Alle Artikel mit dem Schlagwort: Saxony

Blick in die "Plastic Logic"-Fabrik für elektronisches Papier in Dresden. Foto: PL

Plastic Logic Dresden stoppt Produktion von e-Papier

Schon alle Aufträge bis 2019 abgearbeitet – Fabrik hat Auslastungsprobleme Dresden/Cambridge, 3. Oktober 2018. Die Fabrik von „Plastic Logic“ (PL) im Dresdner Norden hat ihre Produktion von elektronischem Papier wegen mangelnder Auslastung gestoppt. „Wir haben das getan, weil wir bereits soviel Material für unseren Hauptkunden gefertigt haben, dass es bis ins Jahr 2019 hinein reicht“, teilte Plastic-Logic-Chef Tim Burne auf Oiger-Anfrage schriftlich mit. Das Unternehmen bespreche derzeit mit diesem Hauptkunden dessen Nachfrage-Pläne.

Wassergekühltes Mikro-Rechenzentrum von Stulz mit "Cloud & Heat"-Wärmegewinner. Foto: Beil2

Mini-Rechenzentren übernehmen die Heizung

Cloud & Heat aus Dresden und Stulz Hamburg kooperieren Dresden/Hamburg, 2. Oktober 2018. Um auch kleine Rechenzentren effektiver arbeiten zu lassen, kooperieren nun die Unternehmen „Cloud & Heat“ aus Dresden und Stulz aus Hamburg technologisch. Die Hamburger werden künftig das vom Dresdner Unternehmen entwickelte Abwärme-Rückgewinnungssystem als Ausstattungsoption für die Computer der „MicroDC“-Serie anbieten, teilte „Cloud & Heat“ mit. Die Dresdner erhoffen sich dadurch neue Vertriebskanäle für ihre Technik.

Das entwicklungslabor von Elaskon in Dresden. Hier experimentiert Laborleiter Dr. Michael Taubert gerade mit neuartigen Beschichtungsmitteln für Kunststoff-Seile. Wenn es nach der Geschäftsführung geht, werden solche Forschungen in Dresden künftig eine viel stärkere Rolle spielen. Foto: Heiko Weckbrodt

Elaskon etabliert Seil-Kompetenzzentrum in Sachsen

70 Experten zur Elaskon-Jubiläumstagung in Dresden Dresden, 14. September 2018. Rund 70 Seil- und Schmierstoff-Experten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz diskutieren derzeit auf einer Fachtagung in Dresden die neuesten Trends und Marktchancen in ihrer Branche. Anlass der Tagung war das 90. Jubiläum der einladenden Firma „Elaskon“. Das Chemie-Unternehmen sieht das Kolloquium zugleich als Auftakt, um ein Kompetenzzentrum für Draht- und Faserseile in Dresden zu etablieren. Gemeinsam mit den Partnern, der TU Dresden und der Kluge GmbH aus Königswartha, verfolge man „die Vision, das Knowhow von Forschung,  Entwicklung und dem Wissen über Herstellung und Anwendung“ von Seilen und deren Schmierstoffen in Sachsen zu bündeln, hieß es vom Elaskon.

Optischer Aufbau für Experimente mit verschränkten Photonen am IFW Dresden, Foto: Jürgen Lösel für das IFW Dresden

Antenne für abhörsichere Quanten-Kommunikation

Dresdner Forscher stellen bisher hellste Quelle für verschränkte Lichtteilchen vor Dresden/Hannover, 2. September 2018. Kein Sicherheits-Code ist unknackbar. Das haben das deutsche Enigma-Desaster, die von den Briten entschlüsselten sowjetischen Geheimdienst-Telegramme und über 5000 Jahre Kryptographie-Erfahrung immer wieder bewiesen. Im Digitalzeitalter können derartige Sicherheits-Lecks dramatische Folgen haben, wenn sich im kommenden „Internet der Dinge“ alles mit allem vernetzt: Was Cybergangster anstellen können, wenn sie über vernetzte Krankenhäuser, Fabrikroboter oder dicht rasende Pulks aus autonom fahrenden Autos Kontrolle erringen, mag sich jeder leicht ausmalen. Abgesehen davon hat der NSA-Skandal erneut gezeigt, dass Deutschland gut beraten ist, sich nicht auf Netzwerktechnik aus den USA (oder China) zu verlassen. „Q.Link.X“: 24 Institute entwickeln deutschen Quantenrepeater Daher entwickelt ein „Q.Link.X“-Konsortium aus 24 deutschen Unis und Instituten nun im Bundesauftrag ein völlig neues System für abhörsichere Kommunikation, das nicht mehr auf Schlüsseln, sondern auf Quanteneffekten basiert. Um die benötigten verschränkten Lichtteilchen zu erzeugen, haben Forscher aus Dresden und Hannover nun eine Photonen-Antenne mit Rekord-Ausbeute entwickelt. „Mit einer Ausbeute von 37 % pro Puls ist es die hellste Quelle verschränkter Photonen“, teilte …

Betriebsleiter Uwe Dittrrich (rechts) und Rüdiger Ackermann (links) erklären Ministerpräsident Michael Kretschmer, was Schill & Seilacher in Standort Pirna herstellt und wie weit sie mit dem Wiederaufbau von Betriebsteil P1 vorangekommen sind. Foto: Heiko Weckbrodt

Nach Explosion: Wiederaufbau in Chemiefabrik Pirna-Neundorf

„Schill & Seilacher“ feiert Richtfest für neue P1-Anlage Pirna, 31. August 2018. Der nach einer Explosion wiederaufgebaute Chemiefabrikteil von „Schill & Seilacher“ in Pirna-Neundorf ist nun rohbaufertig. Sieben Millionen Euro investiert das aus Schwaben stammende Spezialchemikalien-Unternehmen in den Wiederaufbau der zerstörten Anlage,. Insgesamt, so sagte Geschäftsführer Rüdiger Ackermann beim Richtfest werde die Gruppe einen „zweistelligen Millionenbetrag“ in den nächsten fünf Jahren in den Wiederaufbau und die Erweiterung des Standortes Pirna stecken werde. „Wir stellen dabei die Sicherheit an die erste Stelle“, betonte er.

Vorsicht Laser! Im ELBE-Komplex des HZDR in Rossendorf herrschen strenge Sicherheitsbestimmungen. Foto: Heiko Weckbrodt, "Creative Commons"-Lizenz 3.0 (freie Nutzung unter Namensangabe)

TU-Laserexperten wollen Ausbeute organischer Solarzellen um ein Drittel erhöhen

Lichtverstärker sollen im Endlosbetrieb Stromsammler mit Nanomusters veredeln Dresden, 29. August 2018. Laser-Experten von der TU Dresden wollen mit einer speziellen Nanogravur erreichen, dass biegsame organische Solarzellen aus Dresden bald deutlich mehr Energieausbeute erreichen. Das hat um Prof. Andrés Lasagni angekündigt, der den Lehrstuhl für „Laserbasierte Methoden der großflächigen Oberflächenstrukturierung“ leitet. „Organische Photovoltaik kann damit etwa 37 Prozent effizienter werden“, schätzte Lasagni ein.

HAP-gründer Steffen Pollack (links), Roland Giesen und Heinz Martin Esser (rechts) vor der Fabmatics-Fabrik im Dresdner Norden. Foto: Sven Claus für Fabmatics

Fabmatics Dresden bekommt neuen Chef

Chemnitzer Mana ger Giesen löst HAP-Gründer Pollack ab Dresden, 14. August 2018. Im Automatisierungs-Unternehmen „Fabmatics“ in Dresden zeichnet sich ein Chefwechsel ab: Der 49-jährige Chemiker und Manager Roland Giesen vom Chemnitzer Technologieunternehmen 3D-Micromac wird sich ab dem 1. September 2018 in Dresden einarbeiten und löst dann am 1. Januar 2019 den 60-jährigen Geschäftsführer Steffen Pollack ab.

Eric Pankenin, Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur für Materialsysteme der Nanoelektronik, überprüft in einem Reinraum die Funktion einer hermetisch und gasdicht abgeschlossenen Glovebox. In dieser Box, die auch als Handschuhkasten bezeichnet wird, kann mit empfindlichen oder gefährlichen Materialien in einer abgeschotteten Schutzgas-Atmosphäre gearbeitet werden. Foto: Jacob Müller

Neues Nanomembran-Forschungszentrum in Chemnitz

Main-Laborbau kostete 34,3 Millionen Euro Chemnitz, 13. August 2018. Die Chemnitzer Materialforscher haben heute offiziell ein neues „Zentrum für Materialien, Architekturen und Integration von Nanomembranen“ (Main) in Betrieb genommen. Das haben die TU Chemnitz und das sächsische Finanzministerium mitgeteilt. Der rund 34,3 Millionen Euro teure Laborbau biete etwa 100 Wissenschaftlern modernste Forschungs- und Arbeitsbedingungen, hieß es. Baubeginn war im Sommer 2015.

Blick in einen Reinraum der "First Sensor"-Gruppe. Foto: First Sensor

First Sensor Dresden rechnet mit Wachstum im Autosektor

Elektronikbetriebe bekommen Großaufträge aus Mobilitätssektor Dresden/Berlin, 8. August 2018. Zertifikatoren haben den Dresdner Elektronikschmieden von „First Sensor“ bescheinigt, dass sie den strengen Qualitätsstandard „IATF 16949“ erfüllen. Sie hoffen, dadurch nun mehr Aufträge aus der Automobilindustrie an Land ziehen zu können. Das geht aus einer Pressemitteilung der Berliner Unternehmenszentrale hervor.

Netzhaut-Zellen unter dem Mikroskop. Foto: Dr. Richard Wetzel

Elektronische Netzhäute und organische Implantate

Organikelektronik-Experten tagen im Oktober in Dresden Dresden, 7. August 2018. Organische Elektronik kann für eine neue Generation patientenorientierter Medizintechnik führen: Retina-Implantate aus diesen biologie-nahen Materialien sollen für weniger Abstoßungs-Reaktionen im menschlichen Auge führen. Und Verbände, in die biegsame und dünne organische Sensoren eingewoben sind, könnten die Wundheilung beim Patienten automatisch überwachen – und zum Beispiel drohende Infektionen melden. Diese und weitere Anwendungen für flexible Elektronik wollen Medizintechniker, Physiker, Fraunhofer-Ingenieure, Mediziner, Krankenkassen-Vertreter und andere Experten fachübergreifend auf einem „Innovationsforum Flexmed“ Ende Oktober in Dresden diskutieren.

Die Entwickler vom Fraunhofer-Institut FEP in Dresden schmelzen organische Farb-Mikrobildshcirme mit dem elektronenstrahl. Foto: Fraunhofer FEP

Fraunhofer Dresden schneidert mit E-Strahlen organische Farbbildschirme

Mini-Displays sollen für leichtere und brillantere Datenbrillen sorgen Dresden, 6. August 2018. Fraunhofer-Ingenieure aus Dresden haben einen Weg gefunden, besonders brillante Mini-Farbbildschirme aus organischen Materialien mit Elektronenkanonen zu erzeugen. Vor allem für leichtere Datenbrillen, digitale Medizintechnik und elektronisch aufgerüstete Textilien wären solche dünnen und leistungsstarken Displays sinnvoll einsetzbar, schätzten die Forscher des „Fraunhofer-Institut für Organische Elektronik, Elektronenstrahl- und Plasmatechnik“ (FEP) aus Dresden ein.

Aus 150 Tonnen komplexer Erze, die aus dem „Besucherbergwerk Zinnkammern Pöhla“ im Erzgebirge (Bild) entnommen wurden, wollen Forscher Metalle auf wirtschaftliche Weise gewinnen. Foto. HZDR

Forscher wollen Komplexerze aus Erzgebirge verwerten

Die eigentlich längst ausgelaugten Lagerstätten könnten mit Computerhilfe noch Indium & Co. hergeben Freiberg, 6. August 2018. In Film und Fernsehen haben es Metallschürfer recht einfach: Sie greifen einmal in den Fluss und holen beispielsweise einen dicken Goldklumpen heraus. So funktioniert das längst nicht mehr: Elementares Metall ist fast nirgends mehr auf der Erde zu finden und schon gar nicht nahe der Erdoberfläche. Viel öfter finden die Bergleute nur noch sogenannte „Komplexerze“ in der Erde, die mehrere Metalle und viel unbrauchbaren Stein enthalten. Zwei Forschungskonsortien namens „Fame“ und „AFK“ versuchen nun im sächsischen Erzgebirge, mit Computerhilfe neue Aufbereitungs-Technologien zu entwickeln, um auch diese ungeliebten Komplexerze noch wirtschaftlich und mit geringem Energieverbrauch zu verwerten. Das teilte das Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcentechnologie (HIF) mit, das im „Fame“-Projekt mitarbeitet.

Die Rechenzentrum-Container von "Cloud & Heat" Dresden werden künftig in Tschechien in Serie produziert. v.l.n.r.: Miroslav Cerník, Sales Manager Foxconn - Nicolas Röhrs, CEO Cloud&Heat Technologies - Vladislav Král, Managing Director TradeDX - Dr. Marius Feldmann, COO Cloud&Heat Technologies Foto: Cloud & Heat

Rechenkraft aus dem Container

„Cloud & Heat“ Dresden sieht sich auf dem Sprung zum Großunternehmen Dresden, 24. Juli 2018. Beim Computerunternehmen „Cloud & Heat“ aus Dresden füllen sich die Auftragsbücher. Die Uni-Ausgründung wechselt daher in die nächste Liga: Mit neuem Geschäftsmodell und neuen Partnern startet das Unternehmen nun die Serien-Produktion von Computer-Containern. Diese mit Rechentechnik und Kühlsystemen ausgerüsteten Großbehälter lassen sich schnell und modular zu großen Rechenzentren auf fast jedem Ort der Welt zusammensetzen – und heizen „ganz nebenbei“ noch Häuser. Geplant ist zunächst ein Produktionsausstoß von 240 Supercomputer-Containern pro Jahr. Dies sei „ein wichtiger Meilenstein in der Entwicklung vom einstigen Start-up zu einem weltweit operierenden Unternehmen“, betonte „Cloud & Heat“-Chef Nicolas Röhrs.

Das Auto-Bauteil demonstriert einen Teil der im Verbundprojekt "ReLei" entwickelten Technologie. Es besteht zu 80 Prozent aus wiederverwerteten Kohlenstoff-Fasern und anderen Recycling-Stoffen. Foto: ILK der TUD

Elektroautos aus Karbon-Müll

Dresdner Ingenieure bauen Autoteile aus wiederverwerten Kohlefaser-Materialien Dresden, 23. Juli 2018. Forscher des “Instituts für Leichtbau und Kunststofftechnik” (ILK) Dresden haben leichte Autobauteile aus Karbon vorgestellt, bei deren Herstellung sie von Anfang an darauf geachtet haben, dass das Material nach der Autoverschrottung wiederverwertet werden kann. Das hat die TU Dresden mitgeteilt, zu der das ILK gehört.

Ein Ericsson-Mitarbeiter misst in einem gegen Elektromagnetische Außenstrahlung abgeschirmten Labor neue 5G-Netzwerktechnik aus. Foto: Ericsson

Solardach und Kühlschrank flüstern per 5G

“National 5G Energy Hub“ in Dresden gegründet Dresden, 19. Juli 2018. „Die Energiewende funktioniert nicht ohne Kommunikation“, ist Mobilfunk-Experte Prof. Frank Fitzek von der Technischen Universität Dresden (TUD) überzeugt. Denn statt großer Kraftwerke auf der einen und Standardverbraucher auf der anderen Seite führt die deutsche Wende hin zu sogenannten „erneuerbaren Energien“ zu einer Dezentralisierung des Energiesektors – vielen kleinen Erzeugern und Verbrauchern, die heute mehr schlecht auf recht aufeinander abgestimmt sind. Deshalb haben Fitzek sowie weitere Forscher und Industriepartner heute in Dresden das mit viereinhalb Millionen euro dotierte „National 5G Energy Hub“ (n5geh) gegründet.