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Sensry und Legic arbeiten an sicheren Sensorknoten

Das Basismodul für die universelle Sensorplattform entstand in einem Kooperationsprojekt zwischen Globalfoundries Dresden und mehreren Fraunhofer-Instituten. Foto: Fraunhofer EAS

Ein Basismodul für eine universelle Sensorplattform, wie sie Sensry derzeit einsetzt. Foto: Fraunhofer EAS

Sachsen und Schweizer arbeiten gemeinsam an einem „Industrie 4.0“-Elektronikbaukasten der nächsten Generation

Dresden/Zürich, 15. November 2021. Die Technologie-Unternehmen „Sensry“ aus Dresden und „Legic Identsystems“ aus Zürich wollen künftig gemeinsam besonders abgesicherte Sensorelektronik entwickeln, vor allem für den Einsatz an Geräten im „Industriellen Internet der Dinge“ (IIoT) beziehungsweise der „Industrie 4.0“. Das haben beide Unternehmen mitgeteilt.

Konrad Herre. Foto: Heiko Weckbrodt

Konrad Herre. Foto: Heiko Weckbrodt

Erste Muster für Frühjahr 2022 avisiert

Die Partner wollen gemeinsam eine leicht konfigurierbare und erschwingliche „Industrial IoT Sensor-Plattform“ realisieren, informierte Sensry-Chef Konrad Herre. „Sie soll Kunden ermöglichen, sich auf ihre IoT-Anwendungen und Geschäftsmodelle zu konzentrieren, ohne Zeit für zugrundeliegende Konnektivitäts-, Sensor- oder Sicherheitsprobleme aufbringen zu müssen.“ Erste Muster der neuen Sensorknoten-Familie sollen im Frühjahr 2022 fertig sein.

Sensry steuert Sensor-Elektronikmodule bei, Legic die Sicherheits-Expertise

Legic bringt in die Entwicklungspartnerschaft seine Erfahrungen mit kontaktlosen Sicherheitslösungen ein. Das Schweizer Unternehmen wurde 1992 gegründet und ist auf sichere Identifizierungsverfahren zum Beispiel über die Funktechniken Bluetooth, RFID und NFC spezialisiert.

Globalfoundries Dresden setzt vorausschauende Wartung für Reinwasser-Ventile ein. Foto: Globalfoundries

Globalfoundries Dresden setzt vorausschauende Wartung für Reinwasser-Ventile ein – und nutzt dabei auh Sensry-Technik. Foto: Globalfoundries

Sensry wiederum verfügt über einen Elektronik-Baukasten, aus dem sich relativ rasch verschiedene Sensorbausteine mit Funksendern, dezentraler „Künstlicher Intelligenz“ (KI) und anderen komponenten zusammenstellen lassen. Ingenieure von Fraunhofer, Globalfoundries und weiteren Partnern hatten diese flexibel veränderbare Hardware zuvor gemeinsam entwickelt und an die 2018 gegründete Dresdner Firma „Sensry“ zur Weiterentwicklung und Kommerzialisierung übergeben. Die Sensorknoten sind beispielsweise für die Nachrüstung älterer Maschinen mit Sensorüberwachung für die hochautomatische Produktion, die vorausschauende Wartung von Industrieanlagen, aber auch Endprodukte wie etwa Ortungsgeräte für Marathon-Läufer gedacht und dafür teils auch schon im Einsatz.

Autor: Heiko Weckbrodt

Quellen: Sensry, Legic, Oiger-Archiv