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Sachsens Industrie kräftig gewachsen

2013 wird laut Prognose insgesamt eher ein schwaches Jahr für den deutschen Maschinenbau, aber in der 2. Jahreshälfte ist mit Wachstum zu rechnen. Foto: VDMA

Foto: VDMA

Umsätze sind im Coronajahr Nr. 2 um 14,7 Prozent gestiegen

Dresden, 17. Februar 2022. Die Industrie in Sachsen hat das Corona-Jahr 2021 besser verkraftet als in anderen Bundesländern. Das geht aus einer Mitteilung des Wirtschaftsministeriums in Dresden hervor, das sich dabei auf vorläufige Auswertungen in den Statistikämtern von Bund und Land stützen.

Deutschlandweit lagen Zuwachsraten niedriger

Demnach stiegen die Industrieumsätze deutschlandweit „nur“ um 10,8 Prozent und in Ostdeutschland um 11,8 Prozent. Dagegen wuchsen die Umsätze in den sächsischen Industriebetrieben um 14,7 Prozent. Auch die Auslandsumsätze der Sachsen legten mit 22,9 Prozent überdurchschnittlich zu. In der gesamten Bundesrepublik lag diese Zuwachsrate bei nur 12,7 Prozent, in Ostdeutschland um 17,2 Prozent.

Wirtschaftsminister Dulig spricht von „extrem herausfordernden Zeiten“

„Die Entwicklung der Industrie war 2021 geprägt durch Lieferengpässe und Personalmangel einerseits und einen einsetzenden Aufholprozess nach dem coronabedingten Umsatzeinbruch im Jahr 2020 andererseits“, kommentierte Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) die Zahlen. „Die sächsische Wirtschaft stellt in diesen extrem herausfordernden Zeiten ihre Widerstandsfähigkeit unter Beweis und ist mehr denn je ein zuverlässiger Motor für Beschäftigung und Wohlstand.“

Erneut erwiesen sich Auto- und Maschinenbau sowie die Elektroindustrie als Wachstumsmotoren: In der Branche „Metallerzeugung und -bearbeitung“ stiegen die Umsätze um 38 Prozent), die „Herstellung von elektrischen Ausrüstungen“ wuchs um 26,8 Prozent und die „Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen“ um 17,2 Prozent.

Sachsens Automobilbranche in der Transformation begriffen

Speziell im sächsischen Automobilbau waren mehrere, teils gegenläufige Entwicklungen zusammengekommen: Die VW-Werke in Zwickau und Dresden hatten sich an die Spitze der elektromobilen Transformation in der Autoherstellung gesetzt, für viele Zulieferer sorgte der Wandel jedoch für erhebliche Herausforderungen. Hinzu kamen die Halbleiter-Engpässe, die die Autoindustrie immer wieder ausgebremst haben. Gerade die Nachfrage nach Stromern aus Sachsen war anderseits recht hoch gewesen, auch durch die hohen Kaufprämien für Elektroautos in Deutschland.

Autor: hw

Quelle: SMWA