Alle Artikel mit dem Schlagwort: Deutschland

Umschlag von "Wie die Schweden das Träumen lernten". Abb.: Penguin-Verlag

„Wie die Schweden das Träumen erfanden“: Roman über die Freundschaft von Schweden und Deutschen

In seinem neuen Buch inszeniert Jonas Jonasson ein Tauziehen um deutsche Traumbetten in der schwedischen Provinz Mit einem charmanten Kurz-Roman meldet sich der schwedische Erfolgsautor Jonas Jonasson bei seinem deutschen Publikum zurück. Diesmal spinnt er allerdings nicht die verrückten Erlebnisse des „Hundertjährigen, der aus dem Fenster stieg und verschwand“ weiter. Vielmehr beleuchtet er in „Wie die Schweden das Träumen erfanden“ das besondere Verhältnis von Schweden und Deutschen.

Beim Fracking wird erst über 1000 Meter in die Tiefe gebohrt, um dann hydraulich bzw. durch Sprengungen Risse im gasführenden Gestein (braun-blau unten) zu erzeugen. Durch die wird das Gas dann mit einem Mix aus Wasser, Sand und Chemikalien zur Förderstelle gedrückt. Umstritten ist, ob und in welchem Maße die Chemikalien auch ins höhere Grundwasser (hellblau) gelangen können. Grafik: Heiko Weckbrodt

Ifo-Forscherin: Fracking derzeit kaum hilfreich für Deutschland

Verfahren könnte bis zu 12 % des deutschen Erdgas-Bedarfs decken, bräuchte jedoch jahrelangen Vorlauf München, 23. November 2023. Die Förderung eigener Erdgas-Bodenschätze durch Gesteinserschütterungen („Fracking“) – wie es die USA großformatig tun – könnte zwar einen Teil des deutschen Bedarfs an fossilen Energieträgern decken. Allerdings würde es Jahre dauern, die dafür nötige Infrastruktur und Industrie aufzubauen. Das hat Karen Pittel eingeschätzt, die im Ifo-Institut München das „Zentrum für Energie, Klima und Ressourcen“ leitet.

Timon Hitz von Wandelbots lernt im IoT-Labor vom Smart Systems Hub einen Roboter an, Teiglinge auf ein Blech zu sortieren. Foto: Heiko Weckbrodt

Deutschland bei Robotik-Gründungen führend

„Robot Valley Saxony“ legt Bericht über Europas Jungunternehmen in der Roboterbranche vor Dresden, 7. November 2023. In Deutschland werden die meisten Robotik-Jungunternehmen im europäischen Vergleich gegründet. Das geht aus dem „European Robotics Startup Report“ hervor, den das Marktanalyse-Unternehmen „Robot Valley Saxony“ aus Dresden heute vorgestellt hat.

Vor allem seit Corona eher eine Fieberkurve als eine Erfolgsgeschichte: Die Wachstums- und Schrumpfraten der deutschen Wirtschaft seit 2010 in einer IfW-Kiel-Projektion. Hemmende Faktoren wie Transformations-und Digitalisierungs-Versäumnisse, zuviel Bürokratie und hohe Energiepreise und wieder steigende Arbeitsnebenkosten sorgten aber schon vor der Pandemie für strukturelle Probleme. Grafik: IfW Kiel

Deutsche Wirtschaft schrumpft stärker als prognostiziert

IfW Kiel erwartet Rückgang um 0,5 Prozent Kiel, 6. September 2023. Die deutsche Wirtschaft schrumpft stärker als noch vor kurzem erwartet: Das Kiel-Institut für Weltwirtschaft (IfW Kiel) geht in seiner neuesten Prognose von einem Rückgang um 0,5 Prozent in diesem Jahr aus. Damit korrigierten die Ökonomen ihre Sommerprognose herunter, in der sie eine Schrumpfrate von 0,3 Prozent propheizeit hatten. Das hat das Institut heute mitgeteilt.

Forscher aus Sachsen und Schlesien - hier ein Blick aufs alte Rathaus Breslau - wollen enger zusammenarbeiten. Foto: Heiko Weckbrodt

Sachsen und Schlesien wollen mehr zusammen forschen

Wissenschaftler wollen sich auch ihre Labore gegenseitig öffnen Breslau/Dresden, 5. Juni 2023. Forschungseinrichtungen aus Sachsen und Schlesien wollen enger zusammenarbeiten. Das hat Professor Eugeneniusz Zych von der Uni Breslau angekündigt. Geplant seien unter anderem gemeinsame Seminare, Forschungsprojekte und der gegenseitige Zugang zu Laboren in Sachsen und Schlesien, erklärte er bei einem Empfang des deutschen Generalkonsulats in Breslau. Erst kürzlich hatten bereits Sachsen und Tschechien vereinbart, ihre Forschungskooperation zu vertiefen.

Die Roboter-Backstube "Bakisto" soll Bäcker mit Personalmangel entlasten, den Nachtschlaf von Menschen schonen - und durch bedarfsorientiertes Backen auch verhindern, dass hinterher viele Backwaren weggeworfen werden müssen. Foto: Fanuc

Geselle Roboter bäckt die Brötchen

„Bakisto“: Fanuc entwickelt mit deutschen Mittelständlern ein Kobot-System für die Backstube Neuhausen/Dresden, 28. März 2023. Weil deutsche Bäcker immer größere Probleme haben, überhaupt noch Lehrlinge zu finden, die sich in aller Frühe in die Backstube stellen, hat der japanische Maschinenbauer Fanuc nun gemeinsam mit deutschen Partnern eine Roboterbäckerei entwickelt: In der „Bakisto“ errechnet eine Künstliche Intelligenz (KI) fortlaufend den Brötchenbedarf. Auf dieser Basis befiehlt sie einem kollaborativen Roboter (Kobot), die passende Anzahl Teiglinge auf Blechen in einen vernetzten Ofen zu schieben und danach zum Verkauf bereitzustellen. Das geht aus einer Mitteilung der deutschen Fanuc-Tochter aus Neuhausen hervor.

Der Energiesektor von Siemens konnte erst kürzlich wieder Großaufträge in Ägypten und in Belgien an Land ziehen - hier ein Blick in die Turbinenmontage im Berliner Siemens-Werk. Das IfW rechnet damit, dass sich das Wirtschaftswachstum in Deutschland noch beschleunigen wird. Foto: Siemens

Weil Corona länger dauert: Ökonomen senken Prognose

Nur 3,7  statt 4,7 % Wachstum: Seuche und Überalterung bremsen deutsche Wirtschaft aus München, 15. April 2021. Weil sich Impfkampagne und Corona länger hinschleppen als gedacht und Deutschland weiter überaltert, haben die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute im deutschsprachigen Raum ihre Wachstumsprognose für 2021 nun um einen Prozentpunkt auf 3,7 Prozent abgesenkt. Das geht aus dem gemeinsamen Frühjahrsgutachten 2020 von Ifo München, DIW Berlin, der KOF Zürich, dem IfW Kiel, dem RWI Wien und dem IWH in Halle hervor.

Speziell gesichertes Cloud-Rechenzentrum der T-Systems. Foto: Telekom

Cloud & Heat Dresden simuliert gehärtete Rechnerwolke „Gaia-X“

Sachsen wollen deutschen und französischen Ministern zeigen, wie die neue Europa-Cloud funktionieren kann Dresden, 29. Mai 2020. Um die deutsch-französische Rechnerwolke „Gaia-X“, mit der sich Europa unabhängiger von US-amerikanischen Internetriesen wie Amazon oder Microsoft machen will, war es nach der lauten Ankündigung zuletzt etwas still geworden. Nun aber hat das Dresdner Mobilrechenzentrum-Unternehmen „Cloud & Heat“ zusammen mit Projektpartnern einen ersten Demonstrator entworfen. Die Simulation soll zeigen, wie die Europa-Cloud künftig praktisch funktionieren könnte. Am 4. Juni 2020 wollen die Sachsen die „Gaia-X“-Demo auf einer internationalen Videokonferenz dem deutschen Wirtschaftsminister Peter Altmaier und der Forschungsministerin Anja Karliczek (beide CDU) sowie dem französischen Wirtschaftsminister Bruno Le Maire (LEM) vorführen.

Bevh-Hauptgeschäftsführer Christoph Wenk-Fischer. Foto: Bevh

Internethandel wächst um 11,6 Prozent

2019 legten E-Commerce-Umsätze in Deutschland auf 72,6 Milliarden Euro zu Hamburg, 21. Januar 2020. Der internetgestützte Handel wächst weiter in der Bundesrepublik. Im Jahr 2019 haben die Deutschen Waren und Dienstleistungen für 72,6 Milliarden Euro per Internet bestellt. Das waren 11,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Dies hat der „Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland“ (Bevh) aus Hamburg heute mitgeteilt.

Mehr Wifi-Hotspots in Deutschland – doch Nachholbedarf bleibt hoch

Umfrage: Situation hat sich verbessert Berlin, 11. Oktober 2019. Deutschland gilt zwar immer noch als Entwicklungsland in puncto WLAN und freies Internet. Aber die Verbesserungen sind inzwischen sichtbar: 84 Prozent der Nutzer von drahtlosen Internet-Zugängen („Hotspots“) finden: Die Verbreitung von öffentlichem und kostenlosem WLAN hat in Deutschland den vergangenen zwei Jahren zugenommen, für 43 Prozent hat sie sogar deutlich zugenommen. Auf entsprechende Umfrage-Ergebnisse hat heute der deutsche Digitalwirtschaftsverband „Bitkom“ aus Berlin hingewiesen.

Cyberkriminelle sollen sich durch Phishing-Anrufe Zahlungscodes ergaunert und Millionenschäden angerichtet haben. Themenfoto (bearbeitet): Heiko Weckbrodt

Bund siedelt Cyberagentur am Flughafen Leipzig an

Agentur soll innovative Technologien zum Schutz vor digitalen Angriffen entwickeln und fördern. Leipzig/Halle, 3. Juli 2019. Die Bundeswehr und das Innenministerium werden ihre bereits 2018 angekündigte Cyberagentur für den Kampf gegen digitale Angriffe zunächst in Halle und schließlich am Flughafen Leipzig ansiedeln. Eine entsprechende Absichtserklärung haben die Ministerpräsidenten von Sachsen und Sachsen-Anhalt, Michael Kretschmer und Reiner Haseloff (beide CDU) sowie Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) und Verteidigungs-Staatssekretär Peter Tauber nun auf dem Flughafengelände unterzeichnet.

Quelle: BWS

Familien-Unternehmer denken weiter als Manager

Viele planen ganze Generation voraus Baden-Baden, 16. Oktober 2018. Die Inhaber von Familien-Betrieben planen unternehmerisch langfristiger als Manager, die oft nur von Quartalsergebnis zu Quartalsergebnis denken. Das hat die Beratungsgesellschaft BWS aus Baden-Baden eingeschätzt. Sie stützt sich dabei auf eine Umfrage in 100 mittelständischen Unternehmen.

Cyberkriminelle sollen sich durch Phishing-Anrufe Zahlungscodes ergaunert und Millionenschäden angerichtet haben. Themenfoto (bearbeitet): Heiko Weckbrodt

„Digitaler Dauerbeschuss“ auf deutsche Industrie

Bitkom: Kriminelle wie Staatshacker verstärken Cyberattacken Berlin, 11. Oktober 2018. „Die deutsche Industrie steht unter digitalem Dauerbeschuss – von digitalen Kleinkriminellen über die organisierte Kriminalität bis zu Hackern im Staatsauftrag. Das hat Präsident Achim Berg vom deutschen Digitalwirtschafts-Verband „Bitkom“ in Berlin eingeschätzt. „Qualität und Umfang der Cyberangriffe werden weiter zunehmen“, prognostizierte er.