Alle Artikel mit dem Schlagwort: covid19

Menschen mit Riechstörungen sollen mit nanotechnologischer Hilfe wieder Rosenduft und anderes riechen lernen. Foto: Stephan Wiegand ​für die Hochschulmedizin Dresden

Sensoren sollen Corona-Kranken das Riechen zurückgeben

Uniklinik Dresden an Konsortium „Rose“ beteiligt Lyon/Dresden, 6. Dezember 2021. Damit Corona-Kranke wieder riechen können, haben Forscher aus Lyon, Dresden und weiteren europäischen Standorten das Konsortium „Rose“ gebildet. Gemeinsam wollen sie diesen und anderen Menschen ihren Geruchssinn mit technologisch-biologischen Mittel zurückgeben. Dafür setzen sie auf winzig kleine Sensoren, die sie in die Schleimhäute der Kranken implantieren wollen.

Wenn Ausgangssperren und andere staatliche Eingriffe die Kontakte zwischen Haushalten und ähnlichen eng abgezirkelten "Cliquen" unterbinden, kann sich Corona nur noch linear, nicht aber mehr exponentiell ausbreiten, hat eine Modellierung der TU Dresden ergeben. Gibt es andererseits zu viel zufällige Kontakte zwischen diesen Netzwerk-Clustern, gerät die Virusverbreitung außer Kontrolle. Grafik: Heiko Weckbrodt

Fokus auf eigene „Clique“ bremst Corona stark aus

TU Dresden: Überregionale Kontakte zwischen Cliquen lassen Seuche exponentiell wachsen Dresden, 14. November 2021. Ausgangssperren, Geschäftsschließungen und ähnlich drastische staatliche Anti-Seuchen-Maßnahmen haben die Corona-Ausbreitung vor allem dadurch ausgebremst, indem sie eine „Cliquen-Konzentration“ gefördert, darüber hinaus gehende Kontakte zwischen den Menschen aber weitgehend zerschnitten haben. Das geht aus einer Studie des Zentrums für Informationsdienste und Hochleistungsrechnen (ZIH) an der TU Dresden hervor. Die Forschungsgruppe unter Leitung von Professor Andreas Deutsch hat dafür Bevölkerungskontakte während und außerhalb von Corona-„Lockdowns“ mathematisch modelliert.

Dm-Drogeriemarkt. Foto: dm

Drogeriekette dm wächst in Sachsen

Unternehmen investiert nun weitere vier Millionen Euro im Freistaat Dresden, 11. November 2021. Die Drogeriemarkt-Kette „dm“ wird im nun begonnenen Geschäftsjahr 2021/22 rund vier Millionen Euro in neue Standorte und Markt-Modernisierungen investieren. Das hat der dm-Gebietsverantwortliche Gert Moßler angekündigt. Vorgesehen sind demnach neue Märkte in Leisnig. Zwickau, Lauter und Bischofswerda sowie Umbauten in den Leipziger Drogeriemärkten im Sachsenpark und in Plagwitz. Allerdings wird dm in Sachsen auch einen Markt schließen, nämlich den in Meißen.

Solche makaberen Impfnachweis-Fälschungen zirkulieren derzeit im Netz. Repro: Kaspersky Deutschland

Corona-Impfung für Hitler?

Cyber-Diebe stehlen Impfschlüssel Berlin/Jena/Ingolstadt, 28. Oktober 2021. Gefälschte Corona-Impfausweise sind schon länger im Internet im Umlauf. Nun haben Cyberkriminelle aber anscheinend echte digitale Schlüssel erbeutet, mit denen sich gültige Impfzertifikate erstellen lassen, und bieten die nun im Netz an. Unbekannte  haben anscheinend als Beweis, was alles mit den Schlüssel möglich ist, vermeintlich echte polnische und französische Corona-Impfzertifikate für „Adolf Hitler“ in Umlauf gebracht. Das berichten die deutschen Töchter von Kaspersky in Ingolstadt und Eset in Jena.

Containerschiff. Foto: Thomas_G, Pixabay https://pixabay.com/de/users/thomas_g-7083/?utm_source=link-attribution&utm_medium=referral&utm_campaign=image&utm_content=56569

9 % der Containerschiffe im Stau, Welthandel stagniert

IfW prognostiziert teure Weihnachtsgeschenke Kiel, 26. Oktober 2021. Trotz voller Auftragsbücher erholt sich die deutsche Industrie nur sehr langsam von Corona und das hat vor allem mit Handels-Hemmnissen für die Exportnation zu tun: Es fehlen nicht nur Chips, Stahl, Holz und allerlei Vorprodukte aus dem Ausland, sondern die Unternehmen können viele ihrer Waren nicht nach Übersee verschiffen. Mittlerweile stecken bereits neun Prozent der weltweiten Containerschiff-Kapazitäten im Stau vor chinesischen und amerikanischen Häfen fest oder warten in den Häfen auf den Umschlag, hat das Institut für Weltwirtschaft (IfW) in Kiel ausgerechnet. Zum Vergleich: Vor einem Monat steckten erst drei Prozent der Containerschiffe im Stau.

Versetzt Corona dem Flughafen Dresden den Todesstoß? Wirtschaftsvertreter warnen vor einer Ankopplung vom innerdeutschen Flugverkehr. Foto: Mitteldeutsche Flughafen AG

IHK: Abkopplung des Flughafens Dresden droht

Zahl der innerdeutschen Flüge seit 2019 halbiert Dresden, 22. Oktober 2021. Vor einer „drohenden Abkopplung“ des Flughafens Dresden vom innerdeutschen Flugverkehr hat die Industrie- und Handelskammer (IHK) Dresden heute gewarnt. „Sollten die wichtigen Linienverbindungen, insbesondere nach Frankfurt und München, wegfallen, bedroht das nicht nur die Attraktivität dieses herausragenden und im strukturschwachen Ostdeutschland einzigartigen Wirtschafts- und Wissenschaftsstandortes, sondern stellt dessen Zukunftsfähigkeit zur Disposition“, betonte IHK-Präsident Andreas Sperl. „So klar muss man das aussprechen.“

Arbeitsschutz ist in Zeiten der Corona-Pandemie ein besonderes Thema. Grafik: Heiko Weckbrodt

Wie Unternehmen die Bestimmungen der Corona-Arbeitsschutzverordnung einhalten können 

In Deutschland sind bereits mehr als 65 Prozent der Menschen gegen das Corona-Virus geimpft. Die Regelungen sind aktuell nicht mehr so streng, was auch an den Arbeitsplätzen gilt. Viele Mitarbeiter sind bereits aus dem Home-Office zurückgekehrt. Die verschärften Corona-Regeln haben zu Veränderungen für Unternehmen und Mitarbeiter geführt. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) hat eine Corona-Arbeitsschutzverordnung erarbeitet, die von Unternehmern einzuhalten ist.

Blick in die neue Süd-Bibliothek in Dresden. Foto: Heiko Weckbrodt

Verband warnt vor Kahlschlag in Bibliotheken

DBV: Coronakrise darf nicht zur Bibliothekenkrise werden Berlin, 15. Oktober 2021. Als Spätfolge von Corona werden viele Städte und Gemeinden in Deutschland die Etats für ihre Bibliotheken drastisch einkürzen. Davor hat der Vorsitzende des „Deutschen Bibliotheksverbandes“ (DBV), Andreas Degkwitz, gewarnt. Hauptgrund dafür seien die sinkenden Steuereinnahmen der Kommunen.

Zellmontage im Batteriewerk von Accumotive-Daimler in Kamenz. Was aber tun mit den Akkus, wenn sie aus dem Elektroauto wegen Reichweiteverlusten wieder ausgemustert werden? Ist ein Einsatz als stationärer Energiespeicher sinnvoller oder ein direktes Recycling? Foto: Heiko Weckbrodt

IHK: Lieferkrise nimmt dramatische Züge an

Gestörte Zulieferketten, hohe Energiepreise und Personalmangel bremsen auch in Sachsen zusehens die Corona-Erholung der Wirtschaft aus Dresden, 15. Oktober 2021. Die Stimmung in der sächsischen Wirtschaft hellt sich auf. Das hat Hauptgeschäftsführer Detlef Hamann von der Industrie- und Handelskammer (IHK) Dresden unter Verweis auf eine Konjunkturumfrage unter rund 600 Mitgliedsunternehmen eingeschätzt. „Die positiven Stimmungstreiber sind derzeit vor allem viele Dienstleister, der Verkehrssektor und der Tourismus“, sagte er. Diese Branchen seien besonders von den Corona-Verboten betroffen gewesen und sie wittern nach den jüngeren Lockerungen im Corona-Regime besonders viel Morgenluft.

Stefan Kooths. Foto: IfW Kiel

IfW-Ökonom: Neue Regierung kann nicht mehr aus dem Vollen schöpfen

Verteilungskonflikte gewinnen wegen schrumpfender finanzieller Spielräume des Bundes an Schärfe Kiel, 27. September 2021. Ob nun Ampel, Jamaika oder Groko: Welche Regierung sich nach der Bundestagswahl auch immer bilden mag – sie wird weit geringere finanzielle Spielräume für teure Rettungsschirme und eigene Lieblingsprogramme haben als die vorherige. Das geht aus einer Einschätzung des Instituts für Weltwirtschaft (IfW) in Kiel hervor. „Das Wahlergebnis lässt Raum für einen marktwirtschaftlichen Aufbruch, zumal sich jede Regierung angesichts schwindender Wachstumskräfte unnötig teuren Interventionismus immer weniger leisten kann“, betont IfW-Konjunkturchef Prof. Stefan Kooths die Chancen und Risiken des nächsten Kabinetts.

Ein Sachenwerk-Mitarbeiter justiert einen Läufer in einem tonnenschweren Walzwerk-Motorgehäuse. Foto: Arno Burgi, VEM

Sachsens Wirtschaft erholt sich von Corona: 4,3 % Zuwachs

Freistaat wächst deutlich über deutschem Durchschnitt Kamenz, 24. September 2021. Die sächsische Wirtschaft hat sich im ersten Halbjahr 2021 deutlich besser von der Corona-Krise erholt als die gesamtdeutsche Wirtschaft. Das geht aus einer Meldung des statistischen Landesamtes in Kamenz hervor. Demnach wuchs die Wirtschaft im Freistaat in diesem Zeitraum um 4,3 Prozent, während das Bruttoinlandprodukt in der gesamten Bundesrepublik nur um 2,9 Prozent.

Leichtbauroboter tragen im BMW-Werk Leipzig Kleber auf Scheiben auf. Künftig sollen noch mehr Industrieroboter eingesetzt werden. Foto: BMW

Erholung ausgebremst: Ifo senkt Konjunkturprognose für 2021

Nur noch 2,5 Prozent Wirtschaftswachstum erwartet München, 22. September 2021. Das Ifo-Institut in München hat seine Prognose für die deutsche Wirtschaftsentwicklung im zweiten Corona-Jahr erneut gesenkt: Statt um 3,3 Prozent, wie zuletzt noch angenommen, wächst das Bruttoinlandsprodukt demnach im Jahr 2021 nur um 2,5 Prozent. Das haben die Münchner Wirtschaftsforscher heute eingeschätzt.

Eine Auswahl elektronischer Bauelemente von Bosch für den Einsatz in den Autoindustrie. Foto: Heiko Weckbrodt

Ifo: Nachschubprobleme für deutsche Industrie verschärfen sich

69 Prozent der Industriefirmen beklagen Materialmangel München, 8. September 2021. Die deutsche Industrie hat wachsende Probleme, sich mit genügend Computer-Chips, Holz, Stahl und anderen Bauteilen und Rohstoffen einzudecken, um die anziehende Auftragslage abzudecken. „Der Materialmangel in der deutschen Industrie hat sich weiter verschärft“, berichtet das Wirtschaftsforschungsinstitut „Ifo“ aus München.

Der Anti-Corona-Impfstoff "BNT162 " von Biontech und Pfizer. Foto: Biontech

Sachsen-Studie: Patienten mit Spenderniere brauchen 3. Corona-Spritze

Schuld an schwacher Corona-Abwehr sind wahrscheinlich die gegen Organabstoßungen verschriebenen Immunsuppressiva Dresden, 17. August 2021. Patienten mit eingepflanzten Spendernieren brauchen womöglich eine dritte Impfung, um sich hinreichend gegen Corona-Viren zu schützen. Das hat eine Studie von 26 sächsischen Dialysezentren ergeben. Die Wissenschaftler vom federführenden Uniklinikum Dresden führen diese Befunde auf die Immunsuppressiva zurück, die diese Organempfänger bekommen. Dabei handelt es sich um Medikamente, die das Immunsystem der Patienten bremsen, damit deren Körper nicht die Spenderniere abstößt.

Produktions-Neustart für die Elektrogolfs in der gläsernen Volkswagen-Manufaktur Dresden. Foto: Heiko Weckbrodt

Corona hat Sachsens Industrieumsätze 2020 um 6 % geschrumpft

Seuche und Lockdown trafen Wirtschaftssektor aber weniger stark als die Weltwirtschaftskrise 2009 Kamenz, 2. August 2021. Die sächsische Industrie hat im Corona-Jahr 2020 rund sechs Prozent weniger Umsatz gemacht als im Vorjahr. Darauf hat das statistische Landesamt in Kamenz hingewiesen. Allerdings sei der pandemische Rückhang weniger stark gewesen as während der Weltwirtschaftskrise 2009 – damals brachen die Industrieumsätze sogar um 15,7 Prozent ein.