Alle Artikel mit dem Schlagwort: covid19

Jeder zweite alte Sachse hat ein Smartphone

Die meisten Senioren haben Internetanschlüsse – und nutzen sie gerade in Corona-Zeiten, um Kontakt zu halten Kamenz, 6. April 2021. Jeder zweite Seniorenhaushalt in Sachsen verfügt über mindestens ein Smartphone. Und drei Viertel der reichlich eine Million Senioren umfassenden Generation 65+ im Freistaat haben Internetanschlüsse. Das hat das statistische Landesamt in Kamenz mitgeteilt.

Ein Mädchen spielt "Quarantäne". Foto: TSD

In der Schaltzentrale der Pandemie

Technische Sammlungen Dresden veröffentlichen Corona-Simulationsspiel Dresden, 4. April 2021. Um zu zeigen, wie Isolation und andere Anti-Seuchen-Instrumente gegen Corona und andere Pandemien helfen oder eben auch nicht, haben Dresdner Mathematiker nun die Computersimulation „Quantantäne“ im Internet veröffentlicht. Darin versuchen die Spieler und Spielerinnen, die Ausbreitung eines Virus zu stoppen und möglichst wenige Menschen erkranken zu lassen. Das haben die Macher vom „Erlebnisland Mathematik“ der „Technischen Sammlungen Dresden“ (TSD) und die beteiligten Mathematiker der TU Dresden nun mitgeteilt.

Der Corona-Boom im Internethandel bringt eine Paketflut mit sich - und nicht immer kommen die Pakete am richtigen Ort zur richtigen Zeit an. Foto. Heiko Weckbrodt

„E-Commerce überall der Motor für den Handel“

Online-Handel erstmals mit über 100 Milliarden Euro Umsatz in Deutschland, Österreich und Schweiz Berlin/München, 2. April 2021. Im Corona-Jahr 2020 haben Internethändler erstmals über 100 Milliarden Euro Umsatz mit Privatkunden im deutschsprachigen Raum („DACH) gemacht. Das hat der „Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland“ (Bevh) heute in Berlin mitgeteilt. Besonders stark legten die Online-Umsätze demnach in der Schweiz mit 27,9 Prozent zu, gefolgt von Österreich mit einem Zuwachs um 17,4 Prozent und Deutschland mit 13,6 Prozent.

Auszug aus der Insolvenzordnung. Grafik: hw

15 % weniger Firmenpleiten im Coronajahr 2020

Zombieheer wächst in deutscher Wirtschaft Wiesbaden/München, 31. März 2021. Trotz oder – in indirekter Folge – gerade wegen der Pandemie gab es im Coronajahr 2020 in Deutschland 15,5 Prozent weniger Unternehmenspleiten als im Vorjahr. „Die Zahl der beantragten Unternehmensinsolvenzen sank damit auf den niedrigsten Stand seit Einführung der Insolvenzordnung im Jahr 1999“, teilte das statistische Bundesamt (Destatis) in Wiesbaden heute mit.

Begrüßungsbildschirm für Gäste in der App. Abb.: pass4all

Dresden verteilt App „Pass4All“ für Kontaktverfolgung

Stadt finanziert Gratis-Vierteljahrslizenz für Läden und Restaurants Dresden, 17. März 2021. Damit Restaurants, Läden und andere Einrichtungen auch unter Corona-Bedingungen Gäste empfangen und die möglichen Kontakte mit Infizierten automatisch erfassen können, finanziert die Stadtverwaltung kostenlose Lizenzen der Kontaktverfolgungs-App „Pass4All“.

Wegen des hohen Automatisierungsgrades wirkt der Globalfoundries-Reinraum nicht so wuselig wie andere Chipfabriken. Hier ein Blick auf die Lithografie, in der die Chipstrukturen auf den Wafern belichtet werden. Foto: Karin Raths, Globalfoundries Dresden

Prognose für Halbleiterindustrie auf 19 % angehoben

IC Insight: Corona beschleunigt digitale Transformation und treibt Chip-Nachfrage an Scottsdale, 13. März 2021. Dank der stark anziehenden Nachfrage für Halbleiter wird die globale Mikroelektronik-Industrie in diesem Jahr stärker zulegen als zunächst gedacht. Davon gehen zumindest die Marktanalysten von „IC Insights“ in Scottsdale in Arizona aus: Sie haben nun ihre Wachstumsprognose von zwölf auf 19 Prozent angehoben.

Forscher am US-Seuchenkontrollzentrum CDC haben dieses 3D-Modell des neuen Corona-Virus (2019nCoV) entworfen, das eine schwere Lungenkrankheit auslösen kann. Die Angst vor dem Krankheitserreger lähmt mittlerweile weltweit das öffentliche Leben, die Wirtschaft, den Tourismus, selbst die Forschung in vielen Ländern. Illustration: CDC/ Alissa Eckert, MS; Dan Higgins, MAMS, Lizenz: Public Domain, https://phil.cdc.gov/Details.aspx?pid=23312 / Wikipedia https://commons.wikimedia.org/wiki/File:2019-nCoV-CDC-23312.png

Corona: Sachsen startet Mutanten-Suchprojekt

Uniklinik ermittelt künftig Erbgut in Testproben aus Sachsen, Polen und Tschechien Dresden, 7. März 2021. Um über vage Mutmaßungen hinaus künftig fundierter abschätzen zu können, welche Corona-Virusmutanten in welchem Umfang die Grenzen zwischen Deutschland und Tschechien beziehungsweise Polen passieren, startet Sachsen nun mit Bundeshilfe ein Erbgut-Suchprojekt. Das geht aus einer Mitteilung der sächsischen Staatskanzlei (SKK) in Dresden hervor.

Forscher Stephan Riesenberg (links) und Lukas Bokelmann (rechts) im Labor am Klinikum St. Georg in Leipzig. Foto: MPI f. evolutionäre Anthropologie

Gurgeln gegen Corona

Neuer Seuchentest aus Leipzig für die ganze Familie oder Schicht Leipzig, 5. März 2021. Um Familien oder sogar die ganze Sicht-Belegschaft eines kleineren Altenheims auf einen Schlag auf Corona testen zu können, haben das Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie (Eva) und das Krankenhaus „St. Georg“ in Leipzig einen neuen Gurgel-Massentest entwickelt. Damit können bis zu 25 Menschen auf einen Schlag getestet werden. Das geht aus einer Eva-Mitteilung hervor.

Mit 4,4 Mio. Übernachtungen hat sich Dresden als beliebtestes Städtereiseziel 2014 außerhalb Berlins behauptet. Foto: Sylvio Dittrich, DMG

Digitale Werbesignale sollen nach Corona Gäste nach Dresden zurücklocken

Seuche und Ausnahmezustand haben Tourismusbranche 44 % der Übernachtungen gekostet und Umsatz halbiert Dresden, 26. Februar 2021. Mit internetgestützten Werbe-Kampagnen, Online-Wetterkameras, Sonder-Freiluftfestivals, einem „Schaufenster der Kunst und Kultur“ in der Dresdner Innenstadt, hybriden digital-analogen Kongressangeboten und anderen Instrumenten wollen die Tourismusvermarkter wieder mehr private und Geschäftsreisende ins Dresdner Elbland locken, wenn der Corona-Ausnahmezustand gelockert oder beendet ist. Eine entsprechende „Restart“-Kampagne haben die Dresdner Tourismus-Bürgermeisterin Annekatrin Klepsch (Linke) und die Chefin der „Dresden Marketing Gesellschaft“ (DMG), Corinne Miseer, angekündigt. Allerdings sei damit zu rechnen, dass frühestens 2023 das Vorkrisen-Niveau wieder erreicht werde.

Umsatzentwicklung im sächsischen Maschinenbau von 2000 bis 2020. Grafik: VDMA Ost

Sächsischer Maschinenbau schrumpft um ein Fünftel

VDMA Ost: „Zuletzt haben wir solch einen Absturz im Krisenjahr 2009 beobachtet“ Leipzig, 24. Februar 2021. Sachsens Maschinenbau hat im Corona-Jahr 2020 etwa 19 Prozent Umsatz im Vergleich zum Vorjahr verloren, als fast ein Fünftel. Das hat der „Verband der Maschinen und Anlagenbauer Ost“ (VDMA Ost) in Leipzig mitgeteilt. Zudem büßte die Branche ihre Rolle als langjähriger Jobmotor ein: Die größeren Betriebe ab 50 Mitarbeitern beschäftigten zuletzt insgesamt nur noch 35.400 Menschen. Dies entspricht einem Rückgang um 3,3 Prozent.

Nicht nur in Autos, sondern auch in Landmaschinen - hier eine Aufnahme aus einer Agrarfahrzeug-Entwicklung der TU Dresden - enthalten neben Motoren viele bewegliche Teile, die einen Teil der eingesetzten Energie als unerwünschte Reibung und Abwärme vergeuden. Foto: Heiko Weckbrodt

Brandbrief aus Erzgebirge gegen Corona-Grenzschließung

Wirtschaftsförderer: Können nur noch Scherben zusammenkehren und von vorn anfangen Annaberg-Buchholz, 18. Februar 2021. In einem „offenen Brief“ hat die „Wirtschaftsförderung Erzgebirge“ (WFE) aus Annaberg-Buchholz die sächsischen Corona-Grenzschließungen nach Tschechien scharf kritisiert. „Die Schäden werden erheblich sein und nicht reparabel“, warnten WFE-Chef Matthias Lißke und Wirtschaftsservice-Leiter Jan Kammerl in ihren Schreiben, das nicht adressiert ist, sich aber offensichtlich an die Politiker in Dresden und Berlin richtet. Sie fordern, die Grenze zu Tschechien schnellstmöglich weder zu öffnen, insbesondere für Industriebeschäftigte und -transporte.

Ein historischer Kinoprojektor. Foto (bearbeitet): Heiko Weckbrodt

Kinoumsatz schrumpft im Coronajahr auf kaum ein Drittel

Filmförderanstalt: Das war zu erwarten Berlin/Dresden, 16. Februar 2021. Die deutschen Kinos haben im Corona-Jahr kaum ein Drittel der Tickets verkauft, wie sie sonst üblich waren. Auch die Umsätze rauschten um mehr als zwei Drittel auf nur noch 318 Millionen Euro in den Keller. Das hat die Filmförderanstalt (FFA) in Berlin heute mitgeteilt.