Alle Artikel mit dem Schlagwort: covid19

Außen mit Elektrotechnik bedruckt: die keramischen Miniöfen können PCR-Tests von Viren beschleunigen. Foto: Fraunhofer IKTS

Keramische Mikroöfen für rasche Viren-Analysen

Fraunhofer-Keramikinstitut IKTS Dresden erzeugt im 3D-Drucker Module für schnelle Erbgut-Tests Dresden, 16. Juni 2021. Corona hat das weltweite Interesse an schnellen und dennoch zuverlässigen Virentests stark wachsen lassen. Das Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme (IKTS) in Dresden hat dafür nun neuartige Labormodule entwickelt. Mit diesen kleinen „μPCR“-Öfen aus dem 3D-Drucker lässt sich die „Polymerase-Kettenreaktion“ (Polymerase Chain Reaction, kurz: PCR) für derartige Erbgut-Analysen deutlich beschleunigen.

Testen und Infektionsketten nachzuverfolgen ist eine besonders wirksame Strategie gegen Corona, haben Forscher aus Dresden udn Wien durch Simulationen ermittelt. Grafik: Marco Federmann / Pixabay, Pixabay-Lizenz: freie kommerzielle Nutzung, https://pixabay.com/de/photos/corona-test-impfstoff-covid-19-6048270/

Simulation: Ohne Tests explodiert Corona

Forscher aus Dresden und Wien simulieren Seuchen-Ausbreitung: „Testen & Nachverfolgen“ ist demnach beste Strategie Dresden/Wien, 4. Juni 2021. Das Testen der Kontaktpersonen von Virus-Infizierten in Kombination mit rascher Nachverfolgung der Infektionsketten ist eine der wirksamsten Möglichkeiten, um Corona und ähnliche Epidemien auszubremsen. Das haben Forschungsgruppen aus Wien und Dresden herausgefunden. Dabei haben sie Flussdynamik-Simulationen eingesetzt, mit denen sie sonst eigentlich Turbulenzen in komplexen Rohrsystemen untersuchen.

Neonatologen raten Schwangeren zur Anti-Corona-Impfung: Die schätzt nicht nur sie, sondern auch das Baby. Foto: Carus Akademie

Mehr Schwangere wegen Corona beatmet und mehr Frühgeburten

Ursache für jüngsten Anstieg noch unklar, DGPM rät zu Impfung Dresden/Kiel, 7. Mai 2021. Eine Corona-Erkrankung verläuft bei Schwangeren oft schwerer als bei anderen Frauen. Diesen Befund mehrerer Mediziner beziehungsweise Krankenhäuser im In- und Ausland bestätigt die „Deutsche Gesellschaft für Perinatale Medizin“ (DGPM), die in ihrem „Cronos“-Register die Zusammenhänge zwischen Covid19 und dem Schwangerschaftsverlauf an über 150 Kliniken in Deutschland erfasst. Seit kurzem häufen sich nun die schweren Fälle: „Wir finden in ganz Deutschland zurzeit einen Anstieg sehr schwerer Verläufe, bei der die schwangeren Frauen beatmet werden müssen“, berichtet Prof. Ulrich Pecks vom Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH) in Kiel, der „Cronos“ gemeinsam mit Prof. Mario Rüdiger vom Uniklinikum Dresden (USD) aufgebaut hatte.

Nur ein reichliches Viertel der Deutschen nutzen die Bundes-Corona-App. Foto: Heiko Weckbrodt

Bitkom: Impf-Update könnte Corona-App erfolgreicher machen

Digitaler Impfausweis kommt erst Anfang 2022, Impfzertifikat in App könnte als Brückenlösung fungieren Berlin, 26. April 2021. Da der digitale Impfausweis frühestens Anfang 2022 fertig ist, an Corona-Impfnachweisen aber auf absehbare Zeit viele Rechte und Reisemöglichkeiten hängen werden, könnte dies der bisher wenig erfolgreichen deutschen Corona-Warn-App womöglich doch noch zum Durchbruch verhelfen. Denn die soll vor den Sommerferien als neue Funktion den digitalen EU-Impfnachweis bekommen. Und etwa 20 Prozent der Deutschen, die diese App nicht auf ihrem Smartphone haben, würden sie deshalb nun doch installieren. Das geht aus einer Umfrage des deutschen Digitalwirtschaftsverbandes „Bitkom“ aus Berlin hervor.

Onlineshopping: Die Umsätze mit immer mehr Sortimenten wandern ins Internet ab. Corona hat diesen Trend beschleunigt. Foto: Heiko Weckbrodt

Ifo: Corona fördert Ladensterben in den Innenstädten

Ausnahmezustand gewöhnt Deutsche daran, auch Kleider und Töpfe im Netz zu kaufen München, 24. April 2021. Die Corona-Krise beschleunigt das Ladensterben in den deutschen Innenstädten. Das hat Ökonom Oliver Falck vom Ifo-Institut in München eingeschätzt. „Spätestens seit letztem Sommer beobachten wir massive Strukturverschiebungen hin zum Onlinegeschäft – auch jenseits der Lockdowns“, erklärte er und stützte sich dabei auf die gemeinsame Ausgabenanalyse „Wirtschaftsmonitor“ des Ifo-Instituts, der N26-Bank und der TU München. „Unsere Daten legen den Schluss nahe, dass die Krise das Sterben der Innenstädte befördert.“

Durch die staatlichen Anti-Corona-Verordnungen mussten Hotels und Gaststätten schließen beziehungsweise konnten nur noch sehr eingeschränkt Leistungen anbieten. Die Umsatzrückgänge sind erheblich. Grafik: hw

40 Prozent weniger Hotel-Übernachtungen in Sachsen

Starke Umsatzrückgänge durch Corona-Ausnahmezustand auch für Gaststätten Kamenz, 23. April 2021. Die Corona-Krise trifft die Hotellerie und die Gaststätten in Sachsen weiter hart: Die Zahl der Hotel-Übernachtungen sank im Freistaat im Jahr 2020 um 40 Prozent auf 8,6 Millionen – und im Januar 2021 verzeichneten die sächsischen Hotels sogar 83 Prozent weniger Übernachtungen als ein Jahr zuvor. Das geht aus einer aktuellen Auswertung des statistischen Landesamtes in Kamenz hervor.

Die Plattform "Scoolio Web" soll den Hausunterricht ("Home Schooling") in Corona-Zeiten erleichtern. Foto: Scoolio

Zocken statt lernen: Kinder im Corona-Ausnahmezustand

Schüler verbrachten im 2. Einschluss nur 4,3 Stunden am Tag mit Hausaufgaben München, 20. April 2021. Während des zweiten Corona-Einschlusses („Lockdown“) haben die deutschen Schulkinder im Schnitt 4,6 Stunden am Tag mit Fernsehen, Computerspielen und Handys verbracht, aber nur 4,3 Stunden mit schulischen Aufgaben. Das hat das Ifo-Wirtschaftsforschungsinstitut „Ifo“ aus München durch Umfragen unter 2122 Eltern ermittelt. Demnach lernten die Kinder zwar durchschnittlich eine Dreiviertelstunde länger als während der ersten Corona-Schulschließungswelle – aber eben rund drei Stunden weniger als an einem üblichen Schultag vor der Pandemie.

Jörg Dittrich, Präsident der Handwerkskammer Dresden, im November 2015. Foto: André Wirsig, Handwerkskammer Dresden

Handwerkskammer Dresden: Aktuelle Corona Politik schädigt Standort

Präsident Dittrich: Agieren im Drei-Wochen-Takt bringt uns nicht weiter Dresden, 8. April 2021. Die Handwerkkammer Dresden hat das Hin und Her in der deutschen Corona-Politik scharf kritisiert: „Ein kurzfristiges Agieren im Drei-Wochen-Takt sowie Verwirrung stiften durch ständig neue Ideen und Wortschöpfungen bringen uns nicht voran“, erklärte Kammer-Präsident Jörg Dittrich. „Vielmehr führt die aktuelle Politik zu einer sukzessiven Schädigung des Standortes.“

Auszug aus der Insolvenzordnung. Grafik: hw

Mehr Zombie-Unternehmen in Sachsen

17 % weniger Pleiten, Insolvenzpflicht war wegen Corona ausgesetzt Kamenz, 8. April 2021. In Sachsen mehrt sich in Corona-Zeiten schneller als im Bundesdurchschnitt das Heer der sogenannten Zombie-Unternehmen. Wirtschaftsforscher bezeichnen damit Betriebe, die eigentlich längst nicht mehr überlebensfähig sind, aber durch staatliche Hilfen und die ausgesetzte Insolvenzpflicht weiter existieren. Laut dem statistischen Landesamt in Kamenz ist 2020 die Zahl der Unternehmensinsolvenzen um 16,9 Prozent beziehungsweise 116 Verfahren im Vergleich zum Vorjahr gesunken – bei gleichzeitig stark gestiegenen finanziellen Forderungen der Gläubiger. Zum Vergleich: Bundesweit lag diese Quote im Jahr 2020 bei 15,5 Prozent.

Jeder zweite alte Sachse hat ein Smartphone

Die meisten Senioren haben Internetanschlüsse – und nutzen sie gerade in Corona-Zeiten, um Kontakt zu halten Kamenz, 6. April 2021. Jeder zweite Seniorenhaushalt in Sachsen verfügt über mindestens ein Smartphone. Und drei Viertel der reichlich eine Million Senioren umfassenden Generation 65+ im Freistaat haben Internetanschlüsse. Das hat das statistische Landesamt in Kamenz mitgeteilt.

Ein Mädchen spielt "Quarantäne". Foto: TSD

In der Schaltzentrale der Pandemie

Technische Sammlungen Dresden veröffentlichen Corona-Simulationsspiel Dresden, 4. April 2021. Um zu zeigen, wie Isolation und andere Anti-Seuchen-Instrumente gegen Corona und andere Pandemien helfen oder eben auch nicht, haben Dresdner Mathematiker nun die Computersimulation „Quantantäne“ im Internet veröffentlicht. Darin versuchen die Spieler und Spielerinnen, die Ausbreitung eines Virus zu stoppen und möglichst wenige Menschen erkranken zu lassen. Das haben die Macher vom „Erlebnisland Mathematik“ der „Technischen Sammlungen Dresden“ (TSD) und die beteiligten Mathematiker der TU Dresden nun mitgeteilt.

Der Corona-Boom im Internethandel bringt eine Paketflut mit sich - und nicht immer kommen die Pakete am richtigen Ort zur richtigen Zeit an. Foto. Heiko Weckbrodt

„E-Commerce überall der Motor für den Handel“

Online-Handel erstmals mit über 100 Milliarden Euro Umsatz in Deutschland, Österreich und Schweiz Berlin/München, 2. April 2021. Im Corona-Jahr 2020 haben Internethändler erstmals über 100 Milliarden Euro Umsatz mit Privatkunden im deutschsprachigen Raum („DACH) gemacht. Das hat der „Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland“ (Bevh) heute in Berlin mitgeteilt. Besonders stark legten die Online-Umsätze demnach in der Schweiz mit 27,9 Prozent zu, gefolgt von Österreich mit einem Zuwachs um 17,4 Prozent und Deutschland mit 13,6 Prozent.

Auszug aus der Insolvenzordnung. Grafik: hw

15 % weniger Firmenpleiten im Coronajahr 2020

Zombieheer wächst in deutscher Wirtschaft Wiesbaden/München, 31. März 2021. Trotz oder – in indirekter Folge – gerade wegen der Pandemie gab es im Coronajahr 2020 in Deutschland 15,5 Prozent weniger Unternehmenspleiten als im Vorjahr. „Die Zahl der beantragten Unternehmensinsolvenzen sank damit auf den niedrigsten Stand seit Einführung der Insolvenzordnung im Jahr 1999“, teilte das statistische Bundesamt (Destatis) in Wiesbaden heute mit.