Saralon innovative und nachhaltige Lösungen entwickelt, die bereits heute zum Einsatz kommen“, erklärte Eltanas-Technologiechef Gerd Krämer. Durch den Einstieg der Altana-Gruppe könnten die Chemnitzer nun ihre „Produkte weiterentwickeln und flächendeckend in den Markt für gedruckte Elektronik einführen“. Eltanas-Chef Moazzam Ali hofft nun auf einen Wachstumsschub für das sächsische Unternehmen.

Video zum Multimedia-
Papier. Quelle: TUC

Chemnitzer sorgten bereits mit Multimedia-Buch für Furore

Mit der Elektroniktinte von Eltanas werden laut Firmenangaben heute bereits Energiespeicher sowie Sensoren für Feuchtigkeit, Temperatur und Druck auf verpackungen gedruckt. „Damit lassen sich zum Beispiel Kühlketten effizient und nachhaltig überwachen.“ Künftig sollen damit auch komplexere Schaltkreise druckbar sein, beispielsweise für interaktive Bücher. Mit solch einem Buch namens „T-Book“, das Videos zeigen und über eingedruckte Lautsprecher auch Töne erzeugen kann, hatten die Uni und ihre Ausgründung bereits vor einigen Jahren auch deutschlandweit für Schlagzeilen gesorgt.

Autor: hw

Quellen: Altana, TUC, Saralon